VW: Warum ist solch ein Auto zu einem solch niedrigen Preis hier zu Lande nicht möglich?

In China bringt VW ein neues vollelektrisches Mittelklasse-SUV auf den Markt, das als „T6“ firmiert. Hier zu Lande gilt T6 als Bezeichnung für eine der sieben Bulli-Generationen. Was besonders ärgerlich ist: Im Reich der Mitte wird der Wagen zu einem Preis angeboten, der höchstens ein Drittel dessen beträgt, was man in Deutschland bezahlen muss. 

Von den Bändern läuft der ID.Aura T6 bei FAW Volkswagen, einem Gemeinschaftsunternehmen. Angeboten wird er ausschließlich in der Volksrepublik. Das voll digitale FAW-Modell wird wahrscheinlich auch in Russland zu haben sein. Denn ins Riesenreich des Herrn Putin werden inzwischen millionenfach chinesische Fahrzeuge exportiert. Soviel zum Thema Sanktionen. 

Die Preise für das wirklich wunderschön Mittelklasse-SUV sind die für Deutsche unvorstellbar niedrig: Denn das Mittelklasse-SUV, das ib Sachen Technik und Ausstattung dem deutschen Premiumsegment entspricht, kostet umgerechnet nur 17.445 Euro (135.900 Yuan), als Topmodell lächerliche 21.809 Euro (169.900 Yuan). In Deutschland kostet der kleinste VW (ein Polo) ab 20.380 Euro. 

Exterieur: geschlossene Front, durchgehendes Leuchtenband und beleuchtetes VW-Logo. Mit einer Länge von 4,81 Metern bewegt sich das Automobil auf Niveau des bei in Deutschland angebotenen Siebensitzers VW Tayron. Der Radstand von 2,84 Metern verspricht ein großzügiges Platzangebot. Unter der Fronthaube befindet sich zusätzlich ein 90-Liter-Frunk.

Der Wagen bietet im Cockpit ein 10,25“-Instrumentendisplay, einen großen 15,6“-Zentralbildschirm und ein 25,8“-Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion. Dazu kommen zahlreiche Komfortfeatures, u.a. ein Massagesitz für den Beifahrer, ein Dolby-Atmos-Soundsystem mit 18 Lautsprechern sowie Sitze, die sich beinahe in Liegen verwandeln lassen. Warum ist das alles in Deutschland nicht möglich? 

Angetrieben wird der ID.Aura T6 von einem 228 PS starken Elektromotor. Die Energie liefert eine LFP-Batterie, wobei die Kunden unter zwei Akkugrößen wählen können: 59,9 oder 77, 5 kWh groß sollen sie für 540 bis 660 km Reichweite sorgen. 

Bemerkenswert ist zudem die Assistenztechnik: Auf dem Dach sitzt ein LiDAR-Sensor, dazu kommt die von Volkswagen und Horizon Robotics entwickelte Carizon-Plattform. Laut Hersteller soll das System Funktionen wie Autobahn-Assistenten mit Navigationsunterstützung sowie erweiterte Fahrhilfen im Stadtverkehr ermöglichen.Quelle: Autobild / CM

BYD macht richtig Druck im deutschen Automarkt

BYD setzt seinen Wachstumskurs in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld fort. Im August 2026 verzeichnete die Marke in Deutschland rund 5.262 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 2,5 %. Getragen wird das Ergebnis maßgeblich vom BYD SEAL U DM-i, der sich erneut als meistverkauftes Plug-in-Hybrid-Modell auf dem deutschen Markt behauptet. 

Das Ergebnis reiht sich in eine Entwicklung ein, die sich über die vergangenen Monate bereits abgezeichnet hat: Wachstum, das nicht an einzelne Monate oder Sondereffekte gebunden ist, sondern Ausdruck einer konsequent verfolgten Marktstrategie ist.
 
Das Vertriebsergebnis im August verteilt sich nahezu im Verhältnis von 50:50 auf vollelektrische Fahrzeuge und Super-Hybride mit DM-Technologie. BYD überlässt Kunden bewusst die Wahl zwischen zwei Antriebstechnologien. Das Portfolio der Marke deckt alle Segmente ab und bedient unterschiedliche Anforderungen an Reichweite, Ladeinfrastruktur und Nutzungsprofil gleichermaßen.
 
Ausschlaggebend für die Kontinuität des Wachstums ist nicht allein die ungefähr gleichwertige Verteilung des Absatzes zwischen Privat- und Gewerbekunden, sondern die Marktstrategie, mit der BYD sein Händlernetz in Deutschland aufbaut. BYD setzt konsequent auf Flächenpräsenz, sichtbar am geplanten Ausbau auf bis zu 300 Handelsstandorte bis Jahresende 2026. Diese Positionierung soll die Marke unabhängiger von kurzfristigen Marktschwankungen machen und eine belastbare Basis für die kommenden Jahre schaffen.
 
„Wir verfolgen in Deutschland eine Marktstrategie, die auf Kontinuität ausgelegt ist“, betont Lars Bialkowski, Country Manager BYD Deutschland. „Das bedeutet vor allem eines: Wir investieren in unsere Handelspartner, nicht nur in Stückzahlen. Jeder neue Standort, jede Vereinbarung mit einem Händler ist eine strategische Entscheidung für die nächsten Jahre, nicht für das nächste Quartal. Der August zeigt erneut, dass dieser Ansatz unabhängig von Saisonalität Früchte trägt, weil Nachfrage und Marktpräsenz parallel wachsen.“ Quelle: BYD / CM

Der BYD SEAL U DM-i war im August 2026 erneut meistverkaufter Plug-in-Hybrid in Deutschland.

Klein und unglaublich teuer

Kleinwagen sind nicht mehr automatisch auch bezahlbare Einstiegsmodelle. Wie aktuelle Zahlen des ADAC ergeben, steigen die Durchschnittspreise aller angebotenen Kleinwagen auf dem Markt immer weiter an. Besonders ausgeprägt ist der Trend bei den Verbrennern: Ein neuer Kleinwagen mit Benzinmotor kostet im Durchschnitt fast 24.000 Euro – das sind knapp 80 % mehr als noch vor zehn Jahren. Diesel oder andere Verbrennervarianten werden in dieser Klasse gar nicht mehr angeboten. Auch allgemein ist das Angebot an Kleinwagen mit Verbrennungsmotor rückläufig: Mit nur noch 46 Modellen wurde in diesem Jahr ein neuer Tiefstand erreicht.

Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich im Elektrosegment. Ein E-Kleinwagen kostet in diesem Jahr weniger als 30.000 Euro, ein Rückgang von über 9 % im Vergleich zu 2024. Gleichzeitig gibt es immer mehr Angebote: Fast 40 Modelle zählt der ADAC Autokatalog inzwischen. Dennoch sind auch elektrische Kleinwagen aus Sicht des Mobilitätsclubs noch zu teuer. Aber dafür sind sie im Unterhalt den Verbrennern haushoch überlegen.

Nimmt man alle Antriebsformen zusammen, dann zeigt sich, dass die Kleinwagenpreise insgesamt auf einem hohen Niveau verharren, bzw. leicht steigen. Der Durchschnittspreis für einen Kleinwagen hat sich seit 2017 über alle Antriebsformen um über 10.000 Euro erhöht, was für viele Verbraucher nicht mehr bezahlbar ist.

Der ADAC fordert daher, dass die Hersteller das Segment der Kleinwagen nicht vernachlässigen dürfen. Viele Verbraucher benötigen kein Überangebot an Komfort- oder Unterhaltungsfunktionen, die inzwischen in vielen Kleinwagen serienmäßig sind und damit die kleinen Automobile unglaublich teuer machen. Hier sieht der ADAC ein ungenutztes Sparpotenzial. Aufgrund der hohen finanziellen Belastungen der vergangenen Jahre sind viele Verbraucher auf günstige und bezahlbare Mobilität angewiesen – und genau das soll ein Kleinwagen eigentlich leisten. Quelle: ADAC / CM

Shell-Recharge wird moderner und zuverlässiger

Die E-Mobilitätssparte Shell Recharge des Mineralölkonzerns hat bis Ende August 2026 insgesamt 150 Schnellladepunkte an mehr als 40 Standorten in Deutschland modernisiert. Damit werden Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des öffentlichen Schnellladenetzes für Elektroautos erhöht. Bis Ende 2026 sollen mindestens weitere 50 Ladepunkte mit neuer Hardware ausgestattet werden.  

 Mit dem Austausch älterer Ladesysteme investiert Shell Recharge t in die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Ladeinfrastruktur. Mit Letzterer haperte es mitunter sehr, wie CM an seinem Verlagssitz mehrfach leidvoll erfahren musste.  Ziel ist es, das öffentliche Laden für E-Autofahrer verlässlicher zu machen und die Alltagstauglichkeit der Elektromobilität weiter zu stärken. „Die nächste Phase der Elektromobilität wird nicht allein über die Anzahl der Ladepunkte entschieden, sondern über deren Zuverlässigkeit im Alltag“, sagt Florian Glattes, Leiter Shell Mobility Deutschland, Österreich und Schweiz. „Deshalb investieren wir proaktiv in die Modernisierung unseres Ladenetzwerks. E-Autofahrer sollen sich darauf verlassen können, dass ihre Ladevorgänge einfach starten und zuverlässig funktionieren.“ 

Die neuen Schnellladesysteme sorgen für eine deutlich höhere technische Stabilität. An ausgewählten Standorten wird darüber hinaus auch die verfügbare Ladeleistung erhöht. Vor allem aber profitieren die Kunden von höherer Verfügbarkeit der Ladepunkte und zuverlässigeren Ladevorgängen. „Moderne Hardware ist ein wichtiger Baustein unseres EV-Angebotes“, so Glattes weiter. „Dazu gehören ebenso ein nutzerfreundlicher Ladeprozess, verschiedene Bezahlmöglichkeiten, digitale Services und ein enges Monitoring der Standorte – ebenso wie übrigens ein zielgruppengerechtes Convenience-Angebot im Shop und Shell Café.“ Shell betreibt derzeit gut 2.400 Schnellladepunkte in Deutschland und erweitert dieses Netzwerk fortlaufend – sowohl an eigenen Standorten als auch gemeinsam mit Partnern. Quelle: Shell Recharge / CM

VW: Nächste Stufe der Eskalation

Der VW-Vorstand um Oliver Blume, der den Konzern infolge nicht gerade glücklichen Managements beinahe an die Wand gefahren hat,  will sein Konzept samt Werksschließungen vom Aufsichtsrat absegnen lassen. Ein Kompromiss ist nicht in Sicht, stattdessen die nächste Stufe der Eskalation.

VW steht eine turbulente Aufsichtsratssitzung am kommenden Freitag bevor: Während die IG Metall dem Management schwere Fehler vorwirft und Werksschließungen um jeden Preis verhindern will, ist ein Vorschlag des Vorstands durchgesickert, der sich liest wie der Albtraum des Betriebsrats.

Der VW-Vorstand beharrt auf der Schließung von vier Werken (die bekannten in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm), das Aus der spanischen Volkswagentochter SEAT und weitere radikale Einschnitte. Insider gehen davon aus, dass der Aufsichtsrat die Vorschläge ablehnen wird. Der Vorstand um VW-Chef Blume will bei einer Ablehnung des rigiden Umbauplans durch den Aufsichtsrat eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Ein solcher Schritt wäre für die deutsche Industrie äußerst ungewöhnlich und zeigt, als wie dramatisch die Führung um VW-Chef Oliver Blume die Lage einstuft.  Und selbst wenn es zu einer außerordentlichen Hauptversammlung kommen sollte, könnte das Land Niedersachsen mit seiner Sperrminorität Werksschließungen verhindern. 

Das Papier zeigt jedoch, wie ernst der Vorstand die Lage einschätzt. Die anstehenden Verhandlungen über die Zukunft des Konzerns dürften entsprechend hart werden. Ganz ohne Zugeständnisse werden auch die Arbeitnehmer nicht davonkommen. Laut Insidern fürchtet der VW-Vorstand, dass Europas größter Autohersteller ab dem Jahr 2030 dauerhaft in die Verlustzone rutschen könnte. Ohne das Umbaukonzept könnte der Bestand des VW-Konzerns demnach nicht gesichert werden. Kommt es zum großen Knall, dann wären die Folgen für die Bundesrepublik massiv. Denn VW ist der größte industrielle Arbeitgeber, an dem letztlich das Schicksal der Autoindustrie hängt. Zulieferer wie Bosch, Conti und ZF lasten ihre Werke mit den Aufträgen der Wolfsburger aus. Bei einem Aus würden ganze Regionen wirtschaftlich abstürzen. Quelle: Automobilwoche / Correctiv / CM

Mazda6e noch attraktiver

Der Mazda6e startet mit zahlreichen Verbesserungen ins Modelljahr 2027. Die coupéhafte fünftürige Limousine besticht mit einem eleganten Außendesign, einem minimalistischen Innenraumkonzept und einem dynamischen Fahrerlebnis, das auxh gewerbliche Kunden fasziniert. Nun wird das BEV aufgewertet. 

So sorgt eine neue Lithium-Ionen-Batterie auf Basis einer Lithium-Eisenphosphat-Zellchemie (LFP) mit 78 kWh Batteriekapazität und bis zu 200 kW DC-Schnellladeleistung für noch mehr Alltagstauglichkeit und Komfort, insbesondere bei längeren Fahrten. Die maximale WLTP-Reichweite des neuen Mazda6e liegt bei 560 k. An DC-Schnellladesäulen lässt sich die Batterie in nur 24 Minuten1 von zehn auf 80 % laden und damit eine zusätzliche Reichweite von fast 400 km gewinnen.

Der Mazda6e 2027 ist ab sofort außerdem in der sportlich anmutenden neuen Ausstattungslinie HOMURA PLUS verfügbar. Im Innenraum überzeugt diese mit schwarzen Sitzbezügen aus Teil-Nappaleder mit gesteppter Veloursledernachbildung sowie roten Ziernähten, einem Lederlenkrad mit roten Ziernähten und Dekorelementen in Mesh-Muster. Auch außen präsentiert sich die HOMURA PLUS Variante des Mazda6e 2027 mit Dekorelementen in Hochglanzschwarz an Front, Heck und Seitenschwellern in sportlicher Optik.

Die Generation 2027 des Mazda6e ist in vielen Bereichen verbessert worden. Foto: Mazda

Die zweite Top-Ausstattungslinie TAKUMI PLUS erhält ebenfalls ein Upgrade. Kunden haben beim Mazda6e 2027 TAKUMI PLUS nun die Wahl zwischen hochwertigen weißen oder hellbraunen Sitzbezügen aus Teil-Nappaleder mit gesteppter Veloursledernachbildung. Ergänzt wird der Innenraum zudem um dunkle Dekorelemente in Holzoptik. Bei der Wahl des weißen Innenraums ist das Lederlenkrad in Schwarz gehalten, Kunden, die sich für das hellbraune Interieur entscheiden, erhalten auch weiterhin ein zweifarbiges Lederlenkrad in Schwarz und Hellbraun.

Für das BEV wurde zudem eine Reihe von Verbesserungen umgesetzt, die die Fahrleistung, Fahrerassistenzsysteme, Navigation, Bedienung sowie die Fahrdynamik und den Fahrkomfort betreffen. So wurde das Ansprechverhalten des Fahrpedals optimiert, um eine noch natürlichere und vorhersehbarere Verbindung zwischen Fahrer und Automobil zu schaffen. Darüber hinaus wurde für das Modelljahr 2027 die maximale Beschleunigung verbessert sowie die maximale einstellbare Rekuperationsleistung vergrößert.

Außerdem wurde die Routenplanung über das Navigationssystem überarbeitet. Das System kann nun Ladestationen und deren Verfügbarkeit anzeigen, bei niedrigem Ladezustand eine geeignete Ladestation empfehlen und die Route bei Bedarf dynamisch neu berechnen. Fahrer können für eine individuelle Ladestoppplanung darüber hinaus ihren bevorzugten Ladestand bei der Ankunft an Ladestationen während der Reise und am Ziel festlegen.

Weitere Anpassungen betreffen idie Fahrzeugbedienung über das 14,6-Zoll-Touchdisplay. Hier wurden Formulierungen und die Terminologie des gesamten Systems verfeinert, die mehrsprachige Unterstützung erweitert und die Qualität der Text-to-Speech- sowie der Spracherkennungsfunktionen verbessert. Dadurch wird eine noch intuitivere Bedienung ermöglicht.

Zum Modelljahr 2027 wurde außerdem die Stoßdämpferabstimmung verbessert sowie die Federraten angepasst, um ein noch harmonischeres und komfortableres Fahrgefühl zu erreichen. Dazu trägt auch die neue Kalibrierung der elektrischen Servolenkung bei.

Ferner erhält die erweiterte Lenkunterstützung (CTS) ein Update und ist nun bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h verfügbar. Der Spurhalteassistent wurde ebenfalls neu abgestimmt und reagiert sanfter als zuvor. Zudem wurden die intelligenten Fahrzeugmodi überarbeitet und bieten nun einen „Pet Comfort Mode“, der beim vorübergehenden Verlassen des Fahrzeugs dazu beiträgt, die eingestellte Innenraumtemperatur für Haustiere oder temperaturempfindliche Lebensmittel aufrechtzuerhalten.

Die Mazda 6-Jahres-Neuwagengarantie, die auf eine Gesamtfahrleistung von maximal 150.000 km begrenzt ist, ist eine Herstellergarantie und deckt im Falle von Material- oder Herstellungsfehlern die Reparatur oder den Austausch des betroffenen Teils ab. Davon ausgenommen sind Verschleißteile. Quelle: Mazda / CM

VW steht vor einem heißen Herbst

Europas größter Autobaier steckt in einer u.a. auch hausgemachten Krise. Der tief greifendste Umbau in der VW-Geschichte steht bevor: Dabei geht es nicht nur um den wachsenden Einfluss chinesischer Hersteller in Europa oder die Trumpschen Zölle, sondern auch um eigenes Versagen des Vorstands. Tausende Stellen wurden bereits gestrichen, weitere 50.000 sollen nun folgen Und wenn es ganz dumm läuft, bleiben bis zu 115.000 Jobs weltweit auf der Strecke.  

Konzernchef Oliver Blume nannte bei den Betriebsversammlungen diese Woche neue Details zum geplanten Stellenabbau. Sein Gegenpart, Betriebsratschefin Daniela Cavallo macht eine drastischere Rechnung auf. Sie spricht inzwischen von 115.000 gefährdeten Jobs.

Zwischen dem VW-Betriebsrat unter der Führung von Daniela Cavallo und der Konzernleitung um CEO Oliver Blume tobt ein Machtkampf über den künftigen Sparkurs des Automobilkonzerns. Der Konflikt hat einen vorläufigen Höhepunkt erreicht, nachdem weitreichende Kürzungspläne öffentlich wurden und eine Welle von außerordentlichen Betriebsversammlungen stattgefunden hat. 

Für die deutschen Werke in Emden, Hannover, Zwickau-Mosel und das Audi-Werk Neckarsulm wird eine „wettbewerbsfähige Belegung“ ab 2030 infrage gestellt. Für den Standort Emden kursieren Gerüchte, dass dort künftig für die Rüstungsindustrie gearbeitet werden soll. Ins westsächsische Werk könnten Automobilproduktion von VW-China verlegt werden. Aber das sind alles Spekulationen. 

Fakt ist: einen reinen Kahlschlag an den vier genannten Standorten  lehnt der Betriebsrat strikt ab. Schließlich machen Personal- und Fabrikkosten nur einen kleinen Teil der Fahrzeugkosten aus; die Belegschaft darf nicht für strategische Fehler der VW-Vorstände haften, so die Arbeitnehmervertretung.  Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sind für den Betriebsrat eine rote Linie. Unterstützung kommt unterdessen von Niedersachsens Politik (u.a. Ministerpräsident Olaf Lies), die stattdessen auf neue Produkte und Technologie setzt. Quelle: CM

Erfolgsstory Octavia

Škoda Auto feiert das 30-jährige Jubiläum der Octavia-Generation, die am 03. September 1996 in Produktion ging. Seitdem spielt das Modell nach der Integration des in Mladá Boleslav ansässigen Automobilherstellers in den Volkswagen Konzern eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Marke. 

Das Modell steht für die Verbindung aus Qualität und Praktikabilität mit bewährter Technologie des Volkswagen Konzerns. Heute wird die vierte Generation dieses Bestsellers in Mladá Boleslav, Kvasiny und Kostanay (Kasachstan) produziert. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden fast 7,9 Mio. Einheiten hergestellt. Der Octavia ist insbesondre beim Firmenkunden höchst beliebt. 

Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto: „Der Octavia ist seit drei Jahrzehnten eine Ikone der Marke Škoda. Ob als Combi oder Limousine – er hat stets das geboten, was Kunden schätzen: herausragende Geräumigkeit, Praktikabilität, Sicherheit und Ausstattung zu einem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. In vielerlei Hinsicht hat der Octavia den Anspruch von Škoda geprägt, mehr zu bieten als erwartet. Dies hat dazu geführt, dass der Octavia unser internationales Wachstum vorangetrieben hat, indem er das Vertrauen von Generationen von Kunden gewonnen hat.“

Erfolgreiche Wiederbelebung eines historischen Modellnamens. Die Entscheidung, den historischen Namen ‚Octavia‘ – der ursprünglich für ein zwischen 1959 und 1971 produziertes Modell verwendet wurde – wiederzubeleben, fiel während der Entwicklung eines neuen Fahrzeugs. Die Arbeiten begannen 1992, ein Jahr nachdem Škoda Auto dem Volkswagen Konzern beigetreten war. Der Zugang zur Technologie des Konzerns unterstützte die Entwicklung eines praktischen Autos, das von Dirk van Braeckel, dem damaligen Designchef von Škoda, entworfen wurde. Gleichzeitig erhöhte eine neue Produktionsstätte in Mladá Boleslav die Jahreskapazität von 90.000 auf 350.000 Fahrzeuge.

Die Škoda Octavia Limousine der ersten Generation mit einem Kofferraumvolumen von 528 Litern wurde am 4. April 1996 vorgestellt; die Serienproduktion begann am 3. September desselben Jahres. Der Octavia Combi folgte im März 1998, und 1999 kam eine Allradversion hinzu, die die Vielseitigkeit des Modells weiter erweiterte. Im Jahr 2000 feierte der erste Octavia RS sein Debüt. Diese Octavia Generation erwies sich als echte Erfolgsgeschichte: Insgesamt wurden 1,44 Mio.  Einheiten produziert, und ausgewählte Varianten blieben bis 2010 in Produktion, obwohl die zweite moderne Octavia-Generation bereits 2004 vorgestellt worden war.

Generation 2. Die zweite Generation baute auf den bewährten Stärken des Octavia auf und bot noch mehr Platz im Innenraum, ein um 32 Liter vergrößertes Kofferraumvolumen sowie verbesserte Praktikabilität und neue Technologien wie das DSG Doppelkupplungs-Getriebe. Bis zum Produktionsende im Jahr 2013 wurden 2,6 Mio. Einheiten dieser Generation gebaut.

Generation 3. Die von 2012 bis 2020 gebaute dritte Generation des Škoda Octavia erreichte ein ähnlich hohes Produktionsvolumen und führte fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und Technologien ein, die zuvor Fahrzeugen höherer Segmente vorbehalten waren. Gleichzeitig verfügte sie über eine leichtere Karosserie, optimierte TSI- und TDI-Motoren sowie eine GreenLine-Version. Diese umfasste Technologien zur Senkung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen, darunter spezielle Unterbodenverkleidungen, Bremsenergie-Rückgewinnung und Reifen mit geringem Rollwiderstand. Die dritte moderne Octavia-Generation erhielt 2017 ein umfangreiches Facelift mit einer neu gestalteten Frontpartie mit geteilten Scheinwerfern, Infotainment-Bildschirmen in Glasoptik und verbesserten Assistenzsystemen.

Vierte Generation. Die aktuelle, vierte Generation des Octavia feierte im November 2019 als Limousine und Combi ihr Debüt. Nach einer Modellpflege Anfang 2024 bietet sie nun weiter verbesserte Konnektivität und Sicherheit mit bis zu zehn Airbags. Hinzu kommen Fahrerassistenzsysteme wie der Aufmerksamkeits- und Müdigkeitsassistent. Ein neuer Algorithmus hilft dabei, den Ermüdungsgrad des Fahrers genauer einzuschätzen.

Der Octavia ist nach wie vor eine beliebte Wahl bei Privat- und Geschäftskunden auf den internationalen Märkten und wurde mit zahlreichen renommierten internationalen Auszeichnungen geehrt. Quelle: Škoda Auto / CM

Esso wird neuer Partner in der ADAC Vorteilswelt

Der ADAC und die Esso Deutschland GmbH haben eine mehrjährige Kooperation im Rahmen der ADAC Vorteilswelt vereinbart. Esso wird somit neuer Vorteilspartner beim ADAC Tankrabatt. 

Ab 01. September 2026 können ADAC Mitglieder an rund 1.100 Esso Tankstellen in Deutschland günstiger tanken. Die bisherige Kooperation mit dem Tankpartner Shell endet zum 31. Dezember 2026. Bis dahin sind für ADAC Mitglieder beide Vorteilsangebote parallel verfügbar. Auch an Enilive, Eni und Agip Service-Stationen erhalten ADAC Mitglieder weiterhin Vergünstigungen. 

Mehr als 22 Mio. ADAC Mitglieder können den Tankrabatt an den teilnehmenden Esso Tankstellen nutzen. Zusätzlich sind im Rahmen der Partnerschaft weitere digitale Angebote vorgesehen. Ziel ist es, Mitgliedern im Alltag einen zusätzlichen Einkaufsvorteil beim Tanken zu bieten und den Zugang zu weiteren Vorteilen an möglichst vielen Tankstellen zu ermöglichen. Zum Start der Kooperation bieten der ADAC und Esso bis einschließlich 15. Oktober 2026 einen Tankrabatt von zwei Cent pro Liter Kraftstoff. Danach beträgt der Rabatt 1  Cent pro Liter.

„Mit Esso gewinnen wir einen starken und bundesweit präsenten Partner für die ADAC Vorteilswelt. Das große Esso Netzwerk ermöglicht vielen unserer Mitglieder, den Tankvorteil einfach in ihren mobilen Alltag zu integrieren. Gleichzeitig entwickeln wir die ADAC Vorteilswelt konsequent weiter“, sagt Joost Greve, Ressortleiter Loyalty & Customer Engagement beim ADAC. Die Esso Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg gehört zur globalen ExxonMobil Organisation, einem der weltweit größten Energieunternehmen.

Tim Paulsen, Leiter des Tankstellengeschäftes von Esso: „Kundentreue ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Tankstellengeschäfts. Mit der neuen Partnerschaft verbinden wir die Stärke der Marke Esso mit der Reichweite und dem Vertrauen in den ADAC. Gemeinsam möchten wir unseren Kunden attraktive Vorteile bieten, neue Zielgruppen erreichen und die Bindung zu unseren bestehenden Kunden weiter stärken.“

Nutzung des Tankrabatts im Alltag. 
Für den Tankrabatt genügt das Vorzeigen der ADAC Mitgliedskarte in physischer oder digitaler Form („Show your Card“). Eine zusätzliche Registrierung oder die Übermittlung persönlicher Daten sind nicht erforderlich. In der ADAC Drive App können Mitglieder teilnehmende Tankstellen in der Nähe oder entlang einer Route finden und dort ihre digitale Mitgliedskarte vorzeigen. Die App zeigt zudem aktuelle Kraftstoffpreise an. Weitere Informationen zur ADAC Vorteilswelt und zum Esso Tankrabatt unter adac.de/vorteile. Quelle: ADAC / CM

Nach dem Aus der Zusammenarbeit mit Aral folgt nun die Kooperation des ADAC mit ESSO. Foto: Esso

Mobile.de übernimmt Deutschlandgeschäft von Carwow

Im Automobilhandel gibt es eine interessante Neuigkeit: Der Fahrzeugmarkt Mobile.de übernimmt das Deutschlandgeschäft von Carwow und erweitert damit ihr Geschäft um das Neuwagensegment. Zugleich sichert sich mobile.de Zugang zu einer Auktionsplattform. In gewisser Weise zieht Mobile de dem Rivalen Autoscput24 gleich. 

Mobile.de und Carwow Group, die Online-Plattform für den Fahrzeugwechsel, haben eine endgültige Vereinbarung unterzeichnet, wonach mobile.de das Deutschlandgeschäft von Carwow übernehmen wird. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen. Finanzielle Details der geplanten Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Vorbehaltlich des Abschlusses der Transaktion wird die Vereinbarung die Reichweite, Ressourcen und Marktplatz-Expertise von mobile.de mit der Technologie und den Vertriebslösungen von Carwow.de verbinden – darunter Neuwagen – und Leasingangebote sowie die Auktionsplattform für den Händlereinkauf. Gemeinsam wollen beide Unternehmen größere Investitionen in den deutschen Markt ausbauen und Innovationen beschleunigen. 

Mobile.de übernimmt Deutschlandgeschäft von Carwow.

Carwow.de wird weiterhin als eigenständige Geschäftseinheit und Marke mit lokalem Team und eigener Geschäftsführung operieren. Philipp Sayler von Amende wird seine Rolle als CEO von Carwow.de beibehalten. Alle bestehenden Beziehungen zu Händlern, Herstellern und Geschäftspartnern bleiben unverändert bestehen. Das Auktionsprodukt von Carwow.de wird Händlern weiterhin zur Verfügung stehen und ermöglicht den Ankauf von Gebrauchtfahrzeugen direkt von Privatpersonen in ganz Deutschland. Nach Abschluss der Transaktion wird die weitere Nutzung der Marke Carwow in Deutschland durch eine unbefristete Lizenzvereinbarung geregelt.           
mobile.de ist ein führender Fahrzeugmarkt in Deutschland mit mehr als 1,6 Mio. inserierten Pkw, Nutzfahrzeugen, Motorrädern und E-Bikes (Jahresdurchschnitt 2025). Sowohl Privatkunden als auch Fahrzeughändler nutzen die Plattform und profitieren von mehr als 140 Mio. Visits pro Monat (Quelle: mobile.de Google Analytics Tracking, Ø Monat Januar bis Dezember 2025). Als „One-Stop Shop“ umfasst das Angebot von mobile.de neben dem An- und Verkauf auch Finanzierungs- und Leasinglösungen. Das 1996 gegründete Unternehmen ist ebenso wie Kleinanzeigen ein Tochterunternehmen von Adevinta, einem weltweit führenden Anbieter von Online-Kleinanzeigenportalen.

Die Carwow Group vereint ein Portfolio führender Medien- und Plattformmarken der Automobilbranche. Mit Marken wie Carwow, Auto Express, Evo, DrivingElectric, Carbuyer und Driver Power erhalten Autokäufer die Informationen, Daten und unabhängigen Bewertungen, die sie für fundierte Entscheidungen rund um den Fahrzeugkauf benötigen. Über die digitalen Plattformen von Carwow informieren sich monatlich rund 17,7 Mio. Nutzer, die dort Fahrzeuge recherchieren, kaufen, leasen oder verkaufen können. Gleichzeitig bringt das Unternehmen Kunden mit Autohändlern, Fahrzeugherstellern (OEMs) und weiteren Partnern in Großbritannien, Deutschland und Spanien zusammen. Quelle: Mobile.de ( CM