Aus dem Elektro-Boom muss für deutsche Autobauer Wachstum entstehen

Der europäische Automarkt wächst 2026 wieder, doch hinter den steigenden Zulassungszahlen verschieben sich die Kräfteverhältnisse. Elektroautos gewinnen deutlich an Bedeutung, vor allem in West und Nordeuropa, und chinesische Hersteller erobern Marktanteile. 

Eine seltene gute Nachricht, aber nicht für jeden: Im Juni wuchs der deutsche Automarkt so stark wie kein anderer in Europa. Während im europäischen Durchschnitt 12,9 % mehr Fahrzeuge abgesetzt wurden, waren es hierzulande über 15 %. Und das Wachstum hat zwei Namen: Elektromobilität und China. Tatsächlich haben sich 12 % mehr Bundesbürger für den Wechsel zu Elektromobilität entschieden. Als Ursache nennen die Statistiker vor allem die gestiegen Benzinpreise durch den Irankrieg. 

Deutsche Automobilhersteller profitieren allerdings nur bedingt von diesem Trend. Während beispielsweise Volkswagen nur ein kleines Wachstum von 1,5 % aufweisen kann, haben chinesische Autobauer wie BYD oder Geely ihre Verkäufe in Europa mehr als verdoppelt und erreichen durchschnittlich einen Marktanteil von mehr als 10 %. Ein typisches Beispiel für die aktuelle Erfolgsstrategie aus Fernost ist der Dolphin Surf von BYD. Mit etwas über 20.000 Euro ist der Keinwagen einigermaßen erschwinglich und wird von der europäischen Autopresse wohlwollend bewertet. 

Insgesamt zeigt der europäische Automarkt 2026 ein widersprüchliches Bild. Im ersten Halbjahr stiegen die Neuzulassungen in der EU um 5,7 %, so der Herstellerverband ACEA. Gleichzeitig beschleunigt sich der Wechsel bei den Antrieben: Batterieelektrische Fahrzeuge erreichten europaweit einen Marktanteil von 20,7 P%, Hybride kamen auf 37,3 %. Auf der Verliererseite: Benziner und Diesel. Sie fielen zusammengenommen auf 29,7 %. Besonders dynamisch entwickelt sich Deutschland: Hier legten die Elektro-Neuzulassungen im ersten Halbjahr um 48 % zu. 

Der Juni markierte dabei einen Wendepunkt. Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden in Deutschland 84.057 reine Elektroautos neu zugelassen – 78,2 % mehr als im Vorjahresmonat. Mit einem Marktanteil von 28,4 % lagen sie erstmals knapp vor klassischen Hybriden.

Auch eine von HUK Coburg erhobene Statistik erklärt die Dynamik: Im zweiten Quartal ersetzten 12 %  der Autofahrer, die ihr Fahrzeug wechselten, einen Verbrenner durch ein Elektroauto. Zu Jahresbeginn hatte dieser Anteil noch bei lediglich 5 % gelegen. Steigende Kraftstoffpreise infolge des Iran-Konflikts dürften dabei eine Rolle gespielt haben.

Für die europäischen Hersteller bedeutet der Elektroboom allerdings nicht nur eine gute Nachricht. Denn ein wachsender Teil der Nachfrage landet bei chinesischen Marken. Im Juni verkauften BYD, SAIC, Chery, Geely, Leapmotor und andere chinesische Hersteller in Europa rund 141.500 Fahrzeuge. Das entsprach nach Dataforce-Auswertungen etwa 10 % des europäischen Neuwagenmarktes – mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. 

Reuters sieht den chinesischen Vorsprung vor allem bei Elektroantrieben, Batterien, Software und der Geschwindigkeit, mit der neue Modelle auf den Markt kommen. Im ersten Quartal lag der Anteil chinesischer Marken am europäischen Pkw-Markt demnach bereits bei 16 % gegenüber 3 % vier Jahre zuvor.

Die etablierten Hersteller reagieren unterschiedlich. Renault etwa setzt bewusst nicht auf einen Preiswettbewerb mit chinesischen Anbietern. Das Unternehmen argumentiert, aggressive Rabatte könnten die Restwerte und damit die langfristige Profitabilität beschädigen. Der Erfolg des Renault 5 zeigt zugleich, dass europäische Hersteller mit attraktiven Elektroautos durchaus Marktchancen haben.

Werbebudgets bleiben unter Druck. Die Entwicklung des Automarkts spiegelt sich auch in den Werbebudgets wider. Nach der WARC-Prognose ist die Automobilwerbung in Westeuropa 2026 weitgehend stabil, weltweit soll sie dagegen um 6,7 % wachsen. Für Deutschland fällt der Ausblick deutlich zurückhaltender aus: WARC erwartet für die Automobilwerbung ein Wachstum von lediglich 1,9 %. Sollte sich die Golfkrise verschärfen, könnte daraus sogar ein Rückgang um minus 4,2 % werden – ein Unterschied von 6,0 Prozentpunkten gegenüber dem Basisszenario. Als Gründe nennt WARC den Druck durch steigende Produktionskosten und eine zurückhaltendere Nachfrage der Verbraucher.

Damit steht die Automobil-Branche vor einem Balanceakt: Einerseits müssen Hersteller angesichts neuer Wettbewerber und neuer Antriebstechnologien stärker um Aufmerksamkeit und Marktanteile kämpfen. Andererseits drücken hohe Produktionskosten, Rabatte und unsichere Konsumaussichten auf die Margen. Werbung wird damit nicht überflüssig – sie muss im Gegenteil genauer zeigen, wofür eine Marke steht und welchen konkreten Mehrwert ihr Produkt bietet.

Für Europas Hersteller wird entscheidend sein, ob sie aus dem Elektroboom eigenes Wachstum machen können – oder ob chinesische Anbieter einen immer größeren Teil dieses Wachstums abschöpfen. Quelle: Dataforce / HUK / Reuters / WARC / MEEDIA / CM

AvD: Auch an die umweltschädlichen Verbrenner denken

Seit Mitte Mai 2026 wird der Kauf als auch das Leasing von batterieelektrischen Neuwagen durch Zuschüsse gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist vom Bundesumweltministerium (BMKU) beauftragt, die Auszahlungen vorzunehmen. Das BAFA hat jetzt aktuelle Zahlen der bewilligten Förderungen mit Stand 01. August vorgelegt. 

Laut der Aufstellung sind bisher insgesamt fast 25.000 E-Autos und über 2.000 Hybrid-Fahrzeuge gefördert worden. Die Zuschüsse flossen dabei jeweils zur Hälfte in neu gekaufte oder geleaste Wagen. Die Förderung ist nach zu versteuerndem Einkommen gestaffelt und soll niedrige und mittlere Haushaltseinkommen unterstützen. Laut BAFA sind bis jetzt fast die Hälfte der Förderzusagen an die niedrigste Einkommensstufe bis 45.000 Euro gegangen. In den beiden darüberliegenden Stufen gab es jeweils über 6.000 Bewilligungen. In den zwei höchsten förderfähigen Stufen lag die Zahl der Auszahlungen bei über 700 in der vorletzten und bei mehr als 200 in der letzten. 

In der Auswertung nach Konzernen liegen Modelle der Volkswagen Group vor denen von Tesla und Stellantis. Danach folgt die Hyundai Motor Group und die Renault Group. Mit Leapmotor (Joint Venture mit Stellantis) und mit der BYD Company finden sich die ersten chinesischen Hersteller auf der Liste. Nimmt man die Hersteller und Herstellergruppen, die in Europa ihren Standort haben oder dort produzieren, vereinen diese über 60 % der geförderten Fahrzeuge. In der Zählung der Einzelmarken liegen Teslamodelle vor solchen von Skoda, Cupra und Hyundai. Mit vierstelligen Bewilligungszahlen sind auch die Volkswagen AG, Leapmotor, Kia, BYD, Renault, BMW und Citroen vertreten. 

Bei den Einzelmodellen steht das im brandenburgischen Grünheide gefertigte Tesla Model Y mit gut 3.000 Exemplaren ganz oben. Danach folgen das Tesla Model 3 mit 1.517 und der Hyundai Inster mit fast 1.100. Zählt man die verschiedenen Skoda-Elroq-Varianten zusammen, kommt man auf annähernd 2.100 ausgezahlte Einzel-Förderungen. Auch die verschiedenen ID3-Modelle von VW gehen mit insgesamt über 1.000 Bewilligungen in die Statistik ein. 

Der AvD stellt fest, dass das Förderprogramm die adressierten mittleren Einkommen erreichen. Eines der vom BMU angegebenen Ziele, die E-Mobilität in der Bevölkerung zu verbreiten und eine Marktdurchdringung voranzubringen, wird damit umgesetzt. Die hohen Kraftstoffpreise machen die Förderung zusätzlich attraktiv. So gesehen ist das Programm ein Baustein für eine bezahlbare Alltagsmobilität.

Der AvD nimmt auch die Preisgestaltung an öffentlichen Ladesäulen ins Visier. Deren unverhältnismäßig hohe kW-Preise konterkarieren das Förderprogramm. Eine Senkung der Ladekosten ist dringend notwendig. Daneben muss weiter das Ladenetz, vor allem an den Fernrouten, ausgebaut werden.

Der AvD glaubt, dass nach 2035 immer noch Millionen Fahrzeuge mit Verbrenner-Motoren unterwegs sein werden. Deshalb ist nach Auffassung des Clubs die vom Bund angestrebte Klimaneutralität, die u.a. mit dem E-Auto-Programm gestützt werden soll, nur unter Einbeziehung des Bestandes zu erreichen. Dazu müssen diese konventionellen Fahrzeuge mit aus erneuerbaren Energien hergestellten synthetischen Kraftstoffen betrieben werden, um ein zentraler Baustein für die politischen Ziele zu sein. Die Förderung der Entwicklung und Produktion solcher klimafreundlichen Technologien ist zwingende Aufgabe einer verantwortungsvollen Klimapolitik. Quelle: AvD / CM

Der Cupra Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition im CM-Test

Allein schon durch seine exklusive Außenfarbe „Manganese Grün Matt“ macht der Cupra Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition unglaublich viel her. den wir (CM) als Testfahrzeug hatten. Auch mit seinem Komfort und den Fahrleistungen hat uns das Update des Spaniers gut gefallen. Das SUV, das viel schneller lädt und auch viel weiter elektrisch kommt, ist auf jeden Fall ein Tipp für Freiberufler/Selbstständige. 

Der Cupra Formentor PHEV ist nach der Überarbeitung stärker. Verbaut ist der optimierte VW-PHEV-Antriebsstrang. Zwei Energielieferanten aus der Verbrenner- und der Stromwelt machen den Crossover mit einer Systemleistung von 200 kW bzw. 272 PS zu einem attraktiven Geschäftswagen. Unter der Fronthaube arbeiten ein 1.5 TSI mit 177 PS und ein Elektromotor mit 85 kW, die mit 400 Nm Drehmoment über das Doppelkupplungsgetriebe die Kraft an die Vorderräder leiten.

Der Akku bringt netto 19,7 kWh. Was uns besonders imponiert: Diesen Plug-in-Hybrid kann man auch an einer Schnellladesäule mit 50 kW (DC) anschließen. Zuhause und/oder in der Firma tun es 11 kW (AC) an der Wallbox. Wir haben in unserem Firmenwagenpool auch den Vorgänger des Formentor PHEV. Und beim Vergleich fällt uns angenehm auf, dass der Neuling sehr viel schneller lädt. Besonders beeindruckt aber hat uns die rein elektrische Reichweite. Während es der Vorgänger auf eine rein elektrische Reichweite von ca. 45 km bringt, schafften wir es mit dem Formentor VZ e-Hybrid Tribe Edition auf mehr als 100 km. Chapeau. Offiziell gibt der Hersteller sogar 119 km an. 120 „elektrische“ km zeigte der Wagen sogar an, als wir ihn an unserer Firmenladesäule auf 100 % geladen hatten. Damit und mit einer vollen Tankfüllung (in den Tank passen 40 Liter)  mit inzwischen happig teurem Super E10  kommt man bei moderater Fahrweise auf weit über 800 km, das ist doch was.  Dass der Wagen auch anders kann , nämlich in 7,2 Sekunden von Null auf 100 km/h und dann weiter bis Vmax 220 km/h sei nur am Rande erwähnt.  

An Bord sind nahezu alle bekannten Assistenzsysteme und wass man sonst noch unterwegs benötigt, Serie. Eine Aufpreisliste gibt’s zwar auch, aber die Tribe-Edition ist so etwas wie ein Komplettmodell.  

Die neue CUPRA Tribe Edition 2026 hatte die spanische VW-Tochter auf der IAA Mobility in München präsentiert. Gedacht sind diese Editionsmodelle für Menschen, die besonderen Wert auf Individualität legen. U.a. ist die neue exklusive Außenfarbe Manganese Grün Matt, mit der unser Testmodell versehen war, ein Hingucker. Das Exterieur wird zusätzlich durch das durchgehende LED-Leuchtenband und ein beleuchtetes rotes CUPRA-Logo und Heckschriftzüge in Dunkelchrom veredelt, wodurch Tiefe und ein Premium-Gefühl vermittelt werden. Die neuen Leichtmetallfelgen bestehen aus recyceltem Material, um einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Die sportlichen Felgen sind in ungewöhnlichen Designs verfügbar und mit einer neuen Akzentfarbe „ Sulphur Green“ versehen.

Interieur. Auch im Innenraum findet sich die Idee hochwertigen und gleichzeitig nachhaltigen Designs wieder. Zum Beispiel durch die Nutzung von 3D-Strick für die Sitze. Die Stoffe in den zentralen Bereichen der Vorder- und Rücksitze bestehen zu 100 % aus recyceltem Material. Die Verarbeitung der ausgesuchten Materialien lässt kaum Wünsche offen. Das e, stark digitalisierte Cockpit besticht durch seine hervorragende Ablesbarkeit und die weitgehend logische Menüführung. 

Das Nachhaltigkeitsengagement der Marke erstreckt sich auch auf weitere Interieur-Details. Eine neue Sulphur Green-Lackierungvon Manckiewicz, die zu 15 % aus biobasierten Materialien besteht, wird auf die Konsolenblenden und die inneren Lüftungsrahmen aufgetragen. Außerdem enthalten die Kunststoffteile des Innenraums recycelte Materialien und die Frontspoiler-Stoßfänger recycelten Kunststoff.

Nicht traurig sein muss man über den ewas kleineren Kofferraum. Durch die große Batterie schrumpft das Volumen auf 345 bis maximal 1.385 Liter (bei umgeklappten Rücksitzen). 

Unser Fahreindruck: Das SUV ist trotz aller Sportlichkeit recht komfortabel, der adaptiven Dämfung sei Dank. Die Lenkung ist präzise und direkt. Was wir vermisst haben, war die automatisch schwenkbare Hängerkupplung (P.S. Haben wir nachträglich entdeckt, sorry.). So etwas braucht man ja z.B. zur Mitnahme von Fahrrädern. Unserer Meinung nach sollte derlei Serie sein. Der Preis ist halbwegs in Ordnung  mit etwas über 58.000 Euro nach Liste. Natürlich gilt auch für Cupra, dass dieser Preis nur auf dem Papier besteht. 

Kurz noch zur Versicherung: KH/TK/VK: 12/22/18.  Auf das Modell bietet Cupra 5 Jahen Garantie (bzw. 150.000 Km).  Wir geben diesem Cupra die Schulnote 1-. Quelle: CM

BYD-Modelle über Octopus Electric Vehicles managen

BYD, der weltweit führende Hersteller elektrifizierter Fahrzeuge, kooperiert ab sofort mit dem Unternehmen Octopus Electric Vehicles. Per Gehaltsumwandlung sind mehrere vollelektrische Modelle von BYD über die Plattform verfügbar.

Im Rahmen der Partnerschaft können Angestellte von teilnehmenden Unternehmen Elektroauto-Modelle von BYD via Gehaltsumwandlung mieten. Auf diese Weise können sie die monatlichen Gesamtkosten für die Autonutzung um bis zu 40 % senken.

Octopus Electric Vehicles bietet dieses Modell bereits u.a. im im Vereinigten Königreich an, wo BYD und Octopus Energy bereits seit mehreren Jahren erfolgreich kooperieren. Patrick Schulz, Commercial Director und Deputy Country Manager bei BYD Deutschland: „Wir freuen uns, mit Octopus Electric Vehicles einen Partner gefunden zu haben, der erneuerbare Energien und Elektromobilität mit seinen Geschäftsideen fördert und als Partner von BYD unsere innovativen Modelle seinen Kunden zugänglich macht.“

Achim Hirsch, General Manager bei Octopus Electric Vehiclest: „Wir wollen es Unternehmen und ihren Teams so leicht wie möglich machen, auf E-Mobilität umzusteigen. Umso mehr freuen wir uns, mit BYD einen starken Partner an Bord zu haben, der unser Angebot um spannende und vielseitige Modelle bereichert.“ Info:  http://octopusev.de Quelle: BYD / CM

BMW streicht einige Modelle, neue kommen

BMW strafft sein Portfolio, um Komplexität zu reduzieren und Ressourcen für die „Neue Klasse“ freizumachen. So geraten nicht zuletzt auch im Schatten des Sparprogramms Modelle, Derivate und Antriebsvarianten zunehmend unter Druck. Prominente Modelle stehen bei den Münchnern vor dem Aus.

Z4 und 8er werden schon nicht mehr produziert, auch den X4 gibt es nicht mehr als Benziner. Und angeblich sollen i4 und XM sollen dem Rotstift zum Opfer fallen. Das SUV-Coupé X4 als sportlicher gezeichnete Variante des X3 ist als Benziner schon länger nicht mehr bestellbar. Das SAV, wie es BMW nennt,  erhält aber einen rein elektrischen Nachfolger als iX4 auf Basis des iX3 der Neuen Klasse. Der neue BMW iX4 (Typ NA7) wird die komplette Technik vom bereits vorgestellten BMW iX3 (NA5) übernehmen. Zum Marktstart im Jahr 2027 soll der iX4 bereits alle Antriebsversionen aufbieten.

Zu erwarten sind so ein rund 345 kW (469 PS) starker iX4 50 xDrive, eine iX4 40er-Basisvariante mit Heckmotor und entsprechend reinem Hinterradantrieb sowie eine M-Performance-Version und on top ein echtes M-Modell. Die 108 kWh große Batterie, die mitsamt der kompletten 800-Volt-Plattform vom iX3 stammt, erlaubt im SUV bereits eine Reichweite von bis zu 805 km nach WLTP. Im aerodynamisch etwas günstiger geformten SUV-Coupé iX4 dürfte sich der Aktionsradius nochmals verbessern. Die noch unbestätigte Ladeleistung soll bis zu 400 kW betragen, was kurze Ladezeiten verspricht.

U.a. verabschiedet sich der Autobauer schrittweise von den bekannten Competition-Modellen. Jeder neue M kommt künftig serienmäßig auf dem bisherigen Competition-Niveau – also mit mehr Leistung, einem schärferen Set-up und umfangreicherer Ausstattung, aber ohne zusätzlichen Modellschriftzug.

Premiere im neuen BMW iX3: Deutsche Sprachversion des KI-basierten BMW Intelligent Personal Assistant. BMW erweitert den BMW Intelligent Personal Assistant durch Künstliche Intelligenz. Mit ganz natürlich geführten Gesprächen hebt der KI-basierte Assistent die Sprachinteraktion zwischen Mensch und Fahrzeug dabei auf ein neues Level. Der neue BMW Intelligent Personal Assistant versteht freie Formulierungen und erkennt Zusammenhänge. Dabei greift er auf Amazons KI-Technologie Alexa+ zurück und wird zum smarten Helfer im Fahralltag. Eingeführt wurde die deutsche Sprachversion im neuen BMW iX3 ab Produktion Mitte April 2026. Zuvor produzierte Fahrzeuge dieses Modells erhalten die Funktion voraussichtlich ab Ende Mai 2026 per Software-Update. Weitere BMW Modelle mit BMW Operating System 9 und BMW Operating System X werden ab der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen. Gleichzeitig wird die Verfügbarkeit auf weitere Märkte erweitert.

BMW iX3: Neues Einstiegsmodell der Neuen Klasse. Die Modellpalette des BMW iX3 umfasst ab Sommer 2026 eine zweite Antriebsvariante. Der neue iX3 40 erweitert das Angebot als Einstiegsmodell. Er verfügt über die eigens für die Neue Klasse entwickelte, grundlegend neue 6. Generation der BMW eDrive Technologie (Gen6). Alle Komponenten sind auf 800-Volt-Technologie ausgelegt. Eine stromerregte Synchronmaschine (SSM) mit besonders hohem Wirkungsgrad ist in die Hinterachse integriert. Diese 235 kW/320 PS starke E-Maschine erzeugt ein Drehmoment von 500 Nm und treibt die Hinterräder an. Der BMW iX3 40 beschleunigt in 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Seine Hochvoltbatterie verfügt über einen nutzbaren Energieinhalt von 82,6 kWh, die maximale Ladeleistung beträgt 300 kW. Er besitzt eine Reichweite von bis zu 637 km gemäß WLTP. 

Für alle Motorisierungen des BMW iX3 stehen ab Sommer 2026 insgesamt neun besonders attraktive BMW Individual Sonderlackierungen neu zur Wahl: Neben Orinoco Perleffekt, Sepang Bronze metallic, Twilight Purple Perleffekt, Grigio Telesto Perleffekt metallic, Javagrün II metallic, Purple Silk metallic und Malachitgrün metallic umfasst das Angebot auch Voodooblau und Urban Green uni. Neu verfügbar sind die 21 Zoll grossen M Aerodynamikräder 1051 M Jetblack ebenso wie das Interieurdesign Contemporary in der Farbwelt Agave Grün Bicolor. In Verbindung mit dem optionalen Innovationspaket können Kundinnen und Kunden die Sitzheizung für Fondsitze neu als Sonderausstattung wählen. Quelle: BMW / CM

Erfreulich effizienter elektrischer Twingo

Der batterieelektrische Kleinwagen Renault Twingo E-Tech hat in einem aktuellen Effizienzvergleich einen neuen Bestwert aufgestellt. Mit einem Verbrauch von lediglich 14,4 kWh/100 km bei konstant 130 km/h erzielt der kleine Franzose den niedrigsten Wert, der bei einem E-Modell unter diesen Bedingungen gemessen hat.

Das Ergebnis unterstreicht den Ansatz von Renault, Elektromobilität durch hohe Energieeffizienz, leichten Fahrzeugbau sowie konsequent an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtete Fahrzeugkonzepte für eine breite Zielgruppe zugänglich zu machen.

Der kleine elektrische Twingo ist ein Sparmeister. Foto: Renault

Mit einem Leergewicht von 1.242 kg, einer kompakten 27,5-kWh-Batterie sowie einer für den urbanen Alltag entwickelten Architektur erreicht der Elektro-Kleinwagen eine außergewöhnlich hohe Energieeffizienz. Der Test zeigt zugleich, dass ein niedriger Energieverbrauch nicht zwangsläufig große Batterien erfordert. Entscheidend ist vielmehr ein intelligentes Paket aus effizientem Antrieb, geringem Gewicht und optimierter Fahrzeugauslegung. Der Renault Twingo E-Tech ist dabei kein Einzelfall innerhalb der Marke: Auch der Renault 4 E-Tech zählt im Vergleich mit einem Verbrauch von 17,1 kWh/1ßß km bei 130 km/h zu den effizientesten Fahrzeugen. Quelle: Renault / CM

VW’s zwei neue Vollhybride

Mit dem neuen Golf Hybrid bzw. T-Roc Hybrid erweitert Volkswagen sein Angebot an Vollhybridantrieben. Beides sind Modelle, die zwar eine leichte elektrische Unterstützung haben, ansonsten aber mit inzwischen sündhaft teurem Benzin gefüttert werden müssen. Ob das so klug ist, sei dahingestellt. Beide Modelle eignen sich nicht für gewerbliche Kunden.  

Auf Ladekabel, Steckdose und Ladeinfrastruktur sind die neuen Hybridmodelle nicht angewiesen. Denn die Energie für die elektrischen Antriebsphasen wird an Bord dieser Volkswagen per Rekuperation sowie durch einen Turbobenziner in Verbindung mit einem Generator gewonnen. Eine auf den Hybridantrieb zugeschnittene Hochvoltbatterie (NMC) und einer in Vollhybrid-Fahrzeugen üblichen Kapazität von 1,6 kWh (brutto) ist sowohl beim Golf als auch T-Roc im Heckbereich in den Fahrzeugboden integriert und speichert die Energie. Insgesamt drei Betriebsmodi sorgen beim Fahren dafür, dass das Zusammenspiel des Turbobenziners (1.5 TSI evo2) mit 125 kW Systemleistung mit zwei E-Maschinen und der Batterie ausgewogen funktioniert und eine gute Ballance aus Effizienz, Dynamik und Komfort bietet.

Golf und T-Roc als Vollhybride. Foto: VWScreenshot

Mit der Einführung des 125-kW-Vollhybrid baut Volkswagen das Angebot im volumenstarken Kompakt- und SUV-Segment aus. Das neue Hybridsystem ist an der Bezeichnung „Hybrid“ am Heck des jeweiligen Modells zu erkennen und schließt hier die Lücke zwischen dem Mild-Hybrid, der als „eTSI“ bereits erhältlich ist, und den Plug-in-Hybriden. Diese sind für den Golf bestellbar unter dem Label „eHybrid“ oder auch als sportlicher Golf GTE. 

Effizienz im Stadtverkehr. Seine Stärken spielt der Vollhybrid vor allem im Stadtverkehr und auf Überlandfahrten aus: Die für den Antrieb zuständige E-Maschine ersetzt oder unterstützt den Turbobenziner z.B. beim Anfahren oder bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die Modelle sind daher häufig rein elektrisch und infolgedessen sehr leise unterwegs – und dabei stets durchzugsstark. Zusätzlicher Vorteil im Vergleich zu einem Modell mit Mild-Hybrid: Die elektrische Unterstützung kann helfen, den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und die Kraftstoffkosten zu reduzieren, aber in keinem nennenswerten Umfang. Für den Golf bedeutet dies eine geringe Verbrauchseinsparung und gleichzeitige Reduzierung der CO₂-Emissionen um 10 bis 15 % gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Golf 1.5 eTSI mit 110 kW (kombinierter WLTP-Wert). Im Stadtverkehr fällt der Effizienzvorteil mit bis zu 35 % sogar noch deutlicher aus. Gleichzeitig steigt die Systemleistung auf 125 kW (170 PS) und das Systemdrehmoment auf 309 Nm. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h gelingt nun in 7,5 Sekunden.

Drei Fahrprofile. Der Fahrer wird an Bord des neuen Golf Hybrid und T-Roc Hybrid zwischen drei Fahrprofilen wählen können: „Eco“, „Comfort“ und „Sport“. Im Fahrprofil „Eco“ wird die maximale Systemleistung auf 70 % begrenzt und die Boost-Funktion deaktiviert, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Das Profil „Comfort“ verzichtet auf die Begrenzung der Systemleistung und erlaubt das Boosten. Im Fahrprofil „Sport“ wird die sportliche Ausprägung dadurch erreicht, dass der Antrieb früher in den seriellen Betrieb wechselt und damit schnell die volle Leistung zur Verfügung steht. „Sport“ ist freilich wenig ratsam. Denn damit erhöht sich der Verbrauch kräftig. Quelle: VW / CM

E-Mobilität setzt sich durch

Der deutsche Pkw-Markt hat den Juli mit einem leichten Plus von 1,2 % abgeschlossen. Das entspricht einem Volumen von 3.266 zusätzlichen Fahrzeugen und somit einem Gesamtwert von 268.068 Pkw diesen Monat. In den wichtigsten Kanälen, nämlich dem Privat- und dem Flottenmarkt stellte sich die Entwicklung wie dieses Jahr gewohnt dar. 

Der Flottenmarkt musste mit einem Minus von 2,9 %t wieder Federn ließ. Autovermieter (+12,2%) und der Fahrzeugbau (+5,7%) fangen aktuell nicht abgenommenes Volumen des Markts auf. Deutlich rückläufig waren im Juli die Zulassungen im Fahrzeughandel mit -17,4 %.

Mit +102 % wuchsen die Stromer zwar nicht ganz so stark wie im Monat davor, machen mit fast 39 % Marktanteil aber den größten Posten unter den Kraftstoffarten aus. Ein wichtiger Treiber dürfte weiterhin die staatliche Förderung von batterieelektrischen sein, kombiniert mit den wieder aufgeflammten Preisen an den Tankstellen. Zum Vergleich büßten Benziner satte 27 % ein, von Dieseln gar nicht mehr zu reden.  

Ähnlich erscheint die Entwicklung im Flottenmarkt, bei dem allerdings das Plus der E-Autos (+31 %) aktuell nicht reicht, um die Verluste der Verbrenner aufzufangen (-15 % Benziner, -22 % Diesel). Im Fahrzeughandel fällt auf, dass sich die Portfolios des Tageszulassungsangebots ändern könnten. Im Juli gab es einen deutlichen Anstieg der E-Fahrzeuge an den Eigenzulassungen der Händler. Im Juli lag der Marktanteil bei 20,4 %, während der Durchschnitt für das Jahr bis dato bei lediglich 14,1 % lag, womit die E-Autos im Gesamtmarktvergleich deutlich unterrepräsentiert waren. In Bezug auf die Elektro-Marktanteile war der Juli 2026 der bis dato stärkste siebte Monat eines Jahre smit immerhin schon 29,3 %. Quelle: Dataforce / CM

Starke Nachfrage: MW Werk München startet die Serienproduktion des BMW i3

Im BMW Group Werk München läuft seit gut einer Woche die Serienproduktion des neuen i3. Die hohe Nachfrage führt zu einer steilen Anlaufkurve im Werk. „Auch der BMW i3 als zweites Modell der Neuen Klasse erfreut sich kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart bereits großer Nachfrage“, sagt Jochen Goller, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Kunde, Marke, Vertrieb.

Nach vier Jahren intensiver Transformation – darunter der Neubau eines Karosseriebaus sowie einer neuen Montagehalle inklusive Logistikflächen – gibt der i3 den Startschuss für das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte des BMW Group Werks München.

Auch der Vollelektrische i3 ist ein Treffer ins Schwarze. Foto: BMW

„Der Produktionsstart des BMW i3 läutet eine neue Ära in unserem Stammwerk ein. Mit dem vollelektrischen BMW i3 bringen wir zusammen, was zusammengehört: Kaum ein Modell steht so sehr für BMW wie die 3er Reihe – und kaum ein Produktionsstandort so sehr für unsere Marke wie das Werk München“, sagt Raymond Wittmann, Produktionsvorstand der BMW AG. „Durch die einzigartige Verknüpfung von Zentrale, Entwicklung und Produktion ist unser Münchner Stammwerk ein entscheidender Impulsgeber für unser globales Produktionsnetzwerk: Jedes unserer Werke profitiert von den Erfahrungen und dem Wissen aus dem Anlauf der Neuen Klasse in München.“

Werk München zukunftsfähig aufgestellt. Ab 2027 wird das Werk München ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge produzieren. Weitere Modelle der Neuen Klasse folgen in Kürze und sichern die Zukunftsfähigkeit des Werks für die kommenden Jahrzehnte. Seit 1975 ist München eng mit der 3er Reihe verbunden. Mehr als 9 Mio. Fahrzeuge der 3er Reihe sind seitdem im Stammwerk vom Band gelaufen. 

Für die Neue Klasse wurde der Standort grundlegend umgebaut – bei laufender Produktion von bis zu 1.000 Fahrzeugen pro Tag. Auf einer Fläche von rund einem Drittel des Werksgeländes entstanden ein neuer Karosseriebau sowie eine hochmoderne Fahrzeugmontage einschließlich neuer Logistikflächen. Zuletzt wurde die Auslieferungshalle errichtet, die sich aktuell noch in der Inbetriebnahme-Phase befindet. Dort werden die Fahrzeuge für die Kunden final geprüft und anschließend dem Vertrieb übergeben. 

BMW iFACTORY. Die BMW iFACTORY ist eine Vision für die Produktion der Zukunft und fokussiert sich auf die Bereiche Effizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. In diesem Rahmen setzen die Werke des Unternehmens weltweit standortspezifische Lösungen um und stärken damit die Resilienz des Unternehmens sowie seine Fähigkeit, jederzeit und weltweit zuverlässig zu liefern. Diese Vision wurde nun auch im BMW Group Werk München konsequent über alle Technologien hinweg umgesetzt.

Globales Netzwerk, regionale Wertschöpfung: Hochvoltbatterien und E-Antrieb. Mit dem BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern, Deutschland) stärkt die BMW Group die Wertschöpfung in der Region Bayern deutlich. Entsprechend dem Ansatz „local for local“ wird das Werk Hochvoltbatterien der sechsten Generation an das Werk München sowie an weitere deutsche Standorte liefern. Die Fertigung der Hochvoltbatterien verbindet einen konsequenten Null-Fehler-Ansatz mit modernsten Produktionstechnologien, die in bayerischen Pilotwerken entwickelt wurden. Mit durchgängigen Inline-Qualitätskontrollen, digitalen Zwillingen und dem systematischen Einsatz künstlicher Intelligenz setzt der Autobauer neue Maßstäbe in der Batterieproduktion.

Der Gen6-E-Motor für den BMW i3 wird im BMW Group Werk Steyr in Österreich produziert – einem Standort, der seit über 40 Jahren Antriebe fertigt. Mit dem ersten E-Motor im Portfolio entwickelt das Werk seine Rolle als Paradebeispiel für neue Technologien weiter. Alle Kernkomponenten des hochintegrierten E-Antriebs – vom Rotor und Stator über den Inverter bis zum Getriebe – werden vor Ort produziert. Dafür wurden neue Produktionslinien und hochmoderne Reinraumumgebungen aufgebaut. Die Aluminiumgießerei im BMW Group Werk Landshut liefert das E-Motor-Gehäuse an das Werk Steyr. Quelle: BMW / CM

CUPRA Born 170 kW mit 79 kWh-Akku im CM-Test

Der spanische Seat- Performance-Ableger Cupra hat seinen kompakten Stromer Born aufgewertet. Neben einer attraktiveren Optik bietet das Modell mehr Reichweite, Matrix-LED-Licht, ein größeres Fahrerdisplay und mehr haptische Tasten. Der Born ist schon lange ein höchst beliebtes Elektroauto in Deutschland, bei privaten wie gewerblichen Haltern. Wir fuhren den Das Born-Update mit 170 kW (231 PS) und 79 kWh-Akku. Der spanische Bruder des ID.3 ist im Grunde genommen die sportlichere aber auch attraktivere Variante. 

Im vorigen Jahr wurden deutschlandweit laut KBA 18.847 Cupra Born  der Vorgängergeneration zugelassen, weltweit verkauft wurden vom nobleren ID.3-Bruder 41.800 Einheiten. Gebaut im westsächsischen Werk Zwickau-Mosel erfuhr der Cupra Born in 2026 ein Update, das neben optischen Anpassungen auch einen weiterentwickelten Antrieb inklusive erhöhter Reichweite enthält. Unter der Motorhaube verrichtet zudem ein neuen APP-350-E-Motor die Arbeit. 

Exterieur. Unser Testmodell der „neuen Generation 2026 ff“ verfügt beim Exterieurdesign über attraktivere Front- und Heckschürzen sowie ein geändertes Scheinwerferdesign. Die „Sharknose“-Front, mach schon etwas her ebenso wie das beleuchtete Markenlogo am Heck. Von der Seite betrachtet +wirkt er in Bezug auf den VW-Bruder wie ein Ei dem anderen, also kaum ein Unterschied. Die Außenabmessungen sind wohl identisch mit dem Vorgänger. Identisch sind auch das Kofferraumvolumen (385 bis 1267 Liter) und die Zuladung (456 kg).

Interieur. Der Innenraum hinterlässt einen angenehmen Eindruck, wofür die hochwertigen und sehr ordentlich verbauten Materialien sorgen. Die Platzverhältnisse sind zumindest vorne auch für groß gewachsene Personen ausreichend. Die Sitze sind bequem und auch bei längeren Strecken ermüdungsfrei. Die Türgriffe sind beleichtet, ebenso die Slider zur Einstellung von Temperatur und Lautstärke unter dem Touchdisplay, die Lüftungsdüsen sind neu und, aufgepasst, am Lenkrad sind physische Bedientasten verbaut statt der vorherigen Touch- bzw. Haptik-Flächen. Die Fahrerinformationsanzeige ist klar und übersichtlich. Mit dem Knopf an der linken Seite des Lenkrads lassen sich die Fahrprogramme Comfort, Performance und Cupra einstelllen. Auffallend: Die Stufe Eco gibt es nicht. Man muss sie aber auch nicht vermissen, wenn man weiß, wie selbst sportliche BEV vom Schlage Cupra ökonomisch zu bewegen sind. Sprich, gefühlvoll starten, nicht ständig  die Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h auf der Autobahn ausreizen. 

Verbesserungswürdig erschien uns hingegen die Spiegeleinstellung. Denn der Einstellungsknopf  lässt sich komplett im Kreis drehen. Das Lichten als Anzeige wirkt wenig praktisch. Das ist es aber auch schon mit unserer Kritik.

Losfahren. Den Born starten wir am rechts an der Lenksäule, befindlichen An-Aus-Knopf (mit CUPRA-Logo), den es eigentlich gar nicht braucht; denn nach dem Anschnallen und Drücken des Bremspedals sowie der Wahl der Fahrstufe fährt der Wagen schon.  Übrigens jetzt auch mit One-Pedal-Driving und, man staune, auch mit Vehicle-to-Load-Funktion ((V2L), mit der externe Geräte wie E-Bikes oder Laptops mit Strom versorgt werden können. Eingeführt wurde der mobile Fahrzeugschlüssel (für bis zu vier Anwender), womit das Auto auch mit dem Smartphone entriegelt oder gestartet werden kann.sowie überarbeiteten Assistenzsystemen. 

Antrieb und Laden. Unser Testwagen Mit Heckantrieb soll laut Hersteller etwas sparsamer beim Stromverbrauch sein. Wir kamen mit ca. 15 kWh hin, ein wirklich guter Wert.  Fragezeichen gibt es natürlich, wie bei vielen anderen BEV auch, i n Sachen Reichweite , Die soll laut Hersteller soll bis zu 627 km betragen. Grund hierfür ist der effizientere APP350-Elektromotor auf der Hinterachse, der mehr Spitzendrehmoment liefert. Naja, bei der Reichweite ziehen wir mal mindestens 150 km ab. Wir kamen zwar auf mehr als 450 km bei sommerlich brutaler Hitze (teils Außentemperaturen > 40° C!), aber das sind nun mal keine 600 km. Die Ladeleistung gibt Cupra bei: AC mit 11 kW an, bei DC mit 183 kW.

In Bezug auf DC-Schnellladen gibt Cupra beim 79 kWh-Akku  eine Ladezeit (von 10 auf 80 % ) von 29 Minuten an, aber die Ladekurven sagen etwas anderes, denn der Verlust an Ladeleistung des Akkus bzw. der Stromfluss an Schnellladesäulen sprechen eine andere Sprache. Da kann man nach unserer Erfahrung schon ein Viertel Stündchen drauflegen.   

Preis: 45.990 Euro als Einstiegspreis für unseren gelifteten Cupra Born sind nicht gerade wenig. Aber das geht ja noch etwas ab. Denn die Bundesregierung fördert den Kauf oder das Leasing von rein batterieelektrischen Neufahrzeugen mit einer sozial gestaffelten Prämie von bis zu 6.000 Euro. Das Programm gilt rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026, und Anträge können online gestellt werden.

Antragsberechtigt sind aber nur Privatpersonen, die über ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von maximal 80.000 Euro verfügen. Die Einkommensgrenze verschiebt sich für bis zu zwei Kinder (unter 18 Jahren) um 5.000 Euro je Kind nach oben. Sie liegt bei Familien mit zwei oder mehr Kindern damit bei maximal 90.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für BEV. Für Familien erhöht sich die Förderung pro Kind um 500 Euro, bis zu 2 Kinder werden berücksichtigt. Erforderlich sind zur Online-Antragstellung jeweils die zwei aktuellsten Einkommensteuerbescheide für jede zum Haushaltsjahreseinkommen beitragende Person. Die Bescheide dürfen maximal drei Jahre alt sein. Maßgeblich hierfür ist das geprüfte Steuerjahr und nicht der Ausstellungszeitpunkt des Bescheides. Für Jahre, in denen eine gemeinsame steuerliche Veranlagung durchgeführt wurde, genügt jeweils der gemeinsame Einkommensteuerbescheid für beide Partner.

Wie fährt sich der Born?  Der Wagen bereitet im Alltagsbetrieb viele Fahrfreude. Er ist agil, sehr spurtreu und bietet guten Federungskomfort. Die Lenkung wirkt präzise, das Handling ist ein Kinderspiel. Auch auf langen Strecken ermüdet man dank der rückenfreundlichen Sitze nicht. Bei vernünftiger Fahrweise kommt man auf mehr als 450 km Reichweite. Wo Energie nachzuladen ist, erfährt man rechtzeitig und lässt sich im Display auch anzeigen. Alles in allem eine gute Empfehlung.  Schließlich noch das: Die Garantie für den Cupra Born beträgt fünf Jahre bzw.  max 150.000 km. Quelle: CM