Amex GBT verbindet Egencia mit dem KI-Assistenten Claude

American Express Global Business Travel (Amex GBT) ist das jüngste Geschäftsreise-Management-Unternehmen (TMC), das seine Plattformen über eine „Model Context Protocol“-Verbindung mit einem führenden KI-Assistenten verknüpft hat.

Das US-Unternehmen gab bekannt, einen Egencia-KI-Connector für Claude – den KI-Assistenten von Anthropic – eingeführt zu haben. Dieser ermöglicht es Geschäftsreisenden, Flug- und Hotelbuchungen direkt über Claude vorzunehmen und zu verwalten, während sie gleichzeitig im verwalteten Reise-Ökosystem ihres Unternehmens bleiben.

Laut Amex GBT können Business Traveller Claude künftig bitten, ihren Kalender zu prüfen, Reisepläne für anstehende Termine zu erstellen und Buchungen vorzunehmen, die den Reiserichtlinien ihres Unternehmens entsprechen.

Zudem markiert der Egencia-Connector den ersten Einsatz der intern entwickelten „Agent-to-Agent“-KI-Architektur des Unternehmens, die die Integration des vollen TMC-Leistungsspektrums in KI-Plattformen ermöglicht.

Evan Konwiser, Chief Product and Strategy Officer bei Amex GBT: „Mit unserem Egencia-KI-Connector in Claude können Mitarbeiter oder KI-Agenten des Unternehmens Flüge und Hotels für Reisende suchen, buchen und verwalten – unter Einhaltung der Reiserichtlinien, personalisiert und gestützt durch unseren Marktplatz. Dabei profitieren sie davon, dass sie sich vollständig innerhalb ihrer bestehenden Claude-Unternehmensumgebung bewegen. Das ist echte ‚Agent-to-Agent‘-Integration für das Geschäftsreisemanagement. Es handelt sich um eine grundlegende Fähigkeit, und wir stehen erst am Anfang.“

Amex GBT kündigte zudem die Ausweitung der dialogorientierten KI von Egencia auf Google Chat an; dies ermöglicht es Business Travellern  Reisen in „natürlicher Sprache“ zu buchen und zu verwalten. Kunden, die als Vorreiter (Early Adopter) fungieren, können diese Funktion ab August 2026 nutzen, bevor sie bis Ende 2026 allgemein verfügbar gemacht wird.

Darüber hinaus startet Amex GBT einen KI-Pilotversuch in Microsoft Teams für Kunden, die die Reise- und Spesenmanagement-Plattform „Neo“ nutzen.

Auch verschiedene TMCs (Travel Management Companies) und andere Unternehmen – darunter Perk, BCD Travel, Navan, Vibe und der auf Spesenmanagement spezialisierte Anbieter Expensify – haben damit begonnen, ihre Systeme mithilfe von MCP-Frameworks mit führenden KI-Assistenten zu verknüpfen.

In einer separaten Mitteilung gab das britische Unternehmen Identity Travel bekannt, dass es seinen Kunden nun die Buchung und Verwaltung von Geschäftsreisen über verschiedene KI-Assistenten – darunter Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot – unter Nutzung des neuen MCP-Servers von Vibe ermöglicht.

„Jedes Buchungstool hat vom Reisenden bisher verlangt, dessen Sprache zu sprechen – nun funktioniert es erstmals genau umgekehrt“, erklärte Steve Banks, CEO von Identity Travel. Und weiter: „Das ist von Bedeutung, denn genau dafür sollte KI im Reisebereich eingesetzt werden: um den Zugang zu einem verwalteten Reiseprogramm zu erleichtern, anstatt es zu ersetzen. Das Erlebnis verändert alles; erstmals kann eine Online-Buchung so einfach sein, wie auszusprechen, was man benötigt.“ Quelle: AMEX GBT / Identity Travel / CM

EDA: Bedenken bei Reise in die VAE, nach Jordanien etc.

Das Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat seine Reisehinweise für mehrere Staaten im Nahen Osten verschärft. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Sicherheitslage in der Region, die sich laut EDA jederzeit rasch verschlechtern kann.

Neu rät das EDA von touristischen und nicht dringenden geschäftlichen und Urlaubsreisen nach Bahrain sowie Jordanien ab. In beiden Ländern verweist das Departement auf Angriffe und Militärschläge seit dem 08. Juli 2026 sowie auf das Risiko weiterer Eskalationen. Reisende müssen zudem jederzeit mit kurzfristigen Luftraumsperrungen und Flugausfällen rechnen. Das EDA empfiehlt, Orte in der Nähe diplomatischer, militärischer oder anderer sicherheitsrelevanter Einrichtungen zu meiden und die Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu befolgen.

Für Jordanien bleibt zudem die Empfehlung bestehen, auf Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und zum Irak zu verzichten. Als Gründe nennt das EDA die instabile Sicherheitslage, bewaffnete Auseinandersetzungen im Grenzgebiet sowie vereinzelte Minenfelder im Jordantal.

Auch für Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate wurden die Reisehinweise aktualisiert. Dort spricht das EDA zwar keine generelle Reisewarnung aus, weist jedoch ebenfalls auf die anhaltend angespannte Lage im Nahen und Mittleren Osten hin. Reisende sollten sich laufend über die Sicherheitslage informieren und mit kurzfristigen Einschränkungen im Flugverkehr rechnen.

Das EDA empfiehlt Reisenden in der gesamten Region, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen, sich regelmäßig über aktuelle Reisehinweise zu informieren und die Vorgaben der lokalen Behörden konsequent einzuhalten. Quelle; EDA / CM

Emirates Skywards erschließt über 12.000 europäische Bahnziele 

Emirate‘s Vielfliegerprogramm Skywards erweitert die Möglichkeiten für seine weltweiten Mitglieder, Europa zu erkunden: Mit dem neu eingeführten Angebot „Skywards Rail“ erhalten sie Zugang zu mehr als 12.000 Bahnverbindungen auf dem gesamten Kontinent.

Dank der Anbindung an über 40 große Bahnbetreiber in 12 europäischen Ländern können Emirates Skywards-Mitglieder ihre Meilen nun nutzen, um Bahntickets nahtlos über das spezielle Buchungsportal www.skywardsrail.com zu erwerben – sei es online oder mobil und in fünf verschiedenen Sprachen.

Mit dem Emirates-Vislfliegerprogramm über 12.000 europäische Bahnziele erschließen. Fotos: Emirates

Mit Funktionen zur Suche nach verschiedenen Fahrplänen sowie zur Auswahl von Wagenklassen und Ticketarten können Mitglieder entscheiden, ob sie den Fahrpreis vollständig mit Meilen oder durch eine Kombination aus Bargeld und Meilen („Cash + Miles“) begleichen möchten. Die Meilen lassen sich auch für den Kauf von Bahntickets für Familie und Freunde verwenden. Nach dem Kauf werden die E-Tickets bequem per E-Mail zugestellt.

Durch diesen umfassenden Zugang zu nationalen und internationalen Verbindungen sowie Hochgeschwindigkeitsstrecken können Emirates Skywards-Mitglieder einige der beliebtesten Routen Europas nutzen – angeboten von führenden Bahngesellschaften wie Eurostar, Deutsche Bahn, SNCF, Trenitalia, TGV, Renfe und ÖBB sowie durch umfangreiche Verbindungen in Großbritannien, darunter Heathrow Express, Gatwick Express, Thameslink, Great Western Railway und ScotRail.

Heathrow Express ab 4.700 Skywards-Meilen Barcelona – Madrid ab nur 5.400 Skywards-Meilen Rom – Mailand ab nur 8.100 Skywards-Meilen London – Paris ab nur 9.400 Skywards-Meilen Berlin – Frankfurt ab 4.100 Skywards-Meilen

Dank Ausweitung der Einlösemöglichkeiten über Flugreisen hinaus entwickelt sich Emirates Skywards konsequent zu einem Lifestyle-Treueprogramm weiter und ermöglicht es Mitgliedern, sich freier und nahtloser durch Europa zu bewegen.

Seit seiner Einführung im Jahr 2000 ist Emirates Skywards rasant zu einem mehrfach ausgezeichneten Treueprogramm für einen weltweiten Kundenstamm gewachsen. Nach der kürzlichen Feier des 25-jährigen Bestehens zählt Emirates Skywards heute mehr als 39 Millionen Mitglieder in 190 Ländern, wobei wöchentlich über 78.000 neue Mitglieder hinzukommen. Quelle: Emirates / CM

Verschärfter Reisehinweise für die Golfregion 

Reisen in die Golfregion und durch diese hindurch sind trotz der erhöhten regionalen Spannungen weitgehend uneingeschränkt möglich. Der Flugbetrieb an den Flughäfen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) läuft normal weiter, wenngleich es als Folge der iranischen Raketenangriffe bei Regionalflügen zu Verspätungen und Ausfällen kommt. Auch Regierungen in Europa und Asien haben ihre Reisehinweise aktualisiert, und Warnungen erlassen, wonach bestimmte Hotels und Resorts zu potenziellen Zielen der iranischen Raketen werden könnten. Geschäfts- und privat Reisende sollten sich vor Reiseantritt über offizielle Meldungen informieren, z.B. beim Auswärtigen Amt in Deutschland.

Reisenden, die in der Woche ab 27. Juli 2026 von oder in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen, wird empfohlen, vor der Fahrt zum Flughafen ihren Flugstatus zu überprüfen, da die regionalen Spannungen, sprich Terror-Raketen der iranischen Mullahs  weiterhin zu Flugausfällen, Verspätungen und Flugplanänderungen auf ausgewählten Routen im Nahen Osten führen.

Angeblich plant der Iran jetzt auch Raketenangriffe auf Hotels und Resorts. Foto Farhang Ahmed

Trotz der sich verschärfender Sicherheitslage bleiben die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Saudi-Arabien, Jordanien und Israel voll in Betrieb; die überwiegende Mehrheit der internationalen Flüge findet planmäßig statt. Fluggesellschaften raten Passagieren allerdings dringend, offizielle Mitteilungen zu verfolgen, mit ihrer Airline in Kontakt zu bleiben und für Check-in, Sicherheitskontrollen sowie Einreiseformalitäten mehr Zeit einzuplanen.

Für Geschäftsreisende und private Besucher, die sich bereits in den VAE, Katar oder Jordanien aufhalten, sind Hotels, Resorts, Geschäftsviertel etc. geöffnet. Die aktuellen Beeinträchtigungen konzentrieren sich auf Regionalverbindungen zu Zielen wie Bahrain, Kuwait, dem Irak und Dschidda, wo Flugausfälle und Änderungen des Flugplans weiterhin häufig vorkommen.

Langstreckenflüge zwischen der Golfregion und Europa, Nordamerika, Indien, Asien, Australien, Afrika sowie Südamerika werden trotz der iranischen Raketenangriffe weitgehend planmäßig durchgeführt. Auch der Flugverkehr zwischen den VAE und Tel Aviv wird aufrechterhalten. Reisenden wird dennoch empfohlen, vor der Fahrt zum Flughafen ihren Flugstatus zu überprüfen, da sich Luftraumbeschränkungen kurzfristig ändern können.

Sicherheit in Hotels und Resorts im Fokus. Auch die Hotel- und Tourismusbranche beobachtet die Entwicklung der Lage aufmerksam, nachdem der iranisch-amerikanische Politikanalyst Seyed Mohammad Marandi – der weithin als der iranischen Regierung nahestehend gilt – umstrittene Äußerungen getätigt hat. In der am Freitag (24. Juli 2026) auf YouTube ausgestrahlten „Danny Haiphong Show“ behauptete Marandi, der Konflikt stehe kurz vor seiner „tödlichsten Phase“. Zudem behauptete er, US-Militärpersonal sei von regionalen Stützpunkten in Hotels und Resorts verlegt worden – u.a. in den VAE, Katar, Jordanien, dem Irak, Bahrain und Kuwait. Dies deutet darauf hin,  dass Hotels und Ressorts zu potenziellen Zielen für künftige iranische Raketenangriffe werden könnten.

Sicherheitsanalysten weisen jedoch darauf hin, dass die offiziellen Reisehinweise verschiedener Regierungen bereits anerkennen, dass der Iran in der Vergangenheit zivile Infrastrukturen mit Bezug zu den USA oder Israel – darunter Flughäfen, Häfen, Hotels, Unternehmen und Verkehrsinfrastrukturen – bedroht oder ins Visier nehmen will. Quelle: US Gov / e-turbo news / CM

United und Marriott führen neue „U.S. News“-Ranglisten für Geschäftsreisen an

United Airlines und Marriott International belegten die Spitzenplätze in zwei neuen Kategorien für Geschäftsreisen, die „U.S. News & World Report“ in seine Rangliste der besten Reise-Bonusprogramme für 2026–2027 aufgenommen hat. Dies gab das Medienunternehmen aktuell bekannt.

In der erstmals erstellten Rangliste der besten US-Fluggesellschaften für Geschäftsreisende sicherte sich United den ersten Platz und überzeugte durch „Flugverfügbarkeit, Vorteile für Statuskunden und das Reiseerlebnis“. Auf den weiteren Plätzen folgten Delta Air Lines, American Airlines, Alaska Airlines und Southwest Airlines.

Bei der neuen Rangliste der besten Hotelmarken für Geschäftsreisende belegte Marriott den ersten Platz unter neun gelisteten Anbietern und punktete mit einem „umfangreichen Netzwerk, geschäftsreisefreundlichen Zusatzleistungen und einem starken Kreditkartenportfolio“. Die Top 5 wurden – in dieser Reihenfolge – durch Hilton Worldwide, IHG Hotels & Resorts, Hyatt Hotels Corp. und Choice Hotels International komplettiert.

Laut „U.S. News & World Report“ handelt es sich bei den Ranglisten um eine „datengestützte Bewertung von Hotelmarken und US-Fluggesellschaften, die speziell auf Vielreisende im Geschäftsleben zugeschnitten ist“. Die Methodik berücksichtigt dabei „wesentliche Faktoren, die für Geschäftsreisen von Bedeutung sind“, darunter die Vorteile von Treueprogrammen, die Stärke des Netzwerks, die Zuverlässigkeit sowie das allgemeine Preis-Leistungs-Verhältnis.

Genauer gesagt musste eine Fluggesellschaft – um für die Liste der Fluggesellschaften infrage zu kommen – laut der Publikation ihren Sitz in den USA haben und täglich mindestens 1.000 Inlandsflüge durchführen. Nur die fünf platzierten Fluggesellschaften schafften es in die Auswahl.

Bei der Bewertung wurden folgende Faktoren berücksichtigt: Flugverfügbarkeit (Gewichtung: 35 %), Einfachheit des Erreichens eines Elite-Status und damit verbundene Vorteile (20 %), Qualität der Fluggesellschaft (15 %), Serviceangebot an Bord (10 %), Streckennetzabdeckung (5 %), Anzahl der täglichen Flüge (5 %) sowie der Gegenwert bei der Punkteeinlösung (10 %). Die für dieses Ranking relevanten Daten wurden im Juni 2026 erhoben.

Um für die Hotelliste infrage zu kommen, musste eine Hotelkette laut der Publikation über mindestens 1.000 Standorte weltweit verfügen – davon mindestens 50 in den USA – und ein strukturiertes Treueprogramm anbieten. Für das Ranking wurde ein Bewertungsalgorithmus verwendet, der folgende Kriterien einbezog: Präsenz und Verfügbarkeit in wichtigen Geschäftszentren (Gewichtung: 35 %; Untersuchung von 20 Städten), Einfachheit des Erreichens eines Elite-Status und damit verbundene Vorteile (20 P%), Gegenwert bei der Punkteeinlösung (10 %), Netzabdeckung (10 %), Vielfalt der Standorte (5 %), Hotelqualität (5 %) sowie der Wert von Kreditkartenangeboten (5 %). Alle für dieses Ranking relevanten Daten wurden im Mai und Juni 2026 erhoben. Quelle: U.S. News & World Report / CM

VDR und GCB predigen Blender Travel

Damit sich die Potenziale der Verbindung von beruflichen und privaten Reisen (Blended Travel) künftig besser realisieren lassen, braucht es vor allem klare rechtliche Rahmenbedingungen, integrierte Prozesse und eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten. Zu diesem Ergebnis kamen rund 80 VertreterIinnen aus Unternehmen, Travel Management, HR, Hotellerie, Destinationen, Wissenschaft und Technologie beim Blended Travel Summit 2026. Veranstalter in Frankfurt/M. waren  der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) und das GCB German Convention Bureau. 

Geschäftsreisen wurden zwar schon immer vereinzelt privat verlängert. Mit mobilem Arbeiten, neuen Formen der Zusammenarbeit und veränderten Erwartungen der Mitarbeitenden entwickelt sich Blended Travel jedoch zunehmend zu einem strategischen Thema., meint der VDR. Längst geht es dabei nicht mehr allein um das Travel Management. Auch HR, Compliance, Finance und weitere Unternehmensbereiche sind gefordert, gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig müssen Destinationen, Hotellerie und Technologieanbieter ihre Angebote stärker an den Bedürfnissen im Markt ausrichten. Genau hier setzte der Summit an und brachte erstmals beide Perspektiven systematisch zusammen.

Im Mittelpunkt des zweitägigen Summits stand deshalb nicht die Frage, ob Blended Travel stattfindet, sondern wie Nachfrage- und Angebotsseite die Entwicklung künftig gemeinsam gestalten können. In interdisziplinären Workshops identifizierten die Teilnehmenden elf prioritäre Handlungsfelder, um Blended Travel zeitgemäß umzusetzen. Dazu gehören u.a. rechtssichere Musterregelungen für Unternehmen, die Verankerung von Blended Travel in Reiserichtlinien, die technische Integration in bestehende Buchungs- und Abrechnungssysteme sowie ein engerer Schulterschluss zwischen Unternehmen, Technologieanbietern und Destinationen. Ebenso sehen die Teilnehmenden Handlungsbedarf beim Abbau rechtlicher und steuerlicher Hürden sowie bei der Entwicklung gemeinsamer Pilotprojekte.

„New Work braucht New Mobility. Und Blended Travel ist Ausdruck dieses Wandels“, sagt Jens Schließmann, VDR-Geschäftsführer. „Unternehmen stehen heute vor der Aufgabe, neue Freiräume zu ermöglichen und gleichzeitig Compliance, Fürsorgepflicht und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Dafür brauchen wir gemeinsame Standards und praxistaugliche Lösungen. Der Summit hat gezeigt, dass wir diese nur gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln können.“

Und Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB: „Blended Travel eröffnet Leistungsträgern aus dem Ökosystem von Business Events ebenso wie touristischen Anbietern enorme Chancen: 55 % aller Bleisure-Reisen finden anlässlich des Besuchs eines Business Events statt. Auf dem Summit wurde deutlich, dass die Anbieter am Tagungs- und Kongressstandort Deutschland Ideen haben, um die Nachfrage mit passgenauen Produkten und Services zu bedienen.“

Eine wichtige fachliche Grundlage des Summits bildeten zwei aktuelle Studien, die erstmals sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsseite von Blended Travel umfassend beleuchten. Die gemeinsam vom Bayerischen Zentrum für Tourismus (BZT) und der Initiative blend_it! durchgeführte Befragung deutscher Geschäftsreisender zeigt u.a., dass bereits 67 % der Befragten berufliche Reisen mit privaten Reiseanteilen verbinden. Ergänzend macht der Bleisure & Workation Monitor der IU Internationalen Hochschule mit 1.000 befragten touristischen Betrieben deutlich, dass Blended Travel auf Anbieterseite zwar teils gelebte Praxis ist, viele Betriebe ihr Potenzial durch zielgruppenspezifische Angebote jedoch noch besser ausschöpfen können.

Die Ergebnisse des Blended Travel Summits werden nun im Rahmen der Initiative blend_it! weiter vertieft und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt. Ein nächster Meilenstein ist die Veröffentlichung des gemeinsamen Whitepapers „Blended Travel“, das am 28. Oktober 2026 im Rahmen eines Webcasts vorgestellt wird. Es bündelt die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis und zeigt auf, wie Unternehmen, Destinationen und weitere Akteure Blended Travel künftig gemeinsam erfolgreich gestalten können.

Über die Initiative blend_it!. Mit der gemeinsamen Initiative blend_it! verfolgen VDR und GCB das Ziel, modernes Reisen und Arbeiten aktiv mitzugestalten. Der Blended Travel Hub ist die zentrale Plattform der Initiative. Dort finden Interessierte auch den Bleisure & Workation Monitor Deutschland, die Studie „Bleisure-Reisen deutscher Geschäftsreisender“, die das Bayerische Zentrum für Tourismus (BZT) gemeinsam mit der Initiative durchgeführt hat, sowie aktuelle Veranstaltungshinweise, Praxisimpulse und weitere Informationen rund um Blended Travel: www.blended-travel-hub.de. Quelle: VDR / GCB / CM

Hyatt und Air Canada verknüpfen ihre Treueprogramme

Hyatt Hotels Corp. und Air Canada haben eine Partnerschaft ihrer Treueprogramme geschlossen, die es Mitgliedern von „World of Hyatt“ und „Aeroplan“ ermöglicht, Prämien im Reisebereich zu sammeln, umzuwandeln und einzulösen.

Aeroplan-Mitglieder können ihre Punkte nun für kostenlose Übernachtungen bei „World of Hyatt“ in teilnehmenden Hotels einlösen – beginnend bei 25.000 Punkten. „World of Hyatt“-Mitglieder können ihre Punkte gegen einen Aeroplan-Flugprämiengutschein im Wert von 30.000 Punkten eintauschen, der für Flugprämien bei Air Canada und deren Airline-Partnern genutzt werden kann.

Mitglieder, die ihre Konten miteinander verknüpfen, können „World of Hyatt“-Punkte im Verhältnis 2:1 in Aeroplan-Punkte umwandeln; berechtigte Aeroplan-Elite-Mitglieder können ihre Punkte ebenfalls im Verhältnis 2:1 in „World of Hyatt“-Punkte tauschen.

Die Partnerschaft bietet zusätzliche Vorteile für Elite-Mitglieder, darunter neue Wege für Inhaber eines Aeroplan-Elite-Status sowie für berechtigte Inhaber von Premium-Kreditkarten, einen „World of Hyatt“-Status zu erlangen. Zudem erhalten Karteninhaber, die ihre Konten verknüpfen, einen Status sowie Gutschriften für Bonusübernachtungen.

Durch die Zusammenarbeit erweitern sich die Mitgliedervorteile in einem gemeinsamen Netzwerk, das mehr als 1.300 Reiseziele und 1.500 Hotels umfasst. Sowohl „World of Hyatt“ als auch Air Canada hatten ihre Treueprogramme bereits zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr neu gestaltet. Quelle: Hyatt / Air Canada / CM

Sixt: Meilen für Treueprogramm American AAdvantage und SIXT ONE

Kunden der Autovermietung Sixt können ab sofort bei weltweiten Anmietungen Meilen für das Treueprogramm AAdvantage von American Airlines sammeln. 

Wie der Münchner Mobilitätsanbieter mitteilte, erhalten AAdvantage-Mitglieder zwei Meilen für jeden Dollar, der für eine Sixt-Anmietung ausgegeben wird (ausgenommen Steuern und Gebühren). Mitglieder können Sixt-Fahrzeuge über die Website oder die App des Unternehmens buchen und dabei ihre AAdvantage-Nummer angeben, um die Meilen zu sammeln. 

SIXT ONE: Da<s Bonusprogramm ist auch in Europa verfügbar. Foto: Sixt

SIXT ONE.  Das neue Bonusprogramm SIXT ONE des internationalen Premium-Mobilitätsanbieters SIXT ist – nach dem erfolgreichen Start in den USA – ab sofort auch in Europa mit Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Der Roll-out in den weiteren europäischen Märkten ist inzwischen auch erfolgt. 

Das Programm ist vollständig digital in die SIXT App integriert und richtet sich gleichermaßen an Geschäfts- und Privatreisende. Mit der Einführung von SIXT ONE stärkt das Unternehmen die Kundenbindung in seinen Kernmärkten und setzt seine internationale Wachstumsstrategie fort. In den USA wurde das Programm bereits Ende 2025 getestet und verzeichnete in den ersten Wochen Hunderttausende Anmeldungen.

SIXT ONE basiert auf einem vierstufigen Statussystem (Silver, Gold, Platinum, Diamond). Mitglieder sammeln bei Anmietungen Statuspunkte, die ihren Status erhöhen und Vorteile freischalten. Zu den Vorteilen zählen u.a. eine schnellere Fahrzeugabholung, exklusive Mitgliederangebote sowie die Möglichkeit auf kostenfreie Fahrzeugupgrades. Zusätzlich erhalten Kunden Mietpunkte, die für künftige private Buchungen flexibel als Rabatt eingesetzt werden können. Zudem können Kunden mit bestehendem Status bei ausgewählten Partnerprogrammen von Autovermietern, Kreditkarten-, Airline- oder Hotelanbieter nach Registrierung in einen vergleichbaren SIXT ONE Status eingestuft werden.

Alexander Sixt, Co-CEO der Sixt SE: „Mit SIXT ONE führen wir erstmals ein globales Loyalitätsprogramm ein, das weit über ein klassisches Bonusprogramm hinausgeht. Für unsere Kunden bedeutet SIXT ONE ein deutlich einfacheres und komfortableres Mobilitätserlebnis: Sie profitieren von schnelleren Abläufen, exklusiven Vorteilen und einem transparenten digitalen System aus Status und Punkten, das vollständig in die SIXT App integriert ist. Gleichzeitig schaffen wir für SIXT eine skalierbare Plattform, die langfristige Kundenbeziehungen stärkt und wiederkehrende Nutzung fördert. Unser Ziel ist klar: Wir wollen nicht nur einzelne Anmietungen belohnen, sondern eine nachhaltige Verbindung zu unserer Marke aufbauen – und unseren Kunden weltweit ein durchgängig hochwertiges Mobilitätserlebnis bieten.“

So funktioniert SIXT ONE. Bei jeder qualifizierenden* Anmietung sammeln Mitglieder zwei Arten von Punkten: Statuspunkte und Mietpunkte. Für jeden Euro wird jeweils ein Statuspunkt und – abhängig vom Status – mindestens ein Mietpunkt gutgeschrieben. Statuspunkte dienen dazu, eine höhere Statusstufe und die damit verbundenen Vorteile zu erreichen. Ein erreichter Status ist jeweils bis zum Ende des Folgejahres nach Erreichen gültig. Beispiel: Wer im März 2026 den Gold-Status erreicht, behält diesen bis Dezember 2027.

Neben den Statuspunkten erhalten Mitglieder bei jeder qualifizierenden Anmietung ebenfalls Mietpunkte, die für künftige private Anmietungen als Rabatt eingelöst werden können. Silver-Mitglieder erhalten einen Mietpunkt pro qualifiziertem Euro. Mit steigendem Status erhöht sich die Gutschrift: Gold-Mitglieder erhalten 10 % zusätzliche Mietpunkte, Platinum-Mitglieder 20 % und Diamond-Mitglieder 30 % zusätzliche Mietpunkte. Mietpunkte sind 24 Monate gültig – jeweils bis zum Ende des Quartals, in dem sie gesammelt wurden. Die Punkteberechnung erfolgt auf Basis des Mietpreises (ohne Steuern und Gebühren). Quelle: Sixt / CM

BCD startet Datenanalyse-Plattform für Tripsource

BCD Travel hat im Rahmen seiner Plattform Tripsource ein neues Analyse-Framework entwickelt. Das ermöglicht Kunden, mithilfe natürlicher Sprache mit Programm-, Zahlungs- und Risikodaten zu arbeiten; 

Laut dem US-Travel-Management-Unternehmen führt „Tripsource Insights“ Daten aus den verschiedenen Systemen und von den Anbietern von BCD auf einer einzigen Benutzeroberfläche zusammen und macht sie über einen KI-basierten Analyse-Assistenten zugänglich. Die Plattform bietet BCD zufolge dynamische Visualisierungen auf einen Blick sowie die Möglichkeit, Abfragen in natürlicher Sprache zu stellen, um so Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen.

Für Mobilitäts- bzw. Travel Manager liefert Tripsource Insights Echtzeitdaten zu Leistungskennzahlen, Nutzungsraten und CO2-Emissionen. Finanzteams können die Plattform nutzen, um Ausgaben nach Kategorien zu analysieren und die Nutzung virtueller Kreditkarten auf „granulärer Ebene“ (kleinst mögliche Einheiten) zu verfolgen, so BCD. Zudem umfasst die Plattform ein Dashboard zur Sicherheit der Reisenden, das Informationen zum Reiseziel sowie Risikowarnungen anzeigt. Quelle: BCD / CM

HeyMax interessant für Geschäftsreisende

Aufgrund des damit verbundenen Risikos funktionieren Kundenbindungsprogramme weltweit – nicht nur im Reisesektor – nach dem Prinzip, dass man erst Punkte sammelt und dann ausgibt. Ausnahmen sind rar, wie z.B. Miles & More, das ihren Senator-Statuskunden einen Meilenkredit von bis zu 50.000 Meilen gewährt.

Das noch relativ junge HeyMax-Programm in Fernost stellt dieses Prinzip jetzt jedoch auf den Kopf. HeyMax ist ein Koalitionsprogramm im Einzelhandel in Märkten wie Singapore, Hong Kong oder Japan, mit als einziger Prämienoption den Umtausch in eines der zahlreichen Partner-Programme von Airlines und Hotels.

Entdeckt, das neue Programm aus Fernort.

Unter dem Slogen „Fly Now. Earn Later.“ kann man jetzt in der Tat in großem Stil Prämien nutzen und die Punkte dafür erst später sammeln. Angesichts der permanenten Entwertungen der Programme ist das Argument sicher bestechend, dass man nicht weiß, wie viel heute gesammelte Punkte in zwei oder drei Jahren noch Wert sind.

Es bleibt zu hoffen, dass der Mut von HeyMax belohnt wird und sie nicht von Betrügern missbraucht