Die meisten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in den USA erhöhen ihre Reiseausgaben – das insbesondere wegen der Konflikte im Nahen Osten und der damit einhergehenden steigenden Treibstoffpreise. Dennoch bleibt die Kostenkontrolle ein vorrangiges Ziel für die Reiseprogramme vieler KMU; zahlreiche Travel Manager setzen dabei jedoch eher formelle Regelungen als auf eine Kürzung oder Deckelung des Reisevolumens.
Für die Studie von BTN wurden im März und April 136 Travel Manager und Einkäufer befragt, deren Unternehmen im Jahr 2025 Reise- und Bewirtungskosten von maximal 25 Mio. US-Dollar. Die Ergebnisse zeichnen das Bild eines Marktes, in dem die Reiseausgaben bei einer deutlichen Mehrheit der KMU im Jahresvergleich 2025 gestiegen sind oder unverändert blieben. 2025 war zudem ein von makroökonomischen Turbulenzen geprägtes Jahr, was sich auch 2026 fortsetzt. Dabei nannten viele Befragte die Kostenkontrolle als wichtigste Priorität und größte Herausforderung im Bereich Reisemanagement für das Jahr 2026.
Steigende Ausgaben. Laut der Umfrage von BTN haben die meisten KMU ihre Ausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2025 erhöht. Etwa 45 % aller Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen im vergangenen Jahr mehr für Reise- und Bewirtungskosten (T&E) aufgewendet haben als im Vorjahr, während weitere 32 % angaben, die Ausgaben in etwa auf dem Niveau von 2024 gehalten zu haben.
Der Ausgabenanstieg war nicht zwangsläufig auf gestiegene Reisepreise zurückzuführen, zumal diese Erhöhungen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 insgesamt moderat ausfielen. Mur ganz weniger Firmenreisenverantwortliche beichteten von weniger Reisen und geringeren Ausgaben.
Es ist jedoch anzumerken, dass sich bei den Ausgabentrends des Jahres 2025 deutliche Unterschiede zwischen Unternehmen unterschiedlicher Größe zeigten. Unter den Befragten aus Unternehmen mit T&E-Ausgaben von mindestens 8 Mio. US-Dollar („mittelgroßes“ Segment der KMU) in 2025 gaben 56 % einen Anstieg der Ausgaben gegenüber dem Vorjahr an; bei kleinen Unternehmen (mit T&E-Ausgaben von weniger als 8 Mio. USD) waren es hingegen 39 %. Zudem meldeten 12 % der mittelgroßen KMU einen Rückgang der Ausgaben, bei den kleinen KMU war dies bei 28 % der Fall.
Die Befragten gingen durchweg davon aus, dass ihre Unternehmen die Reiseausgaben im Jahr 2026 zumindest auf dem Niveau von 2025 halten würden – wobei zu berücksichtigen ist, dass die Umfrage in einer Phase steigender Treibstoffpreise sowie höherer Flug- und Hotelkosten stattfand (nach den Ereignissen in der Straße von Hormus), was die Wahrscheinlichkeit von Ausgabenerhöhungen steigen ließ. Dennoch rechnete die Hälfte aller Befragten damit, dass ihre Unternehmen die Reiseausgaben im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr erhöhen würden. Etwa ein Fünftel der Befragten prognostizierte einen Rückgang der Ausgaben; rund die Hälfte dieser Gruppe erwartete ein Minus von mehr als 10 %.
Bewertung aktueller Ereignisse. Weltweit steigen die Flugpreise und Zuschläge – vor allem aufgrund der höheren Kerosinpreise. Dennoch betrachten die befragten Vertreter von KMU die Auswirkungen dieser Preiserhöhungen mehrheitlich noch nicht als entscheidenden Faktor für ihre Reisebudgets im Jahr 2026.
Auf einer Skala von eins („keine Auswirkung“) bis fünf („erhebliche Auswirkung“) bewerteten die Teilnehmer den Einfluss steigender Treibstoffkosten und Flugpreise auf die geplanten Reiseausgaben ihres Unternehmens für 2026 im Durchschnitt mit 3,17 – ein beachtlicher Wert, der jedoch nicht zwangsläufig auf weitverbreitete Besorgnis hindeutet. Vertreter kleinerer Unternehmen mit Reiseausgaben von unter 8 Mio. USD im Jahr 2025 (einschließlich Firmen mit geringem Flugvolumen) schätzten die Auswirkungen sogar noch etwas geringer ein: mit einem Durchschnittswert von 3,04.
Natürlich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den steigenden Kerosinkosten und dem Konflikt im Nahen Osten; die Umfrageteilnehmer scheinen Letzteren im Durchschnitt als gewichtigeren Faktor für ihre Planungen für 2026 zu betrachten. Die Auswirkungen „jüngster geopolitischer Spannungen“ wurden mit 3,39 bewertet, wobei sich erneut ein deutlicher Unterschied zwischen mittelgroßen Unternehmen (3,79) und kleinen Unternehmen (2,97) zeigte – letztere dürften ein geringeres internationales Reiseaufkommen haben. Übrigens gaben rund 32 % aller Befragten an, dass sich ihr Zuständigkeitsbereich im Reisemanagement auch auf den Nahen Osten erstreckt.
Die Nachfrage nach Geschäftsreisen im vergangenen Jahr – insbesondere im Frühjahr und Sommer – war stark von der unsicheren makroökonomischen Lage geprägt. Diese Bedenken scheinen für 2026 etwas nachgelassen zu haben, da Fluggesellschaften und Hotelketten in den USA und Europa für das erste Quartal einen Anstieg der Nachfrage nach individuellen Geschäftsreisen (im Vergleich zum Vorjahr) verzeichnen. Dennoch bewerteten die Umfrageteilnehmer den Einfluss der „jüngsten wirtschaftlichen Entwicklung“ auf die Reiseausgaben ihrer Unternehmen im Jahr 2026 im Durchschnitt mit 3,17 – auch hier zeigte sich wieder eine Differenz zwischen mittelgroßen (3,39) und kleinen (2,98) Unternehmen.
Kostenkontrolle. Das Thema Kostenkontrolle bei Travel Managern in KMU steht weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste. Als sie die Gelegenheit erhielten, ihre wichtigste Priorität und größte Herausforderung im Bereich Travel Management für das Jahr 2026 in eigenen Worten zu beschreiben, nannten Dutzende von ihnen die Kostenkontrolle für den einen oder anderen (oder beide) Aspekte. Im Detail dreht sich vieles um:
• „Kontrolle der Ausgaben angesichts externer Faktoren, die die Reisekosten in die Höhe treiben.“
• „Kostensenkung durch kreative Lösungen.“
• „Gestiegene Gebühren und Serviceentgelte sowie neu eingeführte Kostenpunkte, etwa für Sitzplatzreservierungen und Gepäck bei Southwest.“
• „Steigende Treibstoffpreise und deren Auswirkungen auf unser Reiseprogramm.“
Was gegen Kostensteigerungen tun? Vertreter von Fluggesellschaften haben unmissverständlich klargestellt, dass die Flugpreise ohne sinkende Treibstoffkosten nicht fallen werden – und angesichts der fragilen Lage im Nahen Osten ist mit einem solchen Rückgang kaum zu rechnen. Da jedoch nur eines von fünf Unternehmen plant, die Reiseausgaben im Vergleich zum Vorjahr zu kürzen, stellt sich die Frage: Wie wollen sie die höheren Kosten ausgleichen? In vielen Fällen setzen die Reisemanager darauf, die Struktur ihres Reisemanagement-Programms zu optimieren, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. So haben beispielsweise etwa zwei von fünf Unternehmen in diesem oder im vergangenen Jahr ihre Reiserichtlinien verschärft.
Etliche weitere Befragte erläuterten ihre Pläne zur Optimierung ihres Programms für das Geschäftsreisemanagement mit dem Ziel, Kosten zu begrenzen, ohne dabei Abstriche beim Service zu machen – ein Vorhaben, das sie als ihre diesjährige Priorität nannten. Das soll geschehen durch:
• „Priorisierung eines neuen Programms, das von den Nutzern gerne angenommen wird.“
• „Ausbau digitaler Reisetools sowie Integration von Reise- und Spesenprozessen zur Steigerung von Effizienz, Compliance und Reiseerlebnis.
• Erhöhung von Automatisierungsgrad und Datenqualität beim Berichtswesen
• „Förderung der Akzeptanz und Nutzung des Programms bei gleichzeitiger Etablierung skalierbarer, standardisierter Richtlinien und Prozesse.“
• „Vorantreiben der Kostenoptimierung durch intensivere Partnerschaften mit Anbietern und den Ausbau dieser Beziehungen im gesamten Reiseprogramm.“
• „Einführung verbindlicher Reiserichtlinien für mehr Transparenz bei den Ausgaben und zur Gewährleistung der Fürsorgepflicht (Duty of Care).“
Sicherheit und Risikmanagement. Mehrere Befragte bezeichneten die Fürsorgepflicht oder die Sicherheit der Reisenden als eine ihrer wichtigsten Prioritäten für 2026. Ein Befragter führte beispielsweise das Ziel an, „ein risikobasiertes Rahmenkonzept für das Reisemanagement zu etablieren, das die Sicherheit der Mitarbeiter vor, während und nach jeder Geschäftsreise gewährleistet.“ Ein Großteil der Befragten hat internationale Zuständigkeitsbereiche, 32 % sind nur für Geschäftsreiseaktivitäten innerhalb der Vereinigten Staaten zuständig.
Lediglich 7 % der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen das Risikomanagement nicht aktiv steuern. Die Vorgehensweisen der übrigen Unternehmen variieren. Etwa 29 % aller Befragten (und 43 % der Befragten, deren Reiseausgaben für 2025 mindestens 8 Mio. USD betragen) erklärten, dass ihre Unternehmen über umfassende Programme in Sachen Reiserisikomanagement verfügen. Gut 37 % gaben an, zwar über gewisse Prozesse zu verfügen, aber kein vollständig ausgebautes Riskmanagement-Programm zu haben. Weitere 27 % (und 36 % aus kleinen Firmen) sagten, das Reiserisiko nur fallweise oder informell zu steuern.
Die Hälfte aller Befragten – und 69 % der Befragten aus mittelständischen Unternehmen – gab an, für Dienstleistungen im Bereich Reiserisikomanagement mit einem externen Anbieter zusammenzuarbeiten.
KI? So lala. So allgegenwärtig das Thema in Diskussionen über Reisemanagement und entsprechende Prozesse auch erscheinen mag – nur sehr wenige Befragte nannten Aspekte im Zusammenhang mit KI als zentrale Priorität oder Herausforderung für das Jahr 2026. Dies könnte einen Trend widerspiegeln, wonach es eine deutliche Kluft zwischen KMU und größeren Firmen hinsichtlich ihres Umgangs mit KI gibt.
In der aktuellen Umfrage gaben rund 38 % der befragten KMU an, im Reisemanagement überhaupt keine KI einzusetzen; bei Unternehmen mit Reiseausgaben von mehr als 25 Mio. USD (basierend auf den Prognosen für 2025) lag dieser Anteil bei 14 %. Fast die Hälfte der befragten Großunternehmen gab an, KI zumindest in einigen Reiseprozessen zu nutzen (wobei etwa ein Viertel KI bereits in mehrere Reise-Workflows integriert hat), während nur 23 % der KMU-Vertreter angaben, KI in irgendeinem Funktionsbereich einzusetzen. Für die meisten Einkäufer in KMU scheint das Zeitalter von morgen also noch etwas auf sich warten zu lassen. Quelle: BTN / CM
Drei Jahre nach der Übernahme von Deem hat das Reisetechnologie-Unternehmen Travelport die Plattform für das Geschäftsreisemanagement an die Software-Unternehmensgruppe Juniper Group verkauft. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.
Travelport hatte Deem im Jahr 2023 – ebenfalls zu einem nicht genannten Preis – von Enterprise Holdings erworben, mit dem Ziel, das Tool vollständig in die Travelport-Plattform zu integrieren. Nach eigenen Angaben ist es Travelport während der Zeit der Zugehörigkeit gelungen, diese „tiefe Integration in Travelport Plus“ zu realisieren und gleichzeitig die Kompatibilität mit mehreren globalen Vertriebssystemen (GDS) zu wahren. Dies habe „Möglichkeiten für eine bessere Zusammenarbeit mit Unternehmen und Travel-Management-Gesellschaften geschaffen, die Deem in Verbindung mit der Travelport-Plus-Plattform nutzen“, erklärte Kyle Moore, Präsident von Deem.
Zum Zeitpunkt der Übernahme war Travelport das einzige der drei großen GDS-Unternehmen, das über kein eigenes Buchungstool verfügte, während Sabre Eigentümer von GetThere und Amadeus Eigentümer der Cytric-Plattform war. Inzwischen hat Sabre GetThere jedoch an Serko verkauft. „Der Zeitpunkt ist ideal für Deem, Teil einer Organisation zu werden, für die das Unternehmen einen strategischen Schwerpunkt darstellt – und genau das ist bei der Juniper Group der Fall“, so Travelport-CEO John Mangelaars. „Wir freuen uns darauf, auch künftig als bevorzugter Partner eng mit dem Deem-Team zusammenzuarbeiten, und sind überzeugt, dass die Kunden von Deem in guten Händen sind.“
Als Teil der Juniper Group – einer operativen Gruppe von Constellation Software – wird Deem als eigenständiges Unternehmen unter Beibehaltung des aktuellen Führungsteams fortgeführt. Die Übernahme wurde von Juniper Travel Technology initiiert, einer auf Reisebuchungs- und Konnektivitätstechnologie spezialisierten Einheit innerhalb der Gruppe.
Constellation hat sich einen Anteil von 12,7 % an Sabre gesichert. Die Juniper Group gab zudem die Übernahme von DerbySoft bekannt, einem Anbieter von Technologien für den Reisevertrieb, der Direktverbindungen zwischen Hotels und Travel Management Companies (TMCs) bereitstellt. Quelle: Travelport / CM
Engine, die Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement, hat eine neue API (Application Programming Interface, eine Programmierschnittstelle, die es verschiedenen Softwareanwendungen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und Daten auszutauschen) eingeführt, die es Unternehmen ermöglicht, die Hotelbuchungsfunktion des Anbieters in ihre Websites oder Apps zu integrieren.
Bei der API namens „Omni Powered by Engine“ handele es sich um „eine entwicklerfreundliche Infrastruktur, die es unseren Partnern ermöglicht, nahtlose Hotelbuchungen direkt in ihre bestehenden Plattformen zu integrieren“, erklärte Engine-CEO Elia Wallen. Laut Engine erspart dies den Unternehmen die aufwendige Entwicklung eigener Schnittstellen zu Anbietern, Zahlungssystemen, Suchfunktionen, Compliance-Systemen und der TMC.
Das globale Technologieunternehmen Trimble hat Omni bereits in Nordamerika mit seiner Datenbank für gewerbliche Standorte, „Trimble Places“, verknüpft. „Dank der Integration stehen nun „Echtzeit-Hotelbuchungsfunktionen direkt in unserem Ökosystem zur Verfügung; dies verbessert das Nutzererlebnis für die Fahrer, ohne dass sie die Plattformen verlassen müssen, denen sie bereits vertrauen“, so Seth Handler, Director of Partnerships and Channel Sales bei Trimble.
Trimble plant, Omni in weitere Plattformen zu integrieren, darunter Trimble Road Call – das Modul für Fahrzeugpannen – sowie die GPS-Navigationslösung Trimble CoPilot. Engine hat Omni unterdessen auch anderen Entwicklern und Organisationen zur Integration zur Verfügung gestellt. Quelle: Engine – Trimble - CM
Laut einer neuen Studie der Global Business Travel Association (GBTA) stiegen die Gesamtausgaben für Geschäftsreisen innerhalb der USA im Jahr 2024 im Jahresvergleich um rund 7,5 % auf den Rekordwert von 538,5 Mrd. US-Dollar und übertrafen damit das Niveau von vor der Pandemie. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Aktivitäten auf das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahmen laut GBTA in ähnlichem Maße zu.
Die Zahl der Geschäftsreisen in den USA stieg 2024 – dem Jahr, für das laut GBTA die aktuellsten Daten vorliegen – im Jahresvergleich um 4,6 % auf fast 488 Millionen. Geschäftsreiseaktivitäten trugen im Jahr 2024 laut der Studie 623,8 Mrd. US-Dollar zum US-BIP bei; dies entspricht einem Anstieg von mehr als 9 % gegenüber dem Vorjahr und einem Anteil von 2,1 % am gesamten US-BIP.
Die GBTA definiert die wirtschaftlichen Auswirkungen auf drei Arten: direkt (Ausgaben von Reisenden für Fluggesellschaften, Hotels und andere damit verbundene Anbieter), indirekt (lokale Zulieferer für Unternehmen, die Reisende bedienen, etwa Lebensmittel für Restaurants) und induziert (dies umfasst laut Studie „die Wirkung der durch Reisen generierten Löhne, sobald diese innerhalb der US-Wirtschaft ausgegeben werden“). Allen Ausgabenkategorien gemein war laut GBTA ein vergleichbarer Anstieg im Jahresvergleich.
„Von der Sicherung von Millionen Arbeitsplätzen bis hin zur Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen – die Daten belegen, wie eng Geschäftsreisen mit der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit, dem Wachstum und der Wettbewerbsfähigkeit der USA verknüpft sind“, erklärte GBTA-CEO Suzanne Neufang.
Die Gesamtauswirkung von Geschäftsreisen in den USA im Jahr 2024 auf Löhne und Gehälter stieg im Jahresvergleich um 10 %, während die Beschäftigung selbst lediglich um 3,9 % zunahm. „Geschäftsreisen sicherten im Jahr 2024 insgesamt 6,7 Mio. Arbeitsplätze – gegenüber 6,4 Mio. im Jahr 2023 –, was die angespannte Arbeitsmarktlage, Produktivitätssteigerungen sowie sich wandelnde Modelle der Leistungserbringung widerspiegelt“, so die GBTA.
Die Berechnung der GBTA zum Geschäftsreiseaufkommen in den USA für 2024 umfasst 270 Mrd. US-Dollar für Inlandsreisen, 50,7 Mrd. US-Dollar für internationale Reisen in die USA (Inbound) sowie 217,8 Mrd. US-Dollar – mehr als 40 % der Gesamtsumme – für Ausgaben im Zusammenhang mit Tagungen und Veranstaltungen (darunter u.a. Kosten für Veranstaltungsorte, audiovisuelle Dienstleistungen sowie Verpflegung).
Nicht berücksichtigt sind Geschäftsreisen mit einer einfachen Strecke von weniger als 80 km oder Reisen ohne Übernachtung. Quelle: GBTA / CM
Die Ausgaben für Geschäftsreisen haben in den USA 2024 stark zugenommen. Foto; Mundi
Navan erweitert sein Content-Angebot auf dem schwedischen Markt durch neue Integrationen mit Scandinavian Airlines und mehreren schwedischen Bahnbetreibern, wie das Reisemanagementunternehmen bekannt gab.
Das Unternehmen hat die SAS New Distribution Capability (NDC)-Inhalte über eine direkte Verbindung mit der nordischen Fluggesellschaft in seine Plattform integriert. Die Integration bietet laut Navan „ein erweitertes Portfolio an SAS-Tarifen und -Services“ und umgeht gleichzeitig den EDIFACT-Zuschlag der Fluggesellschaft. Die NDC-Inhalte von SAS stehen Navan-Kunden in den nordischen Ländern, in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Irland und im asiatisch-pazifischen Raum zur Verfügung. Die Einführung in den USA ist geplant.
In einer weiteren Ankündigung gab Navan außerdem bekannt, dass über 20 schwedische Bahnbetreiber – darunter SJ und VR Sverige – durch eine API-Integration mit SilverRail in seine Plattform integriert wurden. Dadurch erhalten Navan-Nutzer Zugriff auf Inhalte des schwedischen Inlandsbahnnetzes, auf grenzüberschreitende Verbindungen in der gesamten nordischen Region sowie auf Tools zur Verwaltung von Sitzplatzpräferenzen und zur Änderung von Buchungen im Self-Service.
„Wir beobachten in Schweden eine starke Dynamik“, sagte Michael Riegel, Chief Customer Officer von Navan. „Die schwedische Wirtschaft ist einzigartig: Hier treffen Industrieunternehmen aus den Bereichen Fertigung, Schifffahrt und Automobil auf eine erstklassige Technologie- und KI-Szene.“ Navan verzeichnete im Zeitraum vom 1. April 2019 bis zum 1. Mai 2019 einen Anstieg der internationalen Geschäftsreisebuchungen von und nach Schweden um 26 % im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: Navan / CM
Der Blended Travel Summit 2026 bringt am 14. und 15. Juli in Frankfurt/Main all diejenigen zusammen, die in der Verbindung von privaten und beruflichen Reisen ein Zukunftsthema sehen. Unter der Moderation von Transformationsexperte Dr. Arndt Pechstein verbindet die zweitägige Veranstaltung wissenschaftliche Erkenntnisse, Praxisperspektiven und interdisziplinären Austausch. Zentrales Anliegen des vom VDR – Verband Deutsches Reisemanagement und dem GCB German Convention Bureau veranstalteten Summits ist es, den Dialog zwischen unterschiedlichen Stakeholdern zu fördern und so Lösungen im Blended-Travel-Kontext voranzutreiben.Zum Auftakt der Konferenz in einem Frankfurter Hotel steht die wissenschaftliche Perspektive auf Blended Travel im Mittelpunkt: Prof. Dr. Peter Neumann (IU Internationale Hochschule) und Kristina Kastelan (Bayerisches Zentrum für Tourismus) präsentieren neue Studienergebnisse, die die Nachfrage- und Angebotsseite beleuchten. Wie relevant das Thema für den Markt ist, unterstreicht bereits eine erste Zahl aus der Studie „Bleisure-Reisen – Reiseverhalten deutscher Geschäftsreisender“ : 67 % der Geschäftsreisenden sind angeblich schon heute Bleisure-Reisende – mit steigender Tendenz. Durchgeführt wurde die Untersuchung von NielsenIQ im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus und der „blend_it!“-Initiative von GCB und VDR.Unterschiedliche Blickwinkel auf das gemeinsame Thema. Am zweiten Veranstaltungstag richtet sich der Fokus auf konkrete Umsetzungsansätze. Die Session „Vier Blickwinkel – wie Blended Travel konkret gelingt“ bündelt unterschiedliche Perspektiven aus zentralen Bereichen des Ökosystems. Vertreter aus HR, Travel Management, Destinationen und Hotellerie zeigen, wie Blended Travel aus ihrer jeweiligen Rolle heraus gestaltet werden kann. Das Format macht unterschiedliche Logiken, Herausforderungen und Handlungsspielräume sichtbar und zeichnet ein differenziertes Bild von Umsetzungsmöglichkeiten.Die anschließende Session „Stakeholder Spotlight“ greift diese Perspektiven auf und führt sie in einem interaktiven Fishbowl-Format zusammen. Dabei diskutieren Experten aus verschiedenen Bereichen, wie sich Anforderungen, Angebote und Interessen aufeinander abstimmen lassen: Wie finden Angebot und Nachfrage besser zusammen? Welche Rolle spielen Unternehmen bei der Ermöglichung von Blended Travel? Und welchen Beitrag leisten Mobilitätsanbieter – von nahtlosen Reiseketten über flexible Buchungsmodelle bis hin zu nachhaltigen und integrierten Lösungen entlang der gesamten Customer Journey?Neben der fachlichen Diskussion schaffen die Initiatoren VDR und GCB mit der Veranstaltung Raum für den persönlichen Austausch, um neue Netzwerke rund um Blended Travel zu etablieren. Gelegenheiten dazu bietet nicht zuletzt das Get Together am Abend des ersten Veranstaltungstages.Alle Informationen zum Programm des Summits, zum Hotelkontingent und zur Initiative blend_it! sind unter „blended-travel-hub.de“ zu finden. In der 2025 gegründeten Initiative blend_it! bündeln GCB und VDR ihre Stärken: Das GCB repräsentiert Deutschland als eine der weltweit führenden Kongress- und Tagungsdestinationen, der VDR vertritt Geschäftsreisende und unternehmerische Mobilitätsinteressen. Quelle: GCB German Convention Bureau
Nach der Übernahme von AirPlus International GmbH durch die schwedische SEB Kort Bank AB im Jahr 2024 bereiten sich die Schween auf die bevorstehende grenzüberschreitende Verschmelzung der beiden Unternehmen vor. Für die SEB Kort Bank AB ist dies ein wichtiger Schritt, um Trvel- und Mobilitätsmanagern sowie allen Geschäftsreiseverantwortlichen eine einheitliche Zahlungslösung für ganz Europa mit bestmöglichem Service bieten zu können.
Die Verschmelzung soll bis zum 03. August 2026 abgeschlossen sein. Sie wird zur Übernahme von AirPlus International durch die SEB Kort Bank AB sowie zur vollständigen Übertragung ihrer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten führen.
Was bedeutet das für die bisherigen AirPlus-Kunden? Im Zuge der Verschmelzung werden sich einige wichtige Änderungen ergeben. Dazu gehören:Bestehende Verträge werden automatisch auf die SEB Kort Bank AB übertragenDer Firmenname ändert sich von AirPlus International GmbH in SEB Kort Bank ABDie bestehenden Niederlassungen der AirPlus International GmbH werden zu Niederlassungen der SEB Kort Bank ABZukünftige Abrechnungen werden von der deutschen Niederlassung der SEB Kort Bank AB ausgestelltDie Tochtergesellschaften von AirPlus International bleiben bestehen und sind dann Tochtergesellschaften der SEB Kort Bank ABAlle relevanten und aktuellen Informationen zur Verschmelzung sind auf https://comms.airplus.com/en/seb-kort-merger zu finden. Derzeit müssen AirPlus-Kunden nichts unternehmen. Sie werden weitere Informationen erhalten, sobald der Termin der Verschmelzung näher rückt. Quelle: SEB Kort Bank AB