Geschäftsreiseriese Amex GTB – das war einmal

Die US-Investmentgesellschaft Long Lake Management hat die Übernahme von American Express Global Business Travel (Amex GBT) für 6,3 Mrd. US-Dollar abgeschlossen. Damit wird das weltweit größte Travel-Management-Unternehmen von der Börse genommen, und es wird der Weg für „umfangreiche“ Investitionen in den Einsatz von KI im gesamten Unternehmen geebnet, wie die Firmen mitteilten. Long Lake wurde bei der Transaktion von General Catalyst und Alpha Wave unterstützt. Auch die bisherigen Großaktionäre – darunter American Express, Expedia, die Qatar Investment Authority und BlackRock, die zusammen 69 % der Stimmrechte halten – hatten der Übernahme zugestimmt, die in Branchenkreisen hohe Wellen geschlagen hat. 

Die Übernahme, die erstmals im Mai angekündigt und am 03. August 2026 von den Amex GBT-Aktionären gebilligt worden war, brachte den Aktionären 9,50 US-Dollar pro Aktie ein – ein Aufschlag von mehr als 65 % gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittskurs der 30 Tage nach der Fusionsvereinbarung. Der Handel mit Amex GBT-Aktien wurde inzwischen eingestellt, und das Unternehmen wurde von der New Yorker Börse (NYSE) genommen.

Amex GBT ist die jüngste – genauer gesagt die 35. – in einer langen Reihe von Übernahmen durch Long Lake. Die Holdinggesellschaft, erst vor drei Jahren gegründet, die auf langfristiges Kapital setzt, konzentriert sich darauf, ihre übernommenen Unternehmen durch den Einsatz von KI zu transformieren; der Amex GBT-Deal ist jedoch ihr bislang größter und laut Amex GBT „die weltweit erste Übernahme eines börsennotierten Unternehmens mit dem Ziel der KI-Transformation“ (sog. „AI take-private deal“). In einem LinkedIn-Beitrag erklärte Alex Taubman, Mitgründer und CEO von Long Lake, der Schwerpunkt liege nun darauf, „die Technologieplattform von Amex GBT für das Zeitalter des agentenbasierten Travel-Managements vorzubereiten“.

Der strategische Fokus der Investmentgesellschaft Long Lake liegt auf der Modernisierung von Dienstleistungsunternehmen durch Künstliche Intelligenz (KI). Genau hier soll auch bei Amex GBT der Hebel angesetzt werden. Alex Taubman, CEO und Mitbegründer von Long Lake, skizzierte die Vision für die Zukunft: „Die Zukunft der Geschäftsreisen wird durch das nahtlose Zusammenspiel von KI und menschlichen Agenten im Dienste jedes Reisenden definiert werden: schnellere Buchungszeiten, proaktive Störungsbehebung und reibungslose Reiseverwaltung.“ Auch Paul Abbott, CEO von Amex GBT, sieht in der Übernahme einen entscheidenden Katalysator für die Branche. 

Im Mittelpunkt dieser Transformation steht „Nexus“ von Long Lake – eine selbstlernende KI-Plattform, die Arbeitsabläufe abbildet und Daten für die Integration aufbereitet. Laut Amex GBT schneidet sie bis zu fünfmal besser ab als KI-Modelle, die für allgemeine Zwecke entwickelt wurden. 

„Long Lake erwirbt Unternehmen mit langfristigem Potenzial und hält diese dauerhaft“, so Taubman. „Unsere Ingenieure arbeiten direkt mit den Teams vor Ort zusammen, um Nexus – unsere KI-Plattform für Wissensarbeit – zu implementieren. Über unser gesamtes Portfolio hinweg sparen Mitarbeitende, die Nexus nutzen, durchschnittlich 8,3 Stunden pro Woche ein.“ Taubman merkte zudem an, dass Long Lake derzeit Forscher und Ingenieure für die Standorte New York und San Francisco sucht.

Für die Kunden von Amex GBT bedeutet die Übernahme laut dem Travel-Management-Unternehmen (TMC), dass die Betreuungsteams, Verträge und Serviceleistungen „nahtlos fortgeführt“ werden, da die Investition in die KI und deren Integration „im Hintergrund“ erfolgen. „Von KI-gestützten Kundentools bis hin zu Reiseberatern, die von KI unterstützt werden – unsere Kunden können sich auf kontinuierliche Innovationen freuen, die den Service, dem sie bereits vertrauen, schneller, intelligenter und persönlicher machen“, erklärte Paul Abbott, CEO von Amex GBT.

Long Lake teilte mit, dass die Übernahme durch eine Kombination aus bestehenden Investoren sowie Koch Equity Development – ​​dem Investitions- und Akquisitionsarm von Koch – finanziert wurde. Zu den Investoren von Long Lake, das 2023 gegründet wurde, zählen General Catalyst, Alpha Wave, Elad Gil, D1 und Thrive.  Quelle: Long Lake / Amex GBT / CM

Etihad erweitert Firmenprogramm um neue Services

Etihad Airways hat für berechtigte Mitglieder seines Programms „Etihad for Business“ einen neuen Service eingeführt, der eine erweiterte Betreuung bietet.

Der unter dem Namen „Corporate Care“ laufende Service umfasst vorrangige Unterstützung bei Flugunregelmäßigkeiten – etwa Hilfe bei Umbuchungen, Absicherung des Fluges bei einem Wechsel auf ein kleineres Flugzeugmodell sowie die Berücksichtigung von Sitzplatzwünschen bei einem Flugzeugwechsel.

Zudem stehen spezielle Account-Management-Teams bereit, um Firmenpartnern einen „direkteren Ansprechpartner“ zu bieten und eine „enge Abstimmung mit Travel-Management-Unternehmen“ zu gewährleisten. 

Etihad erweitert ihr Firmenkundenprogramm. Foto Etihad

Etihad Airways hat ihr Firmenprogramm 2025 „von Grund auf“ überarbeitet.  Dazu gehören ein neues, eigens dafür eingerichtetes Portal sowie weitere neue Tools, Vorteile und Serviceoptionen. Neben „wettbewerbsfähigen Preisen“ hat das Programm „Etihad for Business“ vertragliche Zielvorgaben abgeschafft und setzt nun auf ein „transparenteres Stufensystem“. Laut Etihad umfasst das Programm zudem Leistungsanalysen, automatisierte Berichterstattung und ein „vereinfachtes Ausgabenmanagement“. Auch wenn dies an Dienstleistungen von Travel-Management-Unternehmen (TMC) erinnert, betonte die Fluggesellschaft, dass „Etihad for Business“ unter Einbeziehung ihrer TMC-Partner entwickelt wurde, um bestehende Reiseprogramme zu ergänzen. „Wir wissen, dass viele unserer Kunden ihrem TMC Zugang zum ‚Etihad for Business‘-Portal gewähren wollen, damit dieses die Vorteile in ihrem Namen verwalten kann“, so die Fluggesellschaft.

Die einzige Voraussetzung für die Teilnahme am Programm ist, dass es sich bei dem Unternehmen um einen registrierten Betrieb handelt. „Das Programm steht Unternehmen jeder Größe offen“, erklärte Etihad. „Wir haben es so konzipiert, dass es den unterschiedlichsten Unternehmen gerecht wird – unabhängig von ihrer Größe oder ihren Reiseausgaben.“

Der Golfcarrier aus Abu Dhabi unterteilt seine Kunden nicht explizit in kleine und mittlere Unternehmen (KMU). „Unser Ansatz konzentriert sich darauf, die richtige Mischung aus Dienstleistungen anzubieten, die auf Reiseverhalten und Anforderungen basieren, anstatt auf starren Klassifizierungen zu beharren“, so Etihad.

Die „erhöhte Buchungsflexibilität“ des Programms bietet laut Etihad „günstigere Konditionen für Änderungen und Stornierungen als Standardtickets“. Zu den bevorzugten Serviceleistungen für Mitglieder gehören u.a. ein bevorzugter Zugang am Flughafen sowie eine entsprechende Kennzeichnung im System von Etihad, sodass das Personal Reisende von „Etihad for Business“ als solche erkennen kann. Je nach Statusstufe können zudem Leistungen wie eine bevorzugte Behandlung auf Wartelisten und eine priorisierte Gepäckabfertigung enthalten sein. Quelle: Etihad / CM

Zuversichtlichere Geschäftsreise-Branche

Die Zuversicht in der Geschäftsreisebranche hat den höchsten Stand des Jahres 2026 erreicht und sich damit von der Unsicherheit erholt, die die Erwartungen zu Jahresbeginn angesichts des Konflikts im Nahen Osten und steigender Kerosinpreise belastet hatte. Dies geht aus einer Umfrage der Global Business Travel Association (GBTA) unter 604 Branchenexperten hervor.

In der zwischen 27. August und 09. September 2026 durchgeführten Umfrage äußerten sich 63 % der Befragten – darunter sowohl Einkäufer als auch Anbieter – optimistisch hinsichtlich der kommenden zwölf Monate. Dies entspricht einem Anstieg um 22 Prozentpunkte gegenüber der GBTA-Umfrage vom April und markiert den positivsten Ausblick seit Oktober 2024. Etwa 30 % der Befragten blickten blicken weder optimistisch noch pessimistisch in die Zukunft, während 7 % tatsächlich schwarz sehen. Allerdings fiel die Einschätzung nicht in allen Weltregionen gleichermaßen positiv aus. In Europa zeigten sich nur 55 % der Befragten optimistisch, während 11 % pessimistisch waren. Dies stellt zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem April dar – doch liegt der Optimismus in Europa weiterhin unter dem in Nordamerika (61 %), im asiatisch-pazifischen Raum (71 %) und in Lateinamerika (76 %).

Von den rund 300 befragten Geschäftsreise-Einkäufern rechneten 45 % damit, dass die Anzahl der Geschäftsreisen in ihren Unternehmen im Jahr 2026 höher ausfallen würde als 2025; im April lag dieser Wert noch bei 30 %. Fast 40 % der Einkäufer erwarteten ein gleichbleibendes Geschäftsreisevolumen im Vergleich zu 2025, während 16 % von einem Rückgang der Geschäftsreisen in diesem Jahr ausgingen.

Mehr als die Hälfte (56 %) der Einkäufer rechnet für 2026 mit einem Anstieg der Reiseausgaben im Vergleich zum Vorjahr, während 28 % von gleichbleibenden und 14 % von sinkenden Ausgaben ausgehen. Fast ein Drittel der Einkäufer schätzte, dass die Anzahl der Meetings, die Geschäftsreisen erfordern, in ihren Unternehmen im Jahr 2026 zunehmen wird; 49 % erwarteten keine Veränderung und 14 % einen Rückgang.

Auch die Erwartungen von Anbietern und Travel-Management-Unternehmen haben sich seit April verbessert: 48 % dieser Befragten rechnen mit einem Anstieg der Umsätze aus dem Geschäftsreisegeschäft im Jahresvergleich (gegenüber 35 % zu Jahresbeginn). Aber immerhin 14 % der Anbieter erwarteten für 2026 geringere Umsätze.

Steigende Reisekosten waren für Einkäufer der wichtigste Faktor bei der Reiseplanung (genannt von 69 %), gefolgt von geopolitischer Unsicherheit (45 %). Bei den Anbietern stand die geopolitische Unsicherheit als geschäftlicher Einflussfaktor an erster Stelle (genannt von 60 %), gefolgt von steigenden Betriebskosten (44 %) und Preisdruck seitens der Kunden (42 %). Quelle: GBTA / CM

BizTrip AI startet MCP-Schnittstelle für Buchungen über Claude und ChatGPT

BizTrip AI , die KI-Plattform für Geschäftsreisen, hat eine maßgeschneiderte Funktion auf Basis des „Model Context Protocol“ (MCP) eingeführt, die Buchungen von Geschäftsreisen mittels natürlicher Sprache über die KI-Assistenten Claude und ChatGPT ermöglicht.

Nutzer, die ihre BizTrip-AI-Konten mit Claude und ChatGPT verknüpfen, können auf diesen Plattformen in natürlicher Sprache nach Reiseoptionen suchen. BizTrip AI zeigt daraufhin passende Angebote für Flüge, Bahn, Hotels und Mietwagen an und ermöglicht die direkte Buchung. Das System erlaubt es zudem, Unternehmensrichtlinien bei der Suche in natürlicher Sprache zu berücksichtigen. 

Bereits früher in diesem Jahr hatte BizTrip AI Partnerschaften geschlossen, um für den Zugriff auf Reiseangebote das globale Vertriebssystem von Sabre sowie den „SabreMosaic Travel Marketplace“ zu nutzen.

„Viele Teams verbringen den ganzen Tag in Claude und ChatGPT – mit dieser Lösung verlagern wir die Geschäftsreiseplanung dorthin, wo die eigentliche Arbeit stattfindet“, erklärte Valerie Layman, Leiterin der Produktstrategie bei BizTrip AI. „Indem wir unsere Planungs- und Buchungsfunktionen direkt in diese Oberflächen integrieren, holen wir die Nutzer dort ab, wo sie sich bereits aufhalten, und ersparen ihnen den umständlichen Wechsel zwischen verschiedenen Apps.“

BizTrip AI, das im vergangenen Jahr an den Start ging, meldete für diesen Sommer rund ein Dutzend Großkunden, die sich in unterschiedlichen Phasen von Pilotprogrammen befanden. Quelle: BizTrip AI / CM

Geschäftsreisende im Notfall schützen

Im Herbst nimmt die Zahl der Geschäftsreisen wieder zu. Kundentermine, Messen und internationale Meetings führen viele Beschäftigte in andere Städte und Länder – teilweise in Regionen mit erhöhten politischen, gesundheitlichen oder infrastrukturellen Risiken. Unternehmen stehen deshalb in der Verantwortung, Reisende nicht nur bei der Buchung, sondern auch im Notfall zu unterstützen. 

Geschäftsreisen gehören für viele Unternehmen zum Arbeitsalltag. Gleichzeitig können sich die Rahmenbedingungen unterwegs jederzeit verändern: Flüge oder Bahnverbindungen fallen aus, Naturkatastrophen beeinträchtigen die Infrastruktur, die Sicherheitslage verschärft sich oder ein medizinischer Notfall tritt ein. Beschäftigte müssen dann schnell wissen, wie sie sich verhalten sollen, wer im Unternehmen zuständig ist und über welchen Kanal sie Hilfe erhalten. Besonders herausfordernd kann eine solche Situation für Mitarbeitende sein, die erstmals allein auf Dienstreise unterwegs sind. Sie kennen möglicherweise weder die internen Abläufe noch die zuständigen Ansprechpartner. In einer akuten Lage bleibt jedoch keine Zeit, Zuständigkeiten zu klären oder verschiedene Telefonnummern auszuprobieren.

„Eine Dienstreise endet nicht mit der Landung am Zielort. Unternehmen müssen auch dann handlungsfähig bleiben, wenn sich die Situation vor Ort kurzfristig verändert. Mitarbeitende sollten jederzeit wissen, an wen sie sich wenden können – und darauf vertrauen können, dass sie tatsächlich Unterstützung erhalten“, sagt Robert Löschke, Managing Director Germany bei Tumodo.

Schutzverantwortung beginnt vor der Abreise

Die Fürsorgepflicht von Unternehmen gilt vor, während und nach einer Dienstreise. Sie beginnt deshalb nicht erst, wenn ein Notfall eingetreten ist, sondern bereits bei der Reiseplanung. Unternehmen/Mobilitätsmanager sollten vorab prüfen, welche Risiken am Zielort bestehen, welche Informationen Beschäftigte benötigen und welche Maßnahmen im Ernstfall greifen. Dazu gehört auch eine aktuelle Übersicht darüber, wer sich wann und wo auf Dienstreise befindet. Nur wenn das Unternehmen weiß, welche Beschäftigten unterwegs sind und wie sie erreicht werden können, kann es bei einer veränderten Sicherheitslage schnell reagieren. Das gilt insbesondere bei Reisen ins Ausland, bei denen Sprachbarrieren, Zeitverschiebungen und eingeschränkte lokale Unterstützung die Situation zusätzlich erschweren können oder schlicht und einfach keine Internetverbindung und/ oder keine Mobilfunkverbindung möglich ist. „Duty of Care bedeutet nicht, jedes Risiko ausschließen zu können. Das ist in einer zunehmend unübersichtlichen Welt nicht realistisch. Es bedeutet, Risiken frühzeitig zu erkennen, Verantwortlichkeiten festzulegen und im Ernstfall schnell und verlässlich zu handeln“, so Löschke.

Checkliste: Was vorab geregelt sein sollte

  • Wer ist im Ernstfall verantwortlich? Unternehmen sollten Zuständigkeiten, Vertretungen und Erreichbarkeit außerhalb der Bürozeiten klar regeln.
  • Wie werden Beschäftigte erreicht? Reisende brauchen aktuelle Notfallkontakte und einen verlässlichen Kommunikationskanal – auch für die eigene Kontaktaufnahme.
  • Welche Risiken bestehen am Zielort? Vor der Abreise sollten Unternehmen Reisehinweise, politische und gesundheitliche Risiken sowie mögliche Einschränkungen prüfen.
  • Was passiert bei akuter Gefahr? Für Umbuchungen, Rückreisen, alternative Unterkünfte und medizinische Hilfe sollten konkrete Abläufe feststehen.
  • Sind alle Reisenden erfasst? Eine zentrale Übersicht hilft, betroffene Beschäftigte im Ernstfall schnell zu identifizieren und zu kontaktieren.
  • Welche Hilfe gibt es bei Krankheit oder Unfall? Mitarbeitende sollten wissen, an wen sie sich wenden können und welcher Versicherungsschutz greift.
  • Was gilt bei Reiseänderungen? Private Verlängerungen oder Änderungen der Route sollten gemeldet werden, damit Erreichbarkeit und Betreuung gewährleistet bleiben.

Vom Reiseprozess zum Notfallmanagement. Eine digitale Reiseverwaltung kann Unternehmen dabei unterstützen, Buchungen, Genehmigungen und aktuelle Reiseinformationen an einem Ort zu bündeln. Dadurch erhalten Verantwortliche einen besseren Überblick darüber, welche Beschäftigten unterwegs sind und welche Reiseabschnitte von Änderungen betroffen sein könnten. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Technologie. Im Notfall müssen Informationen bewertet, Entscheidungen getroffen und Beschäftigte persönlich unterstützt werden. Digitale Prozesse können dabei helfen, schneller zu reagieren; sie ersetzen aber nicht die klare Zuständigkeit und erreichbare Ansprechpartner. „Unternehmen können nicht verhindern, dass Flüge gestrichen werden, Naturereignisse eintreten oder sich eine politische Lage verändert. Sie können aber festlegen, wie sie in solchen Situationen handeln. Professionelles Travel Management verbindet deshalb Transparenz, klare Prozesse und persönliche Unterstützung“, sagt Löschke. Mit der Rückkehr aus den Sommerferien bietet sich für Unternehmen ein geeigneter Anlass, bestehende Reiseprozesse zu überprüfen: Sind alle Reisenden erfasst? Sind Notfallkontakte aktuell? Wissen Beschäftigte, was im Ernstfall zu tun ist? Und ist auch außerhalb der Bürozeiten jemand erreichbar? Wer diese Fragen vor der nächsten Dienstreise beantwortet, schafft mehr Sicherheit für Beschäftigte und mehr Handlungsfähigkeit für das Unternehmen. Quelle: Tumodo / CM

Quatar Airways und Uber: Angebot für Mobilitätsmanager

Qatar Airways ist eine Partnerschaft mit Uber for Business eingegagngen, um Unternehmen sowie Geschäftsreisenden weltweit mehr Flexibilität und Komfort zu bieten.

Im Rahmen dieser Partnerschaft können Mitglieder des Qatar Airways-Geschäftsreiseprogramms ‘Beyond Business’ von ihre Qrewards gegen Uber-Fahrgutscheine einlösen, die direkt dem Uber-Wallet des Nutzers gutgeschrieben und für weltweite Geschäftsreisen verwendet werden können.

Qatar Airways und Uber kooperieren bei Geschäftsreisen. Foto Uber.

Diese Integration erweitert das Premium-Angebot von Qatar Airways für Unternehmen über den Flugverkehr hinaus und bietet Unternehmen jeder Größe mehr Flexibilität bei der Verwaltung von Dienstreisen von Anfang bis Ende sowie Geschäftsreisenden Vorzugsleistungen und nahtlosen Zugang zum Bodentransport.

Durch die Neugestaltung des geschäftlichen Bodentransports und der Mobilität von Mitarbeitenden bietet Uber for Business nahtlosen Reiseerlebnisse. Ferner ermöglicht das intuitive zentrale Dashboard Reisemanagern den präzisen Überblick und die automatisierte Spesenabrechnung, die erforderlich sind, um die Einhaltung von Richtlinien durchzusetzen und Einsparungen zu maximieren.

Die Zusammenarbeit eröffnet Business Travellern zusätzliche Möglichkeiten, auf Geschäftsreisen Geld zu sparen und Prämien zu sammeln. Außerdem können Unternehmen ihre Reisekosten dadurch besser nachverfolgen und kontrollieren. Quelle: Qatar Airways / CM

Geschäftsreiserisiko Naher Osten

Die gegenseitigen Angriffe von US Air Force/Navy und dem Iran gehen weiter. Die USA bombardieren Stellungen der iranischen Revolutionsgarden, die wiederum schicken Raketen auf die VAE bzw. nach  Jordanien. Das ist der Grund für die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA),  die Warnung vor Landungen und Überflügen mehrerer Länder auf der Arabischen Halbinsel zu verlängern. Mobilitätsmanager und Geschäftsreisende sollten das hohe Risiko für Leib und Leben bei der Planung von Gesc häftsreisen in die Nahost-Region berücksichtigen.

Laut EASA sollen die Gewässer von Bahrain, Kuwait, Katar und der Vereinigten Arabischen Emirate bis zum 30. September nicht überflogen werden. Denn es besteht die Gefahr für die Zivilluftfahrt, dass Passagiermaschinen von Raketen bzw. Drohnen getroffen werden und abstürzen. Im Zuge des militärischen Konflikts zwischen den USA und Iran bleibt die Sicherheitslage in der Region instabil. 

Die gegenseitigen Luftangriffe durch US-Kampfjets und iranische Raketen führen zu hohen Risiken für den Luftraum über den Gewässern. Dies betrifft Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emiraten sowie den Luftraum über den Gewässern des Golfs von Oman westlich des Längengrads 58° östlicher Länge. Auch über dem Landgebiet der betroffenen Staaten bestehen weiterhin Restrisiken. Fluggesellschaften und andere Betreiber sollten deshalb weiterhin vorsichtig sein und mögliche Raketen- und Drohnenaktivitäten, Luftverteidigungsmaßnahmen sowie herabfallende Trümmerteile berücksichtigen. 

Die Präsenz bedeutender US-Militäreinrichtungen in der Region erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die erwähnten Staaten direkt iranischen Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt sein könnten. Auch der angrenzende Luftraum über dem Meer kann durch Überflüge von Raketen oder Drohnen, Abfangmaßnahmen, herabfallende Trümmer sowie die weitreichenden Folgen einer weiteren militärischen Eskalation in der Region betroffen sein.

Zivile Flugzeuge können mit militärischen verwechselt werden, sowie in unbeabsichtigte Angriffe und Kollateralschäden (Abstürze) verwickelt werden. Unvorhersehbare militärische Entwicklungen in Verbindung mit dem möglichen Einsatz von Raketen, Drohnen, Kampfflugzeugen und Luftverteidigungssystemen stellen für zivile Flüge der bekannten Airlines aus den Golfstaaten aber auch westlicher Fluggesellschaften wie der Lufthansa Gruppe, Air France-KLM, British Airways  etc. in allen Höhen und auf allen Flugflächen über den Gewässern innerhalb des betroffenen Luftraums ein hohes Risiko dar.

Notwendige Flüge zu oder von Flughäfen innerhalb der betroffenen Fluginformationsgebiete (z.B. Dubai, Abu Dhabi usw.) können laut EASA nur dann durchgeführt werden, wenn ausreichende Maßnahmen zur Risikominderung getroffen wurden.  Quelle: EASA / CM

Warum ROI mehr ist als nur Reisekosten

Eine GBTA-Umfrage zeigt: Die Budgets für Geschäftsreisen bleiben vielerorts stabil oder steigen sogar. Gleichzeitig wächst der Druck. Steigende Preise, geopolitische Unsicherheiten und komplexere Rahmenbedingungen erhöhen die 
Anforderungen an Unternehmen. Parallel dazu werden Reisen intern stärker hinterfragt – nicht zuletzt durch hybride Arbeitsmodelle und digitale Alternativen. 

Vor diesem Hintergrund stellt sich nicht die Frage, ob Geschäftsreisen weiterhin stattfinden sollten, sondern wie Unternehmen ihren strategischen Nutzen klarer belegen können. Katja Vortmann, Vice President bei DER BUSINESS Travel und Mitglied der DRV-Initiative Chefsache Business Travel, ordnet ein.


„Geschäftsreisen ausschließlich über Kosten zu bewerten, wird der Realität moderner Unternehmen nicht mehr gerecht. Natürlich bleiben Budgetdisziplin und Kostentransparenz wichtig – gerade in einem Umfeld steigender Preise und wirtschaftlicher Unsicherheiten. Gleichzeitig beobachten wir, dass viele Unternehmen den Wert von Geschäftsreisen heute bereits deutlich differenzierter betrachten als noch vor einigen Jahren. Der reine Kostenfokus wird zunehmend hinterfragt. Dennoch dominiert in der Praxis häufig weiterhin die Budgetperspektive, während der strategische Beitrag von Reisen nicht systematisch genug erfasst wird.

Geschäftsreisen ermöglichen Vertrieb, Projektarbeit, Kundenbindung und Markterschließung. Wer ausschließlich auf den Preis schaut, blendet aus, welchen unternehmerischen Mehrwert persönliche Präsenz schaffen kann. Der Return on Investment (ROI) entsteht nicht auf der Kostenstelle, sondern durch Geschäftsergebnisse, die ohne geschäftliche Reisen oftmals nicht oder nur verzögert erreichbar wären.

Der ROI von Geschäftsreisen lässt sich nicht mit einer einzigen Kennzahl erfassen. Unternehmen müssen sich ganz konkret fragen: Welche Ziele verfolgt eine Reise – und wurden diese erreicht? Das können Umsatzimpulse, der Ausbau von Kundenbeziehungen, Projektfortschritte oder auch strategische Marktinformationen sein. Ergänzend gewinnen qualitative Faktoren an Bedeutung, etwa die Effizienz von Reiseprozessen aber auch beispielsweise die Zufriedenheit der Reisenden.

Wichtig ist, Geschäftsreisen stärker mit Unternehmenszielen zu verknüpfen. Erst wenn klar definiert ist, welchen Zweck eine Reise erfüllt, lässt sich ihr Mehrwert bewerten, auch im Vergleich zu digitalen Alternativen. Zunehmend spielt dabei auch Benchmarking eine Rolle: Unternehmen wollen wissen, wie sie im internationalen oder branchenweiten Vergleich aufgestellt sind – etwa bei Reiseintensität, 
Effizienz oder Zielerreichung. Dieser Vergleich schafft Orientierung und unterstützt strategische Entscheidungen. Unternehmen, die diese KPIs frühzeitig definieren und messen, schaffen Transparenz und können Geschäftsreisen gezielt dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert liefern. Unternehmen sollten daher auch ihr Geschäftsreisemanagement regelmäßig strategisch überprüfen: Welche Reisen 
zahlen auf Unternehmensziele ein, welche nicht? Wer diese Fragen datenbasiert beantwortet, steuert nicht nur Kosten, sondern auch die eigenen Wettbewerbsvorteile. 

Zukünftig rücken Messwerte wie Produktivität, Zufriedenheit der Reisenden, Prozesseffizienz und Nachhaltigkeit stärker in den Fokus. Ein modernes Geschäftsreisemanagement muss abbilden, wie gut Reiserichtlinien akzeptiert werden, ob sie praktikabel sind und wie sie sich auf Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden auswirken. Gleichzeitig erwarten Unternehmen belastbare Daten, um Geschäftsreisen international vergleichen und benchmarken zu können. Der systematische Einsatz neuer KPIs (Key Performance Indicator: das ist eine Schlüsselkennzahl mit der der Erfolg oder Fortschritt von unternehmerischen Zielen, Projekten oder Prozessen gemessen wird) ermöglicht eine effizientere und strategischere Steuerung von Geschäftsreisen und macht ihren Wert erstmals klar sichtbar. Quelle: Chefsache Business Travel / CM

VDR-Geschäftsreiseanalyse 2026

Die VDR‑Geschäftsreiseanalyse 2026 zeigt ein deutliches und zugleich überraschendes Bild der sich aktuell im Tief befindlichen deutschen Wirtschaft: Trotz zweier Rezessionsjahre in Folge steigt die Zahl der Geschäftsreisen spürbar an. 2025 wurden 116,1 Mio. dienstliche Reisen unternommen – ein Plus von 8,3 % zum Vorjahr. Gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Kosten pro Reise um 4,8 % auf 418 Euro. Das heißt:  Unternehmen reisen damit häufiger, aber effizienter.

Christoph Carnier, Präsident des VDR,: „Dass die Reisetätigkeit ausgerechnet in zwei Rezessionsjahren gewachsen ist, zeigt: Unternehmen investieren nicht weniger in Beziehungen, sie investieren selektiver. In einem Markt voller Unsicherheiten wird der persönliche Austausch zum strategischen Faktor.“

Besonders kleine und mittlere Unternehmen prägen die Entwicklung. Über drei Viertel aller Geschäftsreisen entfallen auf Firmen mit 10 bis 500 Beschäftigten. Ihre Reisetätigkeit wächst mit 5,6 % fast fünfmal so stark wie bei Großunternehmen, während ihre Ausgaben nur moderat steigen. Das zeigt, wie stark der Kostendruck im Mittelstand ist – und wie konsequent Unternehmen auf effiziente betriebliche Mobilität setzen.

Auch die geografische Ausrichtung verschiebt sich. Der Zuwachs kommt ausschließlich durch Europa. Der Anteil an Geschäftsreisen ins europäische Ausland steigt von 24 auf 30 %, während Reisen in den Rest der Welt auf dem Vorjahresniveau bleiben. Europa wird damit zum erweiterten Heimatmarkt deutscher Geschäftsbeziehungen. Parallel verändert sich die Verkehrsmittelwahl: Die Schiene überholt das Flugzeug auf Inlandsstrecken deutlich und erreicht einen Nutzungsanteil von 52 %, während die klimaschädlichen Inlandsflüge auf 13 % zurückgehen. Gleichzeitig steigen die Kostenanteile für Hotel und Verpflegung spürbar an, während Transportkosten leicht sinken.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der messbare Wertbeitrag eines professionellen Travel Managements, das freilichnur ein winziger Bruchteil der gut 3,5 Mio. deutschen Firmen hat. 59 % der Unternehmen erzielen durch strukturierte Prozesse Einsparungen zwischen 6 und 10 %, weitere 11 % erreichen sogar zweistellige Werte. Bei einem Marktvolumen von 48,6 Mr. Euro entspricht dies einem jährlichen Potenzial von rund 3,9 Mrd. Euro.

VDR‑Vizepräsidentin Inge Pirner betont die Bedeutung für Unternehmen und Beschäftigte: „Reisen wird für viele Mitarbeitende relevanter Bestandteil für Beziehungspflege und Innovationsmotor. Gleichzeitig brauchen Unternehmen klare Regeln, damit Fürsorgepflicht, Sicherheit und Flexibilität zusammenpassen. Professionelles Travel Management schafft genau diesen Rahmen und sorgt dafür, dass Reisen effizient, sicher und verantwortungsvoll gestaltet werden.“

Blended Travel – die Verbindung von Dienstreise und privaten Anteilen – ist in der Unternehmenspraxis längst etabliert, aber rechtlich kaum geregelt. Die Mehrheit der für die Studie befragten Unternehmen toleriert oder fördert Bleisure und Workation, doch 72 % haben diese Formate noch nicht in ihren Reiserichtlinien verankert. Damit entstehen Graubereiche bei Haftung, Versicherung und arbeitsrechtlichen Anforderungen.

Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nimmt zu. Drei Viertel der befragten Unternehmen nutzen KI bereits in der Reisekostenabrechnung, fast ebenso viele in der Reiserichtlinie. Die größten Hürden liegen in der Systemintegration, im Datenschutz und in der Frage nach klaren Business Cases.

Die Analyse zeigt zudem Handlungsbedarf für die Politik. Die seit 2020 unveränderten Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen decken die realen Kosten nicht mehr ab. Gleichzeitig braucht es verlässliche Bahnkapazitäten, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen im Luftverkehr und klare arbeitsrechtliche Regeln für Blended Travel. 

Trotz aller Herausforderungen blicken die Unternehmen optimistisch nach vorn. 62 %  erwarten für das laufende Jahr 2026 ein weiteres Wachstum der Geschäftsreisen, nur 4 % rechnen mit einem Rückgang. Damit bestätigt die Studie den Trend, dass Geschäftsreisen in vielen Unternehmen wieder als strategischer Teil von Zusammenarbeit und Geschäftsentwicklung gelten.

Zu berücksichtigen ist, dass die Erhebung der Daten für die Geschäftsreiseanal<se vor Ausbruch des Kriegs der USA mit dem Iran stattfand. Das heißt, deutliche Veränderungen in der Geschäftsreisebranche sind für 2026 möglich. Quelle: VDR / CM

Mittelstand und Geschäftsreisen

Wenn über Geschäftsreisen gesprochen wird, richtet sich der Blick häufig zuerst auf große Konzerne: internationale Reiserichtlinien, komplexe Freigabeprozesse, globale Reporting-Strukturen. Dabei ist Business Travel gerade im Mittelstand von zentraler Bedeutung – oft sogar unmittelbarer als in großen Organisationen. 

Die Verantwortung liegt meist bei einer Person, die noch zahlreiche andere Aufgaben hat. Oft genug gibt es keine eigene Travel-Abteilung, kein dediziertes Budget für Prozessoptimierung und trotzdem müssen Reisen reibungslos funktionieren, weil der Vertrieb läuft, Projekte anstehen, Kunden warten. Ein häufiger Reflex in mittelständischen Unternehmen ist daher der Blick auf die direkten Reisekosten.

Nicht nur Tarife sparen Zeit und Geld. Die größten Einsparpotenziale liegen aber selten im günstigsten Flugt- oder Bahnticket. Sie liegen in den Fragen, die im Alltag wenige laut stellen: Wer bucht eigentlich wie? Wer gibt frei, und bis wann? Welche Richtlinien gelten wirklich, und welche kennt kaum jemand? Wie viel Zeit investiert die Assistenz, das Office Management oder die Buchhaltung monatlich?

Im Mittelstand fällt dieser versteckte Aufwand besonders ins Gewicht. Denn hier gibt es keine Skaleneffekte durch große Reisevolumina. Und jede Stunde, die in manuelle Abstimmung fließt, fehlt an anderer Stelle. Ein klar aufgesetztes Reisemanagement mit einer professionellen Travel Management Company (TMC), eindeutigen Zuständigkeiten und nachvollziehbaren Ausgaben schafft genau den Freiraum, den mittelständische Teams brauchen.

Was Mittelständler wirklich brauchen. Für viele mittelständische Unternehmen sind persönliche Kundentermine, Projektbesuche, Vertriebsreisen oder persönliche Geschäftsanbahnungen elementare Bestandteile ihres Geschäftsmodells. Doch fehlt häufig die Zeit, Geschäftsreisen strategisch weiterzuentwickeln. Reisetätigkeit wird pragmatisch organisiert, Entscheidungen werden schnell getroffen, Zuständigkeiten liegen oft verteilt bei Assistenz, Einkauf, Personal oder direkt in den Fachbereichen. Das funktioniert im Alltag erstaunlich gut, solange Volumen, Komplexität und externe Anforderungen überschaubar bleiben. Doch genau das ist heute immer seltener der Fall.

Steigende Preise, volatile Märkte, neue Sicherheitsanforderungen, wachsende Erwartungen an Transparenz und die zunehmende Digitalisierung verändern auch im Mittelstand die Anforderungen an das Geschäftsreisemanagement. Wer hier weiterhin rein operativ denkt, verschenkt Potenzial. Denn Business Travel ist längst mehr als Buchung und Abrechnung. Es geht um Effizienz, Steuerbarkeit und letztlich um Wettbewerbsfähigkeit.

Effizienz im Business Travel entsteht vor allem dort, wo Prozesse klar definiert sind. Wie wird gebucht? Wer gibt frei? Welche Reiserichtlinien gelten? Wie transparent sind Ausgaben? Wie hoch ist der interne Aufwand? Und wie schnell können Mitarbeitende reisen, wenn es darauf ankommt?

Oft liegen die größten Einsparpotenziale nicht in einzelnen Tarifen, sondern in der Prozessqualität. Unklare Zuständigkeiten, dezentrale Buchungen, fehlende Standards oder mangelnde Daten führen zu Reibungsverlusten, die viel Zeit und Energie kosten. Ein professionell aufgesetztes Geschäftsreisemanagement kann genau hier ansetzen: mit zentralen Strukturen, klaren Verantwortlichkeiten und einer besseren Steuerung.

Digitalisierung entlastet – wenn sie zum Unternehmen passt. Digitale Buchungsplattformen, automatisierte Freigaben oder integrierte Abrechnungslösungen können den Aufwand erheblich senken. Aber der entscheidende Unterschied liegt nicht im Funktionsumfang, sondern in der Passung: Lässt sich die Lösung so einrichten, dass sie zur eigenen Organisation passt – mit den Strukturen, die bereits existieren, und ohne ein eigenes IT-Projekt daraus zu machen?

Mittelständische Unternehmen brauchen kein maximales System. Sie brauchen das richtige – eines, das vom ersten Tag an funktioniert und mitwächst, wenn das Unternehmen wächst. Mittelständische Unternehmen brauchen Lösungen, die zu ihrer Organisation passen – pragmatisch, skalierbar und mit überschaubarem Implementierungsaufwand. 

Warum TMC gerade im Mittelstand ein echter Hebel sein können. Ein professioneller Travel-Management-Partner kann für mittelständische Unternehmen ein echter Mehrwert sein, gerade weil intern oft keine spezialisierten Ressourcen für Geschäftsreisen vorhanden sind. TMCs übernehmen nicht nur Buchung und Service, sondern bringen Struktur, Marktkenntnis und Entlastung ins System.

Sie helfen dabei, Reiserichtlinien praxistauglich aufzusetzen, bessere Transparenz über Reiseausgaben zu schaffen, Buchungswege zu vereinheitlichen und relevante Daten für Auswertungen bereitzustellen. Hinzu kommen Themen wie Reisesicherheit, Unterstützung bei Störungen, persönliche Betreuung und die Auswahl digitaler Lösungen, die tatsächlich zum Unternehmen passen.

Mobilität strategisch denken. Geschäftsreisen sind im Mittelstand kein Selbstzweck. Sie dienen dazu, Kundenbeziehungen zu stärken, Projekte voranzutreiben, Märkte zu entwickeln und Chancen wahrzunehmen. Gerade in einem wettbewerbsintensiven Umfeld kann die Fähigkeit, schnell, effizient und professionell zu reisen, ein echter Vorteil sein.

Deshalb lohnt es sich für mittelständische Unternehmen, ihr Geschäftsreisemanagement regelmäßig zu überprüfen:

  • Sind unsere Buchungs- und Freigabeprozesse effizient?
  • Haben wir Transparenz über Reiseausgaben und interne Aufwände?
  • Sind unsere Reiserichtlinien praktikabel und akzeptiert?
  • Nutzen wir digitale Lösungen, die uns wirklich entlasten?
  • Haben wir einen Partner an unserer Seite, der uns professionell unterstützt?

Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, erkennt schnell: Professionelles Business Travel Management ist keine administrative Nebensache. Gerade im Mittelstand entscheidet die Fähigkeit, flexibel, effizient und nah am Markt zu agieren. Wuelle: Chefsache Business Travel / CM