Travel und Finance als strategische Partner

Die Rolle des Travel Managements hat sich grundlegend gewandelt. Was früher als rein operative Funktion galt – wie Lieferantenmanagement und Richtliniendurchsetzung –, ist heute ein entscheidender Hebel für Unternehmenswachstum, Leistungssteigerung und Risikominderung.

Angesichts weltweit steigender Geschäftsreiseausgaben erwarten CFOs (Finanzverantwortliche in Unternehmen) von Geschäftsreise-Verantwortlichen weit mehr als das reine Organisieren von Trips: Sie verlangen strategische Weitsicht, datenbasierte Entscheidungen und nachweisbaren Return of Investments (ROI). Schließlich betrachten Finanzentscheider Geschäftsreisen zunehmend durch eine Renditebrille. Reisen, die der Umsatzgenerierung oder der Stärkung von Kundenbeziehungen dienen, sind leichter zu rechtfertigen als interne Meetings. CFOs erwarten konkrete Lösungsansätze, die auch Opportunitätskosten wie die Arbeitszeit von Mitarbeitenden während Reisen berücksichtigen.

KI und Wissenslücken im Finanzbereich un Mobilitätsmanagement. Zu den zukunftssicheren Prozessen im Travel- bzw. Mobilitätsmanagement zählt der Einsatz von  Künstlicher Intelligenz. Die ist in der Wirtschaft längst kein Trendthema mehr, sondern eine geschäftskritische Kerninvestition, auch wenn die KI in vielen Bereichen noh sehr fehlerhaft ist. Doch während die meisten Unternehmen wissen, dass sie in moderne Workflows investieren müssen, existieren im Finanzbereich oft noch Wissenslücken. Besonders im Ausgabenmanagement und bei Geschäftsreisen ist es 2026 höchste Zeit, ungenutzte Potenziale systematisch zu nutzen. Intelligente Tools, die bereits seit Jahren mit KI arbeiten, machen das möglich.

 Experten schätzen, dass sich die globalen Ausgaben für KI-Infrastruktur und intelligente Anwendungen bis 2028 mehr als verdoppeln werden. Auch Travel Manager sollten verstehen, wohin die Reise geht: 

Die wichtigsten Key Takeaways für das Finanzteam

  • Maximale Transparenz: Datenbasierte Echtzeit-Einblicke decken ungenutzte Einsparpotenziale sofort auf.
  • Hohe Nutzerfreundlichkeit: Intelligente mobile Apps vereinfachen die Workflows für Reisende und das Controlling.
  • Spürbare Produktivität: Automatisierte Freigaben befreien Mitarbeitende von manueller Zettelwirtschaft.
  • Starke Compliance: Integrierte KI-Audits erkennen fehlerhafte Buchungen oder Richtlinienverstöße in Echtzeit.

Unternehmen, die künstliche Intelligenz jetzt tief in ihren Prozessen verankern, sichern sich langfristige Kostenvorteile. Die noch zögern, verlieren den Anschluss und kämpfen weiterhin mit manuellen Aufgaben, Papierbelegen und isolierten Datensilos.Finanzen, IT, HR und das Reisemanagement – bei einer nachhaltigen KI-Transformation sind mehrere Abteilungen gefragt. Mit einem funktionsübergreifenden Projektteam schaffen Firmen den nötigen Austausch von Fachwissen für eine reibungslose Implementierung. 

Business AI erfordert höchste Maßstäbe bei der Datensicherheit. Mobilitäts,anager sollten daher eng mit den Sicherheits-, Rechts- und Compliance-Verantwortlichen ihres Unternehmens zusammenarbeiten. Und sie sollten darauf achtren, dass das gewählte KI-Tool europäische Datenschutz-Standards und globale Zertifizierungen lückenlos erfüllt.

Der Wechsel zu einer KI-gestützten Architektur gelingt am sichersten mit praxiserprobter Unterstützung. Experten analysieren Ihre bestehenden Finanzprozesse und zeigen auf, wie Sie manuelle Aufwände an den entscheidenden Schnittstellen sofort reduzieren.

In der theoretischen Diskussion über künstliche Intelligenz stehen oft abstrakte Begriffe wie Effizienz und Genauigkeit im Vordergrund. Doch wie sieht der operative Alltag im Finanzwesen und im Reisemanagement konkret aus?

Erst wenn Algorithmen direkt in die Workflows eingebettet sind, entfalten sie ihren vollen Wettbewerbsvorteil, reduzieren manuelle Fehler im Controlling und entlasten an den entscheidenden Schnittstellen. Quelle: SAP Concur / CM

Geschäftsreisen im Zwiespalt

Mitarbeitende erleben Geschäftsreisen zunehmend als Spannungsfeld. Das zeigen die Ergebnisse der achten „Global Business Travel Survey“ von SAP Concur. Einerseits geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr psychisches oder körperliches Wohlbefinden auswirken. Doch andererseits sagen 67 %, dass sie zögern, in diesem Jahr Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken, Angst vor Reiseunterbrechungen sowie zunehmende Unsicherheiten.

Die Umfrageresultate kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen verstärkt in Geschäftsreiseprogramme investieren. 82 % der Finanzverantwortlichen in deutschen Unternehmen planen für 2026 höhere Reisebudgets. Gleichzeitig verändert sich das Verhalten der Reisenden aufgrund geopolitischer Spannungen und Risiken im Bereich der Informationssicherheit. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die steigenden Erwartungen der Mitarbeitenden zu erfüllen und gleichzeitig eine noch nie dagewesene Komplexität zu bewältigen.

Geschäftsreisen bleiben wichtig, die Erwartungen steigen jedoch. Trotz anhaltender Unterbrechungen im globalen Reiseverkehr geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr mentales oder physisches Wohlbefinden auswirken. Die Gründe sind vielfältig: 45 % schätzen die Abwechslung vom Arbeitsalltag. 44 % empfinden den Tapetenwechsel als mentale Erholung. Für 36 % sind Geschäftsreisen eine Gelegenheit für persönlichen Austausch mit Kollegen und Kunden  – etwas, das im Arbeitsalltag oft zu kurz kommt.

Eltern spüren den persönlichen Nutzen noch deutlicher. 33 % sagen, dass Geschäftsreisen für sie eine Auszeit von familiären oder privaten Verpflichtungen darstellen. Bei den Reisenden ohne Kinder sind dies 26 %. Eltern nennen häufiger den Zugang zu Wellness-Einrichtungen in Hotels (33 % gegenüber 25 %) und Möglichkeiten für Sport und Bewegung, die ihnen zu Hause fehlen (22 % gegenüber 14 %).

In einer Zeit, die von Erschöpfung und digitaler Überlastung geprägt ist, sehen viele Berufstätige das Reisen als Chance, wieder mehr mit Kollegen und Kunden, aber auch sich selbst in Kontakt zu kommen. Geschäftsreisen sind für Mitarbeitende offenbar längst mehr als ein notwendiges Übel.

Dem positiven Nutzen stehen jedoch zunehmende Unsicherheiten gegenüber. 67 Prozent der Geschäftsreisenden geben an, dass sie dieses Jahr zögern, Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken in geopolitisch angespannten Regionen (31 %), Angst vor Reiseunterbrechungen wie Flugverspätungen oder -ausfälle (28 %) sowie Unsicherheiten bei Einreise- und Identitätsanforderungen (16% ). Quelle: SAP Concur / CM

Steigende Budgets, fehlende Tools 

Finanzverantwortliche in deutschen Unternehmen erkennen weiterhin den strategischen Wert von Geschäftsreisen an. Nahezu alle von SAP Concur befragten CFOs (97 %) halten Geschäftsreisen für wichtig für die Wachstumsstrategie ihres Unternehmens. 82 % erwarten, dass das Reisebudget in diesem Jahr steigen wird. 

Aber mit steigenden Investitionen gehen auch strengere Kontrollen einher. Fast neun von zehn CFOs (89 %) sind der Meinung, dass Travel Manager besser begründen müssen, wie Geschäftsreisen zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen.

Mobilitätsmanager hingegen geben an, dass sie die Rentabilität nachweisen sollen, ohne ausreichende Unterstützung von ihrer Organisation zu erhalten. 84 % sind sich einig, dass sie die Unternehmensziele ohne stärkere Rückendeckung der Finanzverantwortlichen nicht vollständig erreichen können. Ihre wichtigsten Anforderungen umfassen: bessere Daten und Erkenntnisse zum Nachweis der Rentabilität (44 %), Schulungen zum effektiven Einsatz von KI (43 %), mehr Unterstützung für Richtlinienänderungen oder neue Initiativen (42 %) sowie zeitgemäße Technologielösungen (40 %).

Diese Diskrepanz offenbart eine zentrale Herausforderung: Wenn Unternehmen mehr in Geschäftsreisen investieren, riskieren sie, diese Investitionen zu untergraben, sofern sie Reisemanagern nicht die Tools und Unterstützung bereitstellen, die für messbare Ergebnisse erforderlich sind.

Die Ergebnisse aus dem Jahr 2026 zeigen, dass Geschäftsreisen im Hinblick auf Wachstum, Zusammenarbeit und Mitarbeitererlebnis weiterhin einen erheblichen Mehrwert bieten. Doch sie offenbaren auch wachsende Diskrepanzen zwischen den Erwartungen der Unternehmen an Reiseprogramme und den tatsächlichen Erfahrungen der Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen – Diskrepanzen, die sich zunehmend auf das Wohlbefinden der Reisenden, die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, die Richtlinienkonformität und das Vertrauen in die Unternehmensführung auswirken.

Unternehmen, die diese Lücken schließen, indem sie klarer kommunizieren, bessere Governance bieten, Reisende stärker unterstützen und Tools zur Verfügung stellen, die Mitarbeitende gerne nutzen, sind besser aufgestellt. Sie können Geschäftsreiseprogramme aufbauen, denen Mitarbeitende vertrauen und die von der Führungsebene mit Überzeugung unterstützt werden. Quelle: SAP Concur / CM

Geschäftsreisende erwarten mehr Unterstützung ihrer Sicherheit

Aus Sicht der Reisemanager ist die Lage ernst: 86 % der Befragten befürchten, dass ihr Unternehmen nicht genug für die Sicherheit der Mitarbeitenden auf Reisen tut. Interessanterweise sehen nur 38 %  der CFOs ihr Unternehmen in vollem Umfang verantwortlich für die Sicherheit der Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen. Die Mehrheit sieht diese Verantwortung in erster Linie bei den Mitarbeitenden selbst.

Die größte Gefahr bei Geschäftsreisen ist laut Reisemanagern das Risiko, dass sensible Daten bei Auslandsreisen gehackt werden (44 %) – noch häufiger genannt als geopolitische Konflikte (43 %), kurzfristige Verspätungen (39 %) oder schwere Unwetter (39 %).

Technologische Lösungen wie Standort-Tracking können dazu beitragen, die Sicherheit der Mitarbeitenden zu erhöhen. Das funktioniert aber nur, wenn in Konfliktregionen das Internet nicht abgeschaltet wird. Grundsätzlich sind Reisende bereit, ihre Standortdaten zu teilen – allerdings nicht bedingungslos. So geben 79 % an, zumindest teilweise damit einverstanden zu sein, dass Arbeitgeber ihren Standort während Geschäftsreisen verfolgen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Doch das Vertrauen bleibt fragil: Fast ein Drittel (29 %) sagt, dass eine Echtzeitüberwachung von Standort und Ausgaben ihr Vertrauen in die Unternehmensführung erschüttern würde.

Die Ergebnisse verdeutlichen einen zunehmenden Balanceakt: Mitarbeitende erwarten auf Reisen immer mehr Unterstützung und Absicherung durch den Arbeitgeber, verlangen aber gleichzeitig Transparenz darüber, wie ihre Daten verwendet werden. Quelle: SAP Concur / CM

Versteckte Kosten bei Dienstreisen in der Hauptsaison

Fast jeder vierte Geschäftsreisende (24 %) gibt beim achten „Global Business Travel Survey“ von SAP Concur an, dass Überbelegung oder Übertourismus sich negativ auf eine Geschäftsreise ausgewirkt hat. 

Aus diesem Grund meiden 87 % der Befragten ganz bewusst stark frequentierte Touristengebiete, wenn sie auf Geschäftsreisen sind. 

Die Auswirkungen sind spürbar: 43 % der Geschäftsreisenden berichten von höheren Kosten an überlaufenen Reisezielen, 38 % haben in überfüllten Gebieten Schwierigkeiten mit dem Transport, und 33 % können aufgrund von Überbuchungen oder begrenzter Verfügbarkeit ihre bevorzugten Optionen nicht buchen. 

Darüber hinaus geben 27 % an, dass sie sich nicht wohlfühlen, wenn sie von Menschenmassen umgeben sind. Und 26 Prozent sehen erhöhte Sicherheitsrisiken oder befürchten Anfeindungen gegen Touristen. Quelle: SAP Concur / CM

Verschmelzung AirPlus International GmbH und SEB Kort Bank AB 

Der rechtliche Zusammenschluss / Verschmelzung zwischen AirPlus International GmbH und SEB Kort Bank AB soll am 03. August 2026 abgeschlossen sein. Ab diesem Datum ergeben sich mehrere wichtige Änderungen 

Der Vertrag zwischen den Unternehmen und AirPlus wird automatisch auf SEB Kort übertragen und wie gewohnt fortgeführt. Es müssen keine zusätzlichen Dokumente oder Nachträge unterzeichnet werden. Die AirPlus International GmbH sowie alle bestehenden Niederlassungen werden zu Niederlassungen der SEB Kort Bank AB. Das bedeutet, dass sich der bisherige rechtliche Firmenname in SEB Kort Bank AB ändert. Diese Informationen müssen die Kunden in Ihren Systemen (z. B. in Ihrer Lieferantendatenbank) aktualisieren, um Unterbrechungen im Zahlungsverkehr zu vermeiden. 

Achtung: Dies gilt nicht für die AirPlus-Tochtergesellschaften in Italien, der Schweiz, den USA und Großbritannien, die weiterhin als eigenständige juristische Personen mit ihrem derzeitigen Namen und ihrer Registrierungsnummer bestehen bleiben. Bestehende AirPlus Corporate Cards behalten ihre Gültigkeit mit derselben Kartennummer und PIN. Auf den ab dem 3. August ausgestellten Abrechnungen wird der neue Firmenname angegeben, und bei der nächsten Kartenverlängerung nach Ablauf der Gültigkeitsdauer wird auf den Karten der neue Name des Ausstellers vermerkt.

Da sich der Firmenname ändert, müssen Karteninhaber ab dem 03. August darauf achten, dass sie Zahlungen bei der Begleichung von Rechnungen oder bei Lastschriftmandaten an den neuen Firmennamen, SEB Kort Bank AB und ihre Niederlassungen, richten. Bitte beachten Sie die Checkliste für Karteninhaber, die Sie über den unten stehenden Link auf unserer Informationsseite abrufen können.

Für Lieferanten relevant: Rechnungen müssen an das neue Unternehmen adressiert werden.  Kunden müssen sicherstellen, dass Rechnungen an die SEB Kort Bank AB adressiert werden und die entsprechenden aktualisierten Angaben, wie die neue Steuernummer, enthalten. Andernfalls sind Korrekturen erforderlich, was zu möglichen Zahlungsverzögerungen führen kann.

Es wurde eine Checkliste mit allen relevanten Informationen und Maßnahmen für die Kunden erstellt. Die Checkliste sowie alle aktuellen Informationen zur rechtlichen Verschmelzung ist auf dem Info-Hub (Bitte beachten, dass die Seite nur auf Englisch verfügbar ist) zu finden. Quelle: AirPlus International / CM

USA: Nachfrage nach Geschäftsreisen nimmt zu, aber…

Branchenkennzahlen und Aussagen von Anbietern zeichnen in den letzten Monaten das Bild einer Erholung der US-Geschäftsreisenachfrage in diesem Jahr, nachdem die Reisetätigkeit 2025 größtenteils stagniert hatte. Hohe Preise und geopolitische Unsicherheit haben viele Unternehmen veranlasst, die Nachfrage weiterhin zu dämpfen. So halten sie an einigen Vorabprüfungen fest, beschränken bestimmte Reisearten und schließen bestimmte Reiseziele aus, wie Mobiliätsmanager  berichten.

Anbieter in den USA und Europa meldeten für das erste Quartal 2026 ein unterschiedlich starkes Geschäftsreiseaufkommen, insbesondere in der zweiten Quartalshälfte, das durch Preiserhöhungen infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten offensichtlich nicht allzusehr beeinträchtigt wurde. Zum Ende des zweiten Quartals gab es vonseiten der Anbieter keinerlei Anzeichen für eine Abschwächung. Im Gegenteil: American Express Global Business Travel, das sich offenbar in der Endphase seiner Börsennotierung befindet, meldete in einer am 8. Juni 2026 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Meldung ein Wachstum der Kundentransaktionen von 6 % im Vergleich zum Vorjahresquartal, nach 3 % im ersten Quartal. Der gemeldete Gesamttransaktionswert des Reisemanagementunternehmens stieg im zweiten Quartal währungsbereinigt um 15 % gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit 9 % im ersten Quartal. 

Die Diskrepanz zwischen dem Wachstum der Transaktionen und des Gesamttransaktionswerts verdeutlicht die steigenden Reisekosten im Jahr 2026. Gleichzeitig stieg die Anzahl der von Reisebüros (mit mindestens 70 % selbstberichteten Firmen- und Regierungsgeschäften) verkauften und von der Airlines Reporting Corp. abgerechneten Dienstreisen im Februar, März und April gegenüber dem Vorjahr, nachdem sie in 11 von 13 Monaten gesunken war, obwohl die durchschnittlichen Flugpreise ein Vierjahreshoch erreicht hatten.

Starke Entwicklung der Hotellerie. Am beeindruckendsten war wohl die Entwicklung der US-Hotels, die 2026 ihr stärkstes nachhaltiges Wachstum seit zwei Jahren verzeichneten. Nach neun Monaten in Folge mit rückläufigen Werten im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) in den USA in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 gegenüber dem Vorjahresniveau, wie der Immobiliendatenanbieter CoStar, Muttergesellschaft des Hotelanalyseunternehmens STR, mitteilte. Geschäftsreisen waren in den letzten Wochen der Motor für die Leistungssteigerungen der US-Hotels. Der RevPAR von Wochentagen bis Donnerstag, eine Kennzahl, die als Indikator für Geschäftsreisen gilt, machte von Mitte Mai bis Mitte Juni 97 % des gesamten RevPAR-Wachstums aus, wie STR in einer Studie berichtete.

„Die jüngsten Zuwächse bei der Zimmernachfrage deuten auch auf eine anhaltende Erholung der Geschäftsreisen für US-Hotels hin“, so STR. Das Unternehmen merkte an, dass in der Woche bis zum 06. Juni – vor Beginn der FIFA-Weltmeisterschaft in den USA – der RevPAR (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) an Wochentagen im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 % stieg, am Wochenende jedoch um 1,7 % zurückging.

„Diese zunehmende Divergenz unterstreicht, dass die jüngsten Nachfragesteigerungen primär auf Geschäfts- und Gruppenreisen und weniger auf Freizeitreisen zurückzuführen sind“, so STR. „Dieser Trend wird durch die gestiegene Gruppennachfrage in Luxus- und gehobenen Hotels in der vergangenen Woche gestützt, die auf eine stärkere Konferenzaktivität zurückzuführen ist.“

Der Anstieg der Hotelnachfrage in den USA unter der Woche ist ein wichtiger Beleg für die Erholung des Geschäftsreiseverkehrs, so Ryan Meliker, Präsident und Mitbegründer von Lodging Analytics Research & Consulting (LARC).

„Die Nachfrage nach Kurzzeitbuchungen unter der Woche war im Januar noch schwach. Im Februar erholte sie sich leicht und beschleunigte sich dann im März und April deutlich“, sagte Meliker. „Generell war der Geschäftsreiseverkehr stark und blieb recht hoch, mit einem RevPAR-Anstieg von 4 bis 5 %.“ LARC hatte im vergangenen Jahr in seinen US-Hotelprognosen eine anhaltende Schwäche der Geschäftsreisenachfrage festgestellt, doch laut Meliker hat die Nachfrage bis 2026 die Prognosen übertroffen, und die Hotels reagieren darauf. „Die ersten fünf Monate des Jahres waren deutlich stärker als erwartet, insbesondere im Vergleich zum Vorjahr“, sagte Meliker. „Die Preise verbessern sich. Die Hotels agieren bei der Preisgestaltung aggressiver.“

Meliker vermutete, dass viele US-Unternehmen, von denen einige seit Anfang 2025 in einer Warteschleife der Reisenachfrage verharren, einfach beschlossen haben, jegliche makroökonomische Unsicherheit als gegeben hinzunehmen und mit den Aktivitäten fortzufahren, die ihr Geschäft zum Wachstum benötigt.

Unternehmen stumpfen in Sachen Trump ab. „Irgendwann im ersten Quartal begannen die Unternehmen angesichts der vielen Unsicherheiten aus Washington, D.C., etwas abzustumpfen – sei es in Bezug auf Zölle, den Krieg mit dem Iran oder die Inflation“, sagte Meliker. „Nach einem Jahr voller Unsicherheit sahen die Unternehmen ihre Aktienkurse auf Rekordhochs, steigende Unternehmensgewinne und Pläne für umfangreiche Investitionen in KI-Infrastruktur und sagten: Wir müssen Umsätze generieren. Und das führt zu einer höheren kurzfristigen Nachfrage von Unternehmen.“

Wird dieser Trend anhalten? Wahrscheinlich zumindest bis zum Sommer, sagte Meliker. „Ich weiß nicht, ob er das ganze Jahr über anhält. Wir würden sagen, bis September und möglicherweise bis in den Oktober hinein“, sagte er. „Ich denke, die Zwischenwahlen Anfang November werden ein weiterer wichtiger Faktor sein. Erfahrungsgemäß beobachten wir im Umfeld von Zwischenwahlen eine leichte Korrektur.“

Aufschwung im Firmenkundengeschäft. Barbara Barnard, CEO von World Travel Inc. (WTI), die am 01. Januar 2026 die Leitung des in Exton (Pennsylvania) ansässigen Reisebüros übernahm, berichtete ebenfalls von einem Aufschwung im Firmenkundengeschäft. „Die Nachfrage ist weiterhin stark“, sagte sie. „Wir verzeichnen sogar eine höhere Nachfrage als im Vorjahr.“ Der überwiegend mittelständische Firmenkundenstamm von WTI sei breit gefächert, erklärte Barnard, und reiche von Pharmaunternehmen über Technologieunternehmen bis hin zu Profisportmannschaften. Sie betonte jedoch, dass der Rückgang im letzten Jahr „nicht flächendeckend“ gewesen sei, wodurch das Reisebüro „die Besonderheiten, die bestimmte Kundengruppen betreffen, etwas besser abfedern konnte“.

Dennoch erklärte sie, dass die Kunden, die ihre Reisen für 2025 reduzierten, dies größtenteils informell taten, ohne strenge Vorgaben des Managements oder formelle Änderungen der Reiserichtlinien. Einige Kunden behalten naturgemäß weiterhin Reisebeschränkungen für den Nahen Osten bei. Insgesamt hätten sich die Reduzierungen jedoch weitgehend abgeschwächt und die Nachfrage sei gestiegen. Sie merkte jedoch an, dass Nachfrage und Reisebeschränkungen nur einen Teil der Aufmerksamkeit heutiger Travel Manager ausmachen. Veränderungen im Vertrieb von Fluggesellschaften und Hotels, Reiseplattformen und die Auswirkungen von KI erforderten ebenfalls Berücksichtigung.

„All diese Dinge sind selbst für erfahrene und anspruchsvolle Einkäufer schwer zu erfassen“, betonte Barnard. „Diese Komplexität ist etwas, worauf wir uns weiterhin konzentrieren.“

Tracie Carillo, Senior Vice President für globalen Vertrieb und Marketing bei TMC Travel Inc. (Duluth, Georgia) erklärte, die Nachfrage von Unternehmen habe sich bisher im Jahr 2026 trotz des Krieges und gestiegener Preise als relativ stabil erwiesen. „In den ersten sechs Monaten des Jahres beobachten wir im Jahresvergleich einen recht einheitlichen Trend: weder einen starken Anstieg noch einen starken Rückgang“, sagte Carillo. „Das liegt vor allem daran, dass Unternehmen erkannt haben, wie wichtig persönliche Kontakte sind und welchen Nutzen sie daraus ziehen. Ihre Buchungszahlen entsprechen daher weitgehend den Erwartungen.“ Eine Ausnahme von diesem Trend gebe es jedoch, so Carillo, und das seien internationale Geschäftsreisen. Diese seien bei einigen Unternehmen aufgrund steigender Flugpreise zurückgegangen. (Laut dem Reisedaten- und Analyseunternehmen OAG stiegen die internationalen Flugpreise im Mai im Jahresvergleich um fast 22 %.)

„Einen leichten Unterschied, den wir beobachten – und das ist zu erwarten –, sehen wir in den weniger gebuchten internationalen Tickets aufgrund der höheren Preise“, so Carillo weiter. Sie merkte an, dass die höheren Preise Inlandsreisen in den USA kaum beeinträchtigt hätten. „Der Nutzen der internationalen Reisen wird indes genauer unter die Lupe genommen: ‚Sind sie wirklich notwendig? Sind sie angemessen? Sind sie das Richtige für unser Unternehmen?‘“

Während Carillo, ähnlich wie Meliker, aufgrund natürlicher Konjunkturzyklen mit einer allgemeinen Nachfrageabschwächung im vierten Quartal rechnete, warnte sie davor, dass der Nahostkonflikt die internationale Nachfrage zusätzlich belasten könnte. „Ich sehe darin deine Unsicherheit“, sagte sie. Andrew Menkes, Gründer und CEO von Partnership Travel Consulting, erklärte hingegen, er sehe die aktuelle Nachfrage nicht wesentlich höher als im Vorjahr und vermutete, dass ein Teil der Nachfrage ins dritte Quartal verschoben worden sei. „Sie ist geringer als im letzten Jahr“, sagte Menkes mit Blick auf die Nachfrage nach Geschäftsreisen und nannte mehrere Gründe: politische Unsicherheit, ein schwächeres Vertrauen in US-Reisen in Europa, die jüngste Hitzewelle in Europa und Unternehmen, die nicht unbedingt notwendige Reisen eher verschieben als komplett absagen. „Reisen, die früher als nicht unbedingt notwendig galten, werden derzeit gar nicht angetreten“, sagte er. „Sie werden bis zum Herbst warten. …

Menkes warnte davor, dass viele Unternehmen, die formelle oder informelle Beschränkungen für insbesondere nicht umsatzgenerierende Geschäftsreisen, einschließlich Konferenzteilnahmen, eingeführt haben, diese 2026 nicht aufheben wollen. Steigende Flugpreise und der Nahostkonflikt könnten sogar noch mehr Unternehmen dazu bewegen, solche Beschränkungen einzuführen. In diesem Zusammenhang prognostizierten 28 % der 261 Reiseeinkäufer, die im April von der Global Business Travel Association befragt wurden, einen Rückgang des Geschäftsreisevolumens ihrer Organisation im Vergleich zum Vorjahr für 2026. Gleichzeitig sagten im April 30 %, dass solche Reisen zunehmen würden, gegenüber 35 Prozent im Januar.

Analyse weiterer Daten. Andere Kennzahlen, die häufig als Indikatoren für Geschäftsreisen gelten, zeichnen ein uneinheitliches Bild. ·  Die prognostizierten US-Bruttoinlandsprodukte für das zweite Quartal deuten auf ein solides Wirtschaftswachstum hin. Die Federal Reserve Bank of New York prognostizierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ein Wachstum von 2,7 % gegenüber dem Vorjahr, die Federal Reserve Bank of Atlanta von 2,5 %. ·   Die Federal Reserve Bank of Chicago schätzte die US-Arbeitslosenquote für Juni auf 4,33 %. Dies entspricht einem leichten Anstieg gegenüber den 4,30 % im Mai und deutet auf einen stabilen Arbeitsmarkt hin. · Laut vorläufigen Daten der US International Trade Administration stieg die Gesamtzahl der internationalen Besucher in die USA, die mit einem Geschäftsvisum oder im Rahmen des Visa Waiver Program einreisten (ohne Kanada und Mexiko), im Mai um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber stand ein Rückgang aller internationalen Besucher in die USA um 6,5 % im Mai (ebenfalls ohne Kanada und Mexiko). Die Zahl der Reisenden, die im Mai mit Geschäftsvisa aus Mexiko in die USA einreisten und dabei nicht auf dem Landweg einreisten, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9 %.

Kanadier meiden die USA. Der Reiseverkehr aus Kanada in die USA bleibt weiterhin gering. Damit setzt sich ein anhaltender Trend fort, wonach immer mehr Kanadier Reisen in ihren südlichen Nachbarn meiden. Laut Statistics Canada, einer kanadischen Bundesbehörde, gingen die Rückflüge kanadischer Staatsbürger aus den USA im Mai im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5 % und im Vergleich zum Mai 2024 um 28 %  zurück. Gleichzeitig stiegen die Rückflüge aus anderen Ländern im Vergleich zum Mai 2025 um 3 %. Quelle: BTN / GBTA / CM

Südafrika: Neue Einreisevorschrift

Für Reisen nach Südafrika gelten seit 01. Juli 2026 neue Einreisebestimmungen. Geschäftsreisende und alle anderen Touristen, die nach Südafrika reisen möchten, müssen ab sofort vor ihrer Reise eine Traveller Declaration online einreichen. Damit wollen die südafrikanischen Behörden die Zollabwicklung vereinfachen, Grenzkontrollen beschleunigen und Risiken besser erkennen. 

Die Pflicht gilt für alle Personen, die per Flugzeug, Auto, Bus, Zug oder Schiff nach Südafrika ein- oder ausreisen – unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Wer Südafrika lediglich als Transitpassagier nutzt und den internationalen Transitbereich des Flughafens nicht verlässt, muss keine Traveller Declaration einreichen.

Die Traveller Declaration kann frühestens 24 Stunden vor Abflug ausgefüllt werden. Bei Reisen mit Zwischenstopps gilt der letzte Flugabschnitt direkt nach Südafrika als maßgebend.

Die Erklärung kann online über das South African Traveller Management System (SATMS) – https://www.sars.gov.za/travellerdeclaration/?utm_source=chatgpt.com –  auf der Website der südafrikanischen Steuer- und Zollbehörde oder über die SATMS-App eingereicht werden. Alternativ stehen an einigen Grenzübergängen Selbstbedienungsterminals zur Verfügung.

Benötigt werden u.a. sämtliche im Reisepass eingetragenen Daten, Reisedetails und Kontaktangaben. Zudem müssen Reisende angeben, ob sie Waren, größere Bargeldbeträge oder andere deklarationspflichtige Gegenstände mitführen. Persönliche Reiseutensilien für den Eigengebrauch müssen hingegen nicht deklariert werden.

Wer die Erklärung nicht vorab einreichen konnte, erhält am Grenzübergang Unterstützung durch Zollmitarbeitende oder kann – sofern vorhanden – ein Selbstbedienungsterminal nutzen. Wer jedoch deklarationspflichtige Waren oder Bargeld verschweigt oder falsche Angaben macht, muss mit Verzögerungen, Geldbußen oder weiteren zollrechtlichen Konsequenzen rechnen. Quelle: AA / CM

Global Business Travel Survey 2026 

Viele Beschäftigte erleben berufliche Reisen als bereichernd. Sie stärken Beziehungen und tun dem Wohlbefinden gut. Gleichzeitig wachsen bei vielen Reisenden die Vorbehalte. Gründe sind Sicherheitsbedenken, Reiseunterbrechungen und steigender Druck. Das zeigt die achte Global Business Travel Survey von SAP Concur. Für die jährliche Studie wurden 3.300 Geschäftsreisende aus 21 Märkten, 800 Travel Manager aus acht Märkten und 700 CFOs aus sieben Märkten befragt.

„Geschäftsreisen haben für Unternehmen weiterhin großen Wert. Die Erwartungen der Mitarbeitenden an diese Reisen verändern sich jedoch“, sagt Charlie Sultan, President, Concur Travel bei SAP Concur. „Geschäftsreisende schätzen den persönlichen Austausch und die Zusammenarbeit vor Ort. Sie erwarten Reisen, die reibungslos, sicher und einfach zu organisieren sind. Für Unternehmen bringt das neue Chancen und Anforderungen mit sich, wenn sie ihre Geschäftsreiseprogramme weiterentwickeln.“

Geschäftsreisen sind gar nicht mehr so wahnsinnig beliebt. Grafik: SAP-Concur

Geschäftsreisen sind für viele Beschäftigte wertvoll. Trotz anhaltender Störungen im internationalen Reiseverkehr erleben viele Mitarbeitende Geschäftsreisen weiterhin als persönlichen und beruflichen Gewinn. Weltweit sagen mehr als neun von zehn Geschäftsreisenden (93 %), dass berufliche Reisen ihrem mentalen oder körperlichen Wohlbefinden guttun. In Deutschland liegt dieser Anteil mit 84 % etwas niedriger. Zu den am häufigsten genannten Vorteilen zählen:

  • Pause vom Arbeitsumfeld im Büro oder Homeoffice (45 %)
  • Tapetenwechsel, um neue mentale Energie zu tanken (44 %)
  • Persönlicher Kontakt mit Personen, die man normalerweise nicht trifft (36 %)
  • Kurze Auszeit von familiären oder privaten Verpflichtungen (30 %)
  • Wellness-Angebote im Hotel (30 %)
  • Zusätzliche Möglichkeiten für Sport und Bewegung (19 %)

Für Eltern haben Geschäftsreisen in einigen Punkten einen höheren persönlichen Nutzen. Sie nennen häufiger eine Auszeit von familiären oder privaten Verpflichtungen als Reisende ohne Kinder (33 % vs. 26 %). Auch Wellness-Angebote (33 % vs. 25 %) und zusätzliche Möglichkeiten für Sport und Bewegung (22 % vs. 14%) spielen für sie eine größere Rolle.

Die Ergebnisse zeigen, dass viele Beschäftigte Geschäftsreisen längst nicht mehr nur als Pflichttermin sehen. In einer Arbeitswelt, die viele Menschen als belastend und digital erschöpfend erleben, sind Geschäftsreisen für viele auch eine Chance, persönliche Kontakte zu pflegen und Abstand vom Alltag zu gewinnen.

Auch Finanzverantwortliche sehen den strategischen Wert von Geschäftsreisen. Weltweit sagen fast alle befragten CFOs (97 %), dass Geschäftsreisen für die Wachstumsstrategie ihres Unternehmens wichtig sind. Mehr als vier von fünf (82 %) erwarten, dass das Reisebudget ihres Unternehmens in diesem Jahr steigen wird. Mit den höheren Kosten wächst aber auch der Rechtfertigungsdruck. Fast neun von zehn CFOs (89 %) sagen, dass Travel Manager besser belegen müssen, wie Geschäftsreisen dazu beitragen, Unternehmensziele zu erreichen.

Geschäftsreiseverantwortliche stellen wiederum fest, dass sie den Return on Investment nachweisen sollen, dafür aber nicht genug Unterstützung aus dem Unternehmen bekommen. Mehr als vier von fünf (84 %) halten es für unmöglich, die Unternehmensziele ohne stärkere Unterstützung durch die Finanzleitung zu erfüllen. Dazu zählen bessere Daten und Auswertungen, um den Return on Investment zu belegen (44 %), Schulungen für den wirksamen Einsatz von KI (43 %), mehr Rückhalt bei geänderten Richtlinien oder neuen Initiativen (42 %) sowie moderne digitale Lösungen (40 %).

Die administrative Herausforderung verschiebt sich dabei weg von den routinierten Vielreisenden: Da heute vermehrt Beschäftigte unterwegs sind, die nur vereinzelt reisen, steigt der interne Beratungs- und Prüfaufwand in den Personalabteilungen drastisch an. Ein intuitiv bedienbares System fängt diese Gelegenheitsreisenden schon beim Antrag fehlerfrei ab.

Geschäftsreisen sind für viele stressiger und schwerer planbar. Auch wenn viele Mitarbeitende Geschäftsreisen schätzen, begegnen sie Reisen mit mehr Vorbehalten. Etwa zwei Drittel der Geschäftsreisenden weltweit (67 %) geben an, dass sie in diesem Jahr zögern, geschäftlich zu reisen. Ähnlich empfinden deutsche Reisende (64 %). Dahinter steht die wachsende Unsicherheit im internationalen Reiseumfeld: Rund drei von zehn Befragten weltweit (31 %) nennen Sicherheitsbedenken bei Reisen in Regionen mit geopolitischen Konflikten oder Spannungen als größte Sorge. Mehr als ein Viertel (28 %) fürchtet Reiseunterbrechungen wie Flugverspätungen oder Flugausfälle. Rund ein Sechstel (16 %) nennt Bedenken bei Visa, Einreisestatus und digitalen Identitätsnachweisen.

Auch Überfüllung und Übertourismus belasten Geschäftsreisen. Knapp ein Viertel der Befragten weltweit (24 %) sagt, dass eine eigene Reise dadurch negativ beeinflusst wurde; unter den deutschen Befragten sind es 15 %. Als Reaktion darauf versuchen 87 %Unterkünfte außerhalb touristischer Gegenden zu buchen. Gründe sind vor allem höhere Kosten (43 %) und die Schwierigkeit, wegen knapper Verfügbarkeit die bevorzugte Reiseoption zu finden (33 %). 

Geschäftsreisende erwarten mehr Unterstützung vom Arbeitgeber. Die Studie zeigt zudem, dass sich die Erwartungen an Arbeitgeber auf Geschäftsreisen verändern. Mehr als ein Viertel der befragten Reisenden (27 %) sieht vor allem den Arbeitgeber in der Verantwortung, ihre Sicherheit auf Dienstreisen zu gewährleisten. 2020 lag dieser Wert bei einer vergleichbaren Frage noch bei 18 %. Die größte Verantwortung sehen viele Reisende aber weiter bei sich selbst. Mehr als ein Drittel (37 %) nennt in erster Linie die eigene Verantwortung. Nur 6 % sehen vor allem den Staat in der Pflicht.

Beim Vertrauen in die Vorsorge des Arbeitgebers zeigt sich ein gemischtes Bild. Weltweit sagt nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten (58 %), dass sie überwiegend oder vollständig darauf vertraut, dass ihr Unternehmen sie im Ernstfall aus einem Land evakuieren könnte. Zugleich befürchten 86 % der Travel Manager weltweit, dass ihr Unternehmen nicht genug für die Sicherheit von Geschäftsreisenden tut. 

Unternehmen sind jedoch gesetzlich verpflichtet, angemessene Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen zu ergreifen. Unter den befragten CFOs weltweit sehen jedoch nur knapp zwei von fünf (38 %) das Unternehmen in voller Verantwortung. Die Mehrheit (57 %) gibt an, dass Unternehmen zwar eine gewisse Verantwortung tragen, die Hauptverantwortung jedoch bei den Mitarbeitenden liegt.

Für mehr Sicherheit auf Geschäftsreisen können Unternehmen technologische Lösungen wie Standort-Tracking einsetzen.Weltweit sagen knapp vier von fünf der Geschäftsreisenden (79 %), dass sie zumindest teilweise damit einverstanden sind. Entscheidend bleibt aber das Vertrauen: Fast ein Drittel (29 %) gibt an, dass eine Echtzeitüberwachung von Standort und Ausgaben ihr Vertrauen in die Entscheidungen der Führungskräfte schwächen würde. Für Unternehmen entsteht daraus ein Balanceakt: Mitarbeitende wünschen sich mehr Sicherheit und Unterstützung. Zugleich erwarten sie Transparenz darüber, wie ihre Reisedaten genutzt werden.

Die Zukunft der Geschäftsreisen ist eine Vertrauensfrage. Die Global Business Travel Survey 2026 von SAP Concur zeigt, dass Geschäftsreisen weiter zu Unternehmenswachstum, besserer Zusammenarbeit und einem positivem Mitarbeitererlebnis beitragen. Die Ergebnisse machen aber auch deutlich, dass die Erwartungen von Unternehmen an ihre Reiseprogramme und die Erfahrungen von Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen zunehmend auseinandergehen. Das beeinflusst das Wohlbefinden der Reisenden, ihr Vertrauen in die Unternehmensführung und den Umgang von Unternehmen mit ihrer Fürsorgepflicht. Unternehmen, die diese Lücke schließen, entwickeln Reiseprogramme, denen Mitarbeitende vertrauen. Dafür braucht es klare Kommunikation, gute Governance und spürbare Unterstützung für Reisende, etwa durch Tools, die Geschäftsreisen erleichtern und Mitarbeitende gerne nutzen. Quelle: SAP-Concur / CM

Am 30. Juni kann es in Südafrika gefährlich werden

Am Dienstag, 30. Juni 2026 sollten Busness Traveller und gewöhnliche Touristen,die sich in Südafrika aufhalten, besonders wachsamen sein: Für Dienstag haben verschiedene Gruppierungen zu einem landesweiten „National Shutdown“ und Protestmärschen gegen illegale Einwanderung aufgerufen. Behörden und Sicherheitskräfte bereiten sich auf mögliche Ausschreitungen vor.

Zwar rechnen Beobachter nicht mit einem landesweiten Stillstand, dennoch warnen Behörden und Sicherheitsexperten vor lokalen Ausschreitungen. Die Regierung will eine Wiederholung der schweren Unruhen vom Juli 2021 verhindern, bei denen rund 350 Menschen ums Leben kamen und Schäden in Milliardenhöhe entstanden. Sämtliche Polizeibeamten wurden für den 30. Juni aufgeboten, die Armee steht zum Schutz kritischer Infrastruktur bereit. Auch private Sicherheitsfirmen haben ihre Präsenz verstärkt.

Das Auswärtige Amt empfiehlt am 30. Juni Innenstädte zu meiden, Autofahrten auf das Nötigste zu beschränken und sich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten. Reisende sollten zudem den Anweisungen der Sicherheitskräfte folgen.

Die Proteste richten sich gegen die aus Sicht der Organisatoren unzureichende Bekämpfung der illegalen Einwanderung. Regierung und Polizei betonen jedoch, dass Gewalt, Einschüchterung und fremdenfeindliche Übergriffe nicht toleriert würden. Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, den Dienstag als normalen Arbeitstag zu behandeln.

Für Geschäftsreisende und gewöhnliche Touristen gilt: Die meisten Ferienregionen dürften vom Protestgeschehen kaum betroffen sein. Wer sich jedoch in größeren Städten aufhält oder Ausflüge plant, sollte die aktuelle Lage aufmerksam verfolgen und kurzfristige Einschränkungen einkalkulieren. Quelle: Auswärtiges Amt / CM