Lyft startet Chauffeurservices für Geschäftskunden

Das US-Fahrdienstunternehmen Lyft  plant für Anfang 2027 die Einführung eines neuen globalen Netzwerks für Chauffeurdienste sowie eines dazugehörigen Buchungsportals unter einer neuen Marke.

Die neue Plattform trägt den Namen „Alcove“ und ist auf die weltweiten Chauffeurdienste von Lyft ausgerichtet. Laut Unternehmensangaben wird TBR Global Chauffeuring – ein Unternehmen, das Lyft im Oktober 2025 übernommen hat – Anfang 2027 in die Marke Alcove überführt.

Der US-Fahrdienstleister Lyft startet einen weltweiten Chauffweurservice. Foto Lyft

Zunächst steht das neue Portal nur Geschäftskunden mit festem Betreuungsstatus zur Verfügung. Ein Selbstbedienungszugang sowie eine mobile App sollen „im weiteren Verlauf des Frühjahrs“ folgen. Alcove wird seine Kunden – darunter direkte angebundene Firmenkunden sowie Travel-Management-Unternehmen – weiterhin über Service-Teams und andere Kanäle unterstützen.

Bestehende TBR-Kunden werden auch nach dem Übergang zur Marke Alcove weiterhin von denselben Teams betreut, so Lyft.  Dienstleistungen wie ein rund um die Uhr verfügbarer Support, VIP-Reisen, komplexe oder hochkarätige Fahrten, die Logistik für Großveranstaltungen sowie sicherheitssensible Transporte bleiben bestehen. Im Zuge der Weiterentwicklung von Alcove werden zudem zusätzliche Funktionen ergänzt. Quelle: Lyft / CM

Geschäftsreise nach Australien intelligent nutzen

Ein aktuelles Angebot von Qantas macht so viel Sinn, dass man Hotelaufenthalte für das kommende Jahr möglichst bis zum 28. Oktober planen sollte.

Bis zu diesem Zeitpunkt erhält man als Frequent Flyer-Mitglied für Hotelbuchungen über die Qantas Hotels-Seite, welche auf das Inventar von Expedia zugreift, 7 Punkte pro ausgegebenem AUD, was ungefähr 10 Punkten pro USD entspricht. Setzt man als Prämienwert den Mindestwert von 1 US Cent pro Punkt an, entspricht dies einer Ersparnis von 10% – was mehr ist, als man in den meisten Hotelprogrammen erhält.

Dieses Angebot ist gültig für Aufenthalte bis zum 28. Oktober 2027.

Und falls Sein Business Traveller über die nächsten Monate in Australien zu tun hat, ist ein Angebot des anderen wichtigen australischen Programms vermutlich noch interessanter. Für Buchungen eines Packages über Virgin Australia Holidays mit einem Mindestwert von 1,000 AUD erhält man in deren Velocity-Programm einen Bonus von 40.000 Punkten, zusätzlich zu der regulären Gutschrift von mindestens 3 Punkten pro AUD.

Das Angebot ist so attraktiv, dass es jedoch nur für Buchungen für eine Woche geöffnet ist, bis zum 18. Oktober. Die gebuchten Reisen müssen hierbei bis zum 26. Juni 2027 abgeschlossen sein. Quelle: CM

BCD baut Flexibilitätsstrategie rund um Tripsource aus

In der sich wandelnden Landschaft der Travel-Management-Unternehmen (TMCs) positioniert sich BCD Travel als Anbieter, bei dem Kunden flexibel wählen können („Pick-and-Choose“-Prinzip), und setzt dabei verstärkt auf seine Plattform Tripsource als zentralen Anlaufpunkt.

Im Sommer hat BCD die „nächste Generation“ seiner Tripsource-Plattform eingeführt, die Inhalte, Daten und Technologien von BCD-Partnern in einer einzigen Lösung bündelt. Yannis Karmis, Executive Vice President für Produktplanung und -entwicklung bei BCD, beschreibt die Vision für Tripsource als vergleichbar mit den Apps und Websites, die Nutzer aus dem Online-Banking kennen.

„Man kann sie nach Belieben nutzen – mal mehr, mal weniger –, aber es gibt eine zentrale Website und eine mobile App, über die sich zunehmend die meisten gewünschten Aufgaben erledigen lassen“, so Karmis. „Sie können uns für Buchungen und Umbuchungen nutzen, Ihr Profil aktualisieren, für bestehende Reisen einchecken, Flugverspätungen im Blick behalten oder Informationen zu Ihrer letzten Rechnung abrufen. Auf all die Anliegen, die wir für Reisende bearbeiten, lautet unsere Antwort immer häufiger: ‚Das steht Ihnen in Tripsource zur Verfügung.‘“

Die Content-Ebene von Tripsource bildet laut Karmis einen der Grundpfeiler der Plattform und umfasst Anbindungen an globale Vertriebssysteme (GDS) und Aggregatoren sowie eigene Direktverbindungen von BCD. Im August gab BCD eine Vereinbarung mit United Airlines über den direkten Zugriff auf deren Inhalte bekannt; zudem hat das TMC Direktverbindungen zur Deutschen Bahn sowie zur britischen Hotelmarke Premier Inn etabliert. BCD baut diese Direktverbindungen kontinuierlich aus, um mit dem sich wandelnden Verständnis von „Content“ Schritt zu halten, erklärte Karmis.

„Anbieter investieren massiv in ihre eigenen Systeme und Kapazitäten. Wir wollen sicherstellen, dass unsere Content-Strategie auf ihre Content-Strategien abgestimmt ist, um das Beste aus ihren Inhalten, Funktionen und Serviceangeboten in BCD zu integrieren“, sagte er. „Wir erreichen das vielleicht über einen GDS-Partner, einen Aggregator oder auf direktem Weg.‘“

BCD zwingt Kunden jedoch nicht dazu, TripSource für Buchungen zu nutzen; das System lässt sich auch mit anderen Buchungstools verknüpfen. In einem kürzlich geführten Interview mit „The Beat“ – einem Schwestermedium von BTN – erklärte Stephan Baars, Global CEO von BCD, dass BCD „eine gute Beziehung“ zu Concur pflege, auch wenn man für das integrierte „Complete“-Angebot eine Partnerschaft mit dem Wettbewerber American Express Global Business Travel eingegangen sei.

Erweiterte Partnerschaft mit Emburse. Unterdessen kündigte BCD vor Kurzem eine erweiterte Partnerschaft mit Emburse an; laut Karmis wird dies „eine der umfassendsten Integrationen von Reise- und Spesenmanagement-Lösungen in der Branche“ sein. Als TMC kann BCD an Emburse umfassendere und detailliertere Daten übermitteln als ein Online-Buchungstool, während Emburse im Gegenzug Daten für Analysen in Tripsource an BCD liefern kann, so Karmis. Als TMC hat BCD zwar Einblick in die getätigten Flug- und Hotelbuchungen, doch die Daten von Emburse können Informationen wie Zimmerservice, Kaffee oder während des Aufenthalts gebuchte Mitfahrdienste ergänzen, um die Gesamtkosten der Reise zu erfassen.

„Wir prüfen für die Zukunft weiterentwickelte Integrationsmöglichkeiten, um die Reiserichtlinien zwischen unseren Unternehmen besser abzustimmen“, sagte Karmis. „Wenn eine Buchung vorab genehmigt wurde und genau diese Leistung gebucht wird, erscheint sie auch so in der Spesenabrechnung. Wir wollen all diese Prozesse nahtloser miteinander verknüpfen.“

KI für Programmdaten nutzen. Unterdessen wurde zum Sommeranfang das Analyse-Framework „Tripsource Insights“ eingeführt, das es Kunden ermöglicht, Daten mithilfe natürlicher Sprache auszuwerten. Es verarbeitet Buchungsdaten, Zahlungsdaten verschiedener Kartenanbieter, Interaktionsdaten aus Callcentern, Buchungs- und Suchdaten aus Tripsource sowie Daten von Drittanbietern aus dem BCD-Marktplatz.

Die Analyseplattform „Insights“ startete zunächst mit einer kleinen Pilotgruppe und wurde inzwischen auf eine weitere Gruppe ausgeweitet; der allgemeine Rollout ist für das Ende des laufenden Quartals geplant.

In den kommenden Wochen wird BCD innerhalb von „Insights“ einen KI-Analysten mit Predictive-Analytics-Funktionen einführen, der auf Basis von Daten und Szenarien Handlungsempfehlungen geben kann. So könnte beispielsweise die Frage, welche Änderungen an der Flugrichtlinie im nächsten Jahr Einsparungen bringen könnten, zu der Empfehlung führen, Reisen in der Business Class einzuschränken oder Anbieter zu wechseln – verbunden mit einer Modellierung der erwarteten Einsparungen, der betroffenen Flugstrecken und der Auswirkungen auf die Reisenden.

BCD konzentriert sich derzeit stark auf den Ausbau von KI- und Empfehlungssystemen, so Karmis. Im Mai kündigte das TMC das „Model Context Protocol“-Framework für Tripsource an; dieses umfasst unter anderem Modelle, die Buchungsfunktionen in einer einzigen Benutzeroberfläche bündeln, sowie eine Schnittstelle zur Datenerfassung. Dies wird auch weiterhin eine wichtige Rolle bei den Plänen von BCD spielen, Tripsource flexibel und anpassungsfähig zu gestalten, erklärte er.

„Wie sich die einzelnen Kunden entscheiden, KI auf ihrer Plattform einzusetzen, ist jeweils individuell auf ihr Programm zugeschnitten“, sagte Karmis. „Wir bieten hervorragende Online-Buchungsfunktionen für diejenigen, die diese wünschen; unsere Agenten-Tools bilden ein solides Fundament, und unsere Analysefunktionen (Insights) werden im Bereich KI stetig weiterentwickelt und ausgebaut. Das bringt unseren Kunden viele neue Innovationen.“ Quelle: BCD / CM

Die 10 besten Business Class Lounges dr Airlines

Die weltweit besten Business-Lounges bieten Fünf-Sterne-Komfort mit Spitzenküche, Wellness-Bereichen und exklusiven Annehmlichkeiten. Hier sind die Spitzenreiter unter den Flughafen-Lounges und was sie auszeichnet: Nachstehend die Wertungen 2026 von „The Frequent Traveler“ betreffend die „Best Business Class Airline Lounges“. Auch das Londoner Beratungsunternehmens Skytrax wartet mit seinem Ranking 2026 auf. 

1. Qatar Airways: Doha. Es ist, zumindest wenn es nach der Redaktion von THE FREQUENT TRAVELLER geht, die beste Business Lounge der Welt: Die 10.000 Quadratmeter große Qatar Airways Business Lounge „Al Mourjan“ bietet nach dem Selbstverständnis der nationalen Airline von Katar den Standard eines luxuriösen Fünfsterne-Resorts. Designermöbel, handgefertigte Verzierungen, hohe Decken und bronzefarbene Wände prägen die Atmosphäre. Kontinentales und orientalisches Restaurant, Feinkostboutique, Konditorei, Spa-Duschen. Zugang nur für Qatar Airways und Oneworld First Class sowie Business Class-Reisende.

Die Al Mourjan Business Lounge am Flughafen Doha bietet ihren Gästen großzügige Aufenthaltsbereiche, Gastronomie und viel Komfort. Foto: Hamad International Airport

2. Turkish Airlines: Istanbul. 5900 Quadratmeter auf zwei Ebenen mit Platz für mehr als 1000 Fluggäste. Kinderspielplatz, Bücherei, Billard, Carrera-Rennbahn, Kino, regionale und internationale Spezialitäten. Das alles bietet die CIP Lounge von Turkish Airlines in Istanbul. Zugang für Passagiere der Business Class, Inhaber der Miles&Smiles Elite Karte (inkl. ein Gast), Elite Plus Karten Inhaber samt Familie sowie Star Alliance Gold Karten-Inhaber

3. Lufthansa Panorama Lounge Frankfurt. Die Lufthansa Panorama Lounge Frankfurt befindet sich in rund 1.100 Quadratmeter großen Räumlichkeiten, die die deutsche Airline vom Frankfurter Flughafen angemietet hat. Den Namen trägt diese Business Lounge vollkommen zu Recht: Denn eine Besonderheit ist der imposante Blick auf das Vorfeld des Frankfurter Flughafens. Einzigartig ist auch das Interieur in den kleineren Räumen des Lounge. Die Einrichtung wirkt nahezu wie ein Wohnzimmer.

4. Cathay Pacific: Hong Kong. Am Heimatflughafen Chek Lap Kok wartet die Airline Cathay Pacific mit vier Abflug-Lounges und einer Arrival-Lounge auf. Flaggschiff ist die 3300 m2 große Business Class Lounge „The Pier“ am Gate 65 für 550 Reisende mit ‚cooked made-to-order-Station’, traditioneller Noodle Bar und Tea House. (Nicht zu verwechseln mit The Pier, First Class Lounge an Terminal 1, Gate 63!)

Die weiteren Business Class Lounges heißen:

  • ‚The Cabin’ mit Health Bar, Deli und Relaxing Zone.
  • ‚The Bridge’ mit frische Backwaren, Coffee-Loft mit diversen Kaffeesorten in Barista-Qualität und Ferneh-Lounge.
  • ‚The Wing’ mit Cocktail- und Nudelbar

Zutritt haben Passagiere der First und Business Class sowie Mitglieder des Marco Polo Club (ab Silver Card) und Vielflieger der oneworld-Allianzmitglieder (ab Sapphire Status).

5. Virgin Atlantic: London Heathrow. Die ‚Clubhouse Lounges’ im Upper Class Wing in Terminal 3 mit Deli, Brasserie, Tapas, Salon, Cocktail Bar, Spa (kurze Behandlung inklusive) . Zutritt für Delta-One™- und Virgin AtlanticUpper Class-Passagieren sowie Diamond, Platinum und Gold Medallion-Mitglieder am Tag ihrer Nonstop-Transatlantikflüge zwischen Nordamerika und Großbritannien.

6. Singapore Airlines: Singapur. Am Changi Airport gibt es drei SilverKris Lounges, jeweils mit Bartender Service und Duschen. Zugang für Star Alliance Gold-Kunden, Passagiere der Suites sowie First und Business Class sowie Mitglieder des PPS Clubs und KrisFlyer Elite Gold Mitglieder, die einen Singapore Airlines Flug gebucht haben.

7. Qantas Airways: Sydney. In ihrer Domestic Business Lounge in Terminal 3 offeriert die Airline u.a. Barservice, Duschen und exzellenten Barista-Kaffee. Zugang für Qantas Club Members, Business oder First Class Passagiere, Platinum One Frequent Flyer und Platinum Frequent Flyer, Qantas Gold Frequent Flyer, Emirates Platinum- und Gold Skyward- sowie Oneworld Emerald- und Oneworld Sapphire-Members.

8. Etihad Airways : Abu Dhabi. Zwei Lounges von Etihad Airways befinden sich in Dubai in Terminal 1 (1044 Quadratmeter für 134 Gäste) und Terminal 3: Internationales Buffet oder À la Carte, Familienzimmer mit Kinderbetreuung, 15-minütige Behandlung im Six-Senses Spa inklusive, Bibliothek, Duschen, Schuhputzservice. Zugang für Reisende in der Etihad Business oder First Class, Etihad Platinum Members und airberlin Business Class und FlyFlex-Gäste mit Abflug am gleichen Tag.

9. Emirates: Dubai. Drei Lounges (Terminal 1 und Terminal 3): Highlight ist die neu renovierte Emirates Lounge in Terminal 3, Halle B für 2000 Passagiere. Internationales Buffet mit immenser Auswahl unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, Moët & Chandon Lounge (Champagner inbegriffen), Barista-Service, Familienzimmer mit Videospielen, kostenlose 15-minütige Behandlung im Timeless Spa. Zugang für First und Business Class-Reisende, Emirates Skywards Gold and Platinum members, Emirates Skywards Silver members, Quantas First und Business Class sowie Mitglieder von Qantas Frequent Flyer Gold, Platinum, Platinum One und Qantas Club.

10. Swiss: Zürich. 216 Sitzplätze auf 1100 Quadratmetern über zwei Ebenen, 27 Meter lange Bar, vier Duschen, Playstation: Das wird den Gästen in der Swiss Business Lounge im Dock E geboten. Zugang: First und Business Class-Reisende mit Swiss & Lufthansa, Star Alliance Gold, HON Circle, Senator, Miles & More Frequent Traveller, United Club- und Air Canada Maple Leaf Club-Mitglieder.

Und nun das Ranking 2026 des Londoner Beratungsunternehmens Skytrax: 

Früher reichten ein Ledersessel, ein Glas Wein und ein paar leckere Häppchen, um eine Flughafen-Lounge vom hektischen Terminal abzuheben. Heute liefern sich die großen Airlines einen regelrechten Luxuswettbewerb. Mit Restaurants, Cocktailbars, Schlafräumen, Duschen, Spa-Angeboten und Designs, die eher an ein Fünf-Sterne-Hotel als an einen Flughafen erinnern. Allerdings lassen sich die Fluggesellschaften unterm Strixh den Nobelservice fürstlich bezahlen. Das britische Beratungsunternehmen Skytrax hat bei den „World Airline Awards 2026“ u.a. die besten dieser Business-Class-Lounges Lounges ausgezeichnet. Ganz an der Spitze des Rankings dominiert Asien. 

1. Qatar Airways: Al Mourjan Garden Lounge (Doha). Die «Al Mourjan Business Lounge – The Garden» am Hamad International Airport erstreckt sich über 7390 m2und bietet Platz für bis zu 707 Gäste. Durch große Fenster blickt man auf den tropischen Indoor-Garten „The Orchard“. Dazu kommen 24 Ruheräume, sieben Spa-Behandlungsräume, ein Fitnessstudio sowie verschiedene Restaurants und Bars. Kulinarisch reicht das Angebot von Sushi und Salaten über Patisserie bis zum À-la-carte-Essen.

2. Air Canada, Signature Suite (Toronto). Fast eher Restaurant als klassische Lounge: Die „Signature Suite“ von Air Canada am Toronto Pearson Airport setzt stark auf Kulinarik. Gäste können sich im Restaurant bedienen lassen oder am ganztägigen Buffet zugreifen. Zum Angebot gehören unter anderem eine Nudelbar, Cocktails, Champagner und ausgewählte Weine. Wer arbeiten möchte, findet einen ruhigen Arbeitsbereich; hinzu kommt ein persönlicher Concierge-Service. Die Suite liegt im internationalen Abflugbereich beim Gate E77.

3. Cathay Pacific, The Pier, Business (Hongkong). Hongkong-Flair statt anonymer Flughafenatmosphäre: «The Pier, Business» ist die grösste Lounge von Cathay Pacific am Heimatflughafen. Besonders bekannt ist die Lounge für ihre Noodle Bar mit chinesischen Nudelspezialitäten und Dim Sum, kleinen kantonesischen Häppchen. Dazu kommen eine Food Hall, eine Kaffeestation und ein eigenes Teehaus. Wer vor dem Weiterflug Ruhe sucht, findet einen abgedunkelten Relaxbereich mit Liegesesseln. 14 Duschsuiten sorgen nach einem langen Flug für Erfrischung. Teile der Lounge werden derzeit renoviert.

4. Virgin Atlantic, Clubhouse (London-Heathrow). Virgin Atlantic beschreibt sein «Clubhouse» in Heathrow selbst als Mischung aus Flughafen-Lounge und Fünf-Sterne-Hotel. Und tatsächlich geht es hier ausgesprochen verspielt zu. Die erneuerte Lounge bietet Panoramablicke auf das Vorfeld, Restaurant-Service und eine Cocktailbar. Hinzu kommen ein Kinoraum und Arbeitskabinen, die von den legendären Virgin-Records-Studios inspiriert sind. Das Design spielt immer wieder mit London, Musik und der Geschichte der Airline.

5. Singapore Airlines, Silver Kris Lounge (Singapur). Am Changi Airport darf natürlich auch Singapore Airlines nicht fehlen. Die «Silver Kris Lounge» im Terminal 3 ist rund um die Uhr geöffnet und bietet neben warmen Speisen und Snacks auch Barista- und Bartender-Service. Reisende können sich in einer Ruhezone zurückziehen, arbeiten oder eine der Duschen nutzen. Selbst an Familien wurde gedacht: Für Kinder gibt es einen eigenen Spielraum. Damit verbindet die Lounge den für Changi typischen Komfort mit dem Premium-Anspruch von Singapore Airlines.

6. Iberia, Velázquez Premium Lounge (Madrid) Spanisches Lebensgefühl vor dem Langstreckenflug: Iberias „Velázquez Premium Lounge“ in Madrid-Barajas verbindet Ruhebereiche mit einem starken Gastronomieangebot. Zur Ausstattung gehören Arbeitsmöglichkeiten, schnelles WLAN und zahlreiche Anschlüsse direkt an den Sitzplätzen. Einen besonderen Stellenwert haben Essen und Wein: Digitale Angebote informieren über Menüs und das verfügbare Weinsortiment. Die Lounge richtet sich vor allem an Reisende auf internationalen Langstrecken ab Terminal 4S.

7. Delta Air Lines, Delta One Lounge (New York JFK). New York zeigt, wie gross der Lounge-Wettbewerb inzwischen geworden ist. In der «Delta One Lounge» am JFK können Gäste in einer Brasserie mit 140 Plätzen ein Drei-Gänge-Menü bestellen. Wer lieber schnell etwas isst, bedient sich bei «The Market and Bakery». Ein besonderes Highlight ist die ganzjährig nutzbare Terrasse mit Blick aufs Vorfeld und zurückziehbarem Dach. Dazu kommen Wellnessbereiche, Massagemöglichkeiten und Duschsuiten. Die Lounge befindet sich im Terminal 4.

8. Turkish Airlines Business Lounge (Istanbul). Schon die Dimensionen sind beeindruckend: Die internationale «Business Lounge» von Turkish Airlines am Flughafen Istanbul misst rund 5600 Quadratmeter. Neben Duschen, Suiten, Arbeits- und Konferenzmöglichkeiten gibt es sogar ein Museum und einen Kinderspielbereich. Besonders üppig fällt die Verpflegung aus: Türkische Spezialitäten, Simit, Pide, Grillgerichte, Suppen, Salate, Pasta und Desserts gehören zum Angebot. Die Lounge ist rund um die Uhr geöffnet und liegt beim Pier D.

9. Air France, Business Lounge (Paris-CDG). Französische Eleganz darf in den Top Ten nicht fehlen. Air France betreibt am Charles de Gaulle mehrere Premium-Lounges; zu den grossen Business-Bereichen gehört die Lounge in Terminal 2E. Je nach Bereich warten Ruhezonen, Duschen, Gastronomie und Wellness-Angebote. In Hall L etwa gibt es einen Clarins-Bereich, eine Bar sowie warme und kalte Gerichte; der 2025 erneuerte Bereich in Hall K erstreckt sich inzwischen über drei Etagen und mehr als 2800 Quadratmeter.

10. United Airlines, Polaris Lounge (Chicago). Den Abschluss der Top Ten macht United Airlines am Heimatflughafen Chicago O’Hare. Die «Polaris Lounge» bei Gate C18 wurde 2025 umfassend erneuert und vergrössert. Reisende finden dort ein À-la-carte-Restaurant, Buffet, Bars, Duschen und Rückzugsmöglichkeiten zum Ausruhen. Neu hinzugekommen sind unter anderem zusätzliche Relax-Pods und ein deutlich grösserer Restaurantbereich. Damit zeigt auch United, wie stark US-Airlines inzwischen in das Premium-Erlebnis am Boden investieren. Quelle: Frequent Traveller / Skytrax ( CM

Geschäftsreiseriese Amex GTB – das war einmal

Die US-Investmentgesellschaft Long Lake Management hat die Übernahme von American Express Global Business Travel (Amex GBT) für 6,3 Mrd. US-Dollar abgeschlossen. Damit wird das weltweit größte Travel-Management-Unternehmen von der Börse genommen, und es wird der Weg für „umfangreiche“ Investitionen in den Einsatz von KI im gesamten Unternehmen geebnet, wie die Firmen mitteilten. Long Lake wurde bei der Transaktion von General Catalyst und Alpha Wave unterstützt. Auch die bisherigen Großaktionäre – darunter American Express, Expedia, die Qatar Investment Authority und BlackRock, die zusammen 69 % der Stimmrechte halten – hatten der Übernahme zugestimmt, die in Branchenkreisen hohe Wellen geschlagen hat. 

Die Übernahme, die erstmals im Mai angekündigt und am 03. August 2026 von den Amex GBT-Aktionären gebilligt worden war, brachte den Aktionären 9,50 US-Dollar pro Aktie ein – ein Aufschlag von mehr als 65 % gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittskurs der 30 Tage nach der Fusionsvereinbarung. Der Handel mit Amex GBT-Aktien wurde inzwischen eingestellt, und das Unternehmen wurde von der New Yorker Börse (NYSE) genommen.

Amex GBT ist die jüngste – genauer gesagt die 35. – in einer langen Reihe von Übernahmen durch Long Lake. Die Holdinggesellschaft, erst vor drei Jahren gegründet, die auf langfristiges Kapital setzt, konzentriert sich darauf, ihre übernommenen Unternehmen durch den Einsatz von KI zu transformieren; der Amex GBT-Deal ist jedoch ihr bislang größter und laut Amex GBT „die weltweit erste Übernahme eines börsennotierten Unternehmens mit dem Ziel der KI-Transformation“ (sog. „AI take-private deal“). In einem LinkedIn-Beitrag erklärte Alex Taubman, Mitgründer und CEO von Long Lake, der Schwerpunkt liege nun darauf, „die Technologieplattform von Amex GBT für das Zeitalter des agentenbasierten Travel-Managements vorzubereiten“.

Der strategische Fokus der Investmentgesellschaft Long Lake liegt auf der Modernisierung von Dienstleistungsunternehmen durch Künstliche Intelligenz (KI). Genau hier soll auch bei Amex GBT der Hebel angesetzt werden. Alex Taubman, CEO und Mitbegründer von Long Lake, skizzierte die Vision für die Zukunft: „Die Zukunft der Geschäftsreisen wird durch das nahtlose Zusammenspiel von KI und menschlichen Agenten im Dienste jedes Reisenden definiert werden: schnellere Buchungszeiten, proaktive Störungsbehebung und reibungslose Reiseverwaltung.“ Auch Paul Abbott, CEO von Amex GBT, sieht in der Übernahme einen entscheidenden Katalysator für die Branche. 

Im Mittelpunkt dieser Transformation steht „Nexus“ von Long Lake – eine selbstlernende KI-Plattform, die Arbeitsabläufe abbildet und Daten für die Integration aufbereitet. Laut Amex GBT schneidet sie bis zu fünfmal besser ab als KI-Modelle, die für allgemeine Zwecke entwickelt wurden. 

„Long Lake erwirbt Unternehmen mit langfristigem Potenzial und hält diese dauerhaft“, so Taubman. „Unsere Ingenieure arbeiten direkt mit den Teams vor Ort zusammen, um Nexus – unsere KI-Plattform für Wissensarbeit – zu implementieren. Über unser gesamtes Portfolio hinweg sparen Mitarbeitende, die Nexus nutzen, durchschnittlich 8,3 Stunden pro Woche ein.“ Taubman merkte zudem an, dass Long Lake derzeit Forscher und Ingenieure für die Standorte New York und San Francisco sucht.

Für die Kunden von Amex GBT bedeutet die Übernahme laut dem Travel-Management-Unternehmen (TMC), dass die Betreuungsteams, Verträge und Serviceleistungen „nahtlos fortgeführt“ werden, da die Investition in die KI und deren Integration „im Hintergrund“ erfolgen. „Von KI-gestützten Kundentools bis hin zu Reiseberatern, die von KI unterstützt werden – unsere Kunden können sich auf kontinuierliche Innovationen freuen, die den Service, dem sie bereits vertrauen, schneller, intelligenter und persönlicher machen“, erklärte Paul Abbott, CEO von Amex GBT.

Long Lake teilte mit, dass die Übernahme durch eine Kombination aus bestehenden Investoren sowie Koch Equity Development – ​​dem Investitions- und Akquisitionsarm von Koch – finanziert wurde. Zu den Investoren von Long Lake, das 2023 gegründet wurde, zählen General Catalyst, Alpha Wave, Elad Gil, D1 und Thrive.  Quelle: Long Lake / Amex GBT / CM

Etihad erweitert Firmenprogramm um neue Services

Etihad Airways hat für berechtigte Mitglieder seines Programms „Etihad for Business“ einen neuen Service eingeführt, der eine erweiterte Betreuung bietet.

Der unter dem Namen „Corporate Care“ laufende Service umfasst vorrangige Unterstützung bei Flugunregelmäßigkeiten – etwa Hilfe bei Umbuchungen, Absicherung des Fluges bei einem Wechsel auf ein kleineres Flugzeugmodell sowie die Berücksichtigung von Sitzplatzwünschen bei einem Flugzeugwechsel.

Zudem stehen spezielle Account-Management-Teams bereit, um Firmenpartnern einen „direkteren Ansprechpartner“ zu bieten und eine „enge Abstimmung mit Travel-Management-Unternehmen“ zu gewährleisten. 

Etihad erweitert ihr Firmenkundenprogramm. Foto Etihad

Etihad Airways hat ihr Firmenprogramm 2025 „von Grund auf“ überarbeitet.  Dazu gehören ein neues, eigens dafür eingerichtetes Portal sowie weitere neue Tools, Vorteile und Serviceoptionen. Neben „wettbewerbsfähigen Preisen“ hat das Programm „Etihad for Business“ vertragliche Zielvorgaben abgeschafft und setzt nun auf ein „transparenteres Stufensystem“. Laut Etihad umfasst das Programm zudem Leistungsanalysen, automatisierte Berichterstattung und ein „vereinfachtes Ausgabenmanagement“. Auch wenn dies an Dienstleistungen von Travel-Management-Unternehmen (TMC) erinnert, betonte die Fluggesellschaft, dass „Etihad for Business“ unter Einbeziehung ihrer TMC-Partner entwickelt wurde, um bestehende Reiseprogramme zu ergänzen. „Wir wissen, dass viele unserer Kunden ihrem TMC Zugang zum ‚Etihad for Business‘-Portal gewähren wollen, damit dieses die Vorteile in ihrem Namen verwalten kann“, so die Fluggesellschaft.

Die einzige Voraussetzung für die Teilnahme am Programm ist, dass es sich bei dem Unternehmen um einen registrierten Betrieb handelt. „Das Programm steht Unternehmen jeder Größe offen“, erklärte Etihad. „Wir haben es so konzipiert, dass es den unterschiedlichsten Unternehmen gerecht wird – unabhängig von ihrer Größe oder ihren Reiseausgaben.“

Der Golfcarrier aus Abu Dhabi unterteilt seine Kunden nicht explizit in kleine und mittlere Unternehmen (KMU). „Unser Ansatz konzentriert sich darauf, die richtige Mischung aus Dienstleistungen anzubieten, die auf Reiseverhalten und Anforderungen basieren, anstatt auf starren Klassifizierungen zu beharren“, so Etihad.

Die „erhöhte Buchungsflexibilität“ des Programms bietet laut Etihad „günstigere Konditionen für Änderungen und Stornierungen als Standardtickets“. Zu den bevorzugten Serviceleistungen für Mitglieder gehören u.a. ein bevorzugter Zugang am Flughafen sowie eine entsprechende Kennzeichnung im System von Etihad, sodass das Personal Reisende von „Etihad for Business“ als solche erkennen kann. Je nach Statusstufe können zudem Leistungen wie eine bevorzugte Behandlung auf Wartelisten und eine priorisierte Gepäckabfertigung enthalten sein. Quelle: Etihad / CM

Zuversichtlichere Geschäftsreise-Branche

Die Zuversicht in der Geschäftsreisebranche hat den höchsten Stand des Jahres 2026 erreicht und sich damit von der Unsicherheit erholt, die die Erwartungen zu Jahresbeginn angesichts des Konflikts im Nahen Osten und steigender Kerosinpreise belastet hatte. Dies geht aus einer Umfrage der Global Business Travel Association (GBTA) unter 604 Branchenexperten hervor.

In der zwischen 27. August und 09. September 2026 durchgeführten Umfrage äußerten sich 63 % der Befragten – darunter sowohl Einkäufer als auch Anbieter – optimistisch hinsichtlich der kommenden zwölf Monate. Dies entspricht einem Anstieg um 22 Prozentpunkte gegenüber der GBTA-Umfrage vom April und markiert den positivsten Ausblick seit Oktober 2024. Etwa 30 % der Befragten blickten blicken weder optimistisch noch pessimistisch in die Zukunft, während 7 % tatsächlich schwarz sehen. Allerdings fiel die Einschätzung nicht in allen Weltregionen gleichermaßen positiv aus. In Europa zeigten sich nur 55 % der Befragten optimistisch, während 11 % pessimistisch waren. Dies stellt zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem April dar – doch liegt der Optimismus in Europa weiterhin unter dem in Nordamerika (61 %), im asiatisch-pazifischen Raum (71 %) und in Lateinamerika (76 %).

Von den rund 300 befragten Geschäftsreise-Einkäufern rechneten 45 % damit, dass die Anzahl der Geschäftsreisen in ihren Unternehmen im Jahr 2026 höher ausfallen würde als 2025; im April lag dieser Wert noch bei 30 %. Fast 40 % der Einkäufer erwarteten ein gleichbleibendes Geschäftsreisevolumen im Vergleich zu 2025, während 16 % von einem Rückgang der Geschäftsreisen in diesem Jahr ausgingen.

Mehr als die Hälfte (56 %) der Einkäufer rechnet für 2026 mit einem Anstieg der Reiseausgaben im Vergleich zum Vorjahr, während 28 % von gleichbleibenden und 14 % von sinkenden Ausgaben ausgehen. Fast ein Drittel der Einkäufer schätzte, dass die Anzahl der Meetings, die Geschäftsreisen erfordern, in ihren Unternehmen im Jahr 2026 zunehmen wird; 49 % erwarteten keine Veränderung und 14 % einen Rückgang.

Auch die Erwartungen von Anbietern und Travel-Management-Unternehmen haben sich seit April verbessert: 48 % dieser Befragten rechnen mit einem Anstieg der Umsätze aus dem Geschäftsreisegeschäft im Jahresvergleich (gegenüber 35 % zu Jahresbeginn). Aber immerhin 14 % der Anbieter erwarteten für 2026 geringere Umsätze.

Steigende Reisekosten waren für Einkäufer der wichtigste Faktor bei der Reiseplanung (genannt von 69 %), gefolgt von geopolitischer Unsicherheit (45 %). Bei den Anbietern stand die geopolitische Unsicherheit als geschäftlicher Einflussfaktor an erster Stelle (genannt von 60 %), gefolgt von steigenden Betriebskosten (44 %) und Preisdruck seitens der Kunden (42 %). Quelle: GBTA / CM

BizTrip AI startet MCP-Schnittstelle für Buchungen über Claude und ChatGPT

BizTrip AI , die KI-Plattform für Geschäftsreisen, hat eine maßgeschneiderte Funktion auf Basis des „Model Context Protocol“ (MCP) eingeführt, die Buchungen von Geschäftsreisen mittels natürlicher Sprache über die KI-Assistenten Claude und ChatGPT ermöglicht.

Nutzer, die ihre BizTrip-AI-Konten mit Claude und ChatGPT verknüpfen, können auf diesen Plattformen in natürlicher Sprache nach Reiseoptionen suchen. BizTrip AI zeigt daraufhin passende Angebote für Flüge, Bahn, Hotels und Mietwagen an und ermöglicht die direkte Buchung. Das System erlaubt es zudem, Unternehmensrichtlinien bei der Suche in natürlicher Sprache zu berücksichtigen. 

Bereits früher in diesem Jahr hatte BizTrip AI Partnerschaften geschlossen, um für den Zugriff auf Reiseangebote das globale Vertriebssystem von Sabre sowie den „SabreMosaic Travel Marketplace“ zu nutzen.

„Viele Teams verbringen den ganzen Tag in Claude und ChatGPT – mit dieser Lösung verlagern wir die Geschäftsreiseplanung dorthin, wo die eigentliche Arbeit stattfindet“, erklärte Valerie Layman, Leiterin der Produktstrategie bei BizTrip AI. „Indem wir unsere Planungs- und Buchungsfunktionen direkt in diese Oberflächen integrieren, holen wir die Nutzer dort ab, wo sie sich bereits aufhalten, und ersparen ihnen den umständlichen Wechsel zwischen verschiedenen Apps.“

BizTrip AI, das im vergangenen Jahr an den Start ging, meldete für diesen Sommer rund ein Dutzend Großkunden, die sich in unterschiedlichen Phasen von Pilotprogrammen befanden. Quelle: BizTrip AI / CM

Geschäftsreisende im Notfall schützen

Im Herbst nimmt die Zahl der Geschäftsreisen wieder zu. Kundentermine, Messen und internationale Meetings führen viele Beschäftigte in andere Städte und Länder – teilweise in Regionen mit erhöhten politischen, gesundheitlichen oder infrastrukturellen Risiken. Unternehmen stehen deshalb in der Verantwortung, Reisende nicht nur bei der Buchung, sondern auch im Notfall zu unterstützen. 

Geschäftsreisen gehören für viele Unternehmen zum Arbeitsalltag. Gleichzeitig können sich die Rahmenbedingungen unterwegs jederzeit verändern: Flüge oder Bahnverbindungen fallen aus, Naturkatastrophen beeinträchtigen die Infrastruktur, die Sicherheitslage verschärft sich oder ein medizinischer Notfall tritt ein. Beschäftigte müssen dann schnell wissen, wie sie sich verhalten sollen, wer im Unternehmen zuständig ist und über welchen Kanal sie Hilfe erhalten. Besonders herausfordernd kann eine solche Situation für Mitarbeitende sein, die erstmals allein auf Dienstreise unterwegs sind. Sie kennen möglicherweise weder die internen Abläufe noch die zuständigen Ansprechpartner. In einer akuten Lage bleibt jedoch keine Zeit, Zuständigkeiten zu klären oder verschiedene Telefonnummern auszuprobieren.

„Eine Dienstreise endet nicht mit der Landung am Zielort. Unternehmen müssen auch dann handlungsfähig bleiben, wenn sich die Situation vor Ort kurzfristig verändert. Mitarbeitende sollten jederzeit wissen, an wen sie sich wenden können – und darauf vertrauen können, dass sie tatsächlich Unterstützung erhalten“, sagt Robert Löschke, Managing Director Germany bei Tumodo.

Schutzverantwortung beginnt vor der Abreise

Die Fürsorgepflicht von Unternehmen gilt vor, während und nach einer Dienstreise. Sie beginnt deshalb nicht erst, wenn ein Notfall eingetreten ist, sondern bereits bei der Reiseplanung. Unternehmen/Mobilitätsmanager sollten vorab prüfen, welche Risiken am Zielort bestehen, welche Informationen Beschäftigte benötigen und welche Maßnahmen im Ernstfall greifen. Dazu gehört auch eine aktuelle Übersicht darüber, wer sich wann und wo auf Dienstreise befindet. Nur wenn das Unternehmen weiß, welche Beschäftigten unterwegs sind und wie sie erreicht werden können, kann es bei einer veränderten Sicherheitslage schnell reagieren. Das gilt insbesondere bei Reisen ins Ausland, bei denen Sprachbarrieren, Zeitverschiebungen und eingeschränkte lokale Unterstützung die Situation zusätzlich erschweren können oder schlicht und einfach keine Internetverbindung und/ oder keine Mobilfunkverbindung möglich ist. „Duty of Care bedeutet nicht, jedes Risiko ausschließen zu können. Das ist in einer zunehmend unübersichtlichen Welt nicht realistisch. Es bedeutet, Risiken frühzeitig zu erkennen, Verantwortlichkeiten festzulegen und im Ernstfall schnell und verlässlich zu handeln“, so Löschke.

Checkliste: Was vorab geregelt sein sollte

  • Wer ist im Ernstfall verantwortlich? Unternehmen sollten Zuständigkeiten, Vertretungen und Erreichbarkeit außerhalb der Bürozeiten klar regeln.
  • Wie werden Beschäftigte erreicht? Reisende brauchen aktuelle Notfallkontakte und einen verlässlichen Kommunikationskanal – auch für die eigene Kontaktaufnahme.
  • Welche Risiken bestehen am Zielort? Vor der Abreise sollten Unternehmen Reisehinweise, politische und gesundheitliche Risiken sowie mögliche Einschränkungen prüfen.
  • Was passiert bei akuter Gefahr? Für Umbuchungen, Rückreisen, alternative Unterkünfte und medizinische Hilfe sollten konkrete Abläufe feststehen.
  • Sind alle Reisenden erfasst? Eine zentrale Übersicht hilft, betroffene Beschäftigte im Ernstfall schnell zu identifizieren und zu kontaktieren.
  • Welche Hilfe gibt es bei Krankheit oder Unfall? Mitarbeitende sollten wissen, an wen sie sich wenden können und welcher Versicherungsschutz greift.
  • Was gilt bei Reiseänderungen? Private Verlängerungen oder Änderungen der Route sollten gemeldet werden, damit Erreichbarkeit und Betreuung gewährleistet bleiben.

Vom Reiseprozess zum Notfallmanagement. Eine digitale Reiseverwaltung kann Unternehmen dabei unterstützen, Buchungen, Genehmigungen und aktuelle Reiseinformationen an einem Ort zu bündeln. Dadurch erhalten Verantwortliche einen besseren Überblick darüber, welche Beschäftigten unterwegs sind und welche Reiseabschnitte von Änderungen betroffen sein könnten. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Technologie. Im Notfall müssen Informationen bewertet, Entscheidungen getroffen und Beschäftigte persönlich unterstützt werden. Digitale Prozesse können dabei helfen, schneller zu reagieren; sie ersetzen aber nicht die klare Zuständigkeit und erreichbare Ansprechpartner. „Unternehmen können nicht verhindern, dass Flüge gestrichen werden, Naturereignisse eintreten oder sich eine politische Lage verändert. Sie können aber festlegen, wie sie in solchen Situationen handeln. Professionelles Travel Management verbindet deshalb Transparenz, klare Prozesse und persönliche Unterstützung“, sagt Löschke. Mit der Rückkehr aus den Sommerferien bietet sich für Unternehmen ein geeigneter Anlass, bestehende Reiseprozesse zu überprüfen: Sind alle Reisenden erfasst? Sind Notfallkontakte aktuell? Wissen Beschäftigte, was im Ernstfall zu tun ist? Und ist auch außerhalb der Bürozeiten jemand erreichbar? Wer diese Fragen vor der nächsten Dienstreise beantwortet, schafft mehr Sicherheit für Beschäftigte und mehr Handlungsfähigkeit für das Unternehmen. Quelle: Tumodo / CM

Quatar Airways und Uber: Angebot für Mobilitätsmanager

Qatar Airways ist eine Partnerschaft mit Uber for Business eingegagngen, um Unternehmen sowie Geschäftsreisenden weltweit mehr Flexibilität und Komfort zu bieten.

Im Rahmen dieser Partnerschaft können Mitglieder des Qatar Airways-Geschäftsreiseprogramms ‘Beyond Business’ von ihre Qrewards gegen Uber-Fahrgutscheine einlösen, die direkt dem Uber-Wallet des Nutzers gutgeschrieben und für weltweite Geschäftsreisen verwendet werden können.

Qatar Airways und Uber kooperieren bei Geschäftsreisen. Foto Uber.

Diese Integration erweitert das Premium-Angebot von Qatar Airways für Unternehmen über den Flugverkehr hinaus und bietet Unternehmen jeder Größe mehr Flexibilität bei der Verwaltung von Dienstreisen von Anfang bis Ende sowie Geschäftsreisenden Vorzugsleistungen und nahtlosen Zugang zum Bodentransport.

Durch die Neugestaltung des geschäftlichen Bodentransports und der Mobilität von Mitarbeitenden bietet Uber for Business nahtlosen Reiseerlebnisse. Ferner ermöglicht das intuitive zentrale Dashboard Reisemanagern den präzisen Überblick und die automatisierte Spesenabrechnung, die erforderlich sind, um die Einhaltung von Richtlinien durchzusetzen und Einsparungen zu maximieren.

Die Zusammenarbeit eröffnet Business Travellern zusätzliche Möglichkeiten, auf Geschäftsreisen Geld zu sparen und Prämien zu sammeln. Außerdem können Unternehmen ihre Reisekosten dadurch besser nachverfolgen und kontrollieren. Quelle: Qatar Airways / CM