Delta: Partnerschaft mit der NYT und dem WSJ

Delta Air Lines geht eine Partnerschaft mit zwei der der weltweit namhaftesten Tageszeitungen ein, die US-Präsident Donald Trump am meisten verabscheut und wiederholt als „Macher von Fake News“ bezeichnet hat. Passagiere kostenlosen Zugriff auf eine umfangreiche Sammlung von Artikeln beider US-Medienhäuser sowie auf weitere Inhalte wie Videos, die auf den Bildschirmen in den Rückenlehnen der Sitze verfügbar sein werden.

Die jüngste, am Mittwoch von der für ihre liberale Haltung bekannten Fluggesellschaft aus Atlanta angekündigte Partnerschaft betrifft das „Wall Street Journal“ /WSJ) – eine Tageszeitung, die sich laut Delta durch „Qualität, Zuverlässigkeit und die Unterstützung der Menschen bei der Orientierung in einer zunehmend komplexen Welt“ auszeichnet.

Delta ist eine Partnerschaft mit der NYT und dem WSJ eingegangen, zwei namhafte Tageszeitungen, mit denen US-Präsident Donald Trump im Clinch liegt. Screenshot CM

Trumps Verhältnis zum „Wall Street Journal* ist jedoch zwiespältig: Zwar lobt er das Blatt gelegentlich für seine Wirtschaftsberichterstattung, greift es aber ebenso oft wegen Artikeln an, die ihn oder sein Handeln als Präsident kritisieren. Im April erst bezeichnete Trump die Redaktion des WSJ als „eine der schlechtesten, nachdem diese einen Kommentar mit der Überschrift „Trump Declares Premature Victory in Iran“ (Trump verkündet verfrühten Sieg im Iran-Konflikt) veröffentlicht hatte. Auf seiner eigenen Plattform „Truth Social“ schrieb Trump: „Das WSJ wird – wie üblich – seine Worte noch schlucken müssen. Sie sind immer schnell mit Kritik zur Hand, geben aber nie zu, wenn sie falsch liegen – was meistens der Fall ist!“

Donald Trumps heftige Angriffe auf das WSJ verblassen jedoch im Vergleich zu seiner Haltung gegenüber Deltas anderem jüngsten Medienpartner, der „New York Times“; gegen diese reichte Trump im vergangenen September wegen Verleumdung und übler Nachrede eine Klage über 15 Mrd. US-Dollar ein. The New York Times (NYT) ist eine einflussreiche überregionale US-amerikanische Tageszeitung mit höchsten Abonnentenzahl aller US-Zeitungen. Trump warf der NYT vor, seinen Ruf zu schädigen und ihn zu verleumden. Die NYT konterte, die Klage sei „haltlos, entbehre jeglicher rechtlicher Grundlage und sei vielmehr ein Versuch, unabhängige Berichterstattung zu unterbinden und zu untergraben“.

Delta ging die Partnerschaft mit der NYT im April ein – Monate nach Trumps wütendem juristischen Vorstoß gegen die Zeitung. Damals betonte Delta, die „New York Times“ bleibe „eine der weltweit vertrauenswürdigsten Marken an Bord“.

Beide Tageszeitungen sind über Deltas hauseigenes Unterhaltungs-Ökosystem „Delta Sync“ verfügbar. Dabei handelt es sich um ein ehrgeiziges Projekt, das darauf ausgelegt ist, den Passagieren ein erstklassiges Erlebnis an Bord zu bieten – von Inhalten auf den Bildschirmen in den Sitzlehnen über das WLAN an Bord bis hin zum Zugriff auf weitere Multimedia-Inhalte.

Im Fall der NYT und des WSJ ermöglicht die „Delta Sync“-Partnerschaft den Passagieren einen kostenlosen Zugang zu beiden Tageszeitungen für 24 Stunden, beginnend mit der Anmeldung im WLAN-Netzwerk an Bord. Dieser Zugang bleibt auch nach der Landung bestehen.

Zudem werden ausgewählte Videoinhalte beider Medienhäuser in das Bordunterhaltungssystem von Delta eingespeist, sodass die Passagiere diese während des Fluges kostenlos ansehen können.

Mit „Delta Sync“ geht die Fluggesellschaft eigene Wege bei der Zusammenarbeit mit Content-Anbietern – unabhängig von den herkömmlichen Lieferanten für Bordunterhaltung. Delta hat zudem Vereinbarungen mit Partnern wie Paramount+, YouTube und Crunchyroll geschlossen.

Ein Großteil des „Delta Sync“-Erlebnisses läuft über das WLAN-Portal der Fluggesellschaft; genau dieser Punkt erwies sich jedoch als Knackpunkt bei den Gesprächen mit Elon Musks Unternehmen Starlink über ultraschnelles Internet an Bord.

Während Delta an seinem sorgfältig kuratierten „Delta Sync“-WLAN-Portal festhalten wollte, machte Starlink den Dienst Berichten zufolge davon abhängig, dass sich Passagiere über ein „One-Click-Portal“ einloggen können. Letztlich war Delta offenbar nicht zu Zugeständnissen bereit, sodass die Verhandlungen scheiterten. Daraufhin sah sich Delta gezwungen, auf Amazon Leo zu setzen – einen künftigen Konkurrenten von Starlink, der jedoch noch viele weiterer Satelliten in die niedrige Erdumlaufbahn (LEO) bringen muss, bevor das System einsatzbereit ist.

Delta wird sich bis mindestens Mitte 2027 gedulden müssen, ehe die Installation von Amazon Leo in der Flotte beginnen kann. Zu diesem Zeitpunkt wird United die Einführung von Starlink in der gesamten Flotte bereits abgeschlossen haben, und auch Alaska Airlines sowie Southwest werden mit der Starlink-Implementierung schon weit fortgeschritten sein. Selbst Delta’s scharfer Konkurrent American Airlines wird dann bereits mit der Installation von Starlink in rund 500 Airbus-Schmalrumpfflugzeugen begonnen haben. Quelle: Delta Air Lines / CM

Modernes Bahnfunknetz erst in den 2030er Jahren

Nach einem missglückten vermutlich fehlerhaften Software-Update des veralteten digitalen Bahn-Funknetzes in Deutschland rollte am späten Dienstag Abend zwei Stunden lang kein Rad auf dem Schienennetz. Betroffen waren Personen- und Güterverkehr. Für Millionen Bahnreisende, unter ihnen auch Geschäftsreisende, stand das Leben plötzlich still. 

Schuld war eine Störung im digitalen Bahnfunk GSM-R (GSM-R steht für „Global System for Mobile Communications – Railway“.). Es ist ein Mobilfunknetz, das ausschließlich dem Bahnbetrieb dient und Mitte der 2000er-Jahre die alten analogen Zugfunksysteme ablöste. Technisch basiert es auf dem GSM-Standard – also auf 2G-Mobilfunk aus den 1990er-Jahren, angepasst an die Anforderungen der Eisenbahn. In Deutschland nutzt GSM-R die Frequenzbereiche um 876 bis 880 MHz (für Senden) und 921 bis 925 MHz (für Empfangen), also unmittelbar unterhalb des öffentlichen 900-MHz-

Mobilfunkbands. Über GSM-R sprechen LokführerInnen, Fahrdienstleiter und Stellwerke miteinander. Lokführer müssen jederzeit für die Leitstelle erreichbar sein – für Notrufe, Fahrterlaubnisse oder die schnelle Sperrung eines Gleises. Fällt das Netz aus, werden die Züge angehalten. 

Das Netz überträgt Sprache, Not- und Gruppenrufe, aber auch Daten für moderne Zugsicherung wie das European Train Control System (ETCS). In Deutschland deckt es rund 30.000 Streckenkilometer ab und wird zentral von der DB InfraGO betrieben.

Unglücklicherweise hat das GSM-R-Netz auch eine externe Schwachstelle: Es ist nämlich auch von außen verwundbar durch Sabotage-Akte, wie sie schon mehrfach passiert sind.  So durchtrennten im Oktober 2022 unbekannte Geistige Tiefflieger Glasfaserkabel in Berlin und Herne, die zum GSM-R-Netz gehörten. Folge: Drei Stunden lang stand der Verkehr in Norddeutschland still.

Nachfolge-System erst Mitte der 2030er Jahre. Adie Bahn arbeitet bereits an einem Nachfolgesystem. Das „Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) baut auf 5G auf, ist IP-basiert und gilt als deutlich leistungsfähiger und sicherer als der 2G-Vorgänger. Die Deutsche Bahn will es schrittweise zwischen 2026 und 2035 einführen; abgeschaltet werden soll GSM-R erst um 2035, beide Systeme laufen dann eine Zeit lang parallel. Bis dahin bleibt das alte Netz das Nervensystem der Bahn – und damit zugleich eine ihrer größten Schwachstellen. Quelle: DB / BR / CM

eSIM am BER jetzt direkt buchbar

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) erweitert sein digitales Serviceangebot: Ab sofort können Passagiere über die Kanäle des Flughafens unkompliziert eine eSIM für ihre Auslandsreise buchen. Gemeinsam mit dem eSIM-Anbieter Airalo wird die mobile Internetnutzung im Nicht-EU-Ausland deutlich einfacher.

Die Buchung ist nahtlos in die Planung des Passagiers integriert – gebucht werden kann die eSIM bereits vor Beginn der Reise über die BER-Website oder in der BER App. Reisende können ihre eSIM in wenigen Schritten aktivieren und sind direkt nach der Landung online, ohne SIM-Karten-Wechsel oder Roamingkosten. 

Geschäftsresende, die im Ausland unterwegs sind, kennen das Problem: Mitunter hohe Roamingkosten, der umständliche Kauf einer lokalen SIM Karte oder unsichere, langsame WLAN-Verbindungen machen es oft schwierig, jederzeit online zu sein. Gerade nach der Landung möchte man sofort navigieren, Nachrichten schreiben oder wichtige Informationen abrufen – ohne Aufwand und ohne versteckte Kosten. Mit der BER eSIM gehört das der Vergangenheit an. 

Preisbeispiel USA: 30 Tage, 20 GB, € 33,00. 2 GB und 15 Tage € 6,50. Preisbeispiel UK: 7 Tage, 1 GB, € 4,00. 3 GB und 30 Tage € 8,50. Quelle: BER / CM