Edelweiss bekommt neuen CEO

An der Spitze der Edelweiss steht ein Wechsel bevor. Der Vorstand der Lufthansa Group hat Edi Wolfensberger laut einer Mitteilung zum neuen CEO der Schweizer Ferienfluggesellschaft ernannt. Der 45-jährige Schweizer übernimmt die Leitung am 01. Oktober 2026 von Bernd Bauer, der das Unternehmen nach zwölf Jahren als CEO verlässt.

Wolfensberger ist seit April 2022 Chief Operating Officer (COO) und Mitglied der Geschäftsleitung von Eurowings. Zuvor war er u.a. COO von Brussels Airlines sowie Managing Director von Lufthansa Aviation Training Switzerland. Seine Laufbahn begann er 2008 bei Swiss, wo er verschiedene Funktionen in den Bereichen Finanzen und Commercial ausübte.

Bernd Bauer (im Bild rechts) übernahm 2014 die Führung der Edelweiss. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Airline von einer Ferienfluggesellschaft mit knapp 500 Mitarbeitenden zu einem Unternehmen mit heute fast 1.700 Beschäftigten. Gleichzeitig wuchs das Streckennetz von rund 40 auf mehr als 100 Destinationen, während sich die Zahl der beförderten Passagiere verdreifachte.

Unter seiner Leitung investierte die Edelweiss kontinuierlich in Flotte und Produkt. Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen die Einflottung des Airbus A340 für den Ausbau des Langstreckengeschäfts sowie zuletzt die Einführung des Airbus A350 inklusive neuer Kabinengeneration. Zudem führte Bauer das Unternehmen durch die Corona-Pandemie und legte die Basis für das heutige Wachstum.

Der Wechsel erfolgt auch aufgrund einer Regel innerhalb der Lufthansa Group: Führungskräfte beenden ihre operative Tätigkeit in der Regel mit dem Erreichen des 60. Altersjahres. Bauer feierte seinen 60. Geburtstag bereits im vergangenen Jahr. Quelle: Lufthansa / CM

Deutsche Bahn besetzt regionale Führungspositionen neu

Die DB meldet neue Konzernbevollmächtigte für die Regionen Nord, Südost und Südwest.

Die Konzernbevollmächtigten repräsentieren die Deutsche Bahn in den Bundesländern. Sie sind die zentralen Ansprechpartner für Kommunal- und Landespolitik, Ministerien, Wirtschaft und Verbände in allen Belangen der DB.  

Martin Walden wird zum 01. September 2026 Konzernbevollmächtigter für den Norden (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein). Er ist seit 1999 für die DB tätig, derzeit als Konzernbevollmächtigter in der Region Südost. Martin Walden folgt auf Ute Plambeck, die in den Ruhestand geht. 

Nachfolgerin Waldens als Konzernbevollmächtigte für die Region Südost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) wird ebenfalls zum 1. September 2026 Cornelia Kadatz. Derzeit verantwortet sie den Bereich Reisendeninformation bei der DB InfraGO, zuvor hatte sie die Funktion der Regionalbereichsleiterin für die Bahnhöfe in Südost inne. Sie arbeitet seit 28 Jahren für die Deutsche Bahn.  

Ebenfalls zum 01. September 2026 übergibt Dr. Clarissa Freundorfer das Amt der Konzernbevollmächtigten für Baden-Württemberg an Dr. Dirk Rothenstein und verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Dirk Rothenstein arbeitet seit 2003 für die Deutsche Bahn, derzeit als Geschäftsführer der Mobimeo GmbH, und leitete bis Ende Juni zusätzlich den Bereich Markt- und Produktmanagement bei DB Regio. Zuvor war er acht Jahre lang Chef der Stuttgarter S-Bahn. Quelle: DB / CM

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder muss gehen

Patrick Schnieder (58) Bundesminister für Verkehr des Bundesrepublik Deutschland, ist auf Geheiß von Bundeskanzler Friedrich Mwerz seinen Posten nach etwas mehr als 1 Jahr wieder los. Für Schnieders Nachfolge war eigentlich der CDU-Politiker Fritz Güntzler im Gespräch. Doch der Wunaschkandidat sagte am frühen Freitagmorge gegen 04 Uhr per SMS ab. 

Schnieder, CDU-Mann aus der Eifel, ist studierter Jurist. Er folgte am 06. Mai 2025 auf den parteilosen (aus der FDP ausgetreten) Volker Wissing, der vom 8. Dezember 2021 bis 06. Mai 2025 das Amt bekleidete. Aber schon bald zeigte sich Schnieder und Merz, das war eine unheilige Allianz. Die anhaltenden Probleme und die große Unpünktlichkeit bei der Deutschen Bahn spielten eine zentrale Rolle bei der Entscheidung des Bundeskanzlers, dem Verkehrsminister den Laufpass zu geben. Patrick Schnieder sollte zusammen mit der neuen Bahnchefin Evelyn Palla dafür sorgen, dass  die Bahn wieder besser performt. Bis jetzt ist das aber nur wenig gelungen, was man Schnieder aber beileinbe nicht in die Schuhe schieben kann.  Denn für  den Neu- und Ausbau von Bahnstrecken und Autobahnen aber fehlen in den kommenden Jahren viele Milliarden Euro. 

War nur 14 Monate im Amt, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Foto: Bundespresseamt

Zudem wird Schnieder der Ärger in der Koalition (im vergangenen Herbst) betreffend Berichte aus dem Bundesverkehrsministerium über drohende Verzögerungen bei Straßen- und Autobahnprojekten durch Milliardenlöcher angelastet. 

Während sich Schnieder bereits bei seinem Team verabschiedet hatte, sorgte Merz‘ Wunschkandidat Fritz Güntzler am Freitagmorgen um 04 Uhr mit einer SMS für eine unangenehme Absage. Was immer die Gründe für das Nein sind: Der 60-Jährige gelernte Wirtschaftsprüfer aus Niedersachsen hat offenbar keine Lust auf den Job. Quelle: CM

Luis Gallego übernimmt Führung von oneworld 

Luis Gallego, CEO der International Airlines Group (IAG), wurde in einem entscheidenden Moment für die globale Airline-Allianz zum Vorsitzenden des oneworld-Verwaltungsrats (Governing Board) gewählt. 

Die Luftfahrt-Allianz oneworld mit ihren 15 Mitgliedern hat Luis Gallego, den CEO der International Airlines Group (IAG), zum neuen Vorsitzenden ihres Verwaltungsrats ernannt; die Amtszeit beginnt am 01. September 2026. Er tritt die Nachfolge von Robert Isom an, dem CEO von American Airlines, dessen dreijährige Amtszeit endet, nachdem er eine der Phasen des größten Wandels innerhalb der Allianz geleitet hat.

Luis Gallegosoll oneworld zur Top-Airline-Allianz machen. Foto: oneworld

Mit dieser Ernennung übernimmt eine der angesehensten, aber zugleich zurückhaltend auftretenden Führungskräfte der Luftfahrtbranche die Leitung einer der drei globalen Airline-Allianzen Star Alliance,  SkyTeam und oneworld – und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Wettbewerb zwischen den Allianzen rasant entwickelt.

Vom Airline-Sanierer zur globalen Führungskraft in der Luftfahrt. Im Gegensatz zu vielen prominenten Führungskräften der Luftfahrtbranche hat sich Luis Gallego seinen Ruf durch konkrete Ergebnisse statt durch Schlagzeilen erworben. Der ausgebildete Luftfahrtingenieur sammelte über fast drei Jahrzehnte hinweg Erfahrungen auf allen Ebenen des Airline-Managements. Seine Laufbahn umfasst Führungspositionen bei Air Nostrum sowie die Mitgründung von Clickair, einer Fluggesellschaft, die später mit Vueling fusionierte. Anschließend rief er Iberia Express ins Leben, bevor er 2013 die Leitung von Iberia selbst übernahm. Als er bei Iberia antrat, übernahm er eine Fluggesellschaft, die unter jahrelangen finanziellen Verlusten und Arbeitskämpfen litt. Innerhalb weniger Jahre führte er die spanische Fluggesellschaft zurück in die Gewinnzone, steigerte die operative Zuverlässigkeit und stellte den internationalen Ruf des Unternehmens wieder her – insbesondere auf den Märkten im Nordatlantikraum und in Lateinamerika. Im September 2020, auf dem Höhepunkt der COVID-19-Pandemie, wurde Gallego CEO der International Airlines Group (IAG) und übernahm damit die Verantwortung für British Airways, Iberia, Aer Lingus, Vueling und LEVEL. Unter seiner Führung ging die IAG gestärkt aus der Pandemie hervor – besser als viele Wettbewerber – und setzte gleichzeitig Investitionen in Premium-Produkte, digitale Transformation und Nachhaltigkeit fort.

Heute fungiert Gallego zudem als Vorsitzender der International Air Transport Association (IATA). Dies verschafft ihm einen außergewöhnlich umfassenden Blick auf die globalen Herausforderungen der Branche – von Engpässen in der Lieferkette und Infrastrukturproblemen bis hin zu Umweltpolitik und geopolitischen Verwerfungen.

Die Herausforderung für oneworld. Während oneworld weiter expandiert – zuletzt durch die Aufnahme von Oman Air und die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsfluggesellschaften –, bleibt das Bündnis gemessen an der Anzahl der Mitgliedsgesellschaften das kleinste der drei großen globalen Luftfahrtbündnisse. Die Star Alliance (Lufthansa, Unized & Co.) behauptet ihre Position als weltweit größte Allianz mit mehr als zwei Dutzend Mitgliedsfluggesellschaften und einem unübertroffenen globalen Streckennetz, das sich über Europa, Nordamerika, Asien und Afrika erstreckt. SkyTeam profitiert weiterhin von einer starken Marktpräsenz in Europa und China sowie von transatlantischen Joint Ventures. oneworld hat sich unterdessen einen Ruf für erstklassigen Service, attraktive Angebote für Geschäftsreisende und einige der weltweit am besten bewerteten Fluggesellschaften erworben – darunter Qatar Airways, Cathay Pacific, Japan Airlines und Qantas.

Der heutige Wettbewerb geht jedoch weit über die bloße Mitgliedschaft in einer Allianz hinaus. Immer häufiger investieren Fluggesellschaften in bilaterale Joint Ventures, Kapitalbeteiligungen und Kooperationen außerhalb der etablierten Bündnisse, die bisweilen einen größeren wirtschaftlichen Nutzen bieten als herkömmliche Allianzstrukturen. Große Fluggesellschaften aus der Golfregion, unabhängige Billigfluganbieter und neue regionale Partnerschaften verändern die globale Vernetzung im Luftverkehr.

Was muss sich ändern? Gallego übernimmt eine Allianz, die finanziell solide dasteht, aber vor strategischen Herausforderungen steht. Um im kommenden Jahrzehnt wettbewerbsfähig zu bleiben, wird sich oneworld voraussichtlich auf einige Schwerpunkte konzentrieren müssen:

  • – Bereitstellung eines durchgängig nahtlosen digitalen Erlebnisses. Reisende erwarten zunehmend eine einheitliche Buchung, eine einheitliche App-Erfahrung, ein abgestimmtes Störungsmanagement und einen konsistenten Service – unabhängig von der ausführenden Fluggesellschaft. 
  • – Stärkung der Integration von Treueprogrammen. Vielflieger erwarten eine einfachere Meilengutschrift und -einlösung sowie eine übergreifende Anerkennung ihres Status bei allen Mitgliedsfluggesellschaften. Vertiefte Partnerschaften im Bereich der Kundenbindung könnten zu einem der größten Wettbewerbsvorteile von oneworld werden. 
  • – Strategische statt rein quantitativer Expansion. Anstatt lediglich weitere Fluggesellschaften aufzunehmen, könnte oneworld von sorgfältig ausgewählten Mitgliedern in unterversorgten Regionen – etwa Indien, Südostasien und Teilen Afrikas – profitieren. 
  • – Verbesserung der operativen Integration. Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb gehören nach wie vor zu den größten Schwachstellen der Branche. Schnellere Umbuchungen, ein koordinierter Kundenservice und gemeinsam genutzte Technologien könnten oneworld von der Konkurrenz abheben. 
  • – Wahrung der Premium-Positionierung. Während die Star Alliance auf die Größe ihres Netzwerks setzt, bleibt die Qualität ihrer Flaggschiff-Fluggesellschaften das wichtigste Unterscheidungsmerkmal von oneworld. Kontinuierliche Investitionen in Premium-Kabinen, Flughafen-Lounges und die Anerkennung von Statuskunden könnten langfristig einen größeren Mehrwert schaffen als eine rasche Expansion.

Nachhaltigkeit ist das nächste prägende Kapitel. Ökologische Nachhaltigkeit dürfte zu einem der zentralen Schwerpunkte für Gallego werden. Während seiner Zeit bei der IAG und der IATA hat er sich konsequent für eine verstärkte Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF), Investitionen in neue Technologien sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Flughäfen und Fluggesellschaften eingesetzt, um die Dekarbonisierungsziele der Luftfahrt zu erreichen. Für eine Allianz, die Fluggesellschaften auf allen Kontinenten vertritt, könnten koordinierte Nachhaltigkeitsinitiativen sowohl einen Wettbewerbsvorteil als auch eine geschäftliche Notwendigkeit darstellen.

Blick in die Zukunft. Robert Isom hinterlässt eine Allianz, die die Erholungsphase nach der Pandemie erfolgreich gemeistert, neue Mitglieder aufgenommen und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fluggesellschaften gestärkt hat. Luis Gallego übernimmt nun die Führung in einer neuen Phase.

Die Herausforderung besteht nicht mehr in der Erholung, sondern in der Neuausrichtung. Globale Airline-Allianzen müssen sich von reinen Marketing-Partnerschaften zu tief integrierten Reise-Ökosystemen entwickeln, die im Wettbewerb mit zunehmend leistungsstarken Airline-Gruppen, unabhängigen Partnerschaften und sich rasch wandelnden Kundenerwartungen bestehen können. Wenn er diesen langfristig orientierten Ansatz auch auf oneworld übertragen kann, könnte die Allianz ihre Position stärken – nicht indem sie zur größten, sondern zur am besten vernetzten, kundenorientiertesten und strategisch am stärksten integrierten Luftfahrtallianz der Welt wird.

Angesichts einer neuen Phase des technologischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Wandels in der globalen Luftfahrt steht der neue Vorsitzende von oneworld vor der womöglich wichtigsten strategischen Bewährungsprobe der Allianz seit ihrer Gründung im Jahr 1999. Quelle: e-turbo-news / CM

Dorothea von Boxberg neue Arbeitsdirektorin bei BMW

BMW hat einen Wechsel im Vorstand angekündigt: Dorothea von Boxberg folgt auf Ilka Horstmeier Während Horstmeier seit Jahrzehnten für den Konzern tätig ist, kommt ihre Nachfolgerin aus der Luftfahrt – einer Branche, in der hoher Kostendruck seit Langem zum Alltag gehört.

Der Aufsichtsrat der BMW AG hat Dorothea von Boxberg mit Wirkung zum 01. September in den Vorstand des Konzerns berufen und zur Arbeitsdirektorin ernannt. Sie folgt auf Ilka Horstmeier (57), die im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat und im gemeinsamen Interesse einer frühzeitigen Nachfolgeregelung ihr Amt als Mitglied des Vorstands, zuständig für Personal und Immobilien, übergibt, wie der Autokonzern blumig umschreibt.   

Dorothea von Boxberg (52) ist noch Chief Executive Officer bei der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines, wo sie aber nicht weitermachen wollte. Brussels Airlines zählt seit Langem in der Lufthansa Group nicht zu den erfolgsverwöhnenden Mitgliedern. Zuvor war sie in mehreren Leitungsfunktionen bei der Deutschen Lufthansa AG und der Lufthansa Cargo AG aktiv – darunter als Vorstandsvorsitzende und Chief Financial Officer von Lufthansa Cargo. Nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und der Betriebswirtschaftslehre in Berlin und Paris arbeitete sie zudem mehrere Jahre in der Unternehmensberatung.

Dr. Nicolas Peter, Vorsitzender des Aufsichtsrats der BMW AG, erhofft sich von Von Boxberg, dass sie erforderliche strukturelle Transformation der BMW Group in den kommenden Jahren vorantreiben kann. „Ilka Horstmeier hat dem Personalwesen der BMW Group entscheidende Impulse gegeben und damit wesentlich dazu beigetragen, dass die BMW Group heute als einer der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland gilt. Quelle: BMW / CM

Lorenza Maggio wird CEO von Brussels Airlines

Lorenza Maggio (48) ist zur neuen CEO von Lufthsna-Tochter Brussels Airlines berufen worden. Die Italienerin wird neben der Führung der belgischen Fluggesellschaft zusätzlich auch die Funktion der „Bevollmächtigten des Vorstands bei der Europäischen Kommission“ wahrnehmen. Ihre Vorgängerin, Dorothea von Boxberg, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. August 2026. Der Termin für den Wechsel von Lorenza Maggio von Rom nach Brüssel wird zeitnah festgelegt. 

Lorenza Maggio ist eine erfolgreiche und international sehr erfahrene Airline Managerin. Sie kennt die Branche und die Lufthansa-Gruppe aus verschiedenen Führungspositionen in unterschiedlichen Unternehmen. Lorenza Maggio ist seit Januar 2025 Mitglied im Board of Directors von ITA Airways. In ihrer Funktion als Chief Strategy und Integration Officer leitet sie die Integration von ITA in die Lufthansa Group sowie die strategische Weiterentwicklung der Fluggesellschaft. 

Auf Dorothea von Boxberg folgt Lorenza Maggio als neue CEO von Brussels Airlines. Foto: Lufthansa

Zuvor war Maggio als Vice President Sales für den Vertrieb der Lufthansa Group Netzwerk-Airlines in Europa (exklusive der Heimatmärkte), im Nahen Osten und in Afrika verantwortlich. In ihrer Zeit bei Eurowings verantwortete sie die Marken- und Kundenstrategie. Davor war sie Geschäftsführerin einer Tochtergesellschaft der LSG Group. Quelle: Lufthansa / CM

Ex-BMW-Designer erhält russische Staatsbürgerschaft

Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem früheren BMW-Designer Pierre Leclercq überraschend die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Einen entsprechenden Erlass veröffentlichte der Kreml auf seiner Webseite.   

Pierre Leclercq, geboren am 29. Juli 1972 in Bastogne, ist ein belgischer Automobildesigner, der derzeit als Designchef beim französischen Automobilhersteller Citroën tätig ist. Er studierte Industriedesign an der École supérieure des arts Saint-Luc in Lüttich und absolvierte ein Programm für Mobilitätsdesign am Art Center College of Design im kalifornischen Pasadena. Nachdem Leclercq 1998 ein Praktikum bei BMW begonnen hatte, wechselte er 1999 zum italienischen Karosseriebauunternehmen Zagato, verließ dieses jedoch nach drei Monaten wieder, um bei Ford Ghia einzusteigen. Dort entwarf er u.a. den Innenraum der Studie Ford Street Ka. 

Im Jahr 2000 kehrte er zu BMW zurück, wo er dann 13 Jahre lang tätig war. Zu seinen dortigen Projekten zählten der BMW X5 E70, der BMW X6 E71 sowie das Heckdesign des ersten Mini Countryman. Zudem arbeitete er an einem Nachfolger des BMW M1 auf Basis des BMW i8, wobei dieses Projekt letztlich eingestellt wurde.

Von 2013 bis 2017 leitete Pierre Leclercq in China das Designstudio von Great Wall Motors.  Anschließend übernahm er die Position des Designchefs bei Kia, blieb jedoch nur ein Jahr beim südkoreanischen Hersteller. Zuletzt war er Chefdesigner bei Citroën. 

Bekanntlich hat sich BMW aus Russland zurückgezogen. Dieser Tage aber wurde bekannt, dass in Putins Riesenreich weiter SAV-Modelle der deutschen Premiummarke BMW vom Band rollen, dies trotz westlicher Sanktionen und ohne Zustimmung des Münchner Konzerns. In der einst deutschen Großstadt Königsberg in Ostpreußen, heute die russische Enklave Kalinigrad, werden derzeit die russischen BMW-Modelle X5, X6 und X7 in vergleichsweise geringer Stückzahl gebaut.  Die Fahrzeuge entsprechen äußerlich weiterhin dem Modellstand von 2022, werden inzwischen aber als Modelle der Baujahre 2025 oder 2026 zugelassen. Laut russischen Medien sollen auch einzelne lokal beschaffte Bauteile wie Kabelbäume, Schläuche, Gummiteile oder lackierte Karosserieteile verbaut werden, weil Originalteile fehlen. Die Fahrzeugpreise liegen weit über denen der deutschen Listenpreise.  Quelle: Russland heute / AMS / CM

Air Canada bekommt neuen CEO

Air Canada hat Anko Van der Werff, den Noch-Präsidenten und CEO von Scandinavian Airlines System (SAS), zu seinem nächsten Präsidenten und CEO ernannt.

Der Amtsantritt ist für Ende Januar 2027 geplant. Dies gab die Fluggesellschaft aktuell bekannt. 

Van der Werff tritt die Nachfolge von Michael Rousseau an, der im März seinen Rückzug angekündigt hatte. Rousseau, der seit 19 Jahren für Air Canada tätig ist, wird das Unternehmen nach Angaben der Fluggesellschaft am 31. August 2026 verlassen.

Van der Werff leitet SAS seit Juli 2021. Zuvor war er CEO von Avianca und bekleidete Führungspositionen bei Qatar Airways sowie Managementfunktionen bei KLM. Zudem gehörte er dem Vorstand der International Air Transport Association (IATA) an. Quelle: Air Canada / CM

Heike Birlenbach verlässt Swiss

Nach über drei Jahrzehnten in verschiedenen Führungsfunktionen innerhalb der Lufthansa Group wird Heike Birlenbach ihre berufliche Laufbahn im Konzern Ende September 2026 abschließen und Swiss verlassen. Birlenbach will sich nach ihrem Ausscheiden neuen Aufgaben außerhalb des Lufthansa-Konzerns widmen.

Seit Anfang 2024 verantwortet Heike Birlenbach als Chief Commercial Officer die kommerziellen Bereiche der Lufthansa-Tochter Swiss. In dieser Funktion hat sie die Premiumpositionierung der Airline weiter geschärft und wichtige strategische Initiativen vorangetrieben. 

CCO Heike Birlenbach verlässt Swiss. Foto: Swiss

Unter ihrer Führung führte Swiss das neue Langstreckenprodukt Swiss Senses ein, entwickelte ihre Kundenstrategie weiter und stärkte Partnerschaften in der Schweiz. Sie setzte sich zudem für die Digitalisierung und Modernisierung des Kundenservices ein und gab der konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden zusätzliche Impulse. Auch die Neuausrichtung von Swiss WorldCargo wurde während ihrer Amtszeit angestoßen. Damit hat Heike Birlenbach dazu beigetragen, dass Swiss in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte beim Kundenerlebnis und bei der Weiterentwicklung ihres Premiumanspruchs erzielen konnte.

Zuvor prägte Heike Birlenbach während vieler Jahre unterschiedliche Führungsfunktionen innerhalb der Lufthansa Group in London, Amsterdam, Mailand, München und im Hauptquartier der Lufthansa Group in Frankfurt. Sie gestaltete u.a. die globale Vertriebsorganisation, förderte die Digitalisierung der Kundenkanäle sowie die Entwicklung neuer Produkt- und Servicekonzepte und setzte sich dabei stets für eine konsequente Kundenorientierung und hohe Qualitätsstandards ein.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Führungsstrukturen innerhalb der Lufthansa Group wird die Funktion des Chief Commercial Officer auf Airline-Ebene künftig nicht mehr weitergeführt. Die Themen rund um das Kundenerlebnis bei Swiss werden direkt durch CEO Jens Fehlinger verantwortet, Quelle: SWISS / CM

„Germany’s Next Topmodel“ ist Flugbegleiterin bei Eurowings

Die frisch gekürte Siegerin von „Germany’s Next Topmodel“ arbeitet als Flugbegleiterin bei Eurowings, der Billigflugtochter der Lufthansa. Und sie hat sich bereits ihr erstes Fotoshooting für ein Cover gesichert – nämlich für das hauseigene Bordmagazin der Fluggesellschaft.

Die Sendung „Germany’s Next Topmodel“, die auf dem Format „America’s Next Top Model“ basiert und von Supermodel Heidi Klum moderiert wird, läuft bereits seit 2006. In der 21. Staffel holte sich Aurélie Carina – eine 22-Jährige mit brasilianischen Wurzeln, die heute in Pulheim lebt – die Trophäe.

Doch wie geht es für Aurélie weiter? Sie hat keineswegs vor, ihre Flugbegleiter-Uniform an den Nagel zu hängen und ihren Job aufzugeben. Ihr Arbeitgeber Eurowings ist darüber mehr als begeistert. Die Fluggesellschaft hat sich sogar dazu entschlossen, sie als Cover-Model für ihr Bordmagazin zu engagieren.

Auf dem Titelbild posiert Aurélie in ihrer Uniform vor einem Eurowings-Flugzeug und formt mit ihren Händen ein Herz. Das Magazin liegt brandaktuell in den Sitztaschen der Eurowings-Flugzeuge in ganz Europa aus und wird dort in den kommenden zwei Monaten zu finden sein. Während der geschäftigen Sommerreisezeit werden voraussichtlich rund fünf Millionen Eurowings-Passagiere Aurélies Gesicht auf dem Cover des Magazins – das den Namen „Wings“ trägt – sehen.

„In der Modebranche steht ein Cover für Anerkennung, Sichtbarkeit und herausragende Leistungen“, kommentierte Max Kownatzki, CEO von Eurowings. „Das aktuelle WINGS-Cover Aurélie zu widmen, ist für uns die aufrichtigste Art zu sagen: Wir sind stolz auf dich“, fügte Kownatzki hinzu.

„Ich werde sicher lachen müssen. Ich bin an einem ganz normalen Arbeitstag im Flugzeug – und plötzlich hält ein Gast neben mir ein Magazin in der Hand, auf dem ich selbst zu sehen bin. Das ist auf die schönste Art surreal“, erzählte Aurélie der „Bild“-Zeitung. „Man kann beides sein – auf dem Cover und im Dienst am Menschen. Genau das macht mich aus!“, ergänzte Aurélie auf die Frage, ob sie ihren aktuellen Job aufgeben wolle.

Die Entscheidung von Eurowings, Aurélie auf das Titelblatt des Bordmagazins zu setzen, bedeutet einen deutlichen Bruch mit der Tradition des Unternehmens. Bislang hatte die Fluggesellschaft das Cover stets „außergewöhnlichen“ Naturaufnahmen vorbehalten. Doch als Aurélie „Germany’s Next Topmodel“ gewann, war der Airline klar, dass eine Dankeskarte nicht ausreichen würde. Stattdessen entschied sich Eurowings, diese Anerkennung dauerhaft zu machen – nicht nur für Aurélie, sondern für alle Mitarbeitenden der Fluggesellschaft.

„Sie steht stellvertretend für die mehr als 5.500 Eurowings-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die das Unternehmen prägen“, sagte Kownatzki. „Aurélies Geschichte zeigt die vielfältigen Talente, Leidenschaften und Lebenswege, die sich hinter den Menschen an Bord und am Boden verbergen.“ Quelle: Eurowings / CM