Die ÖBB bereiten den Weg für die Nachfolge von CEO (Chief Executive Officer) Andreas Matthä. Seine überaus erfolgreiche Funktionsperiode endet nach elf Jahren an der Spitze zumt 30. Juni 2027. Darüber hinaus soll das Vorstandsteam um eine:n COO (Chief Operating Officer) erweitert werden.
Um eine geordnete Übergabe sicherzustellen, hat das größte österreichische Mobilitätsunternehmen mit der Suche nach einer oder einem neuen Vorstandsvorsitzenden gestartet. Angesprochen sollen sich „überzeugende Führungspersönlichkeiten“ fühlen, die über „mehrjährige Praxis in einem Mobilitätsunternehmen“ verfügen. Gefragt sei auch „wirtschaftliche Kompetenz“, Bahnaffinität und „ausgeprägtes unternehmerisches Denken“. Darüber hinaus sei auch „internationale Expertise“ ausschlaggebend – immerhin sind die ÖBB in 18 Ländern tätig.
Da sich das Unternehmen gerade im einem großen Reformprozess befindet, plant der Aufsichtsrat außerdem eine neue Betriebs- Vorstandsposition zu etablieren. Dafür wird diese Funktion ebenso ausgeschrieben. Künftig soll es neben CEO (Chief Executive Officer) und CFO (Chief Financial Officer) – die Funktion hat Manuela Waldner bis Juni 2028 inne – auch eine:n COO geben. Das neue Vorstandsmitglied übernimmt die Aufgabe, den Prozess „Bahn-Produktion“ vom Fahrplan bis zur Zugbereitstellung neu aufzustellen und zu steuern. Auch das konzernale IT-Management soll unter der neuen Leitung angesiedelt werden. Für den Posten wird „ausgeprägte Konzernerfahrung“, „Kenntnisse und Erfahrungen im Eisenbahnumfeld“ erwartet, insbesondere in den Bereichen „IT-Governance, OT (Operation Technology bzw. Betriebs-Technologie), Digitalisierung, Informationssicherheit sowie Datenmanagement“. Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer: „Die ÖBB stehen vor großen Herausforderungen wie steigende Fahrgastzahlen, Netzbelastung oder dem großen Thema der Künstlichen Intelligenz. Strukturell begegnen wir diesen Themen mit der ÖBB Strukturreform, mit der wir die Funktion der Holding im Konzern stärken wollen. CEO Andreas Matthä hat mit dieser Transformation bereits begonnen. Wir schreiben die neuen Positionen zeitgerecht aus, so kann er die neuen Strukturen noch gemeinsam mit seiner Nachfolge in weiteren Schritten auf den Weg bringen und eine Übergabe sichern.“
Die Bewerbungsfrist für die Spitzenpositionen läuft bis 12. Oktober 2026. Bis Jahresende soll die Auswahl der Kandidaten feststehen. Quelle: ÖBB / CM
Nach Audi hat auch die Volkswagentochter Škoda Auto Veränderungen in der Geschäftsführung bekanntgegeben: Martina Biene, derzeit Vorsitzende und Geschäftsführerin Volkswagen Group Africa, wird Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing beim überaus erfolgreichen tschechischen Hersteller.
Martina Biene tritt die Nachfolge von Martin Jahn an, der zum Vorstandsmitglied der Marke Volkswagen mit Zuständigkeit für Vertrieb, Marketing und After Sales in Wolfsburg ernannt wird. Vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen wird Jahn zudem dem Aufsichtsrat von Škoda Auto beitreten. Die Veränderungen treten am 01. Oktober 2026 in Kraft.
Martina Biene kam 2001 zu Volkswagen. Sie hatte verschiedene Positionen innerhalb des Volkswagen Konzerns inne, darunter Aufgaben in den Bereichen Strategie und Vertrieb von Premiumfahrzeugen, als Gebietsverkaufsleiterin für Belgien und Luxemburg, als Leiterin der Produktplanung für Deutschland, als Leiterin des globalen Produktmarketings und als Leiterin der Marke Volkswagen in Südafrika. Im August 2020 wurde sie zur Leiterin der Produktlinie ‚Small and Compact‘ von Volkswagen ernannt. Seit September 2022 ist sie Vorsitzende und Geschäftsführerin Volkswagen Group Africa.
Martin Jahn ist seit 20 Jahren im Volkswagen Konzern tätig. Er begann seine Karriere 1994 bei CzechInvest, der tschechischen Regierungsagentur für Auslandsinvestitionen, und wurde dort im Jahr 2000 zum CEO ernannt, nachdem er zuvor die US-Niederlassung der Agentur in Chicago geleitet hatte. Von 2004 bis 2006 war er stellvertretender Ministerpräsident für Wirtschaft der Tschechischen Republik. 2006 trat er bei Škoda Auto in Mladá Boleslav als Vorstand für Personalwesen ein. Im Jahr 2008 wurde Jahn zum Geschäftsführer von Volkswagen Group Rus in Moskau ernannt, wo er für den Konzernabsatz verantwortlich war. Im Jahr 2010 wurde Jahn Geschäftsführer des internationalen Flottengeschäfts des Volkswagen Konzerns in Wolfsburg, Deutschland, wo er für die Leitung des weltweiten Konzernabsatzes verantwortlich war. Ab 2016 war er in China als Executive Vice President für Vertrieb und Marketing sowie als Geschäftsführer der Marke Volkswagen bei FAW-VW tätig. Im März 2021 kehrte er als Vorstand für Vertrieb und Marketing zu Škoda Auto zurück. Martin Jahn hat während seiner Amtszeit einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung und zum Erfolg von Škoda Auto geleistet. Unter seiner Führung ist es gelungen, zur zweitbestverkauften Marke in Europa zu werden. Quelle: Škoda Auto / CM
Der Volkswagen-Konzern und die AUDI AG besetzen zwei zentrale Vorstandspositionen neu: Martin Sander, derzeit Vorstand für Vertrieb, Marketing und After Sales der Marke Volkswagen, kehrt zu Audi zurück. Er übernimmt zum 01. Oktober 2026 das Vorstandsressort Vertrieb und Marketing.
Martin Sander war von 1995 bis 2022 in verschiedenen Führungsfunktionen für die vier Ringe tätig. Er verfügt über langjährige internationale Vertriebs- und Markterfahrung, insbesondere in Europa und Nordamerika, und ist sowohl bei Audi als auch im Volkswagen-Konzern eng vernetzt. Zuletzt bewegte sich Sander in schwierigem Terrain. Denn VW hat sein Monaten dicke ganz dicke Probleme im Vertrieb.
Auch Sanders Vorgänger Marco Schubert war seit September 2024 Mitglied des Vorstands von Audi und verantwortlich für Vertrieb und Marketing. Auch er sah sich massiven Herausforderungen bei Audi gegenüber. Zudem war er Mitglied der erweiterten Konzernleitung des Volkswagen-Konzerns mit Verantwortung für Sales, Marketing und After Sales. Nun wird er Mitglied der erweiterten Volkswagen Konzernleitung für die Region Nordamerika, wo sich VW derzeit recht schwer tut. Damit übernimmt er die übergreifende Steuerung der Region Nordamerika. Quelle: Audi / CM
Xavier Chardon, Absolvent des Institut Commercial de Nancy, ist seit 92. Juni 2025 CEO von Citroën und ab sofort zusätzlich auch CEO der Edeltochter DS Automobiles.
Der 55-jährige hat seine gesamte berufliche Laufbahn in der Automobilindustrie in Frankreich, Italien, Dänemarkt Deutschland und China verbracht. 1994 kam er zu PSA und begann seine Karriere bei Citroën in Italien. Nach verschiedenen Positionen am Hauptsitz der Marke übernahm Xavier Chardon 2001 die Verantwortung für Citroën in Dänemark und 2004 für Deutschland. Von 2007 bis 2009 war er anschließend als Direktor für Marketing, Presse und Öffentlichkeitsarbeit tätig, bevor er Geschäftsführer von Citroën Frankreich wurde – eine Position, die er bis 2011 innehatte.
2012 wechselte Xavier Chardon zur Volkswagen AG und wurde dort Vice President European Sales, bevor er 2014 die Verantwortung für Marketing und Kommunikation übernahm. 2016 wurde er zum Vice President Marketing and Customers für die Marke Volkswagen ernannt. Anschließend wechselte er zu Volkswagen China, wo er von 2017 bis 2018 das „Project House Digitalization“ leitete, bevor er als Vice President Sales and Marketing die Verantwortung für das Joint Venture SAIC-Volkswagen übernahm. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 2021 wurde er Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Group France.
Xavier Chardon ist nun auch CEO von DS Automobiles. Foto: Stallantis
Mit Wirkung zum 02. Juni 2025 wurde Chardonzum CEO von Citroën ernannt. Und am Dienstag, 01. September 2026 übernahm er zusätzlich dieselbe Funktion bei DS Automobiles. Chardon folgt auf Xavier Peugeot, der zum Leiter der Marke Jeep in Europa ernannt wurde. Gleichzeitig bleibt Xavier Peugeot als Head of Heritage für Stellantis Heritage verantwortlich. Quelle: Stellantis / CM
Ein bisschen erinnert der Wechsel an der Spitze eines weiteren bedeutenden europäischen Bahnkonzerns an den der Deutschen Bahn. Auch bei der DB wurde mit Evelyn Palla, die den CEO-Posten am 01. Oktober 2025 von Richard Lutz übernommen hatte, eine Frau an die Spitze von Deutschlands wichtigstem Logistikkonzern gewählt. Nicht anders ist es nun in Tschechien. Frauen als Top-Manager, noch dazu wenn sie mehr als bahnaffin sind, sind einfach die besseren Konzernlenker.
Der Vorstandsvorsitzende und Generaldirektor der Tschechischen Staatsbahn Český drahy (ČD), Michal Krapinec, hat sich mit dem Aufsichtsrat des Unternehmens darauf geeinigt, seine Tätigkeit an der Spitze des nationalen Eisenbahnunternehmens Ende August 2026 zu beenden. Tags darauf, am 01. September, wird Lenka Hamplová das nationale Eisenbahnunternehmen leiten.
Lenka Hamplová wird neue Vorstandsvorsitzende und Generaldirektorin der Tschechischen Eisenbahnen. Foto: CD
Der Aufsichtsrat der České dráhy hat sich auf seiner Sitzung am 26.08.2026 mit Michal Krapinec darauf geeinigt, dass er sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens zum 31. August 2026 niederlegt. Und mit Wirkung zum 01. September 2026 wählte er Lenka Hamplová, die bisherige Generaldirektorin des Ressorts Wirtschaft und Infrastruktur des Verkehrsministeriums, an die Spitze des größten tschechischen Eisenbahnunternehmens.
Auslöser des Rücktritts war tschechischen Medien zufolge, dass Krapinec kürzlich seine Sicherheitsüberprüfungsbescheinigung der Stufe „Vertraulich“ zurückgegeben hatte, die laut Ministerium zu den Bedingungen seiner ursprünglichen Ernennung gehörte. Seznam Zprávy zufolge sei er fast ein Jahr lang vom Nationalen Sicherheitsamt (Národní bezpečnostní úřad, NBÚ) überprüft worden. Das Amt sollte dem Verdacht nachgehen, dass aus Krapinecs Umfeld geheime Informationen nach außen gelangt sein könnten. Der stv. Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Dan Ťok rechtfertigte die schnelle Ernennung von Lenka Hamplová ohne Ausschreibung damit, dass sich das Verkehrsunternehmen nicht leisten könne, mehrere Monate ohne Geschäftsführer zu sein.
Lenka Hamplová verfügt über langjährige Erfahrung im Finanz- und Projektmanagement sowie in der Verwaltung und Kontrolle von Investitionen. Das Umfeld der Tschechischen Bahn kennt sie nicht nur aufgrund ihrer Tätigkeit im tschechischen Verkehrsministerium, sondern auch durch ihre frühere Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss der Tschechischen Bahn. Zudem ist sie Inhaberin einer gültigen Sicherheitsüberprüfungsbescheinigung der NBÚ für die Sicherheitsstufe ‚Vertraulich‘. Wir sind überzeugt, dass sie alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung mitbringt“, erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Tschechischen Bahn, Vazil Hudák, nach der Sitzung.
Michal Krapinec war 15 Jahre bei der Tschechischen Bahn die letzten vier davon an ihrer Spitze. Er verlässt das Unternehmen mit einem Gefühl des Stolzes auf das, was die 13.000 Mitarbeitenden zusammen mit ihm erreicht haben. Die Tschechischen Bahnen sind heute ein stabileres, moderneres und wirtschaftlich stärkeres Unternehmen als noch vor vier Jahren.
Verkehrsminister Ivan Bednárik respektiert die Vereinbarung. Er dankte Michal Krapinec für die Arbeit, die er in den vergangenen mehr als vier Jahren für das nationale Verkehrsunternehmen geleistet hat. Die Tschechischen Bahnen treten nun in eine weitere wichtige Phase ein, in der sie ihre Position auf dem sich rasch wandelnden Markt des Schienenpersonenverkehrs festigen müssen. Bednárik : „Lenka Hamplová kenne ich seit 2018 als außerordentlich fleißige Person mit Durchsetzungskraft und sehr guten Projektmanagementfähigkeiten. Ich erwarte von ihr, dass sie ihre Erfahrungen in den Bereichen Finanzierung, Leitung des Verkehrssektors und Aushandlung von Finanzmitteln auf europäischer Ebene nutzt und sich vor allem auf die Senkung unnötiger Kosten, die Vereinfachung und Verschaffung von Übersicht über die Organisationsstruktur sowie die allgemeine Sanierung der Tschechischen Bahn konzentriert.“ Die Tschechische Bahn agiert in einem wettbewerbsorientierten Umfeld und muss entsprechend handeln. Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz sind heute die absolute Grundlage, ohne die ein langfristiger Erfolg nicht möglich ist, fügte Ivan Bednárik hinzu
Die neue Generaldirektorin Lenka Hamplová möchte nicht nur auf der starken Marke der Tschechischen Bahn aufbauen, sondern vor allem auf den Erfahrungen ihrer Mitarbeiter.
Lenka Hamplová ist seit 2008 im Verkehrsministerium tätig. Seit 2023 bekleidet sie das Amt der Oberdirektorin der Abteilung für Wirtschaft und Infrastruktur, die sie zuvor seit 2020 als stellvertretende Ministerin leitete. Sie ist u.a. für die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur, die Finanzen des Ressorts und die Vorbereitung strategischer Investitionen zuständig. Von 2017 bis 2020 leitete sie die Abteilung für interne Revision und Kontrolle des Verkehrsministeriums. Zuvor war sie als Direktorin der Abteilung für das Büro eines Regierungsmitglieds und als Leiterin der Abteilung für Regierungs- und Parlamentsangelegenheiten tätig. Seit 2017 ist sie außerdem Mitglied des Prüfungsausschusses der Tschechischen Eisenbahnen; von 2021 bis 2024 war sie Mitglied des Aufsichtsrats der Tschechischen Eisenbahnen. Sie studierte an der Technischen Universität in Liberec. Quelle České dráhy, Lokreport.de / CM
Die BYD-Marke Denza hat mit Till Wartenberg ihren Brand Director die die D-A-CH-Region ernannt.
Wartenberg verantwortet jetzt die Geschäfte der BYD-Tochter. Er soll u.a. das Geschäfts der Premiummarke im deutschsprachigen Raum ausbauen. Till Wartenberg war 16 Jahre lang in verschiedenen Funktionen bei der Daimler AG, Stuttgart, tätig. Nach einem internationalen Traineeprogramm arbeitete er u.a. als Marketingmanager bei Mercedes-Benz und begleitete in dieser Zeit zahlreiche Markteinführungen der Pkw–Sparte. Als Leiter klassische Werbung und Erlebniskommunikation zeichnete er für die strategische und taktische Entwicklung von Werbemaßnahmen für Mercedes-Benz Vans verantwortlich bevor er ab 2012 Leiter Integriertes Kampagnenmanagement wurde. In diese Zeit fallen u. a. neue Episoden des Handwerker-Vorbilds MacGyver für die Markteinführung des Stadtlieferwagens Citan oder der vielfach ausgezeichnete Werbespot „Dirty Driving“ für den Launch des neuen Vito. Zuletzt leitete Wartenberg das Produktmarketing des Projekts Connectivity bei Mercedes-Benz Vans.
Dann wechselte er zur Hyundai Motor Company / Genesis und fungierte dort u.a. als Direktor für Marketing und Presse bei Hyundai Deutschland sowie Vice President für das N Brand Management & Motorsport.
„BYD steht in Deutschland vor einem spannenden Kapitel: Die Modellpalette wächst, das Händlernetz wird immer dichter, und der Markteintritt von DENZA steht bevor. Wir haben das Ziel, uns als relevante Kraft im deutschen Automobilmarkt zu etablieren. Zum Marktstart in Deutschland bietet DENZA attraktive Leasing-Konditionen für den Premium-Elektro-Grand-Tourer. Für Privatkunden ist der Z9GT ab 899 Euro, für Geschäftskunden ab 599 Euro pro Monat erhältlich.
DENZA macht den deutschen Kunden einen Einstieg in die Welt des elektrischen Grand Tourers Z9GT ab sofort mit attraktiven Leasing-Konditionen leichter zugänglich. Mit dem Angebot für Privat- und Gewerbekunden setzt die Marke einen weiteren Schritt in ihrer Wachstumsstrategie für den deutschen Markt. Seit dem dritten Quartal ergänzt ein wachsendes Netz von Vertragshändlern die City Stores in Hamburg, Köln, Frankfurt und München. Quelle: BYD / CM
Klaus-Michael Kühne, größter Lufthansa-Einzelaktionär ist tot. Der Milliardär, der im Schweizer Schindellegi (Kanton Schwyz)sein Zzuhause hate, starb in der Nacht auf Montag. Kühne wurde 89 Jahre alt. Er galt mit einem geschätzten Vermögen von 36 Mrd. Euro als zweitreichster Deutscher.
„Mit dem Tod von Klaus-Michael haben wir einen Visionär, einen großartigen Unternehmer und eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren. Unsere Gedanken sind bei seiner Witwe Christine Kühne“, würdigte der Vorsitzender des Verwaltungsrats von Kühne+Nagel den Verstorbenen. Auch Firmenchef Stefan Paul sprach der Familie von Kühne im Namen des Unternehmens sein „tiefstes Mitgefühl“ aus. Kühne habe „wie kein anderer für Logistik und den globalen Handel“ gestanden.
Klaus-Michaele Kühne, Multimilliardär und Großaktionär der Lufthansa, ist tot. Foto: Bloomberg
Am 02. Juni 1937 in Hamburg geboren war Kühne 1958 in das von seinem Großvater mitbegründete Familienunternehmen Kühne+Nagel eingetreten und wurde 1966 Vorstandsvorsitzender der Kühne+Nagel Speditions-Aktiengesellschaft. Ab 1975 war er Vorstandsvorsitzender der Kühne+Nagel International AG und von 1992 bis 2011 Vorsitzender des Verwaltungsrats. Kühne hatte das Familienunternehmen ab den 1960er-Jahren zu einem weltweit führenden Logistikdienstleister im Luft- und Seefrachtverkehr ausgebaut. In den 1970er-Jahren verlegte er den Firmensitz von Hamburg in die Schweiz. Heute verfügt der Konzern eigenen Angaben nach über weltweit mehr als 1.300 Standorte mit etwa 88.000 Beschäftigten.
Über seine in den 1990er Jahren gegründete Holding war Kühne zudem an zahlreichen Unternehmen beteiligt. Ihm gehörten 53 % von Kühne+Nagel, dem weltweit größten Unternehmen für Luft- und Seefracht. Kühnes Großvater hatte dieses einst mitbegründet. An der Reederei Hapag-Lloyd hielt er 30 % der Anteile. Zudem war Kühne seit 2022 größter Einzelaktionär der Lufthansa. Seit Mai 2026 hält die Kühne-Holding mehr als 20 % der Lufthansa-Aktien. Und die Holding hat eine wesentliche Minderheitsbeteiligung am Münchner Fernbus- und Reiseunternehmen Flix.
Zuletzt hielt Kühne rund 15 % der Anteile an der HSV Fußball AG, hatte aber 2018 angekündigt den verein nicht mehr finanziell unterstützen zu wollen. Insgesamt soll Kühne über die Jahre rund 100 Mio. Euro in den HSV gesteckt haben. Über die Kühne-Holding hatte er aber 2022 zum zweiten Mal die Namensrechte am Volksparkstadion erworben und auf eine Umbenennung des Stadions verzichtet.
Kühne, selbst kinderlos, brachte Großteile seines Vermögens vor Jahren in eine Stiftung ein, deren Inhaberin die Kühne-Holding ist. Diese Stiftung wird nun zur beherrschenden Institution im Firmengeflecht. Als Nachfolger Kühnes ist seit über einem Jahr dessen Vizepräsident Thomas Staehelin, ein Anwalt aus Basel, vorgesehen. Im Stiftungsrat sind zudem Kühnes Ehefrau Christine, Karl Gernandt und Jörg Wolle vertreten. Quelle: Tagesschau.de / Kühne Holding / CM
Oman Air hat die Ernennung von Nasser Al Sharji zum Chief Executive Officer (CEO) mit Wirkung zum 01. September 2026 bekannt gegeben. Damit übernimmt eine erfahrene Führungskraft aus dem Oman die Leitung der nationalen Fluggesellschaft des Sultanats zu einem Zeitpunkt, an dem diese in eine wichtige neue Phase der Transformation und des internationalen Wachstums eintritt und die wachsenden touristischen Ambitionen des Landes unterstützt.
Die Ernennung ist mehr als nur ein Wechsel an der Führungsspitze. Sie bringt eine Führungspersönlichkeit zu Oman Air, deren bisherige Laufbahn Stationen in der Luftfahrt, der Logistik, dem Energiesektor sowie im öffentlichen Dienst umfasst und die operative Erfahrung mit einer nachweislichen Erfolgsbilanz bei der Leitung großer Organisationen und Transformationsprogramme verbindet. Al Sharji verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Unternehmensführung, operativen Exzellenz und geschäftlichen Transformation. Er bekleidete Führungspositionen bei einigen der wichtigsten Organisationen des Oman, darunter die ASYAD Group, OQ und Nama Water Services. Seine Expertise im Luftfahrtsektor ist für die anstehende Aufgabe von besonderer Bedeutung. Zuletzt war Al Sharji als CEO von Transom Handling sowie als Interims-CEO der Oman Airports Management Company tätig. Dadurch ist er bestens mit dem operativen Umfeld von Fluggesellschaften, Flughäfen, Passagieren und Bodenabfertigungsdiensten vertraut. Al Sharji besitzt einen Executive MBA und war zudem als Vorstandsmitglied sowie als Vorsitzender verschiedener Gremien in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen tätig.
Botschafterin des Sultanats . Oman Air fungiert als internationale Botschafterin des Sultanats am Persischen Golf und an der Meeresstraße von Hirmus. Die Fluglinie bildet ein strategisches Bindeglied zwischen Oman und wichtigen globalen Märkten und vermittelt internationalen Besuchern oft den ersten Eindruck der omanischen Gastfreundschaft.
Nasser Al SharjiOman Air Dreamliner
Seine Exzellenz Saeed Al Mawali, Vorsitzender von Oman Air: „Wir sind zuversichtlich, dass Oman Air unter der Führung von Al Sharji an die in den letzten Jahren erzielten bedeutenden Fortschritte anknüpfen und ihre Position als nationale Fluggesellschaft Omans weiter festigen wird.“ Al Sharji übernimmt eine Fluggesellschaft, die bereits eine umfassende Umstrukturierung durchlaufen hat und sich zunehmend auf kaufmännische Disziplin, betriebliche Effizienz sowie das Kundenerlebnis konzentriert – und darauf, dass ihr Streckennetz nicht nur für die Airline selbst, sondern auch für den Oman einen Mehrwert schafft.
Der Führungswechsel würdigt auch die Leistungen des scheidenden CEO Con Korfiatis, der Oman Air seit Mai 2024 geleitet hat. Oman Air verzeichnete im Jahr 2025 ein Passagieraufkommen von 5,8 Mio. – ein Anstieg um 8 % gegenüber 2024 und um 57 % gegenüber 2022. 64 % der Passagiere waren Point-to-Point-Reisende, die direkt in den Oman kamen; dieses Segment wuchs im Jahresvergleich um 34 %.
Anstatt den Erfolg rein an der Zahl der Passagiere zu messen, die über Maskat in ein anderes Land weiterreisen, hat Oman Air verstärkt darauf gesetzt, Reisende direkt in den Oman zu bringen – Menschen, die in Hotels übernachten, in Restaurants essen, Sehenswürdigkeiten besuchen, Reiseführer und Fahrzeuge buchen, in lokalen Geschäften einkaufen und direkt zur Tourismuswirtschaft beitragen. Korfiatis wird die Fluggesellschaft weiterhin als Berater des CEO unterstützen.
Von der regionalen Fluggesellschaft zum globalen Botschafter Omans. Die Geschichte von Oman Air reicht mehr als drei Jahrzehnte zurück. Die Fluggesellschaft nahm ihren Betrieb 1993 auf und bediente zunächst wichtige Inlands- und Regionalstrecken, bevor sie sich zu einer internationalen Airline entwickelte, die Maskat mit Städten in Europa, Asien, Afrika, dem Nahen Osten und auf dem indischen Subkontinent verbindet. Im Laufe der Jahre ist die Fluggesellschaft eng mit der Entwicklung Maskats zu einem internationalen Luftfahrtdrehkreuz verknüpft worden. Dennoch nahm Oman Air stets eine etwas andere Position ein als die größten Airlines der Golfregion.
Im Juni 2025 trat Oman Air der Allianz „oneworld“ bei und erweiterte damit die internationalen Reisemöglichkeiten für ihre Passagiere über das Allianznetzwerk erheblich. Im Laufe des Jahres 2026 baute die Fluggesellschaft ihr eigenes Streckennetz weiter aus. Allein im Juli nahm sie fünf neue Verbindungen auf – nach Singapur, Sotschi, Taschkent, Dubai–Salalah sowie Abu Dhabi –, womit das Netzwerk zu diesem Zeitpunkt 49 Ziele umfasste.
Diese Strategie schafft ein zunehmend attraktives Angebot: Einerseits werden mehr internationale Märkte an den Oman angebunden, andererseits erhalten Kunden von Oman Air dank globaler Partnerschaften Zugang zu Zielen, die weit über das eigene Streckennetz der Fluggesellschaft hinausgehen.
Eine moderne Flotte für eine neue Ära. Mit der Auslieferung einer weiteren Boeing 737 MAX 8 im Februar 2026 schloss Oman Air eine wichtige Phase der Flotteninvestitionen ab und erreichte eine Gesamtflottengröße von 33 Jets. Diese Maschine war Teil einer Lieferung von insgesamt sieben Boeing-Flugzeugen (Modelle 787 und 737), die in den vorangegangenen zwölf Monaten eingetroffen waren. Für die Langstrecke bieten die Dreamliner die nötige Reichweite und den hohen Passagierkomfort. Oman Air setzt sowohl die Variante 787-8 als auch die 787-9 ein. Der Golf-Carrier hat angekündigt, dass ab Mitte 2028 sechs neue Großraumflugzeuge (Wide-Body-Jets) in die Flotte aufgenommen werden sollen; diese werden die Kapazitäten auf der Langstrecke erhöhen und eine bessere globale Anbindung unterstützen.
Für Kurz- und Mittelstrecken bietet die Boeing 737 MAX 8 eine höhere Treibstoffeffizienz sowie moderne Technologie und bedient das dichte regionale Streckennetz rund um den Oman. Oman Air gibt für dieses Flugzeug eine maximale Reichweite von rund 6.570 Kilometern an.
Oman Air verkauft mehr als nur Flugzeugsitze. Der Oman muss nicht zu einem weiteren Reiseziel am Golf werden. Sein Wettbewerbsvorteil liegt gerade darin, dass er anders ist. Überall in der Golfregion finden Reisende außergewöhnliche moderne Städte, Luxushotels, Einkaufsmöglichkeiten, Unterhaltungsangebote und ambitionierte Architektur. Der Oman ergänzt die Region um ein anderes Erlebnis – eines, das stark von der Landschaft, dem kulturellen Erbe, der Weite, dem Abenteuer und einer unaufdringlichen Authentizität geprägt ist. Nur wenige Reiseziele in der Region ermöglichen es Besuchern, sich so mühelos zwischen schroffen Bergen, alten Festungen, Wüstenlandschaften, Wadis, Fischerdörfern, langen Stränden und modernen Luxusresorts zu bewegen. Quelle: Oman Air / CM
Nach fast fünf Jahren verlässt Chief Software Officer Magnus Östberg Mercedes-Benz. Das bestätigte der Stuttgarter Autobauer . Nach Aufbau der Software-Organisation und der erfolgreichen Überführung in die Serie habe sich Östberg aus persönlichen Gründen entschieden, eine neue berufliche Phase zu beginnen, teilte das Unternehmen mit. Wohin es ihn zieht und wer nachfolgt, ist offiziell noch offen.
In den vergangenen Jahren war der Schwede maßgeblich für den Aufbau des Betriebssystems MB.OS verantwortlich, das künftig die digitale Basis für die Modelle bilden wird. Magnus Östberg war im September 2021 vom Zulieferer Aptiv gekommen und übernahm die neu geschaffene CSO-Position als Nachfolger von Sajjad Khan, der Mercedes-Benz damals ebenfalls auf eigenen Wunsch verlassen hatte. Östberg trug die Gesamtverantwortung für das konzerneigene Fahrzeug-Betriebssystem MB.OS und berichtete direkt an Vorstandschef Ola Källenius. Seine berufliche Karriere hatte Östberg bei Mecel begonnen und Führungspositionen bei Delphi in Deutschland und den USA bekleidet.
Softearechef Magnus Östberg verlässt noch im August Mercedes-Benz. Foto: MB
Mit seinem Team baute Magnus Östberg MB.OS zu einer der ambitioniertesten Softwareplattformen. der Branche aus und verhalf mit dem neuen CLA in 2026 dem ersten durchgängig darauf basierenden Modell zur Serienreife – ein zentraler Schritt auf dem Weg zum Software-Defined Vehicle.
Der überraschende Abgang reiht sich in mehrere jüngere personelle Veränderungen in der IT- und Softwareführung des Konzerns ein, darunter die kürzliche Berufung von Jonas von Malottki zum neuen CIO als Nachfolger von Katrin Lehmann. Quelle: MB / CM
An der Spitze der Edelweiss steht ein Wechsel bevor. Der Vorstand der Lufthansa Group hat Edi Wolfensberger laut einer Mitteilung zum neuen CEO der Schweizer Ferienfluggesellschaft ernannt. Der 45-jährige Schweizer übernimmt die Leitung am 01. Oktober 2026 von Bernd Bauer, der das Unternehmen nach zwölf Jahren als CEO verlässt.
Wolfensberger ist seit April 2022 Chief Operating Officer (COO) und Mitglied der Geschäftsleitung von Eurowings. Zuvor war er u.a. COO von Brussels Airlines sowie Managing Director von Lufthansa Aviation Training Switzerland. Seine Laufbahn begann er 2008 bei Swiss, wo er verschiedene Funktionen in den Bereichen Finanzen und Commercial ausübte.
Bernd Bauer (im Bild rechts) übernahm 2014 die Führung der Edelweiss. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Airline von einer Ferienfluggesellschaft mit knapp 500 Mitarbeitenden zu einem Unternehmen mit heute fast 1.700 Beschäftigten. Gleichzeitig wuchs das Streckennetz von rund 40 auf mehr als 100 Destinationen, während sich die Zahl der beförderten Passagiere verdreifachte.
Unter seiner Leitung investierte die Edelweiss kontinuierlich in Flotte und Produkt. Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen die Einflottung des Airbus A340 für den Ausbau des Langstreckengeschäfts sowie zuletzt die Einführung des Airbus A350 inklusive neuer Kabinengeneration. Zudem führte Bauer das Unternehmen durch die Corona-Pandemie und legte die Basis für das heutige Wachstum.
Der Wechsel erfolgt auch aufgrund einer Regel innerhalb der Lufthansa Group: Führungskräfte beenden ihre operative Tätigkeit in der Regel mit dem Erreichen des 60. Altersjahres. Bauer feierte seinen 60. Geburtstag bereits im vergangenen Jahr. Quelle: Lufthansa / CM