Delta-Stewardess wurde rassistisch beleidigt, verhaftet und entlassen

Eine ehemalige Flugbegleiterin von Delta Air Lines, die nach einem Vorfall in einem „Courtyard by Marriott“-Hotel in Savannah entlassen wurde – was bei ihr zu Depressionen und Angstzuständen führte –, verklagt die Fluggesellschaft nun wegen diskriminierender Kündigung. Sie wirft der in Atlanta ansässigen Airline vor, sich nie um ihre Schilderung des Hergangs bemüht zu haben.

Die Umstände, die zu Candace Carters Festnahme und schließlich zu ihrer Entlassung führten, dürften vielen Flugbegleitern nur allzu vertraut vorkommen. In der Nacht zum 17. März 2025 war Carter gerade nach einem Flug in Savannah angekommen und wollte dort im „Courtyard Marriott“-Hotel übernachten. Sie wartete am Flughafen auf den Hotel-Shuttle, doch als dieser nicht erschien, rief sie direkt im Hotel an.

Der Hotelmitarbeiter an der Rezeption teilte Carter mit, ihr Name stehe nicht auf der Liste der Delta-Beschäftigten, die an diesem Abend im Hotel übernachten sollten; daraufhin versuchte sie hektisch, die Hotelreservierungsabteilung der Fluggesellschaft zu kontaktieren, um die Angelegenheit zu klären.

Etwa 30 Minuten später traf der Hotel-Shuttle jedoch am Flughafen ein. Carter ging davon aus, dass das Missverständnis bei der Reservierung ausgeräumt sei, und fuhr zum Hotel. Dort angekommen, erfuhr sie jedoch an der Rezeption, dass ihr Name weiterhin nicht auf der Liste stand und sie kein Zimmer erhalten würde, solange Delta die Unstimmigkeit nicht geklärt habe. Carter war das einzige Besatzungsmitglied ihres Fluges, das im Hotel übernachten sollte. Sie stand allein und in voller Uniform an der Rezeption und versuchte, ein Zimmer für ihren Zwischenstopp zu bekommen; laut ihrer Klageschrift erhielt sie dabei jedoch kaum Unterstützung durch den Hotelangestellten.

Ihrer Klage zufolge, die Anfang der Woche bei einem Bezirksgericht in Georgia eingereicht wurde, reagierte der Angestellte zunehmend gereizt und begann, laut zu werden. Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf der Mann drohte, die Polizei zu rufen und dafür zu sorgen, dass Carter entlassen würde. Während des hitzigen Wortwechsels näherte sich ein betrunkener Hotelgast mit einem Weinglas in der Hand, der den Vorfall mitbekommen hatte; er beschimpfte Carter rassistisch und bezeichnete sie unter anderem als „schwarze Delta-Schlampe“, „schwarze Schlampe“ und „N****-Schlampe“. Der Angestellte soll sich in die Situation eingemischt und behauptet haben, Carter habe es verdient, als „Schlampe“ bezeichnet zu werden; zudem sagte er zu ihr: „Schlampe, ich wünschte, ich könnte dir selbst in deinen schwarzen Arsch treten.“

Die Polizei wurde gerufen, und aufgrund einer „falschen Darstellung“ des Angestellten, der Carter als Aggressorin darstellte, wurde sie festgenommen und wegen Hausfriedensbruchs in das Gefängnis von Savannah gebracht. Dort musste sie sich einer Leibesvisitation unterziehen und blieb über Nacht in Haft, bis ihr Ehemann die Kaution für sie hinterlegte.

Unmittelbar nach ihrer Entlassung aus der Haft rief Carter ihren Vorgesetzten an und teilte mit, dass sie arbeitsunfähig sei. Sie war zu sehr aufgewühlt, um den Vorfall zu schildern, und sprach lediglich von einem „Zwischenfall“.

Noch am selben Tag wandte sie sich an den für Delta zuständigen Gesundheitsdienstleister, um auf Anraten ihres Arztes einen Urlaub nach dem FMLA (Family and Medical Leave Act) zu beantragen. Kurz darauf erhielt Delta auf irgendeinem Wege Kenntnis von den Geschehnissen im Courtyard-Hotel.

Carters Vorgesetzter kontaktierte sie mehrfach, um eine schriftliche Schilderung der Ereignisse zu erhalten, die zu ihrer Festnahme geführt hatten; ihr Arzt riet ihr jedoch davon ab, sich mit dem Vorfall zu befassen, solange sich ihr Gesundheitszustand nicht gebessert habe. Carter erklärte ihrem Vorgesetzten, sie werde den Bericht vorlegen, sobald sie dazu gesundheitlich in der Lage sei. Am 17. April 2025 entließ Delta die Flugbegleiterin, noch bevor sie ihre Schilderung eingereicht hatte.

Die Stewardess macht geltend, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Entlassung aufgrund ihres psychischen Zustands als behindert gegolten habe und Delta sie somit diskriminiert habe, indem das Unternehmen das Arbeitsverhältnis ohne umfassende Untersuchung beendete. Zudem verklagt sie Delta wegen Behinderung der Rechte nach dem FMLA, während Marriott als Beklagter wegen der Schaffung eines rassistisch feindseligen Umfelds belangt wird. Die Klage wurde beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Georgia unter dem Aktenzeichen 1:26-cv-05582 eingereicht. Quelle: CM

Neuer Chef für Lexus Deutschland

Estefanio Marques Alves übernimmt zum 1. Oktober 2026 die Funktion des General Manager Lexus für Deutschland und Österreich. In seiner neuen Rolle soll er die Weiterentwicklung der Marke Lexus in beiden Märkten vorantreiben und die Zusammenarbeit mit dem Lexus Händlernetz stärken.

Estefanio Marques Alves ist seit 2005 für Toyota tätig. In seiner mehr als 20-jährigen Karriere übernahm er verschiedene Funktionen in den Bereichen Sales Planning, Vertrieb, Logistik und Geschäftskunden. Nach seiner Tätigkeit als Manager Sales Planning wechselte er zu Toyota Motor Europe und verantwortete dort Aufgaben im Bereich Lean Distribution. Im Januar 2025 kehrte er zu Toyota Deutschland zurück und leitet seither den Bereich Order Fulfillment als General Manager.Quelle: Lexus / CM

Stadler meldet neuen Group CEO

Der Verwaltungsrat des Schweizer Bahntechnikherstellers Stadler hat mit Philipp Brunner (42) einen neuen Group CEO berufen:. Brunner startet am 01. Januar 2027. Der neue Group CEO arbeitet seit über 16 Jahren erfolgreich für Stadler. Brunner leitet heute die Divisionen Zentraleuropa und Deutschland und folgt auf Markus Bernsteiner (60), der die Stadler-Gruppe seit 2023 operativ führt. Bernsteiner will sich nach 27 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit Peter Spuhler auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren.

Der neue Group CEO Philipp Brunner ist ein sehr erfahrener und erfolgreicher CEO der Division Zentraleuropa sowie seit Januar 2026 ad interim der Division Deutschland. Der 42-Jährige ist seit 2021 Mitglied der Konzernleitung. Brunner arbeitet seit über 16 Jahren für Stadler und kennt von Grund auf den Herstellungsprozess von Schienenfahrzeugen, die globale Zulieferindustrie, sowie die Märkte in Europa, Asien und Nordafrika. 

Brunner studierte Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und ergänzte sein Studium mit einem MBA der ETH Zürich. Erste Berufserfahrung sammelte er bei der UBS und in der Konsumgüterbranche. 2010 kam er zu Stadler, zuerst als Projektleiter in Indien. 2011 übernahm er eine schwierige Situation in Algerien und baute den dortigen Wartungsstandort von Stadler auf. 2012 übernahm er als Projektleiter den Aufbau des Werkes in Minsk (Weißrussland) auf der grünen Wiese. Dieses leitete er als Chief Operating Officer und führte Stadler Minsk ab 2016 als CEO zu einem der erfolgreichsten Unternehmen innerhalb der Stadler-Gruppe mit ca. 2000 Mitarbeitenden. Brunner realisierte in Minsk große Exporterfolge nach Ost- und Zentraleuropa. Aufgrund der Sanktionen musste Stadler das Werk Minsk inzwischen stark eindampfen. Brunner hat als Divisionsleiter das Geschäft in Zentraleuropa mit drei Standorten und über 2.600 Stadler-Mitarbeitenden stark ausgebaut und profitabel gemacht. Philipp Brunner beginnt seine Tätigkeit als neuer Group CEO am 01. Januar 2027. Die Nachfolgeplanung für die Führung der Divisionen Zentraleuropa und Deutschland ist weit fortgeschritten. Die neuen Divisionsleiter werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Der aktuelle Group CEO Markus Bernsteiner kam 1999 zu Stadler. Er begann als Maschinenmechaniker und wurde Betriebstechniker HF. Danach bildete er sich an der Universität St. Gallen weiter und schloss dort das KMU-HSG und das Executive MBA ab. Er kennt die Werkhalle so gut wie die Chefetage. Von 2006 bis 2011 führte er als CEO die Stadler Bussnang AG. Später leitete er die Division Schweiz und die Schweizer Werke in Bussnang TG und St. Margrethen SG. Markus Bernsteiner hat zudem die acht Zulieferwerke international zusammen geführt zur Division Components und während sieben Jahren erfolgreich geleitet. Zudem amtete er als stv. Group CEO. Am 01. Januar 2023 hatte Bernsteiner die operative Führung der Stadler-Gruppe übernommen.

In Bernsteiners Zeit als Group CEO fielen besonders herausfordernde Jahre. Die Nachwirkungen der Pandemie, der Ukraine-Krieg, die Überschwemmungen von 2024 und unterbrochene Lieferketten stellten Stadler auf die Probe. Zusammen mit der Konzernleitung und den Mitarbeitenden hat Markus Bernsteiner Stadler durch eine herausfordernde Phase geführt, die Resilienz gesteigert und das Fundament für höhere Profitabilität gelegt. Im ersten Halbjahr 2026 ist der Umsatz um 40 % auf 2,0 Mrd. Schweizer Franken gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Stadler erstmals einen Umsatz von deutlich über 5 Mrd. CHF sowie eine EBIT-Marge von über 5 %.  Quelle: Stadler / CM

CER bekommt eine neue Chefin

Christine Stockhammer-Kostelka, Leiterin des Teams für Europäische und Internationale Angelegenheiten der ÖBB-Holding AG, wird zum 01. Januar 2027 neue Geschäftsführerin des europäischen Eisenbahnverbandes CER (Community of European Railway and Infrastructure Companies).

Die Generalversammlung des CER wählte sie einstimmig zur Nachfolgerin des bisherigen Geschäftsführers Alberto Mazzola. Der Verband mit Sitz in Brüssel vertritt die Interessen von rund 70 staatlichen europäischen Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen und ist die zentrale Stimme des Bahnsektors in der EU-Verkehrspolitik.

Christine Stockhammer-Kostelka wird neue CER-Chefin. Copyright: Marek Knopp


Die designierte CER-Geschäftsführerin betont: „Um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Bahn weiter auszubauen, müssen wir europäische Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten, und dabei mit einer Stimme sprechen. Als überzeugte Europäerin und begeisterte Eisenbahnerin kann ich mir keine interessantere Aufgabe vorstellen als jene, den Bahnsektor auf dieser Ebene mitzuprägen. Ich danke den Mitgliedern des CER für ihr Vertrauen.“
Derzeit führt die polnische Bahn PKP den Vorsitz im CER. Zuvor war ÖBB CEO Andreas Matthä sechs Jahre lang CER-Präsident. Stockhammer-Kostelka bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in europäischen Angelegenheiten, Eisenbahnpolitik, strategischer Kommunikation und Verbandsarbeit mit. Seit 2018 leitet sie bei den ÖBB das Team für Europäische und internationale Angelegenheiten und verantwortet die politische Positionierung des Konzerns in Brüssel sowie die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern. Zuvor leitete sie die externe Kommunikation der ÖBB-Gruppe. Quelle: ÖBB / CM

Skoda-Chef Wechsel als CEO zu Volvo Cars

Während die meisten Marken des Volkswagen-Konzerns unter Druck stehen, schreibt die tschechische Tochter Škoda Auto weiter Erfolgsgeschichten. Trotzdem verlässt CEO Klaus Zellmer (59) die Marke und wird neuer Vorstandschef von Volvo Cars.

Der frühere Porsche- und VW-Manager übernimmt den schwedischen Premiumhersteller wegen seiner langen Kündigungsfrist wahrscheinlich erst um 01. Oktober 2027. Bei Volvo dürfte Zellmer deutlich mehr strategischen Gestaltungsspielraum als im eng geführten Volkswagen-Konzern erhalten. Der gebürtige Bayer Zellmer arbeitete mehr als 20 Jahre für Porsche. 2020 wechselte er in den Vorstand der Konzernmutter Volkswagen, wo er die Bereiche Vertrieb, Marketing und After Sales verantwortete. Seit Juli 2022 führte er Skoda als Vorstandsvorsitzender.

Zellmer folgt bei Volvo Cars auf Hakan Samuelsson. Samuelsson war erst 2025 für eine zweite Amtszeit als Vorstandschef zurückgekehrt, um den schwedischen Autobauer wieder auf Kurs zu bringen. Vorige Woche erst hatte er auf einem Strategietag einen ehrgeizigen Plan vorgestellt. Demnach sollen bis 2030 insgesamt 13 neue Modelle auf den Markt kommen, um den Marktanteil des Unternehmens zu verdoppeln. Samuelsson hatte Volvo Cars bereits von 2012 bis 2022 geführt.

Klaus Zellmer trifft beim deutscher Importeur Volvo Cars in Köln auf ein schwieriges Aufgabengebiet. Denn der schwedische Autobauer, der mehrheitlich dem chinesischen Konzern Geely gehört, hatte zuletzt wegen US-Zöllen, einer schwächeren Nachfrage nach Elektroautos und hohen Entwicklungskosten seine Profitabilitätsziele verfehlt. Zudem brachen n China ähnlich den deutschen Herstellern die Verkäufe in China ein.  Die Aktie des Konzerns notiert in der Nähe von Rekordtiefs und hat in 2026 mehr als 45% an Wert verloren. Zudem steht Volvo Cars vor dem Spagat, seine westlichen und chinesischen Technologien zu trennen, um weiter in den USA verkaufen zu können. Dort droht der Schwestermarke Polestar ein Verkaufsverbot. Quelle: Volvo / VW / CM

Für Wolfsburg beginnt damit die Suche nach einem Nachfolger für einen der erfolgreichsten Markenchefs.

Tourismuswirtschaft warnt vor Folgen zentraler politischer Positionen für den Tourismus

Eigentlich halten sich die deutschen Tourismusverbände und -unternehmen in Sachen politischer Aussagen zurück. Nicht so der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW). Er warnt vor den Folgen zentraler Positionen und Forderungen der AfD für die Tourismuswirtschaft.Der BTW bewertet dabei ausdrücklich politische Programme und deren Auswirkungen auf die Branche, nicht individuelle Wahlentscheidungen. Naxch Ansicht der BTW vertritt die AfD Positionen, die wesentlichen Interessen der Branche entgegenstehen: Das gilt ganz besonders für eine deutlich restriktive Zuwanderungspolitik, wie sie jetzt auch CDU/CSU und die SPD in gleicher AfD-Tonalität fordern, die Infragestellung des Schengen-Systems und die Abkehr vom Euro, wie es das AfD-Parteiprogramm vorsieht.

„Unsere Branche lebt von Offenheit, Mobilität und internationalem Austausch. Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen und Gäste aus aller Welt willkommen zu heißen, gehört zu ihrem Kern“, erklärt BTW-Präsident Sören Hartmann. „Schengen, Reisefreiheit, die gemeinsame Währung im Euro-Raum oder auch Arbeitskräftezuwanderung aus dem Ausland sind für unsere Betriebe keine Symbolthemen, sondern zentrale Geschäftsgrundlagen.

Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Themen ist unmittelbar sichtbar. So haben beispielsweise im Gastgewerbe 44,5 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Migrationshintergrund und damit deutlich mehr als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft.Deutsche Staatsangehörige sind nicht mehr bereit, zu den Konditionen des deutschen Gasstgewerbes zu arbeiten. Ohne die Migranten würden Teile der Branche stillstehen, fürchtet der BTW. Generell stehe die Touristik-Branche für Vielfalt. „So hätten auch etwaige Einschränkungen des queeren Lebens für uns nicht akzeptable Konsequenzen für viele unserer Kunden wie Mitarbeitenden.“ 

Auch offene Grenzen innerhalb Europas sind für die Tourismuswirtschaft von immenser Bedeutung. Dauerhafte Grenzkontrollen, wie sie die derzeitige Regierungskoalition angesichts der millionenfach illegalen Zuwanderung favoriert, würden die grenzüberschreitende Mobilität von Gästen und Beschäftigten erschweren und belasten. Betroffen wären Pkw- wie Flugreisende, die Bus- und Bahntouristik, Flusskreuzfahrten und nicht nur Übernachtungsgäste, sondern auch der Tagesreiseverkehr. Im Luftverkehr würden längere Umsteigezeiten zudem die Drehkreuzfunktion der deutschen Flughäfen schwächen. Eine Abkehr vom Euro wiederum würde neue Wechselkursrisiken schaffen und langfristige Kalkulationen in der Tourismuswirtschaft erschweren.

„Wir wissen, dass der Frust bei vielen Bürgern wie Unternehmen in Deutschland hoch ist. Der Wirtschaftsstandort schwächelt in vielerlei Hinsicht, die Kosten allen voran für Energie steigen, die Menschen haben immer weniger verfügbares Geld auf dem Konto und gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen um ihre Existenz – auch in unserer Branche“, kommentiert Hartmann, Chef des Dachverbands der deutschen Tourismuswirtschaft, die aktuelle Lage. „Die Lösung all dessen liegt jedoch nicht in weniger Internationalität und wirtschaftspolitischer Abschottung.“ Der BTW appelliert vielmehr an die Parteien der politischen Mitte gemeinsam, entschlossen und mit weniger Streitigkeiten als zuletzt tragfähige Lösungen zu erarbeiten. „Wir brauchen Maßnahmen, die Bürger und Unternehmen spürbar entlasten, neues Vertrauen schaffen und den Weg für Wachstum und neue Aufbruchstimmung ebnen“, so Hartmann. Quelle: BTW / CM

ÖBB schreiben Vorstandspositionen aus

Die ÖBB bereiten den Weg für die Nachfolge von CEO (Chief Executive Officer) Andreas Matthä. Seine überaus erfolgreiche Funktionsperiode endet nach elf Jahren an der Spitze zumt 30. Juni 2027. Darüber hinaus soll das Vorstandsteam um eine:n COO (Chief Operating Officer) erweitert werden.

Um eine geordnete Übergabe sicherzustellen, hat das größte österreichische Mobilitätsunternehmen mit der Suche nach einer oder einem neuen Vorstandsvorsitzenden gestartet. Angesprochen sollen sich „überzeugende Führungspersönlichkeiten“ fühlen, die über „mehrjährige Praxis in einem Mobilitätsunternehmen“ verfügen. Gefragt sei auch „wirtschaftliche Kompetenz“, Bahnaffinität  und „ausgeprägtes unternehmerisches Denken“. Darüber hinaus sei auch „internationale Expertise“ ausschlaggebend – immerhin sind die ÖBB in 18 Ländern tätig. 

Da sich das Unternehmen gerade im einem großen Reformprozess befindet, plant der Aufsichtsrat außerdem eine neue Betriebs- Vorstandsposition zu etablieren. Dafür wird diese Funktion ebenso ausgeschrieben. Künftig soll es neben CEO (Chief Executive Officer) und CFO (Chief Financial Officer) – die Funktion hat Manuela Waldner bis Juni 2028 inne – auch eine:n COO geben. Das neue Vorstandsmitglied übernimmt die Aufgabe, den Prozess „Bahn-Produktion“ vom Fahrplan bis zur Zugbereitstellung neu aufzustellen und zu steuern. Auch das konzernale IT-Management soll unter der neuen Leitung angesiedelt werden. Für den Posten wird „ausgeprägte Konzernerfahrung“, „Kenntnisse und Erfahrungen im Eisenbahnumfeld“ erwartet, insbesondere in den Bereichen „IT-Governance, OT (Operation Technology bzw. Betriebs-Technologie), Digitalisierung, Informationssicherheit sowie Datenmanagement“.
Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer: „Die ÖBB stehen vor großen Herausforderungen wie steigende Fahrgastzahlen, Netzbelastung oder dem großen Thema der Künstlichen Intelligenz. Strukturell begegnen wir diesen Themen mit der ÖBB Strukturreform, mit der wir die Funktion der Holding im Konzern stärken wollen. CEO Andreas Matthä hat mit dieser Transformation bereits begonnen. Wir schreiben die neuen Positionen zeitgerecht aus, so kann er die neuen Strukturen noch gemeinsam mit seiner Nachfolge in weiteren Schritten auf den Weg bringen und eine Übergabe sichern.“

Die Bewerbungsfrist für die Spitzenpositionen läuft bis 12. Oktober 2026. Bis Jahresende soll die Auswahl der Kandidaten feststehen. Quelle: ÖBB / CM

Škoda Auto mit neuer Chefin Vertrieb und Marketing

Nach Audi hat auch die Volkswagentochter Škoda Auto Veränderungen in der Geschäftsführung bekanntgegeben: Martina Biene, derzeit Vorsitzende und Geschäftsführerin Volkswagen Group Africa, wird Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing beim überaus erfolgreichen tschechischen Hersteller.

Martina Biene tritt die Nachfolge von Martin Jahn an, der zum Vorstandsmitglied der Marke Volkswagen mit Zuständigkeit für Vertrieb, Marketing und After Sales in Wolfsburg ernannt wird. Vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen wird Jahn zudem dem Aufsichtsrat von Škoda Auto beitreten. Die Veränderungen treten am 01. Oktober 2026 in Kraft.

Martina Biene kam 2001 zu Volkswagen. Sie hatte verschiedene Positionen innerhalb des Volkswagen Konzerns inne, darunter Aufgaben in den Bereichen Strategie und Vertrieb von Premiumfahrzeugen, als Gebietsverkaufsleiterin für Belgien und Luxemburg, als Leiterin der Produktplanung für Deutschland, als Leiterin des globalen Produktmarketings und als Leiterin der Marke Volkswagen in Südafrika. Im August 2020 wurde sie zur Leiterin der Produktlinie ‚Small and Compact‘ von Volkswagen ernannt. Seit September 2022 ist sie Vorsitzende und Geschäftsführerin Volkswagen Group Africa.

Martin Jahn ist seit 20 Jahren im Volkswagen Konzern tätig. Er begann seine Karriere 1994 bei CzechInvest, der tschechischen Regierungsagentur für Auslandsinvestitionen, und wurde dort im Jahr 2000 zum CEO ernannt, nachdem er zuvor die US-Niederlassung der Agentur in Chicago geleitet hatte. Von 2004 bis 2006 war er stellvertretender Ministerpräsident für Wirtschaft der Tschechischen Republik. 2006 trat er bei Škoda Auto in Mladá Boleslav als Vorstand für Personalwesen ein. Im Jahr 2008 wurde Jahn zum Geschäftsführer von Volkswagen Group Rus in Moskau ernannt, wo er für den Konzernabsatz verantwortlich war. Im Jahr 2010 wurde Jahn Geschäftsführer des internationalen Flottengeschäfts des Volkswagen Konzerns in Wolfsburg, Deutschland, wo er für die Leitung des weltweiten Konzernabsatzes verantwortlich war. Ab 2016 war er in China als Executive Vice President für Vertrieb und Marketing sowie als Geschäftsführer der Marke Volkswagen bei FAW-VW tätig. Im März 2021 kehrte er als Vorstand für Vertrieb und Marketing zu Škoda Auto zurück. Martin Jahn hat während seiner Amtszeit einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung und zum Erfolg von Škoda Auto geleistet. Unter seiner Führung ist es gelungen, zur zweitbestverkauften Marke in Europa zu werden. Quelle: Škoda Auto / CM

Audi mit neuem Vertriebschef

Der Volkswagen-Konzern und die AUDI AG besetzen zwei zentrale Vorstandspositionen neu: Martin Sander, derzeit Vorstand für Vertrieb, Marketing und After Sales der Marke Volkswagen, kehrt zu Audi zurück. Er übernimmt zum 01. Oktober 2026 das Vorstandsressort Vertrieb und Marketing. 

Martin Sander war von 1995 bis 2022 in verschiedenen Führungsfunktionen für die vier Ringe tätig. Er verfügt über langjährige internationale Vertriebs- und Markterfahrung, insbesondere in Europa und Nordamerika, und ist sowohl bei Audi als auch im Volkswagen-Konzern eng vernetzt. Zuletzt bewegte sich Sander in schwierigem Terrain. Denn VW hat sein Monaten dicke ganz dicke Probleme im Vertrieb.

Auch Sanders Vorgänger Marco Schubert war seit September 2024 Mitglied des Vorstands von Audi und verantwortlich für Vertrieb und Marketing. Auch er sah sich massiven Herausforderungen bei Audi gegenüber. Zudem war er Mitglied der erweiterten Konzernleitung des Volkswagen-Konzerns mit Verantwortung für Sales, Marketing und After Sales. Nun wird er Mitglied der erweiterten Volkswagen Konzernleitung für die Region Nordamerika, wo sich VW derzeit recht schwer tut. Damit übernimmt er die übergreifende Steuerung der Region Nordamerika. Quelle: Audi / CM

Xavier Chardon ist jetzt auch CEO von DS Automobiles

Xavier Chardon, Absolvent des Institut Commercial de Nancy, ist seit 92. Juni 2025 CEO von Citroën und ab sofort zusätzlich auch CEO der Edeltochter DS Automobiles.

Der 55-jährige hat seine gesamte berufliche Laufbahn in der Automobilindustrie in Frankreich, Italien, Dänemarkt Deutschland und China verbracht. 1994 kam er zu PSA und begann seine Karriere bei Citroën in Italien. Nach verschiedenen Positionen am Hauptsitz der Marke übernahm Xavier Chardon 2001 die Verantwortung für Citroën in Dänemark und 2004 für Deutschland. Von 2007 bis 2009 war er anschließend als Direktor für Marketing, Presse und Öffentlichkeitsarbeit tätig, bevor er Geschäftsführer von Citroën Frankreich wurde – eine Position, die er bis 2011 innehatte.

2012 wechselte Xavier Chardon zur Volkswagen AG und wurde dort Vice President European Sales, bevor er 2014 die Verantwortung für Marketing und Kommunikation übernahm. 2016 wurde er zum Vice President Marketing and Customers für die Marke Volkswagen ernannt. Anschließend wechselte er zu Volkswagen China, wo er von 2017 bis 2018 das „Project House Digitalization“ leitete, bevor er als Vice President Sales and Marketing die Verantwortung für das Joint Venture SAIC-Volkswagen übernahm. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 2021 wurde er Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Group France.

Xavier Chardon ist nun auch CEO von DS Automobiles. Foto: Stallantis

Mit Wirkung zum 02. Juni 2025 wurde Chardonzum  CEO von Citroën ernannt. Und am Dienstag, 01. September 2026 übernahm er zusätzlich dieselbe Funktion bei DS Automobiles. Chardon folgt auf Xavier Peugeot, der zum Leiter der Marke Jeep in Europa ernannt wurde. Gleichzeitig bleibt Xavier Peugeot als Head of Heritage für Stellantis Heritage verantwortlich. Quelle: Stellantis / CM