Oman Air mit neuem CEO und globalen Ambitionen 

Oman Air hat die Ernennung von Nasser Al Sharji zum Chief Executive Officer (CEO) mit Wirkung zum 01. September 2026 bekannt gegeben. Damit übernimmt eine erfahrene Führungskraft aus dem Oman die Leitung der nationalen Fluggesellschaft des Sultanats zu einem Zeitpunkt, an dem diese in eine wichtige neue Phase der Transformation und des internationalen Wachstums eintritt und die wachsenden touristischen Ambitionen des Landes unterstützt.

Die Ernennung ist mehr als nur ein Wechsel an der Führungsspitze. Sie bringt eine Führungspersönlichkeit zu Oman Air, deren bisherige Laufbahn Stationen in der Luftfahrt, der Logistik, dem Energiesektor sowie im öffentlichen Dienst umfasst und die operative Erfahrung mit einer nachweislichen Erfolgsbilanz bei der Leitung großer Organisationen und Transformationsprogramme verbindet. Al Sharji verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Unternehmensführung, operativen Exzellenz und geschäftlichen Transformation. Er bekleidete Führungspositionen bei einigen der wichtigsten Organisationen des Oman, darunter die ASYAD Group, OQ und Nama Water Services. Seine Expertise im Luftfahrtsektor ist für die anstehende Aufgabe von besonderer Bedeutung. Zuletzt war Al Sharji als CEO von Transom Handling sowie als Interims-CEO der Oman Airports Management Company tätig. Dadurch ist er bestens mit dem operativen Umfeld von Fluggesellschaften, Flughäfen, Passagieren und Bodenabfertigungsdiensten vertraut. Al Sharji besitzt einen Executive MBA und war zudem als Vorstandsmitglied sowie als Vorsitzender verschiedener Gremien in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen tätig.

Botschafterin des Sultanats . Oman Air fungiert als internationale Botschafterin des Sultanats am Persischen Golf und an der Meeresstraße von Hirmus. Die Fluglinie bildet ein strategisches Bindeglied zwischen Oman und wichtigen globalen Märkten und vermittelt internationalen Besuchern oft den ersten Eindruck der omanischen Gastfreundschaft.

Seine Exzellenz Saeed Al Mawali, Vorsitzender von Oman Air:  „Wir sind zuversichtlich, dass Oman Air unter der Führung von Al Sharji an die in den letzten Jahren erzielten bedeutenden Fortschritte anknüpfen und ihre Position als nationale Fluggesellschaft Omans weiter festigen wird.“ Al Sharji   übernimmt eine Fluggesellschaft, die bereits eine umfassende Umstrukturierung durchlaufen hat und sich zunehmend auf kaufmännische Disziplin, betriebliche Effizienz sowie das Kundenerlebnis konzentriert – und darauf, dass ihr Streckennetz nicht nur für die Airline selbst, sondern auch für den Oman einen Mehrwert schafft.

Der Führungswechsel würdigt auch die Leistungen des scheidenden CEO Con Korfiatis, der Oman Air seit Mai 2024 geleitet hat. Oman Air verzeichnete im Jahr 2025 ein Passagieraufkommen von 5,8 Mio. – ein Anstieg um 8 % gegenüber 2024 und um 57 % gegenüber 2022. 64 % der Passagiere waren Point-to-Point-Reisende, die direkt in den Oman kamen; dieses Segment wuchs im Jahresvergleich um 34 %.

Anstatt den Erfolg rein an der Zahl der Passagiere zu messen, die über Maskat in ein anderes Land weiterreisen, hat Oman Air verstärkt darauf gesetzt, Reisende direkt in den Oman zu bringen – Menschen, die in Hotels übernachten, in Restaurants essen, Sehenswürdigkeiten besuchen, Reiseführer und Fahrzeuge buchen, in lokalen Geschäften einkaufen und direkt zur Tourismuswirtschaft beitragen. Korfiatis wird die Fluggesellschaft weiterhin als Berater des CEO unterstützen.

Von der regionalen Fluggesellschaft zum globalen Botschafter Omans. Die Geschichte von Oman Air reicht mehr als drei Jahrzehnte zurück. Die Fluggesellschaft nahm ihren Betrieb 1993 auf und bediente zunächst wichtige Inlands- und Regionalstrecken, bevor sie sich zu einer internationalen Airline entwickelte, die Maskat mit Städten in Europa, Asien, Afrika, dem Nahen Osten und auf dem indischen Subkontinent verbindet. Im Laufe der Jahre ist die Fluggesellschaft eng mit der Entwicklung Maskats zu einem internationalen Luftfahrtdrehkreuz verknüpft worden. Dennoch nahm Oman Air stets eine etwas andere Position ein als die größten Airlines der Golfregion.

Im Juni 2025 trat Oman Air der Allianz „oneworld“ bei und erweiterte damit die internationalen Reisemöglichkeiten für ihre Passagiere über das Allianznetzwerk erheblich. Im Laufe des Jahres 2026 baute die Fluggesellschaft ihr eigenes Streckennetz weiter aus. Allein im Juli nahm sie fünf neue Verbindungen auf – nach Singapur, Sotschi, Taschkent, Dubai–Salalah sowie Abu Dhabi –, womit das Netzwerk zu diesem Zeitpunkt 49 Ziele umfasste.

Diese Strategie schafft ein zunehmend attraktives Angebot: Einerseits werden mehr internationale Märkte an den Oman angebunden, andererseits erhalten Kunden von Oman Air dank globaler Partnerschaften Zugang zu Zielen, die weit über das eigene Streckennetz der Fluggesellschaft hinausgehen.

Eine moderne Flotte für eine neue Ära. Mit der Auslieferung einer weiteren Boeing 737 MAX 8 im Februar 2026 schloss Oman Air eine wichtige Phase der Flotteninvestitionen ab und erreichte eine Gesamtflottengröße von 33 Jets. Diese Maschine war Teil einer Lieferung von insgesamt sieben Boeing-Flugzeugen (Modelle 787 und 737), die in den vorangegangenen zwölf Monaten eingetroffen waren. Für die Langstrecke bieten die Dreamliner die nötige Reichweite und den hohen Passagierkomfort. Oman Air setzt sowohl die Variante 787-8 als auch die 787-9 ein.  Der Golf-Carrier hat angekündigt, dass ab Mitte 2028 sechs neue Großraumflugzeuge (Wide-Body-Jets) in die Flotte aufgenommen werden sollen; diese werden die Kapazitäten auf der Langstrecke erhöhen und eine bessere globale Anbindung unterstützen.

Für Kurz- und Mittelstrecken bietet die Boeing 737 MAX 8 eine höhere Treibstoffeffizienz sowie moderne Technologie und bedient das dichte regionale Streckennetz rund um den Oman. Oman Air gibt für dieses Flugzeug eine maximale Reichweite von rund 6.570 Kilometern an.

Oman Air verkauft mehr als nur Flugzeugsitze. Der Oman muss nicht zu einem weiteren Reiseziel am Golf werden. Sein Wettbewerbsvorteil liegt gerade darin, dass er anders ist. Überall in der Golfregion finden Reisende außergewöhnliche moderne Städte, Luxushotels, Einkaufsmöglichkeiten, Unterhaltungsangebote und ambitionierte Architektur. Der Oman ergänzt die Region um ein anderes Erlebnis – eines, das stark von der Landschaft, dem kulturellen Erbe, der Weite, dem Abenteuer und einer unaufdringlichen Authentizität geprägt ist. Nur wenige Reiseziele in der Region ermöglichen es Besuchern, sich so mühelos zwischen schroffen Bergen, alten Festungen, Wüstenlandschaften, Wadis, Fischerdörfern, langen Stränden und modernen Luxusresorts zu bewegen. Quelle: Oman Air / CM

Software-Chef verlässt Mercedes

Nach fast fünf Jahren verlässt Chief Software Officer Magnus Östberg Mercedes-Benz. Das bestätigte der Stuttgarter Autobauer . Nach Aufbau der  Software-Organisation  und der erfolgreichen Überführung in die Serie habe sich Östberg aus persönlichen Gründen entschieden, eine neue berufliche Phase zu beginnen, teilte das Unternehmen mit. Wohin es ihn zieht und wer nachfolgt, ist offiziell noch offen.

In den vergangenen Jahren war der Schwede maßgeblich für den Aufbau des Betriebssystems MB.OS verantwortlich, das künftig die digitale Basis für die Modelle bilden wird. Magnus Östberg war im September 2021 vom Zulieferer Aptiv gekommen und übernahm die neu geschaffene CSO-Position als Nachfolger von Sajjad Khan, der Mercedes-Benz damals ebenfalls auf eigenen Wunsch verlassen hatte. Östberg trug die Gesamtverantwortung für das konzerneigene Fahrzeug-Betriebssystem MB.OS und berichtete direkt an Vorstandschef Ola Källenius. Seine berufliche Karriere hatte Östberg bei Mecel begonnen und Führungspositionen bei Delphi in Deutschland und den USA bekleidet.

Softearechef Magnus Östberg verlässt noch im August Mercedes-Benz. Foto: MB

Mit seinem Team baute Magnus Östberg MB.OS zu einer der ambitioniertesten Softwareplattformen.  der Branche aus und verhalf mit dem neuen CLA in 2026 dem ersten durchgängig darauf basierenden Modell zur Serienreife – ein zentraler Schritt auf dem Weg zum Software-Defined Vehicle. 

Der überraschende Abgang reiht sich in mehrere jüngere personelle Veränderungen in der IT- und Softwareführung des Konzerns ein, darunter die kürzliche Berufung von Jonas von Malottki zum neuen CIO als Nachfolger von Katrin Lehmann. Quelle: MB / CM

Edelweiss bekommt neuen CEO

An der Spitze der Edelweiss steht ein Wechsel bevor. Der Vorstand der Lufthansa Group hat Edi Wolfensberger laut einer Mitteilung zum neuen CEO der Schweizer Ferienfluggesellschaft ernannt. Der 45-jährige Schweizer übernimmt die Leitung am 01. Oktober 2026 von Bernd Bauer, der das Unternehmen nach zwölf Jahren als CEO verlässt.

Wolfensberger ist seit April 2022 Chief Operating Officer (COO) und Mitglied der Geschäftsleitung von Eurowings. Zuvor war er u.a. COO von Brussels Airlines sowie Managing Director von Lufthansa Aviation Training Switzerland. Seine Laufbahn begann er 2008 bei Swiss, wo er verschiedene Funktionen in den Bereichen Finanzen und Commercial ausübte.

Bernd Bauer (im Bild rechts) übernahm 2014 die Führung der Edelweiss. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Airline von einer Ferienfluggesellschaft mit knapp 500 Mitarbeitenden zu einem Unternehmen mit heute fast 1.700 Beschäftigten. Gleichzeitig wuchs das Streckennetz von rund 40 auf mehr als 100 Destinationen, während sich die Zahl der beförderten Passagiere verdreifachte.

Unter seiner Leitung investierte die Edelweiss kontinuierlich in Flotte und Produkt. Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen die Einflottung des Airbus A340 für den Ausbau des Langstreckengeschäfts sowie zuletzt die Einführung des Airbus A350 inklusive neuer Kabinengeneration. Zudem führte Bauer das Unternehmen durch die Corona-Pandemie und legte die Basis für das heutige Wachstum.

Der Wechsel erfolgt auch aufgrund einer Regel innerhalb der Lufthansa Group: Führungskräfte beenden ihre operative Tätigkeit in der Regel mit dem Erreichen des 60. Altersjahres. Bauer feierte seinen 60. Geburtstag bereits im vergangenen Jahr. Quelle: Lufthansa / CM

Deutsche Bahn besetzt regionale Führungspositionen neu

Die DB meldet neue Konzernbevollmächtigte für die Regionen Nord, Südost und Südwest.

Die Konzernbevollmächtigten repräsentieren die Deutsche Bahn in den Bundesländern. Sie sind die zentralen Ansprechpartner für Kommunal- und Landespolitik, Ministerien, Wirtschaft und Verbände in allen Belangen der DB.  

Martin Walden wird zum 01. September 2026 Konzernbevollmächtigter für den Norden (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein). Er ist seit 1999 für die DB tätig, derzeit als Konzernbevollmächtigter in der Region Südost. Martin Walden folgt auf Ute Plambeck, die in den Ruhestand geht. 

Nachfolgerin Waldens als Konzernbevollmächtigte für die Region Südost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) wird ebenfalls zum 1. September 2026 Cornelia Kadatz. Derzeit verantwortet sie den Bereich Reisendeninformation bei der DB InfraGO, zuvor hatte sie die Funktion der Regionalbereichsleiterin für die Bahnhöfe in Südost inne. Sie arbeitet seit 28 Jahren für die Deutsche Bahn.  

Ebenfalls zum 01. September 2026 übergibt Dr. Clarissa Freundorfer das Amt der Konzernbevollmächtigten für Baden-Württemberg an Dr. Dirk Rothenstein und verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Dirk Rothenstein arbeitet seit 2003 für die Deutsche Bahn, derzeit als Geschäftsführer der Mobimeo GmbH, und leitete bis Ende Juni zusätzlich den Bereich Markt- und Produktmanagement bei DB Regio. Zuvor war er acht Jahre lang Chef der Stuttgarter S-Bahn. Quelle: DB / CM

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder muss gehen

Patrick Schnieder (58) Bundesminister für Verkehr des Bundesrepublik Deutschland, ist auf Geheiß von Bundeskanzler Friedrich Mwerz seinen Posten nach etwas mehr als 1 Jahr wieder los. Für Schnieders Nachfolge war eigentlich der CDU-Politiker Fritz Güntzler im Gespräch. Doch der Wunaschkandidat sagte am frühen Freitagmorge gegen 04 Uhr per SMS ab. 

Schnieder, CDU-Mann aus der Eifel, ist studierter Jurist. Er folgte am 06. Mai 2025 auf den parteilosen (aus der FDP ausgetreten) Volker Wissing, der vom 8. Dezember 2021 bis 06. Mai 2025 das Amt bekleidete. Aber schon bald zeigte sich Schnieder und Merz, das war eine unheilige Allianz. Die anhaltenden Probleme und die große Unpünktlichkeit bei der Deutschen Bahn spielten eine zentrale Rolle bei der Entscheidung des Bundeskanzlers, dem Verkehrsminister den Laufpass zu geben. Patrick Schnieder sollte zusammen mit der neuen Bahnchefin Evelyn Palla dafür sorgen, dass  die Bahn wieder besser performt. Bis jetzt ist das aber nur wenig gelungen, was man Schnieder aber beileinbe nicht in die Schuhe schieben kann.  Denn für  den Neu- und Ausbau von Bahnstrecken und Autobahnen aber fehlen in den kommenden Jahren viele Milliarden Euro. 

War nur 14 Monate im Amt, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Foto: Bundespresseamt

Zudem wird Schnieder der Ärger in der Koalition (im vergangenen Herbst) betreffend Berichte aus dem Bundesverkehrsministerium über drohende Verzögerungen bei Straßen- und Autobahnprojekten durch Milliardenlöcher angelastet. 

Während sich Schnieder bereits bei seinem Team verabschiedet hatte, sorgte Merz‘ Wunschkandidat Fritz Güntzler am Freitagmorgen um 04 Uhr mit einer SMS für eine unangenehme Absage. Was immer die Gründe für das Nein sind: Der 60-Jährige gelernte Wirtschaftsprüfer aus Niedersachsen hat offenbar keine Lust auf den Job. Quelle: CM

Luis Gallego übernimmt Führung von oneworld 

Luis Gallego, CEO der International Airlines Group (IAG), wurde in einem entscheidenden Moment für die globale Airline-Allianz zum Vorsitzenden des oneworld-Verwaltungsrats (Governing Board) gewählt. 

Die Luftfahrt-Allianz oneworld mit ihren 15 Mitgliedern hat Luis Gallego, den CEO der International Airlines Group (IAG), zum neuen Vorsitzenden ihres Verwaltungsrats ernannt; die Amtszeit beginnt am 01. September 2026. Er tritt die Nachfolge von Robert Isom an, dem CEO von American Airlines, dessen dreijährige Amtszeit endet, nachdem er eine der Phasen des größten Wandels innerhalb der Allianz geleitet hat.

Luis Gallegosoll oneworld zur Top-Airline-Allianz machen. Foto: oneworld

Mit dieser Ernennung übernimmt eine der angesehensten, aber zugleich zurückhaltend auftretenden Führungskräfte der Luftfahrtbranche die Leitung einer der drei globalen Airline-Allianzen Star Alliance,  SkyTeam und oneworld – und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Wettbewerb zwischen den Allianzen rasant entwickelt.

Vom Airline-Sanierer zur globalen Führungskraft in der Luftfahrt. Im Gegensatz zu vielen prominenten Führungskräften der Luftfahrtbranche hat sich Luis Gallego seinen Ruf durch konkrete Ergebnisse statt durch Schlagzeilen erworben. Der ausgebildete Luftfahrtingenieur sammelte über fast drei Jahrzehnte hinweg Erfahrungen auf allen Ebenen des Airline-Managements. Seine Laufbahn umfasst Führungspositionen bei Air Nostrum sowie die Mitgründung von Clickair, einer Fluggesellschaft, die später mit Vueling fusionierte. Anschließend rief er Iberia Express ins Leben, bevor er 2013 die Leitung von Iberia selbst übernahm. Als er bei Iberia antrat, übernahm er eine Fluggesellschaft, die unter jahrelangen finanziellen Verlusten und Arbeitskämpfen litt. Innerhalb weniger Jahre führte er die spanische Fluggesellschaft zurück in die Gewinnzone, steigerte die operative Zuverlässigkeit und stellte den internationalen Ruf des Unternehmens wieder her – insbesondere auf den Märkten im Nordatlantikraum und in Lateinamerika. Im September 2020, auf dem Höhepunkt der COVID-19-Pandemie, wurde Gallego CEO der International Airlines Group (IAG) und übernahm damit die Verantwortung für British Airways, Iberia, Aer Lingus, Vueling und LEVEL. Unter seiner Führung ging die IAG gestärkt aus der Pandemie hervor – besser als viele Wettbewerber – und setzte gleichzeitig Investitionen in Premium-Produkte, digitale Transformation und Nachhaltigkeit fort.

Heute fungiert Gallego zudem als Vorsitzender der International Air Transport Association (IATA). Dies verschafft ihm einen außergewöhnlich umfassenden Blick auf die globalen Herausforderungen der Branche – von Engpässen in der Lieferkette und Infrastrukturproblemen bis hin zu Umweltpolitik und geopolitischen Verwerfungen.

Die Herausforderung für oneworld. Während oneworld weiter expandiert – zuletzt durch die Aufnahme von Oman Air und die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsfluggesellschaften –, bleibt das Bündnis gemessen an der Anzahl der Mitgliedsgesellschaften das kleinste der drei großen globalen Luftfahrtbündnisse. Die Star Alliance (Lufthansa, Unized & Co.) behauptet ihre Position als weltweit größte Allianz mit mehr als zwei Dutzend Mitgliedsfluggesellschaften und einem unübertroffenen globalen Streckennetz, das sich über Europa, Nordamerika, Asien und Afrika erstreckt. SkyTeam profitiert weiterhin von einer starken Marktpräsenz in Europa und China sowie von transatlantischen Joint Ventures. oneworld hat sich unterdessen einen Ruf für erstklassigen Service, attraktive Angebote für Geschäftsreisende und einige der weltweit am besten bewerteten Fluggesellschaften erworben – darunter Qatar Airways, Cathay Pacific, Japan Airlines und Qantas.

Der heutige Wettbewerb geht jedoch weit über die bloße Mitgliedschaft in einer Allianz hinaus. Immer häufiger investieren Fluggesellschaften in bilaterale Joint Ventures, Kapitalbeteiligungen und Kooperationen außerhalb der etablierten Bündnisse, die bisweilen einen größeren wirtschaftlichen Nutzen bieten als herkömmliche Allianzstrukturen. Große Fluggesellschaften aus der Golfregion, unabhängige Billigfluganbieter und neue regionale Partnerschaften verändern die globale Vernetzung im Luftverkehr.

Was muss sich ändern? Gallego übernimmt eine Allianz, die finanziell solide dasteht, aber vor strategischen Herausforderungen steht. Um im kommenden Jahrzehnt wettbewerbsfähig zu bleiben, wird sich oneworld voraussichtlich auf einige Schwerpunkte konzentrieren müssen:

  • – Bereitstellung eines durchgängig nahtlosen digitalen Erlebnisses. Reisende erwarten zunehmend eine einheitliche Buchung, eine einheitliche App-Erfahrung, ein abgestimmtes Störungsmanagement und einen konsistenten Service – unabhängig von der ausführenden Fluggesellschaft. 
  • – Stärkung der Integration von Treueprogrammen. Vielflieger erwarten eine einfachere Meilengutschrift und -einlösung sowie eine übergreifende Anerkennung ihres Status bei allen Mitgliedsfluggesellschaften. Vertiefte Partnerschaften im Bereich der Kundenbindung könnten zu einem der größten Wettbewerbsvorteile von oneworld werden. 
  • – Strategische statt rein quantitativer Expansion. Anstatt lediglich weitere Fluggesellschaften aufzunehmen, könnte oneworld von sorgfältig ausgewählten Mitgliedern in unterversorgten Regionen – etwa Indien, Südostasien und Teilen Afrikas – profitieren. 
  • – Verbesserung der operativen Integration. Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb gehören nach wie vor zu den größten Schwachstellen der Branche. Schnellere Umbuchungen, ein koordinierter Kundenservice und gemeinsam genutzte Technologien könnten oneworld von der Konkurrenz abheben. 
  • – Wahrung der Premium-Positionierung. Während die Star Alliance auf die Größe ihres Netzwerks setzt, bleibt die Qualität ihrer Flaggschiff-Fluggesellschaften das wichtigste Unterscheidungsmerkmal von oneworld. Kontinuierliche Investitionen in Premium-Kabinen, Flughafen-Lounges und die Anerkennung von Statuskunden könnten langfristig einen größeren Mehrwert schaffen als eine rasche Expansion.

Nachhaltigkeit ist das nächste prägende Kapitel. Ökologische Nachhaltigkeit dürfte zu einem der zentralen Schwerpunkte für Gallego werden. Während seiner Zeit bei der IAG und der IATA hat er sich konsequent für eine verstärkte Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF), Investitionen in neue Technologien sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Flughäfen und Fluggesellschaften eingesetzt, um die Dekarbonisierungsziele der Luftfahrt zu erreichen. Für eine Allianz, die Fluggesellschaften auf allen Kontinenten vertritt, könnten koordinierte Nachhaltigkeitsinitiativen sowohl einen Wettbewerbsvorteil als auch eine geschäftliche Notwendigkeit darstellen.

Blick in die Zukunft. Robert Isom hinterlässt eine Allianz, die die Erholungsphase nach der Pandemie erfolgreich gemeistert, neue Mitglieder aufgenommen und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fluggesellschaften gestärkt hat. Luis Gallego übernimmt nun die Führung in einer neuen Phase.

Die Herausforderung besteht nicht mehr in der Erholung, sondern in der Neuausrichtung. Globale Airline-Allianzen müssen sich von reinen Marketing-Partnerschaften zu tief integrierten Reise-Ökosystemen entwickeln, die im Wettbewerb mit zunehmend leistungsstarken Airline-Gruppen, unabhängigen Partnerschaften und sich rasch wandelnden Kundenerwartungen bestehen können. Wenn er diesen langfristig orientierten Ansatz auch auf oneworld übertragen kann, könnte die Allianz ihre Position stärken – nicht indem sie zur größten, sondern zur am besten vernetzten, kundenorientiertesten und strategisch am stärksten integrierten Luftfahrtallianz der Welt wird.

Angesichts einer neuen Phase des technologischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Wandels in der globalen Luftfahrt steht der neue Vorsitzende von oneworld vor der womöglich wichtigsten strategischen Bewährungsprobe der Allianz seit ihrer Gründung im Jahr 1999. Quelle: e-turbo-news / CM

Dorothea von Boxberg neue Arbeitsdirektorin bei BMW

BMW hat einen Wechsel im Vorstand angekündigt: Dorothea von Boxberg folgt auf Ilka Horstmeier Während Horstmeier seit Jahrzehnten für den Konzern tätig ist, kommt ihre Nachfolgerin aus der Luftfahrt – einer Branche, in der hoher Kostendruck seit Langem zum Alltag gehört.

Der Aufsichtsrat der BMW AG hat Dorothea von Boxberg mit Wirkung zum 01. September in den Vorstand des Konzerns berufen und zur Arbeitsdirektorin ernannt. Sie folgt auf Ilka Horstmeier (57), die im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat und im gemeinsamen Interesse einer frühzeitigen Nachfolgeregelung ihr Amt als Mitglied des Vorstands, zuständig für Personal und Immobilien, übergibt, wie der Autokonzern blumig umschreibt.   

Dorothea von Boxberg (52) ist noch Chief Executive Officer bei der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines, wo sie aber nicht weitermachen wollte. Brussels Airlines zählt seit Langem in der Lufthansa Group nicht zu den erfolgsverwöhnenden Mitgliedern. Zuvor war sie in mehreren Leitungsfunktionen bei der Deutschen Lufthansa AG und der Lufthansa Cargo AG aktiv – darunter als Vorstandsvorsitzende und Chief Financial Officer von Lufthansa Cargo. Nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und der Betriebswirtschaftslehre in Berlin und Paris arbeitete sie zudem mehrere Jahre in der Unternehmensberatung.

Dr. Nicolas Peter, Vorsitzender des Aufsichtsrats der BMW AG, erhofft sich von Von Boxberg, dass sie erforderliche strukturelle Transformation der BMW Group in den kommenden Jahren vorantreiben kann. „Ilka Horstmeier hat dem Personalwesen der BMW Group entscheidende Impulse gegeben und damit wesentlich dazu beigetragen, dass die BMW Group heute als einer der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland gilt. Quelle: BMW / CM

Lorenza Maggio wird CEO von Brussels Airlines

Lorenza Maggio (48) ist zur neuen CEO von Lufthsna-Tochter Brussels Airlines berufen worden. Die Italienerin wird neben der Führung der belgischen Fluggesellschaft zusätzlich auch die Funktion der „Bevollmächtigten des Vorstands bei der Europäischen Kommission“ wahrnehmen. Ihre Vorgängerin, Dorothea von Boxberg, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. August 2026. Der Termin für den Wechsel von Lorenza Maggio von Rom nach Brüssel wird zeitnah festgelegt. 

Lorenza Maggio ist eine erfolgreiche und international sehr erfahrene Airline Managerin. Sie kennt die Branche und die Lufthansa-Gruppe aus verschiedenen Führungspositionen in unterschiedlichen Unternehmen. Lorenza Maggio ist seit Januar 2025 Mitglied im Board of Directors von ITA Airways. In ihrer Funktion als Chief Strategy und Integration Officer leitet sie die Integration von ITA in die Lufthansa Group sowie die strategische Weiterentwicklung der Fluggesellschaft. 

Auf Dorothea von Boxberg folgt Lorenza Maggio als neue CEO von Brussels Airlines. Foto: Lufthansa

Zuvor war Maggio als Vice President Sales für den Vertrieb der Lufthansa Group Netzwerk-Airlines in Europa (exklusive der Heimatmärkte), im Nahen Osten und in Afrika verantwortlich. In ihrer Zeit bei Eurowings verantwortete sie die Marken- und Kundenstrategie. Davor war sie Geschäftsführerin einer Tochtergesellschaft der LSG Group. Quelle: Lufthansa / CM

Ex-BMW-Designer erhält russische Staatsbürgerschaft

Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem früheren BMW-Designer Pierre Leclercq überraschend die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Einen entsprechenden Erlass veröffentlichte der Kreml auf seiner Webseite.   

Pierre Leclercq, geboren am 29. Juli 1972 in Bastogne, ist ein belgischer Automobildesigner, der derzeit als Designchef beim französischen Automobilhersteller Citroën tätig ist. Er studierte Industriedesign an der École supérieure des arts Saint-Luc in Lüttich und absolvierte ein Programm für Mobilitätsdesign am Art Center College of Design im kalifornischen Pasadena. Nachdem Leclercq 1998 ein Praktikum bei BMW begonnen hatte, wechselte er 1999 zum italienischen Karosseriebauunternehmen Zagato, verließ dieses jedoch nach drei Monaten wieder, um bei Ford Ghia einzusteigen. Dort entwarf er u.a. den Innenraum der Studie Ford Street Ka. 

Im Jahr 2000 kehrte er zu BMW zurück, wo er dann 13 Jahre lang tätig war. Zu seinen dortigen Projekten zählten der BMW X5 E70, der BMW X6 E71 sowie das Heckdesign des ersten Mini Countryman. Zudem arbeitete er an einem Nachfolger des BMW M1 auf Basis des BMW i8, wobei dieses Projekt letztlich eingestellt wurde.

Von 2013 bis 2017 leitete Pierre Leclercq in China das Designstudio von Great Wall Motors.  Anschließend übernahm er die Position des Designchefs bei Kia, blieb jedoch nur ein Jahr beim südkoreanischen Hersteller. Zuletzt war er Chefdesigner bei Citroën. 

Bekanntlich hat sich BMW aus Russland zurückgezogen. Dieser Tage aber wurde bekannt, dass in Putins Riesenreich weiter SAV-Modelle der deutschen Premiummarke BMW vom Band rollen, dies trotz westlicher Sanktionen und ohne Zustimmung des Münchner Konzerns. In der einst deutschen Großstadt Königsberg in Ostpreußen, heute die russische Enklave Kalinigrad, werden derzeit die russischen BMW-Modelle X5, X6 und X7 in vergleichsweise geringer Stückzahl gebaut.  Die Fahrzeuge entsprechen äußerlich weiterhin dem Modellstand von 2022, werden inzwischen aber als Modelle der Baujahre 2025 oder 2026 zugelassen. Laut russischen Medien sollen auch einzelne lokal beschaffte Bauteile wie Kabelbäume, Schläuche, Gummiteile oder lackierte Karosserieteile verbaut werden, weil Originalteile fehlen. Die Fahrzeugpreise liegen weit über denen der deutschen Listenpreise.  Quelle: Russland heute / AMS / CM

Air Canada bekommt neuen CEO

Air Canada hat Anko Van der Werff, den Noch-Präsidenten und CEO von Scandinavian Airlines System (SAS), zu seinem nächsten Präsidenten und CEO ernannt.

Der Amtsantritt ist für Ende Januar 2027 geplant. Dies gab die Fluggesellschaft aktuell bekannt. 

Van der Werff tritt die Nachfolge von Michael Rousseau an, der im März seinen Rückzug angekündigt hatte. Rousseau, der seit 19 Jahren für Air Canada tätig ist, wird das Unternehmen nach Angaben der Fluggesellschaft am 31. August 2026 verlassen.

Van der Werff leitet SAS seit Juli 2021. Zuvor war er CEO von Avianca und bekleidete Führungspositionen bei Qatar Airways sowie Managementfunktionen bei KLM. Zudem gehörte er dem Vorstand der International Air Transport Association (IATA) an. Quelle: Air Canada / CM