Teurer Spritpreismonat September in Deutschland

Der ADAC verzeichnet im September 2026 neue Höchstwerte bei beiden Kraftstoffen. Ein Liter Super E10 kostete im September im Durchschnitt 2,266 Euro und verteuerte sich damit um fast zwölf Cent im Vergleich zum August. Mit 16 Cent nahm auch der Preis für einen Liter Diesel erheblich zu und lag im Monatsmittel bei 2,386 Euro. Damit war der September der bislang teuerste Tankmonat. Wer halbwegs intelligent ist, steigt jetzt aufs E-Auto um. Denn fossile Kraftstoffe werden ab jetzt immer teurer. 

Am teuersten war Super E10 im Bundesdurchschnitt am 16.9. mit 2,314 Euro. Bei Diesel folgte der Höchstpreis am 17.9. und lag bei 2,471 Euro. Damit lagen auch die beiden Tage mit den bisher höchsten Kraftstoffpreisen im vergangenen Monat. Am günstigsten war das Tanken für beide Kraftstoffsorten am 1.09.: Super E10 kostete 2,183 Euro je Liter, Diesel 2,232 Euro je Liter.

Über den Monat hinweg stiegen die Ölpreise zwar kontinuierlich an, aus Sicht des ADAC lassen sich die aktuell hohen Kraftstoffpreise jedoch nicht allein mit der Entwicklung des Rohölpreises erklären. So zeigt ein Vergleich mit dem Frühjahr: Im April lag der Preis für ein Barrel Brent zeitweise deutlich über 100 US-Dollar. Dennoch lag der Durchschnittspreis für Super E10 trotz damals höherer Rohölnotierungen spürbar unter dem Niveau des Septembers. Zwar beeinflussen neben dem Rohölpreis auch weitere Faktoren wie Raffinerie- und Vertriebskosten sowie steuerliche Belastungen die Kraftstoffpreise. Der aktuelle Preisabstand zum Niveau früherer Monate ist aus Sicht des ADAC nicht vollständig nachvollziehbar.

Indes sollte nicht vergessen werden, dass in Ländern wie Tschechien oder Polen der Spritpreis unter Berücksichtigung der dortigen Durchschnnittsverdiense etwa dem doppelten deutschen Literpreis entspricht. Quelle, also ca. 5 Eurto/Liter Benzin oder Diesel.  ADAC / CM

Generation 8 des BMW 3er Verbrenner vorgestellt

Die BMW 3er Reihe ist seit mehr als 50 Jahren das Herz der Marke BMW. Seit dem Produktionsstart 1975 wurden rund 18 Mio. Einheiten gefertigt, 15  Mio. davon in Deutschland. Der BMW 3er ist damit das weltweit erfolgreichste Premium-Automobil der Mittelklasse. Nun stellen die Münchner den neuen 3er vor.

Rund 1 Mrd. Euro ist in die Weiterentwicklung der beiden Fahrzeugwerke München und Dingolfing geflossen. Etwa eine weitere Mrd. Euro investierte das Unternehmen in das neue Batteriewerk Irlbach‑Straßkirchen in Niederbayern.

Die 8. Generation des BMW 3er wurde als Verbrenner aktuell präsentiert. Foto: BMW

„Wir beherrschen die Transformation – von der Entwicklung über die Industrialisierung bis zur hocheffizienten Produktion in München und Dingolfing. Mit dem neuen Hochvoltbatterie-Werk Irlbach-Straßkirchen holen wir zudem eine Schlüsseltechnologie der Elektromobilität an unseren Heimatstandort. Unser Beitrag steht“,, sagt Raymond Wittmann, Produktionsvorstand BMW Group.

Der vollelektrische BMW i3 wird im umfassend modernisierten Stammwerk der BMW Group in München gefertigt, die dabei verwendeten Hochvoltbatterien der sechsten Generation liefert das neue BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen. Die Varianten des 3er mit Verbrennungsmotor und Plug-in-Hybrid-Antrieb entstehen im BMW Group Werk Dingolfing. An beiden Standorten verfügt die BMW Group über hoch moderne und flexible Produktionssysteme und Strukturen, um auch weiterhin weltweit begehrte Premiumautomobile wettbewerbsfähig in Deutschland zu fertigen. Mit dem gleichen Anspruch und den gleichen Leitlinien werden später nach dem Grundsatz „local for local“ der BMW i3 und der BMW 3er auch im BMW Group Werk San Luis Potosí in Mexiko sowie eine angepasste Variante des 3er für den chinesischen Markt in Shenyang in China produziert.

Auch beim neuen BMW 3er setzt die BMW Group auf regionale Wertschöpfung. Zum Produktionsstart beliefern rund 760 Lieferantenstandorte die Werke München und Dingolfing mit Komponenten und Materialien. Mehr als 70 % dieser Produktionsstandorte befinden sich in Europa, gut 30 % in Deutschland.

Die Vorbereitung auf die achte Generation des 3er verlief an beiden Standorten bewusst unterschiedlich. In München investierte die BMW Group umfassend in neue Gebäude und Produktionsanlagen für Technologien der Neuen Klasse. Das über 100 Jahre alte Werk wurde grundlegend modernisiert und zum hochmodernen „Electric Only“-Standort weiterentwickelt. Das Werk Dingolfing nutzt seine hohe Flexibilität und Modellvielfalt, um die Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Varianten des neuen 3er für Kunden in aller Welt zu produzieren. Um die neuen Modelle effizient in die bestehende Fertigung zu integrieren, wurde im Karosseriebau eine neue, zusätzliche Fertigungslinie für die 3er Reihe geschaffen, während die Fahrzeuge in Montage und Lackiererei gemeinsam mit anderen BMW Modellen im Mix auf dem Band laufen.

Irlbach-Straßkirchen stärkt Industriestandort Niederbayern. Ein weiterer zentraler Baustein für die nächste Generation des 3er und die Neue Klasse ist das Werk Irlbach-Straßkirchen. Dort werden künftig Hochvoltbatterien der sechsten Generation montiert. Ab Oktober versorgt der Standort zunächst das Werk München mit Batteriesystemen für den vollelektrischen i3. Das Werk steht beispielhaft für die erfolgreiche Ansiedlung von Hochtechnologie-Industrie in Deutschland. Es stärkt die regionale Wertschöpfung, sichert qualifizierte Arbeitsplätze und erweitert das industrielle Ökosystem Niederbayerns um einen weiteren Zukunftsstandort. Die Entwicklung des Unternehmens und der wirtschaftliche Aufstieg der Region gingen und gehen eng miteinander einher. Investitionen in Werke, Technologien und Beschäftigung wirken weit über die Werkstore hinaus. Sie stärken regionale Zulieferer, Dienstleister und mittelständische Unternehmen, schaffen Einkommen und Steuereinnahmen und sichern industrielle Kompetenz in der Region.

3er als Symbol für eine erfolgreiche industrielle Zukunft. Mit dem neuen BMW 3er führt die BMW Group die Technologien der Neuen Klasse schrittweise in ihr Kernportfolio ein. Bis Ende 2027 wird das Unternehmen rund 40 neue oder überarbeitete Modelle mit Technologien der Neuen Klasse auf die Straße bringen. Quelle: BMW / CM

ID.Tiguan wird Nachfolger von ID.4 und ID.5

VW ID.4 und .5, beide zusammen rund 900.000 Mal von den Bändern gelaufen bekommen einen Nachfolge, den ID.Tiguan. Den ird es zunächst in vier Versionen geben.  , sind Geschichte. Nachfolger wird der ID-Tiguan. 

Die Top-Version „Pro 4Motion“ist ein Allradler mit zwei Elektromotoren und einer Leistung von 220 kW (299 PS). Als Energielieferant dient eine 77 kW-Batterie. Die Reichweite soll ca. 560 km betragen. Zudem wird es zwei Heckantriebsversionen „Pure“ und „Pro“ geben. Die Basisversion leistet 140 kW (190 PS) und hat einen leider nur kleinen LFP-Akku mit 58 kWh an Bord. Die maximale Reichweite soll bei 450 km liegen. Nachgeladen wird aber nur mit 105 kW. Due Höchstgeschwindigkeit soll 160 km/h betragen.  Reichweitenmeister soll der ID.Tiguan Pro sein. Er besitzt den gleichen 77-kWh-Akku (NMC) wie der Pro 4Motion, soll aber bis zu 600km weit kommen. Mit 210 kW (286 PS) ist er zudem kaum schwächer als das Topmodell.

Sehr viel mehr ist über das neue Kompakt-SUV noch nicht zu erfahren. Nur so viel, dass die Fahrstufen D, B und R über den von den ID-Modellen bekannten Lenkstockhebel eingelegt werden. „B“ und One-Pedal-Driving funktionieren laut einem ersten kleinen Test von AutoBild tadellos. Die Rekuperation lässt sich in zwei Stufen einstellen oder auch komplett ausschalten. Vmx soll bei 180 km/h liegen. Das reicht allemal. 

Die DC-Ladeleistung des Top-Modells soll bei 165 kW liegen. Die Ladezeit soll von 10 bis 80 % bei 29 Minuten liegen. Speziell für das Topmodell gibt es einen sogenannten „Traction“-Modus für permanenten Allrad. Der ID.Tiguan wird übrigens das erste ID-Modell, das es auch als „R-Line“ angeboten werden soll. Quelle: VW / AutoBild / CM

VDA verlangt von Peking im PHEV-Streit einzulenken – Peking wiederum verlangt vom VDA sich gegen weitere Zölle auf PHEV einzusetzen

Plug-in-Hybride werden zum nächsten großen Konfliktfeld im Autohandel zwischen Europa und China. Denn China setzt Europas Plug-in-Hybrid-Markt gewaltig unter Druck. BYD, Chery & Co. dominieren inzwischen die Bestsellerlisten der Fahrzeuge mit Stecker und haben in diesem Segment eine deutlich stärkere Position als bei reinen Elektroautos. Erst vor Kurzem hatte VW-Konzernchef Oliver Blume die Ausweitung bestehender EU-Ausgleichszölle für E-Autos aus China auf chinesische Plug-in-Hybride gefordert. Nun reagiert auch der VDA, beißt aber bei chinesischen Handelsministerium auf Granit

Zum Schutz der europäischen Autobauer fordert die EU von der Regierung in Peking eine freiwillige Selbstbeschränkung der Exporte von Plug-in-Hybriden auf 15 % des europäischen Marktes, statt wie geplant Sonderzölle zu verhängen. Laut KBA verzehnfachten sich chinesische Importe von PHEV von 3.800 (Oktober 2024) auf 50.000 Fahrzeuge (Juli 2026). Chinesische Marken machten im zweiten Quartal 2026 über ein Drittel bis zu 47,2 % der PHEV-Zulassungen aus.Eine Entscheidung in Sachen Quadratur des Kreises. VDA-Präsidentin Hildegard Müller und   

Eine Entscheidung in Sachen Quadratur des Kreises: VDA-Präsidentin Hildegard Müller und Chinas Handelsminister Wang Wentao.

Die chinesischen Fahrzeughersteller nutzen den Vorteil, dass ihre Plug-in-Hybride nur dem pauschalen EU-Zoll von 10 % unterliegen, während reine E-Autos bis zu 45 % Zölle tragen. Anbieter wie BYD und MG drücken mit hohen Rabatten in den Markt und setzen so deutsche Hersteller wie VW, BMW und Mercedes unter Druck. Denn die PHEV aus China sind mindetens genauso gut wie die der deutschen Hersteller, sind aber wesentlich preisgünstiger zu haben. 

Die EU droht bei Ausbleiben einer Selbstbeschränkung offener mit harten Handelsmaßnahmen. In den bislang eher chinafreundlichen europäischen Autoverbänden wächst inzwischen die Bereitschaft zu einer härteren Gangart. Bisher galt die mächtige Autolobby als Bremser bei Maßnahmen gegen chinesische Hersteller. Nun nennt VDA-Chefin Müller sie ein legitimes Mittel. Ein internes Papier geht noch deutlich weiter.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) gilt als die mächtigste Stimme, wenn es um Deutschlands größte Branche geht. Mehr als 600 Einzelunternehmen gehören ihm an, darunter Hersteller wie Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW, aber auch Zulieferer wie Bosch, ZF und Continental. Im Umgang mit China war der Verband lange ein Verfechter offener Märkte, des Dialogs und der Kooperation. Handelsbarrieren gegenüber zeigte sich der VDA dagegen eher skeptisch. Im August begann sich der Ton zu ändern. Da ließ der Verband vorsichtig wissen, er prüfe „Anpassungen“ seiner Chinaposition. Nun macht VDA-Präsidentin Hildegard Müller deutlich, was die neue Linie ist.  

Laut einem internen Positionspapier des VDA fordert der Verband, dass die Europäische Union gezielte Schutzmaßnahmen prüft. Voraussetzung hierfür ist

  • 1. Der Nachweis unlauteren Wettbewerbs  Es muss belegt werden, dass die günstigen Preise der chinesischen Hybride auf staatlich induzierte, selektive Vorteile (wie unzulässige Subventionen) zurückzuführen sind. 
  • 2. Enge Einbindung der Industrie: Der VDA fordert, dass mögliche Gegenmaßnahmen eng mit den betroffenen Unternehmen abgestimmt werden, um das Risiko für das eigene China-Geschäft zu minimieren. 

Trotz der härteren Linie setzt der VDA weiterhin auf eine Doppelstrategie aus Kooperation und Schutz. Der Verband unterstützt die parallel laufenden Bemühungen der EU-Kommission, mit der Pekinger Regierung über freiwillige Exportbeschränkungen zu verhandeln. Im Gespräch ist unter anderem eine marktseitige Obergrenze für chinesische Plug-in-Hybride von maximal 15 Prozent. 

VDA-Präsidentin Hildegard Müller betont zeitgleich, dass Investitionen chinesischer Hersteller und Zulieferer direkt in Europa und Deutschland begrüßt werden. Wenn chinesische Unternehmen Fabriken vor Ort aufbauen und lokale Produktionsvorgaben erfüllen, entfallen die Zollthemen und es entstehen Arbeitsplätze in Europa. 

Natürlich würde man sich auch weiterhin für den freien Handel einsetzen, doch es liege eben auch an China mit „konstruktiven Vorschlägen“ auf Europa zuzugehen.  Bislang hatte man immer vor einer Eskalation und einem Konflikt mit China gewarnt, da man Gegenmaßnahmen fürchtete, sobald der freie Handel mit dem Land der Mitte zugunsten deutscher Autobauer eingeschränkt würde. Stattdessen setzte man in der Vergangenheit eher auf Forderungen nach besseren Standortbedingungen in Europa. Quelle: CM

Jetzt schon an den Wechsel auf Winterreifen denken

Eis, Schnee und glatte Fahrbahnen erhöhen in den kommenden Monaten das Unfallrisiko. Winterreifen leisten bei niedrigen Temperaturen einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit, da ihre spezielle Gummimischung und das optimierte Profil für besseren Halt sorgen. Wer noch mit Sommerreifen fährt, sollte den Wechsel daher zeitnah einplanen.

Zwar existiert in Deutschland keine allgemeine Winterreifenpflicht, jedoch gilt nach § 2 Abs. 3a StVO die situative Winterreifenpflicht. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte dürfen Fahrzeuge nur mit geeigneter Winterbereifung unterwegs sein. Verstöße werden mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro sowie einem Punkt in Flensburg geahndet. 

Auch wenn das Wetter aktuell noch keinen plötzlichen Wintereinbruch erahnen lässt, kann sich Planung beim Reifenwechsel auszahlen. Denn bereits ab Temperaturen unter 7 ° C spielen Winterreifen die Vorteile ihrer Gummimischung aus und sorgen auf kalten und nassen Fahrbahnen für mehr Grip und etwas mehr Sicherheit.

Wer mit dem Reifenwechsel zu lange wartet, muss sich auf längere Wartezeiten einstellen. Werkstätten und Reifenhändler verzeichnen bei sinkenden Temperaturen und spätestens ab Anfang Oktober eine hohe Nachfrage, wodurch freie Termine teilweise erst nach mehreren Wochen Wartezeit verfügbar sind. 

Vor der Montage sollten Reifen und Felgen sorgfältig auf Schäden kontrolliert werden. Zusätzlich muss die Profiltiefe überprüft werden. Gesetzlich ist eine Mindesttiefe von 1,6 mn vorgeschrieben, aber aus Sicherheitsgründen wird eine Mindestprofiltiefe von 4 mm empfohlen. Auch das Reifenalter spielt eine wichtige Rolle. Nach etwa sechs Jahren kann die Gummimischung so stark verhärten, dass die Haftung bei niedrigen Temperaturen spürbar nachlässt.

Sind die Pneus beschädigt oder zu alt, hilft nur ein Kauf von neuen Reifen. Auch hier sollten Verbraucher nicht nur auf den Preis achten, denn zwischen den Produkten der einzelnen Hersteller gibt es teils große Unterschiede.  Quelle: ADAC / CM

BYD in Deutschland auf starkem Wachstumskurs

BYD Deutschland hat sein Handelsnetz zur diesjährigen Händlerkonferenz im bayerischen Oberjoch empfangen. Im Mittelpunkt standen der Austausch mit den Handelspartnern, die strategische Ausrichtung für das Jahr 2027 sowie die langfristige Entwicklung der Marke in Deutschland.

Mit mehr als 400 Teilnehmern aus dem gesamten deutschen Handelsnetz stellt die Händlerkonferenz für BYD eine wichtige Plattform für den direkten Dialog mit dem und innerhalb des Handels dar. Neben strategischen Einblicken in zentrale Unternehmensbereiche wie Sales, Aftersales und Marketing ging es insbesondere darum,

Die Handelspartner von BYD Deutschland geben sich ziemlich zuversichtlich. Foto: BYD

gemeinsame Potenziale zu identifizieren, Prozesse und Strukturen weiterzuentwickeln und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem deutschen Handelsnetz zu stärken. Gleichzeitig bot die Veranstaltung den Handelspartnern Raum, unmittelbares Feedback zu geben und wertvolle Impulse aus dem operativen Geschäft zu setzen.

Die BYD Deutschland GmbH wurde 2024 als nationale Vertriebsgesellschaft gegründet. In der Folge hat sich BYD innerhalb kürzester Zeit vom Newcomer zu einer relevanten Marktgröße entwickelt. Die Marke hält aktuell einen Marktanteil von 2,5 % in Deutschland und wird gemäß aktuellen Prognosen bis Ende des Jahres bis zu 55.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert haben. Während die Marke 2025 noch mit 26 Standorten vertreten war, soll das Vertriebsnetz bis Ende 2026 auf bis zu 300 Händlerbetriebe wachsen.

Für 2027 richtet BYD seine Aktivitäten konsequent auf Technologie- und Produktführerschaft sowie ein starkes,

flächendeckendes Vertriebsnetz aus. Der Kurs bleibt dabei auf langfristiges und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet, wobei die Kunden heute wie morgen oberste Priorität genießen. Dabei gewinnt auch das Geschäft mit Gebrauchtwagen zunehmend an Bedeutung: Für BYD bietet der Gebrauchtwagenmarkt eine konkrete Geschäftschance. 

Ein weiterer zentraler Baustein dieser Strategie ist die Premiummarke DENZA, die nun in Deutschland startet.

Zum Abschluss der Händlerkonferenz prämierte BYD mehrere Handelspartner für besondere Leistungen. Das Autohaus Neubeck in Speyer wurde als Sales Champion ausgezeichnet. Der Customer Excellence Award ging an Muckelbauer Mobility, den Spirit Award erhielt ASL Lichtblau in Potsdam. Als Service Excellence Partner und Dealer of the Year wurde Sternauto Leipzig geehrt. Die nächste Ausgabe der Konferenz ist für 2027 geplant.

ADAC outet sich als Klimafeind

Der ADAC unterstützt den massiv klimafeindlichen, irrsinnigen neuerlichen Tankrabatt vor dem Hintergrund der angeblich enormen Belastungen und fordert ergänzend die Abschaffung der 12-Uhr-Regel

Wie wirksam sind staatliche Eingriffe in den Kraftstoffmarkt tatsächlich – und was kommt davon bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des heutigen „ADAC Gesprächs zur Mobilität“ in Berlin. Der ADAC brachte dabei Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Mineralölwirtschaft zusammen, um die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung der Autofahrer sachlich zu bewerten.

„Bei der Debatte über Kraftstoffpreise geht es um die Mobilität von Millionen Menschen und um viel Geld. Gerade deshalb brauchen wir eine nüchterne Bewertung der Instrumente und ihrer tatsächlichen Wirkung“, sagte Prof. Peter König, ADAC Verkehrspräsident. Dabei sei die Frage entscheidend, ob Maßnahmen die Verbraucher tatsächlich entlasten und Mineralölkonzerne zur Preisdisziplin zwingen.

Input für die Veranstaltung lieferte neben den Daten des ADAC eine Kurzstudie von Prof. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE). Die Studie untersucht unterschiedliche Formen der Kraftstoffmarktregulierung und zeigt: Staatliche Eingriffe können kurzfristig Preise oder Preisbewegungen beeinflussen, führen aber nicht automatisch zu dauerhaft niedrigeren Verbraucherpreisen. Entscheidend sind Ausgestaltung, Wettbewerbssituation und mögliche Nebenwirkungen.

Der ADAC bewertet die von der Bundesregierung beschlossene befristete Senkung der Energiesteuer als richtigen Schritt, Klima hin, Klima her. Angesichts der aktuell hohen Belastungen und weil eine zielgenaue Alternative kurzfristig nicht zur Verfügung steht, ist die allgemeine Entlastung aus Sicht des ADAC derzeit die realistisch umsetzbare Möglichkeit, Autofahrer, auch die Millionen, die den Tankrabatt nicht brauchen, weil sie mehr als genug verdienen, schnell zu entlasten. „Wer täglich auf das Auto angewiesen ist, braucht jetzt Entlastung – und kann nicht darauf warten, dass irgendwann bessere Instrumente entwickelt werden“, so König. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass die Steuersenkung möglichst vollständig an der Zapfsäule weitergegeben wird. Die Erfahrungen aus den bisherigen Steuersenkungen zeigen, dass die Weitergabe nicht sofort und nicht bei allen Kraftstoffarten gleichermaßen erfolgt. Die Mineralölwirtschaft steht deshalb in der Verantwortung, die Entlastung vollständig an die Verbraucher weiterzugeben.

Zusätzlich fordert der ADAC, jetzt die Voraussetzungen für zusätzliche Optionen der Politik zu schaffen, um in künftigen Krisen schnell und zielgerichtet reagieren zu können. „Direktauszahlungen an die Bürger können dabei ein wichtiger Baustein sein (woher das Geld kommt, ist dem ADAC egal). Sie kommen gezielt bei den Menschen an, die Unterstützung benötigen und vermeiden, dass staatliche Entlastungen an anderer Stelle hängenbleiben“, so der ADAC Verkehrspräsident.

Neben kurzfristigen Entlastungen gilt es, auch nur in geringsten Mengen vorhandene Alternativen zu fossilen Kraftstoffen stärker zu nutzen. Biodiesel, Bioethanol und E-Fuels könnten einen größeren Beitrag leisten. Dafür müssen Steuersätze die Umweltvorteile alternativer Kraftstoffe berücksichtigen und die EU-Energiesteuer-Richtlinie endlich verabschiedet werden. Indes werden E-Fuels zum einen für den herkömmlicheren Pkw-Verkehr überhaupt nicht verfügbar sein, zum anderen werden sie ca. drei bis viermal so teuer wie heute bekannte Treibstoffe. Warum der ADAV nicht auf den verstärkten Wechsel hin zur E-Mobilität verweis, zeigt, dass der Autoclub in Sachen Klimaschutz überhaupt nichts versteht.  

Den angekündigten Spritpreisdeckel will der ADAC konstruktiv begleiten: Ein staatlich festgelegter Höchstpreis könne kurzfristig vor extremen Preisspitzen schützen. Er garantiere jedoch nicht automatisch dauerhaft niedrigere Preise. Insbesondere die konkrete Höhe und die Berechnung des zulässigen Preises seien entscheidend. Der Deckel dürfe einerseits nicht zu einer Verknappung des Angebots und im Extremfall zu Einschränkungen der Versorgung führen, was bei einer Deckelung fast automatisch der Fall sein wird. . Andererseits gilt es, das Risiko zu minimieren, dass der Höchstpreis zum Orientierungspunkt für die Anbieter wird und der Preiswettbewerb unterhalb dieser Grenze nachlässt.

Hinzu kommt die regionale Struktur des deutschen Kraftstoffmarktes: Die Preise unterscheiden sich zwischen Regionen deutlich. Ein einheitlicher Höchstpreis ist deshalb besonders anspruchsvoll. „Ein Preisdeckel darf nicht nur auf dem Papier gut aussehen. Entscheidend ist, was er bei den Verbrauchern bewirkt. Der ADAC erwartet deshalb, bei der konkreten Ausgestaltung einbezogen zu werden, um bei der Bewertung von Chancen und Risiken die Verbrauchersicht zu berücksichtigen“, so König.

Deutlich ist die Position des ADAC bei der seit April geltenden 12-Uhr-Regel: Sie sollte zeitnah beendet werden. Die Regel hat zwar die Zahl der täglichen Preisänderungen erheblich reduziert und macht den Zeitpunkt einer Preiserhöhung vorhersehbarer. Er habe die Preise aber keinesfalls gesenkt. Vielmehr hat sich die Preisdifferenz innerhalb eines Tages deutlich ausgeweitet. Wer mittags nach 12 Uhr tanken muss, hat erhebliche Zusatzkosten, die sich in keiner Weise rechtfertigen lassen. Eine ADAC Befragung zeigt zudem, dass 77 % der Autofahrer keinen preissenkenden Effekt der Regel erkennen. „Die 12-Uhr-Regel hat ihr Ziel aus Verbrauchersicht nicht erreicht. Deshalb sollte sie abgeschafft werden“, so ADAC Verkehrspräsident König.

Der ADAC will die weitere Entwicklung der beschlossenen Maßnahmen eng begleiten und insbesondere darauf achten, ob die Entlastungen tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen. Quelle: ADAC / CM

Elektrischer Mercedes-Benz GLC ist „German Premium Car of the Year 2027“ 

Der elektrische Mercedes‑Benz GLC wurde zum „German Premium Car of the Year 2027“ gewählt. Die Jury des „German Car of the Year Awards“ (GCOTY) hat ihn jetzt bei der Preisverleihung im Nationalen Automuseum „The Loh Collection“ gekürt. Die Jury würdigte das BEV für sein außergewöhnlich stimmiges Gesamtkonzept und seinen ausgewogenen und komfortablen Fahrcharakter.

Die Auszeichnung unterstreicht die Erfolgsgeschichte der GLC Modellreihe, die seit vielen Jahren der weltweite Bestseller von Mercedes‑Benz ist. Mit dem neuen elektrischen GLC setzt der Hersteller  eben diese Qualitäten fort, die den GLC rund um den Globus zum Kundenliebling gemacht haben, und entwickelt sie für die elektrische Variante konsequent weiter. Eine eigenständige Designsprache und intuitive digitale Intelligenz prägen dabei die nächste Generation des Erfolgsmodells. Der elektrische GLC wurde konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Mit hohem Langstreckenkomfort, ausgeprägter Alltagstauglichkeit und einem intuitiven Nutzererlebnis verbindet er Premiumanspruch mit echter Vielseitigkeit. Mit seinem großzügigen Raumangebot und hohem Komfort ist er konsequent auf die Anforderungen des Alltags ausgelegt und trägt dazu bei, Elektromobilität besonders unkompliziert erlebbar zu machen.

Der elektrische Mercedes‑Benz GLC wurde zum „German Premium Car of the Year 2027“ gewählt.  Foto: MB

Der neue elektrische GLC bietet ein hohes Maß an Komfort sowie eine Bedien- und Erlebniswelt, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die optionale intelligente Luftfederung AIRMATIC und die Hinterachslenkung mit 4,5 Grad ermöglichen herausragenden Fahrkomfort und außergewöhnliche Agilität, während das großzügige Raumangebot – einschließlich eines 128‑Liter‑Frunks – sowie eine Anhängelast von bis zu 2,4 t die Vielseitigkeit für Alltag, Freizeit und Reisen unterstreichen.

Im Innenraum eröffnet der optionale immersive MBUX Hyperscreen – mit 99,3 cm das größte Display von Mercedes‑Benz – eine neue digitale Dimension. Angetrieben vom MB Operating System (MB.OS) vernetzt er nahtlos Infotainment, Komfort, Laden und Fahrassistenz und unterstützt regelmäßige Over‑the‑Air‑Updates über die Mercedes‑Benz Intelligent Cloud. Fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme sind unter MB.DRIVE gebündelt, mit serienmäßigen Funktionen wie dem Abstand‑Assistenten DISTRONIC und dem Park‑Assistenten. Optionale Pakete erweitern den Funktionsumfang bis hin zu unterstütztem automatisiertem Fahren auf SAE Level 2 sowie einer 360‑Grad‑Rundumsicht beim Parken, und machen den elektrischen GLC zu einem hochintelligenten, intuitiven und zukunftsfähigen Begleiter. Quelle: Mercedes Benz / CM

Benziner- und Diesel-Neuzulassungen im freien Fall

Im August 2026 lag der BEV-Marktanteil der Internationalen Automobilhersteller bei 50,9 %, das ist der höchste bislang gemessene Wert. Der BEV-Marktanteil der internationalen Hersteller in den ersten acht Monaten 2026 lag bei 46,2 Prozent, das sind 5,4 Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Dies geht aus der Analyse der Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor.

Im Gesamtmarkt wuchsen die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) im August um 75,1 % auf 68.930 Einheiten. Der BEV-Anteil an den gesamten Pkw-Neuzulassungen erreichte somit 32,4 % und liegt damit rund 13,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat und mit +3,1 Prozentpunkten auch deutlich über dem Marktanteil im Vormonat. Seit Januar 2026 beläuft sich der Gesamtmarktanteil von BEV-Pkw bislang auf 26,2 Prozent.

Für alternative Antriebeinsgesamt (reiner E-Antrieb, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gasantrieb) legte der Markt im August um 25,9 % auf 154.504 Einheiten zu, wobei Internationale Marken etwa 46,7 % ausmachten. Der Anteil der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben am Gesamtmarkt stieg im August auf 72,7 %. In den ersten acht Monaten 2026 wurden 1.306.190 Pkw mit alternativen Antrieben neu zugelassen und damit rund 22,2 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Positive Wachstumsraten verzeichneten im August erneut auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV). 25.406 PHEVs rollten neu auf die Straßen und damit 6,0 % mehr als im Vorjahresmonat. Der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag damit bei 12,0 %, rund 0,4 Prozentpunkte höher als im August 2025. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Plug-in-Hybriden lag im August bei 43,8 %. Nach acht Monaten liegt der PHEV-Markt im laufenden Jahr bei einem Gesamtmarktanteil von 11,2 Prozent.

Zusammen kommen die Elektrofahrzeuge (BEVs, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge) im August damit auf einen Marktanteil von 44,4 % bei 94.336 Neuzulassungen. Das entspricht einem Anstieg um 48,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten acht Monaten 2026 liegt der Elektromarkt bei 735.364 Neuzulassungen mit 39,6 % im Plus.

Die Neuzulassungen vonHybrid-Fahrzeugen ohne Stecker stiegen im August nur leicht um 1 %. 59.197 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Neuzulassungen von 27,8 %. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag im August 2026 bei 42,3 %. Seit Beginn des Jahres wurden etwa 5,2 % mehr Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker neu zugelassen als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Die Neuzulassungen von reinen Verbrenner-Pkw erreichten im August nur noch 58.052 Einheiten, davon 35.536 Benziner (-37,9 %) und 22.516 Diesel (-17,3 %). Der Benziner-Anteil an den Pkw-Zulassungen lag bei 16,7 %, Diesel erreichten einen Anteil von 10,6 %.  Quelle: VDIK / CM

EnBW setzt auf 480 kW-Schnellladestationen 

Die EnBW, Betreiberin des größten Schnellladenetzes in Deutschland, startet mit dem Rollout einer neuen Generation von High-Power-Chargern (HPC) im landesweiten Schnellladenetz. Am neuen Referenzstandort am Karlsruher Konzernsitz nimmt die EnBW die Schnellladestation vom Typ C7 des HerstellersXCharge offiziell in ihr eigenes Portfolio auf. Mit einer Ladeleistung von 480 Kilowatt (kW) bereitet sich die EnBW für kommende Fahrzeuggenerationen vor, die immer höhere Ladeleistungen verarbeiten können.

„Die E-Mobilität wird sich in den kommenden Jahren weiter dynamisch entwickeln. Deshalb bauen wir unser Schnellladenetz nicht nur quantitativ immer weiter aus, sondern investieren gezielt in neue Ladetechnologie, die unseren hohen Anforderungen und denen unserer Kunden gerecht wird. Mit den neuen 480-kW-Ladesystemen von XCharge profitieren E-Mobilistnen im EnBW-Ladenetz von kurzen Ladezeiten, fortschrittlicher Technologie und einer hohen Zuverlässigkeit“, sagt Lars Jacobs, Leiter für Partner- und Geschäftsbeziehungen sowie kommissarischer Technischer Leiter der Elektromobilitätssparte der EnBW.

EnBW startet mit dem Ausbau von 480 kW-Lafesäulen. Foto: EnBW

Die EnBW betreibt bereits mehr als 9.000 Schnellladepunkte in ganz Deutschland und baut ihr Schnellladenetz bedarfsgerecht im Dreiklang von Langstrecke, urbanem Bereich und Einzelhandel aus. Je nach Standort unterscheiden sich die Anforderungen an die eingesetzte Schnellladeinfrastruktur. Im Schnellladenetz der EnBW wird die neue Schnellladetechnologie mit 480 kW primär dort eingesetzt, wo Kunden nur kurz verweilen und in dieser Zeit möglichst viel Reichweite gewinnen wollen – z.B. an EnBW-Ladeparks entlang deutscher Fernstraßen. 

Die neue Schnellladetechnologie mit 480 kW ermöglicht je nach Fahrzeug das Aufladen von bis zu 640 km Reichweite in nur 20 Minuten. Von der höheren Ladeleistung profitieren Kunden auch beim sogenannten Powersharing, wenn zwei Fahrzeuge parallel an einer Ladestation laden. Je nach Aufnahmefähigkeit der Fahrzeuge kann sich die Ladezeit dadurch spürbar verkürzen.

Im Februar 2026 hatten die EnBW und XCharge eine längerfristige Zusammenarbeit bekanntgegeben. Grundlage der Vereinbarung war ein erfolgreicher Feldtest mit XCharge-Ladestationen, die sich in mehreren zehntausend Ladevorgängen als zuverlässig, performant und sicher erwiesen hatten.

Bis Ende 2026 plant die EnBW, deutschlandweit noch eine zweistellige Zahl an Schnellladeparks mit der neuen 480 kW Schnellladetechnologie ans Netz zu bringen. Quelle: EnBW / CM