Innovationsstärkste Automobilhersteller im Bereich der BEV

Die Serien-Innovationen des ersten Halbjahres 2026 setzen bei der E-Mobilität vor allem bei den zentralen Kundenkriterien Reichweite, Ladeleistung und Verbrauch sowie beim Elektro-Ökosystem (V2H, V2G) an. So heißt es beim CAM Electromobility Report 2026.

Mercedes punktet u.a. mit hohen Reichweiten seiner Modelle in verschiedenen Segmenten (EQS, VLE) und ermöglicht bidirektionale Ladefunktionen (Vehicle-to-Grid, Vehicle-to-Home), ähnlich wie BMW. BYD ist mit Flash-Charging Vorreiter beim Schnellladen und erreicht mit dem Denza Z9 GT eine Ladeleistung von bis zu 1.500 kW über einen einzigen Ladeanschluss. Die europäische Version lädt in rund neun Minuten von 10 auf 97 %, selbst bei minus 30°C. Auch Geely erreicht mit dem Lynk & Co 10+ dank optimiertem Ultra-Schnellladen bis zu 2 km Reichweite pro Sekunde und lädt in weniger als neun Minuten von 10 auf 97 %. 

Beim Verbrauch punktet hingegen der VW ID.3 Neo. Ein neuer APP350-Elektromotor, ein effizienterer Antriebsstrang und ein intelligentes Thermomanagement steigern die Reichweite der 79-kWh-Batterie auf segmentbeste 629 km (WLTP) bei einem Verbrauch ab 14,3 kWh/100 km.

Hierzu Studienleiter Stefan Bratzel: „Die Innovationsführerschaft in der Elektromobilität wird weiterhin maßgeblich von chinesischen und deutschen Herstellern geprägt. Besonders bemerkenswert ist die Aufholbewegung von Mercedes-Benz, während Geely und BYD über einen längeren Zeitraum eine hohe Innovationsstärke zeigen. Tesla dagegen verliert im Innovationswettbewerb an Boden. Entscheidend ist inzwischen nicht mehr allein, wer Elektroautos anbietet, sondern wer bei Reichweite, Ladeleistung, Effizienz und Kosten die überzeugendsten Gesamtpakete auf den Markt bringt. Die chinesischen Hersteller zeigen dabei zunehmend, dass sie ihre technologische Stärke auch in Marktanteile übersetzen können, inzwischen auch in Deutschland. Eine Verdopplung ihrer E-Auto-Neuzulassungen ist ein deutliches Warnsignal für die etablierten deutschen Hersteller.“

Innovativste BEB-Hersteller. Grafik: CAM

Globaler BEV-Absatz im Vergleich der Automobilhersteller. Zwischen der Elektro-Innovationsstärke und dem weltweiten Absatz ist ein Zusammenhang erkennbar, wenn auch nicht durchgängig. Die chinesischen Hersteller BYD, Geely und SAIC sowie Tesla und die Volkswagen Group zählen zu den absatzstärksten Elektroautobauern weltweit.

BYD bleibt mit 867.000 verkauften E-Autos der weltweit absatzstärkste Hersteller, verliert gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch rund 15 %. Gründe sind u.a. das Auslaufen staatlicher Förderungen und der intensive Preiswettbewerb in China. Tesla rückt mit 838.000 Einheiten (+16 %) dicht an BYD heran. Mit Geely (571.000) und SAIC (540.000) stellen chinesische Konzerne dennoch drei der fünf größten BEV-Hersteller weltweit. Die Volkswagen Group komplettiert mit 438.000 Einheiten (−6 %) die Top-5.

Kräftig zulegen können vor allem Toyota (+135 %), Nio (+68 %), Hyundai (+60 %) und die Mercedes-Benz Group (+49 %). Bei Mercedes-Benz, dem Spitzenreiter der Halbjahres-Innovationsstärke, geht der Innovationsschub damit auch mit deutlich steigenden Verkäufen einher. Deutliche Rückgänge verzeichnen dagegen Xiaopeng (−23 %), Ford (−32 %) und Honda (−38 %.

Absatz BEV global. Grafik: CAM

Deutschland: E-Auto-Markt wächst kräftig. In der Bundesrepublik gewinnt die Elektromobilität deutlich an Fahrt. Von Januar bis September 2026 wurden 604.144 batterieelektrische Pkw neu zugelassen, ein Plus von 58,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der BEV-Anteil an allen Neuzulassungen steigt damit von 18,1 auf 27,2 %. Die Volkswagen Group bleibt mit 207.586 E-Autos (+22,5 %) klarer Marktführer, wächst jedoch deutlich langsamer als der Gesamtmarkt. Ihr Anteil am deutschen BEV-Markt sinkt von rund 44 auf 34,4 %. Die Kernmarke Volkswagen stagniert mit 76.024 Einheiten auf Vorjahresniveau, das Wachstum kommt vor allem von Škoda (+62 %) und Audi (+40,7 %).

Deutlich dynamischer entwickeln sich die Wettbewerber. Die chinesischen Hersteller verdoppeln ihre BEV-Neuzulassungen auf 69.327 Einheiten (+100,1 %) und steigern ihren Marktanteil von rund 9 auf 11,5 %. Bemerkenswert ist vor allem Leapmotor, das mit 15.128 Einheiten (+295 %) inzwischen fast so viele E-Autos absetzt wie BYD (16.355 Einheiten). Auch Stellantis (+103 % auf 56.407 Einheiten) und die Mercedes-Benz Group (+91 % auf 44.081 Einheiten) wachsen weit überdurchschnittlich. Mercedes-Benz, Spitzenreiter der Innovationsstärke im ersten Halbjahr, steigert seinen Anteil am BEV-Markt von 6,0 auf 7,3 %. BMW legt mit 63.819 Einheiten (+41,6 %) ebenfalls zu, verliert aber leicht an Marktanteil (10,6 nach 11,8 %). Den stärksten Zuwachs verzeichnen die US-Marken mit 64.819 Einheiten (+129,5 %), getragen vor allem von Tesla (+202 %) . Quelle: CAM Electromobility Report 2026 / CM

Verbrennerautos in Flotten werden immer unrentabler

In den deutschen Fuhrparks sind bei den Verbrennerautos, zumeist Diesel, die Betriebskosten seit Janar 2026 um mehr als ein Viertel gestiegen. Wichtigster Treiber sind die Kraftstoffpreise. Und die werden angesichts des Klimawandels weiter kräftig klettern. 

Laut ADAC lagen eie reinen Betriebskosten z.B. bei einem VW Golf im Januar bei 172 Euro, so waren es im September schon 235 Euro. Fahrer eines Audi A6 brauchen jetzt 64 Euro mehr in Monat als noch im Januar. Vergleichbare Elektroautos fahren um ein Vielfaches günstiger. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 44 EuroCent pro Kilowattstunde fährt z.B. ein ID.3 um 50 % günstiger als ein Golf TDI. Mittlerweile schneidet selbst der supersparsame Skoda Octavia Diesel bei der Betrachtung der Gesamtkosten nicht mehr besser ab als ein Tesla Model 3, das beim Listenpreis viel teurer als der Octavia ist. 

In den meisten Unternehmen bekommen Mobilitätsmanager inzwischen große Sorgenfaltenangesichts des weiter steigenden Kostendrucks bei den Verbrennermodellen. Daher entscheiden sich immer mehr Fuhrparkverantwortliche bei der Ersatz- bzw. Neubeschaffung für ein Elektroauto. Heute beträgt der BEV-Anteil im bundesdeutschen Flottenmarkt bei mehr als 30 %. Auch interessant: Wegen der ebenfalls steigenden Leasingraten erhöhen Flottenchefs die Haltedauer der Geschäftswagen: Sie beträgt aktuell schon 4,94 Jahre.

 Und sehr zum Bedauern der zumeist deutschen Autobauer weichen die Flottenverantwortlichen auf niedrigere Fahrzeugsegmente aus, die preislich und verbrauchsmäßig eher zu verkraften sind. So sank seit 2020 der Anteil von Mitteklasse-Dienstwagen von 27,4 auf 25,1 %. Der Anteil von Höheren Segmenten (Obere Mitteklasse, Oberklasse) sank sogar von 14,5 % auf 11,9 %. Gleichzeitig legten Fahrzeuge der Kompaktklasse von 25 % auf 29,5 % zu. Quelle: Dataforce / CM

Europa forciert Protektionismus bei der Automobil-Branche

Deutschland regt sich immer auf, wenn es um Protektionismus geht. Die Branche der Automobilindustrie aber lernt en Protektionismus lieben. 

Die deutschen Autobauer, Zulieferer und erst recht der VDA gestehen sich ein, dass staatliche Beschränkungen die Wirtschaft stärker wachsen lassen als das freie Spiel der Marktkräfte. Noch vor einigen Monaten tönten Verband und Hersteller ganz anders. Da qurde über Donald Trump und Elon Musk in übelster Weise hergezogen,  weil die doch tatsächlichen politischen Schutz für die US-Wirtschaft durchgesetzt hatten. Nun wird in Deutschland damit argumentiert, dass wir jetzt in einer Welt leben, in der Handel, Geopolitik und Konflikte die gesamte deutsche und europäische Automobilindustrie in eine komplexere Situation gebracht haben. Auf gut deutsche: Die Chinesen nerven mit ihren Automobilen, die en europäischen technisch ebenbürtig, teils sogar überlegen und dafür auch noch günstiger zu haben sind. 

Wichtige EU-Gesetzesvorhaben sollen noch 2026 abgeschlossen werden: Die CO2-RegelnTsamt Beseitigung des Verbrenner-Aus 20und der Industrial Accelerator Act. Letzterer soll Wertschöpfungsvorgaben für Produkte „Made in Europe“ definieren. Dabei geht es um den Schutz gegen die chinesische Konkurrenz. Deutschland und Frankreich ollen definitiv den Handelskonflikt mit Peking. Die chinesischen Hersteller reagieren mit der Realisierung eigenen Automobilwerke in Europa. Zudem erklärte sich Peking bereit, die Flut an Exporten nach Europa von wirklich fantastischen chinesischen PHEV auf 350.000 Einheiten pro Jahr zu begrenzen. Sollte China umgekehrt den Zugang der Europäer zu notwendigen Rohstoffen für die Produktion von Batterien begrenzen, dann sieht es für die europäischen Autobauer zappenduster aus. Quelle: CM

BMW schließt Abfindungsprogramm vorzeitig

BMW schließt sein Abfindungsprogramm vorzeitig. Grund: das Ziel des freiwilligen Aufhebungsprogramms ist schon erreicht. 

Vor gut drei Wochen hatten Zehntausende Beschäftigt des Münchner Autobauers Abfindungsangebote erhalten. Das Abfindungsprogramm wendete sich in Deutschland nur an Beschäftigte in der Verwaltung oder Entwicklung. In wenigen Tagen sollen alle Interessenten wissen, ob ein Aufhebungsvertrag zustande kommt. Weitere Anmeldungen für das Programm sind nicht mehr möglich. BMW will weltweit rund 8.000 Stellen abbauen, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Rein rechnerisch sollen sich viele Abfindungsverträge deutlich im sechsstelligen Bereich bewegen.  Quelle: BNW / CM

Deutschland und Frankreich forcieren das Ende des Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich wollen weiterhin umwelt- und klimaschädliche Verbrennerautos auf ihren Straßen zulassen. Lange hatte sich  Frankreichs Präsident Emanuel Macron dagegen gesperrt. Auch Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) stellte sich quer.  Schon im Dezember 2025 hatte die EU-Kommission auf Druck Deutschlands vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen – eine Abkehr vom eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus.  

Frankreich hatte bisher eine Gruppe aus sieben EU-Staaten angeführt, die sich gegen eine starke Aufweichung stellen. Die sieben Staaten hatten gemeinsam die nötigen Stimmen, um eine Entscheidung zu blockieren. Mit der deutsch-französischen Einigung ist der Weg nun aber frei.Deutschland und Frankreich forcieren nun gemeinsam die Aufweichung des für 2035 geplanten faktischen Verbots für Verbrenner-Neuwagen. U.a. geht es dabei auch um den Erhalt von hunderttausenden Arbeitsplätzen, insbesondere auch von Motorenentwicklern. Letztere braucht man beim Elektroauto nicht mehr.   

Nach dem deutsch-französischen Plan soll das CO2-Reduktionsziel für Neuwagen von bisher 100 auf 90 % sinken, ohne dass weitere Ausgleichsmaßnahmen erforderlich wären. Das abgeschwächte Ziel kommt den Wünschen der deutschen Automobilhersteller entgegen, die die E-Mobilität komplett verschlafen hatten und weiterhin auf Sauriertechnologie setzen, wohl wissend, dass sie den Klimazielen einen Bärendienst erweisen. Aber Geschäft geht vor Moral, bei den Politikern wie auch bei der Automobilindustrie. Beide Regierungen sprechen von einem „ehrgeizigen europäischen Dekarbonisierungspfad mit der nötigen regulatorischen Flexibilität, um unterschiedlichen Marktgegebenheiten und Technologieoffenheit Rechnung zu tragen“. 

Deutschland und Frankreich wollen zudem die von der Kommission ebenfalls vorgeschlagenen Quoten für die Elektrifizierung von Unternehmensflotten in ein unverbindliches Ziel umwandeln.Quelle: Bundesregierung / EU / CM

Mercedes und NVIDIA bauen Partnerschaft aus

Mercedes‑Benz und NVIDIA wollen ihre strategische Partnerschaft ausbauen, um gemeinsam die nächste Generation automatisierter Fahrsysteme voranzutreiben. Die Zusammenarbeit verbindet die Kompetenz von Mercedes‑Benz in Fahrzeugentwicklung und -sicherheit sowie das Betriebssystem MB.OS mit den Computing- und KI-Technologien von NVIDIA.

Das Mercedes‑Benz Betriebssystem MB.OS unterstützt neue Fahrfunktionen sowie Over-the-Air-Updates und arbeitet dabei mit der NVIDIA Hyperion In-Vehicle-Computing- und Sensorarchitektur zusammen. Der NVIDIA Alpamayo Stack stellt eine Full-Stack-Fahrsoftware mit KI-basierten Reasoning-Fähigkeiten bereit und unterstützt damit u.a. urbane Point-to-Point-Assistenz, aktive Sicherheit und automatisiertes Parken. NVIDIA Halos ergänzt die Sicherheitssysteme von Mercedes‑Benz u.a. durch einen zweiten Safety Stack, der Redundanz und zusätzliche Sicherheitsmechanismen bietet. Gemeinsam unterstützen diese Technologien erweiterte Fahrassistenzsysteme sowie die Entwicklung künftiger SAE-Level 4 Technologien, einschließlich Robolimousinen. 

Über das automatisierte Fahren hinaus setzt Mercedes‑Benz NVIDIA Technologien auch für Simulationen in der Fahrzeugentwicklung sowie innerhalb von MO360, dem digitalen Produktionsökosystem von Mercedes‑Benz, ein. Das Spektrum reicht von der virtuellen Planung bis hin zu KI-basierten Anwendungen. Die beiden Partner arbeiten daran, Effizienz, Flexibilität und Qualität im globalen Produktionsnetzwerk weiter zu steigern. Quelle: MB / CM

Model Y überholt im September VW Golf

Tesla’s Model Y hat im September 2026 laut KBA-Zahlen mit 8.038 Einheiten den VW Golf (6.580 Einheiten) von der Spitze der deutschen Neuzulassungsstatistik verdrängt.

Tesla schwimmt aktuel europaweit auf einer Erfolgswelle. U.a. kommt das Model 3 unglaublich gut an. In Deutschland kam die Elektrolimousine dem KBA zufolge auf Platz 6 bei den Neuzulassungen. Damtt führt das US-E-Mobil deutschlandweit die Mittelklasse an.  

Insgesamt wurden im September 2026 deutschlandweit 12.552 neue Tesla-Fahrzeuge zugelassen. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 268,7%.  In 2024/25 hatten viele deutsche interessierte Automobilkäufer Tesla abgestraft, als Elon Musk sich als Teil der US-Regierung für Donald Trump stark gemacht hatte und u.a. für die AfD warb. Das scheint nun alles vergessen zu sein, zumal sich die Elektromarke nach schwierigen Monaten eindrucksvoll zurückmeldet. Quelle: KBA / CM

CM: Erste Ausfahrt mit dem Update des Toyota Yaris Cross

Die Neuzulassungen vonHybrid-Fahrzeugen ohne Stecker stiegen in den ersten neun Monaten 2026 um 4,9 %. 632.695 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Neuzulassungen von 28,5 %. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag in dieser Zeit bei 42,7 %. 

Im September wurden etwa 2,4 % mehr Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Einen guten Anteil daran hatte Toyota. Laut Florian Kreß, Produktmanager für den Yaris Cross, ist das Segment der HEV in Deutschland stabil bei 13 %. Seiner Ansicht nach könnte das Segment der Vollhybride sogar noch etwas steigen; seinen Anteil dazu leisten kann der runderneuerte Yaris Cross. Von diesem Modell erwartet der Kölner Importeur jährliche Verkäufe von ca. 14.000 Einheiten. Die meisten Order solen von der Ausstattungslinie „Lounge“ kommen.

Generell haben die Experten rund um den Yaris Cross das kompakte SUV in allen Bereichen verbessert. In seinem ersten Verkaufsjahr wurde das Modell mit dem Titel „World Urban Car of the Year 2022“ ausgezeichnet. Seitdem hat sich der Yaris Cross das kleine hybridisierte SUV zum meistverkauften Toyota Modell in Europa entwickelt. Allein 2023 wurden europaweit rund 200.000 Einheiten verkauft. Auch in Deutschland zählt das City-SUV zu den Topsellern der Marke.

Der neue Yaris Cross läuft bei Toyota Motor Manufacturing France vom Band. Er soll den Erfolg des Vorgängers fortsetzen. Bestellbar ist der Wagen schon. Das Basismodell Pure ist ab 27.640 Euro nach Liste zu haben, das Topmodell GR Sport wird ab 37.740 Euro angeboten. Die Frage ist natürlich, warum die Japaner dem aktuellen Trend folgend das kleine Urban Car nicht gleich vollelektrisch anbieten. Immerhin drängen vor allem chinesische Marken aber auch ein deutsches Triumvirat mit neuen batterieelektrischen kleinen Fahrzeugen auf den Markt. Aktuell werden deutschlandweit schon mehr als 1/3 aller Neuwagen als BEV zugelassen.  

Toyota hat nicht nur Power, Performance und Auswahlmöglichkeiten beim Hybridantrieb des Updates verbessert und den Umfang der aktiven Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme erweitert, sondern den Yaris Cross auch in digitaler Hinsicht umfassend aufgewertet. Dazu gehören ein individuell anpassbares Instrumenten-Display sowie ein leistungsfähigeres Multimediasystem mit bequemer und stabiler Konnektivität bei nutzerfreundlicher Bedienbarkeit.

Kunden haben die Wahl unter zwei Leistungsstufen. Neben der bewährten Hybridversion mit 116 PS gibt es den Wagen auch mit 130 PS Systemleistung und einem höheren maximalen Drehmoment .  Zusätzlich lässt sich zwischen Vorderrad- und intelligentem Allradantrieb wählen. Im neuen Hybrid 130 kommt ein größerer und leistungsfähigerer Elektromotor-Generator zum Einsatz. In Verbindung mit der überarbeiteten Software der Steuereinheit (PCU) steigt die Gesamtleistung des 1,5-Liter-Systems um 12 % von 85 kW/116 PS auf 97 kW/130 PS. Auch das Drehmoment legt über das gesamte Drehzahlband deutlich zu um 30 % von 141 Nm auf 185 Nm. Das soll zu einer spürbar druckvolleren Beschleunigung führen, die freilich unserer Erfahrung nah wenig berauschend ist. Zudem wirkt das 1,5l-Aggregat vor allem beim Gas geben immer etwas angestrengt.

Die weiterentwickelte Hybridtechnologie unterstützt die Beschleunigung oder Verzögerung des Fahrzeugs in Abhängigkeit von der Straßenneigung. Dadurch muss der Fahrer bei Bergauffahrten weniger Gas geben und kann sich gleichzeitig auf eine Bergabfahrhilfe verlassen, die das Fahrzeug bei Bergabfahrten automatisch verlangsamt, wenn der Fahrer

den Fuß vom Gaspedal nimmt. Predictive Efficient Drive nutzt das erlernte Verhalten des Fahrers und die Daten des cloudbasierten Navigationssystems (ausstattungsabhängig), um das Laden und Entladen der Batterie entsprechend den Straßen- und Verkehrsbedingungen zu optimieren. Ein weiteres Element des Predictive Efficient Drive ist die Predictive State of Charge (SOC) Control, die in zwei Szenarien zum Einsatz kommt. Erstens prognostiziert das System anhand von Kartendaten lange Bergabfahrten und reduziert den Ladestand der Batterie im Voraus, so dass beim Bergabfahren mehr Energie zurückgewonnen werden kann. Zweitens überwacht die Staukontrolle (Congestion SOC Control) die Informationen zur Verkehrslage und bewahrt den aktuellen Ladestand der Batterie, wenn sich ein Stau ankündigt. Auf diese Weise kann das Fahrzeug im langsam fließenden Verkehr länger im elektrischen Modus betrieben werden kann, ohne dass der Verbrennungsmotor gestartet werden muss.

Toyota hat Maßnahmen zur Geräusch- und Vibrationsreduzierung umgesetzt, um den Komfort an Bord zu steigern. Zur Verringerung der Windgeräusche werden darüber hinaus bei allen neuen Yaris Cross Modellen eine geräuschabsorbierende Windschutzscheibe sowie dickere Seitenscheiben verwendet.

Neues digitales Benutzererlebnis. Herzstück sind eine individuell anpassbare Instrumentenanzeige für den Fahrer im Sieben- oder12,3“-Format sowie ein schnelleres und leistungsfähigeres Multimediasystem mit einem 9- oder 10,5“ großen Bildschirm. Die digitale Instrumentenanzeige stellt Ziffernblätter, Informationen und Grafiken gestochen scharf dar und ist bei allen Lichtverhältnissen gut ablesbar. Das Erscheinungsbild kann an die persönlichen Vorlieben des Fahrers und seine Stimmung angepasst werden. Zur Wahl stehen die vier Themenfelder Smart, Casual, Sporty und Tough. Außerdem ändert sich die Hintergrundfarbe je nach gewähltem Fahrmodus – Normal, Eco oder Sport.

Eine digitale Geschwindigkeitsanzeige und die Schaltanzeige sind in allen Konfigurationen zentral positioniert. Weitere Informationen befinden sich mittig, links und rechts. Im mittleren Bereich werden die wichtigsten Informationen angezeigt, beispielsweise der Status der Sicherheitssysteme. Links und rechts werden Details zu Fahrdaten, Kraftstoffverbrauch und Audiowiedergabe dargestellt. Über Tasten am Lenkrad kann der Fahrer die Darstellung anpassen. Udem verfügt der Wagen je nach Ausführung über ein Head-up-Display, das dem Fahrer die wichtigsten Fahrinformationen gut lesbar auf die Windschutzscheibe projiziert.

Smart Connect. Das neue Toyota Smart Connect Multimediasystem (ausstattungsabgängig) verfügt über eine intuitivere und schneller ansprechende Benutzeroberfläche und bietet serienmäßig eine cloudbasierte Navigation, die dank Echtzeit-Verkehrsinformationen eine genauere und effizientere Routenplanung ermöglicht. Ein bordeigener Sprachassistent ermöglicht die Steuerung vieler Funktionen per Sprachbefehl und reagiert dabei auf natürlichere Sprache: Auf „Hey Toyota, mir ist kalt“ stellt das System automatisch die Temperatur der Klimaanlage höher.

Smartphones lassen sich kabellos über Apple CarPlay und Android Auto in das Multimediasystem einbinden. Und wie bei den Toyota Safety Sense Systemen können Upgrades und neue Funktionen für das Multimediasystem ganz einfach „over the air“ ohne Werkstattbesuch aufgespielt werden.

Über die MyToyota App lassen sich darüber hinaus weitere Funktionen aus der Ferne steuern: das Ver- und Entriegeln der Türen oder das Aktivieren der Warnblinkanlage, um das Fahrzeug auf einem überfüllten Parkplatz wiederzufinden. Die App ist sowohl mit Apple- als auch mit Android-Geräten kompatibel.

Sicherheit. Serienmäßig an Bord ist die neueste Generation von Toyota Safety Sense. Unter dem Oberbegriff Toyota T-Mate werden die fortschrittlichen Assistenzsysteme gebündelt, die das Autofahren sicherer und einfacher machen und das Parken erleichtern. Die Einstellung der Sicherheits- und Fahrassistenzfunktionen erfolgt ganz einfach über die Lenkradtasten. 

Erster Fahreindruck. Der Japaner oder sollen wir sagen der kleine japanische Franzose ist kompakt (Länge unter 4,20 m), leicht und überaus sparsam zu bewegen Ohne Zweifel ist das optisch gelungene SUV solide verarbeitet, wobei im Interieur wohl aus Kostengründen weitgehend harte Kunststoffe verarbeitet sind. Ein gute Schulnote vergeben wir für die sehr ordentliche Ausstattung mit vielen Komfort- und Sicherheitsassistenten. Ein Schnäppchen aber ist der Wagen nicht. Denn auf den Tisch des Hauses muss man für die meist georderte Version deutlich über 30.000 Euro legen. Und, dass man alle zwölf Monate zur Inspektion muss, ist für ein Urban Car wenig schmeichelhaft, kostenträchtig obendrein. Daran ändert auch die anschließende Zwölfmonats-Garantie wenig.   Gefallen hat uns der neue Kühlergriff im Wabendesign, die neuen Scheinwerfer, Seitenschweller und  schwarze Außenspiegel sowie im Interieur die neuen komfortablen Sitze. Natürlich ist noch viel mehr neue am überarbeiteten Yaris Cross.  Überzeugend erschien uns der wirklich niedrige Kraftstoffverbrauch – bei uns waren es nach der ersten Ausfahrt im Großraum Köln über 100 km ca. 4,8 Liter. Als angenehm empfanden wir die  erhöhte, übersichtliche SUV-Sitzposition und die Bedienung des Wagens. Weniger lustig aber ist das unter Last viel zu laute CVT-Getriebe. Und ob die Antriebsart auf Dauer passt, lassen wir mal dahingestellt. Für kleinere Fuhrparks wie Serviceunternehmen rechnen sich inzwischen Verbrenner nicht mehr so richtig, auch wenn der Benzinkonsum niedrig ist. Quelle: CM / Toyota

Kauf von Verbrennerautos ist unverantwortlich

Gerade erst haben sich Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron auf eine Aufweichung des Verbrennerverbots geeinigt. Sie wollen der Automobilindustrie damit mehr Zeit geben, sich auf die Produktion von E-Autos umzustellen. Ob sie die bekommen, erscheint aber zweilfelhaft. 

Denn die Verbraucher wenden sich deutschlandweit von Verbrennern ab, wie die aktuellsten Daten es Kraftfahrt-Bundesamtes zeigen. So belief sich der Anteil von rein batterieelektrische Fahrzeugen (BEV) hierzulande im September bei den Pkw-Neuzulassungen auf rund 35 %. Gleichzeitig kommen Benzin und Diesel zusammengenommen auf nur noch 26 %. 

Wer heute noch ein Verbrennerauto kauft, wird sein blaues Wunder erleben.

Treiber dieser Entwicklung sind u.a.  die Kraftstoffpreise, aber auch die technische Entwicklung. Waren E-Autos lange vergleichsweise teuer, kommen mittlerweile immer mehr günstige BEV-Modelle auf den Markt. Der könnte damit endgültig in Richtung BEV kippen. Optimistische Prognosen gehen davon aus, dass Ende der 2030er Jahre in Deutschland jedes zweite Auto elektrisch unterwegs sein wird. Diesel wird es gar keine mehr geben und Benziner im geringen einstelligen Prozentbereich. Hinzu kommt, dass die Restwerte von Verbrennerautos in den Kaller fallen werden, Benziner und Diesel kaum noch als Gebrauchtwagen weitervermarktet werden können. Quelle: Statista /CAR / CM

Elektrischer Mercedes CLA 250+ im CM-Test

Sportlich, digital, innovativ. Mit seinem athletischen Design, einem völlig neuenAntriebsstrang und dem digitalen MBUX Superscreen5] ist der CLA dasintelligenteste Fahrzeug, das Mercedes-Benz je gebaut hat. Das galt noch im Frühjahr, das gilt sicher auch heute. Der Mercedes CLA ist  die Elektro-Speerspitze von Mercedes: Beeindrukt hat uns unser Testwagen „CLA 250+ mit EQ Technologie“ mit seiner erstaunlich großen Reichweite, seiner Energieeffizienz, den kurzen Ladezeiten, dem hohen Fahrkomfort, dem modernen Infotainment  und seiner tatsächlich spürbaren Souveränität im Straßenverkehr. 

Der CLA tritt zwar im Kompaktsegment an ist aber mit 4,72 m Länge und 2,79 m Radstand nicht gerade sehr kompakt geraten. Und der Wagen ist relativ flach, was das Einsteigen betagterer Zeitgenossen ein klein wenig erschwert. Zudem ist der CLA besonders windschnittig, auch wenn dafür die Seitenspiegel etwas klein ausfallen.

Aberer der CLA ist einfach schön. Beim Design gefallen uns die elegante Coupélinie und natürlich der Kühlergrill mit den verchromten und beleuchtbaren Mini-Sternen sowie die Scheinwerfer und Heckleuchten. Einsteigen vorne ist kein Problem, hinten aber muss man schon etwas gelenkig sein. 

Das Interieur strahlt Wohnlichkeit aber auch Modernität aus. Verarbeitet sind  u.a. offfenporiges Holz, gebürstetes Alu und geschäumte Flächen. , Sitzpolsten mit Perleffek und das in gewohnt perfekter Weise. Beeindrucken das schwebende Armaturenbrett mit einem 10,25“ großen Digital-Tacho und einem 14 „Infotainment-Bildschirm und zieht sich über die ganze Fahrzeugbreite. Bei diesem Berührbildschirm wischen Fahrer und Beifahrer wie beim Smartphone die Apps und Funktionsumfänge hin und her, aktivieren Systeme per Fingertipp oder eben per Stimme.

Der Stromer ist er ein echter Technologieträger: Der Viertürer baut auf der völlig neuen Technik-Plattform MMA (Mercedes Modular Architecture) auf und ist sicher Vorreiter für eine neue Generation ist. An Bord kommt das neue Gehirn von Mercedes zum Einsatz: das selbst entwickelte Betriebssystem MB.OS. Es integriert verschiedene KI-Modelle und läuft auf einem Hochleistungsrechner

Der wassergekühlte Hochleistungsrechner kann bis zu 450 Mio. Rechenoperationen pro Sekunde ausführen, so dass Funktionalität superschnell vonstatten geht. Wer die Sprachbedienung liebt, dürfte sich der KI-gesteuerten Dialogfähigkeit erfreuen. „Hey Mercedes“ sagen und dann fragen. Korrekte Antworten folgen prompt.  Eine feie Sache ist das große und vor allem serienmäßige und leicht getönte Panorama-Glasdach. 

Ob privat oder geschäftlich unterwegs: Das langstreckentaugliche Gestühl bietet erstklassigen Sitzkomfort. Die unserer Meinung nach ergonomisch perfekte Polsterung und ein starker Seitenhalt durch stabil geformte Wangen machen das Fahren auch über weite Distanzen oder auch in etwas schäfer gefahrenen Kurven angenehm, sicher und wenig ermüdend. Dank Sitzheizung, Massage und weiteren netten Dingen, geht’s einem schon sehr gut im CLA. Hinzu addieren sich noch so kleine aber feine Details, wie die Fenster: Die fahren beim Öffnen der Tür deutlich weiter herunter.

Leider ist das Gepäckabteil nicht gerade üppig bemessen: Es fasst nur 405 Liter Volumen; weitere 100 Liter finden sich vorne im Frunk, wo auch die Ladekabel verstaut werden können. Die Zuladung von 464 kg erscheint uns als etwas gering. 

Mit Reichweite bis zu 792 km lockt der neue vollelektrische CLA von Mercedes-Benz. Klingt famos, in der Realität aber sind es nach unserer Erfahrung gute 150 km weniger. Aber selbst das ist wirklich gut. Unser Eindruck nach der ersten Testwoche: Das kompakte und nicht zuletzt optisch attraktive Coupé ist bestimmt auf gutem Weg ist, den Elektro-Absatz der Stuttgarter ankurbeln. Natürlich spielt da auch ein bisschen der nicht gerade niedrige Preis (Einstandspreis: 55.859 Euro)  eine Rolle, erst recht, wenn man sich die optionalen Ausstattungsmöglichkeiten betrachtet. Die können richtig ins Geld gehen. Andererseits werden derlei hochwertige BEV i.d.R. zu halbwegs erträglichen Raten geleast, wozu wir ohnehin raten; denn die Batterieentwicklung schreitet rasant voran. 

Ladestopps sind angenehm kurz. Sie dauern dank hoher zulässiger Stromaufnahme von 320 kW Leistung bei 800 Volt Spannung maxinal 22 Minuten. Kurz einen Kaffee genießn und weiter geht’s.  Klar, dass auch eine Wärmepumpe an Bord ist und die Batterie vorkonditionierrt werdenkann.

Fahrleistungen: Wir sind den CLA 250+ gefahren. reicht von der Power her völlig aus. Er hat mit 335 Nm ein ausreichendes Drehmoment und braucht für den Spurt von 0 auf 100 km/h 6,7 Sekunden. Typisch ist natürlich auch für den elektrischen CLA das kraftvolle Beschleunigungsvermögen der E-Maschine.  Aber wann braucht volle Power schon? Ab und an das Fahrpedal durchdrücken, ansonsten den Wagen aber moderat bewegen, dann kommt man im Schnitt auf einen Energieverbrauch von 15,6 kWh und somit auf einen maximale Reichweite von ca. 630 km. Die Lenkung reagiert feinfühlig und präzise. Die Stahlfederung mit passiven adaptiven Dämpfern ist so was von hervorragend, dass es keine Wünsche an Federungskomfort gibt. Ganze Arbeit haben die Akustiker dank guter Schallisolierung geleistet.  Einen wirksamen Teil zum nahezu lautlosen Dahingleiten trägt aber auch die aerodynamische Glättung der Karosserie bei. Was uns noch positiv aufgefallen ist, der kleine Wendekreis.

Das CM-Testurteil: Die batterieelektrische Limousine CLA 250+ zählt für uns als eines der besten E-Mobile, die wir bis jetzt gefahren haben. Mit seiner 800 V Technik bietet die E-Limousine eine beeindruckende Ladeleistung und angenehm kurze Ladezeit. Einen Kaffe trinken, und schon ist der 85 kWh-Akku voll. Die Reichweite ist sehr gut, fast besser als bei jedem Benzinerr. Und wenn man ihn zuhause oder in der Firma mit Photovoltaik-Anlage und Wallbox laden kann, sind die Betriebskosten unschlagbar. Klar, dass die Stuttgarter an den zahlreichen Ausstattungsmöglichkeiten, die man noch für teuer Geld dazukaufen muss, verdienen wollen. Und auch die obligatorische Wartung kostet natürlich nicht gerade wenig Geld. Alles in allem ein attraktiver Mercedes und ein optisch wie technisch gutes Automobil, das wir Mobilitätsmanagern und/oder Selbstständigen als Dienstwagen absolut empfehlen. Quelle: CM