Zehn Fakten zur E-Mobilität

Die Elektrozulassungen steigen auch in Deutschland und immer mehr. Während in Skandinavien schon über 45 % aller Neuwagen BEV sind, in Norwegen sogar 100 %,  wollen sich auch hier zu Lande Kaufinteressenten ein vollelektrisches Auto anschaffen. De Grund: E-Autos sind den Verbrennern inzwischen weit überlegen, was die Fahrleistungen betrifft, die Effizienz sowieso und auch den Unterhalt betreffend. Und sie sind unterm Strich auch finanziell überlegen. Schließlich sind es die Preise für Benzin und Diesel, die den Kaufinteressenten Verbrennerasutos vergällen. Mobilitätsmanaher haben mehrheitlich schon erkannt, dass sie keine Verbrenner mehr in ihre Fuhrparks einstellen.

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sagt: „Die E-Mobilität wird immer beliebter, immer mehr Menschen in Deutschland fahren ein E-Auto – und sind vom Fahrerlebnis begeistert. Gleichzeitig sind leider viele trotzdem noch skeptisch und unsicher, ob sie sich ein E-Auto anschaffen sollen. Dies hat mitunter mit mangelnder Erfahrung mit der E-Mobilität zu tun, oder mit der praktischen Frage, wie die spezifischen Ladebedingungen sind. Es gibt aber auch den ein oder anderen Irrglauben, der sich hartnäckig hält. Ich bin daher überzeugt: Aufklärung und Fakten helfen, um noch mehr Menschen von der E-Mobilität zu überzeugen. Das ist unser Ziel. Gleichzeitig gilt: Es gibt natürlich auch berechtigte Bedenken, zum Beispiel bezüglich des Ladeangebots oder der Ladestrompreise. Hier braucht es mehr Engagement insbesondere der Politik und z.B. der Energiewirtschaft. Besonders wichtig: öffentliche Lademöglichkeiten müssen ausgebaut, die Stromnetze ertüchtigt und der Preis für Ladestrom gesenkt werden.“

Die wichtigsten Fakten und Daten pro BEV

1. Viele Strecken lassen sich problemlos mit dem E-Auto zurücklegen. Die Reichweite eines E-Autos ist abhängig von der Batteriegröße, die je nach Fahrzeugklasse zwischen weniger als 30 kWh und mehr als 100 kWh variieren kann. Damit lassen sich Reichweiten bis über 700 km erreichen. Dank technologischer Fortschritte werden immer höhere Reichweiten erreicht. Aktuelle Spitzenmodelle haben sogar Reichweiten von bis zu 900 km und, je nach Fahrweise, sind bei einigen Modellen mit nur einem Ladestopp über 1.000 Kilometer auf der Autobahn möglich (Quelle: Deutsche Automobil Treuhand).

Darüber hinaus gilt, dass die Reichweite – wie beim Verbrenner auch – von Faktoren wie Fahrstil, Außentemperatur, Klimatisierungsanforderung oder Beladung abhängig ist. Viele Menschen schätzen auch ihren Bedarf falsch ein. 95 % aller Strecken, die im motorisierten Individualverkehr zurückgelegt werden, sind unter 50 km lang – eine Distanz, die sich mit praktisch allen E-Modellen problemlos zurücklegen lässt. Und bei langen Fahrten, z.B. auf längeren automobilen Geschäftsreisen oder dem Weg in den Urlaub, kann man mit einer Planung der Reise für Sicherheit sorgen.

2. Spitzenmodelle sind in maximal 20 Minuten fast voll geladen. Die Dauer des Ladevorgangs hängt beim öffentlichen Laden wesentlich vom zur Verfügung stehenden Ladepunkt ab. An einer AC-Ladesäule (bis 22 kW) dauert der Ladevorgang – je nach Modell – in der Regel zwischen 2 bis 5 Stunden. Hier lässt sich das E-Auto also bequem über Nacht laden oder während der Arbeitszeit. Doch nicht immer hat man so viel Zeit. DC-Ladesäulen (50-400 kW) ermöglichen deshalb das Schnellladen, hier ist der Pkw in unter einer Stunde zu 80 % geladen, wenn er vorher komplett leer war. Gute Nachrichten: Mit den neuesten Modellen lädt man sogar in unter 20 min die Batterie zu etwa 80 % auf (Quelle: EV Database).

Und auch wenn beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland noch viel zu tun ist, gilt: Es gibt hierzulande immer mehr öffentliche Ladepunkte. Rund 206.000 sind es aktuell (Stand 01. Juni 2026). Davon sind gut 53.000 Schnellladepunkte. Und wer zu Hause, auf der Arbeit oder beim Einkaufen laden kann, lädt quasi nebenbei und ohne Zeitverlust.

3. Batterien halten lange. Moderne Batterien für Elektrofahrzeuge sind so konzipiert, dass sie hunderte, teils tausende Ladezyklen überstehen können, ohne dass ihre nutzbare Kapazität und damit ihre Reichweite signifikant sinkt. Das bedeutet, dass Fahrer ihr Elektroauto viele Jahre lang nutzen können, ohne die Batterie austauschen zu müssen. Bereits heute gilt: I.d.R. sind in Europa Batteriegarantien von mindestens 70 P% der ursprünglich nutzbaren Kapazität nach 8 Jahren Nutzung oder 160.000 km Laufleistung üblich. In der Praxis haben E-Autos aber auch nach dieser Zeit meist eine höhere Kapazität zwischen 80 und 90 %. Künftig gilt zudem eine EU-Richtlinie: Gemäß Euro-7-Norm müssen Batterien nach fünf Jahren oder 100.000 km Laufleistung mindestens 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität aufweisen und nach acht Jahren oder 160.000 km mindestens 72 %.

Ohnehin zeigen aktuelle Studien (Quelle: P3-Studie), dass die Batterien – abhängig vom individuellen Nutzungsverhalten – auch deutlich länger halten. Die meisten getesteten Batterien weisen selbst nach mehr als 200.000 km Laufleistung noch eine Restkapazität von über 80 % auf. Und selbst bei hohen Laufleistungen, die 200.000 Kilometer übersteigen, bleibt die nutzbare Restkapazität stabil. Das gilt übrigens auch bei der Nutzung des sog. bidirektionalen Ladens. Die Technik ermöglicht es E-Autos, nicht nur Strom aufzunehmen, sondern auch wieder abzugeben. So kann zum Beispiel nicht benötigte Energie aus der Batterie ins Hausnetz des Nutzers eingespeist werden.

4. E-Autos verursachen über den gesamten Lebenszyklus deutlich weniger Treibhausgase als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge. Tatsächlich entstehen bei der Produktion von E-Autos zunächst höhere CO2-Emissionen als bei vergleichbaren Verbrennern. Hintergrund ist, dass die Produktion der Batterie energie- und ressourcenintensiv ist. Über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs ändert sich das Bild aber. Wissenschaftliche Untersuchungen/Studien (Quelle: Batterien für Elektroautos: Antworten auf die wichtigsten Fragen – Fraunhofer ISI) zeigen, dass Elektroautos in Deutschland heute über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Herstellung über die Nutzung bis zum Recycling – rund 40 % weniger Treibhausgase verursachen als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge. Wer sein Fahrzeug mit Grünstrom lädt, verbessert die Bilanz noch weiter und kann die Emissionen um bis zu 70 % reduzieren. Das Gute: Die Umweltbilanz von E-Autos wird mit jedem Fortschritt in der Batterieproduktion, beim Recycling und durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien in der Stromproduktion immer besser.

5. Ohne Werkstattbesuch: Over-the-air-Software Updates und halten Fahrzeuge auf dem neuesten Stand. Es ist richtig, dass die technische Entwicklung bei E-Autos besonders schnell voran geht. Manche befürchten deshalb, ein E-Auto könnte bereits wenige Jahre nach dem Kauf digital veraltet sein. Es stimmt zwar, dass die Digitalisierung im Fahrzeug seit Jahren immer bedeutsamer wird – das gilt aber unabhängig vom Antrieb. Das Gute: Sogenannte Over-the-air-Software Updates ermöglichen drahtlose Software-Aktualisierungen ohne Werkstattbesuch und halten Fahrzeuge auf dem neuesten Stand. Egal, ob es sich um ein Elektrofahrzeug oder ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor handelt. Damit bleiben gebrauchte E-Fahrzeuge ebenso auf dem Stand der Technik wie vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

6. Mit dem E-Auto lässt sich sogar Geld verdienen. Das bidirektionale Laden steigert die Attraktivität der E-Mobilität durch niedrigere Ladekosten, hebt Erlöspotenziale an den Strommärkten und kann die Netzstabilität erhöhen. Für die deutsche Automobilindustrie gilt: Wir haben den Anspruch, beim bidirektionalen Laden Vorreiter und Technologieführer zu sein und die Unternehmen investieren erhebliche Summen, um das bidirektionale Laden flächendeckend im Markt zu etablieren. Im laufenden Jahr 2026 werden seitens der deutschen Hersteller bereits 20 verfügbare Fahrzeugmodelle für die Rückspeisung in das Stromnetz vorbereitet sein. Und in den kommenden Jahren erwarten wir eine weitere deutliche Steigerung der im Markt verfügbaren Fahrzeugmodelle – vorausgesetzt, die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen. Wir sind überzeugt: Gelingt eine entsprechende Flankierung durch Regulierung, kann sich Deutschland zum Leitmarkt für das bidirektionale Laden entwickeln. Die gute Nachricht: Für die Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet diese Entwicklung, dass sich mit dem mobilen Speicher E-Auto zukünftig sogar Geld verdienen lässt.

7. E-Mobilität auch bei Nfz mit großen Potenzialen. Die E-Mobilität spielt nicht nur bei Pkw eine zunehmend wichtige Rolle. Auch im Straßengüterverkehr ist die Transformation zur klimaneutralen und digitalen Mobilität der Zukunft von Seiten der Fahrzeughersteller sowie der Zulieferer in voller Fahrt. Denn im Bereich der Nutzfahrzeuge gibt es großes Potenzial für den Klimaschutz, knapp 30 Prozent der CO2-Emissionen auf Europas Straßen werden durch den Schwerlastverkehr verursacht. Die deutschen Hersteller bieten für alle Fahrzeugkategorien CO2-neutrale, innovative Lösungen an. Überzeugen kann man sich davon z.B. bei der IAA TRANSPORTATION, die im September in Hannover stattfinden wird. Bereits heute sind batterieelektrische Lkw mit Reichweiten von bis zu 500 km verfügbar und erste Wasserstofffahrzeuge erreichen 700 bis 800 km Reichweite.

8. Deutsche Hersteller treiben Elektromobilität voran. Die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie – Hersteller wie Zulieferer – treiben den Wandel zur klimaneutralen und digitalen Mobilität mit beeindruckenden Innovationen und großen Investitionen entschlossen voran. In den Jahren 2026 bis 2030 investieren sie weltweit etwa 320 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung, die Elektromobilität spielt hier eine besonders große Rolle. Weitere ca. 220 Mrd. Euro fließen in Sachinvestitionen, darunter den Umbau von Werken. Deutschland ist heute weltweit der zweitgrößte Standort für die Produktion von E-Autos. Allein im vergangenen Jahr (2025) wurden hierzulande 1,7 Mio. E-Pkw gefertigt, davon allein 1,2 Mio. rein-batterie-elektrische BEV. Und der Anteil der E-Pkw an der Gesamt-Pkw-Produktion ist in Deutschland besonders groß: 2025 waren gut vier von zehn Pkw, die hierzulande gefertigt wurden, E-Pkw (40,2 %). Hinzu kommt: Die deutschen Hersteller bieten immer mehr E-Modelle an. Allein auf dem deutschen Markt sind es derzeit rund 110 verschiedene E-Modelle, weltweit etwa 160. Die zehn am häufigsten in Deutschland zugelassenen E-Pkw-Modelle im Jahr 2025 stammen alle von deutschen Herstellern und Konzernmarken. Und der Blick auf den Elektromarkt des laufenden Jahres zeigt, dass knapp zwei von drei E-Autos, die in Deutschland neu zugelassen werden, von einem deutschen Automobilhersteller stammen. In Europa ist es fast jedes zweite. Grundlage und Voraussetzung für die bedeutende Rolle, die die deutsche Automobilindustrie auch bei der E-Mobilität innehat, ist deren große Innovationskraft: Im deutschen Ranking zu Patentanmeldungen kamen 2025 alle Top-10-Unternehmen aus der Automobilindustrie (Quelle: DPMA | 10.03.2026).

9. E-Autos ebenso sicher wie Verbrenner. Auch wenn sich die falsche Behauptung wacker hält, gilt: Das Brandrisiko bei einem Elektroauto ist nicht höher als bei einem Verbrenner (Quelle: Brennen E-Autos wirklich öfter? Zahlen und Fakten). I.d.R.  benötigt die Brandbekämpfung bei Fahrzeugbränden mit Beteiligung von Lithium-Ionen-Akkus zwar eine längere Löschdauer und einen höheren Löschmittelbedarf, die besondere Handhabung und Einsatztaktik ist von Feuerwehreinsatzkräften aber bereits entsprechend erarbeitet worden und wird angewendet. Als Basis hierfür dienen die von den Automobilherstellern in gemeinsamer Arbeit – u.a. mit den Feuerwehren, dem ADAC und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung – erstellten Rettungsdatenblätter sowie Hinweise für die Brandbekämpfung von Lithium-Ionen-Akkus bei Fahrzeugbränden. Darüber hinaus wurde unter der Federführung des VDAs eine gemeinsame Handlungsempfehlung zum fachgerechten Umgang mit verunfallten oder abgebrannten batterieelektrischen Fahrzeugen erstellt, die sich u.a. an Abschleppdienste, Sicherheitsbehörden und Fachwerkstätten richtet.

10. E-Autos beschleunigen rascher als Verbrenner. Elektroautos beschleunigen schnell, da Elektromotoren ihr volles Drehmoment sofort nutzen können und die Leistung sofort abrufbar ist. E-Sportwagenmodelle können in unter 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und grundsätzlich Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 300 km/h erreichen. Viele E-Autos sind jedoch – je nach Modell meist bei zwischen 160 und 200 km/h – elektronisch abgeregelt, um den stark ansteigenden Stromverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten in Grenzen zu halten und die Reichweite zu erhöhen. Darüber hinaus gibt es bei einigen Herstellern, wie auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, eine freiwillige Selbstbeschränkung bei der Höchstgeschwindigkeit.

Übrigens: In einigen Regionen dürfen E-Fahrzeuge mit E-Kennzeichen Sonderfahrstreifen (Busspuren) benutzen oder bekommen Erleichterungen beim Parken  ( in Bayern z.B. zwei Stunden generell kostenlos) – und kommen so schneller ans Ziel. Darüber hinaus sparen Menschen mit E-Autos künftig Zeit, weil die Umweltplakettenpflicht für E-Autos wegfällt. Das macht Sinn. Erstens, weil Fahrzeuge mit E-Kennzeichen grundsätzlich als schadstoffarm gelten. Und zweitens, weil es Fahrzeughalter von unnötigem Aufwand entlastet. Quelle: VDA / CM

Mercedes zeigt den neuen vollelektrischen GLA

Mercedes-Benz hat am Mittwoch Abend (29. Juli 2026) den neuen GLA vorgestellt. Vieles spricht dafür, dass das Kompakt-SUV an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen kann. Zum Marktstart wird das Modell ausschliellich als BEV amgeboten.  

Beim Infotainment setzt Mercedes auf das Betriebssystem MB.OS, generative Künstliche Intelligenz und eine Navigation auf Basis von Google Maps. Der Einstiegspreis soll unter 50.000 Euro liegen.

Der komplett neue Mercedes‑Benz GLA SUV ist konsequent auf das urbane Leben ausgerichtet. Seine niedrigere Silhouette, der längere Radstand und der beleuchtete ikonische Grill verleihen ihm einen deutlich sportlicheren und selbstbewussteren Auftritt. Sein vollständig neu gestalteter Innenraum mit Panoramadach, großem MBUX Superscreen und hochwertigen Materialien bietet spürbare Verbesserungen bei Komfort, Raumgefühl und Variabilität. Intelligente Technologien – darunter der MBUX Virtual Assistant mit generativer KI – ermöglichen eine natürliche Interaktion und personalisierte Unterstützung. 

Zum Marktstart können Kunden zwischen drei vollelektrischen Modellen wählen. Weitere Modelle mit elektrifiziertem Verbrennerantrieb folgen. 

Key Facts. Mit erstmals vier Ausstattungslinien und dem Night-Paket bietet der neue GLA mehr Möglichkeiten denn je, den eigenen Stil auszudrücken – von der attraktiven Style Line über die supersportliche AMG Line Plus bis hin zur exklusiven Night-Edition, die die AMG Line und das Night-Paket bereits beinhaltet. Der hochwertige Innenraum zeigt sich mit schwebenden Formen, ausgesuchten Materialien und großem MBUX Superscreen, der sich über das gesamte Dashboard erstreckt und Fahrer-, Zentral- und Beifahrerdisplay integriert. Der Wagen bietet auf jedem Sitz mehr Kopf- und Beinfreiheit. Dank geräumigem Innenraum, variablem Kofferraum und 107-Liter-Frunk gibt es auch mehr Platz für Gepäck. Mit einer Anhängelast von bis zu zwei Tonnen können die 4MATIC Modelle auch schwere Lasten ziehen. Mit dem optionalen Allradantrieb, dem Fahrprogramm TERRAIN und der Funktion „Transparente Motorhaube“ macht der neue GLA Abenteuer auch abseits befestigter Straßen zu einem souveränen und sicheren Erlebnis.

Mit einer Reichweite von bis zu 657 km (WLTP)1 bietet das BEV besten Langstreckenkomfort. Dank 800-Volt-Technologie sind in zehn Minuten bis zu 270 weitere Kilometer (WLTP) nachgeladen. Das bedeutet: mehr Zeit unterwegs, weniger Zeit an der Ladesäule.

 Den GLA wird es später auch als elektrifizierte Hybridvarianten mit 48-Volt-Technik und hochmodernem Verbrennungsmotor geben. Er kann in der Stadt rein elektrisch fahren, auf der Landstraße segeln und in jedem Gang rekuperieren.

Der MBUX Virtual Assistant mit generativer KI führt komplexe, mehrteilige Gespräche, merkt sich Details und nutzt neuste Stimmtechnologie. Damit klingt und antwortet er wie ein gut informierter Freund. Kunden erhalten im neuen GLA noch umfassendere und relevantere Antworten auf Fragen zu Alltagsthemen.

Intelligente Navigation auf Basis von Google Maps und MBUX Surround Navigation sorgt auch in komplexen Verkehrssituationen für klare Orientierung. Dank Google Clouds Automotive AI Agent kennt sich der MBUX Virtual Assistant auch bei Fragen rund um Navigationsziele bestens aus. Er greift auf Informationen verschiedener Quellen zu und liefert personalisierte Antworten zu Sehenswürdigkeiten, verfügbaren Ladesäulen, Parkplätzen und vielem mehr – nahtlos im Gespräch.

Der neue GLA bietet umfassende aktive und passive Sicherheitsfunktionen.5 Mit MB.DRIVE ASSIST PLUS6 kann er zum Beispiel automatisch die Fahrspur auf der Autobahn wechseln, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Und beim automatisierten Parken bietet er viele verbesserte oder neue Funktionen. 

Preise: In Deutschland starten die Preise für den neuen GLA 200 elektrisch bei 40.840 Euro exkl. MwSt. / 48.599,60 Euro inkl. MwSt., gefolgt vom GLA 250+ elektrisch ab 46.200 Euro exkl. MwSt. / 54.978 Euro inkl. MwSt. und dem GLA 350 4MATIC elektrisch ab 48.830 Euro exkl. MwSt. / 58.107,70 Euro inkl. MwSt.. Quelle: Mercedes-Benz / CM

Jetzt trifft der China-Abschwung auch BMW

Der Gewinn von BMW ist im ersten Halbjahr um rund 35 %  eingebrochen. Grund ist vor allem das China-Geschäft, woe die deutschen Hersteller, unter ihnen auch BMW, ihre Verbrenner nicht mehr loswerden. Die chinesischen Kunden setzen inzwischen nur noch auf batterieelektrische Modelle, und nur solche, die von eigenen Autobauern stammen. Zudem muss BMW wie die anderen deutschen Hersteller seine Autos zu Preisen anbieten, die die ruinös sind. 

In den USA und Europa sind die Verkaufszahlen aber leicht gestiegen. Nun gab das Management bekannt, dass 8.000 der 84.000 Jobs in Deutschland dem Rotstift zum Opfer fallen sollen. 

Das schlechte China-Geschäft vermiest auch BMW die Laune. Foto: BMW

Dr. Milan Nedeljković, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG und Nachfolger von Oliver Zipse, meint, In den vergangenen Wochen sei zu sehen gewesen, wie schnell sich das Geschäftsumfeld verändern kann. Die Zahlen des ersten und zweiten Quartals 2026 seien nicht zufriedenstellend.

Nedeljković : „Die rasante Verschlechterung der Marktlage in China war der Hauptgrund, unsere Prognose im Juni anzupassen. Zudem drängen neue Wettbewerber in verschiedene Märkte im asiatisch-pazifischen Raum, in Lateinamerika und in Europa vor. Diese Marktdynamiken waren jedoch nur ein Aspekt der grundlegenden Veränderungen in unserer Branche.

In nur etwas mehr als einem Jahr haben sich zahlreiche weitere Faktoren überlagert und unser Geschäftsumfeld signifikant beeinflusst, darunter:

  • Gegenwind durch die Trump-Zölle, Handelsbarrieren und Wechselkurse;
  • verschärfte regulatorische Anforderungen, insbesondere in Europa; und
  • die Auswirkungen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten.

Kurzfristig beschleunigen wir die bereits laufenden Kostensenkungen, wobei wir uns auf Struktur- und Effizienzmaßnahmen konzentrieren, die zu einer nachhaltigen Senkung unserer Fixkosten führen. Die Auswirkungen werden ab 2027 sichtbar sein und eine neue Ausgangsbasis für unsere künftigen strategischen und operativen Maßnahmen bilden.

Wir werden uns schlanker aufstellen, um schneller und effizienter zu werden. Wir haben in den Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat sehr schnell Fortschritte gemacht und eine Einigung über ein Personalstrukturprogramm erzielt. Die Vereinbarung umfasst ein freiwilliges Aufhebungsprogramm für indirekte Funktionen in Deutschland. 

Angesichts des fortlaufenden Wandels unserer Branche bereiten wir uns parallel auf die vor uns liegenden Herausforderungen vor – indem wir sowohl unsere Strukturen als auch unsere Prozesse an die neuen Gegebenheiten anpassen. Um sicherzustellen, dass wir für die Umsetzung der erforderlichen Veränderungen mittelfristig gut aufgestellt sind, haben wir die gesamte Wertschöpfungskette analysiert und bereits damit begonnen, in vier Schlüsselbereichen interne Maßnahmen zu ergreifen:

  • Auf der Kundenseite: Unser Fokus liegt auf der weiteren Umsetzung eines neuen Vertriebsmodells in Europa, das einen Umdenkprozess vom Wholesaler zum Retailer erfordert. Gleichzeitig optimieren wir alle Kontaktpunkte mit den Kunden in unserem Kundenökosystem und nutzen die uns zur Verfügung stehenden Daten, um zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.
  • Auf organisatorischer Ebene: Ein verstärkter Einsatz von KI, um Prozesse weiter zu automatisieren und schneller zu machen, sowie auch die Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen zu beschleunigen.
  • In den Bereichen Lieferanten und Einkauf: Wir untersuchen die globale Verteilung unserer Wertschöpfung und identifizieren Möglichkeiten, unseren „Local-for-Local“-Ansatz auszuweiten.
  • Und im Bereich Entwicklung liegt unser Fokus darauf, die Entwicklungsgeschwindigkeit durch verstärkte Standardisierung und die Nutzung gemeinsamer technischer Lösungen und Komponenten zu steigern.

In all diesen Bereichen gehen wir bedeutende Schritte und erhöhen das Tempo. So überprüfen wir beispielsweise erneut, welche Technologien, Modellvarianten und Antriebsstränge wir in Zukunft benötigen. Zudem richten wir unseren Ansatz noch konsequenter auf die einzelnen Märkte und deren spezifische Anforderungen an unsere Produkte und Antriebsvarianten aus. Darüber hinaus prüfen wir, wo neue Partnerschaften für uns wirtschaftlich und technologisch sinnvoll sein können.

Auch wenn wir derzeit mit starkem Gegenwind zu kämpfen haben, verfügen wir über ein solides Fundament, auf dem wir aufbauen können. So haben wir im zweiten Quartal eine starke Entwicklung in Europa und den USA verzeichnet, die die Entwicklungen in China und im Asien-Pazifik-Raum teilweise ausgleichen konnte. 

Wir werden zudem auf den wesentlichen Veränderungen im Unternehmen aufbauen, die wir bereits in den vergangenen Jahren angestoßen haben. Das gilt insbesondere für die erheblichen Investitionen in unsere Neue Klasse, die Konsolidierung des Händlernetzes in China und nicht zuletzt die Kosteneinsparungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro, die wir im Jahr 2025 erzielt haben.

Mit Blick auf die Zukunft geben uns unser starkes Portfolio an Premium-Produkten und -Technologien, unser technologieoffener Ansatz und unser globaler Footprint eine strategische Orientierung, um das aktuelle Marktumfeld erfolgreich zu meistern.

Die Markteinführung der NEUE KLASSE ist mittlerweile in vollem Gange. Der BMW iX3 verzeichnet weiterhin eine starke Dynamik: wir sind auf dem besten Weg, den nächsten wichtigen Meilenstein von 100.000 Bestellungen zu erreichen.

Um dieser starken Nachfrage gerecht zu werden, haben wir im Werk Debrecen vorzeitig eine zweite Schicht eingeführt. Auch bei der BMW i3 Launch Edition, deren Vorbestellungen wir bereits im Juni früher als geplant gestartet haben, verzeichnen wir eine starke Nachfrage. Vor wenigen Wochen haben wir zudem die Weltpremiere des neuen X5 in der fünften Generation gefeiert. 

Die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden variieren stark von Markt zu Markt – und sogar innerhalb einzelner Märkte. Unsere Verkaufszahlen im zweiten Quartal spiegeln diese Realität und die Stärke unseres technologieoffenen Ansatzes wider.

In Europa wurden unsere Verkaufszahlen durch das Wachstum bei den BEVs gestützt, das im zweiten Quartal um mehr als ein Drittel stieg. In den USA sorgten die Verkäufe von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor im zweiten Quartal für ein zweistelliges Wachstum, während die Nachfrage nach BEVs auf dem Gesamtmarkt zurückging.

Wir wissen, dass der vor uns liegenden Weg harte Arbeit erfordert. Und wir wissen, dass wir das Unternehmen wieder auf einen soliden, nachhaltigen Kurs hin zu der Premium-Profitabilität bringen können, zu der es fähig ist. Wir beabsichtigen, bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts wieder in unseren strategischen EBIT-Margenkorridor von 8–10 % zurückzukehren.“

BMW-Finanzchef Walter Mertl spricht von Ergebnissen des zweiten Quartals 2026, die die herausfordernden Marktbedingungen widerspiegeln, mit denen die BMW Group derzeit konfrontiert ist. Im Laufe des Quartals gingen sowohl der gesamte chinesische Automobilmarkt als auch die Auslieferungen der BMW Group an Kunden in China weiter zurück. Gleichzeitig führten höhere Exportvolumina aus China (BYD & Co.) zu einer zunehmenden Wettbewerbsintensität in anderen Märkten. Dies hatte insbesondere Auswirkungen auf unser Geschäft in der Region Asien-Pazifik. Zusammen mit den Auswirkungen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten belasteten diese Entwicklungen sowohl den Absatz als auch die finanzielle Performance. Während die Auslieferungen der BMW Group in Europa um 7,6 % und in den USA um 11,9 % zunahmen, konnten sie den Rückgang in China und der Region Asien-Pazifik nicht ausgleichen.

Der Konzernumsatz belief sich im zweiten Quartal auf 31,3 Mrd. Euro und in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 62,3 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis vor Steuern lag bei 1,7 Mrd. Euro und damit 35 % unter dem Vorjahresquartal. Per Juni ging das Konzernergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um 29,4 % auf rund 4 Mrd. Euro zurück. Daraus ergibt sich eine EBT-Marge im Konzern von 5,4 % im zweiten Quartal und 6,5 & im ersten Halbjahr.

Im zweiten Quartal lieferte die BMW Group rund 591.000 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce an Kunden aus. Dies entspricht einem Rückgang von 4,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Marke BMW setzte im zweiten Quartal rund 509.000 Fahrzeuge ab. Dies entspricht einem Rückgang von 7,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die Auslieferungen der Marke MINI stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 17,1 %, gestützt insbesondere durch die starke Nachfrage nach den vollelektrischen MINI Modellen.

Zwischen April und Juni lieferte die BMW Group weltweit rund 117.000 vollelektrische Fahrzeuge an Kunden aus. Unter Einbeziehung der Plug-in-Hybride belief sich der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge auf rund 163.000 Einheiten.

Dies entspricht einem BEV-Anteil von 19,8 % sowie einem Anteil elektrifizierter Fahrzeuge von 27,6 % an den gesamten Auslieferungen der BMW Group im zweiten Quartal. Europa bleibt der wichtigste Wachstumstreiber für udie BEV. Gestützt durch den Verkaufsstart des neuen iX3 stieg der BEV-Absatz in Europa gegenüber dem Vorjahr um 38 % auf mehr als 81.000 Einheiten. Damit war nahezu jedes dritte in Europa ausgelieferte Fahrzeug vollelektrisch.

Absatzentwicklung. In Europa, BMW’s größte Absatzregion, stiegen die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr um 7,6 %. In der Region Americas erhöhten sich die Auslieferungen um 9,4 %, maßgeblich getrieben durch die USA, wo die Verkäufe um 11,9 % zulegten. In China verschärfte sich der Abschwung auf dem Automobilmarkt im zweiten Quartal weiter, insbesondere im Bereich der Verbrenner.In diesem äußerst wettbewerbsintensiven Umfeld im Reich der Mitte gingen die Auslieferungen der BMW Group an Kunden zwischen April und Juni um 30,2 % zurück.

Finanzdienstleistungen.Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der mit Endkunden abgeschlossenen Neuverträge um 5 % auf 866.000 Verträge. Die Penetrationsrate für Leasing und Kreditfinanzierung erhöhte sich in den ersten sechs Monaten auf 52,9 %. Quelle: BMW

AvD fordert Technologieoffenheit

Der in Sachen Klimawandel nicht gerade zukunftsgewandte Automobilclub von Deutschland (AvD)  erwartet vom künftigen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) einen klaren Kurs hin zu mehr Technologieoffenheit und weniger ideologischen Vorgaben. Klimaschutz und Innovation sind unverzichtbar, dürfen jedoch nicht gegen Bezahlbarkeit und individuelle Mobilität ausgespielt werden, macht sich der Autoclub für den massiv umweltschädlichen Verbrenner stark.

Eine funktionierende Infrastruktur trägt maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines ganzen Landes bei, wie man unlängst bei einigen aufstrebenden Ländern (Ganz Skandinavien, die Niederlande, Belgien, Großbritannien, China usw. setzen auf reine E-Mobilität und sind damit überaus erfolgreich), erkennen kann Nur in Deutschland gibt es das unsägliche Gezetere um die so genannte Technologieoffenheit. Der AvD:  Wer den Wandel im Verkehrssektor erfolgreich gestalten will, muss die Menschen mitnehmen und praktikable Lösungen schaffen.


Kurzfristig sieht der AvD vor allem Handlungsbedarf bei den Mobilitätskosten. Hohe Kraftstoffpreise, hohe Stromladekosten und zusätzliche finanzielle Belastungen treffen insbesondere Berufspendler sowie Menschen im ländlichen Raum. Bezahlbare Mobilität ist keine Komfortfrage, sondern für Millionen Menschen Voraussetzung für Arbeit, Familie und gesellschaftliche Teilhabe.

Gleichzeitig darf die Transformation des Verkehrs nicht auf eine einzige Antriebstechnologie reduziert werden. Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein, wird den Wandel aber allein nicht bewältigen, behauptet der Club wider besseren Wissens. Der AvD fordert deshalb ein klares Bekenntnis zur Technologieoffenheit. Batterieelektrische Fahrzeuge, Hybridantriebe und klimaneutral erzeugte Kraftstoffe müssen gleichermaßen ihren Beitrag leisten können. 

Auch die Digitalisierung des Verkehrs muss deutlich an Tempo gewinnen. Intelligente Verkehrssteuerung, vernetzte Infrastruktur und digitale Services können den Verkehr effizienter, sicherer und komfortabler machen. Entscheidend ist jedoch, dass Digitalisierung konkrete Verbesserungen im Alltag schafft. Quelle: AvD / CM

Audi präsentierte Riesen-SUV Q9

In New York präsentierte Audi sein größtes SUV, den Q9. Das Riesenauto zielt vor allem auf Kunden in den USA ab, wo Platz auf den Straßen, in den Parkhäuser und auf Parkplätzen in Hülle und Fülle vorhanden ist. Für Europa und vor allem Deutschland ist der Wagen einfach zu groß,

Zu den Highlights des Q9 zählen gebogene, digitale OLED-Heckleuchten der dritten Generation, elektrische Einzelsitze in der zweiten Sitzreihe, elektrisch angetriebene Türen, der adaptive Fahrassistent plus mit freihändigem Fahren sowie das größte je in einem Audi verbaute Panorama-Schiebedach. 

Hochentwickelte Fahrwerkskomponenten und der  Allradantrieb quattro garantieren in Verbindung mit hocheffizienten Antrieben sollen beeindruckende Fahrleistungen auf nahezu jedem Untergrund. Es braucht allerdings eine dicke Brieftasche. 

Das Interieur des neuen Q9 mit edlen Materialien und Ausstattungshighlights unterstreicht den Premiumanspruch von Audi. Zwei Innenraumvarianten bieten den Kunden mit verschiedenen Ausstattungspaketen zahlreiche Möglichkeiten der Individualisierung. Serienmäßig finden sieben Passagiere Platz. Alle sechs Sitze sind elektrisch in Teilen verstellbar und je nach gewählter Ausstattungsoption mit Heizfunktion versehen. Ein Highlight sind die zwei elektrisch verstellbaren Einzelsitze in der zweiten Sitzreihe. In der dritten Reihe lassen sich die Lehnen einzeln elektrisch umklappen.In der ersten Sitzreihe kommt beim Sportsitz plus auch noch eine Lüftungs- und Massagefunktion hinzu. Zum hohen Komfort beim Ein- und Ausstieg tragen erstmals automatische Türen bei. Eine umfangreiche Umfeldsensorik schützt vor Kollision: Die Hinderniserkennung stoppt die Tür, wenn eine vollständige Öffnung nicht möglich ist. Eine elektrische Zuziehhilfe ermöglicht ein sanftes Schließen der Tür. Die elektrisch angetriebenen Türen lassen sich über mehrere Bedienstellen komfortabel öffnen und schließen, mit der myAudi App auch aus der Ferne.

Viel zu groß für europäische Verhältniusse. Mit 5,31 Meter Länge, 2,21 Meter Breite, 1,81 Meter Höhe und einem Radstand von 3,14 Metern ist er der größte Audi aller Zeiten. Die zwei Ausstattungslinien, advanced als Serie und S line als Option, unterscheiden sich deutlich. Erstere besticht durch ein Exterieur mit vertikalen Lamellen im Singleframe, während das S line Exterieur die Sportlichkeit in den Fokus rückt. 

Audis neuer Q9 passt für die europäischen Märkte wegen seiner schieren Größe so gar nicht. Foto Audi

Die digitalen OLED-Heckleuchten der dritten Generation setzen neue Standards bei Form, Funktion und Sicherheit. Eine Weltneuheit sind die äußeren digitalen OLED-Panels, die dank der Ultra-Dünnglas-Technologie erstmals dreidimensional gebogen sind. Eine zweite Innovation bei der Lichttechnologie dient ebenso der Sicherheit im Straßenverkehr: das erweiterte Blinklicht, das beim Abbiegevorgang für andere Verkehrsteilnehmende gut sichtbar synchron zum dynamischen Blinker an der Front und am Heck bei Nacht stilisiert auf den Boden abgebildet wird. Für optimale Fernsicht, präzise Ausleuchtung und hohen Kontrast sorgen die digitalen Matrix LED-Scheinwerfer mit Mikro LED-Modul.

Zum Marktstart steht das Modell mit Dreiliter-V6-Dieselmotor (der allenfalls in wenigen Ländern Europas eine Chance haben dürfte; denn Dieselantriebe will kein Mensch mehr) mit 220 kW (299 PS) und 630 Nm Drehmoment beim Audi Partner. In ausgewählten europäischen Märkten bietet Audi zusätzlich eine Variante mit 180 kW (245 PS) und 500 Nm an. Die MHEV plus-Technologie unterstützt den Antrieb mit bis zu 18 kW (24 PS) zusätzlicher Leistung. Quelle: Audi / CM

Ford und mobile.de kooperieren

Die Ford Bank Deutschland kooperiert künftig mit mobile.de, Deutschlands Online-Fahrzeugmarkt. Scvhon seit 20. Juli 2026 können teilnehmende Ford-Händler ihren Kunden Finanzierungsangebote der Ford Bank direkt in den Inseraten für Gebraucht- und Vorführwagen auf mobile.de anzeigen.

Die Einbindung erhöht nach Angaben der Kölner die Qualität der Fahrzeugangebote auf mobile.de und bietet Interessenten bereits während der Suche eine klare Orientierung zu den Finanzierungsmöglichkeiten. 

Die Kooperation verbindet die Reichweite von mobile.de mit den Finanzierungslösungen der Ford Bank und dem Ford-Händlernetzwerk. Eine automatisierte Schnittstelle blendet passende Finanzierungsangebote inklusive monatlicher Rate, Laufzeit und effektivem Jahreszins künftig direkt in den Fahrzeuganzeigen der Ford-Händler ein – transparent, unkompliziert und in Echtzeit..

mobile.de ist ein Fahrzeugmarkt mit mehr als 1,6 Mio. inserierten Pkw, Nfz,  Motorrädern und E-Bikes (Jahresdurchschnitt 2025). Quelle: Ford / CM.

Stellantis stößt Free2Move ab

Stellantis und Mutares SE & Co. KGaA („Mutares) haben eine Vereinbarung über den Verkauf der kompletten Beteiligung von Stellantis am Carsharing-Geschäft von Free2move an Mutares bekanntgegeben. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen voraussichtlich bis Ende 2026 erfolgen.

Stellantis kam mit Free2moveoggensichtlich so gar nicht zurecht und erzielte wohl kaum vernünftige Renditen. Free2movbietet Free-Floating-Carsharing für kurze und lange Zeiträume, das rund um die Uhr über eine eigene mobile App gebucht werden kann. Free2move betreibt eine der geografisch am stärksten diversifizierten Carsharing-Plattformen mit Flotten in 14 Städten in Europa und den Vereinigten Staaten.

Mit der Übernahme des Carsharing-Geschäfts von Free2move schafft Mutares eine neue Plattform im Mobilitätssektor. Geplant sind die Neugestaltung des Managements der internationalen Flotte, die weitere Umstellung auf batterieelektrische Fahrzeuge sowie ein verstärkter Fokus auf das Kundenerlebnis und die städtischen Mobilitätsbedürfnisse der urbanen Mobilität.

„Wir konzentrieren uns lieber auf unser Kerngeschäft im Automobilbereich“, sagte Virgilio Cerutti, Head of Business Development & Partnerships bei Stellantis. „Das Carsharing-Geschäft von Free2move vereint eine starke, international anerkannte Marke mit Potenzial für operative Verbesserungen nach der geplanten Ausgliederung aus Stellantis”, meint Johannes Laumann, CIO von Mutares. Quelle: Stellantis / CM

Porsche kappt weitere 5.000 Jobs

Die Misswirtschaft des vormaligen Porsche Managements hat Folgen. Es werden weitere 5.000 Stellen abgebaut. Auch Spitzenmanager sollen 2027 und 2028 verzichten. Ein neuer Bonus und neue Posten für Gewerkschafter erleichtern den Arbeitnehmern die Zustimmung.

Bei Porsche, Sorgenkind des VW-Konzerns, fallen in den kommenden Jahren nochmals Tausende Stellen im Raum Stuttgart weg. Dafür macht der Sportwagenbauer auch Zugeständnisse. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in nahen Weissach. Im Gegenzug wird die Standortsicherung um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert. Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen – vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. 

Das Porsche Stammwerk Zuffenhausen hat noch eine Zukunft, aber mit weniger Personal. Foto: Porsche

Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, das Weihnachtsgeld sinkt und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg. Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der ohnehin übertrieben hohen Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. 

Vorstandschef Michael Leiters präsentierte u.a. das „Zukunftspaket“, sprich, die zweite Sparrunde. Es sieht u.a.  Investitionen von insgesamt 2,1 Mrd. Euro vor. Die zweitürigen Sportwagen sollen bis auf Weiteres in Zuffenhausen vom Band rollen und die Entwicklungsarbeit in Weissach gebündelt bleiben. 

Das nun beschlossene Zukunftspaket ist bereits die zweite große Sparrunde. Im Februar 2025 hatten sich Management und Betriebsrat auf den Abbau von rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 verständigt. Zusätzlich liefen die befristeten Arbeitsverträge von etwa 2.000 Mitarbeitern aus. Im Leipziger Werk wurden schon Jobs abgebaut. Dies alles dient dem Ziel, die Sportwagentochter, die das vorhergehende Management fast an die Wand gefahren hat, zu verschlanken. Porsche leidet vor allem unter einem katastrophalen Rückgang bei den Verkäufen in China und einem massiven Gewinneinbruch. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen in der Volksrepublik mehr als halbiert. Verbrennerautos nicht nur der der Marke Porsche gelten im Reich der Mitte inzwischen als No Go. Quelle: Porsche / CM

In China geht es weiter bergab mit den deutschen Autobauern

Die Produktion deutscher Autobauer in China bricht weiter ein. Eine exklusiv für die Automobilwoche erstellte Studie zeigt, dass die Joint-Ventutre-Werke von Audi, BNW, Mercedes-Benz und Volkswagen schon in 2025 zu weniger als 50 % ausgelastet waren. 

Für 2026 erwarten die Experten sogar nur noch eine Auslastung von 46 %.  Die Talfahrt beruht auf strategischen Fehleinschätzungen der Managements aller deutscher Hersteller. Die obersten Etagen von VW-Konzern, BMW und Mercedes waren schlicht und einfach nicht intelligent genug, rechtzeitig auf E-Mobilität umzusteuern. Der Rückgang verdeutlicht, unter welchem Druck die deutschen Hersteller auf dem weltweit größten Automarkt stehen.

Die weiter sinkende Auslastung hat zur Folge, dass weitere Marktanteile der vier großen deutschen Autobauer verlustig gehen werden. Der Siegeszug chinesischer  E-Auto-Marken wird nicht mehr aufzuhalten sein. 

Gründe für die Unterauslastung

  • Verpatzte E-Mobilität: Deutsche Hersteller setzten zu lange auf den noch dazu klimaschädlichen Verbrennungsmotor, während China den Fokus konsequent auf Elektrofahrzeuge legte.
  • Chinesische Konkurrenz: Marken wie BYD bieten technologisch fortschrittlichere und günstigere Fahrzeuge an.
  • Rückläufige Verkaufszahlen: Der Absatz deutscher Konzerne wie Volkswagen ist in China in den letzten Jahren deutlich eingebrochen

Folgen sind u.a. Werksschließungen: Volkswagen schließt das Joint-Venture-Werk in Nanjing und hat den umstrittenen Standort in Urumqi verkauft. Mercedes-Benz und BMW prüfen Anpassungen ihrer Strukturen, halten bislang aber an Standorten fest.

Auch in Deutschland beschäftigen die Automobilhersteller Überkapazitäten. Vor allem beim Volkswagen-Konzern wird immer wieder über Werksschließungen spekuliert. Zu den Standorten, die dabei regelmäßig genannt werden, gehört das Audi-Werk in Neckarsulm. 
Ein Elektro-Modell für dieses Audi-Werk nicht weit von Heilbronn wäre wichtig. Denn einer Studie der Boston Consulting Group zufolge werden in zehn Jahren die meisten Neuwagen in Europa und China rein elektrisch unterwegs sein. In den USA dürfte die Entwicklung in Sachen Transformation durch die irrsinnige Verkehrspolitik der momentanen Trump-Regierung deutlich langsamer verlaufen. „Das Konzept des Weltautos kommt zu einem Ende”, sagt Albert Waas, Managing Director und Senior Partner bei BCG. Für Manager, die entscheiden müssen, welche Modelle künftig gefragt sein werden, lohnt sich ein Blick in den aktuellen „Powertrain Forecast”. Quelle: Automobilwoche / CM

Mercedes CLA L kostet in China weniger als die Hälfte…

… was man in Deutschland schon für die Normalversion bezahlen muss. Obwohl der Mercedes CLA L (Langversion) in China bei 249.000 Yuan, umgerechnet rund 32.300 Euro kostet, läuft der Verkauf im Reich der Mitte allenfalls schleppend. 

Mercedes hat das viertürige Coupé den CLA mit einer Langversion auf chinesische Kunden zugeschnitten. Doch auf dem wichtigen Markt findet das Elektroauto kaum Käufer. Der CLA L verfügt über einen um 4 cm längeren Radstand und bietet damit mehr Platz im Fond – ein Ausstattungsmerkmal, das bei vielen chinesischen Kunden gefragt ist. Dazu hat er eigene lokale digitale Dienste und Assistenzfunktionen, die gemeinsam mit chinesischen Partnern entwickelt wurden. Der Erfolg bleibt aber aus: In den ersten 6 Monaten 2026  wurden nur 627 Exemplare neu zugelassen. Allein im Juni 2026 waren es Null! 

Der Elektro-Hoffnungsträgers ist zwar eines der modernsten BEV der Marke mit dem Stern. Aber nicht nur die Technik entscheidet über Wohl und Wehe auf dem Schlüsselmarkt im Reich der Mitte. Es ist vor allem der Preis. Dabei ist der im Vergleich etwa zu Deutschland aberwitzig niedrig, von dem man hier zu Lande nur träumen kann. Mercedes versucht jetzt mit dem GLC in China sein Glück. Quelle; CM