Mit einem Gehäuse aus Carbotech, puristischem Sandwich-Zifferblatt und dem Automatikkaliber P.9010 verbindet Panerai die Gestaltung seiner historischen Einsatzuhren mit zeitgemäßer Materialtechnik.
Mit der neuen Luminor Marina PAM01707 führt Panerai zwei zentrale Linien seiner eigenen Geschichte zusammen. Auf der einen Seite steht die charakteristische Formensprache der Luminor, deren kissenförmiges Gehäuse, markante Kronenschutzbrücke und besonders gut ablesbares Sandwich-Zifferblatt eng mit den historischen Instrumenten für die italienische Marine verbunden sind. Auf der anderen Seite setzt die Marke auf ein modernes Verbundmaterial, das Gewicht reduziert, Korrosion widersteht und jeder Uhr eine individuelle Oberflächenstruktur verleiht. Das Ergebnis ist eine 44 mm große Luminor Marina, die vertraut wirkt, sich durch ihr Carbotech-Gehäuse jedoch deutlich von klassischen Ausführungen in Stahl oder Titan unterscheidet.
Luminor aus Hightech-Material. Gehäuse und Lünette der PAM01707 bestehen aus Carbotech. Für dessen Herstellung werden dünn Kohlefaserlagen unter kontrollierter Temperatur und hohem Druck mit dem Hochleistungspolymer PEEK verbunden. Das Polymer stabilisiert den Werkstoff und erhöht seine mechanische Belastbarkeit sowie seine Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen. Der daraus entstehende Verbundwerkstoff ist nach Angaben von Panerai beeindruckende 64 % leichter als Titan. Trotz ihres Durchmessers von 44 mm und einer Höhe von 14,5 mm bringt die Neuheit deshalb lediglich rund 100 Gramm auf die Waage. Hinzu kommt die hohe Korrosionsbeständigkeit des Materials, die für eine Uhr mit 300 Metern Wasserdichtigkeit von besonderer Bedeutung ist. Charakteristisch ist außerdem die unregelmäßige, dunkel marmorierte Struktur. Da die Kohlefaserschichten beim Zuschnitt jedes Gehäuses anders verlaufen, besitzt jede PAM01707 eine leicht unterschiedliche Maserung.
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Vertrautes Design mit individueller Oberfläche. Trotz des modernen Materials bleibt die Architektur unverkennbar Luminor. Das mattschwarze Sandwich-Zifferblatt orientiert sich an der reduzierten Gestaltung früher Panerai-Einsatzuhren. Es besteht aus übereinanderliegenden Ebenen, wobei die obere Platte an den Positionen der Ziffern und Stundenmarkierungen ausgeschnitten ist. Unter ihr liegt die mit Leuchtmasse versehene Ebene, deren Anzeigen durch die Aussparungen sichtbar werden. Arabische Ziffern, Stundenmarkierungen und Zeiger tragen beigefarbene Superluminova die bei Dunkelheit grün leuchtet. Bei neun Uhr befindet sich die kleine Sekunde. Lediglich der Schriftzug „Luminor Marina“ findet sich im oberen Zifferblattbereich. Auf eine Datumsanzeige verzichtet Panerai vollständig.
Automatikkaliber P.9010. Im Inneren arbeitet das automatische Kaliber P.9010. Das 6 mm hohe Werk setzt sich aus 200 Komponenten zusammen. Es verfügt über 31 Lagersteine, eine Glucydur-Unruh und eine Incabloc-Stoßsicherung. Die Unruh schwingt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, entsprechend einer Frequenz von vier Hertz. Zwei in Reihe geschaltete Federhäuser speichern Energie für eine Gangreserve von drei Tagen. Der automatische Aufzug arbeitet bidirektional: Bewegungen der Schwungmasse in beide Richtungen werden über zwei hintereinander angeordnete Umkehrräder zum Spannen der Zugfedern genutzt. Vier Goldschrauben am Unruhreif dienen zudem der Feinregulierung. Nach Angaben von Panerai sind 42 Kronenumdrehungen erforderlich, um das Werk vollständig von Hand aufzuziehen.
Schnellverstellung für Reisen. Neben der klassischen Anzeige von Stunden, Minuten und kleiner Sekunde. Unter einer kleinen Sekunde versteht man die dezentrale Sekundenanzeige auf einem separaten kleinen Zifferblatt, das auch als Hilfszifferblatt bezeichnet wird. Das P.9010 besitzt zwei praktische Funktionen. Beim Ziehen der Krone hält der Sekundenstoppmechanismus die Unruh an. Dadurch bleibt auch der kleine Sekundenzeiger stehen, sodass sich die Uhr exakt mit der Referenzzeit synchronisieren lässt. Darüber hinaus kann der zentrale Stundenzeiger in einzelnen Stundenschritten vor- oder zurückgestellt werden. Minuten- und Sekundenanzeige laufen dabei weiter. Diese Lösung ist besonders auf Reisen hilfreich, da sich die Ortszeit schnell an eine neue Zeitzone anpassen lässt, ohne die präzise eingestellten Minuten und Sekunden erneut korrigieren zu müssen.
Die PAM01707 überzeugt außerdem mit Robustheit. Sie ist bis 30 Bar bzw. rund 300 Meter wasserdicht. Damit erfüllt sie trotz ihres vintage-inspirierten Erscheinungsbildes die Anforderungen einer modernen Taucheruhr.
Leder für den Vintage-Look, Kautschuk für den Einsatz. Serienmäßig wird die PAM01707 an einem braunen Kalbslederarmband getragen. Der warme Farbton und die beigefarbenen Nähte greifen die Farbe der Leuchtmasse auf und setzen einen bewussten Kontrast zum schwarzen Gehäuse. Für Wasser, Sport und Alltag liegt ein zusätzliches schwarzes Kautschukarmband bei. Damit lässt sich die Optik der Uhr deutlich verändern. Die Panerai Luminor Marina PAM01707 wechselt für 15.200 Euro ans eigene Handgelenk. Quelle: Watchtime / Panerai / CM
Uhren mit Steinzifferblättern haben gerade Hochkonjunktur. Kein Wunder: Schmuck- oder Ziersteine gehören zu jenen Details, die das Gesicht einer Uhr nachhaltig prägen und sie von anderen Modellen deutlich absetzen. Anders als Lack, Sonnenschliff oder galvanische Farben bringen sie keine reproduzierbare Oberfläche hervor, sondern ein Stück Natur: Maserungen, Einschlüsse, Adern und Farbübergänge fallen bei jedem Blatt anders aus. Der Schqwizer Uhrenbauer Chronoswiss kombiniert Jaspis und Serpentin,
Chronoswiss verwendet mit der Small Second Stone Collection erstmals Naturstein-Zifferblätter. Die Kollektion besteht aus zwei Varianten, die die Geschichte der Marke geografisch erzählen sollen. Die Small Second Jasper trägt ein Zifferblatt aus deutschem Jaspis und verweist damit auf die Herkunft von Chronoswiss, gegründet 1983 von Gerd-Rüdiger Lang in München. Die Small Second Serpentine nutzt Schweizer Serpentin aus der Region um Zermatt und das Matterhorn – ein Hinweis auf die heutige Heimat der Marke in Luzern.
Small Second Stone – Jasper und Serpentine. Foto: Chronoswiss
Der Jaspis zeigt warme Beige-, Braun- und Elfenbeintöne, ein Stein mit vielfältigen Farben und Strukturen. Die Serpentine-Version arbeitet dagegen mit einem intensiv grünen Naturstein, dessen Muster an eine Schlangenhaut erinnert. Je nach Schnitt treten andere Adern, Texturen und Farbschattierungen hervor. Auch hier gleicht kein Zifferblatt dem anderen.
Beide Modelle basieren auf der 40 mm großen Small Second, die eine Gesamthöhe von 11,5 mm aufweist. Typisch Chronoswiss sind die polierte geriffelte Lünette, die Zwiebelkrone, das gewölbte Saphirglas und die verschraubten Bandanstöße. Die Jasper-Version kommt im Edelstahlgehäuse, die Serpentine-Variante in einem Bicolor-Gehäuse aus Edelstahl und 18 Karat Rotgold. Bei 9 Uhr sitzt die kleine Sekunde. Ihr Hilfszifferblatt von Hand guillochiert: bei der Serpentine mit einer fein sandgestrahlten galvanischen Rotgold-Beschichtung, beim Jaspis mit schwarzer Beschichtung.
Im Inneren arbeitet das Chronoswiss-Automatikkaliber C.6000 mit 55 Stunden Gangreserve, das Chronoswiss zusammen mit La Joux-Perret entwickelt hat. Es zeigt sich durch den Saphirglasboden mit einem skelettierten Rotor aus Wolfram sowie mit Ruthenium-beschichteten Brücken und Genfer Streifen. Beide Varianten sind auf je 50 Exemplare limitiert. Quelle: Chronoswiss: / CM
Breitling, Schweizer Uhrenhersteller im Luxussegment, und Aston Martin feiern den DB5 mit drei limitierten Top-Time-Chronographen. Im Mittelpunkt stehen Holzdetails, Leder mit Farbverlauf und das Manufakturkaliber B01.
Breitling und Aston Martin greifen eine gemeinsame Geschichte aus den 1960er-Jahren auf und übersetzen sie in drei neue Chronographen. Die Top Time B01 Chronograph 41 Tribute to Aston Martin DB5 erinnert an einen der bekanntesten Sportwagen der Automobilgeschichte – und zugleich an einen frühen Auftritt von Breitling im James-Bond-Universum. Denn 1965 trug Sean Connery in „Feuerball“ eine Breitling Top Time Ref. 2002, während der Aston Martin DB5 zur Film- und Designikone wurde. Den neuen Chronograph hat Breitling sichtbar an Details des klassischen Grand Tourers angelehnt: an das Lenkrad, die Armaturen, die Lederpolster und die warme Materialwirkung des Innenraums. Das Ergebnis ist eine moderne Top Time, die Automobilgeschichte auf vergleichsweise subtile Weise ins Uhrendesign überträgt.
Drei Varianten Top Time B01 Chronographen 41 Tribute to Aston Martin DB5. Foto Breitling
Drei Varianten, drei Limitierungen. Die Top Time B01 Tribute to Aston Martin DB5 erscheint in drei Ausführungen. Die Version in Edelstahl mit silberfarbenem Zifferblatt ist auf 1.022 Exemplare limitiert und bleibt formal am nächsten an der historischen Top Time Ref. 2002. Sie kombiniert das helle, gebürstete Sonnenschliff-Zifferblatt mit schwarzen Hilfszifferblättern im Panda-Stil, rhodinierten Details und einem hölzernen Innenring.
Etwas zurückhaltender wirkt die Variante aus Edelstahl mit Platinlünette. Sie besitzt ein schwarz lackiertes Zifferblatt mit gebürsteter Oberfläche und ist auf 315 Exemplare limitiert. Die Platinlünette ist ein apartes Detail, das nur dem Nutzer bekannt und von außen kaum von einer Edelstahllünette zu unterscheiden ist.
Die exklusivste Ausführung besteht aus 18 Karat Rotgold und ist auf 250 einzeln nummerierte Exemplare limitiert. Ihr Zifferblatt wird aus natürlichem Onyx gefertigt – laut Breitling das erste Mal, dass die Marke diesen Stein verwendet. Zusammen mit dem Rotgoldgehäuse und den goldfarbenen Ringen um die Totalisatoren entsteht so die edelste und dunkelste Interpretation des DB5-Themas.
Holz, Leder und „Squircle“-Totalisatoren. Bei allen drei Varianten spielt der Innenraum des Aston Martin DB5 eine zentrale Rolle. Besonders auffällig ist der Rehautring aus Holz, der an das Lenkrad des klassischen Sportwagens erinnert. Das braune Kalbslederband ist handkoloriert und besitzt einen Farbverlauf, der die Tiefe und den Charakter edler Fahrzeugpolsterungen aufnehmen soll. Auch die Zifferblattgestaltung folgt diesem Gedanken. Wie man es von anderen Top-Time-Modellen kennt, sind die Hilfszifferblätter sind nicht ganz rund und nicht ganz eckig, sondern in einer sogenannten „Squircle“-Form gestaltet. Damit erinnern sie an die Anzeigen klassischer Armaturenbretter. Hinzu kommen ein kissenförmiges Gehäuse, geriffelte Ecken und pilzförmige Drücker – Elemente, die ein Gefühl der 1960er-Jahre vermitteln. Das kissenförmige Gehäuse misst 41 mmim Durchmesser und ist wasserdicht bis10 bar, also 100 Meter. Über dem Zifferblatt liegt ein bombiertes, beidseitig entspiegeltes Saphirglas; auch der verschraubte Boden besitzt ein Saphirglasfenster. Die Krone ist nicht verschraubt, aber mit zwei Dichtungen ausgestattet. Getragen werden alle drei Versionen an einem braunen Kalbslederband mit Faltschließe.
Manufakturkaliber B01. Im Inneren arbeitet das Breitling-Manufakturkaliber B01. Wie alle Breitling-Werke ist das selbstaufziehende Chronographenkaliber COSC-zertifiziert, dazu bietet es rund 70 Stunden Gangreserve. Die Chronographenkonstruktion verfügt über eine klasssiche Schaltradsteuerung und eine vertikale Kupplung, die ein ruckfreies Anlaufen des Sekundenzählers garantiert. Angezeigt werden Stunden, Minuten und kleine Sekunde; der Chronograph misst Viertelsekunden und bis zu 30 Minuten, die man auf dem Totalisator bei 3 Uhr ablesen kann. Durch den Glasboden ist das Werk sichtbar. Je nach Modell trägt es einen rhodinierten Rotor oder einen Rotor aus 18 Karat Rotgold, jeweils mit Aston-Martin-Gravur. Damit setzt sich der Automobilbezug auch auf der Rückseite fort.
Die Preise. Während die Edelstahlversion mit silberfarbenem Zifferblatt für 10.500 Euro erhältlich ist, muss man für die Variante mit Edelstahlgehäuse, Platinlünette und schwarzem Lackzifferblatt 16.500 Euro bereithalten. Die Rotgoldversion mit Onyx-Zifferblatt liegt bei 40.500 Euro. Quelle: Breitling / CM
Gleich in mehreren Beziehungen – Teamwechsel, neue Teamstruktur, neue Strategie und neues Modelljahr 2027 – schlägt Knaus Tabbert, ein führender Hersteller von Reisemobilen, ein neues Kapitel auf. Im Zuge der Jahrespressekonferenz am Werksstandort Jandelsbrunn im Bayerischen Wald präsentierte das Unternehmen nicht nur neue Modelle, sondern vor allem, wofür seine traditionsreichen Marken künftig stehen: für Klarheit, Emotionalität und Fokus.
Diese Neuausrichtung der Knaus Tabbert AG kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Markt spürbar verändert hat. Mittlerweile haben sich die Niederbayern vom Tal der Tränen gut erholt und bieten heute, was die Kunden erwarten: Mehr als funktionale Ausstattung, variable Grundrisse oder einen attraktiven Preis. Das Modelljahr 2027 ist die Antwort von Knaus Tabbert auf diesen Wandel. KNAUS läutet eine neue Ära ein, WEINSBERG schreibt ein Erfolgskapitel neu und TABBERT komponiert mit neuer Klangfarbe. So wird aus dem neuen Modelljahr mehr als eine Produktoffensive — es ist ein klares Bekenntnis zur Zukunft, betonte Matjaž Grm, künftig Mitglied des Vorstands.
Was uns auffiel. Der Hersteller bindet sich stärker an den VW Konzern und dessen Crafter-Chassis. Noch nicht herangewagt haben sich die Bayern an das Thema Alternative Antriebe, wenngleich dieses in den kommenden Jahren bei der Reisemobilbranche eine Rolle spielen wird. Und auch beim Thema Reisemobile als rollende Offices für die Geschäftsreisebranche tritt die Knaus-Tabbert AG noch sehr zurückhaltend auf.
Neuheiten des Modelljahres 2027:
1.KNAUS – KNAUS SKY TI. Die Neuauflage verbindet moderne Fahrzeugtechnik, hohen Reisekomfort und hochwertige Aufbauqualität zu einem Gesamtpaket, das in zentralen Bereichen spürbar weiterentwickelt wurde. Aufgebaut auf dem modernsten VW‐Crafter‐Chassis mit Breitspurachse, neuem Radstand und serienmäßigem Automatikgetriebe, steht der SKY TI für zeitgemäße Mobilität und ein Fahrerlebnis, das Komfort und Dynamik überzeugend zusammenführt. Auch im Innenraum zeigt der neue SKY TI seine konsequente Weiterentwicklung. Der beheizte Funktions‐Doppelboden mit integrierten Stauräumen sorgt für hohen Komfort und Alltagstauglichkeit, während der stufenlose Wohnraumboden ein besonders harmonisches Raumgefühl schafft. Textile Wandverkleidungen mit Softtouch, die neue Sitzgruppe für mindestens vier Personen, das großzügige Raumbad mit separater Dusche sowie Bettlängen von rund zwei Metern unterstreichen den wohnlichen Charakter des Fahrzeugs. Hinzu kommen Features wie ein 157‐Liter‐Kompressor‐Kühlschrank mit Doppeltüranschlag, eine 100Ah LiFePo Aufbaubatterie, Alu‐Rahmenfenster sowie eine Truma Dieselheizung in Serie. Zudem kann der SKY TI mit einer ALDE Dieselheizung oder einem elektrischen Bughubbett, welches zusätzlichen Raum schafft, ausgestattet werden. Der SKY TI ist in „Silver Metallic“ oder „Solid Grey“ erhältlich. Und auch innen gibt es Gestaltungsspielraum für individuelle Kundenwünsche: Ein Highlight ist das große Panoramadach aus Echtglas in der Hutze, das sich mit einem Handgriff öffnen lässt. Auch äußerlich zeigt der SKY TI seine Weiterentwicklung mit FoldXpand, maximierten Garagentür‐Öffnungen, einer integrierten Kamera im Dachübergangselement und der neuen Heckgestaltung mit Cateye‐Evolution‐Leuchten. Den SKY TI gibt es in den Grundrissvarianten 650 MEG, 700 DEG und 700 DX. Preis Einstiegsmodell: Rund 100.000 Euro
2. KNAUS VAN TI PLUS. Das Fahrzeugverbindet die handlichen Außenabmessungen eines Vans mit einem Innenraumkonzept, das spürbar mehr Großzügigkeit bietet, als es die schlanke Silhouette vermuten lässt. Aufgebaut auf dem modernsten VW‐Crafter‐Chassis und optional mit Allrad‐Antrieb erhältlich, bietet er beste Voraussetzungen für ein vielseitiges Fahrerlebnis. Gleichzeitig unterstreichen die hochwertige Aufbautechnik mit Alu‐Alu‐Seitenwänden sowie der stufenlose Wohnraumboden den hohen Komfort‐ und Qualitätsanspruch des Modells.
Im Innenraum zeigt sich die Verwandtschaft zum SKY TI – das Interieur ist bis ins Detail durchdacht und hochwertig ausgeführt: Ein aufwendiger Möbelbau, textile Wandverkleidungen und eine klar strukturierte Atmosphäre mit spürbarem Premium‐Charakter. Hinzu kommt eine umfangreiche Serienausstattung mit Rahmenfenstern, Dieselheizung, Kompressor‐Kühlschrank mit Doppeltüranschlag und Lithium‐Batterie; optional ist zudem eine ALDE‐Dieselheizung verfügbar. Erhältlich ist der VAN TI PLUS in den Grundrissvarianten 650 MEG und 700 DEG.
3. KNAUS NORDWIND. Als konsequent auf Ganzjahrestauglichkeit ausgelegter Premium-Wohnwagen bietet der NORDWIND mit ALDE‐Heizung, ALDE‐Fußbodenheizung und Abwasserverlegung im Innenraum beste Voraussetzungen für komfortables Reisen auch bei kühleren Temperaturen. Der NORDWIND wurde in enger Zusammenarbeit mit den Spezialisten von ALDE Schweden entwickelt und übertrifft damit die strengen Anforderungen der Norm. Auch in Ausstattung, Ausbauqualität und Design unterstreicht der NORDWIND seinen Premium‐Charakter. Alu‐Rahmenfenster mit Plissee‐Verdunklung, Service‐Modul, Kompressor‐Kühlschrank mit beidseitigem Türanschlag, Hybrid‐Kocher mit Gas‐On‐Glas und Induktion sowie das Komfort‐Schlafsystem mit Federteller‐Lattenrost machen den hohen Serienanspruch des Modells sichtbar. Hinzu kommen ein aufwendiger Möbelbau und textile Wandverkleidungen, die gemeinsam mit harmonisch abgestimmten Farben und Oberflächen eine Atmosphäre von Ruhe, Wärme und hochwertiger Wohnlichkeit schaffen. Der NORDWIND wird damit zu einem Ort, an dem man sich vom ersten Moment an zuhause fühlt.
Auch äußerlich zeigt der NORDWIND seinen Anspruch in jedem Detail. Die neue Formensprache mit FoldXpand‐Heck, integrierten Rangiergriffen, einer durchgehenden dritten Bremsleuchte und Voll‐LED‐Cateye‐Heckleuchten verleiht dem Wohnwagen eine moderne, markante Präsenz. Optional setzt ein Aufbau in Silber Metallic zusätzliche gestalterische Akzente. Ergänzt wird das Angebot durch funktionale Ausstattungsoptionen wie einen 40‐Liter‐Abwassertank, der den hohen Komfortanspruch des NORDWIND weiter unterstreicht. So verbindet der NORDWIND Ganzjahreskomfort, hochwertige Ausstattung und eine eigenständige Designsprache zu einem Oberklasse‐Wohnwagen, der in jeder Saison überzeugt.
4. KNAUS SPORT PLATINUM SELECTION.Der KNAUS SPORT ist ab sofort auch als PLATINUM SELECTION erhältlich und verbindet eine besonders umfangreiche Ausstattung mit einem attraktiven Preisvorteil.
5. WEINSBERG CaraCompact EDITION [PEPPER]. Dieses Modell schreibt die Erfolgsgeschichte des meistverkauften Reisemobils Europas konsequent fort. Die umfassende Neuauflage verbindet das bewährte Erfolgsrezept des [PEPPER] mit einem deutlich weiterentwickelten Gesamtpaket: einem außergewöhnlich attraktiven Preis‐Leistungs‐Verhältnis, mehr Innenraum durch das neu gestaltete Heck und einer wertigen Serienausstattung, die in dieser Klasse ein bemerkenswert hohes Niveau setzt. Neben den bekannten Grundrissen 600 MF und 600 MEG ergänzt künftig auch der neue 580 MEG das Angebot. Auch gestalterisch zeigt sich der [PEPPER] umfassend erneuert. Ein neues Exterieur mit markantem Foliendesign, das neue WEINSBERG‐Heck mit integriertem Stoßfänger sowie Voll‐LED‐Rückleuchten im WEINSBERG‐Design verleihen dem Fahrzeug einen modernen, eigenständigen Auftritt. Gleichzeitig sorgt das neue Raumkonzept für spürbar mehr Platz im Gang und zusätzliches Volumen in der Heckgarage. Auch im Innenraum wurde der [PEPPER] in vielen Bereichen neu gedacht. Ein neues Sitzbankkonzept mit der Möglichkeit, die Sitze auszuziehen und in der sogenannten „doppelten Lümmelfunktion“ bequem zu lümmeln, ein moderner Bugausbau sowie eine ausschwenkbare Esstischerweiterung in Serie erhöhen den Wohnkomfort spürbar. Das neue Komfort‐Schwenkbad mit beleuchtetem Spiegel, Ambientebeleuchtung, und im Waschbecken integriertem Handtuchhalter verbindet clevere Raumnutzung mit einer zeitgemäßen, wohnlichen Anmutung. Im Heck sorgt am Bett eine intuitiv ausziehbare Trittstufe inklusive Schuh‐ und Wäschefach für zusätzlichen praktischen Nutzen. Auch der Küchenbereich unterstreicht den weiterentwickelten Anspruch des Modells.
6. WEINSBERG CaraBus EDITION [FIRE] und CaraBus GREY EDITION [FIRE]. WEINSBERG setzt den CaraBus EDITION [FIRE] neu auf und bringt damit einen Camper Van auf die Straße, der attraktives Design, hohen Komfort und eine umfangreiche Serienausstattung mit einem überzeugenden Preis‐Leistungs‐Verhältnis vereint. Ein schlanker Aufbau, ein eleganter Auftritt und ein modernes Interieur mit hochwertigen Holzdetails und stilvollen Farbakzenten verleihen dem Fahrzeug eine durchgängig stilvolle Anmutung. Mit dem CaraBus GREY EDITION [FIRE] setzt WEINSBERG zudem ein besonders designorientiertes Statement. Die eigenständige Gestaltung außen wie innen verleiht dem Camper Van einen durchgängig modernen, urbanen und markanten Auftritt.
7. TABBERT VIVALDI. Schon in der Serienausstattung wird dieser Premiumanspruch beim neuen Vivaldi deutlich. Das Zusammenspiel aus AL‐KO Fahrwerk, Antischleudersystem, AL‐KO Premium Stützen und AAA Premium Brake steht für ein hohes Maß an Sicherheit auf Reisen. Zugleich unterstreichen die Servicebox, ein 157‐Liter‐Kompressor‐Kühlschrank, die Arbeitsplattenverlängerung mit versenkbarem Gas‐on‐Glas‐Kocher und die serienmäßige Ambientebeleuchtung den Anspruch, Komfort und Wertigkeit von Beginn an auf hohem Niveau anzubieten.
Auch konstruktiv zeigt der VIVALDI seine gehobene Ausrichtung bis ins Detail. Das hinterlüftete 48mm dicke TABBERT‐Dach, der 47 mm starke Boden, Glattblech, Rahmenfenster sowie die markentypischen Designelemente wie Markisen‐ und Gürtelleiste verleihen dem Caravan seine souveräne, elegante Präsenz. Im Innenraum setzt sich dieser Anspruch konsequent fort: Geschlossene Deckenschränke, eine markante Designdeckenleuchte, hochwertige Eckregale im Wohnbereich, eine Serviceklappe in der Sitzkastenfront und eine Holzschiebetür als Raumtrenner schaffen eine Atmosphäre, die Wohnlichkeit und Exklusivität sichtbar verbindet. Mit den neuen Grundrissen 490 TD, 550 E, 590 HE und 685 DF zeigt der VIVALDI darüber hinaus auch in der Raumgestaltung seine konsequente Weiterentwicklung.
8. TABBERT PUCCINI FINEST EDITION. Die PUCCINI FINEST EDITION steht damit für Caravaning, das Design, Komfort und Exklusivität konsequent zusammendenkt. Im Innenraum wird dieser Anspruch eindrucksvoll fortgeführt. Möbelfronten in weißem Hochglanz verleihen dem Interieur eine sichtbar veredelte Anmutung, während fein abgestimmte Materialien und präzise gesetzte Lichtakzente eine Atmosphäre schaffen, die Ruhe, Großzügigkeit und stilvolle Wohnlichkeit ausstrahlt. Quelle: Knaus Tabbert AG / CM
Zum 25. Jubiläum erwies die Deutsche Bahn Fernverkehr dem Hamburger Wunderland, Deutschlands beliebteste Touristenattraktion, eine große Ehre: Seit dem Wochenende 06-08. Juni 2026 rollt ein absoluter Hingucker über die Schienennetze Deutschlands und der Schweiz. Ein echter ICE 4 im bunten Wunderland-Design, getauft auf den Namen „Knuffingen“!
Am Freitag, 06. Juni 2026, durften die Zwillingsbrüder und Gründer des Miniaturwunderlands, Gerrit und Frederik Braun, den ICE4 im Bahnhof Hamburg-Altona als Taufpaten feierlich auf die Reise schicken. Unglaublich, dass Knuffingen jetzt als Wunderland-Botschafter auf dem echten Schienennetz unterwegs ist.
Das Miniatur Wunderland ist laut Guiness World Recors die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Sie befindet sich in der historischen Speicherstadt in der Hansemetropole. Sie ist die beliebteste und meistbesuchte Sehenswürdigkeiten Deutschlands.Und sie ist auch bekannt als Event- und Veranstaltungslocation für Unternehmen.
Auf den insgesamt etwa 1700 m² großen Modellflächen werden verschiedene Regionen der Welt als originalgetreue Nachbildungen im Maßstab 1:87 dargestellt. Die Modellbahngleise (Maßstab H0 = 1:97) weisen eine Gesamtlänge von 16,5 km aus, auf denen rund 1.200 digital gesteuerte gesteuerte Züge mit mehr als 12.000 Waggons verkehren. Die Anlage wurde mit rund 5400 Häusern und Brücken, mehr als 11.000 Fahrzeugen – wovon etwa 285 die Anlage eigenständig befahren – 47 Flugzeugen (starten und landen am Flughafen Knuffingen) und rund 290.000 Figuren gestaltet. Lichttechnisch verfügt die Anlage über einen wiederkehrenden Tag-Nacht-Wechsel sowie über mehr als 500.000 verbaute LED-Leuchten.
Der Anfang. Im Sommer 2000 war Frederik Braun in Zürich. Dort kam ihm in einem Modellbahngeschäft die Idee zur größten Modelleisenbahn der Welt. Zurück in Hamburg startete er per E-Mails eine bundesweite Umfrage zur Beliebtheit echter und fiktiver Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dabei wurde eine gar nicht existierende größte Modellbahn der Welt von den Befragten auf Platz 3 gewählt. Im Jahr 2001 gründete gemeinsam mit seinem Vater Jochen W. Braun, seinem Zwillingsbruder Gerrit und Stephan Hertz die Miniatur Wunderland GmbH. Erste Geldgeber wurden in der Verwandtschaft gefunden. Nach anfänglicher Ablehnung gab die Hamburger Sparkasse einen Kredit von zwei Mio. DM, unterstützt durch Bürgschaften der Eigentümer und der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg. Die heute riesige Anlage Anlage wurde ohne öffentliche Gelder finanziert.
25.000.000 Besucher – Eine Erfolgsgeschichte in Zahlen. Am 07. März 2025, um 09:20 Uhr war es soweit: Das Miniatur Wunderland empfing seinen 25.000.000sten Gast! Allein im Jahr 2024 bestaunten 1.594.016 Menschen aus aller Welt die detailreiche Modelllandschaft. Dabei kamen rund 75 % der Gäste aus Deutschland und 25 % aus dem Ausland. Besonders beliebt ist das Wunderland bei unseren Nachbarn aus der Schweiz (638.000 Besucher), Österreich (585.000) und Dänemark (492.000). Aber auch Gäste aus Großbritannien (270.000), den USA (243.000) und Frankreich (142.000) sind regelmäßig zu Gast.
Deutschlands beliebteste Touristenattraktion. Das Miniatur Wunderland wurde bereits sechs Mal in Folge zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands gewählt. Auf über 1.600 m2 entdecken die Besucher unzählige faszinierende Details, versteckte Easter-Eggs und kunstvolle Landschaften aus aller Welt. Jüngste Erweiterungen wie Monaco und die Provence (2024) haben die Wunderland-Welt noch lebendiger gemacht, während derzeit mit Hochdruck am atemberaubenden Amazonas-Regenwald gearbeitet wird.
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Hamburg. Das Wunderland zieht nicht nur Millionen Besucher an, sondern trägt auch erheblich zur Tourismusbranche Hamburgs bei. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 25,07 % ausschließlich wegen des Miniatur Wunderlands nach Hamburg reisen. Auch dieser Wert steigt von Jahr zu Jahr. Von diesen 25,07 % übernachten 83,46 % in einem Hotel und bleiben durchschnittlich 2,1 Nächte. Das bedeutet für die Hamburger Hotellerie über 700.000 Übernachtungen pro Jahr – ein beeindruckender Beitrag zur lokalen Wirtschaft.Die Zukunft: In diesem Jahr werden die Bauabschnitte Regenwald, Anden und Atacama-Wüste eröffnet. 2027 folgen Mittelamerika und Karibik, Ende 2028 Asien. An Ideen hat es im Wunderland noch nie gemangelt. Noch nicht festgelegt ist, ob weitere Teile Asiens oder Afrika, ob Großbritannien und/oder zuerst die Niederlande kommen. Fest steht: Die echte Welt bietet unendlich viel Inspiration. Quelle: Miniaturwunderland / CM
In Hamburg Altona wurde ein ICE 4 auf den Namen „Knuffingen“ getauft. Foto: Miniaturwunderland
Japan erlebt einen Tourismusboom. Rekordzahlen internationaler Besucher – angelockt durch den schwachen Yen sowie den Ruf des Landes für Sicherheit, Kultur und Gastfreundschaft – haben das Wirtschaftswachstum angekurbelt. Doch neben dem klassischen Tourismus ist auch ein weniger öffentlich wahrgenommener Teilbereich der Tourismuswirtschaft gewachsen: das Erotikgewerbe.
Während Kritiker Bedenken hinsichtlich Ausbeutung und Außenwirkung äußern, verweisen Befürworter auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche – ein Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Verantwortung, Regulierung und Wirtschaftswachstum.
Der wachsende öffentliche Unmut über ausländischen Sextourismus in Japan lässt die Debatte über den komplexen und oft widersprüchlichen Umgang des Landes mit der Sexindustrie neu entflammen. Was zunächst als Besorgnis über die Präsenz ausländischer Männer begann, die in Tokios Vergnügungsvierteln sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen, hat sich zu einer umfassenden nationalen Diskussion über Ausbeutung, Frauenrechte, Einwanderung, Tourismus und die Grenzen der geltenden Gesetze entwickelt.
Social-Media-Plattformen, Online-Reiseforen und Inhalte von Influencern haben Tokios Vergnügungsviertel zunehmend in den Fokus gerückt und damit ausländische Besucher angelockt, die sich für Hostessen-Clubs, Massagesalons und andere Angebote im Erotikbereich interessieren. Berichte über Touristen, die offen über sexbezogene Reisepläne sprechen, haben in japanischen Medien und sozialen Netzwerken Kritik hervorgerufen; viele betrachten ein solches Verhalten als rufschädigend für das Land.
Die Debatte hat die ungewöhnliche Struktur der japanischen Sexindustrie verdeutlicht. Obwohl Prostitution offiziell verboten ist, beschränkt sich die rechtliche Definition eng auf den Geschlechtsverkehr. Infolgedessen operiert eine Vielzahl von Erotikdienstleistern legal, indem sie Aktivitäten anbieten, die außerhalb dieser Definition liegen – eine Branche, die sich in einem Geflecht aus Vorschriften und langjährigen rechtlichen Grauzonen bewegt.
In der öffentlichen Debatte wird oft übersehen, welch bedeutende wirtschaftliche Rolle diese Branche spielt. Japans Erotik- und Unterhaltungssektor sichert Zehntausende von Arbeitsplätzen – von Servicekräften und Entertainern bis hin zu Hotel- und Gastronomiebetreibern, Taxifahrern und Unternehmen des Nachtlebens. Vergnügungsviertel wie Kabukicho in Tokio, Susukino in Sapporo und Nakasu in Fukuoka sorgen für eine beachtliche wirtschaftliche Dynamik, die weit über die eigentlichen Erotikdienstleistungen hinausreicht.
Branchenvertreter betonen, dass das Nachtleben und die Erotikunterhaltung längst fester Bestandteil der japanischen Tourismuswirtschaft sind. Ausländische geschäftliche und private Touristen, die diese Vergnügungsviertel besuchen, geben auch Geld für Unterkunft, Verpflegung, Transport und Einkäufe aus. Zwar weisen einige Ökonomen darauf hin, dass der Sektor aufgrund seiner zersplitterten Struktur schwer zu beziffern sei, doch trage er jährlich Millionenbeträge zur lokalen Wirtschaft bei und stütze Betriebe, die stark von den Ausgaben der Nachtschwärmer abhängig seien.
Diese wirtschaftlichen Gegebenheiten erschweren Forderungen nach einer strengeren Regulierung. Unternehmer warnen davor, dass übermäßige Beschränkungen der lokalen Wirtschaft schaden könnten, die ohnehin bereits mit Arbeitskräftemangel und dem demografischen Wandel zu kämpfen hat.
Kritiker argumentieren jedoch, dass wirtschaftliche Vorteile Ausbeutung oder unzureichenden Schutz für Arbeitnehmer nicht rechtfertigen können. Interessenverbände warnen davor, dass steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheit manche Frauen in Formen der Sexarbeit treiben könnten, die sie sonst nicht wählen würden. Sie behaupten, dass die öffentliche Wut auf ausländische Kunden tieferliegende strukturelle Probleme der japanischen Gesellschaft, wie Einkommensungleichheit und begrenzte Chancen für junge Arbeitnehmer, zu verschleiern droht.
Andere sehen den Anstieg der ausländischen Nachfrage als Beweis dafür, dass die bestehenden Regulierungen nicht mehr ausreichen. Anwohner von Vergnügungsvierteln beschweren sich über störendes Touristenverhalten, während einige Politiker eine strengere Kontrolle von Unternehmen fordern, die aktiv Dienstleistungen für ausländische Besucher anbieten. Die Politik diskutiert zunehmend darüber, ob Japan klarere rechtliche Unterscheidungen zwischen Erwachsenenunterhaltung und Aktivitäten, die faktisch Prostitution darstellen, treffen sollte.
Die Debatte spiegelt auch eine umfassendere Herausforderung wider, vor der Japan bei der Verfolgung ehrgeiziger Tourismusziele steht. Die Regierung betrachtet den internationalen Tourismus als wichtigen Motor für Wirtschaftswachstum und regionale Entwicklung. Der rasante Zustrom von Besuchern hat jedoch Spannungen hervorgerufen, die von Überfüllung an Kulturstätten bis hin zu Bedenken hinsichtlich des Verhaltens in Ausgehvierteln reichen.
Während Gesetzgeber, Aktivisten und Unternehmer weiterhin über mögliche Reformen diskutieren, bleibt eine Tatsache unbestritten: Bei der Kontroverse um den Sextourismus geht es nicht nur um Moral oder das öffentliche Image, sondern auch um wirtschaftliche Aspekte. Der Erotiksektor nimmt einen umstrittenen, aber unbestreitbaren Platz in der städtischen Wirtschaft und der Tourismuslandschaft Japans ein. Den Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlicher Verantwortung zu finden, dürfte in den kommenden Jahren eine der größten politischen Herausforderungen des Landes darstellen. Quelle: Japan National Tourism Organization / CM
Vor allem ausländische Besucher Japans sorgen für einen Boom der Erotikbranche. Foto: JNTO