Am internationalen Flughafen Suvarnabhumi (BKK) in Bangkok hatten „Fans“ am 29. Juni 2026 die Fluggastbrücke gestürmt, um einem lokalen Prominenten näherzukommen, den sie als Passagier an Bord eines A 320 vermutet hatten. Die so genannten Fans hatten für genau diesen Flug ebenfalls Tickets, wurden aber von der Airline vom Mitflug ausgeschlossen.
Überwachungskameras aus der Fluggastbrücke, die von lokalen Medien veröffentlicht wurden, zeigen, wie Flugbegleiter und Bodenpersonal zur Flugzeugtür eilen und diese vorübergehend schließen, um den Andrang beim Einsteigen zu verhindern. Weitere Aufnahmen aus dem Flughafenterminal zeigen die chaotischen Szenen, als sich eine große Gruppe von Fans um den Prominenten drängte, während dieser zum Flugzeug begleitet wurde. Sicherheitskräfte und Flughafenmitarbeiter hatten Mühe, die Menge zurückzuhalten.
Der Vorfall ereignete sich am 29. Juli und verbreitete sich erst nach der Veröffentlichung der Überwachungskameraaufnahmen rasant im Internet. Die Fans, die auf die Fluggastbrücke gelangt waren, hatten tatsächlich denselben Flug wie der Prominente gebucht. Aufgrund der Störung wurden sie jedoch von Thai Airways aus dem Flug nach Peking entfernt. Die Fluggesellschaft begründete dies mit der Flugsicherheit.
Der Zwischenfall ereignete sich, noch bevor der Prominente das Gate erreichte. Eine große Fangruppe folgte ihm durch den Flughafen. Als er am Gate ankam, drängten sich einige Fans durch das Kontrollbereich, während Flughafenmitarbeiter und Sicherheitskräfte hilflos zusahen. Einem Mitarbeiter gelang es, eine Sicherheitstür zu schließen, doch da hatte sich bereits eine Gruppe Fans auf die Fluggastbrücke gedrängt.
Die Mitarbeiter hörten den Lärm und schlossen schnell die Kabinentür, obwohl das Boarding noch in vollem Gange war. Wie sich herausstellte, hatten 22 der Fans tatsächlich Tickets für den Flug gebucht – möglicherweise nur, um dem Prominenten zu folgen. Thai Airways entschied, dass es sicherer wäre, wenn sie nicht mitfliegen würden, was zu einer kurzen Auseinandersetzung führte.
Der Vorfall hat in China, dem Herkunftsland der Fans, für Kontroverse Diskussionen gesorgt, da einer der thailändischen Sicherheitsbeamten eine diskriminierende Geste gegenüber der Gruppe gemacht haben soll. Der Flughafenbetreiber sah sich gezwungen, sich zu entschuldigen und erklärte, dass gegen den Sicherheitsbeamten disziplinarische Maßnahmen ergriffen worden seien. Quelle: Bangkok Post / CM