ÖBB wegfinder wächst weiter

Die Mobilitäts-App wegfinder der ÖBB-Tochter iMobility GmbH, baut ihr Angebot aus und verbindet immer mehr Verkehrsmittel und Regionen auf einer Plattform. Neu hinzugekommen ist jetzt das E-Bike-Sharing-Angebot S-bike in Salzburg, das direkt über den wegfinder gebucht werden kann.


Eine App für alle Wege. wegfinder ist besonders für jene attraktiv, die regelmäßig zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln wählen und flexibel sein möchten. Gerade in den Städten geht es oft nicht darum, verschiedene Angebote zu kombinieren, sondern je nach Anlass, Wetter und persönlichen Vorlieben das passende Angebot zu wählen. Aber auch jene die über Stadt- und Bundeslandgrenzen hinweg unterwegs sind erhalten mit wegfinder ein durchgängiges Mobilitätsangebot von der ersten bis zur letzten Meile.
Anders als viele Mobilitätsplattformen beschränkt sich wegfinder nicht auf einzelne Verkehrsmittel oder Regionen. Stattdessen bündelt die App österreichweit Car- und Bikesharing, E-Scooter, On-Demand-Dienste und öffentliche Verkehrsmittel unterschiedlicher Anbieter in einer Anwendung. Zudem erhalten Nutzer verkehrsmittelübergreifende Routenvorschläge, Tarifauskünfte, Echtzeitinformationen zu Verspätungen und Störungen sowie die Möglichkeit, Tickets und Mobilitätsangebote unterschiedlicher Anbieter direkt in der wegfinder-App zu buchen.

Mehr Regionen, mehr Verkehrsmittel, mehr Nutzer – eine App. Immer mehr Verkehrsverbünde, Städte und Mobilitätspartner setzen auf wegfinder. In Tirol, Oberösterreich und Salzburg wird wegfinder bereits als gemeinsame Plattform genutzt. In Innsbruck hat wegfinder unlängst die bisherige ÖPNV (Öffi)-App der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) abgelöst. Und auch in Wiener Neustadt ist wegfinder seit Anfang Juni 2026 die zentrale Mobilitätsplattform. 
Das Angebot wird laufend gemeinsam mit den Partnern weiterentwickelt und wächst stetig: Allein im Bereich „Fahrrad” sind mittlerweile sieben unterschiedliche Bike-Sharing-Angebote über wegfinder buchbar. Gleichzeitig wächst auch die Zahl der NutzerInnen, die bequem und flexibel, je nach Anlass, unterschiedliche Mobilitätsarten nutzen und kombinieren wollen. Mit mittlerweile über 2 Mio. App-Downloads auf Android und iOS hat sich wegfinder als eine der führenden Mobilitätsplattform in Österreich etabliert. Besonders im laufenden Jahr verzeichnete die Plattform ein starkes Wachstum: Sowohl die Zahl der Nutzer:innen legte deutlich zu, als auch die Nutzung der App. Diese war im ersten Halbjahr um 50 % höher als im Vergleich zum Vorjahr.

Neu in Salzburg: S-bike direkt über wegfinder buchbar. Jüngster Ausbauschritt ist die Integration von S-bike in Salzburg. Das neue E-Bike-Sharing-Angebot mit künftig mehr als 600 Rädern an über 60 Stationen kann direkt über die wegfinder-App gebucht werden: Station suchen, Bike auswählen, QR-Code scannen und losfahren. Für Nutzer mit hinterlegtem KlimaTicket Salzburg, KlimaTicket Österreich oder einer S-bike Jahreskarte sind die ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenlos und danach zum halben Preis. Der Umstieg von Bus und Bahn auf das S-bike ist damit besonders attraktiv und zeigt die flexiblen Möglichkeiten der wegfinder App. 
Mit jeder neuen Partnerschaft und jedem zusätzlichen Mobilitätsangebot wächst wegfinder weiter zur österreichweiten Plattform für nahtlose, nachhaltige Mobilität von der ersten bis zur letzten Meile. Quelle: ÖBB / CM

Siemens Mobility macht ÖPNV im Raum Kopenhagen effizienter

Siemens Mobility hat in einem Konsortium mit dem skandinavischen Generalunternehmer Aarsleff Rail die Greater Copenhagen Light Rail Linie vollständig abgeschlossen. Fahrgäste können ab sofort die 28 km lange Strecke nutzen, die Ishøj im Süden mit Lundtofte nördlich von Lyngby über 29 hochmoderne Stationen entlang des Ring 3 verbindet. 

Die Greater Copenhagen Light Rail ist eine neue, überregionale Verbindung des öffentlichen Nahverkehrs, die die Mobilität im Großraum Kopenhagen verbessert und Städte, Arbeitsplätze, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen sowie zentrale Verkehrsknotenpunkte miteinander verbindet. 

Die neue Light Rail-Züge machen den Vor-Ort-Verkehr Kopenhagens angenehm und Komfortabel. Foto: Siemens Mobility

Der Liefer- und Leistungsumfang von Siemens Mobility umfasste die Bereitstellung von 29 Avenio-Straßenbahnen, die Elektrifizierung, Signaltechnik, Kommunikationssysteme, Werkstattausstattung für den Betriebshof sowie Projektmanagement, Systemintegration und 15 Jahre Wartungsdienstleistungen. Die Strecke soll nachhaltige Mobilität für etwa 12.000 Fahrgäste täglich ermöglichen, mit einer prognostizierten jährlichen Fahrgastzahl von 14 Millionen bis zum Jahr 2030. 
 
Von den 29 innovativen Avenio-Straßenbahnen über die Elektrifizierung, Signaltechnik und Kommunikationssysteme bis hin zur Systemintegration, Werkstattausrüstung und langfristigen Wartung, verbessert dieses Straßenbahnsystem nicht nur die tägliche Mobilität der Fahrgäste grundlegend, sondern stellt zugleich ein klares Bekenntnis zu nachhaltigem Verkehr dar.
 
Das Greater Copenhagen Light Rail-Projekt wurde durch eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Siemens Mobility, Aarsleff Rail und Greater Copenhagen Light Rail erfolgreich umgesetzt. Mit der ersten Teilstrecke und den ersten 12 Stationen, die im Oktober 2025 eröffnet wurden, verbinden weitere 17 Stationen nun vollständig acht Gemeinden und integrieren sechs Umsteigepunkte zum S-Bahn-Netz.
 
Fahrgäste profitieren von häufigen und zuverlässigen Verbindungen, da die Straßenbahnen in einer Übergangsphase von drei bis sechs Monaten tagsüber zu Spitzenzeiten alle fünf bis acht Minuten und abends sowie an Sonntagen alle zehn Minuten verkehren. Diese hohe Verfügbarkeit erleichtert es den Fahrgästen, unter ihnen auch viele Geschäftsreisende, mehr denn je, auf nachhaltige Mobilitätsangebote umzusteigen und dadurch gleichzeitig das Verkehrsaufkommen in einer der verkehrsreichsten Regionen Dänemarks deutlich zu reduzieren.
 
Die Fahrzeugflotte der Greater Copenhagen Light Rail umfasst 29 Siemens Avenio-Straßenbahnen, die speziell für die zukunftsorientierten Verkehrsbedürfnisse Kopenhagens entwickelt wurden. Die hochmodernen Fahrzeuge sind 36,9 Meter lang und bieten Platz für bis zu 260 Fahrgäste, darunter 64 Sitzplätze. Darüber hinaus verfügen sie über großzügige Stehbereiche sowie speziell vorgesehene Flächen für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle. Mit stufenlosem Einstieg, einem ruhigen Fahrverhalten und modernster Energieeffizienz gewährleisten die Avenio-Straßenbahnen ein barrierefreies und inklusives Erlebnis. Ausgelegt für Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h bilden die Avenio-Straßenbahnen das Rückgrat eines effizienten und umweltfreundlichen Verkehrssystems, das Kopenhagens moderne Mobilitätsanforderungen optimal erfüllt.Quelle: Siemens Mobility / CM

Bayern: Lehrgang „Kommunales Mobilitätsmanagement“

Nach dem großen Erfolg des Lehrgangs „Kommunales Mobilitätsmanagement“ bietet der Freistaat die berufsbegleitende Qualifizierung erneut an. Das Angebot läuft von Dezember 2026 bis März 2027 und richtet sich an Mitarbeitende in den bayerischen Kommunen aus den Bereichen Verkehrs- und Stadtplanung, Mobilitätsmanagement, Umwelt- und Klimaschutz, Infrastruktur sowie Kommunikation.Durchgeführt wird der Lehrgang von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr.

Kommunales Mobilitätsmanagement hilft Städten, Gemeinden und Landkreisen, die Verkehrsentwicklung strategisch zu steuern. Dabei geht es nicht nur um einzelne Verkehrsmittel, sondern um die gesamte Wegekette: vom Fuß- und Radverkehr über Bus und Bahn bis hin zu Sharing-Angeboten, Parkraum, Schulwegen und Pendlerverkehren. Mobilitätsmanagerinnen und Mobilitätsmanager koordinieren Prozesse innerhalb der Verwaltung, vernetzen Fachbereiche und bringen konkrete Projekte voran.

„Mobilität beginnt und endet nicht am Bahnhof“, sagt BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs. „Damit die Schiene ihre Stärken voll entfalten kann, braucht es gut vernetzte Anschlussmobilität und ein Angebot, das die gesamte Wegekette in den Blick nimmt. Genau hier setzt kommunales Mobilitätsmanagement an: Es bringt unterschiedliche Verkehrsträger zusammen und entwickelt passgenaue Lösungen für die Menschen vor Ort.“

Der Lehrgang umfasst neun Präsenztage in drei Modulen:

• Modul I Grundlagen: 08. bis 10. Dezember 2026 in Dießen am Ammersee
• Modul II Handlungsfelder: 19. bis 21. Januar 2027 in Nördlingen
• Modul III Kommunikation: 09. bis 11. März 2027 in Heilsbronn

Neben fachlichen Inhalten steht der Austausch zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt. Sie profitieren von Erfahrungen anderer Kommunen, entwickeln gemeinsam Lösungsansätze und bauen ein Netzwerk für ihre tägliche Arbeit auf. Die Teilnahme ist gegen einen Selbstkostenbeitrag von 1.200 Euro möglich.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter: www.wir-bewegen.bayern.de/lehrgang-kmm. Quelle: BEG / CM