Wer auf bestimmten dreispurigen italienischen Autobahnen zu langsam auf der äußersten linken Spur unterwegs ist, soll künftig eine Geldbuße entrichten. Die Regierung plant eine Mindestgeschwindigkeit von 100 km/h auf bestimmten Autobahnabschnitten. Noch ist die Regelung nicht in Kraft.
Wer ohne triftigen Grund langsamer als 100 km/h auf der linken Autobahnspur unterwegs ist, muss mit einer Buße zwischen 40 und 160 Euro rechnen. Darüber berichtet das italienische Rechtsportal „Brocardi. Die Vorschrift ist Teil des Entwurfs für eine neue Straßenverkehrsordnung. Der Ministerrat billigte diesen am 13. Oktober 2026 in einer ersten Beratung. Anschließend wurde er dem Parlament zur Stellungnahme vorgelegt. Die endgültige Fassung steht noch nicht fest.
Eine allgemeine Mindestgeschwindigkeit auf allen italienischen Autobahnen ist nicht vorgesehen. Laut dem Bericht betrifft die geplante Regel die Spur unmittelbar neben dem Mittelstreifen auf Autobahnen, auf denen das Fahren in parallelen Fahrzeugreihen erlaubt ist. Gemeint sind Abschnitte mit mindestens drei Fahrstreifen pro Richtung. Auf den übrigen Spuren soll das neue Mindesttempo nicht gelten. Ziel der Vorschrift ist es, den Verkehrsfluss auf der linken Spur zu verbessern.
Ausnahmen bei Stau, Nebel und starkem Regen.Die geplante Tempogrenze soll niemanden dazu verpflichten, bei gefährlichen Bedingungen mindestens 100 km/h zu fahren. Ausnahmen sind vorgesehen, wenn Verkehrsschilder eine andere Geschwindigkeit vorgeben oder besondere Umstände ein langsameres Fahren erfordern. Dazu können etwa dichter Nebel, starker Regen, ein Unfall, eine Baustelle oder ein Stau gehören. Die Geschwindigkeit muss weiterhin den tatsächlichen Straßen- und Verkehrsverhältnissen angepasst werden.
Bis die neue Vorschrift in Kraft tritt, gelten die bestehenden Pflichten weiterhin: Grundsätzlich ist der möglichst weit rechts gelegene freie Fahrstreifen zu benutzen. Auch unnötig langsames Fahren, das den Verkehr behindert oder andere gefährdet, ist bereits heute untersagt. Quelle: Brocardi / CM
Über die Schweizer Reisebüro Harry Kolb AG ist ein Konkurverfahrens eröffnet worden. Nun tauchen nun neue Schadensfälle auf. Im Fokus steht eine zweite Aktiengesellschaft des Reisebüro-Inhabers – und eine nicht existierende Kundengeldabsicherung.
Seit dem 20. Oktober 2026 firmiert das Unternehmen offiziell als „Reisebüro Harry Kolb AG in Liquidation“, nachdem zahlreiche Kunden trotz Zahlung auf der Strecke geblieben sind. CM berichtete. Ausgestanden ist der Fall für die geschädigten Kunden aber noch nicht Denn die Absicherungslösung Swiss Travel Security (STS) hat im Fall Harry Kolb bislang noch keine Rückzahlungen geleistet und spricht von einer unübersichtlichen Situation. Luc B. Vuilleumier, Präsident des Reisebüro-Verbandes Swiss Travel Association, bei dem die Versicherung angesiedelt ist, bezeichnet die Dossiers nach wie vor als pendent.
Vuilleumier liegen fünf Fälle geschädigter Kolb-Kunden vor. Vier davon fallen in den Buchungszeitraum vor dem 23. Juni 2026 – einer auf den Zeitraum danach, als der Reisebüro Harry Kolb AG der Versicherungsschutz aufgrund fehlender Unterlagen entzogen worden war. STS spricht von einer Gesamtschadenssumme von rund 120.000 Schweizer Franken ca. 130.000 Euro). Erschwerend für STS kommt hinzu, dass Kolb noch keine vollständige Kundenliste vorgelegt hat – mit Verweis auf deren Vertraulichkeit.
Der 76-jährige Reisebüro-Inhaber wollte angeblich gegen die Konkurseröffnung Beschwerde einlegen. Beim zuständigen Konkursamt Thalwil erklärte der zuständige Notar am Montag, 02. November 2026, es lägen keine Unterlagen vor, wonach die Beschwerde tatsächlich eingereicht wurde. Die Wirkungen des Konkurses seien daher nicht gestoppt.
Wie aus Unterlagen, die dem Schweizer Medium Travelnews vorliegen, hervorgeht, agiert Harry Kolb noch mit einer zweiten Firma. Die nennt sich Sudamerica Tours S.A. und ist an der gleichen Adresse wie die Reisebüro Harry Kolb AG in Kilchberg ZH angesiedelt. Aus dem Handelsregister geht hervor, dass es die Firma Sudamerica Tours tatsächlich gibt. Verwirrend ist indes laut Travelnews, dass Kolb mit der gleichen Mehrwertssteuer wie jener der Reisebüro Harry Kolb AG agiert und offenbar die Geschäftstätigkeiten vermischt.
Bei STS sind nun geschädigte Kunden von Sudamerica Tours mit Rückzahlungs-Erwartungen vorstellig geworden. STS musste diese Kunden abweisen, zumal keine Absicherungslösung für eine Sudamerica Tours SA vorliegen soll. Daher sind die Geschädigten an den Ombudsman der Schweizer Reisebranche, Walter Kunz, herangetreten. Dieser musste den Kunden aber auch sagen, dass keine Absicherung bei STS vorliege. Denn bei Sudamerica Tours SA handelt es sich nicht um einen Brand der Reisebüro Harry Kolb AG, sondern um eine eigene AG, die gemäß Handelsregister weiterhin aktiv ist. Doch hier findet sich eine weitere Ungereimtheit: Im Katalog von Sudamerica Tours steht, die Kundengelder seien durch den ‚Schweizerischen gesetzlichen Garantiefonds der Reisebüro Harry Kolb AG‘ gesichert.
Kunz stand im Kontakt mit drei geschädigten Sudamerica-Tours-Kunden. Eines der drei Dossiers betrifft eine Gruppe von 16 Personen, die ihre Südamerika-Reise unterwegs abbrechen mussten, weil sie die schon bezahlten Leistungen vor Ort nochmals hätten begleichen müssen. Zudem soll Kolb bei Kunden noch im August auf Restzahlungen beharrt haben – zwei Monate nachdem die Absicherungslösung für sein Stammhaus bereits erloschen war. Der Fall Harry Kolb dreht also weitere Kreise und ist noch nicht ausgestanden. Quelle: Travelnews / CM
Das amerikanische Volk hat gesprochen. Die Zwischenwahlen am 03. November 2026 haben ein starkes politisches Signal gesendet: Die Demokraten haben wohl die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat errungen. WTTC, USTOA, Destinations International und führende Tourismusorganisationen weltweit bereiten eine koordinierte Willkommensinitiative für Januar 2027 vor. Die Botschaft ist einfach: Die Welt soll von den Vereinigten Staaten mit offenen Armen willkommen geheißen werden. Jedoch bleibt US-Präsident Donald Trump bis Januar 2029 im Weißen Haus und behält sein Vetorecht sowie beträchtliche Exekutivbefugnisse.
Die nächsten zwei Jahre könnten Konfrontationen, Unsicherheit und weitere internationale Spannungen mit sich bringen. Sie bieten den Vereinigten Staaten aber auch die Chance, Vertrauen wiederherzustellen, die demokratische Rechenschaftspflicht zu stärken und sich wieder stärker mit der Welt zu verbinden. Für die internationale Reise- und Tourismusbranche ist es jetzt an der Zeit, sich vorzubereiten.
An die internationale Tourismusbranche: „Heißen Sie US-Reisende herzlich willkommen. Zeigen Sie ihnen, dass Freundschaft, Gastfreundschaft und gegenseitiger Respekt stärker sind als politische Differenzen. Und an alle in den Vereinigten Staaten – von Großstädten und berühmten Reisezielen bis hin zu kleinen Städten, Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Tourismusverbänden: Begrüßen Sie Besucher aus aller Welt weiterhin mit einem noch breiteren Lächeln und offenen Armen. Zeigen Sie ihnen die Vereinigten Staaten, die sie seit Jahrzehnten kennen und lieben: ein Land mit außergewöhnlichen Landschaften, vielfältigen Gemeinschaften, Chancen und herzlicher Gastfreundschaft. Lassen Sie Besucher die Menschen hinter den Schlagzeilen kennenlernen und die Freundschaften neu entdecken, die das Reisen in die USA seit Generationen so besonders machen.
Die Amerikaner senden auch in Sachen Tourismus ein deutliches Signal in die Welt.
Januar 2027: Ein neuer Kongress, aber derselbe Präsident. Die jüngsten Wahlnachtberichte deuten auf eine deutliche Verschiebung in Washington hin. ABC News prognostiziert die Demokraten für die Mehrheit in beiden Kongresskammern, obwohl einzelne Wahlkreise und die endgültige Sitzverteilung noch nicht feststehen.
Der neue Kongress tritt am 03. Januar 2027 sein Amt an. Bis dahin behalten der derzeitige Kongress und die Trump-Administration jedoch ihre Befugnisse. Das macht die verbleibenden Wochen des Jahres 2026 besonders wichtig. Entscheidungen zur Außenpolitik, zu Militäroperationen, zu Bundesausgaben, zur Einwanderung und zu Exekutivmaßnahmen könnten die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen prägen, die der neue Kongress übernehmen wird.
In einem Interview mit CBS News am 03. November betonte der Präsident sein Vetorecht und erklärte, er könne es gegen Gesetzesvorhaben der Demokraten einsetzen. Er deutete zudem an, dass Vetos letztendlich zu Kompromissen durch Verhandlungen führen könnten.
Der Kongress kann ein Veto des Präsidenten nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit in beiden Kammern überstimmen – eine deutlich höhere Hürde als die einfache Mehrheit, die für die Verabschiedung der meisten Gesetze erforderlich ist.
Der Senat verfügt außerdem über eine Filibuster-Regel, die im Allgemeinen 60 Stimmen erfordert, um umstrittene Gesetzesvorlagen voranzubringen. Ein von den Demokraten dominierter Kongress kann Exekutiventscheidungen untersuchen, Ausgaben prüfen, Prioritäten der Regierung hinterfragen und Einfluss auf Ernennungen nehmen. Er kann aber nicht einfach jede einzelne Maßnahme des Präsidenten rückgängig machen. Die nächsten zwei Jahre könnten daher von einem Kampf zwischen der Aufsicht des Kongresses und der Exekutivgewalt des Präsidenten geprägt sein.
Iran, Kuba und die gefährlichen Wochen vor Januar. Die Wahl beendet weder den Krieg mit Beteiligung des Iran, noch beseitigt sie die Möglichkeit einer weiteren militärischen Eskalation. Im September berichtete Reuters, dass Trump mit einer Verschärfung der Militäraktionen gegen den Iran gedroht habe, falls kein Friedensabkommen erzielt werden könne. Er deutete zudem an, dass ein Abkommen möglicherweise nach den Zwischenwahlen zustande kommen könnte.
Kuba stellt eine weitere Quelle der Besorgnis dar.Für die Tourismusbranche sind die Auswirkungen gravierend: Militärische Konfrontationen, die Angst vor einer Eskalation, Reisewarnungen, Störungen im Flugverkehr, Versicherungskosten und diplomatische Unsicherheit können das Vertrauen internationaler Besucher weit über die direkt beteiligten Länder hinaus beeinträchtigen. Die verbleibenden Wochen bis zum 03. Januar 2027 könnten zeigen, ob die Regierung einen Kompromiss, eine weitere Konfrontation oder eine Kombination aus beidem wählt. Immerhin: Auch nach dem Zusammentreten des neuen Kongresses wird Donald Trump weiterhin erhebliche Befugnisse in Bezug auf militärische und außenpolitische Entscheidungen behalten.
Kann die USA in Trumps letzten beiden Amtsjahren wieder funktionsfähig werden? Das neue Kräfteverhältnis im Kongress schafft die Möglichkeit einer stärkeren Kontrolle, garantiert aber keine effektive Regierungsführung. Reuters berichtete bereits vor der Wahl, dass Mitarbeiter des Weißen Hauses Wege vorbereitet hatten, Trumps Agenda – u.a. in den Bereichen Einwanderung, Zölle und Staatsausgaben – auch bei einem Sieg der Demokraten im Kongress per Dekret weiter umzusetzen. Die verfassungsrechtlichen Grenzen sind klar. Ein neuer Kongress kann den Präsidenten nicht automatisch absetzen, jede Exekutivanordnung aufheben oder ihn zur Unterzeichnung von Gesetzen zwingen.
Sie kann jedoch Rechenschaftspflicht einfordern, Regierungsentscheidungen untersuchen, über Ausgabenprioritäten verhandeln und öffentliche Anhörungen nutzen, um mehr Transparenz bei politischen Maßnahmen zu schaffen, die die Bevölkerung betreffen.
Es besteht auch ein Risiko: Längere Auseinandersetzungen über Budgets und staatliche Fördermittel könnten zu mehr Unsicherheit für Unternehmen, Reisende und internationale Partner führen.
Die Frage ist, ob der Kongress und das Weiße Haus Bereiche für eine praktische Zusammenarbeit finden oder zwei Jahre damit verbringen werden, sich auf die Präsidentschaftswahlen 2028 vorzubereiten.
Der Tourismus kann nicht bis Januar 2029 warten. Politische Versprechen allein können das angeschlagene Vertrauen internationaler Besucher nicht wiederherstellen. Manche internationale Reisende sind besorgt über Einreisebestimmungen, Visaauflagen, diplomatische Spannungen und die Wahrnehmung, wie Ausländer in den Vereinigten Staaten behandelt werden.
Tourism Economics berichtete, dass die Ankünfte aus Übersee bis August 2026 im Jahresvergleich um 5.8 % zurückgegangen seien, wobei die Entwicklung zwischen den Quellmärkten unterschiedlich ausfiel.
Nach wie vor bieten die USA außergewöhnliche touristische Attraktionen: Nationalparks, Weltklasse-Städte, kulturelle Vielfalt, Großveranstaltungen, historische Orte und Millionen von Menschen, deren Lebensunterhalt direkt oder indirekt vom Empfang von Besuchern abhängt. Der internationale Tourismus darf nicht zum Kollateralschaden in den politischen Auseinandersetzungen Washingtons werden. Und US-Bürger, die andere Länder besuchen, sollten nicht persönlich für Entscheidungen ihrer Regierung verantwortlich gemacht werden. Der Tourismus kann etwas bewirken, was politische Konfrontationen oft nicht können: Er sorgt dafür, dass die Menschen miteinander im Gespräch bleiben, sich besuchen, einander verstehen und respektieren.
WTTCUSTOA und Destinations International. Der World Travel & Tourism Council (WTTCDie United States Tour Operators Association (USTOA), Destinations International, die US Travel Association, Brand USA, staatliche Tourismusbüros und regionale Destinationsorganisationen wollten nicht bis zum Zusammentritt des neuen Kongresses warten, bevor sie entscheiden, wie sie reagieren.
Die Planung soll unverzüglich beginnen, und die koordinierten Aktivitäten sollten bereit sein, mit dem Amtsantritt des neuen Kongresses am 03. Januar 2027 zu starten. Die ersten 100 Tage bis zum 12. April 2027 könnten ein praktisches Zeitfenster für eine sichtbare internationale Zusammenarbeit bieten.
Vorgeschlagener 100-Tage-Tourismus-Aktionsplan
Vor dem 03. Januar 2027: Koalition bilden. Internationale und US-amerikanische Tourismusverbände, Fluggesellschaften, Reiseziele und führende Vertreter der Privatwirtschaft einladen, sich auf eine gemeinsame, überparteiliche Initiative zur Stärkung des Besuchervertrauens zu einigen.
Tage 1–30: Weltweite Willkommensbotschaft senden. Internationale Reiseziele dazu anregen, US-Reisende herzlich willkommen zu heißen, während US-Tourismusorganisationen ihr Engagement für internationale Besucher bekräftigen.
Tage 31–60: Gutes in konkrete Maßnahmen umsetzen. Partnerschaften mit Reisezielen, Austauschprogramme für die Reisebranche und Treffen mit Vertretern des Tourismussektors im Kongress organisieren. Probleme bei Visa, Grenzkontrollen und dem Vertrauen der Besucher identifizieren.
Tage 61–100: Nachweis messbarer Fortschritte. Veröffentlichung einer Besuchervertrauensanalyse, Bekanntgabe von Destinationspartnerschaften und Präsentation praxisnaher, von der Tourismusbranche unterstützter Handlungsempfehlungen.
Die internationale Gemeinschaft kann helfen. Internationale Regierungen, Tourismusorganisationen und Reiseziele können nicht über die Zukunft der US-Präsidentschaft entscheiden. Sie sollten auch nicht versuchen, sich in die demokratischen Institutionen der USA einzumischen. Sie können jedoch die friedliche internationale Zusammenarbeit unterstützen, professionelle Beziehungen pflegen und Maßnahmen fördern, die legitimes Reisen sicherer, einfacher und einladender gestalten.
Wenn die globale Tourismusgemeinschaft wirklich davon überzeugt ist, dass Reisen eine Kraft für Frieden und Verständigung ist, dann ist dies eine Gelegenheit, diesen Glauben durch Taten unter Beweis zu stellen.
Das amerikanische Volk hat gesprochen. Wie geht es nun weiter? Die Vereinigten Staaten müssen nicht bis Januar 2029 warten, um die Gastfreundschaft, Offenheit und internationalen Freundschaften unter Beweis zu stellen, die ihre Tourismusbranche seit Generationen prägen. Die globale Reisebranche hat weniger als zwei Monate Zeit, sich auf den Januar 2027 vorzubereiten, und 100 Tage danach, um zu beweisen, dass koordiniertes Handeln Ergebnisse bringen kann.
Der internationale Tourismus kann die politische Einigung nicht besiegeln. Aber er kann dazu beitragen, das Vertrauen, den guten Willen und die menschlichen Beziehungen wiederherzustellen, die die Vereinigten Staaten brauchen werden, unabhängig davon, was in Washington geschieht. Quelle: eTurboNews / CM
Nach dem Fahrzeugschein wird nun auch der Führerschein digital. Ab Ende November 2026 soll es möglich sein, den Führerschein auf dem Smartphone zu speichern und bei Verkehrskontrollen in Deutschland als Nachweis zu verwenden. Der bisherige Kartenführerschein kann dann im Alltag zu Hause bleiben.
Wer den digitalen Führerschein nutzen möchte, muss sich zunächst online ausweisen. Dafür wird die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises samt zugehöriger PIN benötigt. Über die kostenlose i-Kfz-App des Kraftfahrt-Bundesamtes lässt sich der Führerschein anschließend digital hinterlegen. Wichtig ist allerdings: Der digitale Führerschein gilt zunächst nur in Deutschland. Bei Fahrten ins Ausland muss der Kartenführerschein deshalb weiterhin mitgeführt werden. Zwar ist im Rahmen der neuen EU-Führerscheinrichtlinie auch ein europaweit gültiger digitaler Führerschein vorgesehen. Bis dieser tatsächlich genutzt werden kann, wird es aber noch einige Jahre dauern.
Der digitale Führerschein ist freiwillig und ergänzt den bisherigen Kartenführerschein. Wer weiterhin das klassische Dokument nutzen möchte, kann dies uneingeschränkt tun. Bei einer Verkehrskontrolle in Deutschland soll künftig neben dem Kartenführerschein auch der digitale Nachweis auf dem Smartphone ausreichen.
Entscheidend ist aus Sicht des ADAC, dass die Nutzung freiwillig bleibt und der bisherige Kartenführerschein weiterhin uneingeschränkt verwendet werden kann. Zudem müssen Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sein und der digitale Führerschein im Alltag zuverlässig funktionieren. Quelle: ADAC / CM
Der Mittelstand in Deutschland, mit Abstand größter „Lieferant von Geschäftsreisen(den)“, appelliert an die Bundesregierung, am eingeleiteten Reformkurs festzuhalten, das Tempo zu erhöhen und Entlastungen stärker an den Bedürfnissen mittelständischer Unternehmen auszurichten. Denn die mittelständische Wirtschaft steht unverändert unter erheblichem Wettbewerbs- und Kostendruck. Ein wirtschaftlicher Aufschwung ist beim Mittelstand – und damit beim Gros der deutschen Unternehmen und Betriebe – noch nicht angekommen. Dies macht die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand (AG Mittelstand), ein Zusammenschluss von zehn Wirtschaftsverbänden, anlässlich der Vorstellung ihres dritten Mittelstandsmonitors deutlich.
Die Bilanz der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen fällt erneut ernüchternd aus: Auf einer Skala von minus 3 (sehr schlecht) bis plus 3 (sehr gut) wird die Gesamtlage wie im Vorjahr mit minus 2 bewertet. Für die AG Mittelstand ist dies ein klarer Auftrag an die Politik. Nur mit zügig umgesetzten, wettbewerbsorientierten Strukturreformen lasse sich eine widerstandsfähigere Grundlage für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung schaffen.
Angesichts hoher Arbeits- und Energiekosten, geopolitischer Unsicherheiten und anhaltender Investitionshemmnisse fordert die AG Mittelstand spürbare Entlastungen. Dazu zählen insbesondere die im Koalitionsvertrag vereinbarte Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen und Betriebe auf das europäische Mindestmaß, wettbewerbsfähige Arbeitskosten, steuerliche Investitionsanreize und ein konsequenter Bürokratieabbau.
Zugleich warnen die Wirtschaftsverbände davor, Entlastungen durch neue Kosten und zusätzliche bürokratische Belastungen zu konterkarieren. Kritisch sieht sie insbesondere die geplante Erhöhung der Arbeitgeberabgaben bei Minijobs sowie neue Belastungen durch die EU-Verpackungsverordnung und zusätzliche Steuern. Entscheidend sei, dass angekündigte Reformen zügig umgesetzt werden und ihre Wirkung tatsächlich bei den Unternehmen und Betrieben ankommt.
In fünf zentralen Handlungsfeldern sehen die Wirtschaftsverbände wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf:
Fachkräfte und Unternehmertum: Die Arbeitskosten in Deutschland lagen 2025 mit durchschnittlich 45 Euro je Stunde rund 29 % über dem EU-Durchschnitt. Hohe Sozialversicherungsbeiträge sind dabei ein wesentlicher Kostentreiber. Der Mittelstand braucht wettbewerbsfähige Arbeitskosten und flexiblere Arbeitszeitregelungen wie etwa die Einführung einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Die Reform der Minijobs darf nicht zu mehr Kostenbelastung bei den Unternehmen führen. Zugleich gilt es, die duale Berufsausbildung zu stärken, vorhandene Arbeitskräftepotenziale besser zu nutzen und internationale Fachkräfte zu gewinnen. Darüber hinaus ist es wichtig, Unternehmertum für junge Menschen attraktiv zu gestalten und so die Gründungsbereitschaft zu erhöhen. Dies gelingt nur, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen.
Infrastruktur: Der Sanierungsstau bei Straßen, Schienen und Wasserstraßen beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Wie fragil das System ist, hat der Hitzesommer 2026 schmerzlich vor Augen geführt. Erste Effekte des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität werden sichtbar, reichen jedoch nicht aus. Die Mittel des Sondervermögens müssen konsequent für zusätzliche Investitionen eingesetzt werden. Notwendig sind eine langfristig gesicherte Finanzierung, die zügige Modernisierung der Verkehrswege, der Ausbau der Knotenpunkte zwischen Straße, Schiene und Wasser sowie beschleunigte Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsverfahren. Mit Sorge sehen die Unternehmen die dramatisch verschärfte Finanzlage der Kommunen. Es braucht nachhaltige Lösungen, um die für den Mittelstand zentralen Infrastrukturen der Städte, Gemeinden und Landkreise langfristig zu sichern.
Energiepolitik: Die hohen Energiekosten bremsen entscheidend das Wachstum in Deutschland. Für knapp die Hälfte der Unternehmen und Betriebe sind die ohnehin historisch hohen Energiekosten weiter gestiegen, zwei Drittel müssen höhere Kosten für Wärme verkraften. Die Konsequenz: Rund ein Drittel der Unternehmen verschiebt Investitionen, etwa jedes fünfte prüft eine Verlagerung von Aktivitäten ins Ausland. Die Verbände fordern die rasche Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen und Betriebe auf das europäische Mindestmaß und eine wirksame Begrenzung staatlich verursachter Energiekosten. Zudem müssen Netzanschlüsse beschleunigt, Verfahren vereinheitlicht und Unternehmen vor einseitigen CO₂-Kostenbelastungen im internationalen Wettbewerb geschützt werden. Kostenlose Zuteilungen von Zertifikaten müssen so lange erhalten bleiben, bis die notwendige Infrastruktur für die Dekarbonisierung bereitsteht.
Regulatorisches Umfeld: Die AG Mittelstand erkennt die Bemühungen der Bundesregierung beim Bürokratieabbau und das geplante Berichtsentlastungsgesetz ausdrücklich an. Trotz erster Fortschritte bleibt die Bürokratiebelastung mit jährlichen Kosten von 65,3 Milliarden Euro jedoch viel zu hoch. Berichts-, Dokumentations- und Nachweispflichten müssen abgebaut sowie Verwaltungsverfahren digitalisiert und beschleunigt werden. Neue Vorgaben dürfen nicht zu zusätzlichen Belastungen führen, ohne bestehende Pflichten abzubauen. Bei der Umsetzung europäischer Vorgaben muss auf zusätzliche nationale Verschärfungen (Goldplating) verzichtet werden. Um die Mittelstandsfinanzierung nicht zu gefährden, muss das Proportionalitätsprinzip in der Bankenregulierung konsequenter umgesetzt werden. Ein SDIM („Single Deposit Insurance Mechanism“) darf bewährte Strukturen der Institutssicherung für regionale Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen nicht gefährden.
Steuern: Die steuerliche Belastung deutscher Unternehmen und Betriebe ist im internationalen Vergleich weiterhin zu hoch. Eine grundlegende Unternehmenssteuerreform mit einer maximalen Gesamtbelastung von 25 % auf Gesellschaftsebene ist überfällig. Notwendig sind zudem spürbare Entlastungen für mittelständische Personenunternehmen. Mehr als drei Viertel der mittelständischen Betriebe sind Personenunternehmen, deren zentrale Unternehmensteuer die Einkommensteuer ist. Die Anhebung der Spitzenbelastung trifft daher in vielen Fällen die Eigenkapitalbasis des regionalen Mittelstands. Es braucht zwingend Nachbesserungen bei der Thesaurierungsbegünstigung. Die Rechtsformneutralität muss beachtet werden. Die Anhebung des Spitzensteuersatzes und ausbleibende Entlastungen bei der Einkommensteuer treffen Freiberufler, Kanzleien, Praxen, Gastronomie und Händler. Ziel muss sein, die notwendige Eigenkapitalbildung in den Unternehmen und Betrieben zu stärken und nicht durch zu hohe Steuerbelastungen einzuschränken. Darüber hinaus muss es eine regelmäßige automatische Anpassung der Eckwerte des Einkommensteuertarifs an die Inflation („Kalte Progression“) geben. Quelle: DEHOGA / AG Mittelstand / CM
Während er sich im Pool des Crewhotels in Bengaluru entspannen wollte, sind am Freitag, 30. Oktober 2026, ein Lufthansa-Flugbegleiter (57) und ein 45-jähriger Slowake, durch einen Stromschlag ums Leben gekommen.
Im Pool des Conrad-Hotrls kam ein Lufthansa-Flugbegleriter ums Leben. Foto: Conrad Hotels
Die Besatzung von LH764 befand sich nach einem fast achteinhalbstündigen Langstreckenflug von München kommend auf einem regulären Zwischenstopp in der indischen Metropole. Der tragische Vorfall ereignete sich im Außenpool im dritten Stock des Conrad Hotels im Stadtviertel Ulsoor in Bengaluru. Das Hotel vermarktet sich selbst als stilvolles Luxushotel und verfügt über einen beheizten Pool auf der Dachterrasse.
Die örtlichen Behörden haben die beiden ausländischen Staatsangehörigen, die bei dem Vorfall ums Leben kamen, identifiziert: Es handelt sich um den 57-jährigen Alexander Maximilian Theiss, der sich im Rahmen seiner Tätigkeit für die Lufthansa während eines Zwischenstopps in der Stadt aufhielt, sowie um den 45-jährigen Slowaken Juraj Horvat, der als Projektmanager für das US-Softwareunternehmen IBM arbeitete.
Zwei weitere Personen wurden bei dem Vorfall verletzt – ein US-amerikanischer Hotelgast sowie ein indischer Hotelangestellter, der herbeieilte, um zu versuchen, Theiss und Horvat zu retten. Beide Verletzten wurden mit durch einen Stromschlag verursachten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Flugbegleiter und der Softwaremanager erlitten im Pool einen tödlichen Stromschlag in dem Moment, als sich die Unterwasserbeleuchtung einschaltete. Warum elektrische Spannung in das Wasser geraten konnte, ist derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen.
Ein Sprecher der Lufthansa teilte in einer schriftlichen Stellungnahme mit: „Lufthansa bestätigt mit großer Bestürzung, dass ein Besatzungsmitglied nach einem Unfall am Freitag (30. Oktober 2026) während eines Zwischenstopps in Bengaluru verstorben ist.“
Die 5-Sterne-Luxusherberger teilte mit, dass sein Außenpool am 31. Oktober 2026 wegen „Wartungsarbeiten“ geschlossen bleibe. Das Hotel fügte hinzu: „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.“ Quelle: Bild.de / CM
Über 120.000 Arbeitsplätze sind laut Daten des Berufsberatungs-Unternehmens Challenger, Gray & Christmas von Januar bis September 2026 in den USA auf Grund von Künstlicher Intelligenz gestrichen worden – das entspricht einer Steigerung von 119 % gegenüber dem gesamten Vorjahr.
Im März 2023, nur vier Monate nach der Einführung von ChatGPT durch OpenAI, forderten führende Persönlichkeiten der Technologiebranche in einem offenen Brief eine sofortige sechsmonatige Aussetzung „des Trainings von KI-Systemen, die leistungsfähiger sind als GPT-4“.Zwei Monate später warnte Geoffrey Hinton, einer der „Väter der KI“, dass die rasante Entwicklung der KI die menschliche Intelligenz bald übertreffen könnte.4 Es folgten weitere Stellungnahmen von KI-Wissenschaftlern, Experten und anderen namhaften Persönlichkeiten. Alle forderten Maßnahmen zur Minderung des Aussterberisikos durch KI und setzten es mit Risiken durch Atomkrieg und Pandemien gleich.
Auch wenn diese existenziellen Gefahren im Vergleich zu anderen KI-Risiken oft als weniger unmittelbar angesehen werden, sind sie dennoch bedeutend. Unbestritten wird erwartet, dass die KI den Arbeitsmarkt umkrempeln wird, was Befürchtungen hervorruft, dass die KI-gestützte Automatisierung Arbeitnehmer verdrängen wird. Laut einem Bericht des Weltwirtschaftsforums erwartet fast die Hälfte der befragten Unternehmen, dass KI neue aber wahrscheinlich nur wenige Arbeitsplätze schaffen wird, während fast ein Viertel sie als Ursache für Arbeitsplatzverluste sieht.
KI sorgt in den USA für massenhaften Jobabbau. Grafik: Statista
Während die KI das Wachstum in Berufsfeldern wie dem der Spezialisten für maschinelles Lernen, der Ingenieure für Robotertechnik und der Spezialisten für digitale Transformation vorantreibt, führt sie gleichzeitig zum Rückgang von Arbeitsplätzen in anderen Bereichen. Dazu können Büro-, Sekretariats-, Dateneingabe- und Kundenservicefunktionen gehören. Ob Künstliche Intelligenz (KI) aber die Welt in eine Massenarbeitslosigkeit stürzt, ist unter Ökonomen, Arbeitsmarktforschern und Tech-Experten umstritten; die Mehrheit der Studien prognostiziert jedoch eher eine fundamentale Transformation des Arbeitsmarktes als ein dauerhaftes Verschwinden von Arbeit. Während einige Berufe stark automatisiert werden, entstehen gleichzeitig völlig neue, wenn auch nur wenige Tätigkeitsfelder.
Scvon heute ist zu erkennen, dass die rasante Entwicklung von generativer KI (wie Sprach- und Bildmodellen) im Gegensatz zur früheren Automatisierungswelle vor allem Wissensarbeiter, Akademiker und Kreative betreffen wird. Zudem können Jobs im Kundenservice, in der Datenverwaltung, Übersetzung, einfachen Programmierung oder Texterstellung bereits heute zu großen Teilen von KI übernommen werden. Selbst wenn neue Jobs entstehen, geschieht dies oft nicht schnell genug oder erfordert völlig andere Qualifikationen, was zu struktureller Arbeitslosigkeit und der Gefahr von Aufruhr und sogar Bürgerkrieg führen kann.
KI ist in den USA derzeit der häufigste Grund für Stellenabbau. Dahinter folgen die Markt- bzw. Wirtschaftslage sowie Geschäftsaufgaben. Das stärkste Wachstum verzeichnet indes ein anderer Grund. So sind die Jobverluste durch freiwilliges Ausscheiden bzw. Abfindung in den Vereinigten Staaten um 820 % auf fast 12.000 gestiegen. Und dieser Wert könnte in der näheren Zukunft noch erheblich steigen. Denn erst kürzlich hat der Software-Riese Microsoft – sein Gewinn ist in Q3 2026 um 32 % auf 36,6 Mrd. US-Dollar gestiegen – angekündigt, im erheblichen Umfang Personalkosten einsparen zu wollen. Dazu soll rund 60.000 seiner über 200.000 Angestellten ein Abfindungsangebot gemacht werden. Das entspricht einem Viertel der weltweiten Belegschaft. Betroffen sind vor allem Angestellte in den USA, Kanada, Großbritannien und Indien. Als Grund für den Jobabbau werden vor allem die enormen Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur genannt. Microsoft plant hier für das laufende Jahr mit Ausgaben in Höhe von fast 200 Mrd. US-Dollar. Quelle: MS / CM
Der Lieferservice Lieferando setzte auf Künstliche Intelligenz bei der Erstellung von Essensbildern. Die Ergebnisse sind jedoch weit von der Realität entfernt. Im Netz häuft sich der Spott. Nun setzt Lieferando seinen KI-getriebenen Bildgenerator aus.
Um bei der Entscheidungsfindung der Kunden zu helfen, nutzte der Lieferservice Künstliche Intelligenz (KI) bei der Erstellung von Produktfotos. Nachdem die KI immer absurdere und realitätsferne Vorschläge gemacht hatte, stoppte Lieferando die irre KI.
Wie Screenshots u-a- auf der Social Media-Plattform Reddit zeigen, machte die KI aus einem Jumbo Cheeseburger ein Teller mit Pommes, aus einem Hotdog eine Nudelsuppe und aus einer Pizza einen Salat um nur wwenige Beispiele zu nennen. Die Fotos wurden durch das KI-Tool automatisch erzeugt. Die britische Konzernschwester Just Eat hatte ähnliche negative Erfahrungen gemacht. Wie der „Independent“ schrieb, machte die KI u.a. das irische Frühstück Sausage Soda Bread (ein Gebäck mit Wurst und Ei) zu einem Limonadenglas in dem Wurststücke schwammen. Tigergarnelen erschienen als echte Tigerbabys in einer Suppenschhüssel. Garlic Bread wurde zu einem Flugzeug aus Brot. Und die Ofenkartoffel, auf Englisch Jacked Potato, wurde den Usern als Jacke mit Kartoffeln präsentiert.
Just Eat hat das Experiment gestoppt und sich mittlerweile bei den Kunden entschuldigt. Dass Künstliche Intelligenz alles andere als gut funktioniert und mehr Probleme als Vorteile verursacht, davon können fast alle Branchen ein Lied singen. Im Fall von Lieferando erzeugte die KI Spott und Beschwerden von Kunden: U.a. ist von Täuschung die Rede und Schummelei. Laut einer Studie der Universität Duisburg-Essen machen die von KI erzeugten Bilder deutlich weniger Lust aufs Essen und wirken sogar unappetitlich. Im sozialen Netz ist unlängst eine Gegenbewegung gestartet. „Wir verzichten auf KI“ werben viele Restaurants, Supermärkte oder Cafés. Quelle: The Independent, Reddit ( CM
Der unsäglich dumme Auftritt von Audi-CEO Gernot Döllneran der Seite von US-Präsident Donald Trump sorgt nicht nur im Volkswagen-Konzern für heftige Kritik. Doch die eigentliche Brisanz liegt woanders: Döllner hat den milliardenschweren Plan für ein US-Werk im Bundesstaat Georgia öffentlich gemacht, bevor die entscheidenden Gremien zugestimmt haben.
Die Kritik am Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump reißt nicht ab. Nach scharfer Kritik von Gewerkschaften und von Arbeitnehmerseite haben sich auch Politiker zu Wort gemeldet. U.a. kam auch die Forderung nach einem Rücktritt Döllners. Die Ingolstädter hingegen verteidigen den absolut fragwürdigen Auftritt ihres Chefs, was sollten sie auch anderes sagen?
Richtig Druck macht Daniela Cavallo, die Konzernbetriebsratsvorsitzende von Volkswagen. Döllner habe eineindeutig gegen das das „Booklet of Policies verstoßen. Dieses sieht für Mitarbeitende des Konzerns Neutralität im Umgang mit Parteien vor und verbieten ebenso eindeutig öffentlich wirksame Termine mit zur Wahl stehenden Parteien und Politikern. Der Audi-Vorstand habe sich darüber hinweggesetzt und sich von einer höchst zweifelhaften politischen Figur, „die gegen so ziemlich jeden unserer (VW-Konzern) Unternehmenswerte verstößt, zur Marionette in dessen Propaganda-Show machen lassen“. Ähnlich sieht es auch IG-Metall-Chefin Christiane Benner. Sie bezeichnete den Auftritt als politisch inakzeptabel. Döllner habe eklatant die eigenen Unternehmensregeln verletzt.
Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, erklärte, Trump schade mit seiner Politik massiv der deutschen Industrie, auch der Automobilindustrie und insbesondere Audi. Radtke verwies in dem Zusammenhang auf die von Gernot Döllner klar gebrochene Einhaltung der Ethik- und Compliance-Regeln für Vorstand und Aufsichtsrat des VW-Konzerns.
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf erklärte auf Instagram, Döllner belohne „die Zollpolitik von Donald Trump noch mit Wahlkampfhilfe und Werksneubau“ – während der VW-Konzern zugleich in Deutschland Stellen abbauen wolle. Bei Audi in Deutschland sollen bekanntlich 7.500 Beschäftigte auf die Stra0e gesetzt werden. Klüssendorf forderte für das skandalöse Verhalten des Audi-Chefs Konsequenzen.
Auf t-online.de wird Linken-Chef Luigi Pantisano zitiert, Döllner müsse seinen Hut nehmen“. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) – das Land hält als Großaktionär 20 % der Stimmrechte am Audi-Mutterkonzern Volkswagen – sagte, die Entscheidung für ein Audi-Werk in den USA könne „strategisch richtig“ sein, eine Wahlkampfveranstaltung sei aber „nicht der richtige Ort“, eine solche Investition zu verkünden.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir sagte, der Audi-Chef habe sich für den Wahlkampf des US-Präsidenten einspannen lasse, was bei ihm ein „erhebliches Störgefühl“ hinterlasse. In Baden-Württemberg liegt das Audi-Werk Neckarsulm, das als gefährdet gilt. „Wer viel Geld in Georgia investiert, muss auch sagen, wie es in Neckarsulm weitergehen kann“, so der Grünen-Politiker Özdemir.
Aus Ingolstadt kam die Antwort, eine Delegation von Audi sei in Georgia gewesen, um die Gespräche und Verhandlungen über das geplante Werk weiter voranzubringen. Im Rahmen dieser Gespräche sei das Unternehmen gebeten worden, die Pläne gemeinsam mit dem US-Präsidenten vorzustellen. Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, sei im Interesse des Unternehmens getroffen worden. Quelle: tagesschau.de / CM
Über das Reisebüro von Harry Kolb in Kilchberg ZH ist der Konkurs eröffnet worden. Vor rund einem Monat war ans Licht gekommen, dass mehrere Kunden bei diesem Reisebüro teure Asien-Arrangements gebucht und bezahlt hatten. Doch die Reisen platzten, weil dem Fernost-Spezialisten das Geld fehlte, um die gebuchten Leistungen zu bezahlen, so schreibt es das Schweizer Online-Portal Travelnews..
Der Fall Harry Kolb hat eine neue Dimension erreicht. Das Bezirksgericht Horgen hat über die Reisebüro Harry Kolb AG in Kilchberg ZH den Konkurs eröffnet. Das geht aus einer aktuellen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) hervor.
Die Konkurseröffnung erfolgte am 20. Oktober 2026 um 10 Uhr. Seither firmiert das Unternehmen offiziell als „Reisebüro Harry Kolb AG in Liquidation“. Der entsprechende Eintrag wurde am 21. Oktober 2026 ins Handelsregister aufgenommen.
Konkursamt beurteilt Erfolgsaussichten kritisch. Harry Kolb will gegen die Konkurseröffnung Beschwerde einlegen. Kolb wirft dem Konkursamt mehrere Unstimmigkeiten vor. So seien einzelne bereits geleistete Teilzahlungen nicht berücksichtigt worden. Sollte die Beschwerde Kolb’s erfolgreich sein, könnte der Betrieb der AG wieder aufgenommen werden. Allerdings sieht das Konkursamt Thalwil die Erfolgsaussichten skeptisch. Das geht aus einem Schreiben an die Mitarbeitenden hervor. Das Amt hat Kolb bereits vernommen und die Personalunterlagen an sich genommen. Die Mitarbeitenden wurden mit sofortiger Wirkung freigestellt. Laut Konkursamt werden ihre ausstehenden Löhne vorerst nicht bezahlt.
Offene Rechnungen und hohe Betreibungen. Die finanziellen Schwierigkeiten des Reisebüros waren Ende September öffentlich geworden. Eine vierköpfige Reisegruppe hatte rund 20.000 Schweizer Franken für eine Japan-Reise bezahlt, ohne die notwendigen Reiseunterlagen zu erhalten. Später wurden weitere Fälle mit Beträgen von 8.500 und rund 75.000 CHF bekannt.
Nach bisherigen Informationen haben betroffene Kunden Reisen im Gesamtwert von mindestens 120.000 CHF bezahlt, ohne die gebuchten Leistungen vollständig erhalten zu haben.
Harry Kolb räumte ein, dass ihm das Geld zur Bezahlung der Reisen fehlte. Als Ursache seiner finanziellen Probleme nannte er einen mutmaßlichen Cyberangriff, bei dem Kriminelle rund 2,5 Mio. CHF von seinen Firmenkonten erbeutet hätten. Diesbezüglich laufen polizeiliche Ermittlungen.
Ein Travelnews vorliegender Betreibungsregisterauszug wies per 01. Oktober 2026 sechs staatlichen Zwangsvollstreckungsverfahren (Betreibungen) von vier Gläubigern über insgesamt 172.584.48 CHF aus. Bei vier Verfahren war ein Rechtsvorschlag vermerkt. Das bedeutet iim Schweizerischen Konkursrecht, dass das Reisebüro die gegen sich eingeleitete Forderung (ganz oder teilweise) bestreitet. Zudem gab es bereits zwei Gläubigern eine Konkursandrohung.
Kolb bekräftigt, dass sämtliche Betroffenen ihr Geld zurückerhalten werden. Auch an der Zukunft seines Reisebüros lässt er keinen Zweifel: „Es wird alles gelöst. Das Reisebüro Harry Kolb wird in altbekannter Qualität weiterarbeiten und weiter existieren.“ Quelle: Travelnews / CM