Volkswagen trennt sich komplett von seinem Werk in Osnabrück, heißt es in einer Absichtserklärung. Der Standort soll zu einem Zentrum für Sicherheits- und Verteidigungstechnik umgebaut werden Neue Eigentümer sollen das Land Niedersachsen und der israelische Finanzinvestor Aurelius werden. Die Belegschaft soll von 1.800 auf 1.200 Personen sinken.
Ein erster Großauftrag wird mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael vorbereitet. In Osnabrück sollen nach Angaben des Betriebsrats Systeme und Komponenten für Luftverteidigungssysteme entstehen. Rafael produziert u.a. das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“.
In Osnabrück endet Mitte 2027 die Produktion des VW T-Roc Cabrio. Ursprünglich wollte Volkswagen gemeinsam mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael den Standort betreiben. Doch der katarische Investmentfonds, der 17 % an Volkswagen hält, blockierte eine solche Lösung. Stattdessen springt nun das Land Niedersachsen ein, womit sich eine für Katar akzeptable Lösung ergibt, erfuhr die Automobilwoche. Die Teilverstaatlichung des VW-Standorts gilt demnach nicht als Blaupause für weitere gefährdete Werke des Volkswagen-Konzerns. Nach wie vor ist unklar, was aus den Werken Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm wird.
In Osnabrück soll die Belegschaft soll durch Rente und Altersteilzeit weiter schrumpfen. Die Sollgröße: 1200 Mitarbeitende, für die bis 2029 eine Beschäftigungssicherung gilt.
„Wir haben einen wichtigen Meilenstein für unsere Kolleginnen und Kollegen in Osnabrück erreicht”, sagte Volkswagen-Betriebsratschefin Daniela Cavallo. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sieht für Osnabrück mit der Lösung „eine echte industrielle Chance”.
Rafael galt seit dem Frühjahr 2026 als aussichtsreichster Kandidat.. Der katarische Staatsfonds – das Emirat in der Golfregion ist mit Israel verfeindet – sperrte sich jedoch dagegen, dass Volkswagen ein Joint Venture gründet. Deswegen kam das Land Niedersachsen als Miteigentümer ins Spiel. Wie hoch der Anteil des Landes wird, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die am Montag (7. September) verkündete Lösung ist eine Absichtserklärung, noch kein unterschriebener Vertrag.
Volkswagen hatte den Standort Osnabrück nach der Insolvenz des traditionsreichen Karosseriebauers Karmann 2010 übernommen. Seine Geschichte als Fahrzeugstandort reicht mehr als 120 Jahre zurück. Im Sommer 2027 endet diese Tradition mit dem letzten T-Roc Cabriolet. Quelle: VW / Automobilwoche / CM
Zum 20. Mal hat die Deutsche Umwelthilfe die Dienstwagen von Deutschlands Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern auf Bundes- und Landesebene abgefragt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Ausgerechnet bei ihren eigenen Dienstwagen legen viele beim Klimaschutz den Rückwärtsgang ein. Zwei von drei untersuchten Dienstwagen fahren mit einem Verbrennungsmotor an Bord. 160 von 249 Fahrzeugen bekommen im DUH-Dienstwagen-Check die Rote Karte.
Die Modelle mit der rotrn Karte Sie überschreiten mit ihrem realen CO2-Ausstoß deutlich das, was europäisch im Durchschnitt für Neuwagen als Grenzwert vorgegeben wird. Besonders bitter: Mehrere Politiker haben ihre Elektroautos sogar wieder gegen klimaschädlichere Plug-In-Hybride eingetauscht. Insgesamt ist der Anteil vollelektrischer Dienstwagen gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dabei zeigt der DUH-Check deutlich: Elektroautos verursachen im Durchschnitt wesentlich weniger CO2 als Plug-In-Hybride und reine Verbrenner.
Schlusslichter der Abfrage sind: in der Bundesregierung Justizministerin Stefanie Hubig sowie Bildungs- und Familienministerin Karin Prienmit jeweils 196 Gramm CO2 je Kilometer; unter den Länderchefs Hendrik Wüst, Manuela Schwesig sowie Kai Wegner mit jeweils 262 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer. Zum Vergleich: Der CO2-Flottengrenzwert der EU liegt bei 93,6 Gramm CO2 pro Kilometer.
Dass es auch anders geht, zeigen beispielsweise in der Bundesregierung Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan und bei den Regierungschefs der Länder Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir. Beide fahren mit sparsamen vollelektrischen Dienstwagen und stoßen jeweils nur etwas mehr als 66 Gramm CO2 je Kilometer aus.
Weitere Ergebnisse:
Unter den Landesregierungen erhalten lediglich Berlin, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein eine gelbe Karte für ihre Flotte. Schlusslichter sind erneut Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die auch 2026 vollständig auf batterieelektrische Dienstwagen verzichten.
Unter den Bundesministerien erhalten das Bundesumweltministerium (BMUKN), das Bundesinnenministerium (BMI), das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) sowie das Bundesarbeitsministerium (BMAS) eine grüne Karte.
Im Parteienvergleich erhält lediglich Bündnis 90/Die Grünen eine grüne Karte. Die parteilosen Amtsträger erreichen eine gelbe Karte. Alle übrigen Parteien erhalten eine rote Karte.
Im Vergleich der Umweltministerinnen und Umweltminister geht Bremens Senatorin Henrike Müller mit gutem Beispiel voran und nutzt ein Dienstrad. Das sparsamste Fahrzeug fährt Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer mit 50 Gramm CO2 je Kilometer. Auf dem letzten Platz liegt wie bereits im Vorjahr Sachsen-Anhalts Umweltminister Armin Willingmann, dessen Dienstwagen 192 Gramm CO2 je Kilometer verursacht.
Die DUH: Wer politisch für Klimaschutz verantwortlich ist, muss ihn auch selbst vorleben. Die DUH fordert die SpitzenpolitikerInnen deshalb auf: Schluss mit neuen Verbrennern in den Dienstwagenflotten – jede Neubeschaffung muss konsequent elektrisch und effizient sein. Quelle: DUH / CM
Die thailändische Regierung verkürzt für 60 Länder die Aufenthaltsdauer ohne Visum. Nun wurden die neuen Einreisebestimmungen im thailändischen Amtsblatt ‘Royal Gazette’ veröffentlicht, womit endlich festgelegt ist, dass ab 15. September 2026 für Bundesbürger ein visumfreier Aufenthalt nicht mehr 60, sondern nur noch 30 Tage lang gültig ist.
Die neuen Regelungen sollen verhindern, dass geschäftliche Aufenthalte als touristische Reisen ausgegeben werden und somit der Regierung mehr Kontrolle geben. Die Visumbefreiung gilt ausschließlich für touristische Zwecke. Andere Tätigkeiten im Land verlangen nach einem Visum.
Thailand versa häuft seine Einreisebedingungen. Foto: Usplash
Eine einmalige Verlängerung des Aufenthalts um zusätzliche 30 Tage kann beantragt werden.
Inhaber von Reisepässen aus 60 Ländern und Gebieten sind von der Visumpflicht für touristische Zwecke befreit und dürfen sich bis zu 30 Tage in Thailand aufhalten. Auf der Liste stehen alle EU-Staaten, die Schweiz, Norwegen, Großbritannien, Australien, Neuseeland, Kanada, die USA und andere mehr.
Bei Einreise über Landgrenzübergänge dürfen Reisende, die die 30-tägige Visumbefreiung in Anspruch nehmen, in der Regel maximal zweimal pro Kalenderjahr nach Thailand einreisen.
Anders sieht es bei Geschäftsreisenden aus: Business Traveller müssen ein Einladungsschreiben des thailändischen Unternehmens unter Angabe des Geschäftszwecks und der Dauer der Reise vorweisen . Werden die Reisekosten vom Einlader übernommen, müssen Firmenkontoauszüge der letzten drei Monate vorgelegt werden. Ersatzweise kann auch eine förmliche Verpflichtungserklärung durch die einladende Firma in Deutschland vorgelegt werden. Quelle: tatnews.org / CM
Der VW-Aufsichtsrat einigt sich auf den härtesten Umbauplan der Konzern-Geschichte. Ein vertrauliches internes Papier beschreibt die Lage als letzte Chance, um Volkswagen vor der Untergang zu bewahren.
Seit Wochen tobt in Wolfsburg der Machtkampf um den härtesten Umbau der Konzern-Geschichte. Bis zu 60.000 Arbeitsplätze sollen zusätzlich gestrichen, vier Werke in Deutschland geschlossen, wobei das noch nicht endgültig ist. Vielmehr müssen jetzt für alle Standorte konkrete Lösungen erarbeitet werden – dabei sehen Betriebsrat und IG Metall weiterhin ausdrücklich den Vorstand in der Pflicht.“ Milliarden gespart werden. Diese Anpassung der weltweiten Personalkapazitäten sei notwendig, um die Ziele des Transformationsprogramms zu erreichen, teilte der Konzern mit.
VW nennt 32 Mrd. Euro Umsatz im Jahr. Beschäftigt werden weltweit 650.000 Mitarbeitende. Zu den ganz dicken Problemen von Europas größtem Autobauer zählen dessen Produktionskosten. Die sind in Deutschland sehr viel höher als in den anderen Ländern, geht aus einem internen Papier hervor. Hinzu kommen der massive Zulassungsrückgang auf dem chinesischen Markt verbunden mit einem erheblichen Gewinneinbruch.
Nun hat sich der VW-Aufsichtsrat überraschend auf ein Sparpaket geeinigt. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, teilte der Konzern mit,. Wie bild.de weiß, sollen rund 95% des Rettungsplans umgesetzt werden. Am Freitag soll das Paket dann nach Anpassung einzelner Punkte verabschiedet werden.
Die Restrukturierung kostet zunächst mindestens 6,6 Mrd. Euro, in Investitionen und Forschung sollen rund 50 Mrd. Euro weniger fließen. Die Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm müssten zwischen 2031 und 2034 geschlossen werden, falls sie nicht zeitnah massiv günstiger bzw. Lösungen gefunden werden. Für die vier auf der Kippe stehenden Fabrikationsstätten könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden kann, teilte VW mit. Für diese Werke würden parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft. Quelle: VW / bild.de / CM
Die Autohaus-König-Gruppe, einer der größten Autohändler Deutschlands, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind mehr als 80 Standorte bundesweit, darunter zahlreiche Autohäuser in Sachsen-Anhalt, aber auch in Thüringen. Das Berliner Amtsgericht Charlottenburg hat den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bestätigt.
König betreibt bundesweit mehr als 80 Filialen und beschäftigt nach eigenen Angaben über 1.200 Mitarbeitende. Deutschlands größter Renault-Händler kämpfte bereits 2025 mit erheblichen Schwierigkeiten, galt jedoch lange als „too big to fail”. Ein wesentliches Problem der Gruppe war mutmaßlich der hohe Fahrzeugbestand. Zwar konnte dieser bereits reduziert werden, zudem baute das Unternehmen im vergangenen Jahr Stellen ab. Doch die Neuausrichtung kam insgesamt zu langsam voran.
Von der Insolvenz sind auch zahlreiche Standorte in Sachsen-Anhalt und Thüringen betroffen. In Sachsen-Anhalt betreibt die König-Gruppe mehr als zehn Autohäuser, darunter in Halle, Magdeburg und Dessau-Roßlau, Haldensleben (Förde) , Heyrothsberge (jerichower Land) , Merseburg (Saaslekreis) , Schönebeck (Salzlandkreis) und Zerbst (Anhalt-Bitterfeld) . In Thüringen gehören zehn Standorte zur Unternehmensgruppe, darunter drei Autohäuser in Erfurt sowie weitere Niederlassungen in Jena, Gera und Suhl. In Sachsen gibt es nach Unternehmensangaben nur ein paar wenige Autohäuser im Raum Leipzig. Die Beschäftigten wurden nach Unternehmensangaben bereits über den Insolvenzantrag informiert.
Die Autohaus-König-Gruppe wurde vor rund 60 Jahren in Berlin gegründet und zählt heute zu den größten Autohandelsgruppen Deutschlands. Neben den Standorten in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist das Unternehmen bundesweit vertreten. In Thüringen ist Autohaus König zudem Hauptsponsor des Fußball-Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena. Der aktuelle Sponsorenvertrag läuft noch bis zum Sommer 2028. Ob und in welcher Form das Engagement fortgeführt wird, ist derzeit offen.
Schnelles Wachstum als Ursache? Der Präsident des Thüringer Kfz-Landesverbands, Helmut Peter, sieht das rasche Wachstum der Unternehmensgruppe als einen wesentlichen Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Nach seiner Einschätzung sei nicht allein die Eröffnung neuer Standorte ausschlaggebend gewesen. Mit dem Wachstum müssten auch die Beziehungen zu Herstellern und Importeuren professionell gesteuert werden. Genau hier habe es offenbar Herausforderungen gegeben, sagte Peter, der selbst Chef einer Autohaus-Gruppe ist.
Auch für Kunden erwartet Peter voraussichtlich keine größeren Nachteile. Bestehende Verträge, Garantien und Serviceleistungen würden im Falle von Verkäufen oder Übernahmen in der Regel durch andere Händler weitergeführt. Verträge und Garantieansprüche bleiben bei einer Übernahme von Standorten üblicherweise bestehen. Wie es mit den einzelnen Autohäusern weitergeht, wird sich jedoch erst im Verlauf des Insolvenzverfahrens zeigen. Quelle: MDR / CM
Laut einem kürzlich veröffentlichten Sonderbericht des globalen Gesundheits- und Risikomanagementunternehmens Healix sehen sich LGBTQ+-Reisende in einigen Weltregionen mit einer „sich verschlechternden Sicherheitslage“ konfrontiert; Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass ihre Richtlinien zu Reiserisiken diese LGBTQ+ angesichts der vielfältigen und sich wandelnden Sicherheitsbedingungen unterstützen.
Der Bericht hält fest, dass sich die Risikolage für LGBTQ+-Reisende in Afrika 2025 „verschlechtert“ hat – bedingt durch „neue kriminalisierende Gesetze und eine verstärkte Rhetorik gegen LGBTQ+-Personen“. So hat beispielsweise der Senegal die Strafen für homosexuelle Handlungen verschärft, und der ghanaische Präsident John Mahama steht Berichten zufolge kurz davor, ein Gesetz zu erlassen, das die Identifizierung als LGBTQ+-Person unter Strafe stellen würde.
Auch in der Region Naher Osten, insbesondere in den VAE und Nordafrika war im vergangenen Jahr eine „Fortsetzung – und teilweise Verschärfung – repressiver Maßnahmen gegen LGBTQ+-Gemeinschaften“ zu beobachten. Im Irak etwa werden Gesetze, die homosexuelle Handlungen unter Strafe stellen und geschlechtsangleichende Maßnahmen verbieten, „streng durchgesetzt“. Und in der Türkei wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der die öffentliche Äußerung einer LGBTQ+-Identität kriminalisieren soll.
Bereits früher in dieem Jahr 2026 hatte Riskline zudem seine „LGBTQ Risk Map 2026“ vorgestellt, die eine „wachsende Welle von Rückschritten bei den Rechten“ von LGBTQ+-Reisenden weltweit aufzeigt.
Dem Bericht zufolge verzeichnete die Region der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) im vergangenen Jahr die größte allgemeine Verbesserung bei den Rechten und der Sicherheit von LGBTQ+-Personen – u.a., weil die EU sicherstellt, dass grundlegende Rechte selbst in einigen der konservativeren Mitgliedsstaaten gewahrt bleiben. Zudem seien insbesondere in Polen, Ungarn und Italien Verbesserungen zu beobachten gewesen.
Auf dem amerikanischen Kontinent gab es im vergangenen Jahr zwar „verstärkte gesetzgeberische Unterstützung“ für die Sicherheit von LGBTQ+-Personen, doch insbesondere in Südamerika nahm die Zahl der Gewalttaten gegen diese Gruppe zu, so der Bericht. In den USA hingegen kam es zu Rückschritten bei bestimmten Rechten für Transgender-Personen – etwa durch die Abschaffung des nicht-binären Geschlechtseintrags „X“ in Reisepässen. Zudem herrscht auf Bundesstaatenebene ein uneinheitliches Bild aus Beschränkungen und gesetzlich verankerten Rechten, was das Land laut Bericht zu „einem der rechtlich widersprüchlichsten Umfelder für LGBTQ+-Personen unter den Industrienationen“ macht.
Saskia Veldhuizen, Sicherheitsberaterin bei Healix, berichtete von einer zunehmenden Zahl von Anfragen durch Angehörige von Nichtregierungsorganisationen bezüglich möglicher Probleme bei der Einreise oder Visumswiderrufen – sowohl bei Personen, die selbst der LGBTQ+-Community angehören, als auch bei solchen, die im Auftrag der Community reisen.
„Wir erleben, dass sich viele Organisationen mit diesen Aspekten auseinandersetzen oder sie überprüfen“, sagte sie. „Es handelt sich um eine sehr spezifische und stark von der jeweiligen Person abhängige Frage, weshalb sie nur schwer vorherzusagen ist.“
Für die Region Asien-Pazifik hält der Bericht fest, dass sich der rechtliche Schutz von LGBTQ+-Personen in einigen Gebieten – darunter Thailand, Australien und Südkorea – verbessert hat, während andere Länder für LGBTQ+-Reisende gefährlicher geworden sind. So zensiert China weiterhin Inhalte, die LGBTQ+-Themen aufgreifen, und sowohl Malaysia als auch Indonesien haben dem Bericht zufolge die Zahl der Festnahmen von LGBTQ+-Personen erhöht, denen die Teilnahme an „Sex-Partys“ vorgeworfen wird.
Angesichts der sich wandelnden Risikoprofile für LGBTQ+-Reisende weltweit sei es entscheidend, diese Risiken in den Unternehmensrichtlinien zu berücksichtigen; laut Veldhuizen bestehe jedoch ein häufiger Fehler darin, von LGBTQ+-Reisenden zu erwarten, dass sie ihre Identität bzw. sexuelle Andersartigkeit gegenüber Programmverantwortlichen oder Arbeitgebern offenlegen.
Für Unternehmen ist es wichtig, nicht nur vor der Reise Informationen anzubieten, sondern auch einen Feedback-Mechanismus zu etablieren, der es Mitarbeitern ermöglicht, nach der Reise Probleme zu melden – etwa Diskriminierungserfahrungen mit einem bestimmten Dienstleister. Quelle: Healix / CM
Nur wenige Tage nach dem Tod des beliebten Country-Stars Dolly Parton hat der internationale Flughafen Nashville angekündigt, sich ihr zu Ehren umzubenennen. Dies soll „ihr unvergängliches Vermächtnis und die Generationen von Menschen, die sie in Tennessee und weltweit inspiriert hat, dauerhaft würdigen“.
Die Pläne wurden am Freitag von Tennessee‘s Gouverneur Bill Lee vorgestellt. Dieser erklärte, es sei nur angemessen, dass der internationale Flughafen Nashville „den Namen der beliebtesten Tochter unseres Bundesstaates trägt und Reisende mit dem bleibenden Vermächtnis von Dollys Musik, Großzügigkeit, Glauben und Freundlichkeit begrüßt“. Die Entscheidung über die Umbenennung des Flughafens liegt jedoch nicht allein bei Gouverneur Lee und dem Vorstand des Flughafens Nashville. Letztendlich wird die Familie der verstorbenen Sängerin über eine mögliche Benennung des Flughafens nach Dolly Parton entscheiden.
Am Freitag bestätigte Gouverneur Lee, dass er bereits mit Dollys trauernder Familie gesprochen habe. Diese habe ihre Dankbarkeit für die außerordentliche Anteilnahme an der Ehrung von Dolly zum Ausdruck gebracht und erklärt, von der Idee berührt zu sein und offen für weitere Gespräche.
Der internationale Flughafen Nashville gehört der Metropolitan Nashville Airport Authority und wird von ihr betrieben. Diese vermarktet den Flughafen derzeit unter dem dreistelligen IATA-Code BNA.
In vielen Fällen entspricht der dreistellige Code dem Städtenamen, wie beispielsweise SFO für San Francisco, ATL für Atlanta und DUB für Dublin. BNA folgt dieser Konvention jedoch nicht. Der Flughafen erhielt seinen dreistelligen Code, weil er ursprünglich Berry Field hieß, benannt nach Colonel Harry S. Berry, einem Abgeordneten aus Tennessee, der maßgeblich am Bau des Flughafens beteiligt war. Sollte sich der internationale Flughafen Nashville nach Dolly Parton umbenennen, könnte er auch eine offizielle Änderung seines IATA-Flughafencodes beantragen. Derzeit gibt es Bestrebungen, den Code in DPI zu ändern, da dieser von der IATA aktuell nicht verwendet wird.
Dolly Partons Tod wurde am 25. August bekannt gegeben. Bereits vor fast zwei Jahren war eine Online-Petition gestartet worden, um den internationalen Flughafen Nashville (BNA) ihr zu Ehren umzubenennen. Die von Lydia Popovich auf Change.org initiierte Petition sammelte innerhalb von zwölf Monaten zunächst rund 40.000 Unterschriften. Nur wenige Tage nach Dolly Partons Tod verzeichnete sie bereits über 162.000 Unterschriften. Popovich erklärte ihre Beweggründe für die Umbenennung, es sei nur angemessen, dass eine so bedeutende Institution wie der internationale Flughafen Nashville den Namen einer so außergewöhnlichen Frau trägt.
Der Vorstand des Flughafens Nashville wird sich voraussichtlich am 17. September treffen, um die Pläne zur Umbenennung des Flughafens formell zu erörtern. Quelle: BNA / CM
Zum Bahnhof, zum Flughafen, zum Geschäftstermin oder zur Verabredung – Wer sich heute von A nach B bewegt, verlässt sich meist auf digitale Navigation – mit einer gedruckten Karte können hingegen nur noch wenige umgehen. Lediglich 30 % der Deutschen ab 16 Jahren finden sich mit einer gedruckten Karte zurecht, besagt eine Untersuchung von die Bitkom Research (befragt wurden 1.006 Personen ab 16 Jahren in Deutschland). .
11 % schätzen ihre Fähigkeiten dabei als sehr gut ein, weitere 19 % als eher gut. Eher schlecht schätzen sich 19 % ein, weitere 17 % könnten sich mit gedruckten Karten nach eigener Einschätzung nur sehr schlecht orientieren. 26 % können dies nicht beurteilen – mutmaßlich, weil sie noch nie mit einer gedruckten Karte unterwegs waren und sie ihre entsprechenden Fähigkeiten nicht einschätzen können. Wie sicher sich Menschen mit gedruckten Karten fühlen, ist auch eine Generationenfrage. Unter den 16- bis 29-Jährigen trauen sich lediglich 20 % zu, sich gut damit orientieren zu können. Bei den Menschen ab 65 Jahren sind es mit 41 % mehr als doppelt so viele.
Dabei hält eine deutliche Mehrheit die Fähigkeit zur analogen Orientierung weiterhin für wichtig: 61 % sind der Meinung, jede und jeder sollte auch heute noch lernen, sich im Zweifel mit einer Papierkarte zurechtzufinden. Denn z.B. bei einem militärischen Konflikt könnten z.B. die Amerikaner das Internet und damit auch die elektronische Wegweisung für westliche Systeme komplett abschalten.
„Digitale Navigation hat unseren Mobilitätsalltag wesentlich vereinfacht. Navigationsapps sind auf dem Smartphone oder im Auto jederzeit verfügbar, berücksichtigen aktuelle Verkehrsinformationen und berechnen in Sekunden die passende Route. Für viele Menschen sind sie zu einem selbstverständlichen Begleiter geworden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.
„Trotzdem kann es in Einzel- oder Notfällen helfen, sich auch ohne digitale Navigation orientieren zu können. Ist der Akku leer oder sind die Netze gestört, kommt man digital nicht weiter.“ Tatsächlich nutzen 28 % der Deutschen nach eigenen Angaben noch gedruckte Stadtpläne, Straßen- oder Wanderkarten oder Atlanten – allerdings selten. Jeweils 1 % greift wöchentlich bzw. mehrmals im Monat darauf zurück, weitere 26 % einmal im Monat oder seltener.
Navigationsapps sind für viele unverzichtbar – aber verschlechtern den Orientierungssinn. Demgegenüber nutzen insgesamt 84 % der Deutschen im Alltag Navigationsapps, etwa auf dem Smartphone, im Auto oder am Computer. Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es mit 95 % nahezu alle, in der Altersgruppe ab 65 Jahren sind es 65 %. Dabei werden Navigationsapps nicht unbedingt täglich benötigt: 1 % nutzt sie jeden Tag, 11 % mehrmals pro Woche und 16 % etwa einmal pro Woche. Weitere 23 % verwenden sie mehrmals im Monat, 33 % einmal im Monat oder seltener.
Navigationsapps haben für viele eine hohe Bedeutung: Die Hälfte der Deutschen (50 %) sagt, sie wäre ohne Navigationsapp im Alltag aufgeschmissen. Unter den 16- bis 29-Jährigen trifft das auf 60 % zu, unter den Menschen ab 65 Jahren auf 36 %. Im Urlaub
(ob im Inlnd oder Ausland) ist die Abhängigkeit noch größer: Insgesamt 58 % hätten dort ohne Navigationsapps erhebliche Probleme – unter den Jüngeren wären dort 67 % aufgeschmissen, unter den Älteren 43 %.
Der Komfort digitaler Navigation hat aus Sicht vieler Menschen also auch eine Kehrseite: Zwei Drittel (66 %) berichten, ihr Orientierungssinn habe sich durch Navigationsapps verschlechtert. Unter den 16- bis 29-Jährigen teilen 71 % diese Einschätzung, bei den Menschen ab 65 Jahren sind es 53 %. Immerhin knapp ein Fünftel der Deutschen (18 %) würde den Anweisungen einer Navigationsapp nach eigenen Angaben selbst dann folgen, wenn sie unlogisch erscheinen. Zwischen den Generationen gibt es hier vergleichsweise geringe Unterschiede: Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es 18 %, unter den Menschen ab 65 Jahren 15 %. Quelle: Bitkomm Research / CM
US-Präsident Donald Trump forderte am Montag,24. August 2026, die kanadische Führung auf, „auf Linie zu kommen“, oder andernfalls mit Konsequenzen zu rechnen, die „weit schlimmer“ seien als die bestehenden Zölle. Gleichzeitig kündigte Trump an, die Zölle auf kanadische Fahrzeuge auf 50 % zu verdoppeln und ab 01. Januar 2027 neue Zölle auf Autoteile und Stahl zu erheben. Damit verschärft er den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den beiden mordamerikanischen Volkswirtschaften. Eine Umsetzung dieser Zollpläne könnte die in den letzten Jahrzehnten stark integrierte Lieferkette zwischen den USA und Kanada und insbesondere Geschäftsreisen erheblich beeinträchtigen. Business- und Leiser Travel sind seit Trump Drohungen gegen Kanada merklich zurückgegangen.
Die jüngste Zollandrohung folgt auf das Scheitern der Verhandlungen am Freitag, 21. August 2026, das bereits zu einer Abgabe von 50 % auf kanadische Waren im Wert von zig Milliarden Dollar – darunter Möbel, Kunststoffe, Sperrholz und elektrische Ausrüstung – geführt hatte. Der kanadische Premierminister Mark Carney kündigte Vergeltungszölle an und betonte am Montag, sein Land werde die Abhängigkeit des Landes von den USA verringern.
Kanada und die USA sind voll auf Kollisionskurs. Foto The Global and Mail
Die Kanadier wünschten sich von ihrem Premierminister eine harte Haltung gegenüber Donald Trump und wollten nicht, dass er einem für Kanada nachteiligen Handelsabkommen mit den USA zustimmt. Doch diese Verschärfung des Zollstreits wird ihren Preis haben. Trevor Tombe, Wirtschaftsprofessor an der University of Calgary, schätzt, dass 90.000 Arbeitsplätze – etwa 0,4 % der kanadischen Erwerbsbevölkerung – verloren gehen könnten, sollten die neuen Zölle Bestand haben. Auch die Märkte reagieren: Der kanadische Dollar gab am Montag gegenüber dem US-Dollar nach.
Kanada hat am Dienstag, 25. August 2026, Vergeltungszölle gegen die USA ankündigen, nachdem sich die Beziehungen am Montag drastisch verschlechtert hatten. Auf mehr als 700 Produkte aus den USA werden Zölle bis zu 50 % verhängt. Zudem wirft die kanadische Regierung dem Nachbarn in Washington D.C. vor, Kanada unterordnen zu wollen. Die US-Handelsforderungen zielen nach Ansicht der kanadischen Seite darauf ab, „unsere wichtigsten Industriezweige“ – darunter die Automobil-, Stahl- und Aluminiumbranche – zu zerstören.Es wird erwartet, dass Kanada’s Finanzminister François-Philippe Champagne und drei weitere Kabinettsmitglieder am Dienstagmorgen Einzelheiten zu Unterstützungsmaßnahmen für Arbeitnehmer bekannt geben, die von den Zöllen betroffen sind. Bereits am Montag hatte es geheißen, Kanada könnte davon absehen, US-Zölle eins zu eins zu spiegeln, und stattdessen gezieltere Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, um kanadische Arbeitnehmer und Unternehmen zu schützen. „Eine Haltung am Verhandlungstisch, wonach Kanada eine Tochtergesellschaft der Vereinigten Staaten sei“, sei „nichts, was wir akzeptieren werden“, sagte Kanada’s Premier Carney. Auf Französisch äußerte sich Carney noch deutlicher. Die scharfen Worte von beiden Seiten verdeutlichen, wie sehr sich die Beziehungen zwischen den USA und Kanada verschlechtert haben, seit Carney am späten Freitag die Handelsverhandlungen mit der Trump-Regierung abgebrochen hat. Dies löste am darauffolgenden Tag die vom Donald Trump angedrohten Zölle in Höhe von 50 % auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Mrd. Dollar aus.
Kanada und die Vereinigten Staaten unterhalten eine der weltweit bedeutendsten Handelsbeziehungen mit tief ineinandergreifenden Lieferketten in den Bereichen Automobilbau, Energie, Landwirtschaft und verarbeitendes Gewerbe; ein langwieriger Handelskonflikt könnte daher für Unternehmen und Arbeitnehmer auf beiden Seiten der Grenze kostspielig werden. Carney äußerte Zweifel an der Zuverlässigkeit der USA und erklärte, Kanada finde verlässliche Partner „überall auf der Welt, außer in den Vereinigten Staaten und Russland.“
„Kanada beutet die Vereinigten Staaten von Amerika seit Jahren aus“, schrieb Trump in den sozialen Medien und kritisierte die seiner Meinung nach „lächerlich hohen Zölle“ Kanada`s zu Lasten amerikanischer Landwirte. Carney erklärte, die Vorschläge Washingtons für den Automobilsektor würden langfristig zum Abbau der kanadischen Produktion und zur Zerstörung der erfolgreichsten Partnerschaft der Automobilgeschichte führen.
Kanada droht Trump mit Abschalten des Grenzüberschreitenden Stroms. Unterdessen holte auch Doug Ford, der Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario, zu einer heftigen Tirade aus. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press sagte er, Trump habe unterschätzt, dass die Kanadier eher bereit seien, wirtschaftliche Einbußen in Kauf zu nehmen, als dem Druck der USA nachzugeben. „Wir gehen aufs Ganze“, sagte Ford. „Hier oben ist die Stimmung extrem aufgeheizt; alle sind bereit für einen Wirtschaftskrieg. Die Menschen wissen, dass sie Opfer bringen müssen.“
Trump reagierte mit einem Beitrag in den sozialen Medien, in dem er Ford persönlich angriff: Er bezeichnete ihn als „den weniger charismatischen, weniger intelligenten und insgesamt wenig beeindruckenden Bruder des verstorbenen, großartigen Rob Ford“ und nannte den kanadischen Premierminister erneut „Gouverneur Carney“.
Doug Ford tat die Beleidigungen ab: „Du (Donald) glaubst, eine Beleidigung von dir könnte mir wehtun? Nur zu, Kumpel, ich bin bereit.“ Ford gehört den Progressive Conservatives an – seine Partei unterscheidet sich von der des Liberalen Carney –, doch beide betonen die weitgehende politische Einigkeit Kanadas im Handelsstreit mit Trump.
Doug Ford droht mit Lieferstopps bei kritischen Rohstoffen und elektrischem Strom. Er erklärte, „alle Optionen lägen auf dem Tisch“, sollte sich der Streit verschärfen; dazu gehöre auch die Einstellung der Stromlieferungen sowie der Export kritischer Rohstoffe aus Ontario. Kritische Rohstoffe sind für die nationale Sicherheit und die verarbeitende Industrie der USA von zunehmender Bedeutung. Das Pentagon bemüht sich um eine sicherere Versorgung mit Mineralien, die in Militärflugzeugen, Raketen, Munition und Elektronik zum Einsatz kommen, da Washington versucht, die Abhängigkeit von China zu verringern; China dominiert bekanntlich den Abbau und die Verarbeitung zahlreicher strategisch wichtiger Rohstoffe, von denen u,.a. auch Deutschland abhängig ist.
Und Ford warnt die USA, Kanada würde auch schärfere Vergeltungsmaßnahmen in Erwägung ziehen, falls Trump weiterhin kanadische Industriezweige – etwa die Öl- und Kaliproduktion – ins Visier nehme; Ontario könne beispielsweise die Strompreise erhöhen oder die Stromlieferungen in den Süden und über die Grenze einstellen. „Wir versorgen 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen in den benachbarten USA mit Strom“, sagte Ford. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch. Ich werde tun, was immer nötig ist.“
Doug Ford hat das Thema Elektrizitätslieferungen bereits früher als Druckmittel eingesetzt. In einer früheren Phase des Streits erhob Ontario einen Aufschlag von 25 % auf Stromexporte nach Michigan, Minnesota und New York. Trump reagierte mit der Drohung, die Zölle auf kanadischen Stahl und Aluminium zu verdoppeln, woraufhin beide Seiten von ihren Positionen abrückten.
Die Automobilindustrie wird zu einem zentralen Schauplatz des Konflikts. Doug Ford warf Trump vor, es gehe ihm nicht bloß um ein besseres Handelsabkommen, sondern darum, die kanadische Industrie auszuhöhlen und die Produktion zu sich in die USA zu verlagern, Trump wolle nichts anderes als Kanada zu einem Vasallenstaat zu machen, indem er jeden einzelnen Industriesektor ausbluten lassen und in die USA holen will.
Der Automobilsektor ist für Ontario, das Zentrum der kanadischen Fahrzeugproduktion, von besonderer Bedeutung. Die Werke und Zulieferer in Ontario sind eng mit Fabriken in Michigan und anderen US-Bundesstaaten vernetzt; Bauteile überqueren während des Fertigungsprozesses regelmäßig mehrfach die Grenze.
Autobauer wie Ford, General Motors und Stellantis betreiben große Montagewerke in Ontario, und die damit verbundene Lieferkette sichert Zehntausende von Arbeitsplätzen. Trumps neue Drohung mit Zöllen von 50 % auf kanadische Fahrzeuge und Autoteile rückt diesen Sektor direkt in den Mittelpunkt des eskalierenden Streits.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer goss Öl ins Feuer indem er am Montag erklärte, der „einzige Grund, warum es in Kanada überhaupt eine Autoproduktion gibt“, sei das „Auto Pact“-Abkommen aus den 1960er Jahren; dieses hatte es Kanada ermöglicht, den Zugang zum eigenen Markt zu nutzen, um die Fahrzeugproduktion nördlich der Grenze zu fördern.
Ford zufolge hatte Washington in der Endphase der Verhandlungen am vorigen Freitag Formulierungen gefordert, die Kanadas Spielraum für den Abschluss von Handelsabkommen mit anderen Ländern ohne US-Zustimmung eingeschränkt hätten. Carney hatte diese Forderung als inakzeptabel und als Frage der kanadischen Souveränität bezeichnet.
Carney erklärte, der Streit habe auch eine tiefere Kluft in Bezug auf Sprache und Kultur offengelegt: Schutzmaßnahmen für die französische und kanadische Kultur, die Washington als Handelshemmnisse betrachte, gelten in Kanada als Grundrechte. „Für wen hält er sich eigentlich?“, sagte Ford über Trump. „Der ist doch wohl ein Witz.“ und am Montag frotzelte Dog Ford während einer Pressekonferenz: In Anspielung auf Trumps frühere Tätigkeit als Immobilienunternehmer sagte der 62-Jährige: „Ich habe eine Menge ‚Grundbesitz‘ auf meinem Hintern, also viel Platz, damit Trump mir den Arsch küssen kann.“ Quelle: Bloomberg / The Global and Mail / CM
Ein schnell wachsender Waldbrand bedroht die Reno, die drittgrößte Stadt im im US-Bundesstaat Nevada. Fast 90.000 Menschen wurden aufgerufen ihre Häuser zu verlassen. Zudem kommt es zu Straßensperrungen und Stromausfällen.
Das Feuer war am Samstag in einem schwer zugänglichen Gebiet des Humboldt-Toiyabe National Forest ausgebrochen und breitete sich innerhalb kurzer Zeit auf mehr als 60 km2 aus. Starke Windböen, Hitze und trockene Vegetation erschweren die Löscharbeiten. Der als „Hawk Fire“ bezeichnete Waldbrand hat Wohngebiete im Nordwesten von Reno erreicht. Reno liegt in 1371 m Höhe über dem Meeresspiegel im Tal des Truckee River am westlichen Rand des Großen Beckens am Fuß des Aufstiegs in die Sierra Nevada und nahe der Grenze zu Kalifornien. Nach Angaben der Behörden sind fast 90.000 Menschen von Evakuierungsaufrufen betroffen. Sechs Personen wurden bisher verletzt.
Die US-Mwtropole Reno (Nevada) wird von einem riesigen Feuer bedroht. Foto: CNN
Etwa 42.000 Menschen erhielten am Samstag die Anweisung, ihre Häuser umgehend zu verlassen; weitere 45.000 wurden dazu aufgerufen, sich für eine mögliche Evakuierung bereitzuhalten. Die Evakuierungszone reicht bis in die Nähe des Campus der University of Nevada.
Nevadas Gouverneur Joe Lombardo hat für das Washoe County den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde angewiesen, die Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit zu unterstützen. „Es handelt sich um eine dynamische Lage, die sich rasch entwickelt. Ich fordere alle Bewohner der betroffenen Gebiete auf, wachsam zu bleiben und den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten“, erklärte er.
Das Feuer wurde durch menschliches Einwirken verursacht und den örtlichen Behörden zufolge erstmals am Samstag um 11:15 Uhr Ortszeit (18:15 Uhr GMT) gemeldet. Die Notfallinformationsstelle von Washoe teilte mit, dass bereits eine Fläche von rund 15.000 Acres (etwa 60 km2) verbrannt sei.
Richard Edwards, Leiter des für das Gebiet zuständigen „Truckee Meadows Fire Protection District“, erklärte am Montag, das Feuer breite sich weiter aus; bislang sei noch kein Teil des Brandherdes unter Kontrolle gebracht worden, berichtete CNN. Quelle: CNN