Ein ehemaliger Flugbegleiter hat sich schuldig bekannt, drei große US-Fluggesellschaften betrogen zu haben. Er benutzte einen gefälschten Pilotenausweis, um Hunderte von Freiflügen durch sogenannte „Non-Rev“-Privilegien zu erhalten.
Der 33-Jährige DK wurde im Januar von einer Grand Jury in Hawaii angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, sich als Pilot ausgegeben zu haben, um mit einer „Catch Me If You Can“-Masche kostenlos um die Welt zu reisen.
Laut Gerichtsakten arbeitete DK bis 2019 als Flugbegleiter für eine Fluggesellschaft mit Sitz in Toronto. Während seiner Zeit als Mitglied des Kabinenpersonals hatte er legalen Zugang zu kostenlosen oder vergünstigten Tickets, die in der Branche als „Non-Rev“-Vergünstigungen (nicht umsatzabhängig) bekannt sind, da die Fluggesellschaften mit diesen Tickets keinen Gewinn erzielen. Nach seiner Kündigung als Flugbegleiter nutzte DK angeblich sein Wissen über die Funktionsweise dieser Vergünstigungen, um sich als Pilot auszugeben und weiterhin kostenlose Flüge von drei großen US-amerikanischen Fluggesellschaften zu erhalten. Obwohl die Staatsanwaltschaft die Namen der drei von Dallas betrogenen Fluggesellschaften bewusst zurückhält, geben die Gerichtsakten deren Sitze preis. 1. Die erste Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Honolulu, dem Heimatflughafen von Hawaiian Airlines. 2. Die zweite Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Chicago, dem Hauptsitz von United Airlines. 3. Die dritte Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Fort Worth, dem Hauptsitz von American Airlines.
Um Freiflüge von diesen Fluggesellschaften zu erhalten, soll DK angeblich auch einen Jumpseat im Cockpit beantragt haben – ein besonderes Privileg, das normalerweise nur aktiven Piloten vorbehalten ist.
2024 legte DK jedoch einem Flughafenmitarbeiter einer der von ihm betrogenen Fluggesellschaften den gefälschten Pilotenausweis vor. Der Mitarbeiter hegte Zweifel an dessen Echtheit, fotografierte den Ausweis und meldete seinen Verdacht. Nachdem festgestellt worden war, dass DK tatsächlich kein Pilot der Fluggesellschaft war, für die er vorgab zu arbeiten, wurden die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. DK wurde schließlich in Panama aufgespürt, wo ein Haftbefehl gegen ihn erlassen und er an die Vereinigten Staaten ausgeliefert wurde.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich „hunderte Freiflüge“ erschlichen zu haben. Zwar weiß niemand, wie lange die Gaunereien schon währten, gab DK at Dallas an, dass sie von Januar 2020 bis Oktober 2024 stattfanden.
„Reisesicherheitsbestimmungen tragen zur Sicherheit unserer Bürger und Besucher bei, und jeder, der gegen diese Bestimmungen verstößt, muss mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen“, kommentierte US-Staatsanwalt Ken Sorenson, nachdem DK sich des Betrugs schuldig bekannt hatte. „Wir danken unseren Partnern bei den Strafverfolgungsbehörden, insbesondere bei Homeland Security Investigations und im Ausland, für ihre Unterstützung bei der Überführung dieses Betrügers“, fügte Sorenson hinzu. Dem Ex-Flugbegleiter drohen nun bis zu 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar. Die Urteilsverkündung ist für den 8. Dezember 2026 angesetzt. Im Rahmen seiner Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft hat der Täter zugestimmt, den drei betroffenen Fluggesellschaften eine Entschädigung zu zahlen. Die Höhe der Entschädigung wird in der Urteilsverkündung festgelegt. Quelle: CM