6.000 Besucher bei der ZEG Bike Show

Mit Rückenwind ins Modelljahr 2027: Die ZEG BIKE SHOW 2026  der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft überzeugte Mitglieder, Industriepartner und Fachbesucher mit einem klar fokussierten Messekonzept, zahlreichen Produktneuheiten und vielen persönlichen Begegnungen.

Über 6.000 BesucherInnen trafen auf rund 100 Aussteller, die eine 16.000 m2 große Ausstellungsfläche sowie eine 5.000 m2 große Außenfläche mit Testparcours bespielten. Mehr als  700 Fahrradfachbetriebe – sowohl ZEG-Mitgliedsbetriebe als auch freie Händler – waren vor Ort, um sich über neue Produkte, Sortimentsentwicklungen und Trends zu informieren. Neben den ZEG-Eigenmarken Bulls und Pegasus präsentierten auch die Verbundmarken Isy, Hercules, Kettler, Flyer, Rotwild und Academy sowie zahlreiche Industriepartner ihre Highlights für das Modelljahr 2027. Erstmals gab es auch eine Panel-Talk-Bühne, auf der Fachvorträge und Produktpräsentationen im Mittelpunkt standen. 

Erfolgreiche Bike-Show 2026. Foto ZEG

Fred Schierenbeck – Vorstandsvorsitzender der ZEG: „Die positive Resonanz auf die Messe und das große Interesse an den Neuheiten für das Modelljahr 2027 bestätigen, wie wichtig eine solche Plattform für unsere gemeinsame Entwicklung ist.“

Mit der ZEG BIKE SHOW 2026 blickt die ZEG(eine Einkaufsgemeinschaft von rund 1.000 Fahrradfachhändlern in Europa, davon rund 600 in Deutschland, 36 in Österreich sowie in Frankreich) auf ein erfolgreiches Messeformat zurück, das in der Vergangenheit eine wichtige Plattform für den Austausch innerhalb der Genossenschaft war. Gleichzeitig richtet die ZEG ihren Blick nach vorne und wird ihre Präsenz künftig im Rahmen der neuen Branchenplattform „Towards Tomorrow / European

Bike Show“ (06.-08. September 2027) weiter ausbauen. Damit entstehen neue Möglichkeiten für den Austausch mit der gesamten Fahrradbranche. Quelle: ZEG

Internationale Fahrradbranche folgt dem Ruf der Eurobike 

In einem aufgrund wirtschaftlicher, verbandspolitischer und klimatischer Herausforderungen schwierigen Umfeld ziehen die Teilnehmenden an der Eurobike 2026 eine positive Bilanz.

Die rund 800 ausstellenden Unternehmen aus 44 Ländern profitierten von dem Moment starker globaler Aufmerksamkeit und nutzten die Messetage, um der Fachwelt technologische Neuheiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu präsentieren. Treiberthemen waren Softwarelösungen für eine bessere Vernetzung zwischen Fahrrad und Mensch, neue Antriebstechnologien sowie Lösungen im Bereich Sicherheit und Alltagstauglichkeit. Insgesamt besuchten 15.130 Fachbesucher (2025: 31 270) die Messe, davon knapp 60 % aus dem Ausland. 

Philipp Ferger, Geschäftsführer des Veranstalters Fairnamic, resümiert zum Messeschluss am Samstag, 27. Juni 2026: „Die Eurobike 2026 war genau das, was wir gemeinsam mit der Branche erwartet haben: eine Messe der Transformation. Dabei war die Internationalität der Besucher zu zwei Dritteln europäisch, zu einem Drittel außereuropäisch. Außerdem stieg die Qualität der Fachbesucher deutlich auf 71 Prozent Führungskräfte im Vergleich zu 2025 (58 %). Das gesamte Team und ich werden jetzt die kommenden Wochen nutzen, um an unserer Vision 2027, das heißt, klarer internationaler B2B-Fokus, kürzere Messedauer und den Umzug in den anderen Geländeteil, weiterzuarbeiten.“

Die Eurobike sorgte mit über 600 registrierten Medienschaffenden für eine große Reichweite, vor allem online und auf Social Media. Die Media- und Creator-Lounge in Halle 12 war ein zentraler Treffpunkt für internationale Influencer und Fachmedien. 

Die Bilanz aus Industrie und Handel fällt nach vier Messetagen positiv aus. Besonders hervorgehoben werden die hohe Qualität der Fachgespräche, internationale Geschäftskontakte, die mediale Aufmerksamkeit sowie der persönliche Austausch mit Vertretern entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Die 35. Eurobike findet mit einem Geländeumzug vom 1. bis 3. September 2027 auf der Messe Frankfurt statt. Info: www.eurobike.com. Quelle: Fairnamic / CM

E-Mobilität auf zwei Rädern

Wenn in Deutschland nach Beispielen für eine gelungene Mobilitätswende gesucht wird, wandert der Blick meist ins Ausland: Länder wie Norwegen und mit Einschränkungen auch China gelten dabei als Paradebeispiele für gelungene Förderung von E-Mobilität. Bei genauerem Hinsehen findet man jedoch auch hierzulande eine elektrifizierte Erfolgsgeschichte. 

Ein Blick auf den Radweg genügt: Dort rollen laut Schätzungen des Branchenverbands ZIV mittlerweile mehr als 17 Mio. E-Bikes über den Asphalt, das entspricht fast 20 %  der rund 90 Mio. Fahrräder auf deutschen Straßen. Zum Vergleich: Die Anzahl der zugelassenen Elektroautos hat im Mai die 2-Mio.-Marke geknackt, was einem Anteil von rund 4 % am Pkw-Bestand ausmacht.

Auch beim Absatz sind E-Bikes E-Autos (noch) deutlich voraus. Dieser hat sich in den vergangenen Jahren bei rund 2 Mio. pro Jahr eingependelt und dabei 2023 erstmals konventionelle Fahrräder überholt. Zum Vergleich wurden 2025 rund 545.000 reine Elektroautos zugelassen, was einem Marktanteil von rund 20 % entspricht. Allerdings wuchs der Absatz von E-Autos zuletzt deutlich stärker als der stagnierende E-Bike-Absatz, so dass davon auszugehen ist, dass auch im Pkw-Markt der Marktanteil von BEV weiter steigen wird.

Die deutsche Fahrradindustrie hat sich mittlerweile voll auf die große Beliebtheit von E-Bikes eingestellt. So wurden im vergangenen Jahr 1,28 Mio. E-Bikes und nur noch 658.000 konventionelle Fahrräder produziert. Dank der höheren Preise von E-Bikes konnte die Branche in den vergangenen Jahren deutlich höhere Umsätze vermelden als in Vor-Corona-Zeiten. Obwohl Ab- und Umsatz seit 2022 leicht rückläufig sind, lag der Gesamtwert von in Deutschland verkauften Fahrrädern und E-Bikes im vergangenen Jahr noch fast 50 % über dem Level von 2019. Ein Blick auf die durchschnittlichen Verkaufspreise erklärt den Umsatzsprung: Während normale Fahrräder im Schnitt für 500 Euro verkauft werden, liegt der Durchschnittspreis verkaufter E-Bikes bei mehr als 2.500 Euro. Quelle: Statista / CM

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