Hilton: Zweite Marke für Universitätsstädte 

Der US-Hotelkonzern Hilton baut sein Angebot im Bereich der Studentenhotellerie mit der Einführung von „Undergraduate by Hilton“ aus: Das ist eine neue Marke im gehobenen Mittelklassesegment, die sich an Städte mit Hochschulen und Universitäten richtet. 

Undergraduate positioniert sich als preisgünstigere Alternative zu Graduate, der gehobenen Marke, die Hilton 2024 übernommen hat. Die Marke ist darauf ausgelegt, ein breiteres Spektrum an Campus-nahen Destinationen als Graduate zu erschließen und nutzt ein Entwicklungsmodell, das sowohl Neubauten als auch Umbauten ermöglicht. 

Zu den wichtigsten Merkmalen der Undergraduate-Hotels gehören Gemeinschaftsbereiche, ein ganztägig geöffnetes Gastronomieangebot und flexible Zimmeraufteilungen mit separaten Arbeitsbereichen und flexiblem Stauraum. Hilton schätzt das langfristige Potenzial der Marke auf 400 bis 500 Hotels. Die Eröffnung des ersten Undergraduate-Hotels ist für 2027 geplant. Quelle: Hilton / CM

Verbesserte US-Hotelprognose für 2026 

CoStar, die Muttergesellschaft des Hotelanalyseunternehmens STR, und Tourism Economics haben ihre gemeinsamen US-Hotelprognosen für 2026 und 2027 nach oben korrigiert. Grund dafür ist die zu Jahresbeginn stärker als erwartet ausgefallene Nachfrage von Gruppen und Individualreisenden, 

Die Analysten prognostizieren nun ein jährliches Wachstum des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) in den USA von 2,8 % im Jahr 2026 und 1,6 % im Jahr 2027. Dies entspricht einer Steigerung von 1 bzw. 0,2 Prozentpunkten gegenüber den vorherigen Prognosen. Dieses Wachstum wird maßgeblich durch den durchschnittlichen Tagespreis getragen, der voraussichtlich um 2 % im Jahr 2026 und um 1,4 % im Jahr 2027 steigen wird. Die Auslastung soll 2026 um 0,5 Prozentpunkte zunehmen; zuvor war ein Rückgang prognostiziert worden.

„Seit unserer letzten Überarbeitung hat die Branche ein anhaltendes Leistungswachstum verzeichnet, wobei die Zimmernachfrage in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 8 Millionen Übernachtungen gestiegen ist“, sagte Jan Freitag, National Director of Hospitality Analytics der CoStar Group. Auf dem Internationalen Hotelinvestitionsforum der New York University am Montag, 01. Juni 2026, erklärte Freitag, die US-Hotelbranche verzeichne derzeit ein „breit gestreutes Nachfragewachstum, insbesondere im mittleren Preissegment – ​​also gehobene, gehobene Mittelklasse und Mittelklasse“. Dies markiere eine Abkehr von den letzten Jahren, in denen sich das Nachfragewachstum in den USA hauptsächlich auf das Luxus- und gehobene Segment konzentriert habe.

„Wir gehen davon aus, dass sich die Entwicklung in diesem Jahr deutlich vom Vorjahr abhebt und die Zimmernachfrage weiter steigen wird, was uns eine gewisse Preissetzungsmacht verschafft“, so Freitag weiter. Trotzdem merkte er an, dass die „soliden“ Zuwächse bei der durchschnittlichen Zimmerrate (ADR) und dem Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) nicht mit der Inflationsrate Schritt halten könnten.

Adam Sacks, Präsident von Tourism Economics, erklärte auf der NYU-Konferenz, die US-Hotelbranche stehe vor einem Wechselspiel aus positiven und negativen Einflüssen. Als negative Einflüsse nannte er die hohen Benzinpreise, die historisch niedrige Konsumstimmung und den „Einbruch des internationalen Reiseverkehrs“, insbesondere von kanadischen Besuchern.

Sacks argumentierte, dass die Widerstandsfähigkeit der Konsumausgaben durch einen robusten US-Arbeitsmarkt gestützt werde, auf dem im April über 100.000 neue Stellen geschaffen wurden, nach 185.000 im März, sowie durch „sehr solide“ Haushaltsbilanzen. Er merkte außerdem an, dass der reale Konsum trotz des stark gesunkenen Konsumklimas weiter gewachsen sei, was auf eine Entkopplung zwischen der Stimmung der Verbraucher und ihrem Ausgabeverhalten hindeute.

„Trotz der aktuellen Turbulenzen gehen wir davon aus, dass sich die positiven Faktoren durchsetzen werden“, sagte Sacks. Quelle:  CoStar / CM

REVO Hospitality ist Geschichte

Das Portfolio des insolventen Revo-Hotels wird auf Mehrre Investoren aufgeteilt. Fünf internationale Investoren und Hotelgruppen übernehmen 120 Hotels. 450 Beschäftigte der Revo Hospitality-Zentrale wurden gekündigt. 

Die Revo Hospitality Group (ehemals HR Group), einer der größten Hotelbetreiber Europas, hatte Mitte Januar 2026 für rund 175 ihrer Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Charlottenburg angemeldet. Ursachen waren die rasante Expansion seit 2020 (von 51 auf rund 250 Hotels). Das führte u.a. zu Doppelstrukturen, hohen Integrationskosten sowie Liquiditätsengpässen, verschärft durch gestiegene Energie-, Miet- und Personalkosten. Anfang April 2026 wurden die Insolvenzverfahren für 175 Hotels offiziell eröffnet. Gebuchte Übernachtungen sollen ihre Gültigkeit behalten haben. Einige wenige Ausnahmen (wie Schließungen in Frankfurt und auf Rügen) gab es jedoch.

Nun also ist das Unternehmen Revo Hospitality (Sitz in Berlin)  zerschlagen, einer der größten europäischen Multibrand-Hotelbetreibers, dessen Gründer Ruslan Husry noch im Oktober 2025 von einer weiteren Mega-Expansion in Europa sprach. Angeblich sollen die Namen der fünf Bieter in den nächsten Tagen bekannt werden. Laut „hospitalityInside“ soll  derindische Betreiber OYO – unter dem neuen Namen Prims – viele der vormaligen Revo- Hotels bekommen.

45 Hotels respektive Hotelbetriebsverträge wurden bereits verkauft. Für weitere zehn Hotelbetriebsverträge wird noch eine konkrete Lösung gesucht, heißt es in der aktuellen Medienmitteilung der Insolvzanwälte. 

Die Revo-Verwaltung samt ihrer Service-Funktionen existiert nun nicht mehr. Während 450 Mitarbeitende ihren Job verlieren, sollen die meisten der ca. 5.450 Beschäftigten jener Hotels, die das Insolvenzverfahren verlassen, werden vom neuen Betreiber übernommen werden. Yvonne Brabant (Chief Asset Officer) und Harry Lang (Interim CFO Advisory) haben das Management des Unternehmen verlassen. Noch an Bord sein sollen Sabine Dorn (Chief Transformation Officer), Björn Weidner (Chief Legal Officer) und Robert K. Kennedy (verantwortlicher Managing Director Strategy.)

Zum jeweilig angebotenen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, so die Pressemitteilung. Die nicht in Insolvenz befindlichen Hotels in der Schweiz, Tschechien, Italien und Frankreich werden weiterhin normal betrieben. Quelle: hospitalityinside / CM