„Haifischhaut“ für Lufthansa-Jets

Ein A330 von Discover Airlines wird als erstes Airbus-Flugzeug weltweit mit der innovativen Technologie AeroSHARK „Haifischhaut“ ausgestattet. Zunächst zur Flugerprobung – Lufthansa Technik hat Ende August die finale Phase für die ergänzende Musterzulassung ihres widerstandsreduzierenden Oberflächenfilms für den Airbus A330-200 und -300 gestartet. Vor und nach der Modifikation bei den Elbe Flugzeugwerken am Standort Dresden absolviert der Langstreckenjet von Discover Airlines über mehrere Wochen Testflüge.

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen Mastercard und der Lufthansa Group treiben beide Unternehmen gemeinsam Innovationen voran, die zu einer effizienteren und nachhaltigeren Luftfahrt beitragen sollen.

Die von Lufthansa Technik und Surventis (ehemals BASF Coatings) entwickelte AeroSHARK-Technologie basiert auf der Struktur der Haifischhaut. Die spezielle Oberflächenfolie nach dem Vorbild der Natur reduziert den Luftwiderstand während des Flugs und senkt dadurch den Treibstoffverbrauch sowie die CO₂-Emissionen. AeroSHARK ist die einzige für die kommerzielle Luftfahrt zugelassene sogenannte Riblet-Technologie auf dem Markt – aktuell zertifiziert für die Boeing 777F, die B777-300ER und die B777-200ER. Mit dem Airbus A330 steht nach der bereits zertifizierten Anwendung auf der Tripleseven das weltweit am zweithäufigsten ausgelieferte Flugzeugmuster für Langstrecken im Fokus des Zertifizierungsprozesses.

Für die ergänzende Musterzulassung (Supplemental Type Certificate, kurz: STC) von AeroSHARK auf dem A330-300 und -200 durchläuft Lufthansa Technik das entsprechende Verfahren der European Union Aviation Safety Agency. Dazu gehören umfangreiche technische Nachweise, Tests am Boden und in der Luft sowie finale Praxisnachweise im Flugbetrieb. Neben der aktuell angestrebten Zulassung für den A330ceo arbeiten Lufthansa Technik und Surventis derzeit auch daran, AeroSHARK in der nächsten Materialgeneration auf zusätzliche Flugzeugflächen wie Tragflächen und Leitwerke auszuweiten. Dadurch könnte sich das Einsparpotenzial verdoppeln. 

AeroSHARK ist ein funktionaler Oberflächenfilm mit mikroskopisch feinen Rillenstrukturen nach dem Vorbild der Haifischhaut. Die Haut von Haien weist feine in Strömungsrichtung ausgerichtete Rillen auf, sogenannte Riblets. Sie reduzieren den Reibungswiderstand und verbessern die Strömungseigenschaften im Wasser. Diesen Effekt überträgt AeroSHARK auf die Luftfahrt: Der Oberflächenfilm verfügt über Riblets von nur etwa 50 Mikrometern Höhe, die präzise entlang des Luftstroms ausgerichtet sind. Er wird an Rumpf und Triebwerksverkleidung eines Flugzeugs aufgebracht und verringert den Luftwiderstand während des Flugs. Die Technologie reduziert Treibstoffverbrauch und CO₂-Emissionen bei jedem Flug – aktuell um circa 1 Prozent.

Stand August 2026 hat die Lufthansa Group bereits 22 Flugzeuge mit AeroSHARK ausgestattet. Täglich spart die AeroSHARK-Flotte der Lufthansa Group rund 19 Tonnen Kerosin und etwa 60 Tonnen CO₂ ein. Auch Fluggesellschaften außerhalb der Lufthansa Group setzen die innovative Folie bereits ein und steigern damit die Treibstoffeffizienz ihrer Langstreckenflugzeuge. Quelle: Lufthansa / CM

Panne beeinträchtigt Luftfahrt nach und ab Großbritannien

Eine technische Panne bei der britischen Flugsicherung hat am Dienstag (08. September 2026) den Flugverkehr in Vereinigten Königreich (UK) massiv beeinträchtigt. Nahezu Über 2.000 Flüge wurden bis jetzt gestrichen, Zehntausende Passagiere waren betroffen, so die BBC. Auch am Mittwoch müssen Reisende mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.  

Auslöser der Probleme war eine Störung im System zur Verarbeitung von Flugdaten beim britischen Flugsicherungsdienst NATS. Das System verarbeitet u.a. Flugpläne und stellt den Fluglotsen laufend aktualisierte Informationen über die Flugbewegungen im britischen Luftraum zur Verfügung.

Nach Angaben des Luftfahrt-Analysedienstleisters Cirium wurden am Dienstag mehr als 1.750 Flüge gestrichen, am Mittwochmorgen fielen weitere 153 aus.

Nats-Unternehmenschef Martin Rolfe entschuldigte sich und kündigte eine umfassende Untersuchung an, nachdem das Unternehmen eingeräumt hatte, dass die Behebung des Problems „länger als erhofft“ gedauert habe.

Großbritanniens Außenminister Ed Miliband bezeichnete den Ausfall als „inakzeptabel“, und Verkehrsministerin Heidi Alexander hat Rolfe zu einem Gespräch einbestellt, um den Vorfall zu erläutern. Alexander wird sich heute (Mittwoch, 10. September 2026)  vor dem Unterhaus äußern; dabei wird erwartet, dass sie klarstellt, dass ein Cyberangriff nicht die Ursache der Störung war.

Fluggästen wird geraten, sich weiterhin bei ihren Fluggesellschaften über den Status ihrer Flüge zu informieren, da es voraussichtlich mehrere Tage dauern wird, bis der Flugbetrieb wieder vollständig normal läuft.

Der Flughafen Heathrow teilte mit, Passagiere sollten nur dann zum Airport anreisen, wenn ihr Flug tatsächlich stattfindet.

Da nur wenige Flugzeuge starten konnten, waren auch die Landemöglichkeiten eingeschränkt, was dazu führte, dass einige Flüge von ausländischen Flughäfen aus nicht abheben konnten.

Die Störung betraf das gesamte Vereinigte Königreich und darüber hinaus auch Flughäfen in Irland. Am übelsten traf es laut FlightRadar24 London-Heathrow, Gatwick, Manchester und Birmingham. In Heathrow, einem der verkehrsreichsten Flughäfen Europas, wurde der Abflugbetrieb am Dienstagmittag zunächst eingestellt. Der Flugverkehr wurde zwar wieder aufgenommen, kam am Nachmittag jedoch erneut ins Stocken. Berichten zufolge fehlte es am Dienstagnachmittag an Stellflächen für ankommende Maschinen, da keine Flugzeuge starteten; 13 Flüge mit Ziel Heathrow wurden zu anderen Flughäfen in Großbritannien und Festlands-Europa umgeleitet.

EasyJet strich 200 Flüge, British Airways mehr als 100. Ryanair meldete am Dienstag, dass sich die Reise von mehr als 65.000 Passagieren um bis zu acht Stunden verzögert habe. Auch mehrere Verbindungen zwischen Deutschland bzw. der  Schweiz und Großbritannien fielen der Störung zum Opfer.

Ein Sprecher von Heathrow erklärte am Mittwoch, der Betrieb erhole sich allmählich. „Der Flugbetrieb läuft heute, aber wir rechnen mit Folgewirkungen, während Flugzeuge und Besatzungen neu positioniert werden.“ Ein Sprecher des Flughafens Gatwick teilte mit: „Der Flugbetrieb ab London Gatwick ist wieder angelaufen. Wir gehen jedoch davon aus, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis sich der Betrieb vollständig normalisiert hat.“ Ein Sprecher des Belfast City Airport erklärte, der Großteil der Flüge von und zu diesem Flughafen finde planmäßig statt, doch könne es bei einer kleinen Anzahl von Flügen aufgrund von „Folgewirkungen“ zu Störungen kommen.

Zahlreiche Flugzeuge und Crews befinden sich nach den Ausfällen nicht an den vorgesehenen Standorten. Zudem hat sich an den Flughäfen ein erheblicher Rückstau gebildet.

(Geschäfts)Reisende mit Flügen von und nach Grossbritannien sollten am Mittwoch vor der Fahrt zum Flughafen unbedingt den aktuellen Status ihrer Verbindung bei der jeweiligen Airline überprüfen. Quelle: BBC / CM

Swiss fliegt wieder nach Dubai, trotz unsicherer Lage

Die Lufthansa-Tochter Swiss verbindet ab 27. Oktober 2026 Zürich wieder täglich mit Dubai und nimmt die Metropole am Arabischen Golf damit erneut in ihren regulären Flugplan auf. Wer keine Angst vor iranischen Raketen und Drohnen hat, für den mag das ein interessantes Angebot sein.

Die Sicherheitslage in der Region ist volatil; es kommt trotz der im Juni 2026 zwischen den USA und Iran unterzeichneten Absichtserklärung zur Beendigung der militärischen Auseinandersetzung wieder vermehrt zu militärischen Schlägen gegen Ziele in der Region. Das Risiko der Ausweitung der Kampfhandlungen sowie Sperrungen des Flugverkehrs bleibt bestehen, auch für die Vereinigten Arabischen Emirate. Zudem besteht eine erhöhte abstrakte Gefährdung für terroristische Anschläge unvermindert fort. Deutsche Geschäftsreisende aber auch Urlauber und sonstige Touristen sollten sich auf jeden Fall in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts registrieren. Sie und Mobilitätsmanager sollten zudem regelmäßig prüfen, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Dies gilt insbesondere, wenn Sie zwischenzeitlich in ein anderes Land gereist sind.

Die Swiss-Verbindung unter der Flugnummer LX242/243 wird im Winterflugplan überwiegend mit älteren Airbus A340-300 durchgeführt, die u.a. eine Premium Economy Class bieten. Die ursprünglich zum Start des Winterflugplans am 25. und 26. Oktober vorgesehenen Flüge können aus operativen Gründen nicht durchgeführt werden.

In einer Mitteilung schreibt Swiss, die Airline beobachte die Lage weiterhin aufmerksam und prüfe sie laufend gemeinsam mit den zuständigen Behörden in der Schweiz und vor Ort sowie in Abstimmung mit der Lufthansa Group. Quelle: Swiss / CM

Ryanair kritisiert fehlerhafte Passautomaten

Ryanair hat die Entscheidung der Europäischen Kommission scharf kritisiert, die sommerlichen Erleichterungen bei den vollständigen biometrischen Passkontrollen im Rahmen des sogenannten Ein-/Ausreisesystems (EES) der EU zu beenden.  Das Europäische Einreise-/Ausreisesystem (EES) ist ein digitales IT-System der Europäischen Union zur automatischen Erfassung von Ein- und Ausreisen von Reisenden aus Nicht-EU-Staaten.

Der Irische Billigcarrier bemängelt, dass weiterhin technische Probleme an den Automaten sowie Personalmangel das System beeinträchtigen und an Flughäfen in ganz Europa zu langen, unvorhersehbaren Wartezeiten führen.

Das EES löst das bisherige Verfahren ab, bei dem Reisepässe gestempelt wurden, um sicherzustellen, dass Staatsangehörige von „Drittstaaten“ ihren zulässigen Aufenthalt in der Europäischen Union nicht überschreiten. Reisende aus Nicht-EU-Staaten, die von außerhalb des Schengen-Raums einreisen, müssen nun ihre biometrischen Daten – wie Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto – an Selbstbedienungsautomaten erfassen lassen.

Das System wurde zunächst Ende letzten Jahres an einigen wenigen Flughäfen eingeführt; am 31. März stellten dann alle europäischen Flughäfen auf das EES um. Bereits zu diesem Zeitpunkt gestattete die Europäische Kommission den einzelnen Regierungen jedoch, das EES auszusetzen, falls die Wartezeiten an der Grenze viel zu lang werden sollten.

Diese Ausnahmeregelung sollte eigentlich im April auslaufen, doch nach nur wenigen Tagen entschied die Kommission, eine kurzzeitige Aussetzung des EES während des gesamten Sommers zu erlauben, um ein Chaos an den Flughäfen des Kontinents zu verhindern. Am 06. September endete diese Übergangsregelung; es wird erwartet, dass nun alle Flughäfen das EES vollumfänglich nutzen.

Das Problem dabei ist laut Ryanair, dass fehlerhafte Selbstbedienungsterminals (Kioske) nach wie vor ein großes Hindernis darstellen. Dies führt dazu, dass Reisende aus Drittstaaten weiterhin lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, um ihre biometrischen Daten zu erfassen und anschließend die regulären Einreise- und Passkontrollen zu durchlaufen.

In einigen Ländern wurde Reisenden aus Drittstaaten zwar die Nutzung von E-Gates gestattet, um die Abfertigung zu beschleunigen, doch andere Regierungen haben sich geweigert, diese Gates für Passinhaber aus Nicht-EU-Staaten zu öffnen. Infolgedessen kommt es aufgrund von Personalmangel zu einer weiteren langen Wartezeit, bis evtl. ein Grenzbeamter für die Kontrolle zur Verfügung steht.

„Der Umgang der EU mit dem EES war von Anfang bis Ende ein einziges Desaster“, kritisierte Neal McMahon, Chief Operating Officer von Ryanair, am Dienstag scharf. „Airlines , Flughäfen und Grenzbehörden haben Brüssel wiederholt gewarnt, dass das System noch nicht einsatzbereit sei, die Abfertigungszeiten steigen würden und es zu übermäßigen Warteschlangen für die Passagiere kommen würde.“ „Die Passagiere sollten nicht den Preis für die gescheiterte Einführung des EES durch die EU zahlen müssen“, fügte McMahon hinzu.

Ryanair fordert die Europäische Kommission auf, die Übergangsregelungen für das EES (Einreise-/Ausreisesystem) bis mindestens April 2027 zu verlängern. Dies soll Zeit verschaffen, um biometrische Selbstbedienungsterminals zu reparieren, den Zugang zu E-Gates zu ermöglichen und Personalengpässe zu beheben. Im Laufe dieses Sommers überstiegen die Wartezeiten an einigen Flughäfen vier Stunden – auch wenn die Möglichkeit, biometrische Kontrollen vorübergehend auszusetzen, dazu beitrug, das von Ryanair und anderen Fluggesellschaften europaweit befürchtete Chaos zu verhindern.

Die EES-Vorschriften gelten für Staatsangehörige von Drittstaaten; dazu zählen im Wesentlichen alle Personen, die weder Staatsbürger eines EU-Mitgliedstaats noch Staatsbürger von Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz sind. Das bedeutet: Wer  z.B. Staatsangehöriger der USA, Kanadas, dem Vereinigten Königreich oder Australien ist, für den/die gelten die EES-Regelungen. Das heißt, Jedes Mal, wenn ein Drittstaatsangehöriger in die EU einreist, müssen seine biometrischen Daten an einem Selbstbedienungsterminal erfasst werden. Das Terminal fordert in der Regel entweder ein Foto des Gesichts oder die Fingerabdrücke des Reisenden an. In einigen Fällen werden sowohl ein Gesichtsfoto als auch Fingerabdrücke gespeichert. Nach der Erfassung der biometrischen Daten muss sich der Reisende anstellen, um von einem Grenzbeamten überprüft zu werden; dieser entscheidet abschließend über die Einreiseerlaubnis.

Mehr Sicherheit für Europa. Das Einreise-/Ausreisesystem (EES) soll die Grenzsicherheit in ganz Europa erheblich verbessern. Anstatt getrennter Computersysteme nutzen nun alle EU-Länder ein gemeinsames System zur Erfassung der Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen. Dadurch sollen Grenzbeamte in der Lage sein, Personen, die sich länger als erlaubt im Schengen-Raum aufhalten, sowie Straftäter schneller zu identifizieren und deren Einreise in die EU zu verhindern.

Warum verursacht das EES so viele Verzögerungen? Es gibt zwei Gründe, warum das EES an den Grenzkontrollstellen zu sehr langen Warteschlangen führt. Erstens kann der Prozess der biometrischen Erfassung einige Zeit in Anspruch nehmen, und an einigen Flughäfen gibt es schlichtweg nicht genügend automatisierte Terminals, um alle Reisenden zu Spitzenzeiten abzufertigen. Zweitens müssen sich die Passagiere weiterhin anstellen, um von einem Grenzbeamten kontrolliert zu werden.

Können Drittstaatsangehörige E-Gates nutzen? Dies hängt davon ab, aus welchem ​​Land Sie in die Europäische Union einreisen. Einige nationale Regierungen haben die Nutzung von E-Gates auch für Drittstaatsangehörige freigegeben, sofern deren biometrische Daten bereits registriert wurden. Andere Länder beschränken die Nutzung von E-Gates jedoch weiterhin auf EU-Bürger. Quelle: Ryanair / CM

Französische Easyjet-Piloten streiken

Bei der britischen Billigfluggesellschaft Easyjet drohen Mitte September Flugausfälle. Die Pilotengewerkschaft SNPL hat die in Frankreich stationierten Piloten der LC-Airline zu einem Streik vom 13. September ab 04.59 Uhr bis zum 14. September 2026 um 23.59 Uhr aufgerufen. Betroffen sein könnten zahlreiche Flüge von und zu französischen Flughäfen.

Hintergrund des Arbeitskampfs ist laut SNPL die mangelnde Stabilität der Dienstpläne. Die Gewerkschaft kritisiert häufige und kurzfristige Änderungen, die teilweise noch am Tag vor einem Einsatz erfolgten. In Extremfällen werde ein einzelner Arbeitstag innerhalb kurzer Zeit mehrfach umgeplant. Dies erschwere die Planung des Privatlebens und beeinträchtige die Erholungszeiten der Piloten.

Der angekündigte Pilotenstreik folgt auf einen Arbeitskampf des französischen Easyjet-Kabinenpersonals. Am 15. und 16. August wurden laut dem Fachportal „Air Journal“ fast 100 Flüge ab Frankreich gestrichen. Anfang September erzielten Easyjet und mehrere Kabinenpersonalgewerkschaften schließlich eine Einigung. Quelle: SNPL / CM

Emirates Premium-Economy auf neuem Niveau 

Mit der Einführung des weltweit ersten elektrisch verstellbaren Premium-Economy-Sitzes, der über eine bis zur vollen Sitzhöhe ausfahrbare Sichtschutzwand zwischen den einzelnen Plätzen verfügt.. läutet die Fluglinie aus Dubai ein neues Zeitalter des besonders komfortablen Reisens in der „Zwischenklasse“ ein. Letztere nutzen vor allem Firmenkunden bzw. Geschäftsreisende. . 

Der neue Sitz, der erstmals in den neu ausgelieferten Airbus A350-Maschinen zum Einsatz kommt, verbindet branchenführende Innovation mit gesteigertem Komfort. Die neuen Sitze sind in der Premium-Economy-Kabine des A350 in einer großzügigen 2-3-2-Konfiguration mit insgesamt nur 28 Plätzen angeordnet. Die elektrische Sichtschutzwand lässt sich bis zur vollen Höhe des Sitzes ausfahren – eine weltweite Neuheit in der Premium-Economy-Klasse. Die Sitze sind 20 Zoll (ca. 51 cm) breit und bieten im A350 einen Sitzabstand von bis zu 39 Zoll (ca. 99 cm). Zudem lassen sie sich in eine bequeme Liegeposition (Cradle-Position) verstellen, ohne den Platz in der dahinterliegenden Reihe zu beeinträchtigen, sodass die Passagiere an Bord entspannt ruhen oder schlafen können.

Neue Top-Premium Economy von Emirates

Funktionsweise. Über die Sitzsteuerung können die Fluggäste die Trennwand mühelos anheben oder absenken und in der gewünschten Position arretieren. So entsteht eine privatere, persönliche Atmosphäre, die zum Entspannen, Essen oder Arbeiten während des Flugs einlädt. Bei diesem neuen Sitzmodell lässt sich zudem die bevorzugte Sitzposition per Knopfdruck über die integrierte Bedieneinheit (Passenger Control Unit) anpassen, wobei spezielle Einstellungen wie „Lounge-Modus“ und „Essens-Modus“ zur Verfügung stehen.

Ergonomischer Komfort in der Premium Economy. Der Komfort wurde durch die Einführung der „U-Dream“-Kopfstütze von Safran Seats weiter gesteigert. Die aus Leder gefertigte, neu gestaltete Kopfstütze bietet eine hervorragende Stützung für Nacken und Kopf; zudem lassen sich die Seitenteile in verschiedene Positionen verstellen, um individuellen Komfort zu gewährleisten. Eine manuell ausfahrbare Leder-Fußstütze sorgt für zusätzliche Entspannung und beugt müden Beinen vor.

Stromversorgung für eigene Geräte. Erstmals wird in der Premium Economy auch kabelloses Laden angeboten, sodass Fluggäste ihre kompatiblen Geräte während des gesamten Fluges bequem aufladen können. Jeder Sitz verfügt zudem über einen USB-C-Ladeanschluss sowie einen praktischen Klapptisch mit integrierter Handyhalterung, wodurch sich das eigene Gerät während der Mahlzeiten oder der Unterhaltung mühelos in einen praktischen zweiten Bildschirm verwandeln lässt.

Hochauflösendes Inflight-Entertainment und neue Flugzeugkameras. Fluggäste können das „ice“-Unterhaltungssystem auf einem 13,3-Zoll-4K-HDR-Touchscreen genießen, der eine beeindruckende Bildqualität und eine äußerst reaktionsschnelle Navigation bietet. In den neu ausgelieferten A350 profitieren Passagiere zudem von erweiterten Kameraansichten: Zu den bereits vorhandenen Kameras, die nach vorne und unten gerichtet sind, kommen neue Außenperspektiven (links und rechts) hinzu.

Premium Economy neu definiert. Inspiriert durch die Business Class setzt die Premium Economy von Emirates neue Maßstäbe in dieser Kategorie und bietet ein Niveau an Komfort, Privatsphäre und Raffinesse, das mit den Business-Class-Kabinen vieler anderer Fluggesellschaften konkurrieren kann. Die Kabine vereint großzügige Sitze, viel Beinfreiheit, gehobene Kulinarik und erstklassige Unterhaltung zu einem besonderen Reiseerlebnis. Quelle Emirates / CM

United- App ermöglicht Passagieren, sich bei Flugstörungen selbst auf die Warteliste (Standby) setzen zu lassen

United Airlines hat soeben eine neue Funktion in ihrer App eingeführt, die das Reisen für Mitarbeitende (die oft auf Standby-Basis fliegen) noch schwieriger machen dürfte: Bei Flugstörungen können reguläre Passagiere sich nun für bis zu drei weitere Flüge auf die Warteliste setzen lassen, während sie gleichzeitig ihren bestätigten Sitzplatz für einen vierten Flug behalten.

Wird ein Flug gestrichen oder stark verspätet, bucht United Airlines die Passagiere automatisch auf den nächsten verfügbaren Flug um. Doch was, wenn der nächste Flug erst in einigen Stunden startet und man dringend an sein Ziel gelangen möchte?

Die neue Funktion erlaubt es umgebuchten Passagieren, ihren bestätigten Sitzplatz zu behalten und sich gleichzeitig für bis zu drei alternative Flüge auf die Warteliste setzen zu lassen. Die United-App überwacht daraufhin automatisch die Sitzplatzverfügbarkeit auf diesen Flügen und benachrichtigt den Passagier per SMS, sobald ein Platz frei wird.

Man kann dann entscheiden, ob man auf den früheren Flug wechselt oder den Sitzplatz auf der Verbindung behält, auf die United einen ursprünglich automatisch umgebucht hatte.

„Bei Flugstörungen können Kunden ihre bestätigte Reiseplanung beibehalten und sich für drei zusätzliche Flüge auf die Warteliste setzen lassen“, erklärte Jennifer Schwierzke, Vice President of Customer Operations, Strategy & Execution bei United.

Für United-Beschäftigte, die im Rahmen von Vergünstigungen (sogenannte „Non-Rev“-Reisen) fliegen und in letzter Minute noch einen Platz ergattern wollen, könnte diese neue Funktion die Situation weiter erschweren. Stellen Sie sich vor, Sie sind als Mitarbeiter auf Reisen und sehen, dass auf einem ansonsten ausgebuchten Flug ein Platz frei wird – nachdem Sie zuvor bereits bei mehreren anderen Flügen wegen Überbuchung abgewiesen wurden. Sie glauben, endlich an Bord gehen zu können, doch dann – schwupps – ist der Platz weg, weil ein anderer Passagier gerade von seiner Standby-Liste auf diesen Flug gewechselt ist. Natürlich ist das Reisen auf Mitarbeiterbasis nichts für schwache Nerven, auch wenn das Unterfangen zweifellos immer schwieriger wird.

Die Fluggesellschaft hat zudem kürzlich ein „virtuelles Gate“ in ihre App integriert, um dem Ärgernis  jener  Passagieren, die sich schon vorzeitig am Gate in eie vorhergehende Gruppe drängeln – entgegenzuwirken. Anstatt am Gate darauf zu warten, wann die eigene Boarding-Gruppe aufgerufen wird, sendet das virtuelle Gate Echtzeit-Updates auf das Mobiltelefon: Man erfährt, welche Gruppe gerade an der Reihe ist, und sieht anhand einer Fortschrittsanzeige, wie viele Passagiere bereits an Bord gegangen sind. Quelle: United / CM

Emirates und Lufthansa verweigern Abnahme der ersten B 777-X

Boeing bekommt Ärger mit Lufthansa und Emirates. Beide Carrier weigern sich, die allerersten, bereits vor Jahren (zwischen 2019 und 2021) von Boeing gebauten Exemplare der Boeing 777X (777-9) abzunehmen. Die Riesenjets und Nachfolger der Jumbos B 747 wurden auf Basis von Planungen aus der Vorkrisen- und Frühphase gebaut. Durch jahrelange Modifikationen während der Testphase hinken sie dem finalen Serienstandard hinterher

Wegen der jahrelangen Verzögerungen und Zertifizierungsprobleme wären diese sogenannten „Early-Build“-Maschinen bei einer Übergabe bereits rund acht Jahre alt, müssten aufwendig umgebaut werden und entsprechen nicht mehr dem aktuellen technischen Standard, betonen Emirates-Chef Sir Tim Clark und Lufthansa-Boss Carsten Spohr. Clark lehnt die ersten zehn Jets scharf ab. Die Lufthansa verhandelt über den Ausschluss dieser gealterten Versionen oder verlangt umfangreiche Nachbesserungen sowie finanzielle Nachlässe.

Emirates hat insgesamt 270 Einheiten der B 777-X-Familie bei Boeing bestellt. Damit ist die Airline aus Dubai mit Abstand der größte Kunde für diesen Flugzeugtyp. Lufthansa hat 27 in Auftrag gegeben. Die Order teilt sich in zwei Varianten auf: 20 Maschinen des Passagiermodells B 777-9 (plus Optionen für weitere 24 Jets) und sieben Jets der Frachtversion B 777-8F für die Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo. Jetzt wollen beide Airlines  die ersten Modelle dieser vor Jahren fix und fertig produzierten Tripleseven nicht abnehmen.  

Emirates-Chef Sir Tim Clark betonte, das Design der B 777-X habe über die Jahre einfach zu viele wesentliche Änderungen erfahren, wobei unter Design nicht das optische Aussehen der Jets gemeint ist, sondern die technische Ausstattung.  

Auch Lufthansa CEO Carsten Spohr ist nicht begeistert. In einem Analysten-Gespräch am 04. August sagte Spohr, die LH führe derzeit Gespräche mi Boeing darüber, welche dieser Jets er für den kommerziellen Flugbetrieb nicht akzeptieren werde und welche vielleicht noch auf den aktuellen Stand gebracht werden können. Dazu müsse der Hersteller aber seinen finanziellen Beitrag leisten. 

Im Mai hob die erste für die Lufthansa bestimmte B 777-X mit der Seriennummer 1781 in Everett ab . Sie soll das Kennzeichen D-ABTG. Erhalten. Zwischen D-ABTA und D-ABTG liegen fünf weitere Kennungen, die auf B, C, D, E und F enden. Quelle: Emirates / Lufthansa / CM

Condor und Qantas sind jetzt Partner

Das deutsche Luftfahrtunternehmen Condor und die australische Fluggesellschaft Qantas starten eine neue Partnerschaft. Zusammen schaffen sie zusätzliche Reisemöglichkeiten zwischen Australien und Neuseeland sowie Europa und darüber hinaus. 

Im Rahmen der Zusammenarbeit können Mitglieder des Qantas Frequent Flyer Programms ihre Qantas Points ab sofort für Prämienflüge mit Condor einlösen. Neben der Zusammenarbeit im Frequent Flyer Programm umfasst die Kooperation auch eine Interline Partnerschaft, die die Streckennetze von Condor und Qantas miteinander verbindet. An wichtigen internationalen Drehkreuzen wie Bangkok, Johannesburg, Los Angeles, San Francisco, New York, Vancouver, Paris und Rom überschneiden sich die Netzwerke beider Airlines. Dadurch entstehen z.B. für Geschäftsreisende zusätzliche Reisemöglichkeiten zwischen Australien und Neuseeland sowie Europa und darüber hinaus. Auf durchgehend gebuchten Verbindungen kann das Gepäck bequem bis zum Zielflughafen durchgecheckt werden.

Condor ist jetzt Partner der Qantas. Foto: Condor

Qantas Frequent Flyer erhalten durch die Partnerschaft Zugang zu Prämienflügen im Condor Streckennetz. Condor fliegt zu mehr als 90 Zielen in Europa, im Mittelmeerraum, in Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik. Über internationale Umsteigepunkte können Reisende aus Australien und Neuseeland das Condor Netzwerk erreichen und ihre Reise zu zahlreichen Zielen fortsetzen.

Die neue Zusammenarbeit mit Qantas ist Teil des kontinuierlichen Ausbaus des internationalen Partnernetzwerks von Condor. Seit Beginn dieses Jahres hat Condor Interline Vereinbarungen mit Etihad Airways, EVA Air, Saudia, Air Astana, Japan Airlines, Hainan Airlines, Cathay Pacific, Uzbekistan Airways und Qantas Airways geschlossen. Auch die Zusammenarbeit mit Thai Airways startet zum 01. September 2026.  

Durch die neuen Partnerschaften verknüpft Condor das eigene Streckennetz noch stärker mit wichtigen internationalen Märkten und Destinationen in Asien, Australien, Neuseeland und dem Nahen Osten. Quelle: Condor / CM

Neues Parkhaus P8 am Flughafen München 

Am Flughafen München steht ab sofort (01.09.2026) das neue Parkhaus P8 für (Geschäfts)Reisende zur Verfügung. Das P8 bietet rund 3.700 Stellplätze und liegt direkt zwischen Terminal 1 und Terminal 2, die in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar sind. Wer seinen Stellplatz vorab online bucht, profitiert dabei von günstigeren Parktarifen und einer komfortablen Einfahrt: Bei Angabe des Fahrzeugkennzeichens erkennt die moderne Kennzeichenerfassung das Fahrzeug automatisch und ermöglicht eine berührungslose Ein- und Ausfahrt.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit kann das neue P8 punkten: Auf dem Retentionsdach wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.378 Kilowattpeak installiert. Die PV-Anlage wird mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge kombiniert; im ersten Schritt entstehen bis zu 50 neue Ladepunkte Das Dach kann Niederschlagswasser aufnehmen und über Verdunstung wieder an die Atmosphäre abgeben. Zudem stehen Stellplätze für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Eine intelligente Systemsteuerung und energieeffiziente LED-Beleuchtung tragen dazu bei, den Energieverbrauch des Parkhauses zu reduzieren.

V.l.: Jens Arndt, Leiter Real Estate der Flughafen München GmbH; Maria Dahlhaus, Leiterin Commercial Activities der Flughafen München GmbH; Johann Bögl, Vorsitzender Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl.

Das P8 ersetzt ein altes, bestehendes Parkhaus, das es seit der Flughafeneröffnung 1992 gab. Nach dem Abbruch des alten Gebäudes und der Baufeldherstellung im Jahr 2023 startete der Neubau im Mai 2024. Realisiert wurde das Projekt von der Firmengruppe Max Bögl als Generalunternehmer.

Zum Start des neuen P8 profitieren Reisende zudem bis Ende des Jahres von 25 % Rabatt bei einer Online-Buchung – im P8 sowie auf vielen weiteren Parkflächen am Flughafen München. Weitere Informationen gibt es unter parken.munich-airport.de.  Quelle: FMG / CM