Viel Spaß mit Ryanair…

Zwei Zwischenstopps, betrunkene Passagiere, Polizeieinsatz. Ein Ryanair-Flug von London nach Tirana lief völlig aus dem Ruder. Eigentlich ist der Flug von London-Stansted nach Tirana Routine für Ryanair. Im Sommer steht er drei Mal täglich im Flugplan. Die Reise in die albanische Hauptstadt dauert in der Regel rund drei Stunden. Am 3. Juni wurde daraus für die Passagiere eine Odyssee von knapp zwölfeinhalb Stunden. 

Durchgeführt wurde Flug RK8288 von Ryanair UK. Bereits der Start der Boeing 737 Max 8-200 mit der Kennung G-RYMA verzögerte sich um rund 40 Minuten, erst um 16:46 Uhr hob sie in London-Stansted ab. Verantwortlich dafür sollen laut dem Portal The Nightly bereits vor dem Abflug mehrere alkoholisierte männliche Fluggäste gewesen sein. An Bord waren viele Junggesellenabschiedsgruppen und jungen Leute, die eigene Wodkaflaschen dabei hatten. 

Der Flug von Ryanair verlief dann zuerst jedoch nahezu normal, bis aufgrund einer Gewitterzelle über Tirana die Boeing 737 nicht in Albanien landen konnte und nach Brindisi umgeleitet wurde. Ein Passagier sagte gegenüber der Zeitung Daily Mail, dass der Kapitän diese Information den Passagieren erst knapp zehn Minuten vor der geplanten Landung mitgeteilt habe, was für große Verwunderung unter den Reisenden gesorgt haben soll. Nach der eigentlich ungewollten Landung von London Stansted kommen parkte eine B 737 von Ryanair auf dem Vorfeld des Flughafens von Brindisi, der Hafenstadt an der Adria in der süditalienischen Region Apulien. Eigentlich sollte der Flug von der britischen Insel direkt nach Tirana (Albanien) gehen. 

Laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Airnav Radar stand die Boeing 737 mit der Kennung G-RYMA 3:44 Stunden bei brütender Hitze auf dem Vorfeld und niemand durfte aussteigen. Ryanair soll erst nach 45 Minuten mit dem Bordverkauf von Getränken und Snack begonnen haben. Irgendwann war jedoch alles ausverkauft. Einige erboste und alkoholisierte Männer wollten aus dem Flugzeugzeug, wurde aber daran von der Kabinen-Crew gehindert. 

Kurz vor 01 Uhr nachts startete die Maschine in Brindisi, um ihren Flug nach Tirana fortzusetzen. Doch wenige Minuten vor der Landung meldete der Kapitän, dass man nicht in der Hauptstadt Albaniens landen werde, sondern in Thessaloniki (Griechenland). Die Boeing 737 landete dort nach rund einer weiteren Flugstunde. Danach gab es Tumulte an Bord. 

Laut der britischen „The Sun“ solch sich eine Männergruppe vor dem Cockpit aufgebaut und den Piloten stark beschimpft haben. Laut Daily Mail riefen sie: „Der Feigling (gemeint war der Kapitän) soll herauskommen und sich uns wie ein Mann stellen“. Erst griechische Polizisten konnten die Situation beruhigen. Gleichzeitig durften einige wütende Passagiere das Flugzeug verlassen. Nach 40 Minuten hob der Jet wieder ab Richtung seines eigentlichen Ziels Tiran, wo er gegen 05 Uhr Ortszeit nach 53 Minuten Flugzeit sicher landete, sage und schreibe 9 Stunden später als geplant. 

Doch auch nach der Tortur war der Ärger über die Airline nicht verflogen. Laut Daily Mail soll einer der Passagiere eine Entschädigung beantragt habe. Diese aber soll von Ryanair sofort abgelehnt worden sein. Ryanair teilte gegenüber der Zeitung mit: „Der Flug von London Stansted nach Tirana wurde aufgrund unerwarteter und außergewöhnlicher Umstände, die außerhalb unserer Kontrolle lagen, beeinträchtigt. Er wurde aufgrund widriger Wetterbedingungen am Flughafen Tirana nach Brindisi und anschließend wegen eines Gewitters zum Flughafen Thessaloniki umgeleitet“. Quelle: The Sun / Daily Mail / CM 

Es drohen Streiks am Flughafen Palma

Mallorca-(Geschäfts)Reisende müssen sich ab Samstag, 01. August 2026, auf mögliche Einschränkungen am Flughafen Palma einstellen.

Mitarbeitende des Schqweizer Bodenabfertigers Swissport haben für den 28. Juli sowie den 01., 04. und 08. August 2026 Streiks angekündig. Die Arbeitsniederlegungen sollen jeweils zwischen 07 und 12 Uhr sowie ab 19 bis 22 Uhr stattfinden. Die  Swissport International AG (Sitz in Opfikon nahe dem Flughafen Zürich) ist die weltgrößte Servicegesellschaft für Airlines und Flughäfen. Swissport International Ltd. ist für rund 850 Kunden der Luftfahrtbranche tätig.

Am Flughafen Palma des Mallorca droht am Samstag, 01. August 2026 ein Streik Foto: Aena

Hintergrunnd: Die Gewerkschaft CCOO fordert Verbesserungen beim Arbeitsschutz – insbesondere angesichts sehr hohen Außentemperaturen –, eine bessere Personalplanung, optimierte Arbeitsabläufe sowie die vollständige Anwendung des Branchen-Gesamtarbeitsvertrags. Bislang haben sich die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Swissport festgefahren

Sollte es nicht zu einer Einigung noch diese Woche kommen, wird es für die Passagiere zu längeren Wartezeiten und Verzögerungen bei der Bodenabfertigung kommen. Umfangreiche Flugausfälle gelten jedoch als eher unwahrscheinlich, da in Spanien gesetzlich vorgeschriebene Mindestdienste sicherstellen, dass nur ein Teil der Belegschaft streiken darf. Quelle: Swissport / CM

Schäbiges Verhalten: Ryanair schasste einen Flugkapitän

Der Pilot der irischen Lowcost-Fluglinie hatte von seiner Befugnis Gebrauch gemacht, die Ruhezeit für eine Gruppe von Kabinenmitarbeitern zu verlängern, die aufgrund der sogenannten „Commander’s Discretion“ (Ermessensentscheidung des Kommandanten) – über die reguläre Arbeitszeit hinaus im Einsatz gewesen waren.

Die Pilotengewerkschaft SEPLA, die einen Teil der Ryanair-Piloten in Spanien vertritt, bezeichnete die Entscheidung als ein „zutiefst besorgniserregendes“ Signal an die Piloten. Diese müssten nun Disziplinarmaßnahmen und eine Kündigung befürchten, wenn sie im Sinne der Sicherheit Maßnahmen gegen Übermüdung ergriffen.

In Europa gelten umfassende Vorschriften für die maximale Arbeitszeit von Piloten und Kabinenpersonal. Diese Regeln, die allgemein als „Flight Duty Limitations“ (Begrenzung der Flugdienstzeiten) bekannt sind, wurden von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) festgelegt, um durch Übermüdung verursachte Unfälle zu verhindern.

Für Piloten und Kabinenpersonal auf Kurzstreckenflügen ohne spezielle Ruhemöglichkeiten an Bord ist die maximale Dienstzeit gesetzlich auf 13 Stunden begrenzt. In „unvorhergesehenen Situationen“ kann diese Grenze jedoch durch die Ausübung der „Commander’s Discretion“ um bis zu zwei Stunden verlängert werden.

Die „Commander’s Discretion“ räumt dem Kapitän die letzte Entscheidungsgewalt darüber ein, ob die maximale Dienstzeit verlängert wird. Dabei müssen sowohl der eigene Ermüdungsgrad als auch der der Besatzung berücksichtigt werden.

Im Fall des kürzlich entlassenen Ryanair-Kapitäns wurde dieses Ermessen genutzt, um die Dienstzeit der Besatzung zu verlängern. Nach der Rückkehr zur Basis machte der Kapitän zudem von einer weiteren Befugnis im Rahmen der „Commander’s Discretion“ Gebrauch, um die Mindestruhezeit der Besatzung zu verlängern. Berichten zufolge war es genau diese Entscheidung, die zu einem Disziplinarverfahren gegen den Kapitän führte.

„Aus der Mitteilung des irischen Lowcostfliegers geht hervor, dass der Kommandant seinen Ermessensspielraum nutzte, um den Flug abzuschließen, und anschließend die Ruhezeit der Besatzung verlängerte – Tatsachen, die als Grundlage für das Disziplinarverfahren dienten, das schließlich zu seiner Entlassung führte“, erklärte die Gewerkschaft SEPLA.

Die Gewerkschaft führte weiter aus: „Wenn ein Kommandant der Ansicht ist, dass die betrieblichen Umstände die Ausübung seines Ermessens erfordern, oder dass die ursprünglich geplante Ruhezeit nicht ausreicht, um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten, muss er in der Lage sein, ausschließlich nach fachlichen Kriterien zu handeln – frei von jeglichem Druck oder der Angst vor Repressalien. Kein Kommandant sollte gezwungen sein, sich zwischen der Gewährleistung der Flugsicherheit und dem Erhalt seines Arbeitsplatzes entscheiden zu müssen.“

Laut EASA sollte das Ermessen des Kommandanten (Commander’s Discretion) nur dann ausgeübt werden, wenn unvorhergesehene, außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft liegende Umstände eintreten, die dazu führen würden, dass Flugzeug, Besatzung und Passagiere stranden. Es gibt jedoch eine lebhafte Debatte darüber, was genau als „unvorhergesehene Umstände“ gilt. Die EASA weist zudem darauf hin, dass Airlines in ihren Flugplänen genügend Puffer einplanen sollten, damit Piloten im regulären Flugbetrieb nicht auf dieses Ermessen angewiesen sind.

In der Realität sieht dies jedoch anders aus, so die European Cockpit Association. Der europaweite Pilotenverband kritisiert, dass Fluggesellschaften die Dienstpläne der Piloten routinemäßig „überfrachten“, selbst wenn sie wissen, dass Verspätungen wahrscheinlich sind. „Sie erwarten von den Piloten, dass sie ihr Ermessen nutzen, um den Flugbetrieb zu bewältigen. Das ist längst keine Ausnahme mehr, sondern fester Bestandteil der Planung“, erklärte der Verband vergangene Woche.

Die Gewerkschaft SEPLA teilte mit, sie prüfe derzeit alle rechtlichen Möglichkeiten, um dem entlassenen Kapitän wieder zu seinem Arbeitsplatz zu verhelfen. Quelle: SEPLA / CM

American Airlines: Notlandung wegen sechs erkrankter Flugbegleiter

Eine Boeing 787-9 von American Airlines mit 284 Passagieren an Bord musste am Samstagnachmittag (25. Juli 2026) in Dublin (Irland) von Rom nach Philadelphia abbrechen, über dem Atlantik umkehren und in Dublin (Irland) notlanden. Zuvor waren sechs der acht Flugbegleiter erkrankt. 

Der American-Airlines-Flug AA-719 startete am Samstag kurz vor 13:00 Uhr Ortszeit vom Flughafen Rom-Fiumicino zu einem eigentlich routinemäßigen, achteinhalbstündigen Flug über den Atlantik zum Drehkreuz der Fluggesellschaft in Philadelphia. Daten von FlightRadar24 zeigen, dass die sieben Jahre alte Maschine auf eine Reiseflughöhe von rund 38.000 Fuß (ca. 11.600 Meter) stieg und ihren Kurs über Frankreich und den Atlantik nahm, bevor die Piloten etwa drei Stunden nach Flugbeginn plötzlich in Richtung Irland abdrehten.

FlightRadar24 zeigt, wie der Flug American Airlines 719 von Rom nach Philadelphia am 25. Juli nach Dublin umgeleitet wurde.

Als Grund für die plötzliche Kursänderung wurde der Flugsicherung ein medizinischer Notfall genannt; Einzelheiten zur Art des medizinischen Vorfalls wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Luftfahrt-Insider JonNYC berichtet jedoch auf X, dass sechs der Flugbegleiter während des begonnenen Transatlantikflugs über Schwindel und Unwohlsein klagten. Daraufhin entschieden die Piloten, dass der Flug nicht fortgesetzt werden könne, da so viele Flugbegleiter gleichzeitig erkrankt waren.

Das Flugzeug landete sicher in Dublin. Da jedoch keine Ersatzbesatzung für den Weiterflug nach Philadelphia zur Verfügung stand und die Ursache für die Erkrankung der Flugbegleiter weiterhin unklar war, blieb American Airlines keine andere Wahl, als den Weiterflug zu streichen.

Für die plötzliche Erkrankung des Kabinenpersonals kommen verschiedene Ursachen infrage. Ein Vorfall mit „giftigen Dämpfen“ ist jedoch am unwahrscheinlichsten, da der Flug mit einer Boeing 787 durchgeführt wurde. Denn der Dreamliner ist das einzige Verkehrsflugzeug, das nicht auf das sogenannte „Bleed-Air“-System (Zapfluftsystem) zurückgreift, um Außenluft in die Kabine zu leiten. Die Bezeichnung „Bleed Air“ (Zapfluft) leitet sich davon ab, dass ein Teil der in die Triebwerke angesaugten Luft abgezapft und in das Klimatisierungssystem geleitet wird. Diese Methode der Frischluftzufuhr steht in der Kritik: Experten bemängeln seit Jahren, dass die Luft mit verdampftem Triebwerksöl oder anderen Schadstoffen aus dem Triebwerk verunreinigt werden kann, was bei Einleitung in die Kabine zu gesundheitlichen Problemen bei Passagieren und Besatzung führen kann.

Als wahrscheinlichere Ursache für die Zwischenlandung gilt ein Defekt an den Klimatisierungseinheiten, die die Kabine mit Luft versorgen. Fällt auch nur eine dieser Einheiten aus, kann der Sauerstoffgehalt in der Kabine so weit sinken, dass bei Passagieren und Besatzung erste Symptome einer Hypoxie (Sauerstoffmangel) auftreten können. Dies wäre nicht unbedingt gravierend genug, um einen Notfall aufgrund von Druckverlust auszulösen, würde aber ausreichen, damit sich Personen schwindelig oder benommen fühlen. Eine solche Störung betrifft eher das Kabinenpersonal als die Passagiere, da die Flugbegleiter auf den Beinen sind und den geschäftigen Bordservice abwickeln; ihr Körper benötigt daher mehr Sauerstoff, um normal zu funktionieren.

Eine weitere – wenn auch sehr ungewöhnliche – mögliche Ursache wäre das Austreten chemischer Dämpfe aus einem verschütteten Reinigungsmittel. Das klingt zwar nach einem sehr speziellen Fall, doch genau dies führte dazu, dass einer Gruppe von Flugbegleitern von American Airlines kurz nach dem Start in London Heathrow auf dem Flug nach Philadelphia im Oktober 2018 übel wurde. Damals litten zwei Besatzungsmitglieder so stark unter dem Geruch der gesundheitsschädlichen Chemikalien, dass sie kurzzeitig das Bewusstsein verloren, woraufhin die Piloten eine Notlandung in Shannon (Irland) einleiteten. Seinerzeit teilte American Airlines mit, der Vorfall sei durch eine Flasche des Industriereinigers CH2200D verursacht worden, die das Reinigungspersonal versehentlich in einer Bordtoilette zurückgelassen hatte. Beim Start kippte die Flasche um, und die Flüssigkeit sickerte in den Teppichboden ein, wobei sie gesundheitsschädliche Dämpfe freisetzte, die einige der Flugbegleiter außer Gefecht setzten. Quelle: pyok / CM

British Airways wechselt Crew-Hotel in Hyerabad

British Airways verlegt seine Flugbesatzungen aus dem Hotel, in dem sie während ihres Aufenthalts in der indischen Stadt Hyderabad bisher untergebracht  waren. Grund dafür ist ein Vorfall, bei dem alle drei Piloten eines Rückflugs nach London Heathrow  an einer Lebensmittelvergiftung erkrankten. 

Der Vorfall ereignete sich auf dem British-Airways-Flug BA-276, der mit einer Boeing 777 – einem der bewährten Flugzeugtypen der Airline – durchgeführt wurde. Der Flug dauert normalerweise zehn Stunden und erfordert drei Piloten, damit diese sich abwechselnd in speziellen Ruheräumen für die Besatzung ausruhen können.

Während Fluges zeigten jedoch alle drei Piloten klassische Symptome einer Lebensmittelvergiftung. Einem der drei Flugzeugführer wurde in 10.700 m Reiseflughöhe (35.000 Fuß) so schlecht, dass er fluguntauglich wurde und mit Sauerstoff versorgt werden musste (wir haben darüber berichtet). Glücklicherweise konnten die beiden anderen Piloten das Flugzeug sicher nach London steuern, wo sich schon bei der Landung ihr gesundheitlicher  Zustand ebenfalls verschlechterte.

Der Verdacht hinsichtlich der Ursache der Lebensmittelvergiftung fiel nicht auf eine an Bord verzehrte Mahlzeit, sondern auf das Buffet in der Executive Lounge des Hotels in Hyderabad, in dem British Airways seine Besatzungen während der Aufenthalte in der Stadt unterbringt.

Laut BA war es nicht nicht das erste Mal, dass Piloten und Kabinenpersonal von British Airways nach einem Aufenthalt in diesem speziellen Hotel Symptome einer Lebensmittelvergiftung meldeten. Trotzdem hatten die Verantworlticchen bei BA bisher nichts unternommen. Nach der Geschichte über die drei Piloten, die weltweit für viel Aufsehen gesorgt hat, kam die britische Fluggesellschaft nicht umhin, jetzt endlich einzuschreiten. Piloten sowie Kabinenpersonal werden jetzt in einem anderen Crew-Hotel, einem luxuriösen Fünf-Sterne-Hotel im Herzen des Geschäftsviertels von Hyderabad. Quelle: BA / CM

US-Unfallermittlerin rügt Michael O’Leary

Die Leiterin der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board), Jennifer Homendy, hat Ryanair-Chef Michael O’Leary vorgeworfen, gegen internationales Recht verstoßen zu haben. Grund hierfür sind seine Äußerungen zu einem Vorfall an Bord einer Boeing 737 der Fluggesellschaft über Griechenland Anfang Juli 2026, bei dem ein 61-jähriger Passagier teilweise aus dem Flugzeug gesogen wurde, nachdem ein Fenster herausgebrochen war.

Während einer regulären Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen Anfang dieser Woche erklärte der für seine direkten Worte bekannte Michael O’Leary, er könne zwar nicht „abschließend“ sagen, was die Unfallursache gewesen sei, doch „erste Anzeichen deuten auf einen Schaden am Triebwerk durch einen Fremdkörper hin“.

O’Leary fügte hinzu, der Unfall sei nicht auf das Alter des Flugzeugs oder dessen Wartung zurückzuführen.

Das NTSB hat auf Ersuchen der griechischen Behörden die Untersuchung des Unfalls vom 10. Juli 2026 übernommen. Bei dem Vorfall handelte es sich um eine 18 Jahre alte Boeing 737-800, die den Ryanair-Flug FR-1879 durchführte – eine reguläre Verbindung von Thessaloniki (SKG) nach Memmingen (FMM) in Bayern.

Kurz nach dem Start, noch im anfänglichen Steigflug auf Reiseflughöhe, gab es beim rechten Triebwerk einen unkontrollierten Ausfall, wodurch Trümmerteile in Richtung des Flugzeugrumpfs geschleudert wurden. Einige dieser Trümmer trafen ein Kabinenfenster, durchschlugen die verschiedenen Schichten und verursachten einen explosionsartigen Druckabfall. Der 61-jährige serbische Passagier, der neben diesem Fenster saß, wurde teilweise aus der Kabine gesogen, von seiner Ehefrau und anderen Mitreisenden festgehalten, damit er nicht hinasusdgezogen wird und zu Tode stürzt,  erlitt aber glücklicherweise keine schweren Verletzungen. Nach der Meldung eines Notfalls kehrten die Piloten nach Thessaloniki zurück, wo das Flugzeug ohne weitere Zwischenfälle landete.

In einem neuen Schreiben an Michael O’Leary erinnerte ihn die Vorsitzende des NTSB, Jennifer Homendy, an Ryanairs Verantwortung gemäß Anhang 13 der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), der sich speziell mit der Untersuchung von Flugunfällen befasst. Gemäß Anhang 13 wurde Ryanair als akkreditierter Vertreter und technischer Berater in die vom NTSB geleitete Untersuchung einbezogen. Eine der Voraussetzungen für die Rolle als akkreditierter Vertreter oder technischer Berater bei der Untersuchung eines offiziellen Luftfahrtunfalls ist, dass Informationen nicht ohne die ausdrückliche Genehmigung der Untersuchungsbehörde – in diesem Fall des NTSB – veröffentlicht werden dürfen.

„Das NTSB untersucht den Unfall derzeit; daher ist es akkreditierten Vertretern und ihren technischen Beratern untersagt, sich zur möglichen Ursache des Vorfalls zu äußern oder anderweitig Informationen aus der laufenden Untersuchung weiterzugeben“, erklärte Homendy in ihrem Schreiben vom 22. Juli. Dieses war an das maltesische Verkehrsministerium (MoL) sowie an Capt. Frank Zammit, den Leiter der maltesischen Untersuchungsbehörde für Flugunfälle (Bureau of Air Accident Investigation), gerichtet (das Flugzeug war auf Malta Air registriert, eine 100 %ige Tochtergesellschaft von Ryanair). „Das NTSB hat eine solche Feststellung nicht getroffen, und unsere Ermittler haben noch nicht ausgeschlossen, dass das Alter des Flugzeugs oder Wartungsprobleme zu dem Vorfall beigetragen haben könnten“, hieß es in dem Schreiben weiter.

„Die öffentlichen Äußerungen von Herrn O’Leary verstoßen gegen Anhang 13, da sie eine Meinung und Analyse des Unfalls enthalten und auf potenzielle Schwerpunkte der laufenden Untersuchung hinweisen. Da die Nichteinhaltung der Bestimmungen von Anhang 13, abhängig von der Relevanz und Genauigkeit der Informationen für die Ermittlungen, die Integrität der Untersuchung beeinträchtigen kann, fordere ich Herrn O’Leary dringend auf, während der laufenden Untersuchung keine weiteren öffentlichen Äußerungen dazu abzugeben“, ließ die NTSB-Chefin den Ryanair-CEO wissen.

Das am Unfall vom 10. Juli beteiligte Flugzeug bleibt weiterhin am Boden. Die Ermittler wollen nicht nur feststellen, ob ein Fremdkörper für den Triebwerksausfall verantwortlich war, sondern auch, welche Trümmerteile in Richtung des Rumpfes geschleudert wurden und so das Bersten der Fensterscheibe verursachten. Ein vorläufiger Bericht, der die Ereignisse vom 10. Juli beschreibt, wird voraussichtlich in den nächsten Wochen veröffentlicht, die Erstellung des vollständigen Unfallberichts kann jedoch mehrere Monate dauern. Quelle: NTSB / CM

Piloten auf Langstreckenflug wurde übel

Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Lounge eines Hotels im indischen Hyderabad ging es mehreren Piloten eines British-Airways-Fluges während ihres Nachhauseflugs mit ihrer Tripleseven nach London Heathrwow nicht gut. Nun laufen Untersuchungen zur Ursache.

Die drei Piloten der British Airways steuerten die B 777 (Flug BA 276) schon erst ein paar Minuten, als ihnen nach und nach übel wurde und alle drei mit gesundheitlichen Problemen kampften. Einen wurde während des gut zehneinhalbstündigen Fluges so schlecht, dass er vorübergehend außer Gefecht gesetzt war und mit Sauerstoff versorgt werden musste. Die anderen beiden Piloten konnten den Flug zum Glück weiterführen, litten nach der Landung in Großbritannien aber ebenfalls unter starken Beschwerden

Laut ersten Erkenntnissen hatten die drei Piloten zuvor gemeinsam in der Lounge ihres Hotels in Hyderabad gefrühstückt. Zudem tranken sie Wasser aus Flaschen, die von einem externen Anbieter geliefert worden waren.

Wie „Daily Mail“ schreibt, hätten die betroffenen Piloten den Vorfall über offizielle Flugsicherheitsberichte gemeldet und wurden gebeten, Proben abzugeben. Damit sollen die Ärzte die möglichen Ursachen der Erkrankung identifizieren können.

Die Fluggesellschaft betont, dass die Sicherheit der Passagiere zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war. der Großraumjet setzte seinen Weg gemäß den üblichen Verfahren sicher fort und landete normal, so British Airways. Trotzdem zieht die Fluggesellschaft Konsequenzen: British Airways überprüft derzeit die Unterbringung der Crews in Hyderabad. „Das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden hat oberste Priorität. Wir prüfen unsere Unterkunftsmöglichkeiten an diesem Standort nach Krankheitsfällen“, erklärte die Airline. Quele: Daily Mail / CM

Emirates lässt „U-Dream“-Kopfstützen in ihre Langstrckenjets einbauen

Im Economy-Bereich auf Langstreckenflügen entspannt einzuschlafen, ist für viele Reisende eine echte Herausforderung. Nicht ohne Grund investieren Passagiere regelmäßig in Nackenkissen, Schlafmasken und weitere Hilfsmittel, um sich den Flug etwas angenehmer zu gestalten. Für Fluggäste von Emirates gehört diese Sorge jedoch bald der Vergangenheit an: Als weltweit erste Fluggesellschaft führt die nationale Airline der Vereinigten Arabischen Emirate eine neuartige „U-Dream“-Kopfstütze ein, die das Schlafen an Bord grundlegend erleichtern soll.

Emirates hat sich das mit dem Träumen wohl vom chinesischen Autokonzern BYD „Build Your Dream“ abgeschaut. BYD ist mittlerweile weltweit ungemein erfolgreich, u.a. auch in Europa. Wenn eine Idee der Automobilindustrie gut ist, warum soll das nicht auch für die Luftfahrt gelten, dachten sich die Emirates-Strategen und ließen eine innovative Kopfstütze entwickeln. Die ist Bestandteil des Z400-Sitzes von Safran Seats und überzeugt durch verstellbare Seitenflügel sowie eine höhen- und neigungsverstellbare Konstruktion. Dadurch lässt sie sich individuell an unterschiedliche Körpergrößen anpassen und stützt Kopf sowie Nacken so effektiv, dass ein ungewolltes Abkippen nach vorn oder zur Seite verhindert wird. 

Sir Tim Clark, Präsident von Emirates Airline, bezeichnet die Neuheit als echten Gamechanger für das Kundenerlebnis und betont, dass zusätzliche Nackenkissen durch die vollständige Stützung schlichtweg überflüssig werden – eine Ansage, die u.a. Geschäftsreisende (und natürlich auch alle Privatreisenden) freuen dürfte, auch wenn Geschäfte an Flughäfen künftig vielleicht etwas weniger an spontan gekauften Reisekissen verdienen.

Das System erfüllt sämtliche Sicherheitsanforderungen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und ist aktuell bereits in den ersten Airbus A350 des Golfcarriers im Einsatz. Bis zum Jahresende soll die gesamte A350-Flotte damit ausgestattet sein. Auch die bestellten Boeing 777X erhalten die Kopfstütze künftig direkt ab Werk. Darüber hinaus plant Emirates, die „U-Dream“-Kopfstütze ab 2027 im Rahmen des laufenden Retrofit-Programms schrittweise in den umgerüsteten A380 und Boeing 777 zu installieren, um den Schlafkomfort in weiten Teilen der Langstreckenflotte nachhaltig zu verbessern. Quelle: Emirates / CM

Deutsche Bank investiert in Sustainable Aviation Fuel bei der Lufthansa Group

Im Rahmen ihrer Strategie, die Klimawirkung von Geschäftsreisen zu reduzieren, investiert die Deutsche Bank bei der Lufthansa Group in den Einsatz von Sustainable Aviation Fuel (SAF) im Luftverkehr. 

Das gemeinsam vereinbarte Volumen von rund 1.600 Tonnen SAF ermöglicht eine geschätzte Emissionseinsparung von rund 5.500 Tonnen CO₂. Das entspricht etwa den CO₂-Emissionen von 520 Flügen zwischen Frankfurt und London mit einem Airbus A320neo. 

Die Vereinbarung baut auf der wachsenden Partnerschaft beider Unternehmen auf: Seit Oktober 2025 gibt die Deutsche Bank die Lufthansa Miles & More Credit Card heraus. Im Bereich Nachhaltigkeit wollen beide Partner ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen – mit dem Ziel, die nachhaltige Transformation voranzutreiben und die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz von Klimaschutzlösungen zu steigern.

Die Entscheidung der Deutschen Bank, bei der Lufthansa Group den Einsatz von SAF in diesem Umfang zu unterstützen, ist nach Darstellung der Lufthansa ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass nachhaltigeres Fliegen im Geschäftsreisebereich immer bedeutsamer wird. 

Jörg Eigendorf, Chief Sustainability Officer der Deutschen Bank, sagt: „Sustainable Aviation Fuel ist für die Deutsche Bank ein wichtiges Instrument, um die CO2-Emissionen entlang unserer Lieferkette bis 2030 gegenüber 2019 nahezu zu halbieren. Für uns ist es außerdem wichtig, ein Signal zu setzen: Nur wenn es eine verlässliche Nachfrage gibt, werden SAF-Produzenten in die Produktion investieren und alternative Kraftstoffe konkurrenzfähiger werden. Das ist ein wichtiger Teil unseres Gesamtkonzepts: Wir wollen bei unseren Geschäftsreisen CO2-Emissionen verringern und die verbleibenden Emissionen soweit möglich kompensieren.“

Breite Angebots-Palette für Firmenkunden. Die Lufthansa Group arbeitet seit Jahren an einer nachhaltigen Transformation der Luftfahrt und bietet Unternehmen eine breite Palette maßgeschneiderter Lösungen für nachhaltigeres Fliegen: Über sogenannte SAF-Bulk-Deals können Unternehmen größere Mengen SAF bei der Lufthansa Group erwerben. Ab einer Investition von 2.000 Euro oder mehr erhalten die Unternehmen ein Scope-3-Zertifikat zur CO₂-Einsparung nach dem Greenhouse Gas Protocol Standard. Damit stärken sie nicht nur das Umweltengagement ihres Unternehmens, sondern fördern auch die Weiterentwicklung und den Einsatz von SAF in der Luftfahrtindustrie.

Logistikunternehmen schließen darüber hinaus auch vermehrt SAF-Bulk-Deals ab, die Lufthansa Cargo ab einer Abnahmemenge von 100 Tonnen SAF anbietet. Mit dem „Sustainable Corporate Value Fare“ können Geschäftskunden durch den Einsatz von SAF einen Beitrag zur Einsparung von bis zu 30 % zukünftiger CO₂-Emissionen leisten. Über alle Firmenkundenprodukte hinweg haben 2025 weltweit rund 1.700 Firmen bei der Lufthansa Group in SAF investiert.

Wachsende Nachfrage nach nachhaltigeren Reiseoptionen. Die Lufthansa Group verzeichnet insgesamt eine wachsende Nachfrage nach nachhaltigeren Reiseoptionen und ermöglicht ihren Kunden mit verschiedenen Angeboten für private und geschäftliche Flugreisen, einen Beitrag zur Reduzierung der Klimawirkung künftiger Flüge zu leisten. Mit Erfolg: Mehr als 5 % der Fluggäste der Lufthansa Group haben 2025 eine Möglichkeit zum nachhaltigeren Reisen gewählt – beispielsweise den Green Fares Flugtarif. Die verkaufte Menge an Sustainable Aviation Fuel (SAF) konnte 2025 in verschiedenen Angebotsformaten mehr als verdoppelt werden. 

Fünf Hebel der Lufthansa Group für nachhaltigeres Fliegen. Die vielfältigen Angebote für Privatreisende und Firmenkunden sind gemeinsam mit der Flottenmodernisierung, der kontinuierlichen Steigerung der Treibstoffeffizienz im Flugbetrieb, dem Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) und dem Ausbau der Intermodalität einer von fünf Hebeln, mit denen die Lufthansa Group nachhaltigeres Fliegen vorantreibt. Darüber hinaus unterstützt die Lufthansa Group seit mehr als 30 Jahren aktiv die weltweite Klima- und Wetterforschung.

Über die angebotenen Optionen der Lufthansa Group für nachhaltigeres Fliegen unterstützen Kunden den Einsatz von SAF imFlugbetrieb. Die Lufthansa Group stellt sicher, dass die jeweils erforderliche Menge an SAF binnen sechs Monaten nach Kauf in der Flughafeninfrastruktur eingespeist wird. Bei SAF handelt es sich um einen sogenannten „Drop-in“-Kraftstoff: Das SAF ist kompatibel mit fossilem Kerosin und kann diesem problemlos beigemischt werden. Die Buchung einer Option für nachhaltigeres Fliegen führt nicht zu einer individuellen SAF-Betankung des gebuchten Flugs, sondern unterstützt den übergreifenden Einsatz von SAF im Streckennetz der Lufthansa Group. Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet hat das von der Lufthansa Group eingesetzte SAF aus biogenen Reststoffen im Vergleich zu herkömmlichem Kerosin aus fossilem Rohöl einen um mindestens 80 Prozent reduzierten CO2-Fußabdruck im Jahresmittel. SAF, das Teil der Lufthansa Group Angebote für Kunden zum nachhaltigeren Fliegen ist, wird von der Lufthansa Group zusätzlich zu verpflichtenden SAF-Quoten erworben. Teile des eingesetzten förderfähigen SAF wurden durch das EU-Emissionshandelssystem kofinanziert. Quelle: Lufthansa / CM

Lufthansas zwei neue Sitzplatzkategorien

Die Airlines der Lufthansa Group führen ab sofort (Mittwoch, 22. Juli 2026) auf kontinentalen Kurz- und Mittelstrecken zwei neue Sitzplatzkategorien ein. Neu z u buchen sind den ‘First Row Seat’ in der Business Class oder den ‘Back Seat’ in der Economy Class. 

Mit der Einführung will die Lufthansa Group ihr Sitzplatzangebot auf Europaflügen harmonisieren. Die beiden Kategorien waren bereits bei ITA Airways verfügbar und werden nun auch bei Austrian Airlines, Brussels Airlines, Lufthansa, Swiss, Air Dolomiti und Lufthansa City Airlines eingeführt.

Der ‘First Row Seat’ befindet sich in der ersten Reihe der Business Class. Neben der bevorzugten Lage sollen Passagiere von einem schnelleren Ein- und Aussteigen profitieren, was allerdings vermutlich nur ein Wunschgedanken bleiben wird. Für HON Circle Member und Senatoren bleibt die Reservierung dieses Sitzplatzes kostenlos.

Mit dem ‘Back Seat’ schafft die Lufthansa Group zudem eine günstigere Sitzplatzoption in der Economy Class. Die Kategorie umfasst – je nach Flugzeugtyp – die letzten vier oder mehr Sitzreihen und wird zu einem tieferen Preis als der bisherige ‘Classic Seat’ angeboten.Reisende mit einem Economy-Flex-Tarif sowie HON Circle Member und Senatoren können den ‘Back Seat’ weiterhin kostenlos reservieren. Ausgenommen sind Fluggäste mit Economy Basic- und Economy Light-Tarifen. Quelle: Lufthansa / CM