Korean Air: Vielfliegerprogramme integriert

Kurz vor Torschluss haben Korean Air und Asiana Airlines die letzte Hürde zu ihrer Fusion genommen – die Integration ihrer Vielfliegerprogramme Skypass und Asiana Club.

Korean Air hat sich vor der Korea Fair Trade Commission mit ihrer Forderung durchgesetzt, dass auf Non-Air Partnern gesammelte Meilen im Asiana Club nur im Verhältnis 1-zu-0,82 in Skypass übernommen werden.

Aber Asiana Club-Mitglieder haben zehn (!) Jahre Zeit, zu entscheiden, wann sie ihre Meilen übertragen möchten. Bis dann können sie Meilen jederzeit zu den aktuell gültigen Prämienwerten einsetzen – aber natürlich nur auf Korean Air/Asiana-Flügen, da Mitte Dezember die Zusammenarbeit mit allen Star Alliance-Partnern (und vermutlich der Handvoll anderer Partner) eingestellt wird. 

Wenn einem dieses Netzwerk jedoch ausreicht, der kann eine solche Strategie Mitglieder gegen künftige Preiserhöhungen absichern. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man anno 2036 nicht mehr für 105.000 Meilen einen Hin- und Rückflug in der Business Class zwischen Korea und Europa oder Nordamerika erhält…

Parallel wird Korean Air gezwungen, die kombinierte Prämienkapazität über die nächsten Jahre graduell zu erhöhen. Quelle: CM

Fraport geht das Kerosin aus

Am Frankfurter Flughafen ist die Kerosinversorgung derzeit angespannt, weshalb Fluggesellschaften wie die Lufthansa das sogenannte „Tankering“ anwenden – Maschinen bringen zusätzlichen Treibstoff von auswärts mit, um in Frankfurt weniger oder gar nicht nachzutanken. 

Wegen des anhaltend niedrigen Wasserstands des Rheins können Tankschiffe Kerosin nur stark eingeschränkt über Deutschlands wichtigste Wasserstraße transportieren.  Auch die Versorgung über die anbindenden Pipelines ist aus bislang unklaren Gründen limitiert. Lufthansa hat nun ihre Piloten angewiesen, auf Kurz- und ausgewählten Langstreckenflügen mehr Sprit an den zumeist ausländischen Ausgangsflughäfen zu laden. Für Maschinen der Airbus-A320-Familie gilt bei der Ankunft beispielsweise eine Obergrenze von maximal acht Tonnen zusätzlichem Treibstoff.

Auswirkungen auf die Passagierluftfahrt soll es aber keine geben, so die Lufthansa. Weder sindFlugstreichungen vorgesehen noch soll die Nutzlast (Passagiere und Gepäck) durch das Mehrgewicht an Kerosin nicht eingeschränkt werden. Die Maßnahmen gelten vorerst bis auf Weiteres, während die Lage von den Airlines und dem Flughafen beobachtet wird. Quelle: Lufthansa / CM

Lufthansa schnappt sich auch TAP Air Portugal

Die Lufthansa entwickelt sich zum Krösus unter den wichtigen Fluggesellschaften dieser Welt. Nun stößt nach zuletzt ITA Airways auch TAP Air Portugal zum Portfolio der Lufthansa Gruppe. 

Die Lufthansa Group begrüßt, dass sich die portugiesische Regierung im Privatisierungsverfahren von TAP Air Portugal für ihr Angebot entschieden hat. Mit dem beabsichtigten Erwerb zunächst einer Minderheitsbeteiligung verfolgt die Lufthansa Group eine klare strategische Agenda: TAP Air Portugal soll wachsen und dabei ihre nationale Identität wahren. Außerdem soll Portugals Verbindung mit der Welt, insbesondere mit Nord- und Lateinamerika, nachhaltig ausgebaut werden.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Deutsche Lufthansa AG: „TAP Air Portugal ist eine starke und profitable Airline, unser langjähriger Partner in der Star Alliance und als führende Fluggesellschaft auf Südatlantik-Strecken international erfolgreich. Sie hat hervorragende Mitarbeitende und ein überzeugendes Geschäftsmodell. Mit der heutigen Entscheidung hat die portugiesische Regierung die Weichen für eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte von TAP Air Portugal gemeinsam mit der Lufthansa Group gestellt. 

Gleichzeitig setzen wir damit unsere Strategie der Internationalisierung weiter konsequent fort und stärken unsere Position auf dem Südatlantik nachhaltig. Unser Unternehmen verbindet seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit Portugal. Seit Jahrzehnten investieren wir in diesem Land, schaffen und sichern qualifizierte Arbeitsplätze und verbinden Portugal mit Europa und der Welt. Wir freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft mit TAP Air Portugal und die weitere konstruktive Zusammenarbeit mit der Regierung in Lissabon!“

Die bisherigen Übernahmen – zuletzt die italienische ITA Airways, haben gezeigt, dass eine Mehrheitsbeteiligung zusätzliche Vorteile für alle Seiten ermöglicht.

Die Lufthansa Group hat für den 44,9 % Anteil einen Kaufpreis von 1,025 Mrd. Euro geboten. Dieser Wert kann sich bei einem Anteilserwerb von 49,9 % – aufgrund von bis zu 5 % zunächst für Mitarbeitende angebotenen Anteilen sowie einer Ticking Fee – auf bis zu 1,2 Mrd. Euro erhöhen.

Die Lufthansa Group ist seit mehr als 70 Jahren in Portugal aktiv. Die Airlines der Gruppe bieten derzeit 353 wöchentliche Flüge zu sechs portugiesischen Destinationen an und haben damit das Angebot seit 2019 um 75 % vergrößert. Über 500 Fachkräfte arbeiten heute in Portugal für Unternehmen der Lufthansa Group. Mit dem Bau des neuen Lufthansa Technik Standorts in Santa Maria da Feira bei Porto, für den im Juni der Spatenstich vollzogen wurde, soll diese Zahl bis 2030 auf über 1.000 direkte Arbeitsplätze steigen.

Die Lufthansa Group arbeitet nun gemeinsam mit der portugiesischen Regierung und Parpública an der Finalisierung der Transaktionsdokumente und erwartet, die Verträge zum Erwerb der Beteiligung kurzfristig fertigstellen und unterzeichnen zu können. Der Vollzug des Anteilserwerbs steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Quelle: Lufthansa / CM

CDU und BDL handeln in Sachen Klimawandel kontraproduktiv

Die Wahrscheinlichkeit verheerender Klimakatastrophen und unumkehrbarer Schäden steigt rapide, da die globalen Temperaturen der Jahre 2023 bis 2025 im dreijährigen Durchschnitt erstmals mehr als 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau lagen. Führende Klimaforschungsinstitute warnen im Synthesebericht „10 New Insights in Climate Science“, dass ein dauerhaftes Überschreiten dieser Schwelle die Gefahr unumkehrbarer Kipppunkte und extremer Risiken für die Menschheit drastisch erhöht. Nichtsdestotrotz hat das CDU-Präsidium beschlossen, die Flugsicherungsgebühren kurzfristig senken und die Luftverkehrsteuer reduzieren zu wollen. Das ist ganz im Sinne des  BDL.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft begrüßt diesen Besvchluss, klimakatastrohe hon oder her. Denn die CDU benennt damit zentrale Ursachen für die schwache Entwicklung des Luftverkehrsstandorts Deutschland. Jetzt muss die Regierung diesen Forderungen auch konkrete Maßnahmen folgen lassen, so der BDL weiter. Weitere Absichtserklärungen halten keine Flugverbindung im Markt. 

Als Erstes geht es darum, dass die Absenkung der Flugsicherungsgebühren bereits im Bundeshaushalt 2027 abgesichert wird, fordert der BDL, wohl wissend, dass die Luftfahrt wie auch der Straßenverkehr und andere Quellen ganz wesentlich an den verheerenden Flogen des Klimawandels mit schuld sind. Niedrigere Flugsicherungsgebühren können dabei nur ein Baustein einer Gesamtstrategie sein. Auch die Luftsicherheitsgebühren müssen deutlich sinken. Und es braucht laut BDL einen konkreten Vorschlag, wie die Luftverkehrsteuer auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gesenkt und perspektivisch ganz abgeschafft werden kann.

Entscheidend ist, dass die staatlichen Standortkosten insgesamt wieder ein wettbewerbsfähiges Niveau erreichen. Denn eine Entlastung an einer Stelle darf nicht durch zusätzliche Belastungen an anderer Stelle aufgezehrt werden. Besonders dringlich ist das im innerdeutschen Luftverkehr. Hier schlagen die hohen deutschen Standortkosten gleich doppelt zu Buche: auf dem Hin- und Rückflug. Das macht viele Verbindungen unwirtschaftlich. Die Folgen sind ein schrumpfendes Angebot, weniger direkte Verbindungen zwischen den Regionen und eine schlechtere Anbindung an die internationalen Drehkreuze Frankfurt und München. Gute Erreichbarkeit ist für Unternehmen, Investitionen und Arbeitsplätze jedoch eine entscheidende Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum. Die Bundesregierung hat es in der Hand, die staatlichen Kosten zu senken. Mit dem Bundeshaushalt 2027 muss sie jetzt einen verbindlichen Schritt machen.“

Dem BDL scheinen die Auswirkungen des Klimawandels vollkommen gleichgültig zu sein. So belegen Studien der Wissenschaftsinitiative World Weather Attribution (WWA), dass die menschengemachte Erderwärmung Extremwetter weltweit nicht nur intensiver, sondern messbar häufiger macht. Bei drei Vierteln der schwersten Stürme, Hitzewellen und Hochwasserkatastrophen der letzten Jahre ließ sich der direkte Einfluss des Klimawandels nachweisen. Schon bei einer anhaltenden Erwärmung von 2 °C werden extreme Niederschläge und Sturmtiefs in Mitteleuropa um rund 50 % häufiger prognostiziert. 

Obwohl die Staatengemeinschaft im Paris-Abkommen eine Begrenzung auf 1,5 °C vereinbart hat, warnen Berichte des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) vor einer absehbaren, dauerhaften Überschreitung. Die politische Strategie der EU richtet sich bei der UN-Klimakonferenz (COP31) zunehmend darauf aus, das Ziel nach einem temporären Peak („Überschreitung – Höhepunkt – Rückgang“) durch drastische Emissionsminderung und CO₂-Entnahme langfristig wieder einzufangen. Mit den aktuell weltweit umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen steuert die Erde laut Daten des Climate Action Tracker auf eine Erwärmung von etwa 2,6 °C bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Die Situation wird temporär durch das Einsetzen eines massiven Super-El-Niño-Phänomens im Pazifik verschärft. Quellen: WWA / BDL / CM

KLM bekam ihre erste A350-900

KLM hat ihren ersten A350-900 in den Hausfarben auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol in Empfang genommen. Der hoch moderne Langstreckenjet markiert den nächsten Schritt der Erneuerung der Langstreckenflotte. In wenigen Wochen wird das Flugzeug seinen ersten Linienflug antreten, mit Toronto als erste Destination. Danach folgen Flüge nach Montreal, Kilimandscharo, Daressalam, Nairobi und Sansibar.

Der A350 verfügt über 331 Sitze: 271 in der Economy Class, 26 in der Premium Comfort Class und 34 in der World Business Class (WBC). Die European Union Aviation Safety Agency (EASA) hat die Testergebnisse für die WBC-Sitze nun genehmigt, womit der Zertifizierungsprozess beginnen kann.

KLM nahm ihren ersten A350-900 in Empfang. Foto: KLM

Marjan Rintel, Präsidentin & CEO von KLM: „Wir freuen uns sehr, unseren ersten A350 in Schiphol willkommen zu heißen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für KLM und die Niederlande. Die Flottenerneuerung ist eine der effektivsten Möglichkeiten, unseren Betrieb sauberer, leiser und treibstoffeffizienter zu gestalten. Mit der Ankunft des A350 machen wir nun den nächsten Schritt bei der Erneuerung unserer Interkontinentalflotte. Das bedeutet mehr Komfort für unsere Passagiere und gleichzeitig eine geringere Umweltbelastung.“ 

Jet trägt den Namen „Die Nachtwache“. Seit mehr als einem Jahrhundert verbindet KLM die Niederlande mit dem Rest der Welt. Als Inspiration für die Namen ihrer Airbus-A350-Flugzeuge wählte die Airline bekannte niederländische Kunstwerke. „Die Nachtwache“ von Rembrandt van Rijn ist ein ikonisches Kunstwerk und wohl das bekannteste Meisterwerk der Niederlande. Es zieht Besucher aus aller Welt ins Rijksmuseum. Der erste A350 trägt somit einen Namen, der tief in der niederländischen Kultur verwurzelt und weltweit sofort erkennbar ist. Das zweite Flugzeug wird den Namen „Mädchen mit dem Perlenohrring“ tragen.

In den kommenden Jahren werden die A350 einen Teil der heutigen Interkontinentalflotte von KLM ersetzen. Das Flugzeug verbraucht nach Angaben des Herstellers rund 25 % weniger Treibstoff als Flugzeuge der vorherigen Generation. Seine Lärmbelastung ist zudem ungefähr 40 % geringer, sodass Anwohner der Flughafenregionen weniger Fluglärm durch startende und landende Flugzeuge wahrnehmen. Für die Passagiere bietet der A350 ein neues Komfortniveau mit einer der leisesten Kabinen seiner Klasse und einem verbesserten Bordumfeld.

Flottenerneuerung. KLM investiert 7 Mrd. Euro in die Erneuerung ihrer Flotte. Neben dem Airbus A350 für Interkontinentalstrecken und dem A350F für den Frachtbetrieb umfasst das Flottenerneuerungsprogramm auch den Airbus A321neo, die von KLM Cityhopper betriebene Embraer-E2-Flotte sowie Boeing Dreamliner 787-9.Quelle: KLM / CM

United: Tripleseven musste in einen steilen Sinkflug

Eine Boeing 777-200ER von United Airlines mit 276 Passagieren an Bord vollzog in den frühen Morgenstunden des Samstags über dem Nordatlantik einen „steilen Sinkflug“, nachdem die Cockpit-Frontscheibe auf der Seite des Ersten Offiziers während des Fluges in einer Höhe von rund 37.000 Fuß (ca. 11.300 Meter) Risse bekommen hatte.United-Flug UA-19 war am Freitag (09. Oktober 2026) gegen 17:25 Uhr Ortszeit in Newark zu einem eigentlich routinemäßigen siebenstündigen Nachtflug nach Mailand (Italien) gestartet. Die 29 Jahre alte Tripleseven befand sich auf der Nordatlantik-Route in Richtung Europa und näherte sich bereits Irland, als sie plötzlich zu einem – wie ein Passagier es beschrieb – „steilen Sinkflug“ in Richtung Dublin ansetzte.

Die Passagiere wurden darüber informiert, dass das Flugzeug zur irischen Hauptstadt umgeleitet werde; nur wenige an Bord wussten jedoch, was der Grund für den außerplanmäßigen Zwischenstopp in Dublin war. Nach der Landung erfuhren die Passagiere, dass die Cockpit-Frontscheibe auf der Seite des Ersten Offiziers während des Reiseflugs Risse bekommen hatte. Derzeit steht der Großraumjet weiterhin am Boden in Dublin.

Auch wenn es selten vorkommt, ist es nicht ungewöhnlich, dass Cockpit-Frontscheiben plötzlich und ohne oder mit nur geringer Vorwarnung zerspringen. Es kommt äußerst selten vor, dass eine Scheibe so stark beschädigt wird, dass es zu einem Druckverlust in der Kabine kommt. Die Cockpit-Frontscheibe einer Boeing 777 besteht aus mehreren Schichten, sodass die strukturelle Integrität der Scheibe selbst dann gewahrt bleibt, wenn eine Schicht zerspringt. Sobald eine Schicht zerspringt, stufen die Piloten den Vorfall als potenziell ernsten Notfall ein und versuchen, das Flugzeug so schnell wie möglich sicher zu landen. Im Fall von UA-19 befand sich das Flugzeug glücklicherweise in der Nähe eines geeigneten Ausweichflughafens – wenngleich die Situation ganz anders hätte aussehen können, wenn die Windschutzscheibe bereits früher über dem Atlantik im Flug Risse bekommen hätte.

Ein bekannter Vorfall ereignete sich 1990, als ein Kapitän von British Airways teilweise aus dem Cockpit gesogen wurde, nachdem sich eine unsachgemäß montierte Frontscheibe vom Flugzeug gelöst hatte. Der Erste Offizier und die Flugbegleiter mussten sich am Gürtel und an den Knöcheln von Kapitän Timothy Lancaster festhalten, um zu verhindern, dass er vollständig aus dem Flugzeug gezogen wurde. Einigen Berichten zufolge befürchtete die Besatzung, Lancaster sei bereits tot, hielt ihn jedoch weiterhin fest, da sie fürchtete, er könnte in das Triebwerk gesogen werden und das Flugzeug zusätzlich gefährden. Wie durch ein Wunder überlebte Lancaster; er erlitt mehrere Knochenbrüche sowie Erfrierungen. Quelle: CM

SAS EuroBonus ist Airline-Treueprogramm 2026

SAS EuroBonus hat bei den „Frequent Traveler Awards 2026“ zwei Auszeichnungen gewonnen: „Airline-Treueprogramm des Jahres“ sowie „Beste Elite-Vorteile für Airline-Vielflieger“ in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). Die Auszeichnungen basieren auf der Abstimmung von Reisenden; in diesem Jahr wurden mehr als 3 Mio. Stimmen abgegeben.

Die Frequent Traveler Education Foundation (eine gemeinnützigen Organisation) verleiht seit zehn Jahren alljährlich die Vielflieger-Awards. Die Preise 2026 würdigen sowohl das EuroBonus-Programm als Ganzes als auch die Vorteile, die den treuesten Reisenden geboten werden. Mit mehr als 9 Mio. Mitgliedern entwickelt sich EuroBonus stetig weiter und bietet neben speziellen Vielfliegervorteilen auch Möglichkeiten, Punkte bei Flügen, Hotelaufenthalten, alltäglichen Einkäufen und anderen Dienstleistungen zu sammeln und einzulösen.

SAS hat das beste Vielfkiegerprogramm 2026. Foto: FTEF

Für EuroBonus-Mitglieder der Statusstufen Silver, Gold und Diamond bietet das Programm eine Reihe von Premium-Reisevorteilen, darunter bevorzugte Serviceleistungen, Lounge-Zugang, zusätzliche Freigepäckmengen sowie mehr Flexibilität während der gesamten Reise.

„Dass diese Auszeichnungen direkt von den Reisenden vergeben werden, macht sie besonders wertvoll. Unsere Mitglieder stehen im Mittelpunkt von EuroBonus, und diese Anerkennung spiegelt das Engagement unserer Kollegen wider, die täglich daran arbeiten, unseren Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten. Wir sind stolz auf das Erreichte und werden EuroBonus weiterentwickeln, um unseren Mitgliedern noch mehr Vorteile und Möglichkeiten zu bieten“, sagt Paul Verhagen, Chief Commercial Officer bei SAS.

Auch SkyTeam, die Allianz, der SAS im Jahr 2024 beigetreten ist, wurde ausgezeichnet und erhielt die Preise für die „Airline-Allianz des Jahres“ sowie für die „Besten Vorteile für Mitglieder einer Airline-Allianz“. Die Gewinner wurden bei der jährlichen Verleihung der Frequent Traveler Awards in Chicago bekannt gegeben. Quelle: SAS / CM

Emirates A380 musste in Frankfurt notlanden

Emirates-Flug EK31, ein A 380,  war auf dem Weg von Dubai nach London Heathrow. Über Tschechien hatte sich an Bord des Riesenvogels ein medizinischer Notfall ereignet. Die Crew informierte die Cockpitbesatzung, die wiederum setzte den Notfallcode 7700 ab und änderte den Kurs mit Ziel Frankfurt Rhein-Main. 

Statt den direkten Kurs nach London zu halten, der ohnehin üver Frankfurt gegangen wäre, leiteten die Piloten einen schnellen Sinkflug ein. Zuvor hatten sie bei der Flugsicherung eine sofortige Umleitung nach Frankfurt erbeten. Die Umleitung erfolgte problemlos. Der Doppelstöcker landete sicher um 16.09 Uhr auf der Landebahn 25L am Frankfurter Flughafen. . Am Boden warteten bereits Rettungskräfte zur Versorgung der erkrankten Person.  Was genau passiert ist, dazu schweigt die Airline. Emirates teilte lediglich mit, dass der Weiterflug nach London voraussichtlich gegen 18 Uhr starten kann. Quelle: Kölner Express / CM

Ryanair schließt Basis in Berlin

Der irische Billigheimer Ryanair zieht einige Boeings vom BER ab. Grund: Hohe Flughafengebühren und die deutsche Luftverkehrssteuer. Passagiere müssen sich auf weniger Verbindungen und höhere Preise einstellen. 

In gewohnt übelster Weise beschimpft Airline-Chef Eddie Wilson Man den Flughafen Berlin-Brandenburg, als „erfolglosesten Flughafen Europas“. Deutschlandweit werden von Ryanair im kommenden Winterflugplan rund 700.000 Sitzplätze weniger angeboten als vor einem Jahr, kündigt das irische Unternehmen an. Das sei ein Rückgang um 10 P% im Vergleich zum Winter 2025/26. Am BER schließt die Airline zum 24. Oktober 2026 ihre Basis mit sieben Flugzeugen und dazugehörigen Crews. Die Jets würden an wettbewerbsfähigere Flughäfen in anderen EU-Staaten verlagert, heißt es.  

Die deutsche Hauptstadt wird zwar weiterhin vom Billigcarrier angeflogen, verliert aber den Angaben zufolge rund die Hälfte des bisherigen Angebots. Zwölf Strecken, u.a. nach Gran Canaria, Palermo und Thessaloniki würden ganz eingestellt, andere ausgedünnt. Die die Kapazität in Memmingen und Köln wird ausgebaut. Neu angesteuert werden im Winterflugplan Saarbrücken und Friedrichshafen. Quelle: Ryanair / CM

BDL spricht von Nachhaltigkeit, fordert aber das genaue Gegenteil

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) ist nur am Heulen und Betteln. Beim „Abend der Luftfahrt“ in Berlin sind mehr als 500 Gäste aus Luftfahrt und Politik in Berlin zusammengekommen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und BDL-Präsident Lars Redeligx eröffneten den Abend mit ihren Grußworten.

Redeligx machte deutlich, dass der weltweite Luftverkehr weiter zunehmen werde – laut IATA ist derzeit das Gegenteil der Fall – wie die Rekordbestellungen bei Airbus und Boeing zeigten. Doch während das Flugangebot in vielen europäischen Märkten wachse, falle Deutschland immer weiter zurück. Grund dafür seien vor allem die staatlichen Belastungen, die doppelt so hoch lägen wie im europäischen Durchschnitt. Das bedeute zwei Mrd. Euro Mehrkosten pro Jahr für die Branche. Der BDL-Präsident betonte, dass Luftverkehr essenzielle Infrastruktur für Wohlstand, Resilienz und Freiheit ist. „Konnektivität ist für Deutschland genauso wichtig wie bezahlbare Energie und Fachkräfte.“ Worauf Redeligx mit keiner Silbe einging, die Luftfahrt ist ganz maßgeblich an den Klimakatastrophen mit schuld. 

Die Rücknahme der letzten Erhöhung der Luftverkehrsteuer würdigte Redeligx als wichtiges Signal. Die Entlastung um 2,50 Euro pro Passagier reiche jedoch nicht aus: Um auf europäisches Niveau zu kommen, seien insgesamt 15 Euro nötig. Dass sich das lohne, zeigten die Zahlen: Jedes zusätzlich in Deutschland stationierte Flugzeug bedeute im Schnitt 170 Arbeitsplätze und 70 Mio. Euro Wertschöpfung. „Die deutsche Luftfahrt war einmal europäische Spitze. Sie kann es wieder sein“, sagte Redeligx.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat der BDL der Politik einen Zukunftspakt für Wachstum, Innovation und Nachhaltigkeit (von Nachhaltigkeit kann überhaupt keine Rede sein) angeboten. Dieser umfasst drei Schritte:

  • Halbierung der staatlichen Steuern und Gebühren für Luftverkehr auf europäisches Niveau
  • Schnellere Verfahren, Bürokratieabbau und Verzicht auf „Gold-Plating“ bei der Umsetzung europäischer Regeln in deutsches Recht
  • Bezahlbare und wettbewerbsneutrale Dekarbonisierung, finanziert aus den steigenden Einnahmen des Emissionshandels

Mit diesen Maßnahmen könne auch der Luftverkehrsstandort Deutschland wieder durchstarten, betonte Redeligx. Der BDL-Präsident verwies auf das Beispiel Schweden. Nach der Abschaffung der Luftverkehrsteuer wuchs das Angebot innerhalb eines Jahres um 9 %. „Das kann auch bei uns gelingen“, sagte er. Nur nutzen die Skandinavier Passagierflüge immer weniger. Skandinavier fliegen nachweislich weniger als viele Menschen im Rest Europas, was stark mit dem Phänomen der Flugscham (Flygskam) zusammenhängt. Quelle: BDL / CM