TSA startet revolutionäres Programm zur Sicherheitskontrolle 

Die TSA (US-Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Ministeriums für Innere Sicherheit, dient zur Wahrung der Öffentlichen Sicherheit im Verkehr der Vereinigten Staaten) hat in Framingham im US-Bundesstaat Massachusetts die landesweit erste Einrichtung für Sicherheitskontrollen außerhalb des Flughafengeländes in Betrieb genommen. Sie ermöglicht es ausgewählten Passagieren des Flughafens Boston Logan, die Sicherheitskontrolle bereits vor der Ankunft am Flughafen zu durchlaufen. Das Pilotprojekt könnte als nationales Vorbild für Flughafenterminals dienen, indem es den Andrang verringert, den Komfort erhöht und die Zukunft des Flugverkehrs neu gestaltet. 

Die Transportation Security Administration (TSA) hat eine bahnbrechende Initiative zur Passagierkontrolle gestartet, die die Art und Weise, wie US-Amerikaner künftig Flughäfen und den Flugverkehr nutzen, grundlegend verändern könnte. 

Ab sofort betreibt die TSA in Zusammenarbeit mit der Massachusetts Port Authority (Massport) in Framingham die erste Einrichtung des Landes für Sicherheitskontrollen außerhalb des Flughafens. Das Verfahren richtet sich an Passagiere, die vom Boston Logan International Airport abfliegen. Das innovative Pilotprogramm ermöglicht es berechtigten Reisenden, den Check-in und die TSA-Sicherheitskontrolle bereits weit entfernt vom Flughafen zu absolvieren, bevor sie in einen gesicherten Shuttle steigen, der sie direkt zu ihrem Abflugterminal bringt. 

Das Programm richtet sich derzeit an Passagiere, die von Boston Logan aus mit JetBlue oder Delta Air Lines fliegen, und steht zwischen 05:30 Uhr und 16:00 Uhr (Eastern Time) zur Verfügung. 

Anstatt sich durch den Verkehr auf der Autobahn zu kämpfen, nach einem Parkplatz zu suchen und in überfüllten Warteschlangen an der Sicherheitskontrolle des Flughafens Logan zu stehen, können Reisende zum Standort Framingham fahren, dort parken, für ihren Flug einchecken, die TSA-Sicherheitskontrolle durchlaufen und in einen gesicherten Bus steigen, der sie direkt in den Sicherheitsbereich (hinter der Kontrolle) des Flughafens bringt.

„Bei diesem Pilotprogramm geht es vor allem darum, unseren Reisenden Wahlmöglichkeiten zu bieten“, sagte Ha Nguyen McNeill, die als hochrangige TSA-Beamtin die Aufgaben der amtierenden Administratorin wahrnimmt. „Unter Präsident Trump und Minister Mullin sucht die TSA ständig nach neuen Wegen, den Ablauf an der Sicherheitskontrolle für Passagiere reibungsloser und schneller zu gestalten, ohne dabei das hohe Sicherheitsniveau zu beeinträchtigen.“ 

Tickets für diesen externen Sicherheitscheck sind über Massport für 9 US-Dollar erhältlich, während das Parken am Standort Framingham 7 US-Dollar pro Tag kostet. Kinder unter 18 Jahren fahren kostenlos mit dem gesicherten Shuttle, wenn sie von einem Erwachsenen mit Ticket begleitet werden. 

Eine Vision, die über die Flughafengrenzen hinausreicht. Während das unmittelbare Ziel darin besteht, den Passagierkomfort zu erhöhen und den Andrang am Flughafen Boston Logan zu verringern, sehen Verkehrsexperten in dieser Initiative einen möglichen ersten Schritt hin zu einer neuen Generation von Infrastrukturen für die Flughafenzufahrt in großen Metropolregionen. 

Das Konzept ähnelt den „Stadtterminals“, die bereits erfolgreich in internationalen Märkten wie Hongkong, Wien (City Airport Train CAT) und Kuala Lumpur betrieben werden; dort können Passagiere einchecken und teilweise ihr Gepäck aufgeben, bevor sie über spezielle Verkehrsverbindungen zum Flughafen reisen. 

Bei einem Ausbau des Konzepts könnten dezentrale Sicherheitskontrollzentren in großen US-Städten eingerichtet werden, die es Reisenden ermöglichen, die TSA-Sicherheitskontrolle wohnortnah oder in der Nähe von Geschäftsvierteln, Bahnhöfen sowie Verkehrsknotenpunkten im Umland zu durchlaufen. 

Bei einem solchen Modell würden die Passagiere bereits sicherheitsgeprüft und freigegeben am Flughafen eintreffen und könnten sich direkt in den Sicherheitsbereich und anschließend zu ihren Flugsteigen begeben. Dieser Ansatz könnte den Andrang an den Flughafenterminals erheblich reduzieren, indem die Passagierabfertigung auf mehrere Standorte in der gesamten Metropolregion verteilt wird. 

Verringerung von Verkehrsaufkommen und Überlastung an Flughäfen. Für Flughäfen, die mit Platzmangel und steigenden Passagierzahlen konfrontiert sind, bietet dieses Modell eine potenziell kosteneffiziente Alternative zu umfangreichen Terminalerweiterungen. Flughafenbetreiber in den gesamten USA haben weiterhin mit zunehmenden Verkehrsstaus im Terminalbereich, überlasteten Sicherheitskontrollen und begrenzten Parkkapazitäten zu kämpfen. Dezentrale Sicherheitskontrollstellen könnten dazu beitragen, diese Belastungen zu verringern, indem ein Teil der Passagierabfertigung vom Flughafen in städtische Zentren, Verkehrsknotenpunkte im Umland oder regionale Verkehrskorridore verlagert wird. 

Solche Einrichtungen ließen sich künftig in S-Bahn-Stationen, öffentliche Verkehrsnetzen, Kongresszentren, Kreuzfahrtterminals und große Parkanlagen integrieren, um ein nahtloses Reiseerlebnis von der Haustür bis zum Flugsteig zu schaffen. US-Verkehrsplaner weisen darauf hin, dass dieser dezentrale Ansatz Trends aus der Frachtlogistik widerspiegelt; dort werden bereits seit Langem externe Abfertigungszentren genutzt, um die Effizienz zu steigern und Engpässe zu reduzieren. 

Mögliche landesweite Expansion. Das Pilotprojekt in Framingham ist Teil der umfassenderen Bemühungen der TSA, Technologien und Verfahren für die dezentrale Passagierkontrolle zu evaluieren. Ähnliche Initiativen zur dezentralen Sicherheitskontrolle werden derzeit in unterschiedlicher Form am Los Angeles International Airport (LAX), am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport sowie am New Yorker John F. Kennedy International Airport betrieben. 

Die TSA-Beamten betrachten das Projekt im Großraum Boston als wichtigen Testfall, der als Grundlage für zukünftige landesweite Implementierungen dienen könnte. Angesichts der stetig steigenden Passagierzahlen und der Suche der Flughäfen nach innovativen Lösungen für ihre Kapazitätsengpässe könnten sich dezentrale Sicherheitskontrollzentren zu einem Schlüsselelement der amerikanischen Luftfahrtinfrastruktur entwickeln. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass sich solche Stadtterminals bei Erfolg des Pilotprojekts in Metropolregionen wie Chicago, Dallas, Miami, Washington, D.C., Seattle und Los Angeles etablieren und den Reisebeginn grundlegend verändern könnten. Quelle: TSA / CM
A New Way to Fly Out of Boston Logan. Foto: Massport

Erste Dreamliner für Riyadh Air

Riyadh Air hat ihre ersten beiden Boeing Langstreckenjets B 787-9 Dreamliner übernommen. Beide Flugzeuge sind in Riad eingetroffen. Für die neue Airline aus Saudi Arabien  ist dies ein Meilenstein auf dem Weg zur Aufnahme des Linienflugbetriebs.

„Die Landung unserer allerersten, speziell für uns gefertigten 787 Dreamliner in Riad zu erleben, ist ein historischer Moment für uns und ein bedeutender Tag für die saudische Luftfahrt“, sagte Tony Douglas, CEO von Riyadh Air. „Ich blicke voller Begeisterung und Zuversicht in die Zukunft und auf das Vermächtnis, das wir hier schaffen. Wir bauen nicht nur eine Fluggesellschaft auf, sondern eröffnen vom Herzen des Königreichs aus ein neues Tor zur Welt.“

Die Auslieferungen sind ein wichtiger Schritt für die Luftfahrtstrategie des Königreichs Saudi-Arabien, das bis 2030 jährlich 150 Mio. Besucher anziehen und 330 Mio. Passagiere abfertigen will. Der Flottenplan von Riyadh Air sieht bis zu 72 Flugzeuge des Typs B 787 vor. Die Dreamliner sollen eine zentrale Rolle dabei spielen, das Königreich mit regionalen und interkontinentalen Märkten – darunter Europa, Asien, Afrika und Nordamerika – zu verbinden.

Laut Stephanie Pope, Präsidentin und CEO von Boeing Commercial Airplanes, bietet der Dreamliner unübertroffene Effizienz, große Flexibilität bei der Routenplanung sowie eine ansprechende Kabinenausstattung, die für ein herausragendes Reiseerlebnis sorgen soll.Riyadh Air plant, bis 2030 mehr als 100 Ziele zu bedienen, wobei die ersten Flüge mit der B 787 u.a. nach London, Kairo und Dschidda führen sollen. Quelle: Boeing / CM 

Der saudische Carrier Riyadh Air hat seine ersten zwei Dreamliner erhalten. Foto: Boeing

Dreamliner Bugfahrwerk knickte ein

Mehrere Flugbegleiter und Bodenmitarbeiter wurden in Frankfurter Kliniken gebracht, nachdem sie verletzt worden waren, als am Donnerstagnachmittag, 04. Juni 2026, an einem Gate des Rhein-Main-Flughafens unerwartet das Bugfahrwerk einer brandneuen Boeing 787 Dreamliner der Lufthansa einknickte.

Die Besatzung des Langstreckenjets, der erst im Januar 2026 an die Lufthansa ausgeliefert worden war, bereitete sich gerade auf den Abflug nach Los Angeles (Flug LH-450) vor, als sich der Vorfall ereignete. In einer Stellungnahme bestätigte ein Lufthansa-Sprecher, dass sich zum Zeitpunkt des Vorfalls keine Passagiere an Bord des Flugzeugs befanden; allerdings waren bereits Besatzungsmitglieder sowie Bodenpersonal an Bord gegangen, um mit den Vorbereitungen zu beginnen, als das Bugfahrwerk einknickte. „Mehrere Mitarbeiter wurden verletzt und werden derzeit medizinisch versorgt“, hieß es in der Mitteilung. Und weiter:„Wir untersuchen derzeit gemeinsam mit den zuständigen Behörden die genauen Umstände. Techniker und Unterstützungspersonal sind vor Ort. Wir werden weitere Informationen bekannt geben, sobald diese vorliegen.“

Laut Flugverfolgungswebsites hatte Boeing im Oktober 2025 mit Testflügen dieser brandneuen Boeing 787-9 (Kennung: D-ABPQ) begonnen, bevor die Maschine am 17. Januar 2026 an die Lufthansa ausgeliefert wurde.

Laut Listenpreis kann eine neue Boeing 787-9 bis zu 300 Mio. US-Dollar kosten. Das Flugzeug ist mit der speziell für Lufthansa entwickelten „Allegris“-Business-Class-Kabine ausgestattet, deren Zertifizierung für die 787 Dreamliner auf erhebliche behördliche Hürden stieß.

Lufthansa nahm den Flugbetrieb mit der Boeing 787 von ihrem Drehkreuz Frankfurt aus erst im Oktober 2025 auf. Die Fluggesellschaft stationiert derzeit zehn dieser Maschinen in Frankfurt und bedient damit Ziele wie Austin, Rio de Janeiro, Bogotá, Kapstadt, Shanghai, Hyderabad und Hongkong. Erst Anfang Juni wurde die Strecke von Frankfurt nach Los Angeles in den Flugplan der 787 Dreamliner aufgenommen.

Passagiere, unter ihnen zahlreiche Geschäftsreisende, die auf den Einstieg in Flug LH-450 warteten, verharrten fassungslos und schweigend, als sie durch die großen Fenster am Frankfurter Flughafen mit ansehen mussten, wie das Bugfahrwerk plötzlich zusammensackte.

Fotos und Videos des Unfalls, die die erheblichen Schäden an der Maschine zeigten, verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien. Neben der beschädigten Flugzeugnase war auch die vordere Frachttür stark in Mitleidenschaft gezogen worden, da sie gegen Bodenabfertigungsgeräte gekippt war.

Der Vorfall erinnert an einen sehr ähnlichen Unfall, der sich im Juni 2021 an einem regnerischen Tag am Flughafen London Heathrow mit einer Boeing 787 von British Airways ereignet hatte.

Das Flugzeug war auf einer Außenposition abseits des Terminalgebäudes abgestellt und wurde gerade für einen reinen Frachtflug vorbereitet, um persönliche Schutzausrüstung aus Asien zurückzubringen. Während der Standzeit am Boden wurde der Jet gewartet; dabei war ein Arbeitsschritt erforderlich, bei dem der Fahrwerkshebel im Cockpit betätigt werden musste. Um ein Einfahren des Fahrwerks zu verhindern, mussten Techniker einen Sicherungsstift in eine dafür vorgesehene Öffnung am Fahrwerk stecken. Der mit dieser Aufgabe betraute Techniker hatte den Stift zuvor noch nie eingesetzt und steckte ihn versehentlich in eine benachbarte Öffnung, die das Fahrwerk nicht arretierte. Unfallermittler stellten später fest, dass sich die beiden Öffnungen sehr ähnlich sahen und nicht eindeutig gekennzeichnet waren.

Lufthansa begann Ende 2025 mit Einsätzen ihrer brandneuen Boeing 787, noch bevor die „Allegris“-Business-Class-Kabine für den Betrieb zertifiziert war, da die behördliche Zulassung durch die Federal Aviation Administration (FAA) längere Zeit in Anspruch nahm. Die FAA hat die meisten Sitze erst im Februar zertifiziert, wenngleich drei der 28 Sitze in diesen Flugzeugen aufgrund laufender behördlicher Überprüfungen weiterhin nicht von Passagieren genutzt werden dürfen. Quelle: Lufthansa – Fraport – FAA – CM – Video: Reddit

Air Europa feiert 40. Geburtstag

40 Jahre voller Vision, Leidenschaft fürs Fliegen und unzähliger Momente, in denen Menschen miteinander verbunden wurden: Im Jahr 2026 feiert Air Europa seinen 40. Geburtstag. 

Genau genommen wurde Air Europa am 17. Februar 1984 unter dem Namen Air España gegründet.  1986 beteiligte sich die britische Charterairline Air Europe an dem Unternehmen. Die britische Gesellschaft integrierte Air España im selben Jahr in die Airlines of Europe Group, einen Zusammenschluss von Fluggesellschaften, an denen das britische Unternehmen Beteiligungen besaß. Infolge der Übernahme firmierte die spanische Gesellschaft um zu Air Europa und führte erstmals am 21. November 1986 einen Flug von Teneriffa nach London unter dem neuen Namen durch. Es folgte der Verkauf an eine Investorengruppe unter Führung des Tourismus-Unternehmers Juan José Hidalgo (der das Unternehmen in seine Holding Globalia integrierte).

Was 1986 als klare Idee begann, hat sich über vier Jahrzehnte hinweg zu einer der profiliertesten internationalen Fluggesellschaften entwickelt, die heute mehr denn je für Sicherheit, Innovation und ein erstklassiges Kundenerlebnis steht. Der Carrier blickt auf eine beeindruckende Historie zurück. 

Die Geschichte von Air Europa ist dabei untrennbar mit ihrem Gründer Juan José Hidalgo verbunden – und sie findet ihren Ursprung kurioserweise weit weg von den spanischen Küsten, nämlich in der Schweiz. Als junger Mann verließ Hidalgo seine Heimat Salamanca, um in Zürich im Transport- und Busgeschäft seine ersten unternehmerischen Sporen zu verdienen. Diese Zeit in der Schweiz war prägend: Sie vermittelte ihm jene Werte von Zuverlässigkeit, Präzision und wirtschaftlichem Weitblick, die später zum Fundament von Air Europa und dem Tourismuskonzern Globalia werden sollten.

Hinter der spanischen Fluggesellschaft Air Europa steht die Familie Hidalgo über ihre Holdinggesellschaft Globalia, welche die unternehmerische Mehrheit hält. Zudem hält Turkish Airlines seit 2025 26 % der Anteile. Und die IAG (International Airlines Group), Mutterkonzern von British Airways und Iberia,  ist mit 20 % beteiligt.

Timeline: 

1986: Air Europa wird gegründet. Erster Flug von Teneriffa nach London.

1991: Eine Gruppe von Investoren unter der Leitung von Juan José Hidalgo erwirbt das Unternehmen.

Screenshot

1993: Air Europa betreibt Linienflüge im Inland und bricht damit das Monopol von Iberia in Spanien.

1994: Die Flugroute Madrid-Barcelona wird eingeführt und fordert Iberia auf einer ihrer profitabelsten Strecken heraus.

1995: Air Europa fliegt London und New York an und öffnet sich somit dem internationalen Flugmarkt.

2000: Air Europa setzt die erste Boeing 767-300 für ihre transatlantischen Strecken ein. 

2007: Am 01. September tritt das Unternehmen offiziell der SkyTeam-Allianz bei.

2008: Als erste Fluggesellschaft der Welt nimmt sie am Umweltschutzprogramm AIRE Oceanic Program teil, mit dem Ziel, den Ausstoß schädlicher Gase auf transatlantischen Flügen zu reduzieren. 

2009: Air Europa erweitert sein Angebot um neue Strecken nach Lissabon, London, Venedig, New York und Miami. Nimmt an der zweiten Phase des Umweltschutzprogramms AIRE Oceanic Program teil.

2010: Air Europa wird Vollmitglied von SkyTeam.

2012: Air Europa formalisiert den Erwerb der acht Boeing 787, die ab 2016 zur Flotte gehören.

2014: Eröffnung der Strecken Madrid-Frankfurt und Madrid-München, beide mit jeweils zwei täglichen Flügen. 

2015: Air Europa gibt eine neue Bestellung bei Boeing über vierzehn B787-9 Dreamliner bekannt, zusätzlich zu den acht B787-8, die die Fluggesellschaft bereits erworben hat. Der Modernisierungsplan beginnt mit der Präsentation des neuen Images und des neuen Air Europa SUMA Treueprogramms. Es ist die erste spanische Fluggesellschaft, die ihre gesamte Flotte mit Defibrillatoren ausrüstet. 

2018: Atmosfair, die deutsche Umweltorganisation, die jährlich die 200 größten Fluggesellschaften der Welt nach ihrer Klimaeffizienz bewertet, stuft Air Europa als effizienteste Netzwerkfluggesellschaft Europas ein. Im Ranking von Atmosfair belegt Air Europa außerdem den dritten Platz unter allen Netzwerkfluggesellschaften weltweit, was das starke Umweltengagement der Airline unterstreicht. Air Europa Express belegt den zweiten Platz in der Rangliste der effizientesten regionalen Unternehmen und den ersten Platz auf europäischer Ebene. Jetzt wird auch Düsseldorf angesteuert.  Danaxch auch Hamburg.

2019: Air Europa und Air France-KLM unterzeichnen eine Joint-Venture-Vereinbarung für ihre Flüge zwischen Europa und Mittel- und Südamerika. 

2020: Air Europa führt den längsten kommerziellen Passagierflug in der Geschichte des Unternehmens durch: von Los Angeles nach Bali, über den Pazifik von West nach Ost und mehr als 7.600 Seemeilen in weniger als 17 Stunden. 
2021: Air Europa ist die erste Fluggesellschaft der Welt, die den digitalen Gesundheitscheck von Amadeus integriert hat. Damit können Passagiere ihre medizinischen Unterlagen beim Check-in nachweisen, ohne dafür die Website oder App der Fluggesellschaft verlassen zu müssen.
2022 Air Europa startet eine neue Expansionsphase und nimmt fünf neue B 787 Dreamliner und sechs B 737 in Dienst. Die Fluggesellschaft macht einen großen Schritt, indem sie zusammen mit TravelX das erste Flugticket im NFT-Format herausbringt, wofür sie bei den FTE Pioneer Awards 2022 ausgezeichnet wurde,. 

2023: Das Treueprogramm Air Europa Suma erreicht weltweit 2 Mio. Kunden. Die Airline führt ein Auktionssystem ein, um die Business-Klasse zu genießen. Ein multimodales Abkommen mit iryo ermöglicht den Kauf kombinierter Bahn- und Flugreisen mit einem einzigen Ticket. 

2024: Air Europa erweitert das Auktionssystem, um XL-Sitze zum besten Preis zugänglich zu machen.

2025: Turkish Airlines steigt bei Air Europa mit einem Anteil von 26 % ein. Quelle: CM / Air Europa

UFO kritisiert Lufthansa-Management

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) wirft dem Lufthansa-Management schweres Missmanagement bei der Schließung der Lufthansa CityLine und der aktuellen Planung des Sommerflugplans vor. Kurz vor Beginn der Hauptreisezeit werden aus Sicht der Kabinengewerkschaft die Folgen schwerwiegender strategischer Fehlentscheidungen sichtbar: reduzierte Kabinenbesatzungen, fehlende Reserven und wachsende Unsicherheit für Passagiere.  

„Lufthansa verkauft Verlässlichkeit, Netzwerkqualität und Premiumanspruch. Gleichzeitig spart der Konzern an genau der Grundlage, die einen stabilen Flugbetrieb überhaupt möglich macht: ausreichend Personal“, erklärt Sara Grubisic, stellvertretende Vorsitzende und Vorständin Tarifpolitik der UFO. „In der aktuellen Krise braucht es Führung und Vertrauen in die eigene Belegschaft. Lufthansa reagiert stattdessen mit Trotz und weiteren Fehlentscheidungen. Der Konzern nimmt funktionierende Strukturen aus dem System und verkauft die Folgen anschließend als Sachzwang. Das ist kein Krisenmanagement, sondern Managementversagen. Mit der Betriebsstilllegung der CityLine wurde Flugprogramm zur Lufthansa verlagert, ohne die Menschen dafür zu haben. Schon jetzt zeigt sich: Diese Rechnung geht nicht auf.“ 

Besonders kritisch sieht UFO, dass nun ausgerechnet die Lufthansa-Kabine diese Fehlplanung auffangen soll. Statt die Ursachen der selbst verursachten Schieflage zu korrigieren, wird der Betrieb weiter auf Kante gefahren. Schutzmechanismen gegen Überlastung werden kurzfristig aufgeweicht, Personalreserven weiter ausgedünnt. Schon die Freiwilligenaufrufe für den gesamten Juni zeigen, wie angespannt die Lage ist. 

„Wenn ein laufender Monat nur noch mit improvisierten Notmaßnahmen abgesichert werden kann, stellt sich die Frage, wie dieser Konzern den Flugbetrieb in der Hauptreisezeit verlässlich aufrechterhalten will“, so Grubisic weiter. „Wer in dieser Lage weiter Druck ins System gibt, nimmt Störungen im Sommerflugplan billigend in Kauf – zulasten der Beschäftigten und der Passagiere.“ 

Gleichzeitig sitzen rund 800 Kabinenkolleg*innen der Lufthansa CityLine zuhause oder befinden sich in unsicheren Übergangssituationen. Aus Sicht der UFO zeigt sich daran die ganze Absurdität der aktuellen Konzernpolitik: Während im Lufthansa-Streckennetz Personal fehlt, wurde ein funktionierender Flugbetrieb stillgelegt. 

„Für Passagiere und Beschäftigte bedeutet diese Entwicklung einen Sommer voller Unsicherheit. Der Personalmangel kann dazu führen, dass Flugpläne nicht halten, Anschlüsse wegbrechen oder Verbindungen kurzfristig gestrichen werden. Jetzt droht genau das, was Lufthansa mit ihrer Netzwerkqualität eigentlich verhindern müsste: dass weitere Standorte und Regionen faktisch vom eigenen Streckennetz abgekoppelt werden“, erläutert Grubisic weiter. 

Auch das neue Serviceversprechen „FOX“ der Lufthansa steht nach Ansicht der UFO im Widerspruch zur Realität an Bord. Während der Konzern ein Premiumprodukt ankündigt, werden gleichzeitig Langstrecken mit reduzierter Kabinenbesatzung rausgeschickt. Hochwertiger Service und verlässliche Abläufe lassen sich jedoch nicht dauerhaft mit ausgedünntem Personal herstellen. 

„Wir fordern das Lufthansa-Management auf, die Lage endlich realistisch zu bewerten und Verantwortung zu übernehmen“, sagt Grubisic abschließend. „Es braucht einen Sommerflugplan, der mit dem vorhandenen Personal auch verlässlich geflogen werden kann, belastbare Reserven und klare Perspektiven für die betroffenen CityLine-Kolleg*innen. Die Kabinenbeschäftigten halten diesen Betrieb jeden Tag mit Professionalität und enormem Einsatz zusammen. Aber sie sind nicht der Reparaturbetrieb für Managementfehler.“ Quelle: UFO / CM

FlixBus baut am BER aus

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wird für viele Reisende aus Ostdeutschland in diesem Jahr noch besser erreichbar: Denn das Münchner Unternehmen FlixBus baut sein Angebot am BER deutlich aus. Die Offerte dürfte auch den einen oder anderen Business Traveller ansprechen, sofern er/sie nicht mit der Bahn oder dem Pkw anreist.

Der BER zählte 2025 zu den zehn passagierstärksten Haltepunkten im deutschen FlixBus-Netz Neue Direktverbindungen sowie dichtere Taktungen sorgen für mehr Flexibilität bei der An- und Abreise. Davon profitieren nicht nur größere Städte wie Leipzig, Jena und Schwerin, sondern auch kleinere und mittelgroße Städte sowie bislang weniger gut angebundene Regionen. Auch für Reisende aus Polen gibt es ein breites FlixBus-Angebot. 

Neuerungen für Ostdeutschland im Überblick: 

  • Leipzig: FlixBus erweitert das Angebot auf bis zu neun tägliche Fahrten je Richtung, statt bislang vier. Die schnellsten Verbindungen dauern knapp über zwei Stunden.
  • Schwerin, Jena und Chemnitz: Zusätzliche Fahrten rücken beide Städte näher an den BER.
  • Görlitz und Zittau: Beide Städte werden neu mit dem BER verbunden.
  • Erzgebirge: Oberwiesenthal und Annaberg-Buchholz erhalten erstmals eine tägliche Direktverbindung zum BER.
  • Ostseeküste: Im Juli und August verbindet eine neue Saisonlinie den BER direkt mit den Urlaubszielen Warnemünde, Bad Doberan und Kühlungsborn.

Verbindung Polen – BER: 

  • Poznań: Reisende aus der westpolnischen Metropole erreichen den BER mit bis zu 15 täglichen Fahrten je Richtung. Die Fahrzeit beträgt im Schnitt 3:20 Stunden.
  • Wrocław (früheres Breslau): Bis zu 13 tägliche Fahrten je Richtung verbinden Polens drittgrößte Stadt in durchschnittlich etwa vier Stunden mit dem BER.  
  • Szczecin (früheres Stettin): Die Großstadt an der deutsch-polnischen Grenze ist im Schnitt rund 2,5 Stunden vom BER entfernt und wird mit bis zu 12 täglichen Fahrten je Richtung angefahren 

„Der BER ist der drittgrößte Flughafen Deutschlands und der zentrale Flughafen für Ostdeutschland, und er soll für die Reisenden möglichst gut erreichbar sein. Dass FlixBus sein Angebot so deutlich ausbaut, kommt vielen Menschen in Ostdeutschland zugute, nicht nur in den großen Städten“, betont Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. „Am BER gelangen FlixBus-Passagiere in wenigen Minuten fußläufig zu unseren beiden Terminals. „Flughäfen werden für das Wachstum von FlixBus strategisch immer wichtiger. Die hohe Nachfrage am Flughafen BER zeigt, wie relevant direkte Fernbusverbindungen für Reisende aus dem weiteren Einzugsgebiet sind“, sagt Daniel Packenius, Geschäftsführer FlixBus Zentraleuropa. „Gemeinsam mit dem Flughafen BER arbeiten wir daran, das Angebot weiterhin gezielt auszubauen – insbesondere in Regionen, die bislang kaum an den Fernverkehr angebunden sind.“ Quelle: Berlin Brandenburg GmbH / CM

FlixBus bedient den BER künftig sehr viel häufiger. Foto: BER