Das US-Finanzministerium hat den Eigentümer zweier Frankfurter Hilton-Hotels, Ansari, als Geldgeber für Irans Obersten Führer eingestuft. Bis Anfang August muss der US-Hotelkonzern die Managementverträge abwickeln, sprich beenden. Das meldet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.
Betroffen sind das Hilton Frankfurt City Centre und das Hilton Frankfurt Gravenbruch im Neu-Isenburger Ortsteil Gravenbruch. Laut Bloomberg stehen beide Hotels letztlich im Eigentum der auf St. Kitts und Nevis registrierten Smart Global Ltd., die Ali Ansari über über Scheinfirmen und Bankkonten zugerechnet werden.
Das US-Finanzministerium hatte den langjährigen Eigentümer der Immobilien, Ali Ansari, auf die Sanktionsliste gesetzt und ihn als „wichtigen Geldgeber“ für dem derzeitigen Obersten Führer, des Iran, Modschtaba Chamenei, bezeichnet. Zahlungen aus dem Chamenei-Netzwerk an internationale Unternehmen – darunter Hilton – waren ins Blickfeld des US-Justizministeriums geraten, das daraufhin reagierte.
Hilton hat nun einige Wochen Zeit, die Geschäftsbeziehungen geordnet zu beenden, ohne gegen US-Recht zu verstoßen. Ansari selbst hat über seinen Anwalt jede Verbindung zu Chamenei bestritten und angekündigt, gegen bereits Ende vergangenen Jahres verhängte britische Sanktionen Berufung einzulegen. Quelle: Bloomberg / CM