Erfolgreicher Flughafenexpress führt zur Kündigung des Taxenverkehrs am BER 

Die seit dem 15. September 2020 bestehende Vereinbarung zwischen Berlin und dem Landkreis Dahme-Spreewald über die Durchführung des Taxenverkehrs am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wurde vom Landkreis zum 31. Dezember 2026 gekündigt. Damit entfällt ab 01. Januar 2027 die bisherige Möglichkeit für Berliner Taxen, sich am Flughafen Berlin Brandenburg zur Aufnahme von Fahrgästen bereitzuhalten.

In diesem Zusammenhang sei betont, dass die Abholung von Fahrgästen auf vorherige Bestellung bei Berliner Taxiunternehmen, über die telefonische Funkvermittlung oder per App weiterhin zulässig bleibt.

Diese im Jahr 2020 zwischen dem Land Berlin und dem Landkreis Dahme-Spreewald geschlossene Vereinbarung wurde im Zuge der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg und der gleichzeitigen Schließung des Flughafens Berlin-Tegel getroffen. Sie ermöglichte zuletzt 550 Berliner Taxen die Aufnahme von Fahrgästen am Flughafen, obwohl sich dieser auf dem Gebiet des Landkreises Dahme-Spreewald befindet. Im Gegenzug erhielten Taxiunternehmen aus dem Landkreis Dahme-Spreewald die Möglichkeit, auch an Berliner Taxistandplätzen Fahrgäste aufzunehmen.

Der Landkreis begründet seine Entscheidung mit der zuletzt deutlich zurückgegangenen Nachfrage nach Taxibeförderungen am BER. Mitursächlich ist dabei auch die stark verbesserte Schienenanbindung des BER. Seit Dezember 2025 verbindet der Flughafenexpress (FEX) den BER vier Mal pro Stunde in rund 23 Minuten mit dem Berliner Hauptbahnhof. Dieses Angebot wird von den Fluggästen sehr gut angenommen.

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Auch wenn wir uns sehr über den Erfolg des FEX freuen, bedauern wir diese Entwicklung sehr, da die aktuellen Marktbedingungen auch für das Berliner Taxigewerbe herausfordernd sind. Im Ergebnis dieser Kündigung werden wir nun aktiv die Voraussetzungen schaffen, um die zulässige Möglichkeit von Bestellfahrten vom Flughafen öffentlich bekannter zu machen und durch einen gesicherten Festpreis attraktiv zu gestalten.“

Die Senatsverwaltung steht hierzu bereits im Austausch mit dem Berliner Taxigewerbe, um Möglichkeiten für eine verbesserte Nutzung von Bestellfahrten am Flughafen BER zu schaffen.

Zugleich werden die Gespräche mit dem Landkreis Dahme-Spreewald fortgeführt, der zukünftig am und rund um den Flughafen Berlin Brandenburg seiner Aufgabe als Vollzugsbehörde verstärkt nachkommen will, da das Taxigewerbe auch durch die stetig wachsende Konkurrenz von Mietwagenanbietern, die über Plattformen wie Uber und Bolt vermittelt werden, zusätzlich unter Druck steht. Auch für die Bewältigung von Nachfragespitzen – z.B. bei Störungen im Bahnverkehr – wird es weiterhin einen Austausch zwischen der Flughafengesellschaft, dem Landkreis und der Senatsverwaltung geben, damit die Taxiverfügbarkeit in diesen Fällen bestmöglich gewährleistet bleibt. Quelle: Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt / CM

Viele verändern ihr Mobilitätsverhalten

Rückläufige Nachfrage, harter internationaler Wettbewerb und Stellenabbau – die deutsche Automobilindustrie steht unter Druck. Nur mit digitalen Innovationen wird es aus Sicht der Deutschen einen Weg aus der Krise geben: 79 % sind überzeugt, dass die Branche ohne digitale Innovation im Wettbewerb nicht bestehen kann. 70 % halten Kooperationen mit Tech-Unternehmen für notwendig, um international mithalten zu können. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. 

Zugleich wird der deutschen Automobilindustrie das Comeback zugetraut: 71 % vertrauen darauf, dass sie wieder zu alter Stärke zurückfindet. Rund die Hälfte (49 %) meint, die deutsche Automobilbranche sollte sich wieder stärker auf ihre klassischen Werte besinnen. „Die deutsche Automobilindustrie steht unter wirtschaftlichem, geopolitischem und technologischem Druck“, so Bitkom-Vizepräsidentin Dr. Tanja Rückert. „Digitale Innovationen sind ein wesentlicher Schlüssel, um im Wettbewerb zu bestehen. Ingenieurskunst und Qualität bleiben wichtige Stärken – sie müssen aber konsequent mit hochmoderner Software, KI und autonomen Technologien verbunden werden.“ 

Herausforderungen. Die Deutschen sehen eine ganze Reihe von Faktoren, die es der Branche derzeit schwermachen: 7 von 10 (69 %) sehen steigende Benzin- und Energiepreise als eine der aktuell größten Herausforderungen, dicht gefolgt von Handelskriegen mit 67 %. Einschränkungen von Verbrennungsmotoren sehen knapp über die Hälfte (56 %) als Herausforderung, die Marktdurchdringung von Elektroautos 50 %. Die Abhängigkeit von Batterielieferanten ist für 48 % eine Herausforderung, die Diskussion um autofreie Innenstädte für nur 30 %. 

Neue Wettbewerber sehen 53 % als Herausforderung für die Position der deutschen Automobilindustrie. Einen Mangel an Ingenieuren mit IT-Fachwissen nennen 38 %. Den Trend zu vernetzten und autonomen Fahrzeugen sieht lediglich ein Viertel (25 %) als Herausforderung, digitale Verkehrsangebote wie Carsharing, Mitfahrdienste oder Fahrtenvermittler sogar nur 17 %. 

Autokauf: Internetzugang schlägt Design und Marke. Wie wichtig digitale Innovationen inzwischen sind, zeigt auch der Blick auf die Kaufkriterien: Für 80 % der Deutschen ist ein Internetzugang, etwa für Entertainment oder Kommunikation, beim Autokauf wichtig. Damit liegt die Konnektivität beim Autokauf inzwischen deutlich vor klassischen Kriterien wie Design und Marke mit jeweils 56 %. 77 % legen Wert auf neue Fahrassistenzsysteme, 74 % auf die Kompatibilität des Cockpits mit dem eigenen Smartphone, 71 % auf Dienste auf Basis von Fahrzeugdaten und 66 % auf Online-Updates der Fahrzeugsoftware. Rund der Hälfte (53 %) sind Technologien für das automatisierte Fahren wichtig. 

Weiterhin ganz oben stehen aber klassische Kriterien: Sicherheit liegt mit 98 % an der Spitze, dicht gefolgt von Umwelteigenschaften wie dem Verbrauch (94 %), Komfort bzw. Bequemlichkeit (93 %) sowie dem Anschaffungspreis (92 %). Die Art des Antriebs ist 83 % wichtig, die Motorleistung 70 %. 

KI im Auto. Auch beim Einsatz Künstlicher Intelligenz zeigt sich, was die Menschen von einem modernen Auto erwarten: Besonders groß ist das Interesse an Anwendungen, die Sicherheit und Schutz erhöhen. 83 % würden es begrüßen, wenn eine KI das Fahrzeug bei einem erkannten Diebstahlversuch automatisch blockiert. 78 %  fänden gut, würde eine KI das Fahrzeug automatisch übernehmen, um Unfälle zu vermeiden. 69 % befürworten eine KI, die Fahruntüchtigkeit etwa durch Übermüdung oder Alkohol erkennt und vom Fahren abrät. Und mehr als die Hälfte (53 %) will sogar eine KI, die bei überhöhter Geschwindigkeit oder riskantem Fahrverhalten aktiv ins Auto eingreift. 

Autonomem Fahren gehört die Zukunft. 69 % gehen inzwischen davon aus, dass autonomes Fahren in Zukunft Standard sein wird. Die Nutzungsbereitschaft ist schon jetzt hoch: Nahezu 100 % können sich vorstellen, ein autonomes Verkehrsmittel zu nutzen. Besonders hoch ist die Bereitschaft bei autonomen Bussen (71 %( und U- oder S-Bahnen (69 %). Aber auch einen autonomen Privat-Pkw würden 62 % nutzen. Bei Schiffen (32 %9 ) und Flugzeugen (30 %) ist die Offenheit deutlich geringer. 

Eigene Erfahrungen mit automatisiertem Fahren bei Autos gibt es bereits, bislang jedoch vor allem auf den unteren Stufen. 47 % haben bereits Systeme auf Level 1 genutzt, 34 % teilautomatisiertes Fahren auf Level 2. Deutlich seltener sind Erfahrungen mit höheren Automatisierungsstufen: Level 3 haben bislang nur 5 %, Level 4 lediglich 2 % als Fahrer oder Beifahrer erlebt. 

Rechtliche Unsicherheiten bleiben Hürden. Noch stehen dem autonomen Fahren aus Sicht vieler Menschen aber Hürden entgegen. Die Vorbehalte richten sich dabei nicht gegen die Idee des autonomen Fahrens an sich. Vielmehr sehen 63 % unsichere rechtliche Rahmenbedingungen als Hürde, 59 % sorgen sich vor technischen Problemen und 47 % vor Hackerangriffen. Gleichzeitig werden Vorteile gesehen: 44 % erwarten einen besseren Verkehrsfluss und jeweils rund vier von zehn mehr Sicherheit für Insassen (41 %) bzw. andere Verkehrsteilnehmer (39 %). 

Auch beim politischen und gesellschaftlichen Umgang mit autonomem Fahren zeigt sich ein positives Bild: 54 %t finden, Deutschland sollte beim autonomen Fahren eine Vorreiterrolle einnehmen, was aber absolut nicht der Fall ist (Amerikaner und Chinesen sind um Lichtjahre davon geeilt) . 

Mobilität im Wandel. Der Wandel der Mobilität zeigt sich nicht nur am Interesse an neuen Technologien, sondern auch an einem heute bereits veränderten Mobilitätsverhalten. Im Vergleich zu 2024 hat dabei vor allem das Flugzeug eingebüßt: 36 % der Deutschen fliegen nach eigenen Angaben heute seltener, nur 1 % häufiger. Taxis nutzen 29 % seltener, nur 4 % häufiger. Fahrtenvermittler wie Uber oder Bolt entwickeln sich hingegen stabil. nach oben. 

Den eigenen Pkw nutzen 21 % seltener. Verloren haben auch Bus und Bahn, was angesichts des Zustroms an Bahnfahrgästen so nicht stimmen kann. Der Fernverkehr wird laut der Bitkom-Studie angeblich von 21 % seltener und 6 % häufiger genutzt, im Nahverkehr stehen 15 % mit seltenerer und 13 % mit häufigerer Nutzung gegenüber. Das Statistische Bundesamt und die Zahlen der Deutschen Bahn sprechen das genaue Gegenteil. Absolut unglaubhaft sind auch die Zahlen der Bitkom-Studie betreffend die Nutzung von Carsharing. Angeblich t nutzen es heute 11 % öfter und nur 3 % seltener. Den größten Zuwachs verzeichnet das eigene Fahrrad: 43 % nutzen es im Vergleich zu 2024 häufiger. Zu Fuß gehen 26 % häufiger und 5 % seltener. 

Als Gründe für Veränderungen des eigenen Mobilitätsverhaltens werden vor allem äußere Faktoren genannt: 61 % der Menschen, die ihr Mobilitätsverhalten geändert haben, wollen das Klima schonen. Gestiegene Energie- und Benzinpreise nennt rund die Hälfte (51 %). Unter Menschen mit rückläufiger Pkw-Nutzung nennen sogar 78 % gestiegene Benzin- und Energiepreise als Grund für ihr verändertes Mobilitätsverhalten. Weitere äußere Faktoren sind die Sorge vor Infektionskrankheiten (21 %), der Wegfall von Dienstreisen (18 %) sowie Unzuverlässigkeit im Bahnverkehr (25 %) und gestiegene Preise im ÖPNV (14 %t). 

Die Einführung des Deutschlandtickets war für 15 % ursächlich für ihr geändertes Mobilitätsverhalten, ebenso die Nutzung eines Mobilitätsbudgets (15 %). Häufigeres Homeoffice führte bei 6 % zu einer Veränderung der Mobilität. 

Trotz aller offenen Fragen und Herausforderungen überwiegt beim Blick in die Zukunft der Mobilität der Optimismus: 85 % sehen die Digitalisierung als Chance für die Mobilität. „Die Menschen sehen in der Digitalisierung vor allem die Chance, Mobilität besser zu machen – sicherer, komfortabler, effizienter und klimaschonender. Zugleich trauen sie der deutschen Autoindustrie zu, den Wandel nicht nur zu bewältigen, sondern positiv für sich zu nutzen. Jetzt kommt es darauf an, Innovationen schneller in die breite Anwendung zu bringen und daraus eine neue Stärke für den Mobilitätsstandort Deutschland zu entwickeln“, so Rückert. Quelle: Bitkom / CM

Seit 2019 sind 1/2 Mio. Industriearbeitsplätze futsch

Laut ifo Institut schrumpfen ausgerechnet die Branchen in Deutschland, die bisher swb Wohlstand getragen haben. 

Der Aderlass der deutschen Industrie geht trotz des leichten BIP-Wachstums weiter. Seit 2019 sind fast ½ Mio. sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren gegangen, wie eine neue Studie der ifo-Niederlassung Dresden zeigt.

Deutschland durchlebt derzeit einen verschärften Strukturwandel. Während die Industrie seit 2019 massiv Beschäftigung abgebaut hat, sind im Dienstleistungssektor gleichzeitig viele neue Arbeitsplätze entstanden. Der Bedeutungsverlust der Industrie betrifft dabei insbesondere Branchen, die bislang zu den Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung zählten, so den Automobilbau und den Maschinenbau. Dies kann sich negativ auf das künftige Wirtschaftswachstum auswirken. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass Fachkräftelücken nicht gedeckt werden können, zumal das Gros der millionenfachen Zuwanderer weder über sprachliche Deutsch-Kenntnisse noch über eine schlulische oder berufliche Ausbildung verfügt. Es gibt einen klaren qualifikatorischen und regionalen Mismatch zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage.

Trump: Aus New Mexico soll „New America“ werden

Erst der Golf von Mexiko, der nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump „Golf von Amerika“ heißen soll, nun fordert Trump auch die Umbenennung des Bundesstaats New Mexico in „New America“. 

Auf der Plattform Truth Social lässt Trump schreiben, „Wir sind nicht Mexiko,  wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika“. Deshalb muss New Mexico sich sofort umbenennen. Das würde dem Bundesstaat, gelegen zwischen den Bundesstaaten Arizona und Texas, mehr Ansehen verleihen. Angeblich, so heißt es auf der Plattform weiter, würden dann in New America auch Immobilienwerte und Einkommen steigen. Und mit der Umbenennung könnten angebliche Wahlmanipulationen beendet werden. Für Letzteres gibt es null Beweise.

Bei den Politikern der republikanischen und der demokratischen Partei stößt Trumps Vorschlag auf keinerlei Gegenliebe. Gouverneurin Michelle Lujan Grisham verwies darauf, dass der Bundesstaat seinen Namen schon trug, bevor die USA gegründet wurden. Eigenmächtig umbenennen darf Donald Trump den Bundesstaat ohnehin nicht. Dafür wären Entscheidungen auf Ebene des Bundesstaats und des US-Kongresses notwendig. Quelle: Truth Socia / CNN / CM

BMW: Extrem hohe Abfindungspakete

Der Autobauer BMW hat im Oktober 2026 ein massives, freiwilliges Abfindungsprogramm gestartet, das in der Belegschaft auf einen so enormen Ansturm gestoßen ist, dass das interne Personalportal wegen Überlastung vorübergehend gesperrt werden musste. 

BMW will schnellstmöglich 8.000 Beschäftigte loswerden und lockt mit einer immens hohen „Turboprämie“ und „BMW-Rente“. Das Interesse ist groß. Der Konzern zahlt mitunter noch mehr als Mercedes und VW. Zum Start wollten so viele Beschäftigte wissen, was ihr Abgang dem Konzern wert ist, dass das Mitarbeiterportal kollabierte. Nun zeigen erste Fälle, wie hoch BMW den Mitarbeitenden den Abschied im Branchenvergleich vergütet bzw. versüßt

Hintergrund ist ein geplanter Abbau von weltweit rund 8.000 Stellen bis Ende 2027, der vor allem die Bereiche Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung in Deutschland betrifft – die direkte Produktion ist ausgenommen. Da der Konzern auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet, lockt er die Beschäftigten mit finanziell extrem attraktiven Angeboten. 

Laut Berichten aus Konzernkreisen und internen Dokumenten zahlt BMW im Branchenvergleich teilweise deutlich höhere Summen als Mitbewerber wie VW oder Mercedes: Die Höhe der Abfindung richtet sich nach Alter, Gehalt und Betriebszugehörigkeit. Für ältere Mitarbeiter, die sehr lange im Konzern sind, stehen Beträge von bis zu 650.000 Euro im Raum. Internen Kreisen zufolge winken manchen Beschäftigten rechnerisch rund 50.000 Euro pro Jahr der Betriebszugehörigkeit. 

Wer sich besonders schnell für einen freiwilligen Aufhebungsvertrag entscheidet und zu den frühen Austrittsterminen (wie dem 31. März 2027) geht, erhält zusätzlich eine extra Prämie. Mitarbeitende, die bei ihrem Ausscheiden mindestens 55 Jahre alt sind, erhalten neben der Abfindung Privilegien wie vergünstigte Mitarbeiterkonditionen beim Autokauf oder den Erhalt von Dienstwagen

Obwohl BMW wirtschaftlich stabiler dasteht als andere deutsche Automobilhersteller, spürt der Konzern den Druck durch rückläufige Absätze vor allem auf dem chinesischen Markt. Zudem sinkt nach dem Anlauf der neuen Elektro-Modelle der „Neuen Klasse“ der unmittelbare Bedarf an klassischer Entwicklungsarbeit, während gleichzeitig immer mehr Prozesse durch Künstliche Intelligenz effizienter gestaltet werden. Kurzfristig kostet dieses „Luxusprogramm“ BMW Beträge im Milliardenbereich, langfristig will der Vorstand dadurch ab 2028 jedoch jährlich rund 1 Mrd. Euro einsparen. Quelle: BMW / CM

Akkus richtig überwintern

Das E-Bike in Garage oder Fahrradschuppen, der E-Scooter in der Garage und der elektrische Rasenmäher im Gartenhaus. Was im Sommer kein Problem darstellt, sollte bei kalten Temperaturen besser noch einmal überdacht werden – zumindest, wenn ein Akku im Gerät verbaut ist. Kälte schädigt einen intakten Akku zwar nicht automatisch, kann aber vorübergehend seine Leistung und nutzbare Kapazität reduzieren. Für eine längere Winterpause kommt es deshalb vor allem auf den richtigen Lagerort und Ladezustand an.

Entscheidend ist zunächst das richtige Klima. Experten des Mobilitätsclubs empfehlen, dass Akkus bei Temperaturen zwischen 10 und 20° C  und möglichst trocken gelagert werden sollten. Zudem sollten sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Dies gilt für Batterien mit Lithium-Ionen-Technologie, die in nahezu allen Fahrzeugen, Werkzeugen und Gartengeräten zum Einsatz kommen. 

Auch der richtige Ladezustand ist zu beachten. Jeder Hersteller gibt einen eigenen Wert für die richtige Lagerung an, generell sollte man aber Akkus nicht komplett voll oder leer für längere Zeit aufbewahren. Für die Winterpause ist ein mittlerer Ladezustand von etwa 40 bis 60 % empfehlenswert.

Auch wenn Akkus mit Lithium-Ionen-Technologie eine geringe Selbstentladung haben, kann es bei längeren Ruhephasen zu einer sogenannten Tiefenentladung kommen. Diese hat oft zur Folge, dass der Akku im Anschluss nicht mehr richtig aufgeladen werden kann und ersetzt werden muss. Deshalb sollte der Ladezustand während einer längeren Lagerung regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf nachgeladen werden. Zudem empfiehlt der ADAC, zusätzlich die Hinweise des jeweiligen Herstellers zur längeren Lagerung des Akkus zu beachten.

Wer E-Bike oder E-Scooter auch im Winter nutzt, sollte einen stark ausgekühlten Akku nach der Fahrt zunächst langsam auf Raumtemperatur kommen lassen. Insbesondere das Laden eines Akkus bei Temperaturen unter 0 Grad sollte vermieden werden. Quelle: ADAC / CM

Getty Images ist zahlungsunfähgi

Das weltweit bekannte Medienunternehmen Getty Images mit Sitz in Seattle ist zahlungsunfähig. Im Zuge einer Umstrukturierungsvereinbarung – finanziell unterstützt durch die Familien Getty und Koch – den Wechsel von der Börse in Privatbesitz.   Entlassungen am Standort Seattle sind nicht geplant. 

Nachdem eine für 3,7 Mrd. US-Dollar geplante Fusion mit dem Konkurrenten Shutterstock Ende Juni aufgrund behördlicher Auflagen gescheitert war, plant Getty Images nun ein Insolvenzverfahren nach „Chapter 11“ und den Übergang in Privatbesitz gemeinsam mit der Investmentfirma von Charles Koch.

Eährend der Umstrukturierunsphase sollen Geschäftsbetrieb sowie die Situation von Mitarbeitern, Partnern und Lieferanten davon unberührt bleiben. Geplant ist ein sogenanntes „Pre-packaged“-Insolvenzverfahren (ein vorab ausgehandeltes Verfahren), aus dem das Unternehmen bis Jahresende gestärkt hervorgehen soll. Getty beliefert Nachrichtenmedien und Unternehmen weltweit mit Fotos und Videos .

Im Juni hatte Getty-CEO Craig Peters erklärt, der Verwaltungsrat habe beschlossen, die geplante Fusion mit Shutterstock aufzugeben. Grund hierfür war die Forderung der britischen Wettbewerbsbehörde (Competition and Markets Authority), dass Shutterstock seinen Bereich für redaktionelle Inhalte (Editorial Business) veräußern müsse. Für Getty, das sich auf das Wachstum seines eigenen redaktionellen Kerngeschäfts konzentriert, kam eine solche Lösung nicht infrage.

Im August hatte Peters erklärt, das Unternehmen habe „mehr als 100 Millionen Dollar für Beraterhonorare und Finanzierungskosten im Zusammenhang mit einer –„ wie wir glauben“ – strategischen Transaktion“ mit Shutterstock aufgewendet, die letztlich nicht zustande kam. Damals hatte Getty die Investmentbank Guggenheim Securities beauftragt, nach strategischen Finanzierungsalternativen für einen eigenständigen Weg zu suchen. Dies führte dazu, dass die Koch-Gruppe als neuer Finanzierungspartner einstieg (Koch Equity Development unterstützt Getty bereits seit 2018, nachdem das Unternehmen in jenem Jahr 500 Mio. US-Dollar in Form von Vorzugsaktien investiert hatte).

In einer Investorenpräsentation am Montag, 12. Oktober 2026, gab das Unternehmen bekannt, dass sein E-Commerce-Geschäftsbereich iStock mit einer „sinkenden Nachfrage seitens der Agenturen sowie Marktverwerfungen“ zu kämpfen habe – vermutlich bedingt durch die rasche Verbreitung von KI-Tools und -Produkten, die die Erstellung von Stockfotos erheblich vereinfacht haben.

Dennoch prognostiziert Getty Wachstum für seinen Kernbereich „Editorial Images“ (redaktionelle Bilder); für diese Sparte, die auf Nachrichtenbildern – also echten Fotos tatsächlicher Ereignisse – basiert, wird ein Umsatzanstieg von 369 Mio. USD auf 400 Mio. USD bis zum Jahr 2029 erwartet.

Getty-CFO Jennifer Leyden hatte im August erklärt, dass die Zahl der Jahresabonnenten im Vergleich zum Vorjahr von 321.000 auf 241.000 gesunken sei – eine Folge der „bewussten Strategie, weniger wertvolle Akquisitionskanäle zurückzufahren, einschließlich der Einstellung unseres kostenlosen Testangebots für iStock“.

Nun wird sich das Unternehmen noch stärker auf sein Geschäft mit Archiv- und Nachrichtenbildern konzentrieren., so  Mark Getty, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender. „Ich freue mich darauf, unsere starke Partnerschaft mit Koch Equity Development und den Kreditgebergruppen fortzusetzen, um die Kapitalstruktur zu optimieren; dies ermöglicht es uns, auf unserem soliden Fundament aufzubauen und neue Wachstumschancen zu nutzen.“ Tochtergesellschaften von Koch Equity Development haben frisches Eigenkapital in Höhe von bis zu 533 MIo. US-Dollar zugesagt, um den Übergang des Bildanbieters von einem börsennotierten Unternehmen zu einem Privatunternehmen zu unterstützen. Quelle: Holywood Report / CM

Generalstreik am 11.11.2026 in Spanien

In Spanien wurde für den 11. 11.2026 ein 24-stündiger landesweiter Generalstreik angekündigt. Betroffen sind die nationale und internationale Luftfahrt als auch das gesamte öffentliche Verkehrsnetz. Das konkrete Ausmaß der Beeinträchtigungen ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar.

Wer am Mittwoch, 11. November 2026, nach Spanien reist oder sich bereits dort aufhält, muss mit Beeinträchtigungen im öffentlichen Verkehr und bei Flugreisen rechnen. Die spanischen Gewerkschaftsverbände UGT und CCOO haben den landesweiten, 24-stündigen Streik bestätigt. Er findet 18 Tage vor den Neuwahlen statt und steht im Zeichen der Wohnungskrise und der zu geringen Löhne.

Betroffen wären vor allem die Bodenabfertigung, der Gepäckservice und andere Aktivitäten an den Flughäfen, sofern sich die Beschäftigten dieser Sektoren dem Streik anschließen. Ein- und ausreisenden Passagieren wird empfohlen, sich frühzeitig bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu erkundigen, ob ihr Flug stattfindet.  Flugstreichungen gibt es bisher noch nicht. Stornierungen oder Umbuchungen sind momentan nicht notwendig.

Beim Schienenfernverkehr  der spanischen Bahn Renfe wird es Einschränkungen bei den Hochgeschwindigkeitsverbindungen und Regionalstrecken geben. Auch U-Bahnen und Nahverkehrsbusse könnten von Problemen betroffen sein. Reisende sollten sich deshalb kurz vor ihrer Abreise über mögliche Einschränkungen informieren und genügend Zeit einplanen.

In Spanien werden bei Streiks im öffentlichen Verkehr häufig sogenannte Mindestdienste angeordnet. Damit soll ein Teil des regulären Angebots aufrechterhalten werden. Wie viele Züge, Busse und andere Verkehrsmittel am 11. November tatsächlich verkehren, ist derzeit aber noch offen. Quelle: El País/ CM

Zwölf Tote und über 300 Verletzte nach Raketenangriff auf Flughafen von Riad

Mit Raketen und Drohnen mutmaßlich iranischen Ursprungs hat wahrscheinlich die Huthi-Miliz den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad am Sonntag, 11. Oktober, angegriffen. Dabei gab es zwölf Tote und über 300 Verletzte. Augenzeugenberichten zufolge schlug eine Rakete am Inlandsflugterminal ein. Erst am Donnerstag war der Flughafen Ziel iranischer ballistischer Raketen. 

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition machte die Huthi, die von Iran unterstützt werden, für den Angriff verantwortlich und kündigte an, „mit Entschlossenheit auf diesen terroristischen Angriff zu reagieren“. 

Von den mindestens 309 Verletzten schwebten zunächst etliche Passagiere in Lebensgefahr. Die Huthi warnen alle Passagiere weltweit vor der Nutzung saudischer Flughäfen: Airlines und deren Beschäftigte sowie Passagiere sowie alle international Reisenden sollten die Warnung ernst nehmen, hieß es. Der Flughafen stellte seinen Betrieb vorübergehend ein. 

Laut Auswärtigem Amt muss in Saudi-Arabien mit weiteren Luftangriffen sowie mit Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet werden. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) verurteilte die Attacke in sozialen Medien als einen „Terrorakt“ gegen das Königreich Saudi-Arabien und die zivile Luftfahrt. Auch die USA, Spanien und Kanada warnten ihre Staatsangehörigen vor einer Nutzung des Flughafens. Kuwait Airways gab die Streichung von zwei Flügen von und nach Riad bekannt. Die Lufthansa hatte schon am Donnerstag erklärt, ihre Flüge nach Riad bis 16. Oktober einzustellen.

Die USA verurteilten den Angriff in Riad „auf das Schärfste“, erklärte US-Außenminister Marco Rubio. Und US-Präsident Donald Trump verkündete eine schnelle Entscheidung.  Quelle: CNN / Auswärtiges Amt / CM

Mehr Fahrgäste im Nahverkehr

2025 waren in Deutschland 2,8 Mr. Fahrgäste im Nahverkehr mit Eisenbahnen unterwegs und damit rund 2 % mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die Beförderungsleistung, also die Strecke, die alle Fahrgäste gemeinsam mit Eisenbahnen im Liniennahverkehr zurücklegten, auf 66 Mrd. Personenkilometer und damit um 3 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Vergleich zum Jahr 2015 reisten 10 % mehr Fahrgäste im Eisenbahnnahverkehr als im Jahr 2025. Die Zahl der Fahrgäste erhöhte sich vor allem in den Jahren 2015 bis 2019, während sie von 2019 bis 2025 nur noch um 1 % stieg. Die durchschnittliche Reiseweite im Jahr 2025 betrug 23 km. Im Jahr 2015 hatte sie bei 21 km gelegen. Die Beförderungsleistung im Eisenbahnnahverkehr wuchs im Zehnjahresvergleich um 21 %.

Im Liniennahverkehr mit Bussen stieg die Zahl der Fahrgäste ebenfalls um 2 % auf 5,5 Mrd. Fahrgäste, die Beförderungsleistung lag nahezu unverändert bei 39 Mrd.  Personenkilometern. Im Liniennahverkehr mit Bussen wurden knapp 5,5 Mrd. Fahrgäste befördert. Das sind etwa so viele wie im Vor-Corona-Jahr 2019 und 1 % mehr als im Jahr 2015. Die Reiseweite hat sich dabei kaum verändert: Im Schnitt war eine Fahrt im Liniennahverkehr mit Bussen 2025 wie auch zehn Jahre zuvor etwa 7 km lang.

Bei den Straßenbahnen ergaben sich keine Änderungen zum Vorjahr: 3,9 Mrd. Fahrgäste legten gemeinsam 17 Mrd. Personenkilometer zurück. Im Straßenbahnverkehr lag die Zahl der Fahrgäste um 5 % niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019 und um 1 % über dem Wert des Jahres 2015. Die durchschnittliche Reiseweite blieb stabil bei gut 4 Kilometern. Quelle: Destatis / CM