Am Dienstag, 04. August 2ß26, ist im portugiesischen Elvas erstmals ein elektrischer Zug eingetroffen. Dabei handelt es sich um Testfahrten auf der vorläufig noh eingleisigen Neubaustrecke von Évora nach Elvas und weiter nach Badajoz in Spanien.
Erstmals nach Jahrzehnten zahlreicher Streckenstillegungen ist in Portugal wieder eine neue Bahnlinie gebaut worden. Die von der EU und Medway mitfinanzierten Baukosten belaufen sich auf 460 Mio. Euro. Der Eröffnungstermin wurde bisher noch nicht bekannt gegeben. Die Neubaustrecke ist schon seit Januar 2026 fertig gestellt. Doch haben sich die Probefahrten für die Abnahme und Zertifizierung durch das Instituto da Mobilidade e dos Transportes (IMT) bis jetzt im August verzögert.

Die 80 km lange für 200 km/h ausgelegte Neubaustrecke (ausgeführt in Breitspur 16698 mm) weist drei Kreuzungsstationen, jedoch im schwach besiedelten Alentejo keine Publikumsanlagen auf. Verbaut sind Betonschwellen die für eine eventuelle Umspurung auf Normalspur (1435 mm) geeignet sind.
Der neue als „Corredor Atlântico“ bezeichnete Laufweg vom Tiefwasserhafen Sines über Évora und die Neubaustrecke ist um 140 km kürzer als derzeit noch über Entroncamento und die Linha do Leste. Die Fahrzeit der Güterzüge wird sich von acht auf viereinhalb Stunden reduzieren. Gleichzeitig sinken die Transportkosten um 30 %. Dazu soll auch geprüft werden, die zwischen Madrid und Badajoz verkehrenden Alvia 730 – Als Baureihe 730 bezeichnet die spanische Bahngesellschaft Renfe eine Serie von 15 umspurbaren Hochgeschwindigkeitszügen, die elektrisch und mit zusätzlichen Dieselgeneratoren auch auf nicht elektrifizierten Strecken verkehren können – der Renfe über die Neubaustrecke nach Lissabon zu verlängern. Quelle: Infraestruturas de Portugal / Lokreport / CM