Porsche kappt weitere 5.000 Jobs

Die Misswirtschaft des vormaligen Porsche Managements hat Folgen. Es werden weitere 5.000 Stellen abgebaut. Auch Spitzenmanager sollen 2027 und 2028 verzichten. Ein neuer Bonus und neue Posten für Gewerkschafter erleichtern den Arbeitnehmern die Zustimmung.

Bei Porsche, Sorgenkind des VW-Konzerns, fallen in den kommenden Jahren nochmals Tausende Stellen im Raum Stuttgart weg. Dafür macht der Sportwagenbauer auch Zugeständnisse. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in nahen Weissach. Im Gegenzug wird die Standortsicherung um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert. Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen – vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. 

Das Porsche Stammwerk Zuffenhausen hat noch eine Zukunft, aber mit weniger Personal. Foto: Porsche

Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, das Weihnachtsgeld sinkt und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg. Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der ohnehin übertrieben hohen Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. 

Vorstandschef Michael Leiters präsentierte u.a. das „Zukunftspaket“, sprich, die zweite Sparrunde. Es sieht u.a.  Investitionen von insgesamt 2,1 Mrd. Euro vor. Die zweitürigen Sportwagen sollen bis auf Weiteres in Zuffenhausen vom Band rollen und die Entwicklungsarbeit in Weissach gebündelt bleiben. 

Das nun beschlossene Zukunftspaket ist bereits die zweite große Sparrunde. Im Februar 2025 hatten sich Management und Betriebsrat auf den Abbau von rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 verständigt. Zusätzlich liefen die befristeten Arbeitsverträge von etwa 2.000 Mitarbeitern aus. Im Leipziger Werk wurden schon Jobs abgebaut. Dies alles dient dem Ziel, die Sportwagentochter, die das vorhergehende Management fast an die Wand gefahren hat, zu verschlanken. Porsche leidet vor allem unter einem katastrophalen Rückgang bei den Verkäufen in China und einem massiven Gewinneinbruch. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen in der Volksrepublik mehr als halbiert. Verbrennerautos nicht nur der der Marke Porsche gelten im Reich der Mitte inzwischen als No Go. Quelle: Porsche / CM

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