Ex-CEO Marc Winterhoff verlässt Lucid Motors

Marc Winterhoff, deutscher Staatsangehöriger und seit einem Jahr Interims-CEO des US-Elektroautobauers LucidMotors, verlässt laut SEC-Veröffentlichung das Unternehmen.

Lucid Motors wurde 2007 gegründet und hat seinen Sitz im kalifornischen Newark. 2014 begann das Unternehmen ein eigenes Automobil zu entwickeln. Das Unternehmen benannte sich im Oktober 2016 in Lucid Motors um. Das erste Luxus-BEV „Lucid Air“ wurde im Dezember 2016 vorgestellt. Im November 2016 gaben Regulatoren des US-Bundesstaates Arizona und Lucid Motors den geplanten Bau eines 700-Mio.-USD-Werks in Vasa Grande bekannt. Die Kapazität dort soll bei 20.000 Autos pro Jahr liegen und kann auf bis zu 130.000 ausgebaut werden. 

Lucid Motors meldet, dass Interims-CEO Marc Winterhoff das Unternehmen verlässt. Foto: Lucid Group

Im September 2018 gab Lucid Motors bekannt, dass sie mit dem Public Investment Fund von Saudi-Arabien Gespräche über eine Finanzierung im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar führten. Die Investition wurde im April 2019 abgeschlossen und finanziert die Konstruktion von Lucid-Modellen, den ersten Bauabschnitt der Produktionsanlage in Casa Grande und den Aufbau eines Vertriebsnetzes. Im Juli 2019 bezog das Unternehmen seinen neuen Hauptsitz in Newark. Im Februar 2021 kündigte Lucid Motors seine Fusion mit Churchill Capital Corp IV, einem börsennotierten SPAC (Special Purpose Acquisition Company), im Wert von 11,75 Mrd. US-Dollar an. Lucid Motors wurde dadurch an der Börse notiert. Der saudische Public Investment Fund machte durch den Börsengang einen rechnerischen Gewinn von 20 Mrd. USD. 2022 kündigte Lucid Pläne für den Bau eines Werks zur Herstellung von Elektrofahrzeugen in der King Abdullah Economic City in Saudi-Arabien an. Die Bauarbeiten begannen im Mai 2022. Das Werk soll eine Kapazität für 150.000 Fahrzeuge haben und die erste Produktionsstätte für Elektroautos im Land werden. Zudem eröffnete Lucid 2022 seine erste Filiale in der EU, und zwar in München. 

Am 25. Februar 2025 wurde bekannt gegeben, dass CEO Peter Rawlinson (war zuvor bei Tesla) zurücktreten und durch den deutschen Ingenieur Marc Winterhoff ersetzt werden würde, der interimsweise neuer CEO wurde. Rawlinson verblieb im Verwaltungsrat des Unternehmens. Winterhoff hat einen Master-Abschluss in Elektrotechnik und Elektronik und Management der Technischen Universität Darmstadt. Seit wenigen Tagen ist mit Silvio Napoli ein neuer CEO an der Spitze. Winterhofff war noch bis 22. Juni Chief Operating Officer. Doh diese Funktion wurde gestrichen. Quelle: Lucid Motors / CM

MUC: Franziska Lynen übernimmt Leitung des Presseteams

Mit Wirkung zum 10. Juli 2026 übernimmt Franziska Lynen die Leitung der Media Relations am Flughafen München. Sie wechselt aus der Finanzbranche an den Airport und verantwortet künftig die Pressearbeit im Bereich Corporate Communications & Politics.

Franziska Lynen stammt aus dem Landkreis Erding und ist damit eng mit der Flughafenregion verbunden. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft begann sie ihre Karriere in der Finanzbranche. Zuletzt war sie bei der HypoVereinsbank tätig, wo sie die Strategie- und Vorstandskommunikation leitete und als Head of Newsroom für die redaktionelle Steuerung des Corporate Newsrooms verantwortlich war.

Franziska Lynen: Neue Leiterin der MUC-Presse. Foto: FMG

„Mit Franziska Lynen gewinnen wir eine Führungskraft mit fundierter Erfahrung in der strategischen Kommunikation“, sagt Andrea Rexer, Leiterin des Bereichs Corporate Communications & Politics. „Ihre Expertise soll dazu beitragen, unsere Medienarbeit weiter zu schärfen und relevante Themen klar zu positionieren.“  Quelle: FMG / CM

Bosch: CEO wirft überraschend hin

Dr. Stefan Hartung (60) legt zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit den Gesellschaftern sein Mandat als Vorsitzender der Geschäftsführung nieder. Damit scheidet er aus dem Gremium und der Robert Bosch Industrietreuhand KG aus. Sein Nachfolger wird zum 1. Juli 2026 Dr. Christian Fischer. Zu Stellvertretern ernannt werden Dr. Markus Forschner und Dr. Markus Heyn.

In sehr anspruchsvoller Zeit hat Stefan Hartung unter schwierigen Rahmenbedingungen wichtige Meilensteine für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erreicht. Er will sich künftig neuen gesellschaftlichen und unternehmerischen Aufgaben außerhalb der Bosch-Gruppe widmen. 

Dr. Christian Fischer wird zum 01. Juli 2026 neuer CEO von Bosch. Foto: Bosch

Der promovierte Maschinenbau-Ingenieur Hartung gehört seit dem Jahr 2013 der Bosch-Geschäftsführung an, seit dem 1. Januar 2022 als Vorsitzender der Geschäftsführung. Er trat 2004 in die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München, ein. Zuvor war er u.a. bei der Fraunhofer-Gesellschaft tätig.

Die Nachfolge tritt zum 1. Juli 2026 Dr. Christian Fischer (58) an. Als stv. Vorsitzender der Geschäftsführung und Kommanditist der Robert Bosch Industrietreuhand KG hat er die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren bereits mitgestaltet. Neben seiner Verantwortung für den Unternehmensbereich Consumer Goods war Fischer u.a. für die zentralen Wachstumsinitiativen des Unternehmens, das Portfolio-Management sowie die Entwicklung der obersten Führungskräfte des Unternehmens zuständig. Fischer soll die Umsetzung der Strategie vorantreiben, um das Unternehmen in Zeiten multipler Herausforderungen in seinen Märkten zukunftsfest zu machen. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler startete seine berufliche Laufbahn im Jahr 1996 bei Bosch als Trainee. Vor seiner Rückkehr ins Unternehmen und seinem Eintritt in die Bosch-Geschäftsführung im Jahr 2018 hatte er verschiedene Führungsrollen außerhalb des Unternehmens inne. 

Um die Transformation von Bosch zukunftsorientiert fortzusetzen, werden im Zuge des Wechsels an der Spitze die Zuständigkeiten in der Geschäftsführung neu geordnet. Die beiden Geschäftsführungsmitglieder Dr. Markus Forschner (59) und Dr. Markus Heyn (61) werden zum 1. Juli 2026 zu stv. Vorsitzenden der Bosch-Geschäftsführung ernannt.

Forschner ist seit dem Jahr 2022 Finanzchef (CFO) des Unternehmens und seit 1996 bei Bosch. Der studierte Informatiker und Betriebswirt promovierte am Lehrstuhl für Forschungs- und Entwicklungsmanagement der Universität Stuttgart. 

Markus Heyn ist seit dem Jahr 2022 Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility – er hat die Neuaufstellung des Sektors Mobility vorangetrieben und soll  den Bereich weiter auf die Zukunft ausrihten. Der promovierte Maschinenbauer trat 1999 in die Bosch-Gruppe ein und ist seit 2015 Mitglied der Geschäftsführung. Quelle: Bosch / CM

DEHOGA-Ehrenpräsident gestorben

Ernst Fischer, langjähriger Präsident und seit 2026 Ehrenpräsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) ist i mit 82 Jahren gestorben. Fischer war Verbandsfunktionär, Unternehmer, Gastgeber und leidenschaftlicher Verfechter seiner Branche.

Von 2001 bis 2016 war Ernst Fischer als Präsident der Interessenvertretung der Hoteliers und Gastronomen in Deutschland aktiv. In seiner Amtszeit führte Fischer die Minijob-Regelung ein, er sorgte für die Abschaffung der Trinkgeldbesteuerung, die Beibehaltung der Steuerfreiheit von Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen und trug maßgeblich zum reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie bei.

Geboren am 16. April 1944 in Geislingen an der Steige (nahe dem schwäbischen Göppingen) stand am Anfang seiner Karriere eine Koch-Ausbildung. Es folgten Stationen in Spitzenhäusern in Großbritannien, Frankreich, Schweden und in der Schweiz. U.a. war er Privatkoch im englischen Windsor. 1969, zurück in Deutschland, machte sich Fischer 1970 in Hechingen selbstständig. Von 1976 bis 2012 betrieb er das renommierte Restaurant Rosenau und das RoseCatering. Gemeinsam mit seiner Familie führte er zudem seit 1976 das traditionsreiche Landhotel „Hirsch“ in Tübingen-Bebenhausen, das er nach mehr als vier Jahrzehnten als Gastgeber Ende 2018 an seine Nachfolger übergab. 

Bereits Anfang der 1970er Jahre engagierte sich Fischer  im DEHOGA und erklomm schließlich die Spitze des Bundesverbandes. Unter seiner Führung entwickelte sich der DEHOGA zu einer schlagkräftigen Wirtschaftsorganisation im deutschen Mittelstands. Aktiv war Fischer zusätzlich in touristischen und wirtschaftlichen Organisationen. Als Vizepräsident des Verwaltungsrats und Vorsitzender des Beirates der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), als Schatzmeister des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft sowie als Mitglied zahlreicher Gremien und Aufsichtsräte setzte er sich für die Belange von Tourismus, Gastronomie und Hotellerie ein. Für seine Verdienste um die Branche und die mittelständische Wirtschaft erhielt er 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des DEHOGA-Präsidenten im Jahr 2016 wurde Fischer zum Ehrenpräsidenten des Verbandes ernannt. Quelle: DEHOGA / CM

DEHOGA-Ehrenpräsident Ernst Fischer ist gestorben. Foto: DEHOGA

Alaska Airlines befördert CFO Tackett zum Präsidenten

Alaska Airlines hat CFO Shane Tackett mit Wirkung zum 29. Juni 2026 zum Präsidenten ernannt. Er behält dabei seine Funktion als CFO bei. 

Tackett übernimmt zusätzlich die Verantwortung für den Geschäftsbereich „Commercial“ (Vertrieb und Marketing), der von Chief Commercial Officer Andrew Harrison geleitet wird. Er berichtet weiterhin an CEO Ben Minicucci und verantwortet zudem die Bereiche Finanzen, Flottenmanagement, Investor Relations, Lieferkette, interne Revision sowie Informationstechnologie, so die Fluggesellschaft. 

Seit seinem Amtsantritt als CFO im Jahr 2020 habe Tackett „maßgeblich dazu beigetragen, Alaska durch eine Phase tiefgreifender Veränderungen in der Branche zu führen, die Bilanz des Unternehmens zu stärken und wichtige strategische Entscheidungen – darunter die Übernahme und Integration von Hawaiian Airlines – mitzugestalten“, sp der US-Carrier mit Sitz in Seattle. Tackett ist seit mehr als 25 Jahren für Alaska tätig. Zu seinen früheren Positionen gehörten u.a. Executive Vice President für Planung und Strategie sowie Senior Vice President für Umsatz und E-Commerce. Quelle: Alaska Airlines / CM
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