Zuversichtlichere Geschäftsreise-Branche

Die Zuversicht in der Geschäftsreisebranche hat den höchsten Stand des Jahres 2026 erreicht und sich damit von der Unsicherheit erholt, die die Erwartungen zu Jahresbeginn angesichts des Konflikts im Nahen Osten und steigender Kerosinpreise belastet hatte. Dies geht aus einer Umfrage der Global Business Travel Association (GBTA) unter 604 Branchenexperten hervor.

In der zwischen 27. August und 09. September 2026 durchgeführten Umfrage äußerten sich 63 % der Befragten – darunter sowohl Einkäufer als auch Anbieter – optimistisch hinsichtlich der kommenden zwölf Monate. Dies entspricht einem Anstieg um 22 Prozentpunkte gegenüber der GBTA-Umfrage vom April und markiert den positivsten Ausblick seit Oktober 2024. Etwa 30 % der Befragten blickten blicken weder optimistisch noch pessimistisch in die Zukunft, während 7 % tatsächlich schwarz sehen. Allerdings fiel die Einschätzung nicht in allen Weltregionen gleichermaßen positiv aus. In Europa zeigten sich nur 55 % der Befragten optimistisch, während 11 % pessimistisch waren. Dies stellt zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem April dar – doch liegt der Optimismus in Europa weiterhin unter dem in Nordamerika (61 %), im asiatisch-pazifischen Raum (71 %) und in Lateinamerika (76 %).

Von den rund 300 befragten Geschäftsreise-Einkäufern rechneten 45 % damit, dass die Anzahl der Geschäftsreisen in ihren Unternehmen im Jahr 2026 höher ausfallen würde als 2025; im April lag dieser Wert noch bei 30 %. Fast 40 % der Einkäufer erwarteten ein gleichbleibendes Geschäftsreisevolumen im Vergleich zu 2025, während 16 % von einem Rückgang der Geschäftsreisen in diesem Jahr ausgingen.

Mehr als die Hälfte (56 %) der Einkäufer rechnet für 2026 mit einem Anstieg der Reiseausgaben im Vergleich zum Vorjahr, während 28 % von gleichbleibenden und 14 % von sinkenden Ausgaben ausgehen. Fast ein Drittel der Einkäufer schätzte, dass die Anzahl der Meetings, die Geschäftsreisen erfordern, in ihren Unternehmen im Jahr 2026 zunehmen wird; 49 % erwarteten keine Veränderung und 14 % einen Rückgang.

Auch die Erwartungen von Anbietern und Travel-Management-Unternehmen haben sich seit April verbessert: 48 % dieser Befragten rechnen mit einem Anstieg der Umsätze aus dem Geschäftsreisegeschäft im Jahresvergleich (gegenüber 35 % zu Jahresbeginn). Aber immerhin 14 % der Anbieter erwarteten für 2026 geringere Umsätze.

Steigende Reisekosten waren für Einkäufer der wichtigste Faktor bei der Reiseplanung (genannt von 69 %), gefolgt von geopolitischer Unsicherheit (45 %). Bei den Anbietern stand die geopolitische Unsicherheit als geschäftlicher Einflussfaktor an erster Stelle (genannt von 60 %), gefolgt von steigenden Betriebskosten (44 %) und Preisdruck seitens der Kunden (42 %). Quelle: GBTA / CM

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