Firmen-Pkw-Flotten bleiben ein wesentlicher Treiber der Elektromobilität in Deutschland. BEV werden im gewerblichen Einsatz intensiv genutzt, regelmäßig unterwegs geladen und zunehmend als vollwertige Arbeitsmittel eingesetzt. Das zeigt die Shell Elektromobilitätsstudie 2026.
ienstwagennutzer gehören überdurchschnittlich häufig zu den Nutzern von Elektrofahrzeugen. Gleichzeitig legen sie deutlich höhere Fahrleistungen zurück als viele private Nutzer. Bereits heute fährt gut jeder vierte elektrische Flottenfahrer mehr als 20.000 km pro Jahr.
Die Untersuchung zeigt weiterhin, dass E-Mobilität im Flottenbereich längst über reine Image- oder Nachhaltigkeitserwägungen hinausgeht. Für Unternehmen zählen vor allem Betriebskosten, Fahrzeugverfügbarkeit und Produktivität. D sind die BEV hundertmal besser als Verbrennnerautos.
Zu den wichtigsten Einsatzgebieten elektrischer Flottenfahrzeuge gehören Kunden- und Lieferantenbesuche sowie Serviceeinsätze.
Auffällig ist die Bedeutung des Ladens am Arbeitsplatz. Fast zwei Drittel der Firmen-BEV-Nutzer laden mindestens einmal pro Woche am Unternehmensstandort und nutzen damit Workplace Charging deutlich häufiger als der Durchschnitt aller E-Auto-Fahrer. Zugleich spielt öffentliches Laden im Flottenalltag eine zentrale Rolle. Die Fahrer sind auf ein verlässliches Zusammenspiel aus Heimladen, Arbeitsplatzladen und öffentlicher Ladeinfrastruktur angewiesen. Dabei gewinnen Zuverlässigkeit und Servicequalität zunehmend an Bedeutung.
Bei der Auswahl von Ladepunkten spielen für mehr als 40 % der Nutzer vor allem die Kosten, für je rund 20 % aber auch das Vorhandensein einer App und die Zahl der Zahlungsoptionen sowie für weitere 10 % auch Prämien oder Treuevorteile für Fahrer eine Rolle.
Zentrale Ergebnisse der Shell Elektromobilitätsstudie 2026 im Flottensektor:
- 33 % der E-Auto-Fahrer sind Flottenfahrer; bei den Nicht-EV-Fahrern liegt der Anteil bei 21 %.
- 24 % der elektrischen Flottenfahrer fahren mehr als 20.000 Kilometer pro Jahr.
- Die wichtigsten Einsatzfelder elektrischer Flottenfahrzeuge sind Kunden- und Lieferantenbesuche (54 %) sowie der Transport von Equipment (51 %).
- Die wichtigsten Vorteile von Elektromobilität aus Sicht elektrischer Flottenfahrer sind niedrigere Kraftstoff- bzw. Energiekosten (33 %), Umweltaspekte (31 %) und
Fahrspaß (32 %). - 65 % der elektrischen Flottenfahrer laden mindestens einmal pro Woche am Arbeitsplatz.
- Die Akzeptanz der Elektromobilität steigt deutlich, wenn zuverlässige Ladeinfrastruktur mit einfachen Bezahl- und Abrechnungsprozessen kombiniert wird: 32 % der elektrischen Flottenfahrer nennen die Zuverlässigkeit eines Ladepunktes als wichtiges Auswahlkriterium;
73 % würden für einen zuverlässigeren Ladepunkt sogar einen Umweg in Kauf nehmen.
43 % der elektrischen Flottenfahrer nennen Ladetarife bzw. Kosten als wichtiges Auswahlkriterium für einen Ladepunkt. - 21 % berücksichtigen die Nutzbarkeit per App bei der Wahl eines Ladeanbieters.
- 17 % der elektrischen Flottenfahrer nennen die Anzahl der verfügbaren Bezahlmöglichkeiten als wichtiges Kriterium bei der Wahl eines Ladepunktes.
- Fehlende Ladeinfrastruktur (28 %) und hohe Anschaffungskosten (25 %) sind die größten Hindernisse für Nicht-EV-Flottenfahrer beim Umstieg auf Elektromobilität.
Für die Elektromobilitätsstudie wurden insgesamt 7.400 Interviews in den USA, China, Singapur und Europa geführt. Darunter waren 1.500 in Deutschland. Befragt wurden sowohl private als auch gewerbliche Nutzer, jeweils mit Fahrern von Elektrofahrzeugen und Verbrennern. Quelle: Shell Fleet Solutions / CM