VW’s Sportwagentochter begeht möglicherweise denselben Fehler wie Jaguar: Mehr Gewinn mit weniger Absatz von künftig nur noch superteuren Autos. Die Zuffenhausener wollen in Zukunft nur noch exklusivere und teurere Autos bauen und davon weniger Einheiten verkaufen. Der Durchschnittspreis an der Spitze des Segments soll dafür um rund 60.000 Euro steigen.
Porsche will mit einer neuen Strategie seinen Schwerpunkt im Preissegment nach oben verschieben, unabhängig von der Antriebsform. „Die oberen Marktsegmente verbinden eine stark wachsende Kundennachfrage mit hoher Exklusivität und attraktiver Profitabilität“, glaubt der Porsche-CEO. Der Anteil besonders teurer Modelle soll auf fast die Hälfte aller Porsche-Modelle steigen. Ihre Durchschnittspreise sollen bis zum Jahr auf 330.000 Euro steigen. Zugleich verkündet der Sportwagenbauen, die Zahl der Modellvarianten um etwa 20 % zu reduzieren. Und auch die Belegschaft soll bluten: Sie soll mittelfristig um ein Viertel schrumpfen.
Im Reich der Mitte werden die für die Chinesen als zu teuer und technisch rückständigen empfundenen Porsche-Modelle kaum noch akzeptiert. In China sanken die Auslieferungen in Halbjahr 1 2026 um 32 % auf 14.501 Fahrzeuge. Auf dem chinesischen Markt zählten zunehmend Software, digitale Nutzererfahrung und das Verhältnis von Preis und Leistung. Reine Verbrenner wie der 911er gehen gar nicht mehr. In den USA belasten die hohen Zölle den Vertrieb. Weltweit lieferte der Konzern von Januar bis Juni 2026 insgesamt 122.306 Autos aus, 16 % weniger als im Vorjahreszeitraum.
2027 sollen die batterieelektrischen Modelle von Boxster und Cayman kommen und als Fossil ein neuer Verbrenner-Macan.
Neben Luxusvarianten des in China unverkäuflichen Klassikers 911 prüft Porsche ein SUV, das größer und teurer als der Cayenne sein soll. Quelle: Porsche / CM