Deutsche Autobahnrastsplätze sind eine einzige Sauerei

Geschäftsreisende (und nicht nur die), die mit dem Auto unterwegs sind, können sich tagtäglich selbst ein Bild davon machen, wie es um die Rastanlagen an deutschen Autobahnen steht. CM hat sich Rastanlage an der Autobahn A9 zwischen Berlin und dem Dreieick Kulmbch/Bayreuth angesehen. 

Autobahnraststätten und erst recht die unbewirtschafteten Rastanlagen haben oft einen schlechten Ruf. CM hat jetzt stichprobenartig während einer Geschäftsreise untersucht, wie berechtigt der ist. Das Ergebnis: Die Außenanlagen und erst recht die WCs sind in einem teils katastrophalen Zustand. Ekelerregend und wahre Krankheitsüberträger sind die Toiletten. Verdreckt, beschmiert, oft ohne Toilettenpapier, so präsentieren sich die Pissoires und meist auch die Damen-WCs. Von Hygiene scheinen die Betreiber der Anlagen offensichtlich nichts wissen zu wollen. Wir jeenfalls meiden derlei verdreckte sanitäre Anlagen tunlichst. 

Wir kennen es aus den USA und Kanada ganz anders. Dort sind die WV-Anlagen pikobello, und da jeweils landesweit. Wir haben über Tausende Meilen/Kilometer nicht weine Rastanlage erlebt, die nicht blitzsauber ist. Man könnte, so man wollte, sogar in WC-Lokalitäten essen. Anders als in Deutschland und den südlichen europäischen Ländern werden die sanitären Anlagen an den US-Interstate-Highways werden laufend gereinigt und versprühen den Charm von Sauberkeit und Glanz. auch kameraüberwacht. Schmutzfinden die alles beschmieren, teils sogar mit Kot wie in Deutschland, gibt es dort nicht. 

Die Rest Areas (Staatliche Rastplätze) an den US Interstate-Highways unterscheiden sich grundlegend von europäischen Autobahnraststätten.  Diese bieten meist nur blitzsaubere Parkplätze, id.R. getrennt für Pkw und Lkw mit ebenso blitzsauberen Toilettenanlagen, blitzsauberen Picknicktischen und Getränkeautomaten Typischerweise weisen große Schilder an den Autobahnausfahrten (z.B. „Food“, „Gas“, „Lodging“ mit Logos) rechtzeitig darauf hin, was einen an der jeweiligen Abfahrt erwartet.

Ich bin mir nicht sicher, ob die ADAC-Tester, die in Deutschland jährlich ihre Testuntersuchungen veröffentlichen, blind sind.  Sie müssten eigentlich  erkennen, dass es mit der  Sauberkeit in den Sanitäranlagen auf Rastplätzen und mit der Umgebung auf diesen Anlagen miserabel bestellt ist

Bei unsere Inspektion an der A9 im Abschnitt Berlin-Dreieck Bayreuth/Kulmbach gab es nur eine wirklich saubere Anlage: „Lederhose“, wenige Kilometer südlich vom Hermsdorfer Kreuz, wo sich A4 und A9 kreuzen. Dort haben wir nicht eine einzige Kippe gefunden oder sonstigen Unrat. Bravo. 

Was wir an den anderen großen bewirtchafteten wie unbewirtschaftenen Anlage an der A9 in südlicher Fahrtrichtung beobachtet haben, ist unter aller Sau. Vor allem männliche Personen sind mutmaßlich zu faul oder zu dumm, die paar Meter zu den WC-Gebäuden zu laufen; sie urinieren lieber an den Plätzen vor den Augen zahlreicher anderer Pausenwillige in freier Wildbahn. Auch haben wir eine Person beobachtet, die ihr „großes Geschäft“ nahe einer der Rastanlagentische/Bänke  verrichtete. Zudem quellen Müllbehältnisse über, liegen zahllose Papierfetzen, Flaschen und sonstiger Unrat sowie millionenfach Zigarettenkippen herum. Es ist ein Wahnsinn, wie verkommen die deutschen Autobahnrastplätze sind. Verantwortlich für dn ganzen Dreck scheint sich niemand zu fühlen. Dabei gibt es in Deutschland millionenfach arbeitslose Menschen, von denen sicher hunderttausende für Reinigungstätigkeiten eingesetzt werden könnten.   

Übrigens: In den USA und Kanada wagt es niemand, seinen Müll einfach so auf den Rastanlagen wegzuwerfen. Und man findet such keine Zigarettenkippen. Dafür sorgen u.a. Überwachungskameras. Zudem kostet das Wegwerfen einer Kippe nur eben mal so 1.000 Dollar. Quelle: CM

Rastanlage bei Beelitz an der A9 Berlin-München. Der Aufenthalt dort ist einfach ekelerregend, zumal, wenn man die Toilette aufsuchen muss. Und dann er Außenbereich: Wissen denn die Raucher nicht, dass Kippen höchst umweltschädlich sind und ihr gewissenloser Verhalten eine Sauerei ist?

Strom laden in Deutschland am teuersten

Die im Jahr 2022 deutschlandweit massiv gestiegenen Stromkosten machen sich seither an den Ladestationen bemerkbar. Fast alle Anbieter haben ihre Preise damals deutlich angehoben. Unter rund 50 Cent pro kWh erhalten E-Auto-Fahrende unterwegs selten Energie, so der ADAC bei seinem Vergleich der Ladenetzwerke und Stromkosten. 

Das HPC-Ladenetzwerk von Tesla mit mehr als 4.000 Ladepunkten in Deutschland ist beim ADAC Kostenvergleich nicht aufgeführt. Es ist auch zugänglich für Fremdmarken. Die Preise im Supercharger-Netzwerk der Amerikaner sind nicht fix, sondern variieren je nach Standort und Tageszeit. An den Ladestationen gibt es Spitzen- und Nebentarife. Der aktuelle Preis wird auf deren Touchscreens oder in der App angezeigt. Mit der Supercharging-Mitgliedschaft für 9,99 Euro im Monat kann man das E-Auto deutlich günstiger laden als ohne Tesla-Abo. Tesla-Fahrer zahlen automatisch sehr viel weniger. Zum Vergleich: An den Hyperstationen in den USA zahlen Tesla-Fahrer maximal 20 % des deutschen Preises. 

Es gibt verschiedene Arten von Serviceanbietern für Elektromobilität – nicht immer ist das Unternehmen, das die Ladesäule betreibt, auch dasselbe, das den Ladevorgang mit swn Verbrauchern abrechnet. 

Manche Anbieter – etwa Stadtwerke oder große Konzerne – sind vor allem in einer Region stark und betreiben dort viele eigene Ladepunkte. Andere Anbieter sind überregional vertreten und ermöglichen den Zugang zu vielen Ladenetzen für E-Autos, auch im Ausland. Das funktioniert über (E-)Roaming: Tarifanbieter schalten ihre Kunden an Ladepunkte verschiedener Betreiber frei und stellen die Rechnung für den geladenen Strom – technisch oft über Roaming-Plattformen im Hintergrund.

Es gibt viele Mischmodelle. Ein Unternehmen kann also eigene Ladestationen in einer Region betreiben und gleichzeitig deutschlandweit sowie im Ausland als Roaming-Anbieter auftreten.

Beim Flickenteppich an Serviceanbietern in Europa könnte sich künftig etwas verbessern. Die vier Ladenetzbetreiber Ionity, Fastned, Electra und Atlante machen seit Juli 2025 gemeinsame Sache, um Reisenden den elektrischen Alltag auf langen Strecken erleichtern. Neuerdings firmieren sie als Charge League. Registrierte E-Auto-Fahrer erhalten damit Zugriff auf mehr als 1.700 Ladestationen mit über 11.000 Ladepunkten in 25 Ländern.

Wer z.B. als Geschäftsreisender häufig außerhalb seiner Region auf Langstrecke oder im Ausland lädt, für den ist ein Vertrag mit einem (oder mehreren) E-Roaming-Anbietern oft sinnvoll: Man braucht dann weniger einzelne Apps/Karten und kann mehr Ladepunkte mit demselben Zugang nutzen.

Wie in Deutschland sieht es bei den Strompreisen an den Ladesäulen in Belgien oder Dänemark aus, denn auch hier kostet eine Kilowattstunde an einem DC- / HPC-Lader zwischen 0,60 und 0,90 Euro. Die AC-Lader liegen mit zumeist maximal 11 bis 22 kW mit 0,50 bis 0,69 Euro / kWh darunter. Günstiger sind die meisten Ladesäulen in Österreich, Italien oder Frankreich Dort rangieren die Ad- hoc-Preise zischen 0,45 und 0,69 Euro/kWh. Am günstigsten sind die Ladesäulen in den Niederlanden sowie in Skandinavien. Dort stehen nicht nur besonders viele Hypercharger mit bis zu 400 kW an Rastplätzen und auf Parkplätzen und die Kilowattstunde kostet oftmals kaum höchsten 20 Cent. Diverse Anbieter bieten von der Uhrzeit abhängige Tarife: Früh am Morgen ist das Laden meist am günstigsten.

Noch mehr sparen lässt sich im Ausland bei einigen Super- und Baumärkten, sie bieten während des Einkaufs das Strom tanken zum Nulltarif.  

Ein großes Ärgernis vor allem in Deutschland bleiben dagegen die Blockierkosten, denn wer mehr als vier Stunden an einem AC-Lader oder mehr als 45 / 60 Minuten an einem DC- Schnelllader parkt, der muss ab 10 Cent/Minute blechen. Zumeist ist die Blockiergebühr jedoch auf zwölf Euro begrenzt.

Deutschland. In der Bundesrepublik ist Strom Tankn nirgendwo günstig. Abzocke heißt die Devise der Anbieter. Im mittelfränkischen Treuchtlingen nicht weißt von Ingolstadt musste CM kürzlich erst € 1,08/kWh an einer Schnellladesäulen bezahlen. Das ist Wucher pur. In Deutschland wird das weitgehend flächendeckende Netzwerk zunehmend auf in ländlichen Gebieten vervollständigt. Die Preise an den Ladesäulen sind die höchsten in Europa und sogar weltweit. 

Belgien. Beim westlichen Nachbarn Deutschlands ist das E-Ladenetz sehr gut ausgebaut. können E-Fahrer bei vielen Supermarkt-Parkplätzen und bei manchen Hotels kostenlos Ladesäulen nutzen. Die Preise für das Strom laden sind aktuell geringfügig niedriger als in Deutschland. 

Dänemark. Das Ladenetz ist gut ausgebaut. Einige Fähren sind mit Ladestationen ausgestattet. Teils ist es notwendig, einen Ladeplatz vorab zu reservieren. Infos auf den Webseiten der dänischen Fähranbieter. In vielen Innenstädten gilt für Elektrofahrzeuge auf Stellplätzen mit Ladestationen eine zeitliche Begrenzung und eine Ladepflicht. Die Beschilderung vor Ort (P + Steckersymbol) gibt Auskunft über die Standplätze sowie die erlaubte Parkdauer. In die Umweltzonen der Städte dürfen keine Verbrenner einfahren. Die Preise für das Strom ladenliegen akrtuell bis zu 20 % unter den deutschen.

Finnland. Im hohen Norden Europas ist vor allem der Süden und Norden bestens mit E-Ladesäulen versorgt. Auf öffentlichen Parkplätzen in Helsinki ist die Parkgebühr für BEV halbiert. Der größte Anbieter von Ladestationen ist Virta. Ltd. An dessen Stationen kann einfach per Virta.-App oder ad hoc bezahlt werden. Die meist genutzte Bezahlmethode in Finnland ist PlugSurfing RFID/APP. Die Srompreises liegen bis zu 60 % unter den deutschen Tarifen. 

Frankreich. Auch die Französen haben ein gut ausgebautes Ladenetz. Weniger dicht ist das Netz in der Mitte des Landes. Auf einigen Supermarkt-Parkplätzen können Kunden kostenlos Ladesäulen nutzen, z.B. bei Auchan oder Leclerc. Die Strompreises liegen bis zu 30 % unter den deutschen Tarifen.  

Großbritannien. Im Vereinigten Königreich ist vor allem der Süden gut mit Ladestationen versorgt. In Schottland ist das Netz noch weniger dicht. In Umweltzonen sind BEV von den Einschränkungen nicht betroffen. Einige Einkaufszentren und Hotels bieten kostenlose Lademöglichkeiten an.  Die Strompreises liegen bis zu 40 % unter den deutschen Tarifen.  

Italien. Der Norden ist am besten mit Ladestationen versorgt, beispielsweise Südtirol und Trentino, aber auch der Raum Neapel und Sizilien sind gut dran. Achtung: An Ladesäulen in Italien darf nur geparkt werden, wenn das Auto auch geladen wird. Ein Verstoß kann bis zu 345 Euro kosten. In einigen größeren italienischen Städten wie Mailand oder Bologna sind BEV nach Registrierung von der City-Maut befreit. Entlang des Brennerpasses finden sich einige kostenlose Ladesäulen. Auch auf einigen Supermarkt-Parkplätzen können Kunden kostenlos Ladesäulen nutzen. Die Strompreises liegen bis zu 30 % unter den deutschen Tarifen.   

Luxemburg. Die Ladeversorgung ist vor allem im Süden des Landes und in der Region um Luxemburg-Stadt hervorragend. Auf einigen Supermarkt-Parkplätzen und bei vielen Hotels können Kunden kostenlos Ladesäulen nutzen. Die Strompreises liegen bis zu 30 % unter den deutschen Tarifen. 

Niederlande. Hier ist das Netz mit öffentlichen Ladestationen im gesamten Lad  besonders dicht. 

BEV sind i.d.R. in Umweltzonen frei zu bewegen, anders als Verbrennerautos. Die Strompreises liegen bis zu 50 % unter den deutschen Tarifen. 

Norwegen. Dort werden Verbrenner nicht mehr zugelassen. Das E-Ladenetz Netz ist mit Ausnahme des hohen Nordens sehr dicht. In einigen Städten dürfen BEV auf öffentlichen Parkplätzen zu reduzierten Preisen parken. BEV aus dem Ausland zahlen nach Registrierung auf mautpflichtigen Strecken in Norwegen reduzierte Gebühren; auf einigen fahren sie gänzlich mautfrei. Auf der zahllosen Fähren wird für E-Autos ein Rabatt vom 50 % auf den Fahrpreis gewährt, die Nutzung einiger inländischer Fährverbindungen ist für E-Fahrzeuge sogar kostenlos. Die Strompreises liegen 70 bis 80 % unter den deutschen Preisen.

Österreich. Die Ösis verfügen über ein flächendeckendes Ladenetzwerk. Auf manchen Supermarkt-Parkplätzen wie z. B. bei Hofer (= Aldi) oder auch bei Hagebaumarkt können Kunden kostenlos Ladesäulen nutzen. In einigen Städten wie Wien muss an öffentlichen E-Ladestationen keine Parkgebühr bezahlt werden, solange das E-Fahrzeug lädt. Fahrzeuge mit E-Kennzeichen sind in Österreich von den Umwelt-Tempolimits auf Autobahnen befreit. Die Sttrompreise liegen ca. 20 % unter dem deutschen Preis.

Polen. Beim östlichen Nachbarn Deutschlands sind vor allem der Westen und das Zentrum des Landes sowie Schlesien gut  mit Ladestationen versorgt. Noch weniger dicht ist das Netz auf dem Land. Auf einigen öffentlichen Parkplätzen in Polen stehen kostenlose Ladesäulen zur Verfügung. BEV parken auf öffentlichen Parkplätzen gebührenfrei. BEV dürfen  die Busspur benutzen und in den Stadtzentren von Breslau und Krakau außerdem einige autofreie Straßen wie z.B. Fußgängerzonen befahren. Achtung: E-Fahrzeuge chinesischer Hersteller dürfen in Polen nicht in der Nähe strategisch wichtiger Anlagen parken. Die Strompreise liegen bis zu 40 % unter den deutschen.

Schweden. Vor allem der Süden ist gut mit Ladestationen versorgt. Weniger dicht ist das Netz in der Mitte und im Nordwesten des Landes. In einigen Parkhäusern und auf manchen Supermarkt-Parkplätzen können Kunden kostenlos Ladesäulen nutzen, z.B. bei Coop oder Ikea. In kommunalen Umweltzonen dürfen E-Fahrzeuge in Schweden uneingeschränkt fahren. In Stockholm zahlen E-Autofahrer eine Parkgebühr, können dafür aber kostenlos laden. 

Schweiz. Die Eidgenommen haben ein flächendeckendes Ladenetzwerk. Auf einigen Supermarkt-Parkplätzen können Kunden kostenlos Ladesäulen nutzen; das ist auch bei vielen Hotels so. Strom ist ca. 20 bis 30 % günstiger als in Deutschland.  

Slowakei. Am besten die Ladesäulen versorgt ist der Westen des Landes. Während des Ladens an öffentlichen Ladestationen müssen BEV für das Parken nicht bezahlen. Bei einigen Supermärkten in der Slowakei können Kunden kostenlos Ladestationen nutzen, z.B. bei Billa. Strom tanken ist ca. 30 % günstiger als in Deutschland.

Slowenien. Insbesondere das Landeszentrum ist gut mit Ladestationen versorgt. Während des Ladens an öffentlichen Ladestationen können BEV bis zu drei Stunden kostenlos parken. Einige Hotels, Campingplätze und Einkaufszentren stellen ihren Kunden kostenlose Lademöglichkeiten zur Verfügung. Strom tanken ist ca. 30 % günstiger als in Deutschland. 

Spanien. Vor allem der Osten des Landes ist gut mit Ladestationen versorgt: de anderen Landesteile holen aber stark auf. BEV dürfen uneingeschränkt in die Umweltzonen einfahren. Voraussetzung hierfür ist die blaue Umweltplakette „Distintivo Ambiental DGT“ oder eine Registrierung des Fahrzeugs. In Barcelona zahlen BEV mit einer „electric vehicule card“ in blauen Parkzonen reduzierte Gebühren. In vielen anderen Städten dürfen E-Autos kostenfrei parken. Strom tanken ist ca. 30 % günstiger als in Deutschland. 

Tschechien. Am besten ist die Region um Prag mit Ladepunkten. Noch weniger dicht ist das Netz auf dem Land. Auf einigen Supermarkt-Parkplätzen können Kunden kostenlos Ladesäulen nutzen. Auch viele Hotels und Gasthöfe bieten ihren Gästen Lademöglichkeiten an. Strom tanken ist bis zu 40 %  günstiger als in Deutschland. 

Ungarn. Bei den Magyaren sind vor allem das Zentrum um Budapest und der Westen des Landes mit Ladestationen versorgt. Weniger dicht ist das Netz auf dem Land.  Bei einigen Supermärkten kann man das BEV kostenlos laden. Während des Ladens an öffentlichen Ladestationen müssen BEV fürs Parken nicht bezahlen. Strom ist bis zu 40  % günstiger als in Deutschland. Quelle: ADAC / CM

Was kommt nach dem Aus des Tankrabatts?

Der vollkommen irrsinnige Tankrabatt, den die Bundesregierung wider besseren Wissens für die Monate Mai und Juni 2026 beschlossen hatte, endet. Man sei aber vorbereitet, eine mögliche Preisexplosion zu stoppen, hieß es aus der Koalition. Wie das funktionieren soll, weiß bei den Regierungsparteien aber niemand. Fakt ist: Der Tankrabatt hat den deutschen Steuerzahler fast 1,6 Mrd. Euro gekostet, Geld, das für wichtigere Dinge fehlt.

„Wir haben nach langen Beratungen entschieden, dass wir den Tankrabatt wie geplant am 30. Juni 2026 auslaufen lassen werden“, erklärten die Fraktionsvize Sepp Müller (CDU) und Armand Zorn (SPD) gegenüber der „Bild“. Laut Müller sei die Verlängerung finanzpolitisch nicht sinnvoll. Die Bundesregierung könne es sich in der aktuellen Lage nicht leisten, Schulden dafür aufzunehmen.

Beide Politiker warnten die Mineralölkonzerne zugleich vor deutlichen Preissteigerungen nach dem Auslaufen des Rabatts. In keinem anderen europäischen Land hat es eine solche aberwitzige Hilfe gegeben. Während in Polen oder Tschechien, um nur zwei Beispiele zu nennen, die Autofahrer im Vergleich der Einkommen zu Deutschland das Drei- bis Vierfache für den Liter Benzin zahlen müssen, ist das Geheule in Deutschland schon bei zwei Euro groß. 

Nun denkt die Koalition über weitere diverse Entlastungen nach, mit denen sie sich das Wohlwollen der Bürger erkaufen will: Etwa mit einer höheren Pendlerpauschale (was völlig blödsinnig ist), niedrigeren Energiesteuern (das wäre sinnvoll), eine Senkung der Stromsteuer für alle (auch das wäre mehr als sinnvoll) sowie einem Spritpreisdeckel und eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne. 

Am sinnvollsten freilich wäre, das Verbrennerverbot, wie es Brüssel einst vorgeschlagen hatte, durchzusetzen. China, die skandinavischen Länder, die Niederlade, Belgien, Großbritannien und andere mehr haben längst erkannt, dass fossile Brennstoffe keine Zukunft mehr haben, zumal der damit fortschreitende Klimawandel weiter befeuert wird und stellen stark auf E-Mobilität um. Nur die CDU/CSU-geführte Bundesregierung will ein (fast) totes Pferd (Benziner und Diesel) viele Jahre weiterreiten… Quelle: Bundeskabinett / CM

Sea-Tac eröffnet neuen Flugsteig C

Nach dreijähriger Bauzeit eröffnet der Flughafen Sea-Tac in Seattle einen renovierten Bereich, der sich über vier Ebenen erstreckt und neben elf Gastronomie- und Einzelhandelsgeschäften auch eine Außenterrasse mit Blick auf das Rollfeld bietet. Mit der Erweiterung von Flugsteig C soll der Flughafen SEA buchstäblich auf ein neues Niveau gehoben werden: Durch den Aufbau von vier zusätzlichen Etagen über dem bestehenden Gebäude werden neue Maßstäbe für das Flughafenerlebnis und die Nachhaltigkeit gesetzt.  

Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft wird am Donnerstag, 11. Juni 2026, der frisch renovierte Flugsteig C am Flughafen Sea-Tac eröffnet. Der ehemals eingeschossige Bereich umfasst nun vier Ebenen; dazu gehören eine Sitzgelegenheit unter einem riesigen „Baum“, ein beruhigender Sensorik-Raum sowie eine Außenterrasse, von der aus man die Flugzeuge beobachten kann. Zu den elf Gastronomie- und Einzelhandelsangeboten zählt auch ein Restaurant. Zudem beherbergt dieser Flugsteig die schicke neue Lounge von Alaska Airlines.  

Das Projekt erstreckt sich über die Flugsteige C und D und umfasst zusätzliche Gastronomie- und Einzelhandelsflächen, begehrte Einrichtungen wie einen interreligiösen Gebets- und Meditationsraum sowie einen Stillraum, und eine völlig neue, über  3.800 m² große Alaska Airlines Lounge. Das Herzstück des Bereichs – der „Tree at C“ – wird ein markanter Treffpunkt sein, der Reisende zum Verweilen einlädt: mit Sitzgelegenheiten, Blick auf das Vorfeld sowie Musik und Kunst. Alternativ können sie in die obere Ebene wechseln, die mehr Bewegungsfreiheit sowie weitere Gastronomie- und Einkaufsmöglichkeiten bietet. Die Erweiterung umfasst zudem Büroflächen für am Flughafen ansässige Unternehmen, Airlines und die TSA. 

Die Erweiterung des Flugsteigs C interpretiert das Flughafenerlebnis neu: Durch das Design entstehen eine intuitive Wegeführung, eine ruhige Atmosphäre und ein Bewusstsein für Klimaschutz. Das Projekt vergrößert das bestehende, 7.500 m² Fläche messende große Gebäude zu einer attraktiven, 21.300 m²  umfassenden Anlage, die zahlreiche gewünschte Annehmlichkeiten bietet. 

Die Architektur des Gebäudes ist von den Naturlandschaften des pazifischen Nordwestens sowie der Energie und Lebendigkeit Seattles inspiriert. Der „Tree at C“ bildet einen zentralen Begegnungsort, der an regionale öffentliche Märkte und Bauernmärkte erinnert. Auf der Hauptebene befindet sich der „Marketplace at C“, ein zentraler Bereich, der Reisenden alles Nötige bietet. Gastronomie- und Einzelhandelsflächen säumen dieses terrassenförmig angelegte, offene Amphitheater mit Bühne für Live-Musik. Von dort werden Reisende in die obere Ebene gelockt, wo weitere Restaurants sowie ein weiter Ausblick und der Blick über die gesamte Fassade warten. Ein besonderes Highlight der Erweiterung ist die große Raumhöhe und der freie Blick auf das Vorfeld sowie die Olympic Mountains von einer verglasten Aussichtsplattform aus – dem „Lookout at C“ –, die allen Passagieren offensteht. 

Der Flughafenbetreiber Port of Seattle strebt an, der grünste und energieeffizienteste Betreiber Nordamerikas zu werden, wobei Umweltschutz und Wohlbefinden der Reisenden an erster Stelle stehen. Die Erweiterung des Flugsteigs C (C Concourse Expansion) ist das erste Projekt dieser Art, das dem „Sustainable Evaluation Framework“ des Betreibers folgt.  
Die Nachhaltigkeitsmerkmale der C Concourse Expansion setzen Maßstäbe für künftige Bauvorhaben des Port of Seattle, darunter:
• Systeme ohne fossile Brennstoffe (für Heizung, Warmwasserversorgung aller in C bestehenden Einrichtungen 
• Photovoltaikanlagen auf dem Dach (energieeffiziente Solaranlage) 
• Spüleinrichtungen zur Reduzierung von Feststoffabfällen sowie Lagerflächen für Lebensmittelspenden 
• Wassersparende Armaturen zur Schonung der Trinkwasserressourcen 
• Elektrochrome Verglasung der Fenster 
• Biophile Designstrategien, die eine angenehme Umgebung schaffen und eine symbiotische Beziehung zwischen gestalterischem Ausdruck und Nachhaltigkeit herstellen 

Für die Erweiterung des Flugsteigs C strebt der Flughafen SEA das Ziel, LEED-Gold zu erreichen. LEED Gold ist eine hohe Zertifizierungsstufe für nachhaltiges Bauen in den USA, verliehen vom U.S.Building Council. Quelle: Port of Seattle / CM
Concourse C am Flughafen Sea Tag von Seattle. Foto: Port of Seattle

Air Canada-Pilot flog 17 Jahre ohne gültige Lizenz

Ein vormaliger Pilot von Air Canada unternahm große Anstrengungen, um zu verbergen, dass er über einen Zeitraum von 17 Jahren hinweg – während er Hunderte von Flugstunden absolvierte – nicht über die erforderliche Lizenz verfügte. Am 29. Juni muss sich der Flugzeugführer strafrechtlich verantworten, weil er fast 17 Jahre lang Zehntausende von Passagieren mit einer gefälschten Pilotenlizenz befördert hat.Der Ex.Air Canada Kapitäm war am 01. Juni 2026 festgenommen wordn.

Den Ermittlungen zufolge hatte er zwischen 2009 und 2025 als Kapitän mehr als 900 Inlands- und internationale Flüge durchgeführt, ohne jemals die vorgeschriebene Lizenz erworben oder die obligatorischen Prüfungen abgelegt zu haben. „Diese Ermittlung und die damit verbundenen Einzelheiten lesen sich wie ein Drehbuch für einen Film, sagte der stv. Polizeichef der Peel Regional Police auf einer Pressekonferenz in Ontario. Der Mann stieg bis zum Kapitän auf und flog fast 17 Jahre lang Maschinen der Typen Boeing 767, 777 und 787, wobei er ein Gehalt von fast 3 Mio. Kanadischen Dollar (rund 2 Mio. Euro)  bezog.

Die Vorwürfe erinnern an den Film „Catch Me If You Can“ aus dem Jahr 2002, in dem es einem Teenager durch geschicktes Täuschen gelingt, als Pilot für PanAm zu fliegen. Im vorliegenden Fall besaß Wall zwar während seiner gesamten 27-jährigen Laufbahn bei Air Canada eine Lizenz für das Fliegen; jedoch verfügte er nie über die Verkehrspilotenlizenz (Airline Transport Pilot License for Aeroplanes, kurz ATPL-A), die für seine Beförderung zum Kapitän im Jahr 2009 erforderlich gewesen wäre.

„Wir gehen davon aus, dass der Beschuldigte sowohl seinen Arbeitgeber als auch die Aufsichtsbehörde über seine Qualifikationen getäuscht hat“, so die Ermittler. Der Beschuldigte flog auf, nachdem eine routinemäßige Überprüfung seiner Unterlagen im Jahr 2025 „Unstimmigkeiten … in den Dokumenten zur Pilotenlizenz“ zutage gefördert und Air Canada die Aufsichtsbehörden informiert hatte. Der Ex-Kapitän ging 2025 in den Ruhestand, noch bevor im Januar die behördlichen und strafrechtlichen Ermittlungen unter dem Codenamen „Project Icarus“ eingeleitet wurden.

Die Fluggesellschaft wies darauf hin, dass der Pilot über eine Lizenz als Verkehrspilot verfügte und regelmäßig seine Fähigkeit zum sicheren Steuern großer Flugzeuge unter Beweis gestellt hatte. „Die Sicherheit wurde durch diesen Vorfall nicht beeinträchtigt, da alle Piloten von Air Canada alle sechs Monate obligatorische Wiederholungsschulungen zur Überprüfung ihrer fliegerischen Kompetenz absolvieren – einschließlich einer Flugüberprüfung durch einen zertifizierten Prüfkapitän der kanadischen Luftfahrtbehörde (Transport Canada) alle zwölf Monate“, erklärte Air Canada in einer am Stellungnahme. „Eine ordnungsgemäße Lizenzierung ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil des mehrstufigen Sicherheitskonzepts der Luftfahrtbranche; daher nimmt Air Canada diesen Sachverhalt äußerst ernst“, fügte die Fluggesellschaft hinzu.

Der Pilot wurde von Transport Canada mit einer Geldstrafe belegt und sieht sich sieben strafrechtlichen Anklagen gegenüber, darunter Betrug, zweifache Verwendung gefälschter Dokumente sowie dreifacher Besitz einer gefälschten Kennzeichnung.  Er soll am 29. Juni 2026 vor Gericht erscheinen. Quelle: CNN / CM

Excelsior Hotel Nürnberg Fürth hat eröffnet

Die GCH Hotel Group das Management des Excelsior Hotel Nürnberg Fürth übernommen und das außergewöhnliche Haus als „Excelsior Hotel Nürnberg Fürth, a member of Radisson Individuals“ wieder eröffnet. 

Die markante „Hotel-Pyramide“ im Fürther Stadtteil Kalbsiedlung (Europaallee 1) ist ein 42 Meter hohes, gläsernes Wahrzeichenin Form einer quadratischen Pyramide. 

Nach mehr als dreieinhalb Jahren Leerstand wurde das 4-Sterne-Haus wiedereröffnet. Das Haus bietet  104 komfortable Zimmer, darunter Standard- und Familienzimmer sowie geräumige Suiten (teilweise mit Flussblick). Zur Ausstattung zählen u.a. kostenloses WLAN, eine Lobbybar, ein Fitnessbereich sowie Sauna und Dampfbad.

Unter dem Motto „Zwischen Kellerbier und Kristallglas“ sollen bei der großen Re-Opening-Party regionale Tradition und zeitgemäßer Lifestyle verschmelzen. Fränkische Braukunst von der Tucher Brauerei trifft auf authentische Genussmomente beim Flying Buffet. 

Das Excelsior Hotel Nürnberg Fürth nahe der B 8 und am Main-Donau-Kanal im Westen Fürth’s gelegen ist ein urbaner Spot für Fürth und die gesamte Metropolregion – ein Landmark, Treffpunkt und Erlebnisraum, der Architektur, Vielfalt und internationalen Service auf einzigartige Weise vereint. Schon von Weitem zieht die markante Pyramiden‑Architektur die Blicke auf sich; ihre außergewöhnliche Bauweise ist Sinnbild für Offenheit, Perspektiven und Gastfreundschaft und macht es zur attraktiven Adresse für internationale Gäste, Businessreisende und Entdecker der Region.

Das Hotel war im Herbst 1994 eröffnet worden und feierte 2014 sein 20-jähriges Bestehen. Nach eigenen Angaben hatte das Hotel bis dahin 32.000 Übernachtungen und ca. 3,8 Mio. Tagungsgäste während dieser Zeit. Der frühere Betreiber, die Pyramide Hotelbetriebsgesellschaft mbH stellte den Hotelbetrieb überraschend am 06. September 2016 ein.

Anfang Juni 2017 hieß es, dass in der Pyramide ab Herbst desselben Jahres ein Hotel wieder eröffnet werden soll. Der Besitzer, die Berliner GCH-Hotelgruppe, teilte anfänglich mit, dass das Hotel am 01. November 2017 wieder an den Start gehen soll, dann als 4-1/2-Sterne Haus „Excelsior Hotel Nürnberg-Fürth. Eröffnet wurde dieses Hotel dann am 29. Januar 2018. Eigentümer des Hotels bzw. der Immobilie war das Unternehmen Aroundtown, einer der größten Immobilienkonzerne Europas. Allerdings machte die Corona-Pandemie und die damit verbundene Gästeflaute den Hotelplänen einen Strich durch die Rechnung. Im August 2022 erfolgte die erneute Schließung des Hotels. 2024 wurde bekannt, dass sich ein neuer Investor für das Hotel gefunden hat. Als Betreiber sollte die GCH Hotel Group fungieren. Quelle: GCH / CM

Leitbild zur Nationalen Luftfahrtstrategie beschlossen

Das Bundeskabinett hat die nationale Luftfahrtstrategie beschlossen. Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sie auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin vor. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) begrüßt das Leitbild der Nationalen Luftfahrtstrategie. 

„Das gemeinsame Leitbild, Deutschland als führende Luftfahrtnation in Europa – wettbewerbsfähig, technologisch stark, souverän, resilient und nachhaltig – ist richtig und zukunftsweisend. Erstmals werden zivile Luftverkehrswirtschaft, Luftfahrtindustrie und militärische Erfordernisse gemeinsam adressiert“, sagt BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. 

Allerdings fehlt es über das Leitbild hinaus an einer mit konkreten Maßnahmen hinterlegten Strategie für die Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland, betont der BDL. Dies betrifft vor allem die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere Bereiche wie staatliche Standortkosten, regulatorische Entlastung, Digitalisierung sowie Tourismus und Konnektivität. Nötig sind auch Maßnahmen, mit denen die Anbindung der Wirtschaftsstandorte an internationale Drehkreuze sichergestellt wird. 

Der Handlungsbedarf ist nach Meinung des Verbands groß. Deutschland zählt nach wie vor zu den Ländern mit der schwächsten Entwicklung des Luftverkehrs nach der Corona-Pandemie. Aufgrund der staatlichen Standortkosten gelingt es dem Luftverkehr ab Deutschland auch weiterhin nicht, die Lücke zum restlichen Europa zu schließen. Während das Luftverkehrsangebot in Deutschland im Sommer 2026 nur 89 % von 2019 beträgt, wird in den meisten europäischen Ländern mehr geflogen als jemals zuvor. Im Sommer 2026 erreicht das Angebot in Europa im Durchschnitt 111 % von 2019, ohne Deutschland sogar 116 %. 

Auch der Digitalverband Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder meldet sich zu Wort: „Die Luftfahrtstrategie setzt mit Digitalisierung, Automatisierung und unbemannter Mobilität wichtige Schwerpunkte für einen wettbewerbsfähigen Luftfahrtstandort Deutschland. Positiv sind vor allem der Fokus auf Advanced Air Mobility, digitale Verwaltungsprozesse und offene Datenstandards in der Flugsicherung. Jetzt braucht es einen konkreten Fahrplan mit messbaren Zielen, weniger Bürokratie, bessere Einsatzbedingungen für Drohnen und neue Finanzierungswege für innovative Luftfahrt-Startups. Nur mit einer entschlossenen Umsetzung kann Deutschland bei digitaler, sicherer und klimafreundlicher Luftfahrt international vorne mitspielen.“ Quelle: BDL /Bitkom / CM

S21: Cem Özdemir spricht von desaströsen Nachrichtern

Deutschland ist längt kein Hochtechnologieland mehr. Gerade bei Großprojekten bringt das Land nichts mehr auf die Reihe. Beweis gefällig? Deutschlands größtes Infrastrukturprojekt Stuttgart 21. Nun berichtete der SWR, dass der neue Tiefbahnhof erst im Dezember 2031 vollständig in Betrieb genommen werden soll. Grund sollen u.a. u.a. mehr als 1.000 km falsch verlegte Kabel und Schächte sein. Die zuletzt für Ende 2026 geplante Teileröffnung des Tiefbahnhofs war bereits im November abgeblasen worden

Die Deutsche Bahn muss laut dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Cem Özdemir nun alle Karten auf den Tisch legen. Er wolle nicht, „dass wir da jetzt jedes Jahr neue Zahlen bekommen. Es muss mal ein Ende haben“, so der Landesvater. Özdemir  verlangt von der Bahn belastbare Zahlen und Antworten auf die Fragen, wann die einzelnen Etappen und wann das gesamte Projekt Stuttgart 21 fertig sein sollen. Für die neue Bahnchefin Evelyn Palla ist das Riesenprojekt ein ganz schweres Erbe ihres Vorgängers. Sie hat eine umfassende Überprüfung des Projekts angekündigt. 

Nächste Verschiebung des S21-Eröffnungstermins: Dezember 2031. Rendering: DB

Der Ministerpräsident sprach von „desaströse Nachrichten“ für Baden-Württemberg und vor allem für die Bahnfahrenden. Das Projekt werde langsam „zur Lachplatte. Nun gehe es  auch darum zu zeigen, dass Stadt, Land und die Bundesrepublik Großprojekte stemmen könnten und sich nicht in Grund und Boden schämen müssten. Özdemir verwies u.a. auch die Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens, der auch mit dem European Train Control System (ETCS) ausgestattet werden soll Doch braucht es laut DB  weiterhin herkömmliche Signale, weil längst nicht alle Lokomotiven für den Güterverkehr mit ETCS ausgerüstet bzw.  nicht mit der digitalen Technik kompatibel sind Am Mittwoch, 10. Juni 2026 präsentierte  Siemens Mobility vor Kunden und internationalen Medien im neu eröffneten Rail Service Center in München-Allach die nächste Generation hoch digitalisierter Lokomotiven für den Schienengüter- und Personenverkehr präsentiert – den Vectron X. Die neue Lokomotive basiert auf der marktführenden Vectron-Lokomotivenplattform, die sich mit fast 3.000 verkauften Fahrzeugen im täglichen Betrieb bewährt hat. Sie kombiniert bewährte Technologie mit digitalen, app-basierten Funktionen, offenen Schnittstellen für Drittpartner sowie einem zentralen Smart Screen im Führerstand. Datenbasierte Anwendungen, gezieltere Wartung und app-basierte Funktionen tragen dazu bei, Betriebskosten zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugeinsatzes weiter zu steigern.

Der Vectron X verbindet perfekt die reale und die digitale Welt und bringt digitale Funktionen direkt in die Lokomotive. Smart Screen, app-basierte Anwendungen, TrainPlay und Konnektivität in nahezu Echtzeit vereinfachen die Bedienung und machen den Lokbetrieb transparenter und deutlich effizienter. Im Führerstand setzt der Vectron X auf ein digitales Bedienkonzept. Es erweitert den bewährten Vectron-Führerstand, mit dem Triebfahrzeugführerinnen und -führer europaweit vertraut sind, um einen zentralen 11,6-Zoll-Smart-Screen. Dieser bündelt wichtige Anwendungen und Informationen direkt im Cockpit – von betrieblichen Daten über Streckeninformationen bis hin zu Applikationen von Drittanbietern im App Store. Zudem werden über TrainPlay ausgewählte kunden- und betreiberspezifische Anwendungen, die Lokführerinnen und Lokführer heute häufig auf Smartphones oder Tablets nutzen – etwa für Einsatzplanung, betriebliche Koordination oder kundenspezifische Informationen – künftig auf dem Smart Screen im Führerstand dargestellt. Siemens Mobility bringt damit erstmals eine CarPlay-ähnliche Lösung für Lokomotiven auf die Schiene und macht den Führerstand zu einem digitalen Arbeitsplatz, der Informationen einfacher zugänglich macht und Arbeitsabläufe spürbar vereinfacht.
 
Stuttgart 21 (auch kurz S 21) ist ein Verkehrs- und Städtebauprojekt zur Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart. Im Rahmen des Projekts entstehen elf neue, meist unterirdische Strecken (57 km) sowie vier neue Bahnstationen, darunter ein neuer unterirdischer Hauptbahnhof, ein neuer Fernbahnhof am Flughafen Stuttgart u.v.a.m. Freiwerdende Gleisflächen sollen zur Stadtentwicklung genutzt werden. Zusammen mit der 2022 fertiggestellten Schnellfahstrecke Wendlingrn-Ulm wird das Vorhaben als Bahnprojekt Stuttgart–Ulm bezeichnet. Die Kosten von S21 sind von ursprünglich geplanten 1,6 Mrd. Euro auf aktuell über 11,4 Mrd. Euro explodiert und ein Ende ist nicht in Sicht. 

Das Projekt wurde 1994 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bauarbeiten begannen im Februar 2010. Die Inbetriebnahme war zunächst für Dezember 2019 geplant, wurde danach aber mehrmals verschoben. Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schließt neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 eröffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzstück von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der anders als der bisherige Kopfbahnhof ein unterirdischer Durchgangsbahnhof sein wird. Quelle: DB / SWR / CM

Fahrplan-Update der Westbahn

Von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 finden Bauarbeiten der Deutschen Bahn in Bayern statt. Die Westbahn reagiert damit auf temporäre Änderungen im deutschen Bahnnetz und passt den Fahrplan vorübergehend zeitlich befristet an.

Für Verbindungen von/nach Deutschland gibt es ein Fahrplan-Update:

• Fahrzeit von/nach Innsbruck und München verlängert sich um bis zu 15 Minuten, von/nach Vorarlberg um bis zu 30 Minuten
• Lindau (Reutin und Insel) entfällt als Halt
• Stuttgart-Verbindungen von/nach Stuttgart halten in München Ost und München Pasing – allerdings nicht in München Hauptbahnhof
• München-Verbindungen halten wie gewohnt bis München Hauptbahnhof
• Neu: Westbahn-Züge von/nach München halten in Prien am Chiemsee

Alle Infos im Detail: https://westbahn.at/fahrplan/ab-14-06-2026/ Quelle: Westbahn Management GmbH / CM

IATA halbiert Gewinnprognosen der Airlines

Kriegsbedingte Störungen im Nahen Osten und hohe Treibstoffpreise sind die Hauptgründe dafür, dass die International Air Transport Association (IATA) ihre Gewinnprognose für die weltweiten Fluggesellschaften für das Jahr 2026 fast halbiert hat

Wie Willie Walsh, der scheidende Generaldirektor der IATA, auf der Jahreshauptversammlung des Luftfahrtverbands am Sonntag in Rio de Janeiro (Brasilien) bekannt gab, rechnet die IATA nun damit, dass die Fluggesellschaften im Jahr 2026 einen Nettogewinn von insgesamt 23 Mrd. US-Dollar erzielen werden. Dies liegt deutlich unter der zuvor prognostizierten Summe von 41 Mrd. US-Dollar und entspricht etwa der Hälfte der 45 Mrd. USD, die der Verband für das Jahr 2025 veranschlagt. hatte.

Flugzeuge am Chicago O’Hare. Foto: ORD

„Die Ertragslage aller Fluggesellschaften leidet unter dem rasanten Anstieg der Kerosinpreise um 70 %%,  erklärte Willie Walsh. „Ein Teil der Mehrkosten lässt sich zwar durch Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen auffangen, doch dies reicht nicht aus, um die Rentabilität auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.“

Grundlagen der IATA-Prognose. Die neue Gewinnprognose basiert auf einem für 2026 erwarteten Umsatzwachstum von 9,4 % gegenüber dem Vorjahr auf fast 1,2 Billionen US-Dollar, dem jedoch ein Kostenanstieg um 13 % auf mehr als 1,1 Billionen US-Dollar gegenübersteht. Daraus ergibt sich eine Nettogewinnmarge von 2 % – ​​ein Rückgang gegenüber der ursprünglichen Prognose von 3,9 %. Dies entspricht laut IATA einem Gewinn von rund 4,50 US-Dollar pro abfliegendem Passagier; das ist die Hälfte des für 2025 geschätzten Werts von 9,10 US-Dollar.

Die Treibstoffkosten werden im laufenden Jahr 2026 voraussichtlich um fast 40 % gegenüber dem Vorjahr auf 350 Mrd. USD steigen; diese Prognose basiert auf einem durchschnittlichen Preis für Brent-Rohöl von 95 US-Dollar pro Barrel (gegenüber 69 US-Dollar im Jahr 2025). Der Preis für Flugkraftstoff wird im Durchschnitt voraussichtlich 152 US-Dollar pro Barrel betragen – ein Anstieg gegenüber 90 US-Dollar im Jahr 2025. Die IATA rechnet zudem mit einem Anstieg der Kosten ohne Treibstoff um 4 % auf 767 Mrd. USD, wobei die Personalkosten den größten Anteil ausmachen.

Die Auslastung der Passagierkabinen soll 2026 mit 84 % „weiterhin Rekordwerte erreichen“ (nach 83,5 % 2025), während das Passagieraufkommen voraussichtlich auf 5,1 Mrd. steigen wird – ein Zuwachs von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Nach Einschätzung der IATA werden sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen für die Branche im Jahr 2026 verschlechtern: Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts soll von 3,4 % (2025) auf 2,5 % zurückgehen, die Inflationsrate von 4,1 % auf 5 % steigen und das Wachstum des Welthandels von 4,6 % auf 1,9 % sinken.

Die Einnahmen aus dem Passagiergeschäft werden 2026 voraussichtlich 839 Mrd. USD erreichen, was einem Anstieg von 9,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Da dieser Anstieg das erwartete Nachfragewachstum von 2,1 % – ​​gemessen in Erlösen pro Kilometer – übersteigt, steigen die Flugpreise, um einen Teil der Kosten des Ölpreisschocks auszugleichen“, so die IATA.

Es wird erwartet, dass die Einnahmen aus Zusatzleistungen und sonstigen Quellen im Jahresvergleich um 12,6 % auf 165 Mrd. USD steigen. „Zum ersten Mal seit 2019 werden die Einnahmen aus Zusatzleistungen einen größeren Anteil am Gesamtumsatz ausmachen als die Luftfracht“, so die IATA, die für das Frachtgeschäft Einnahmen in Höhe von 162 Mrd. USD prognostiziert.

Zu den weiteren Faktoren, die die IATA für die Ergebnisse der Luftfahrtbranche als relevant erachtet, gehören anhaltende Herausforderungen in der Lieferkette, wahlbedingte Unsicherheiten, Stagflation sowie infrastrukturelle Engpässe.

Regionale Highlights

Nordamerika: Die IATA prognostiziert für die Region einen Nettogewinn von 9,4 Mrd. USD im Jahr 2026 (nach geschätzten 12,4 Mrd. USD im Jahr 2025), während die Nettomargen voraussichtlich von 3,5 auf 2,5 % sinken werden. Der Gewinn pro Passagier wird auf 8,10 US-Dollar geschätzt, verglichen mit 10,80 USD in 2025. Die Nachfrage soll im Jahresvergleich um 0,8 % steigen, bei einem erwarteten Kapazitätswachstum von 0,3 %. Da nordamerikanische Fluggesellschaften weitgehend auf die Absicherung von Treibstoffpreisen (Hedging) verzichten, setzen sie laut IATA auf „unmittelbare Preisanpassungen“, um steigende Kosten zu decken. Netzwerk-Fluggesellschaften sind besser als Billigfluggesellschaften in der Lage, einer Marktschwäche zu begegnen, da Letzteren „nennenswerte“ Premium-Angebote fehlen; dies schränkt ihre Möglichkeiten ein, Kostendruck durch Upselling und Tarifsegmentierung auszugleichen. Dennoch verzeichnete die Region in den letzten Jahren eine hohe Rentabilität und ist von operativen Erschütterungen im Nahen Osten weitgehend unbeeinflusst geblieben.

Europa: Die IATA prognostiziert für europäische Fluggesellschaften einen Nettogewinn von 9,6 Mrd. USD in 2026 (nach geschätzten 13 Mrd. USD in 2025); die Nettomarge soll 2026 bei 3,1 % liegen, verglichen mit 4,5 % im Vorjahr. Der Gewinn pro Passagier dürfte von 10,30 USD auf 7,50 USD zurückgehen. Die Nachfrage soll im Jahresvergleich um 2,8 % steigen, während für die Kapazität ein Zuwachs von 1,3 % erwartet wird. Laut IATA stehen europäische Fluggesellschaften aufgrund gestiegener Treibstoffpreise unter „erheblichem Kostendruck“. Dieser Effekt wird jedoch teilweise durch Absicherungsgeschäfte (Hedging) abgefedert, die die Airlines bereits vor der Krise für durchschnittlich 70 % ihres Treibstoffbedarfs im Sommer 2026 abgeschlossen haben. Die IATA wies jedoch darauf hin, dass „die Kosten steigen werden, sobald diese Absicherungen auslaufen“. Europäische Fluggesellschaften hätten zudem von „einigen Verkehrszuwächsen“ durch die Einführung von Direktflügen zwischen Europa und Asien profitiert, nachdem das Flugangebot über Drehkreuze im Nahen Osten reduziert worden war, so die IATA. Allerdings meldete der Flughafenverband ACI Europe vergangene Woche einen Rückgang des gesamten europäischen Flugverkehrs im Monat April. Die IATA kritisierte zudem „belastende“ Vorschriften, die sich auf die Fluggesellschaften in Europa auswirken – darunter EU- und britische Vorgaben zur Verwendung alternativer Flugkraftstoffe sowie „erhöhte“ Gebühren für Flughäfen und Flugsicherungsdienste. Walsh kritisierte die europäischen Regierungen dafür, dass sie zwar verbindliche Vorgaben durchsetzten, es jedoch versäumten, Anreize für die Produktion von sogenannten „nachhaltigen“ Flugkraftstoffen (SAF) zu schaffen. „Leider haben die meisten Regierungen bei diesen Vorgaben den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht: Sie haben die Preise in die Höhe getrieben, aber kein Angebot geschaffen“, so Walsh. Offenbar unbeeindruckt von diesen Entwicklungen haben die Regierungen über die ICAO (Internationale Zivilluftfahrtorganisation) ein Ziel zur Emissionsreduzierung um 5 % bis 2030 mittels SAF (nachhaltiger Flugkraftstoffe) festgelegt. Klar ausgedrückt: Es gibt keinen Weg, dieses Ziel zu erreichen. Es besteht zwar noch Hoffnung, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen – doch diese schwindet rapide.“ Die jüngste Prognose der IATA sieht für europäische Fluggesellschaften in diesem Jahr einen Nettogewinn von 9,6 Mrd. USD vor – ein Rückgang gegenüber den 13 Mrd. USD des Jahres 2025; die Nettogewinnmarge dürfte im selben Zeitraum von 4,5 % auf 3,1 % sinken. Die Passagiernachfrage bei europäischen Fluggesellschaften soll im Jahr 2026 – gemessen in verkauften Passagierkilometern (RPKs) – im Jahresvergleich um 2,8 % steigen, während die Kapazität um 1,3 % zunimmt. 

Asien-Pazifik: Die Prognose für Fluggesellschaften im Raum Asien-Pazifik sieht für 2026 einen Nettogewinn von 6,6 Mrd. USD vor – ein Rückgang gegenüber den 9,8 Mrd. USD des Vorjahres; die Nettomarge soll 2,1 % betragen, verglichen mit 3,5 % im Jahr 2025. Der Gewinn pro Passagier dürfte von 5,30 auf 3,40 USD sinken. Die Nachfrage nach Flugreisen soll im Jahresvergleich um 5,1 % steigen, während die Kapazität im selben Zeitraum um 3,6 % zunehmen dürfte. Laut IATA ist die Region stark von Rohölimporten aus der Golfregion abhängig; dies kann zu einem überproportionalen Druck auf die Raffinerien führen und sowohl Engpässe als auch Preissteigerungen bei Flugkraftstoff verursachen. Allerdings haben Störungen an Drehkreuzen im Nahen Osten dazu geführt, dass einige Fluggesellschaften im Raum Asien-Pazifik von veränderten Verkehrsströmen infolge des Nahostkonflikts profitieren – insbesondere auf den Routen zwischen Europa und Asien.

Naher Osten: Die IATA prognostiziert für 2026 einen Nettoverlust von 4,3 Mrd. USD, dem ein geschätzter Gewinn von 7,2 Mrd. USD im Jahr 2025 gegenübersteht. Die Nettomarge wird für 2026 bei minus 6,1 % erwartet, verglichen mit 9,4 % im Jahr 2025. Für die Fluggesellschaften der Region wird ein Verlust von 21,40 USD pro Passagier prognostiziert, während im Vorjahr noch ein Gewinn von 31,50 USD pro Passagier erzielt wurde. Die Nachfrage soll im Jahresvergleich um 11,4 % zurückgehen, bei einem gleichzeitigen Kapazitätsabbau von 4,4 %. Der Wegfall von Umsteigeverkehr „belastet die Auslastung und erhöht die Stückkosten“, so die IATA. Bestimmte strukturelle Faktoren stärken die Widerstandsfähigkeit der Region, darunter ein günstiges Steuerumfeld, ein relativ sicherer Zugang zur Kraftstoffversorgung und eine vergleichsweise geringe Verschuldung. Die Erholung im Nahen Osten dürfte eher durch die Preisgestaltung als durch eine rasche Rückkehr des Passagiervolumens vorangetrieben werden.

Afrika: Obwohl die Region „das stärkste Verkehrswachstum verzeichnet, da Routen verlagert werden, um den Nahen Osten zu umgehen“, dürfte die Rentabilität aufgrund kostenseitiger Anfälligkeiten – insbesondere bei den Treibstoffkosten – nachlassen. Die IATA prognostiziert für 2026 einen Nettogewinn von 100 Mio. USD (gegenüber geschätzten 300 Mio. USD im Jahr 2025) bei einer Nettomarge von 0,2 % (im Vergleich zu 1,6 % im Vorjahr). Der Gewinn pro Passagier dürfte von 2,10 USD auf 0,40 USD sinken. Die Nachfrage soll im Jahresvergleich um 10 % steigen, während für die Kapazität ein Zuwachs von 7,7 % erwartet wird.

Lateinamerika: Der durch die Energiekrise verursachte „Abwärtsdruck“ auf mehrere Währungen der Region wird deren wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr beeinflussen. Die IATA prognostiziert für 2026 einen Nettogewinn von 1,2 Mrd. USD (nach geschätzten 1,9 Mrd. USD im Jahr 2025) bei einer Nettomarge von 2,1 % (gegenüber 3,8 % im Vorjahr). Der Gewinn pro Passagier dürfte von 5,90 USD  auf 3,50 USD zurückgehen. Für die Nachfrage wird ein Anstieg von 5 % im Jahresvergleich erwartet, bei einem Kapazitätszuwachs von 3,3 %. „Die Nachfragebedingungen in Lateinamerika reagieren empfindlicher als in anderen Regionen; dies spiegelt das niedrigere Einkommensniveau sowie den geringeren Anteil von Geschäftsreisen an der Gesamtnachfrage im Luftverkehr wider“, so die IATA. Quelle: IATA / CM