Klimawirksame Stoffe beeinflussen die Erderwärmung und tragen zur bevorstehenden Klimakatastrophe bei. Das stärkste bekannte Treibhausgas ist Schwefelhexafluorid (SF6), dessen Treibhauspotenzial die Klimawirksamkeit von Kohlenstoffdioxid (CO2) um das 23.500-fache übersteigt.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben deutsche Unternehmen im Jahr 2025 insgesamt 658,7 Tonnen dieses Stoffs bezogen. Das waren 154,6 t oder 19 % weniger als im Jahr 2024. Die im Jahr 2025 bezogene Menge SF6 entspricht 15,5 Mio. t CO2-Äquivalenten (Global Warming Potential, GWP), wobei SF6 zum Großteil in geschlossenen Systemen verwendet und nur in geringem Maß in die Atmosphäre freigesetzt wird.
2025 wurde SF6 mit einer abgegebenen Menge von knapp 470 t (71,3 %) hauptsächlich im Bereich der elektrischen Erzeugung, Übertragung und Verteilung eingesetzt. Im Vorjahresvergleich sank die abgegebene Menge des Stoffes in diesem Bereich um 128,5 t (-21,5 %). Zum Berichtsjahr 2025 wurden die Abnehmergruppen „Energieversorger“ und „Elektroindustrie/Apparatebau“ zu einer neuen Gruppe „elektrische Erzeugung, Übertragung und Verteilung“ zusammengelegt.
Eine weitere bedeutende Abnehmergruppe mit 82,8 t war die Halbleiterindustrie. Nach einem deutlichen Anstieg um 58,6 % im Jahr 2022 und um 5,5 % im Jahr 2023 sowie um weitere 8,8 % im Jahr 2024 sank die Abgabe an die Halbleiterindustrie 2025 um 3,4 t (-3,9 %).
Auch das Treibhausgas Stickstofftrifluorid (NF3) hat einen sehr hohen GWP-Wert von 16.100 und baut sich extrem langsam in der Atmosphäre ab. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 168,4 t NF3 hauptsächlich an die Halbleiterindustrie abgegeben, das entspricht 2,7 Mio. t CO2-Äquivalenten. Im Vergleich zu 2024 sank die insgesamt abgegebene Menge um 3,3 t (-1,9 %).
Die an die Industrie abgegebene Menge an SF6 entspricht nicht der Emissionsmenge, die in die Atmosphäre freigesetzt wird. Eine Freisetzung kann aber beispielweise bei der Entsorgung alter Schallschutzscheiben erfolgen. Direkt freigesetzt wurden im Jahr 2024 nach Berechnungen des Umweltbundesamtes zur nationalen Treibhausgas-Berichterstattung 1,6 Mio. t CO2-Äquivalente SF6. Dies entsprach 0,2 % der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland von rund 650 Mio. t CO2-Äquivalenten. NF3 hingegen wurde nach dieser Berechnung in sehr geringem Maß tatsächlich freigesetzt, nämlich in einer Menge von 0,02 Mio. t CO2-Äquivalenten. Für die tatsächlich freigesetzte Menge liegen für das Jahr 2025 nur vorläufige Zahlen für die fluorierten Treibhausgase insgesamt vor, eine Differenzierung nach einzelnen Gasen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Quelle: Destatis / CM
Kitzbühel untermauert im Jahr 2026 sein Standing als MICE-Destination für hochwertige Business- und Zukunftsformate im alpinen Umfeld. Den Auftakt im Frühsommer 2026 machten das Symposium „Hospitality meets Longevity“ sowie der Alpine Hospitality Summit. Im Juni und Juli folgen weitere Formate wie das Kitzbüheler Führungsforum, der AI Summit, das World Venture Forum und der Business Angels Summit.
Mit Formaten wie diesen zeigt sich die tiroler Gemeinde („Gamsstadt“) als moderner Austragungsort für Themen, die die MICE-, Hospitality- und Business-Travel-Branche aktuell bewegen: der wirtschaftlich tragfähige Umgang mit Longevity-Angeboten in der alpinen Hotellerie, Investitions- und Entwicklungsfragen im Hotelmarkt, Führungsverantwortung im KI-Zeitalter, konkrete KI-Anwendungen in Unternehmen sowie der Austausch zwischen Start-ups, Investorinnen und Investoren, Family Offices und EntscheiderInnen.
Kitzbühel ist Österreichs alpine MICE-Destination. Fotos: Kitzbühel Convention
Kitzbüheler Führungsforum: Am 17. und 18. Juni 2026 stellt das Kitzbüheler Führungsforum im Hotel Rasmushof Kitzbühel das Thema „Leadership & Verantwortung im KI-Zeitalter“ in den Mittelpunkt und richtet sich an UnternehmerInnen, und Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Teilnehmende aus Wirtschaft, Beratung und Familienunternehmen diskutieren dort werteorientierte Führung, Transformation und die Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf Unternehmenskultur und Entscheidungsprozesse.
Der AI Summit 2026 vom 17. bis 18. Juni 2026 nutzt Kitzbühel erneut als Plattform für anwendungsorientierte KI-Diskussionen und Business-Cases. Beim Kongress, der als Österreichs führende Plattform für künstliche Intelligenz gilt, kommen jährlich internationale Technologieunternehmen, Start-ups, InvestorInnen und Unternehmensentscheider zusammen, um konkrete Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz zu diskutieren – von Automatisierung und Datenanalyse bis zu neuen Geschäftsmodellen und Fragen rund um Verantwortung und Regulierung. Erstmals diskutieren am Hahnenkamm unter anderem auf der Mountain Stage und im Starthaus der Streif die Tech Giganten SAP, IBM, Salesforce, and ServiceNow über die Zukunft von KI. Mit drei Bühnen, interaktiven Masterclasses und hochkarätigen SpeakerInnen – darunter 2026 auch Markus Lanz als Moderator eines hochkarätigen Panels – schafft das von Lena Kornau initiierte Format einen praxisnahen Rahmen für Wissenstransfer, Innovation und nachhaltiges Networking.
Das World Venture Forum lädt vom 06. bis 11. Juli 2026 in exklusive Chalets sowie in ausgewählte Locations in Kitzbühel. Als eine der bedeutendsten Plattformen für internationale VordenkerInnen, UnternehmerInnen, InvestorInnen und politische EntscheidungsträgerInnen bringt das Forum globale Expertise und alpine Gastlichkeit in einem kuratierten Format zusammen, das auf Qualität, Tiefgang und echte Verbindung setzt. Unter dem Motto „Vectors of Change“ stehen zentrale Zukunftsthemen wie Krypto und digitale Assets, Family Offices, Corporate Innovation sowie Impact und nachhaltige Investments im Mittelpunkt. Das World Venture Forum 2026 schafft Raum für persönliche Begegnungen, interaktive Formate und nachhaltige Partnerschaften in einzigartiger Atmosphäre im Herzen der Kitzbüheler Alpen.
Beim Business Angels Summit in Kitzbühel pitchen Österreichs vielversprechendste Start-ups am 09. und 10. Juli 2026 vor nationalen und internationalen InvestorInnen, Business Angels und Family Offices. Neben Finanzierungsmöglichkeiten stehen dabei auch Skalierung, Innovationsförderung und die Vernetzung zwischen jungen Unternehmen, Kapitalgebern und etablierten Marktakteuren im Fokus.
Kitzbühel Convention Service: Als Austragungsort der legendären Hahnenkamm-Rennen steht Kitzbühel seit jeder für Inspiration, Erfolg und Qualität. Mit über 750 Jahren Geschichte verbindet die Gamsstadt Tradition, Innovation sowie alpinen Lifestyle und überzeugt als MICE-Destination auf ganzer Linie: ein modernes und modular nutzbares Kongresszentrum, hochwertige Hotels und erstklassige und professionelle Planung aus einer Hand ermöglichen die Umsetzung von Veranstaltungen, die Mehrwert liefern und in Erinnerung bleiben. Der Kitzbühel Convention Service begleitet Unternehmen, Agenturen und Veranstalter professionell bei der Planung und Umsetzung von Meetings, Kongressen, Tagungen, Seminaren und Incentives. Das Team unterstützt u.a. bei Location Scouting, Site Inspections, Partnervermittlung, Mobilitätslösungen sowie der Organisation individueller Rahmenprogramme und übernimmt die Koordination vor Ort aus einer Hand.
Incentives, Erlebnisse, kurze Wege und hervorragende Erreichbarkeit. Mit mehr als 50 Aktivitäten und Erlebnissen bietet Kitzbühel vielfältige Möglichkeiten für Incentives und Teambuilding – darunter geführte Skitouren, exklusive Hüttenabende, Gipfelkino-Erlebnisse mit Lagerfeuer, Mountainbike-Touren oder handwerkliche Workshops. Zentral gelegen und bestens erreichbar: Kitzbühel ist bequem und umweltfreundlich per Bahn über drei Bahnhöfe sowie mit dem Auto erreichbar und liegt in kurzer Distanz zu den internationalen Flughäfen Innsbruck, Salzburg und München. Ergänzt wird das Angebot durch Shuttle-Services, die über den Kitzbühel Convention Service buchbar sind. Quelle: www.mice.kitzbuehel.com / CM
Die Stellantis-Marke Citroën verlängert ihre Aktion zur Verdopplung der E-Auto-Förderung bis mindestens Ende September 2026 und setzt damit ein deutliches Zeichen für bezahlbare Elektromobilität.
Mit der Fortführung der Initiative möchte die Marke noch mehr Kunden den Umstieg auf ein vollelektrisches Fahrzeug erleichtern und gleichzeitig den erfolgreichen Kurs ihrer Elektrooffensive weiter ausbauen.
Citroën verlängert seine erfolgreiche Aktion zur Verdopplung der E-Auto-Förderung* bis mindestens Ende September 2026. Foto: Stellantis
„Elektromobilität darf kein Privileg sein. Mit der C3 Familie zeigen wir, dass moderne und elektrische Mobilität komfortabel, alltagstauglich und vor allem bezahlbar sein kann“, sagt Thomas Goldboom, Geschäftsführer von Citroën Deutschland.
Die positive Resonanz auf den ë-C3 und die erfreuliche Entwicklung der Zulassungszahlen – im Mai mit über 2.000 privaten Neuzulassungen Platz 2 im BEV B-Segment – zeigen, dass erschwingliche Elektromobilität für viele Kunden ein entscheidendes Kaufargument ist. Mit der Verlängerung der Förderaktion und dem Marktstart des neuen ë-C3 Urban Range baut Citroën dieses Angebot nun weiter aus.
Die Marke bleibt damit ihrer Tradition treu, Mobilität für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Während Citroën gleichzeitig an den Mobilitätslösungen der Zukunft arbeitet und dabei auch auf seine außergewöhnliche Modellhistorie blickt, bietet die C3 Familie schon heute eine Antwort auf die Anforderungen moderner Mobilität: unkompliziert, vielseitig und bezahlbar. Quelle: Stellantis / CM
Air India Express, Air India’s Lowcost-Tochter hat es vermutlich besser gemacht. Sie ist jetzt ein voller Partner im Maharaja Club ihrer Muttergesellschaft. Den Maharaja Club selbst muss man nicht unbedingt zu den großzügigsten Programmen im Markt zählen, aber es bleibt abzuwarten, ob die Attraktivität eines easyJet-Programms jenem nahe kommen wird. Und mit etwas Glück ist dies für Air India Express – ähnlich wie bei Eurowings aus der Lufthansa-Gruppe – nur der erste Schritt und man wird künftig gar einige Partnerschaften mit anderen, attraktiveren Star Alliance-Programmen sehen.
Bangkok Airways‘FlyerBonus-Programm hat auch einige Airlines nur als Prämienpartner, was dem Programm eine interessante Dimension verschafft. Jüngster Prämienpartner ist Etihad, sodass in dem Programm jetzt alle drei großen Golf-Gesellschaften vertreten sind. Wo sich die Dinge jedoch verkomplizieren ist, dass das Programm für jeden Partner eine eigene Prämientabelle anwendet. Am Beispiel eines einfachen Fluges von Bangkok über das jeweilige Hub nach London sieht man, dass ein solcher Flug in der Economy Class mit Etihad 261.000 Punkte kostet, mit Emirates aber nur 83.500 Punkte und mit Qatar Airways 157.000 Punkte. In der Business Class liegen die Preise bei 520.500 Punkten (Etihad), bzw. bei 296.000 Punkten (Emirates) und 313.500 Punkten (Qatar Airways). Wo hier also genau der Wert dieser neuen Partnerschaft liegt, dürfte denjenigen 99,9999% der FlyerBonus-Mitglieder, die nicht in Abu Dhabi beheimatet sind, so wohl eher verschleiert bleiben.
EasyJet hat einmal mehr ein richtiges Kundenbindungsprogramm angekündigt. Man darf es wohl für Ende 2027 erwarten, mit entsprechenden Details dazu anfangs 2027. Angesichts der bisherigen Erfahrungen mit easyJet und dem Kundenbindungsthema – und ihrer generellen Einstellung zu Kundenfreundlichkeit – darf man aber wohl die Warnung aussprechen, dass man die Erwartungen daran nicht zu hoch legen sollte.
Global Hotel Alliance. Der Horizons Club ist eines der jüngsten Angebote im Reisemarkt. Angeboten in zwei Formen gilt er in allen Häusern der Minor Hotelgruppe in Europa und Amerika, mit der Ausnahme von Brasilien. Die Gruppe beinhaltet Marken wie NH Hotels, Tivoli und Anantara. Die Hauptvorteile sind eine direkte Reduktion auf die veröffentlichten Raten sowie auf Zusatzleistungen, aber auch eine Gutschrift von 150 DISCOVERY Dollars im Minor DISCOVERY–Programm (oder jedem anderen DISCOVERY-Programm der Global Hotel Alliance). Ab dem zweiten Aufenthalt innerhalb eines Jahres erhält man einen Bonus von 50 DISCOVERY Dollars pro Aufenthalt, mit einem entsprechenden Prämienwert in USD. Bei einer jährlichen Gebühr von € 179 für die Basisversion Open wird das Angebot so zu einem No-Brainer, für jeden, der pro Jahr mindestens zwei Aufenthalte in Minor-Hotels verbucht.
Sixt: Der Mobilitätsdienstleiter hat kürzlich mit „SIXT ONE“ ein eigenes Bonusprogramm gestartet; dennoch bleibt Sixt ihren zahlreichen Vielfliegerpartnern eng verbunden. Und bis Ende Juni spielt vor allem Miles & More eine wichtige Rolle hier: Für Reservierungen bis zum 30. Juni und Anmieten von mindestens zwei Tagen bis zum 31. Juli erhält man eine Punktegutschrift in Abhängigkeit des Abschneidens der deutschen Nationalmannschaft an der Fußball-WM. Für ein Vorrundenaus erhält man je nach Wagenkategorie 2, 3 oder 4 Meilen pro ausgegebenem Euro. Mit jeder weiterer Runde erhält man 1 Meile mehr, bis zu 8 bis 10 Meilen im Falle eines Turniersieges. Die Meilen werden nachträglich im August gutgeschrieben, wenn der Turnierausgang bekannt ist. CM-Tipp: Man warte Deutschlands letztes Vorrundenspiel am 25. Juni ab um zu verstehen, ob man wirklich auf diese Karte setzen sollte oder nicht…
Sun Group ist ein vietnamesisches Konglomerat im lokalen Reisesektor, das den vietnamesischen Tourismus maßgeblich prägen wird. Es umfasst eine eigene Airline (Sun PhuQuoc Airways), (Luxus-)Hotels und Freizeiteinrichtungen. Aktuell wurde mit „Sun Signature“ ein gruppenweites Kundenbindungsprogramm gestartet, das sich in einer ersten Phase auf die Airline und Hotels sowie eine lokale Kreditkarte beschränkt. Während Sun PhuQuoc Airways momentan noch auf den asiatischen Markt beschränkt ist, wird sich das rasch ändern, da die Gesellschaft 20 Dreamliner bestellt hat, mit Optionen auf 40 weitere Maschinen, mit denen ein globales Netzwerk aufgebaut werden soll. Das dürfte dem Sun Signature-Programm wohl rasch eine größere Bedeutung zukommen lassen. Quelle: Globalflight / CM
Am Sonntag, 14. Juni 2026, feierte der modernste Nachtzug Europas seine Premierenfahrt auf der Strecke Wien – Zürich. Adas bringt u.a. Geschäftsreisenden, die ausgeruht an ihren Zielen in Zürich bzw. Wien ankommen möchten, einen großen Vorteil. Insgesamt sind damit auf neun Linien ÖBB Nachtzüge der neuen Generation im Einsatz.
„Wien ist das Herz des europäischen Nachtzugverkehrs. Von keiner anderen EU-Hauptstadt aus gibt es ein vergleichbares Angebot an internationalen Nachtzugverbindungen. Mit der neuen Generation der Nightjets stärken wir diese Vorreiterrolle weiter: mehr Komfort, mehr Privatsphäre und ein neues Reiseerlebnis auf der Schiene. Dass die Verbindung Wien–Zürich nun mit diesen hochmodernen Zügen bedient wird, unterstreicht die Bedeutung starker Bahnverbindungen zwischen Österreich und der Schweiz“, erklärt Peter Hanke, Österreichs Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
„Mit dem Nightjet der neuen Generation heben wir Komfort und Reisequalität im Nachtzugverkehr auf ein neues Niveau. Mehr Privatsphäre und eine moderne Ausstattung machen die Verbindung nach Zürich zu einer attraktiven Alternative zum Flugverkehr. Bis Ende des Jahres werden wir 24 neue Nightjets in unserer Fernverkehrsflotte haben, womit wir auf die steigende Nachfrage nach komfortablen und nachhaltigen Reisemöglichkeiten reagieren“, so Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG.
Premierenfahrt des Nightjets der neuen Generation in Zürich (v.l.): COO Sandra Neukart (Österreich Werbung), Vorständin Sabine Stock (ÖBB Personenverkehr), Mobilitätsminister Peter Hanke (BMIMI), Salome Meyer (Botschafterin der Schweiz in Österreich), Leiter Internationaler Personenverkehr Philipp Mäder (SBB) und CEO Sara Roloff (Swiss Travel System). Copyright: ÖBB/Marek Knopp
Tickets für die nächste Nachtzugreise jetzt sichern. Mit der Sparschiene stellen die ÖBB ein sehr günstiges Angebot für Nightjet-Reisende zur Verfügung. Am günstigsten reist, wer seine Tickets schon frühzeitig bucht. Ob allein, zu zweit, mit der Familie oder als Gruppe – der Nightjet hält für jede und jeden etwas bereit. So gibt es das Sparschiene-Ticket für die Strecke Wien – Zürich im Sitzwagen bereits ab € 34,90 pro Person und Richtung. Für Familien oder Gruppenreisende sind Sparschiene-Tickets im Liegewagen (Platz im 4er-Abteil) ab € 54,90 erhältlich und auch die neuen Mini Cabins für Alleinreisende werden mit dem Sparschiene-Ticket ab € 54,90 angeboten. Für besonders hohen Schlafkomfort und noch mehr Platz und Privatsphäre kann mit der Sparschiene ein Platz im Schlafwagenabteil ab € 89,90 gebucht werden.
Mehr Komfort, Privatsphäre und Platz. Die siebenteiligen Nightjets der neuen Generation bestehen aus je zwei Sitzwagen (Steuerwagen & Multifunktionswagen), drei Liegewagen und zwei Schlafwagen. Die maximale Gesamtkapazität pro Garnitur beläuft sich auf 254 Plätze. Der Multifunktionswagen bietet allgemein neue und verbesserte Transportmöglichkeiten: sechs Fahrradstellplätze sowie mehr Platz für Gepäck, Kinderwagen und Sportequipment. Reisende können sich auch über einige technische Neuerungen freuen, wie z.B. das kostenlose WLAN mit dem Onboard-Portal ÖBB Railnet night. Ein modernes Fahrgastinformationssystem ist in allen Wagen integriert und hält die Fahrgäste jederzeit mit aktuellen Reiseinformationen up-to-date. Neben der konventionellen Steckdose gibt es für die diversen elektronischen Geräte auch Lademöglichkeiten via USB sowie via induktiver Ladestation. Neue mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben verbessern die Netzfunktion und sorgen für stabileren Handy-Empfang. In den Abteilen steht außerdem ein Bediendisplay mit diversen Komfortfunktionen, wie etwa Lichtsteuerung oder Serviceruf zum Bordpersonal, zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Abteile mit einem elektronischen Zutrittssystem (mithilfe von NFC-Karten) und alle Wagen mit Videoüberwachung ausgestattet, um das Sicherheitsgefühl noch weiter zu steigern. Info: https://www.nightjet.com/de/komfortkategorien/nightjet-neue-generation / Quelle: ÖBB / CM
Die ILA Berlin 2026 am BER besuchten rund 110.000 Teilnehmende, ein deutlicher Zuwachs gegenüber 2024. 765 Aussteller aus 37 Nationen präsentierten auf mehr als 200.000 m2 Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von klimaverträglicher Luftfahrt über Raumfahrttechnologien bis hin zu Sicherheit und Verteidigung. Etwa 100 Fluggeräte zeigten die gesamte Bandbreite der Luft- und Raumfahrt am Boden und in der Luft.
BundeskanzlerFriedrich Merz hatte die ILA Berlin 2026 eröffnet und die neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung vorgestellt. In seiner Eröffnungsrede bezeichnete er die ILA als Messe, die „Zuversicht für einen neuen Aufbruch“ wecke. Deutschland präsentiere sich hier als ein Land, das mit Innovationen der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrt mit an der Weltspitze stehe.
Die ILA 26 in berlin ging sehr erfolgreich zu <Ende. Foto: Messe Berlin
Innovationen für die Luftfahrt von morgen. Im Segment Aviation standen klimaverträgliches Fliegen, neue Antriebstechnologien und effizientere Flugzeugkonzepte im Mittelpunkt. Sustainable Aviation Fuels (SAF), Wasserstofftechnologien, neue Materialien, digitale Fertigung sowie Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) prägten die Debatten. Im Flying Display gehörten der Airbus A350-1000 und der Airbus Helicopters Racer zu den Highlights. Im Static Display waren u.a. ein Emirates A380, ein Airbus Beluga, ein A320neo in der Sonderlackierung „100 Jahre Lufthansa“ sowie eine Do228 NXT zu sehen.
Raumfahrt zwischen Forschung, Innovation und Faszination. Im Segment Space zeigte die ILA Berlin 2026 die wachsende Bedeutung der Raumfahrt als kritische Infrastruktur. Im Mittelpunkt standen Satellitentechnologien und Erdbeobachtung, Weltraumsicherheit sowie neue kommerzielle Anwendungen. Im Space Pavilion diskutierten Raumfahrtagenturen, Industrie und Forschungseinrichtungen aktuelle Entwicklungen der europäischen Raumfahrt und den Nutzen von Weltraumtechnologien für das Leben auf der Erde.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Live-Schalte zur Internationalen Raumstation ISS mit ESA-Astronautin Sophie Adenot. Auch die ESA-Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer gaben auf der Bühne Einblicke in ihre Missionen sowie die Zukunft der europäischen Raumfahrt.
Die nächste ILA Berlin findet vom 17. bis 21. Mai 2028 statt. Quelle: Messe Berlin / CM
Wer am Punktehandel beteiligt ist, muss in Zukunft mit Konsequenzen rechnen. Zum 01. Juli 2026 tritt die Aktualisierung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) in Kraft. Künftig ist es verboten, eine Behörde durch falsche Angaben zur Beteiligung an einer Ordnungswidrigkeit zu täuschen oder entsprechende Dienstleistungen anzubieten. Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 30.000 Euro geahndet werden.
Die StVG-Novelle enthält darüber hinaus eine gesetzliche Grundlage für eine weitgehend automatisierte Überwachung von Parkverstößen im ruhenden Verkehr durch sogenannte Scancars. Damit sollen sowohl Schwarzparker (Parken ohne entsprechende Berechtigung) als auch Falschparker (Parken im Haltverbot) erfasst werden können. Ob und in welchem Umfang sich diese Technik in der Praxis bewährt, bleibt abzuwarten. Aus Sicht des ADAC können Scancars Kommunen und Gemeinden zwar bei der Ahndung von Parkverstößen unterstützen, sie sind jedoch keine flächendeckende Lösung und lösen nicht das grundsätzliche Parkplatzproblem.
Zudem wird eine weitere Änderung für Halter und Autofahrer relevant: Die Frist für die Verfolgungsverjährung von Verkehrsordnungswidrigkeiten wird von drei auf sechs Monate verlängert. Konkret bedeutet das, dass Autofahrer nach einem Verkehrsverstoß deutlich länger als bisher mit einem Bußgeldverfahren rechnen müssen.
Außerdem schafft die Gesetzesänderung die Grundlage für den digitalen Führerschein. Dieser soll im Laufe des Jahres über eine Smartphone-App zur Verfügung stehen, sobald die technischen Voraussetzungen erfüllt sind. Der klassische Scheckkartenführerschein bleibt weiterhin uneingeschränkt gültig. Quelle: ADAC / CM
Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung auf Deutschlands wichtigster Städteverbindung zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen. Nachdem der Abschnitt von Hamburg bis Hagenow Land seit dem 15. Mai bereits wieder in Betrieb ist, rollen seit Sonntag, 14. Juni 2026, wieder Fern-, Regional- und Güterverkehrszüge durchgehend über die 278 km lange Strecke.
Endlich können Bahn-Geschäftsreisende wieder in knapp 90 Minuten von Hamburg nach Berlin bzw. umgekehrt fahren. In den nächsten Tagen finden in einigen Streckenabschnitten noch Abnahmefahrten statt. Bis diese vollständig abgeschlossen sind, werden noch abschnittsweise Geschwindigkeitseinschränkungen für Fernverkehrszüge erforderlich sein. Die angepassten Fahrpläne und Verspätungsprognosen sind über die Auskunftsmedien bahn.de und im DB Navigator hinterlegt. An den Bahnhöfen in Hamburg und Berlin sind zusätzliche Servicekräfte für die Reisenden im Einsatz. Zwischen Hamburg und Berlin sowie den verschiedenen Regionen, die dieser Schienenkorridor miteinander verbindet, finden in Summe täglich 470 Zugfahrten im Fern-, Regional- und Güterverkehr statt.
Rund 1.000 Mitarbeitende der DB und der Bauunternehmen haben seit 01. August 2025 die überalterte und störanfällige Infrastruktur erneuert. Die DB und ihre Baupartner haben gemeinsam ein enormes Bauprogramm umgesetzt:
Alle Bahnhöfe an der Schnellstrecke Hamburg-Berlin wurden erneuert; hier Ludwigslust. Foto DB
• 165 km neue Gleise • 249 neue Weichen • Sieben neue Überleitstellen (für mehr Flexibilität im Zugverkehr) • Knapp 5 km Lärmschutzwände im Bereich Wohltorf/Aumühle grunderneuert • Sechs neue Stellwerke errichtet, 19 Stellwerke modernisiert • 28 modernisierte Bahnhöfe bieten mehr Komfort und Barrierefreiheit
Die Technik und Stellwerke sind jetzt für das europäische Zugbeeinflussungssystem (ETCS) vorbereitet. Die gesamte Strecke wurde zudem für den zukünftigen 5G-Bahnfunk (FRMCS) ertüchtigt und ermöglicht die Ausrüstung mit zusätzlichen Mobilfunkanlagen für besseren Handyempfang. Fahrgäste und Güterverkehrskunden profitieren langfristig von einer modernen, verlässlichen Strecke und von mehreren Jahren ohne größere Bauarbeiten.
Mit Hamburg – Berlin hat die Bahn die größte Korridorsanierung innerhalb des bis 2036 geplanten Programms nun abgeschlossen. Dank des Sondervermögens des Bundes sind solche umfassenden Sanierungsmaßnahmen überhaupt erst möglich.
Die DB InfraGO hat auch die 28 Verkehrsstationen entlang der Strecke modernisiert. Damit verbessert sich das Erlebnis der Reisenden am Bahnhof und im Bahnhofsumfeld. Dafür hat die DB Bahnsteige verlängert und erhöht, Dächer verlängert und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen installiert. Viele Bahnhöfe erhielten neu gestaltete Personenunterführungen, zusätzliche Sitz- und Wartemöglichkeiten, bessere Fahrradparkplätze und regionale Gestaltungskonzepte. Ein herausragendes Beispiel ist der Bahnhof von Wittenberge in Brandenburg, wo es gemeinsam mit der Stadt gelungen ist, Bahnhof und Umfeld mustergültig zu renovieren.
An einigen Bahnhöfen finden noch Restarbeiten statt. Aus diesem Grund sind Bahnsteige an den Stationen Müssen, Nauen, Falkensee und Albrechtshof vorübergehend noch nicht oder nur eingeschränkt barrierefrei erreichbar. Für mobilitätseingeschränkte Reisende gibt es ein Ersatzkonzept.
Positive Bilanz zum Verkehrskonzept. Zum Abschluss der Bauarbeiten zieht die DB eine positive Bilanz zum Verkehrskonzept für die Reisenden. Fernverkehrszüge und einzelne Regionalzüge verkehrten in den vergangenen Monaten zuverlässig auf Umleitungsstrecken. Im Regionalverkehr wurde gemeinsam mit den Ländern ein umfangreicher Ersatzverkehr mit 170 modernen Bussen auf die Straße gebracht. Seit Mitte August 2025 haben diese rund 25 Mio. km zurückgelegt.
Nächste Meilensteine im Hochleistungsnetz. Nach Hamburg – Berlin stehen noch in diesem Sommer weitere wichtige Bahnstrecken nach ihrer Sanierung wieder zur Verfügung: In rund einem Monat wird die DB InfraGO die Korridorsanierung von zwei weiteren hochbelasteten Streckenabschnitten abgeschlossen haben (Hagen – Wuppertal – Köln und Nürnberg – Regensburg). Dann werden bereits rund 580 km des künftigen Hochleistungsnetzes grundlegend modernisiert sein. Es geht kontinuierlich weiter: Ab sofort beginnen die Bauarbeiten der Korridorsanierung zwischen Obertraubling und Passau. Die Arbeiten zwischen Troisdorf und Wiesbaden entlang der Strecke am rechten Rhein starten Mitte Juli. Quelle: DB / CM
Im deutschen Fernverkehrsmarkt auf der Schiene ist vieles in Bewegung. Zunächst startet die italienische Trenitalia (FS) mit ihren superschnellen Frecciarossa-Zügen ab 2027 zwischen Rom und München, 2028 soll es bis Berlin gehen. Größere sorgen aber bereitet das italienische private Bahnunternehmen Italo, das ab 2028 den deutschen Fernverkehrsmarkt aufmischen will. Der Geschäftsreisebranche kann das eigentlich nur recht sein: Bekommt sie doch mehr Auswahl und dank gestärktem Wettbewerb auch günstigere Preise.
Italo drängt derzeit auf eine schnelle und langfristige Vergabe von profitablen Fernverkehrstrassen in Deutschland. Bei Siemens Mobility haben die Italiener schon mal 30 achtteilige Einheiten des ICE3neo in blauer Farbgebung angefragt. 2028 soll der Start erfolgen.
Wie CM weiß, ist das Unternehmen aber nur an lukrativen Hauptstrecken interessiert, etwa München-Berlin-Hamburg oder München-Dortmund. Die EVG, Gewerkschaft der Beschäftigten aller Eisenbahnen in Deutschland, inkl. der Busgesellschaften der Deutschen Bahn mit mehr als 180.000 Mitgliedern, warnt vor einem Einstieg Itloa in den deutschen Fernverkehrsmarkt. Denn das Vorhaben von Italo könnte zur Verdrängung führen und dazu, dass zahlreiche Städte vom Schienenfernverkehr abgekoppelt werden – darunter Landeshauptstädte, bedeutende Industriestandorte und touristische Highlights.
Der EVG-Vorsitzende Martin Burkert warnt von Rosinenpickerei und schlägt Paketlösungen vor. Italo verspricht neue Verbindungen, neue Züge, neue Arbeitsplätze – und billigere Tickets als die DB. Dafür verlangen die Italiener langfristige Zusagen bei der Trassenvergabe. Italo interessiert sich aber nur für Strecken, auf denen Geld zu verdienen ist. Berlin-Köln, Hamburg-München: gerne. Aber was ist mit Rostock, Chemnitz oder Aachen? Das Ziel ist laut EVG maximaler Gewinn und nicht die Daseinsvorsorge in Deutschland.
Heute verdient die DB Fernverkehr auf den Hauptstrecken das Geld, das es ihr ermöglicht, auch so genannte Nebenfernstrecken zu bedienen. Aber: Die Infrastruktur ist ausgereizt und stellenweise überlastet. Die Schienen verdoppeln sich nicht, wenn neue Anbieter auftreten. „Wenn Italo der Deutschen Bahn einige der Hauptstrecken abnimmt, fehlt dieses Geld, und das ganze Fernverkehrssystem gerät ins Wanken“, warnt Martin Burkert.
Fernverkehrshalte drohen wegzufallen – oder massiv ausgedünnt zu werden. Nach Berechnungen der EVG steht eine Reihe von Fernverkehrsstandorten auf der Kippe. Sehr sicher würde es zum Teil massive Auswirkungen in folgenden Städten geben: Aachen, Augsburg, Bamberg, Chemnitz, Cottbus, Freiburg, Ingolstadt, Jena, Magdeburg, Münster, Norddeich, Osnabrück, Rostock, Saarbrücken, Schwerin, Singen, Trier.
Daran hängen Arbeitsplätze: in den Bahnhöfen selbst, in den Zügen natürlich, aber auch in den Werkstätten. Auch die Kunden müssten sich umstellen: Pendler, Geschäftsreisende, Touristen. Deshalb, sagt Martin Burkert, „darf der Verkehrsminister nicht einfach die Hände in den Schoß legen, sondern muss den Wettbewerb fair gestalten. Paketlösungen bei der Streckenzuteilung wären möglich. Wer auf den Hauptstrecken ordentlich Kasse machen will, darf sich nicht zu fein sein, um Städte wie Schwerin, Augsburg oder Jena anzufahren.“ Ansonsten, so der EVG-Vorsitzende, „haben Millionen Bahnkunden dann künftig auf dem Weg zum nächsten Schnellzug stundenlang Zeit, um über Patrick Schnieder nachzudenken.“
Die Ferrovie dello Stato (FS) expndiert schon seit mehreren Jahren international, während Italo erst jetzt auf den Geschmack gekommen ist. Die FS setzt dabei auf ihre superschnellen und hochkomfortablen Frecciarossa-Züge. Der Frecciarossa 1000 ist der modernste Hochgeschwindigkeitszug von Trenitalia und für den Einsatz auf Hochgeschwiondigkeitsstrecken in ganz Europa gedacht. Er erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h, könnte aber auch 360 km/h fahren. Derzeit fahren die Züge in Italien, Spanien und Frankreich.Nach München kommen sie ab kommendem Jahr und nach Berlin ab 2028. Das ist beschlossene Sache. Quelle: EVG-org / CM
BYD, der weltweit führende Hersteller elektrifizierter Fahrzeuge, schickt sich an, den Mitbewerbern auf dem deutschen Markt Marktanteile wegzunehmen. Im Mai 2026 lag der chinesische Autobauer in Deutschland bereits mit 6,168 % Marktanteil nur noh knapp hinter Fiat, Renault und Ford, aber vor Tesla, Kia und sogar vor Toyota. Schergewichte wie die Marken Peugeot, Volvo oder auch Mazda hat der Empokömmling aus dem Reich der Mitte hinter sich gelassen. Beim bisherigen Gesamtmarktanteil 2026 liegt BYD derzeit bei 2,6 %. Geht es mit dem Wachstum des Vertriebsnetzes so weiter, werden bis Ende 2027 ca. 400 Verkaufsstellen bereit stehen, so Vertriebschef Patrick Schulz bei der Präsentation des jüngsten Neulings, dem DOLPHIN G DM-i. Wir hatten die Gelegenheit, den Halbstromer im Raum Berlin zu fahren.
Country-Manager Lars Bialkowski spricht von einem revolutionären Neuzugang im europäischen B-Segment – dem klassischen Kleinwagensegment. Angetrieben vom bahnbrechenden Super-Hybrid mit DM-Technologie von BYD verbindet der DOLPHIN G DM-i kompakte Abmessungen mit der Alltagstauglichkeit eines Familienfahrzeugs sowie einer rein elektrischen Reichweite von über 100 km. Der Plug-in-Hybrid ist im Kleinwagensegment der erste seiner Art mit dieser Technologie. Er richtet sich nicht nur an Kunden, die einen erschwinglichen Kompaktwagen suchen, der die lokale Emissionsfreiheit eines reinen Elektrofahrzeugs mit der maximalen Langstreckenflexibilität eines Hybrids verbindet, sondern auch an die gewerbliche Klientel, darunter Flottenkunden.
Der Super-Hybrid mit DM-Technologie soll mit oller Batterieladung und vollem Tank eine Gesamtreichweite von mehr als 1.000 km erreichen. Das ist wirklich phänomenal und im B-Segment mit keinem anderen Fabrikat machbar. Die Kombination aus Effizienz und Langstreckentauglichkeit ist im B-Segment einzigartig. Der Autobauer demonstriert mit diesem auch in Sachen Design recht schicken Automobil, was Kunden von einem Kleinwagen im elektrischen Zeitalter erwarten können. Neben der hohen elektrischen Reichweite, einer intelligente Hybridtechnologie und fortschrittlichen digitalen Features bietet der DOLPHIN G DM-i nachhaltige alltagstaugliche Mobilität.
Exterieur-Design. Mit einer Länge von 4.160 mm und einer Breite von 1.825 ist der „Kleine“ im urbanen Umfeld angenehm wendig und leicht zu parken. Die Frontpartie greift die jüngste Evolutionsstufe des vom Ozean inspirierten BYD-Designs auf: sanfte, fließende Linien treffen auf präzise integrierte Lufteinlässe für den Super-Hybrid-Antrieb im unteren Stoßfänger. Markante, nahezu senkrechte Linien zu den äußeren Kanten hin lassen das Modell optisch breiter erscheinen. Entlang der Seite zieht sich eine markante Charakterlinie vom vorderen Kotflügel bis ins Heck, während klar gestaltete Flächen im unteren Türbereich die Gürtellinie optisch verjüngen. Am Heck streckt sich eine durchgehende Leiste über die gesamte Breite, in die sowohl das BYD-Logo als auch die LED-Rückleuchten integriert sind.
Interieur. Der Innenraum bietet ein angenehmes Raumgefühl. Der Wagen lässt sich intuitiv bedienen. Das 8,8-Zoll-Digitalinstrument fließt harmonisch in die durchgehende Gestaltung ein, während der Infotainment-Bildschirm – wahlweise 10,1 oder 12,8 Zoll – griffgünstig erhöht auf der Mittelkonsole positioniert ist. Der Gangwahlhebel sitzt an der Lenksäule und schafft so zwischen den Vordersitzen zusätzlichen Raum für eine zweistufige Ablage mit Trenneinsatz, Becherhalter und – je nach Ausstattung – für eine kabellose Smartphone-Ladeschale. Eine klar strukturierte Tastenleiste am unteren Rand des Armaturenbretts steuert zentrale Funktionen wie die Frontscheiben-Enteisung und die Fahrmodi.
Ein durchdachtes Fahrzeugkonzept und ein Radstand von 2.610 mm – länger als bei allen konventionell angetriebenen Wettbewerbern des DOLPHIN G DM-i – ermöglichen eine klassenführende Raumausnutzung. So bietet der Kleinwagen nicht nur Platz für fünf Erwachsene sowie ein Kofferraumvolumen von 425 Litern. Durch Umklappen der im Verhältnis 40:60 geteilten Rücksitzlehnen lässt sich das Volumen auf bis zu 1.225 Liter erweitern. Praktische Befestigungshaken an den Seiten des Laderaums sorgen dafür, dass Einkäufe jederzeit sicher verstaut sind.
Technologie. Der DOLPHIN G DM-i nutzt das Potenzial des von BYD selbst entwickelten Super-Hybrid mit DM-Technologie. Im Gegensatz zu herkömmlichen Plug-in-Hybridsystemen ist die BYD-DM-Architektur elektrisch geführt – das bedeutet, dass in den meisten Fahrsituationen der drehmomentstarke Elektromotor die Räder antreibt. Dadurch entsteht ein leises und reaktionsschnelles Fahrerlebnis – ähnlich wie bei einem BEV. Der Xiaoyun-Benzinmotor mit 1,5 Litern Hubraum arbeitet dabei so effizient wie möglich und dient hauptsächlich dazu, die Blade-Batterie geladen zu halten. Die Bezeichnung DM-i des Super-Hybrids steht für Dual Mode Intelligence – also eine intelligente Steuerung zweier Antriebsmodi. Diese Bezeichnung vereinfacht ein System, das aus zwei Elektromotoren (einem Antriebsmotor und einem Generator), einem Benzinmotor sowie einer kontinuierlichen Steuerung durch Leistungselektronik besteht, um die optimale Kombination aus Leistung sowie Effizienz bereitzustellen. Diese Technologie bietet zwei Fahrmodi, den elektrischen EV-Modus und den hybriden HEV-Modus, allerdings kann letzterer auf verschiedene Arten arbeiten.
Im EV-Modus agiert das Fahrzeug wie ein reines Elektroauto: Es nutzt nur die Energie der Batterie, und der Benzinmotor bleibt so lange ausgeschaltet, bis der Ladezustand der Batterie auf ein bestimmtes Niveau abgesunken ist. Dabei kommt ausschließlich der Elektromotor zum Einsatz, der zudem beim Bremsen Energie rekuperiert und die Batterie auflädt. Wählt der Fahrer den HEV- bzw. den Hybridmodus, oder aktiviert das Fahrzeug diesen automatisch bei niedriger Batterieladung, dann übernimmt das intelligente Energiemanagement. Es wechselt je nach Ladezustand und Fahrsituation flexibel zwischen fünf verschiedenen Betriebsarten, um stets die optimale Balance aus Effizienz und Leistung zu gewährleisten. Bei Bedarf an effizienter Fahrt mit hoher Geschwindigkeit kann der elektrische Antriebsmotor die Vorderräder antreiben – und zwar nicht nur mit Energie aus der Batterie, sondern auch mit Strom vom Generatormotor, der seinerseits vom Benziner gespeist wird. Sind die Leistungsanforderungen geringer und der Ladezustand der Batterie niedrig, wird nur ein Teil der vom Generatormotor erzeugten Energie an den Antriebsmotor weitergegeben. Der restliche Anteil wird genutzt, um die Batterie wieder aufzuladen.
Im DOLPHIN G DM-i leistet der permanentmagneterregte Synchron-Elektromotor allein 120 kW (163 PS) und 210 Nm Drehmoment. Damit beschleunigt das Fahrzeug in nur 8,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. BYD bietet für den DOLPHIN G DM-i zwei Größen der innovativen Blade-Batterie an. In der Active-Version (Basisvariante) verfügt sie über eine Kapazität von 7,42 kWh, was eine kombinierte rein elektrische WLTC-Reichweite von 40 km und eine Gesamtreichweite von 1.020 Km ermöglicht. Die Ausstattungsvarianten Boost, Comfort und Sport sind mit einer 18,3 kWh großen Blade-Batterie ausgestattet. Diese erhöht die rein elektrische Reichweite auf 105 km und die kombinierte Gesamtreichweite auf 1.040 km. Gleichzeitig sinken die CO₂-Emissionen von 60 g/km auf nur 32 g/km.
Die Active-Modelle verfügen über einen On-Board-Charger mit 3,3 kW, der die Batterie in knapp unter drei Stunden von 15 auf 100 % aufladen kann. Die Versionen Boost, Comfort und Sport erhöhen die Ladeleistung auf 6,6 kW und bieten zusätzlich eine DC-Schnellladefunktion mit bis zu 39 kW. Damit lädt die 18,3-kWh-Batterie in nur 26 Minuten von 10 auf 80 %.
Vier Ausstattungslinien: Kunden können unter drei Ausstattungslinien sowie einer zusätzlichen Sport-Edition wählen. Empfehlenswert als Geschäftswagen sind die beiden nächst höheren Ausstattungslinien Boost und Comfort. Erstere besitzt ein größeres 12,8-Zoll-Infotainment-Display und bietet zusätzlich beheizbare Vordersitze sowie ein beheizbares Lenkrad, einen automatisch abblendenden Rückspiegel, elektrisch anklappbare Außenspiegel, mehrfarbige Ambientebeleuchtung im Innenraum, ein 15-W-Wireless-Ladepad für Smartphones, hintere Lüftungsdüsen, USB-Ladeanschlüsse im Fond sowie ein leistungsstärkeres Audiosystem mit acht Lautsprechern. Mit der Boost-Linie hält zudem die Funktion Vehicle-to-Load (V2L) Einzug – ein besonders cleveres Feature im Kleinwagensegment. V2L ermöglicht es, externe Geräte auch fernab einer Steckdose direkt über das Fahrzeug mit Strom zu versorgen, sei es eine Kaffeemaschine, ein Laptop, stimmungsvolle Lichterketten oder sogar ein tragbarer Grill. Schließlich die Comfort-Variante: Sie beinhaltet u.a. ein großformatiges Head-up-Display, ein Panoramadach mit elektrisch verstellbarem Sonnenschutz, Projektionsleuchten in den Außenspiegeln, eine Kombination aus Stoff- und veganer Lederausstattung, eine elektrische Sitzverstellung inklusive elektrisch einstellbarer Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz sowie eine 360-Grad-Kamera. Größere 18-Zoll-Leichtmetallfelgen runden das Gesamtpaket ab. Auch das Infotainmentsystem ist aufgewertet: Mit integrierter Google-Anbindung bietet es Google Maps und den Google Assistant sowie die Möglichkeit, zusätzliche Apps wie Spiele und Streaming-Dienste zu installieren.
Zur Fahrerassistenz gehören in allen Ausstattungslinien u.a. ein adaptiver Tempomat sowie ein intelligenter Tempomat, ein Notfall-purhalteassistent und Spurverlassenswarner, Front- und Heck-Querverkehrswarner inklusive Querverkehrsbremsfunktion, Totwinkelwarner, ein Fahrerüberwachungssystem sowie eine Ausstiegswarnung. Der BYD DOLPHIN G DM-i steht in vier Metallic-Farben zur Wahl – Skiing White (Weiß), Time Grey (Grau), Obsidian Black (Schwarz) und Ocean Blue (Blau) – sowie in Uni Oxford White (Weiß) und dem Perleffekt-Lack Orange Sunset (Orange).
Kurz zu den Preisen: Active startet bei € 28.990, Boost folgt mit € 31.990, Comfort mit € 33.490 und Sport mit € 34.990. In Zusammenarbeit mit der LA Autobank gibt es ein spezielles Leasing-Angebot. Bei Anzahlung von € 4.500 ist der PHEV für Raten von € 134 (Active), € 172 (Boost), € 186 (Comfort) und € 199 (Sport) zu haben.
Unser erstes Fazit: Ein schicker ungemei effizienter Kleinwagen, der bei gewissenhaftem Laden sehr sparsam zu bewegen ist. Zu den angegebenen Preisen bietet dieser BYD mehr als alle Wettbewerber in diesem Segment, wobei man bedenken muss, dass die Listenpreisen sehr viel niedriger ausfallen könnten, wenn nicht die auf jedes chinesische Fahrzeug 40 % Zoll erheben würde. Aber auch so ist der Wagen sein Geld wert. Der Dolphin G DM-i lässt sich absolut sicher bewegen, wenngleich uns das Fahrwerk zwar dynamisch aber etwas hart abgestimmt erschien. Positiv fiel uns auf, dass der Kleinwagen, den eir in der schicken orangen Farbgebung gefahren haben, u.a. in Sachen Akustik ein Musterschüler ist. Unsere Schulnote: 2+. Quelle: BYD / CM