Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU im Landtag Brandenburg bringen einen gemeinsamen Antrag zur Stärkung der Ostbahn als deutsch-polnische Zukunftsachse ein. Die Ostbahn war bis Ende des 2. Wltkriegs eine 740 km lange bedeutende Fernbahnmagistrale von Berlin nach Königsberg bis Eydtkuhnen an der damaligen Grenze zum Russischen Kaiserreich mit Unterwegshalten in Küstrin, Landsberg, Kreuz, Schneidemühl, Bromberg, Danzig, Marienburg und Dirschau. Das Bundesverkehrsministerium indes sieht derzeit keine Perspektiven für einen zügigen Ausbau der Ostbahn von Berlin Richtung Polen.
Ziel ist es sich auf Bundesebene für den vollständigen zweigleisigen Ausbau und die durchgehende Elektrifizierung der Strecke zwischen Berlin und der deutsch-polnischen Grenze einzusetzen. Auf polnischer Seite ab Küstrin soll die Fernbahn durchgehend elektrifiziert – in langen Abschnitten ist Oberleitung bereits installiert – und sofern nicht schon gesehehen wieder zweigleisig ausgebaut werden.
Konkret verlangen die Fraktionen von der Landesregierung, sich dafür einzusetzen, dass die Ostbahn als vorrangiger Bedarf in die Bundesverkehrswegeplanung aufgenommen wird und dass die erforderlichen verkehrlichen und gesamtwirtschaftlichen Bewertungsgrundlagen überarbeitet werden. Außerdem wird die Strecke als Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) und der europäischen Korridore für militärische Mobilität vorgeschlagen, um EU-Fördermittel in Anspruch nehmen zu können.
Für die Menschen in Brandenburg ist die Ostbahn eine zentrale Lebensader zwischen Berlin und Polen, so Martina Maxi Schmidt, stv. Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Mit dem zweigleisigen Ausbau und der Elektrifizierung wird der stark frequentierte Berlin–Frankfurt (Oder)-Korridor entlastet, die Mobilität im ländlichen Raum verbessert und der Güterverkehr mit dieser wichtigen Ost-Westverbindung gestärkt. Deshalb ist es jetzt unerlässlich, dass sie im Bundesverkehrswegeplan als vorrangiger Bedarf eingestuft wird.“
Nicole Walter-Mundt, stv. Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, betont: „Brandenburg und Polen wachsen wirtschaftlich immer enger zusammen. Unsere Infrastruktur muss mit dieser Entwicklung Schritt halten. Gerade für die vielen Pendler ist eine leistungsfähige und verlässliche Ostbahn von großer Bedeutung. Gleichzeitig stärkt sie den Wirtschaftsstandort, verbessert den grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr und eröffnet neue europäische Fördermöglichkeiten. Eine moderne Schienenverbindung erhöht auch unsere Handlungsfähigkeit in Krisenlagen. Der Ausbau ist deshalb eine wichtige Investition in die Zukunft und Widerstandsfähigkeit Brandenburgs.“
Die Modernisierung und Elektrifizierung der sog. Preußischen Ostbahn zwischen Kostrzyn und Piła (Schneidemühl) war bereits 2020 in Polen beschlossene Sache, ist. aber bis heute noch nicht realisiert. Immerhin wurde im Juki 2024 die neue Oderbrücke bei Küstrin eingeweiht, zweigleidig und vorbereitet für eine spätere Elektrifizierung. Wir erinnern uns: Am 28. März 1945 sprengten Pioniere der deutschen Wehrmacht in einem Anfall von geistiger Umnachtung der befehligenden Offiziere die Bahnbrücke, die über die Oder hinweg nach Küstrin führte. Am 31. Juli 2024 rund 79 Jahre später, krachte es erneut am Flussufer rund 90 km östlich von Berlin. Doch diesmal war der Anlass ein friedlicher. Mit einem Farben-Feuerwerk wurde die Eröffnung der Oderbrücke zwischen Küstrin-Kietz und Küstrin, das längst Kostrzyn heißt, gefeiert. An der Bahnstrecke von Deutschland nach Polen ist für 50 Mio. Euro ein weltweit einzigartiges Bauwerk entstanden.
Im Juli 2024 wurde die neue Oderbrücke im Zuge der ehemaligen Preußischen Ostbahn eingeweiht. Foto: PKP
Das Bundesverkehrsministerium sieht derzeit keine Perspektiven für einen zügigen Ausbau der Ostbahn von Berlin Richtung Polen. Ein internationaler Bedarf für Fern- und Güterverkehr über bestehende Strecken hinaus ist laut Ministerium nicht erkennbar. Für den Aufstieg in den „vordringlichen Bedarf“ der Bundesverkehrswegeplanung ist eine positive gesamtwirtschaftliche Bewertung nötig, die aktuell nicht vorliegt. Die Strecke (RB 26) ist im Bundesverkehrswegeplan lediglich als „potenzieller Bedarf“ eingestuft.Quelle: Brandenburgs Landtagsfraktionen SPD und CDU / Bundesregierung / CM
Die BYD-Marke Denza hat mit Till Wartenberg ihren Brand Director die die D-A-CH-Region ernannt.
Wartenberg verantwortet jetzt die Geschäfte der BYD-Tochter. Er soll u.a. das Geschäfts der Premiummarke im deutschsprachigen Raum ausbauen. Till Wartenberg war 16 Jahre lang in verschiedenen Funktionen bei der Daimler AG, Stuttgart, tätig. Nach einem internationalen Traineeprogramm arbeitete er u.a. als Marketingmanager bei Mercedes-Benz und begleitete in dieser Zeit zahlreiche Markteinführungen der Pkw–Sparte. Als Leiter klassische Werbung und Erlebniskommunikation zeichnete er für die strategische und taktische Entwicklung von Werbemaßnahmen für Mercedes-Benz Vans verantwortlich bevor er ab 2012 Leiter Integriertes Kampagnenmanagement wurde. In diese Zeit fallen u. a. neue Episoden des Handwerker-Vorbilds MacGyver für die Markteinführung des Stadtlieferwagens Citan oder der vielfach ausgezeichnete Werbespot „Dirty Driving“ für den Launch des neuen Vito. Zuletzt leitete Wartenberg das Produktmarketing des Projekts Connectivity bei Mercedes-Benz Vans.
Dann wechselte er zur Hyundai Motor Company / Genesis und fungierte dort u.a. als Direktor für Marketing und Presse bei Hyundai Deutschland sowie Vice President für das N Brand Management & Motorsport.
„BYD steht in Deutschland vor einem spannenden Kapitel: Die Modellpalette wächst, das Händlernetz wird immer dichter, und der Markteintritt von DENZA steht bevor. Wir haben das Ziel, uns als relevante Kraft im deutschen Automobilmarkt zu etablieren. Zum Marktstart in Deutschland bietet DENZA attraktive Leasing-Konditionen für den Premium-Elektro-Grand-Tourer. Für Privatkunden ist der Z9GT ab 899 Euro, für Geschäftskunden ab 599 Euro pro Monat erhältlich.
DENZA macht den deutschen Kunden einen Einstieg in die Welt des elektrischen Grand Tourers Z9GT ab sofort mit attraktiven Leasing-Konditionen leichter zugänglich. Mit dem Angebot für Privat- und Gewerbekunden setzt die Marke einen weiteren Schritt in ihrer Wachstumsstrategie für den deutschen Markt. Seit dem dritten Quartal ergänzt ein wachsendes Netz von Vertragshändlern die City Stores in Hamburg, Köln, Frankfurt und München. Quelle: BYD / CM
Das US-Unternehmen ChargePoint baut seine Präsenz massiv aus und will Europa zu seinem neuen Kernmarkt machen. CEORick Wilmer hadert mit der Anti-E-Politik von US-Präsident Donald Trump, die das Wachstum des US-Ladespezialisten im Heimatmarkt USA erschwert.
CEO Rick Wilmer sieht in Europa bessere makroökonomische Bedingungen und stabilere politische Vorgaben für die Elektromobilität als in den USA. Europa biete aus seiner Sicht derzeit „die besseren makroökonomischen Rahmenbedingungen für Elektromobilität als Nordamerika“. Politische Unterstützung, Emissionsvorgaben und Anreize würden den Übergang in Europa weiter beschleunigen, während in den USA viele dieser Instrumente zurückgenommen worden seien. Wachstum in Nordamerika hält Wilmer weiterhin für möglich, allerdings in geringerem Tempo als in Europa. Die „“Alte Welt“ soll in den nächsten zwei bis drei Jahren rund die Hälfte des gesamten Unternehmensumsatzes ausmachen. Dazu wird die Partnerschaft mit Mercedes-Benz in Deutschland und Großbritannien stark erweitert, um Geschäftskunden und Flottenbetreibern Ladelösungen aus einer Hand anzubieten.
Auch technologisch baut ChargePoint seine Position aus. Die neue Schnellladeplattform „Express“ setzt auf eine modulare Architektur mit getrennten Leistungsstufen und DC-Bus. Mittels der getrennten AC/DC- und DC/DC-Architektur wird der direkte Anschluss von Solar- oder Batteriespeichern ermöglicht. Quelle: ChargePoint / CM
1986 kam ein Camper-Van auf den Markt, der seitdem viele Herzen erobert und Kultstatus erreicht hat: der Ford Nugget. Das ganze Jahr über feiert. Ford den runden Geburtstag seines Kult-Campers.
Vom 28. August bis 06. September 2026 steuert das Jubiläum auf dem Caravan-Salon, der Weltleitmesse für mobiles Reisen in Düsseldorf seinem Höhepunkt entgegen. Auf dem Ford-Stand in Halle 17, Stand B06 zeigen die Kölner die ganze Bandbreite der aktuellen Nugget-Generation sowie eine Reminiszenz an den Beginn seiner Erfolgsgeschichte.
Zum 40-Jahre-Geburtstag gibt es eine limitierte Sonderedition mit der Lackierung in „Frozen White“. Die wird mit schwarzen Design-Elementen an Dach, Schulterlinie und im Seitenschweller kontrastiert und verweist so auf die erste Modellgeneration des Camper-Vans, die vor 40 Jahren mit dieser besonderen Schwarz-auf-Weiß-Optik an den Start ging.
Ford feiert 40 Jahre Nugget. Foto: Ford Pro
Beim aktuellen Sondermodell zieht sich das schwarz-weiße Farbspiel auch durch den Innenraum. Die warmweiße Oberfläche der Möbel wird exklusiv mit einer dunklen Arbeitsplatte und schwarzen Schließgriffen an Schränken und Schubladen kombiniert.
In seiner inzwischen fünften Generation bietet der Nugget eine Varianz wie in keiner Modellreihe zuvor. Den Kult-Camper gibt es in den Ausstattungslinien Titanium und Active, mit 8-Gang-Automatik oder manuellem 6-Gang-Getriebe, mit Vorder- oder Allradantrieb und in drei Diesel-Motorisierungen. Und zum ersten Mal hat Ford Pro den Nugget auch elektrifiziert. Als Plug-in-Hybrid kann er rein elektrisch fahren und bringt 171 kW (233 PS) auf die Straße.
Zudem haben Kunden die Wahl zwischen zwei Radständen: Die L1-Variante ist 5,05 Meter lang, als L2 ist der Nugget 40 cm länger. Bei den L2-Modellen können sie sich entscheiden zwischen der Serienausstattung mit mehr Stauvolumen in der Küche (plus 85 Liter gegenüber L1) sowie größerem Kleiderschrank (plus 200 Liter) und der Option mit fest integrierter Toilette.
Ebenso vielseitig zeigt sich der Nugget beim Dachkonzept: Ab diesem Sommer ist die neue Modellreihe wieder mit Hochdach erhältlich. Es erweitert nicht nur Schlaf- und Stauraum, sondern macht die neue Nugget-Generation auch vollständig winterfest.
Die neue Modellreihe hält am charakteristischen Drei-Raum-Konzept samt L-förmiger Küche im Heck fest. Und auch die fünfte Nugget-Generation produziert Ford – wie die vier davor – zusammen mit den Camper-Spezialisten von Westfalia. Quelle: Ford / CM
Der Vienna Airport-Bus der ÖBB erweitert sein Angebot und sorgt ab 05. September 2026 für noch mehr Verbindungen zwischen dem Wiener Stadtzentrum und dem Flughafen Wien. Mit den neuen Linien VAB 4 und VAB 5 werden mit dem Karlsplatz sowie Praterstern zwei bedeutende Verkehrsknotenpunkte der Bundeshauptstadt erstmals direkt an den Flughafen angebunden.
Reisende profitieren damit von einem noch dichteren Liniennetz, kurzen Fahrzeiten und einer komfortablen, umsteigefreien Anreise. Mit der Erweiterung des Liniennetzes reagiert ÖBB Postbus auf die steigende Nachfrage nach schnellen und komfortablen Flughafenverbindungen. Die neuen Linien VAB 4 und VAB 5 ergänzen das bestehende Vienna Airport Bus-Angebot. Mit Karlsplatz und Praterstern wächst das Netz des Vienna Airport Bus um zwei zentrale Verkehrsdrehscheiben und wird noch enger mit dem Wiener Öffi-Netz verknüpft. Insgesamt bieten nun 10 Haltestellen eine direkte U-Bahn Anbindung, ergänzt durch S-Bahn-, Regionalzug-, Straßenbahn- und Buslinien.
Damit wird die An- und Abreise für Wiener:Bewohner Wiens, für Geschäftsreisende, internationale Gäste sowie Mitarbeitende am Flughafen aus unterschiedlichen Teilen der Stadt noch einfacher und schneller. Besonders attraktiv sind die neuen Verbindungen durch ihre praktischen Früh- und Nachtkurse, die eine flexible Anreise zu nahezu jeder Tageszeit ermöglichen. Darüber hinaus bieten die Vienna Airport Busse großzügige Gepäcksablagen und sind damit insbesondere für Familien, Urlauber sowie Geschäftsreisende mit viel Gepäck eine komfortable Alternative zum Individualverkehr. Quelle: ÖBB / CM
Laut „Ground Monitor“ von American Express Global Business Travel (Amex GBT) Consulting dürften die weltweiten Mietwagenpreise in den kommenden zwölf Monaten stabil bleiben oder nur moderat steigen.
Zu den Faktoren, die die Preise in bestimmten Regionen in die Höhe treiben könnten, zählen laut Amex GBT Consulting Steuern und die Verfügbarkeit von Mietwagen. Zudem spielen geopolitische Unruhen und Unsicherheiten bei den Rohstoffpreisen eine Rolle, denen jedoch ein verbessertes Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei den Mietwagenflotten entgegenwirkt.
Die für die Analyse verwendeten Daten stammten aus dem Data Lake von Amex GBT. Die Prognosen zu Inflation und BIP basierten auf Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF); der Bericht deckt zudem nur jene Länder ab, für die Amex GBT über ausreichend Mietwagendaten zur Untermauerung des Prognosemodells verfügt.
Nordamerika. Für USA und Kanada wird für die kommenden zwölf Monate jeweils ein Anstieg der Mietwagenpreise um 1,5 bis 2 % im Jahresvergleich prognostiziert. Dies entspricht in etwa der Prognose für die USA aus dem Vorjahr, bedeutet jedoch einen geringeren Anstieg für Kanada, wo für den Zeitraum 2025–2026 noch Preissteigerungen von 2,5 bis 3 % erwartet worden waren.
Amex GBT verwies zudem auf ein nach eigener Aussage „signifikantes Wachstum bei Anzahl und Höhe städtischer Zuschläge in Nordamerika“, einschließlich wochentagsabhängiger Zuschläge und von Flughäfen erhobener Gebühren.
Der Bericht verweist auf steigende Kfz-Versicherungsprämien, die Autovermieter dazu veranlassen könnten, diese Kosten über höhere Preise an die Kunden weiterzugeben. Amex GBT nennt zudem einen „signifikanten Anstieg bei Anzahl und Höhe städtischer Zuschläge in Nordamerika“, darunter wochentagsabhängige Aufschläge sowie von Flughäfen erhobene Gebühren. Solche Zuschläge sind zwar nicht neu, doch sie nehmen zu.
Europa. Die Prognosen für Mietwagenpreise in Europa variieren je nach Land. Es wird erwartet, dass die Nachfrage „stabil bleibt“, da finanziell unter Druck stehende Unternehmen eher dazu neigen, Fahrzeuge zu mieten, anstatt sie für die Flotte zu kaufen; gleichzeitig dürfte ein verbessertes Fahrzeugangebot den durchschnittlichen Preisanstieg begrenzen.
Für Frankreich und Spanien wird prognostiziert, dass die Preise im Jahresvergleich entweder unverändert bleiben oder um 0,5 % steigen. In touristisch geprägten Regionen unterliegen die Mietpreise jedoch oft „starken saisonalen Schwankungen“, wobei Geschäftskunden bisweilen saisonale Zuschläge zahlen müssen, so Amex GBT. Im Vereinigten Königreich könnten die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 bis 1,3 % steigen, wobei sich das erholende Fahrzeugangebot und der starke Wettbewerb dämpfend auf die Preise auswirken.
Für Deutschland werden moderate Anstiege von 1 bis 2 % erwartet, wobei eine „Flottenknappheit“ einen Preisrückgang verhindert. Ebenso dürften die Mietwagenpreise in Skandinavien moderat um 1 bis 2,5 % zulegen, während die Niederlande mit prognostizierten Steigerungen von 4 bis 5 % am oberen Ende der Skala liegen. Letztere Anstiege sind auf steigende Kfz-Steuern zurückzuführen, welche die Gesamtbetriebskosten der Mietwagenflotten erhöhen.
Asien-Pazifik-Raum. Australien ist das einzige Land im asiatisch-pazifischen Raum, das in dem Bericht behandelt wird; Amex GBT Consulting prognostiziert für Mietwagen einen Anstieg der Kosten um 3 bis 3,4 % im Jahresvergleich. Das Fahrzeugangebot im Land hat sich erholt, was verhindert hat, dass die Preise „durch die Decke gehen“; allerdings könnten Unternehmen, die Autos an abgelegenen Bergbaustandorten anmieten, aufgrund des begrenzten Angebots und Wettbewerbs mit stärkeren Preiserhöhungen konfrontiert sein.
Lateinamerika. Für Brasilien und Chile wird für die kommenden zwölf Monate jeweils ein Anstieg der Mietwagenpreise um 2 bis 4 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert – und das, „obwohl die wirtschaftlichen Aussichten für Lateinamerika durch die globale Unsicherheit gedämpft sind“.
Die Region verzeichnet ein „gesundes Wachstum“ sowohl bei der Nachfrage von Geschäfts- als auch von Urlaubsreisenden. Elektrofahrzeuge gewinnen in Brasilien „an Boden“. Nach Angaben von Amex GBT Consulting umfasste die Mietwagenflotte in Brasilien bis Ende 2025 insgesamt 33.562 Elektrofahrzeuge, verglichen mit lediglich 2.545 im Jahr 2021. Quelle: Amex GBT / CM
NEXRAIL hat bei Stadler bis zu 200 Hybridlokomotiven des Typs EURO9000 bestellt. Die Lokomotive kombiniert die Leistung von bis zu 9 Megawatt über Fahrleitung und Stromabnehmer mit 1,2 Megawatt Hochleistungsbatterien. Sie ist die erste Lokomotive, die einen vollständig emissionsfreien Transport von Terminal zu Terminal ermöglicht. Das Batteriemodul ermöglicht die Bremsenergierückgewinnung und ein Lastspitzenmanagement.
Stadler hat Großauftrag gewonnen. Das luxemburgische Lok-Leasing Unternehmen NEXRAIL hat den Schweizer Eisenbahntechnikhersteller Stadler damit beauftragt, bis zu 200 EURO9000 Hybridlokomotiven zu bauen. Stadler baut die Lokomotiven im spanischen Werk Valencia.
Die neue EURO9000 besitzt einen innovativen Pantograf-Batterie-Hybridantrieb. Da sie mit den entsprechenden länderspezifischen Systemen ausgestattet ist, kann sie für den grenzüberschreitenden Betrieb zwischen Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und Italien eingesetzt werden. Die Loks laufen in allen europäischen Stromsystemen mit 25 kV AC 50 Hz + 15 kV AC 16,7 Hz + 3 kV DC + 1,5 kV DC + 636 kWh LTO-Batterien. Die ersten Fahrzeuge werden voraussichtlich 2029 ausgeliefert. Erstkunde ist die Hamburger Rail Service GmbH & Co. KG (HRS).
Leasinganbieter NEXRAIL hat bei Steller 200 emissionsfreie E-Loks Euro9000 bestellt. Foto: Stadler
Die hohe Zugkraft (500 kN) und Leistungsfähigkeit der EURO9000 ermöglichen den Betrieb mit Einfachtraktion selbst in anspruchsvollem Gelände, einschließlich der transalpinen Korridore – und sparen so die Kosten für eine Schiebelokomotive. In schwachen Gleichstromnetzen kann die Batterie die Lokomotive zusätzlich unterstützen, was zu einer besseren Leistung, höherer Zugkraft und optimierten Fahrplänen führt.
Das innovativste Merkmal der EURO9000 ist das intelligente Batteriemanagementsystem. Dieses unterstützt regeneratives Bremsen, reduziert Netzspitzenkosten und ermöglicht es, gezielt Energie einzukaufen, um Preisschwankungen auszunutzen. Die Kombination all dieser Vorteile macht die pantograf-batteriebetriebene EURO9000 im Betrieb kostengünstiger und vielseitiger als andere Modelle.
NEXRAIL ist ein führendes europäisches Leasingunternehmen für Lokomotiven, insbesondere solche, die eine emissionsfreie traktion bieten. Hamburger Rail Service (HRS) ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Hamburg. Quelle: Stadler / CM
Scott Kirby, CEO von United Airlines, hat eingeräumt, dass die Fluggesellschaft Hunderte von Lie-Flat-Business-Class-Sitzen in einem Langzeitlager aufbewahrt, für die das Luftfahrtunternehmen keine Verwendung hat. Die Pläne für die Flottenstruktur haben sich seit der Auslieferung der Sitze so grundlegend geändert, dass die in Chicago ansässige Airline nun nicht weiß, was sie mit dem Inventar anfangen soll.
Kirby, der zum Zeitpunkt der Bestellung im Jahr 2018 als Präsident von United fungierte, hatte den Kauf im Rahmen der Pläne genehmigt. Die Flachbettsitze sollten in den Boeing 737 MAX-10 installier werden – der größten Variante der problembehafteten MAX-Baureihe, deren Zulassung zu diesem Zeitpunkt noch ausstand.
United sitzt auf hunderten Lieflat-Business-Class Sitzen, für die es keine Verwendung gibt. Foto: United
Die Single-Aisle-Jets sollten die alternde Boeing-757-Flotte von United ersetzen, die auf Transkontinentalstrecken – etwa von Los Angeles und San Francisco nach Newark Liberty – zum Einsatz gekommen sind. Aufgrund erheblicher Verzögerungen bei der Zertifizierung der 737 MAX-10 musste United jedoch seine Planungen grundlegend überarbeiten.
Angesichts der nicht absehbaren Lösung der Zertifizierungsprobleme bei der MAX-10 wandte sich United Berichten zufolge an Airbus, um zusätzliche A321neo-Maschinen (Schmalrumpfflugzeuge) zu erwerben – speziell, um die durch das MAX-10-Fiasko entstandene Lücke in der Flottenplanung zu schließen.
In den kommenden Monaten wird United voraussichtlich die ersten dieser zusätzlichen A321neo-Maschinen in Betrieb nehmen, die den Beinamen „Coastliner“ tragen. Im vorderen Bereich befinden sich 20 neue „United Polaris“-Sitze, die sich in ein flaches Bett verwandeln lassen und von jedem Platz aus direkten Zugang zum Gang bieten. Es sind die ersten Schmalrumpfflugzeuge in der United-Flotte, die mit der „United Elevated“-Ausstattung versehen sind.
Bei den neuen Polaris-Business-Class-Sitzen handelt es sich jedoch nicht um dieselben Sitze, die United ursprünglich für seine 737-MAX-10-Maschinen bestellt hatte. Der Grund hierfür ist – wie Kirby gegenüber CNBC enthüllte –, dass die für die MAX-10 vorgesehenen Sitze schlichtweg nicht in einen Airbus A321neo passen. Das bedeutet nicht, dass sie zu groß wären. Tatsächlich verfügt der Airbus A321neo über eine breitere Kabine als die 737-MAX-10; doch Faktoren wie die Sitzschienen und die Seitenwände spielen eine entscheidende Rolle dabei, ob ein Sitz in ein bestimmtes Flugzeugmodell passt.
Kirby steht vor dem Problem, dass United zwar weiterhin die bestellten MAX-10-Maschinen abnehmen will, diese aber nicht mehr für die transkontinentalen Premium-Flüge benötigt, für die sie ursprünglich vorgesehen waren. Das bedeutet, dass die Flugzeuge im vorderen Bereich höchstwahrscheinlich mit herkömmlichen First-Class-Sesseln (Reclinern) statt mit Lie-Flat-Sitzen ausgestattet werden.
Vermutlich muss United die Kosten für diese Sitze abschreiben; es wäre jedoch nicht überraschend, wenn die Fluggesellschaft das Thema auch mit Boeing erörtern würde, um den angeschlagenen Flugzeughersteller dazu zu bewegen, zumindest einen Teil der Kosten zu übernehmen.
Die 737 MAX-10 sollte eine der letzten Varianten der MAX-Familie sein, die eine Zulassung erhält – ein Prozess, der jedoch Jahre länger gedauert hat als ursprünglich geplant. Anfang August erhielt die 737-7 endlich ihre Zulassung, nachdem – wie die Federal Aviation Administration (FAA) es beschrieb – „jahrelange, kontinuierliche Arbeit zur Lösung komplexer technischer Probleme sowie eine gründliche Überprüfung des Flugzeugdesigns und der zugehörigen Sicherheitsanalysen“ stattgefunden hatten. Quelle: United Airlines / CM
Die DQuadrat Living GmbH übernimmt zum 01. Oktober 2026 den Betrieb des Intercity Hotels in Bonn. Das zentral am Bonner Hauptbahnhof gelegene Haus wird künftig als „Mercure Hotel Bonn City Center“ geführt.
Mit der Übernahme wächst das Portfolio des jungen Unternehmens auf insgesamt zehn Hotels. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen damit seine Präsenz in Nordrhein-Westfalen.
„Bonn ist für uns ein attraktiver und strategisch wichtiger Standort. Zum 1. Oktober starten wir unter der Marke Mercure Hotel Bonn City Center und führen den Hotelbetrieb nahtlos weiter. In den kommenden Monaten werden wir das Haus schrittweise weiterentwickeln und mit umfassenden Renovierungsmaßnahmen an den Mercure-Standard anpassen“, sagt Jens Philipsenburg, Geschäftsführer der DQuadrat Living GmbH.
Das Bonner Hotel verfügt über 161 Zimmer, ein Restaurant und eine Bar sowie ein eigenes Parkhaus mit E-Ladestationen. Durch seine Lage direkt am Bonner Hauptbahnhof ist das Haus für Geschäftsreisende als auch für Gäste auf Städtereise gut erreichbar. Die Bonner Innenstadt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten sind von hier aus bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Derzeit wird das Haus noch unter der Marke Intercity Hotel von der Revo Hospitality betrieben.
Das bestehende Hotelteam bleibt auch unter dem neuen Betreiber im Haus tätig. Damit sollen die Erfahrungen und die Ortskenntnis der Mitarbeitenden erhalten und zugleich ein reibungsloser Übergang für die Gäste gewährleistet werden. Die Vorbereitungen für den Betreiberwechsel laufen bereits. Ziel ist es, den Übergang ohne Unterbrechung des Hotelbetriebs zu gestalten. Buchungen und Aufenthalte sollen auch während der Umstellungsphase möglich sein. Quelle: DEAL / CM
US-Präsident Donald Trump forderte am Montag,24. August 2026, die kanadische Führung auf, „auf Linie zu kommen“, oder andernfalls mit Konsequenzen zu rechnen, die „weit schlimmer“ seien als die bestehenden Zölle. Gleichzeitig kündigte Trump an, die Zölle auf kanadische Fahrzeuge auf 50 % zu verdoppeln und ab 01. Januar 2027 neue Zölle auf Autoteile und Stahl zu erheben. Damit verschärft er den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den beiden mordamerikanischen Volkswirtschaften. Eine Umsetzung dieser Zollpläne könnte die in den letzten Jahrzehnten stark integrierte Lieferkette zwischen den USA und Kanada und insbesondere Geschäftsreisen erheblich beeinträchtigen. Business- und Leiser Travel sind seit Trump Drohungen gegen Kanada merklich zurückgegangen.
Die jüngste Zollandrohung folgt auf das Scheitern der Verhandlungen am Freitag, 21. August 2026, das bereits zu einer Abgabe von 50 % auf kanadische Waren im Wert von zig Milliarden Dollar – darunter Möbel, Kunststoffe, Sperrholz und elektrische Ausrüstung – geführt hatte. Der kanadische Premierminister Mark Carney kündigte Vergeltungszölle an und betonte am Montag, sein Land werde die Abhängigkeit des Landes von den USA verringern.
Kanada und die USA sind voll auf Kollisionskurs. Foto The Global and Mail
Die Kanadier wünschten sich von ihrem Premierminister eine harte Haltung gegenüber Donald Trump und wollten nicht, dass er einem für Kanada nachteiligen Handelsabkommen mit den USA zustimmt. Doch diese Verschärfung des Zollstreits wird ihren Preis haben. Trevor Tombe, Wirtschaftsprofessor an der University of Calgary, schätzt, dass 90.000 Arbeitsplätze – etwa 0,4 % der kanadischen Erwerbsbevölkerung – verloren gehen könnten, sollten die neuen Zölle Bestand haben. Auch die Märkte reagieren: Der kanadische Dollar gab am Montag gegenüber dem US-Dollar nach.
Kanada hat am Dienstag, 25. August 2026, Vergeltungszölle gegen die USA ankündigen, nachdem sich die Beziehungen am Montag drastisch verschlechtert hatten. Auf mehr als 700 Produkte aus den USA werden Zölle bis zu 50 % verhängt. Zudem wirft die kanadische Regierung dem Nachbarn in Washington D.C. vor, Kanada unterordnen zu wollen. Die US-Handelsforderungen zielen nach Ansicht der kanadischen Seite darauf ab, „unsere wichtigsten Industriezweige“ – darunter die Automobil-, Stahl- und Aluminiumbranche – zu zerstören.Es wird erwartet, dass Kanada’s Finanzminister François-Philippe Champagne und drei weitere Kabinettsmitglieder am Dienstagmorgen Einzelheiten zu Unterstützungsmaßnahmen für Arbeitnehmer bekannt geben, die von den Zöllen betroffen sind. Bereits am Montag hatte es geheißen, Kanada könnte davon absehen, US-Zölle eins zu eins zu spiegeln, und stattdessen gezieltere Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, um kanadische Arbeitnehmer und Unternehmen zu schützen. „Eine Haltung am Verhandlungstisch, wonach Kanada eine Tochtergesellschaft der Vereinigten Staaten sei“, sei „nichts, was wir akzeptieren werden“, sagte Kanada’s Premier Carney. Auf Französisch äußerte sich Carney noch deutlicher. Die scharfen Worte von beiden Seiten verdeutlichen, wie sehr sich die Beziehungen zwischen den USA und Kanada verschlechtert haben, seit Carney am späten Freitag die Handelsverhandlungen mit der Trump-Regierung abgebrochen hat. Dies löste am darauffolgenden Tag die vom Donald Trump angedrohten Zölle in Höhe von 50 % auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Mrd. Dollar aus.
Kanada und die Vereinigten Staaten unterhalten eine der weltweit bedeutendsten Handelsbeziehungen mit tief ineinandergreifenden Lieferketten in den Bereichen Automobilbau, Energie, Landwirtschaft und verarbeitendes Gewerbe; ein langwieriger Handelskonflikt könnte daher für Unternehmen und Arbeitnehmer auf beiden Seiten der Grenze kostspielig werden. Carney äußerte Zweifel an der Zuverlässigkeit der USA und erklärte, Kanada finde verlässliche Partner „überall auf der Welt, außer in den Vereinigten Staaten und Russland.“
„Kanada beutet die Vereinigten Staaten von Amerika seit Jahren aus“, schrieb Trump in den sozialen Medien und kritisierte die seiner Meinung nach „lächerlich hohen Zölle“ Kanada`s zu Lasten amerikanischer Landwirte. Carney erklärte, die Vorschläge Washingtons für den Automobilsektor würden langfristig zum Abbau der kanadischen Produktion und zur Zerstörung der erfolgreichsten Partnerschaft der Automobilgeschichte führen.
Kanada droht Trump mit Abschalten des Grenzüberschreitenden Stroms. Unterdessen holte auch Doug Ford, der Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario, zu einer heftigen Tirade aus. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press sagte er, Trump habe unterschätzt, dass die Kanadier eher bereit seien, wirtschaftliche Einbußen in Kauf zu nehmen, als dem Druck der USA nachzugeben. „Wir gehen aufs Ganze“, sagte Ford. „Hier oben ist die Stimmung extrem aufgeheizt; alle sind bereit für einen Wirtschaftskrieg. Die Menschen wissen, dass sie Opfer bringen müssen.“
Trump reagierte mit einem Beitrag in den sozialen Medien, in dem er Ford persönlich angriff: Er bezeichnete ihn als „den weniger charismatischen, weniger intelligenten und insgesamt wenig beeindruckenden Bruder des verstorbenen, großartigen Rob Ford“ und nannte den kanadischen Premierminister erneut „Gouverneur Carney“.
Doug Ford tat die Beleidigungen ab: „Du (Donald) glaubst, eine Beleidigung von dir könnte mir wehtun? Nur zu, Kumpel, ich bin bereit.“ Ford gehört den Progressive Conservatives an – seine Partei unterscheidet sich von der des Liberalen Carney –, doch beide betonen die weitgehende politische Einigkeit Kanadas im Handelsstreit mit Trump.
Doug Ford droht mit Lieferstopps bei kritischen Rohstoffen und elektrischem Strom. Er erklärte, „alle Optionen lägen auf dem Tisch“, sollte sich der Streit verschärfen; dazu gehöre auch die Einstellung der Stromlieferungen sowie der Export kritischer Rohstoffe aus Ontario. Kritische Rohstoffe sind für die nationale Sicherheit und die verarbeitende Industrie der USA von zunehmender Bedeutung. Das Pentagon bemüht sich um eine sicherere Versorgung mit Mineralien, die in Militärflugzeugen, Raketen, Munition und Elektronik zum Einsatz kommen, da Washington versucht, die Abhängigkeit von China zu verringern; China dominiert bekanntlich den Abbau und die Verarbeitung zahlreicher strategisch wichtiger Rohstoffe, von denen u,.a. auch Deutschland abhängig ist.
Und Ford warnt die USA, Kanada würde auch schärfere Vergeltungsmaßnahmen in Erwägung ziehen, falls Trump weiterhin kanadische Industriezweige – etwa die Öl- und Kaliproduktion – ins Visier nehme; Ontario könne beispielsweise die Strompreise erhöhen oder die Stromlieferungen in den Süden und über die Grenze einstellen. „Wir versorgen 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen in den benachbarten USA mit Strom“, sagte Ford. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch. Ich werde tun, was immer nötig ist.“
Doug Ford hat das Thema Elektrizitätslieferungen bereits früher als Druckmittel eingesetzt. In einer früheren Phase des Streits erhob Ontario einen Aufschlag von 25 % auf Stromexporte nach Michigan, Minnesota und New York. Trump reagierte mit der Drohung, die Zölle auf kanadischen Stahl und Aluminium zu verdoppeln, woraufhin beide Seiten von ihren Positionen abrückten.
Die Automobilindustrie wird zu einem zentralen Schauplatz des Konflikts. Doug Ford warf Trump vor, es gehe ihm nicht bloß um ein besseres Handelsabkommen, sondern darum, die kanadische Industrie auszuhöhlen und die Produktion zu sich in die USA zu verlagern, Trump wolle nichts anderes als Kanada zu einem Vasallenstaat zu machen, indem er jeden einzelnen Industriesektor ausbluten lassen und in die USA holen will.
Der Automobilsektor ist für Ontario, das Zentrum der kanadischen Fahrzeugproduktion, von besonderer Bedeutung. Die Werke und Zulieferer in Ontario sind eng mit Fabriken in Michigan und anderen US-Bundesstaaten vernetzt; Bauteile überqueren während des Fertigungsprozesses regelmäßig mehrfach die Grenze.
Autobauer wie Ford, General Motors und Stellantis betreiben große Montagewerke in Ontario, und die damit verbundene Lieferkette sichert Zehntausende von Arbeitsplätzen. Trumps neue Drohung mit Zöllen von 50 % auf kanadische Fahrzeuge und Autoteile rückt diesen Sektor direkt in den Mittelpunkt des eskalierenden Streits.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer goss Öl ins Feuer indem er am Montag erklärte, der „einzige Grund, warum es in Kanada überhaupt eine Autoproduktion gibt“, sei das „Auto Pact“-Abkommen aus den 1960er Jahren; dieses hatte es Kanada ermöglicht, den Zugang zum eigenen Markt zu nutzen, um die Fahrzeugproduktion nördlich der Grenze zu fördern.
Ford zufolge hatte Washington in der Endphase der Verhandlungen am vorigen Freitag Formulierungen gefordert, die Kanadas Spielraum für den Abschluss von Handelsabkommen mit anderen Ländern ohne US-Zustimmung eingeschränkt hätten. Carney hatte diese Forderung als inakzeptabel und als Frage der kanadischen Souveränität bezeichnet.
Carney erklärte, der Streit habe auch eine tiefere Kluft in Bezug auf Sprache und Kultur offengelegt: Schutzmaßnahmen für die französische und kanadische Kultur, die Washington als Handelshemmnisse betrachte, gelten in Kanada als Grundrechte. „Für wen hält er sich eigentlich?“, sagte Ford über Trump. „Der ist doch wohl ein Witz.“ und am Montag frotzelte Dog Ford während einer Pressekonferenz: In Anspielung auf Trumps frühere Tätigkeit als Immobilienunternehmer sagte der 62-Jährige: „Ich habe eine Menge ‚Grundbesitz‘ auf meinem Hintern, also viel Platz, damit Trump mir den Arsch küssen kann.“ Quelle: Bloomberg / The Global and Mail / CM