Nein zum Clean Corporate Vehicles-Berichtsentwurf Der VDA lehnt die Einführung eines zusätzlichen regulatorischen Rahmens für Unternehmensflotten, wie er aktuell in Brüssel überlegt wird, ab. Der am 03. Juni 2026 vorgestellte Berichtsentwurf im EU-Umweltausschuss sieht eine weitere Anhebung des vorab diskutierten Ambitionsniveaus vor.
„Bereits bestehende Initiativen wie die CO₂-Flottenziele, die Clean Vehicle Directive, ESG- und CSRD-Vorgaben sowie individuelle Dekarbonisierungsverpflichtungen sorgen für eine ausreichende Steuerung und unterstützen die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten.“, so VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Zusätzliche Maßnahmen könnten laut Müller ausdrücklich kontraproduktiv wirken, indem sie die wirtschaftlich ohnehin herausfordernde Transformation weiter erschweren und die administrative Belastung für Unternehmen und Flottenbetreiber erhöhen. Der Abbau, nicht der Aufbau von Bürokratie muss auch hier eine entscheidende Rolle spielen. Die Position der Bundesregierung, den Vorschlag der EU-Kommission abzulehnen, ist daher folgerichtig, so die VDA-Chefin.
Hildegrd Müller weiter: „Generell gilt: Der Hochlauf der Elektromobilität ist der entscheidende Baustein zur Erreichung der CO₂-Minderungsziele im Verkehrssektor. Wichtig ist jetzt, dass die Rahmenbedingungen für die E-Mobilität rasch und entschlossen verbessert werden, um das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in die E-Mobilität zu stärken. Vor allem braucht es einen engagierten Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland – sowie in ganz Europa. Zudem müssen die Stromnetze dringend ausgebaut und für die Zukunft ertüchtigt werden. Wichtig außerdem: Ladestrom muss günstiger werden. Die deutsche Automobilindustrie entwickelt die E-Mobilität mit hohen Investitionen und neuen Innovationen und Engagement. Sie baut immer mehr E-Autos und erweitert auch das Modellangebot ständig. Allein in den kommenden vier Jahren werden unsere Unternehmen rund 320 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Hinzu kommen etwa 220 Milliarden Euro in Sachinvestitionen, insbesondere in die Werke. Die Investitionen der deutschen Automobilindustrie steigern sich damit noch einmal deutlich und sind Ausdruck unseres Willens, klimaneutrale Mobilität schnellstmöglich Realität werden zu lassen.“ Quelle: VDA / CM