BizTrip AI startet MCP-Schnittstelle für Buchungen über Claude und ChatGPT

BizTrip AI , die KI-Plattform für Geschäftsreisen, hat eine maßgeschneiderte Funktion auf Basis des „Model Context Protocol“ (MCP) eingeführt, die Buchungen von Geschäftsreisen mittels natürlicher Sprache über die KI-Assistenten Claude und ChatGPT ermöglicht.

Nutzer, die ihre BizTrip-AI-Konten mit Claude und ChatGPT verknüpfen, können auf diesen Plattformen in natürlicher Sprache nach Reiseoptionen suchen. BizTrip AI zeigt daraufhin passende Angebote für Flüge, Bahn, Hotels und Mietwagen an und ermöglicht die direkte Buchung. Das System erlaubt es zudem, Unternehmensrichtlinien bei der Suche in natürlicher Sprache zu berücksichtigen. 

Bereits früher in diesem Jahr hatte BizTrip AI Partnerschaften geschlossen, um für den Zugriff auf Reiseangebote das globale Vertriebssystem von Sabre sowie den „SabreMosaic Travel Marketplace“ zu nutzen.

„Viele Teams verbringen den ganzen Tag in Claude und ChatGPT – mit dieser Lösung verlagern wir die Geschäftsreiseplanung dorthin, wo die eigentliche Arbeit stattfindet“, erklärte Valerie Layman, Leiterin der Produktstrategie bei BizTrip AI. „Indem wir unsere Planungs- und Buchungsfunktionen direkt in diese Oberflächen integrieren, holen wir die Nutzer dort ab, wo sie sich bereits aufhalten, und ersparen ihnen den umständlichen Wechsel zwischen verschiedenen Apps.“

BizTrip AI, das im vergangenen Jahr an den Start ging, meldete für diesen Sommer rund ein Dutzend Großkunden, die sich in unterschiedlichen Phasen von Pilotprogrammen befanden. Quelle: BizTrip AI / CM

CER bekommt eine neue Chefin

Christine Stockhammer-Kostelka, Leiterin des Teams für Europäische und Internationale Angelegenheiten der ÖBB-Holding AG, wird zum 01. Januar 2027 neue Geschäftsführerin des europäischen Eisenbahnverbandes CER (Community of European Railway and Infrastructure Companies).

Die Generalversammlung des CER wählte sie einstimmig zur Nachfolgerin des bisherigen Geschäftsführers Alberto Mazzola. Der Verband mit Sitz in Brüssel vertritt die Interessen von rund 70 staatlichen europäischen Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen und ist die zentrale Stimme des Bahnsektors in der EU-Verkehrspolitik.

Christine Stockhammer-Kostelka wird neue CER-Chefin. Copyright: Marek Knopp


Die designierte CER-Geschäftsführerin betont: „Um die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Bahn weiter auszubauen, müssen wir europäische Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten, und dabei mit einer Stimme sprechen. Als überzeugte Europäerin und begeisterte Eisenbahnerin kann ich mir keine interessantere Aufgabe vorstellen als jene, den Bahnsektor auf dieser Ebene mitzuprägen. Ich danke den Mitgliedern des CER für ihr Vertrauen.“
Derzeit führt die polnische Bahn PKP den Vorsitz im CER. Zuvor war ÖBB CEO Andreas Matthä sechs Jahre lang CER-Präsident. Stockhammer-Kostelka bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in europäischen Angelegenheiten, Eisenbahnpolitik, strategischer Kommunikation und Verbandsarbeit mit. Seit 2018 leitet sie bei den ÖBB das Team für Europäische und internationale Angelegenheiten und verantwortet die politische Positionierung des Konzerns in Brüssel sowie die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern. Zuvor leitete sie die externe Kommunikation der ÖBB-Gruppe. Quelle: ÖBB / CM

Konflikte und Inflation trüben den Ausblick auf die Hotelpreise für 2027

Laut „Hotel Monitor“ von American Express Global Business Travel (Amex GBT) werden die Hotelpreise in den meisten globalen Märkten im Jahr 2027 moderat steigen. Die stärksten Anstiege werden für Lateinamerika und Teile Europas erwartet, während das Wachstum in weiten Teilen Nordamerikas nahezu stagnieren dürfte.

Für das Jahr 2027 gibt Amex GBT die Prognosen für die einzelnen Städte als Spanne und nicht als Einzelwert an; als Gründe hierfür werden der Konflikt im Nahen Osten sowie die Volatilität der Rohstoffpreise genannt. Der Bericht basiert auf Daten aus dem Data Lake von Amex GBT sowie auf Inflations- und BIP-Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF), die mithilfe der Open-Source-Software „Prophet“ modelliert wurden. Alle Preisangaben erfolgen in der jeweiligen Landeswährung.

„Sollte der Konflikt im Nahen Osten nicht rasch beigelegt werden oder die weltweite Inflation auf dem Niveau bleiben, das der IWF in seinem ‚World Economic Outlook‘ vom Juli für 2026 prognostiziert hat (4,7 %), empfehlen wir, den unteren Prognosewert heranzuziehen“, schrieb Sara Andell, Director of Consulting Strategy bei Amex GBT Consulting, in dem Bericht. „Steigt die weltweite Inflation über 4,7 %, sollte der obere Wert der Spanne zugrunde gelegt werden.“

Nordamerika. Amex GBT geht davon aus, dass die Preissteigerungen im Jahresvergleich für 2027 in den meisten nordamerikanischen Städten bei maximal 3 % liegen werden. Die beiden Ausnahmen bilden die „Hotspots“ Mexiko-Stadt – mit der höchsten prognostizierten Spanne der Region (4,7 bis 7,1 %) – sowie San Francisco (3,6 bis 5,4 %). Dem Bericht zufolge hält sich in den meisten US-Märkten das Angebot an neuen Hotelkapazitäten (Hotel Construction Pipeline) im Gleichgewicht mit der Nachfrage. Seattle weist mit einer Spanne von 0 bis 0,8 % die niedrigste Prognose der Region auf; für Toronto wird ein Anstieg von 0,5 bis 1,9 % erwartet.

In Europa sind „solide“ Preisanstiege zu erwarten, da sich die Nachfrage aus dem Geschäfts- und Freizeitbereich trotz verhaltener Wachstumsprognosen für die Eurozone und das Vereinigte Königreich behauptet. Madrid weist für 2027 den höchsten prognostizierten Anstieg am oberen Ende der Spanne auf (6,1 bis 9,2 % im Jahresvergleich), gefolgt von Edinburgh (6,2 bis 7,1 %). Edinburgh führte im Juli als erste Stadt im Vereinigten Königreich eine stadtweite Touristenabgabe in Höhe von 5 % der Buchungskosten ein; Amex GBT geht davon aus, dass weitere britische Städte diesem Beispiel folgen werden. Der Monitor prognostiziert für London einen Anstieg von 3,6 bis 5,4 %, für Paris von 3,1 bis 4,8 % und für Frankfurt von 3,1 bis 4,7 %. Dublin verzeichnet mit 2,7 bis 4 % die niedrigste Spanne in der Region.

Im asiatisch-pazifischen Raum haben die Konflikte im Nahen Osten zu höheren Flugpreisen geführt, wobei Unternehmen laut Amex GBT nicht mit der Buchung günstigerer Hotels darauf reagiert haben. Seoul führt die Region mit einer Prognose für 2027 von 4,3 bis 6,4 % Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr an. Das Preiswachstum in Indien dürfte sich zwar etwas abschwächen, aber stark bleiben: 5 bis 5,5 % in Bengaluru und 4,5 bis 5 % in Delhi. Für wichtige chinesische Wirtschaftsmetropolen wird ein stagnierendes bis moderates Preiswachstum erwartet, da das Angebot weiterhin die Nachfrage übersteigt. Für Singapur wird ein Anstieg von 0,8 bis 1,6 % prognostiziert.

Lateinamerika weist laut Monitor die höchsten prognostizierten Preisanstiege für 2027 auf. São Paulo liegt mit 10,9 bis 12,2 % an der Spitze, angetrieben durch die Nachfrage von Unternehmen, u.a. aus dem expandierenden brasilianischen Öl- und Gassektor. Zwar befinden sich in Brasilien mehr als 20.000 Hotelzimmer in der Pipeline, doch laut Amex GBT werden diese Kapazitäten nicht rechtzeitig verfügbar sein, um die Preise für 2027 zu dämpfen; zudem kann der hohe Anteil unabhängiger Hotels die Verhandlungen erschweren. Für Buenos Aires wird ein Preisanstieg von 8,1 bis 8,7 % und für Santiago von 2,8 bis 4,2 % prognostiziert.

Im Nahen Osten und in Afrika belastet der Konflikt weiterhin die Nachfrage in der Golfregion. Amex GBT prognostiziert für Dubai einen Preisanstieg von 1 bis 2 %, weist jedoch darauf hin, dass Einkäufer noch günstigere Raten aushandeln könnten, da die Hoteliers darum bemüht sind, Besucher zurückzugewinnen. Für Riad wird ein Anstieg von 1,5 bis 3,2 % erwartet, für Abu Dhabi von 1,7 bis 4,1 %. Johannesburg verzeichnet mit einer Spanne von 4,6 bis 7,3 % den stärksten Anstieg in der Region. Quelle: Amex GBT / CM

BYD in Deutschland auf starkem Wachstumskurs

BYD Deutschland hat sein Handelsnetz zur diesjährigen Händlerkonferenz im bayerischen Oberjoch empfangen. Im Mittelpunkt standen der Austausch mit den Handelspartnern, die strategische Ausrichtung für das Jahr 2027 sowie die langfristige Entwicklung der Marke in Deutschland.

Mit mehr als 400 Teilnehmern aus dem gesamten deutschen Handelsnetz stellt die Händlerkonferenz für BYD eine wichtige Plattform für den direkten Dialog mit dem und innerhalb des Handels dar. Neben strategischen Einblicken in zentrale Unternehmensbereiche wie Sales, Aftersales und Marketing ging es insbesondere darum,

Die Handelspartner von BYD Deutschland geben sich ziemlich zuversichtlich. Foto: BYD

gemeinsame Potenziale zu identifizieren, Prozesse und Strukturen weiterzuentwickeln und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem deutschen Handelsnetz zu stärken. Gleichzeitig bot die Veranstaltung den Handelspartnern Raum, unmittelbares Feedback zu geben und wertvolle Impulse aus dem operativen Geschäft zu setzen.

Die BYD Deutschland GmbH wurde 2024 als nationale Vertriebsgesellschaft gegründet. In der Folge hat sich BYD innerhalb kürzester Zeit vom Newcomer zu einer relevanten Marktgröße entwickelt. Die Marke hält aktuell einen Marktanteil von 2,5 % in Deutschland und wird gemäß aktuellen Prognosen bis Ende des Jahres bis zu 55.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert haben. Während die Marke 2025 noch mit 26 Standorten vertreten war, soll das Vertriebsnetz bis Ende 2026 auf bis zu 300 Händlerbetriebe wachsen.

Für 2027 richtet BYD seine Aktivitäten konsequent auf Technologie- und Produktführerschaft sowie ein starkes,

flächendeckendes Vertriebsnetz aus. Der Kurs bleibt dabei auf langfristiges und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet, wobei die Kunden heute wie morgen oberste Priorität genießen. Dabei gewinnt auch das Geschäft mit Gebrauchtwagen zunehmend an Bedeutung: Für BYD bietet der Gebrauchtwagenmarkt eine konkrete Geschäftschance. 

Ein weiterer zentraler Baustein dieser Strategie ist die Premiummarke DENZA, die nun in Deutschland startet.

Zum Abschluss der Händlerkonferenz prämierte BYD mehrere Handelspartner für besondere Leistungen. Das Autohaus Neubeck in Speyer wurde als Sales Champion ausgezeichnet. Der Customer Excellence Award ging an Muckelbauer Mobility, den Spirit Award erhielt ASL Lichtblau in Potsdam. Als Service Excellence Partner und Dealer of the Year wurde Sternauto Leipzig geehrt. Die nächste Ausgabe der Konferenz ist für 2027 geplant.

ADAC outet sich als Klimafeind

Der ADAC unterstützt den massiv klimafeindlichen, irrsinnigen neuerlichen Tankrabatt vor dem Hintergrund der angeblich enormen Belastungen und fordert ergänzend die Abschaffung der 12-Uhr-Regel

Wie wirksam sind staatliche Eingriffe in den Kraftstoffmarkt tatsächlich – und was kommt davon bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des heutigen „ADAC Gesprächs zur Mobilität“ in Berlin. Der ADAC brachte dabei Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Mineralölwirtschaft zusammen, um die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung zur Entlastung der Autofahrer sachlich zu bewerten.

„Bei der Debatte über Kraftstoffpreise geht es um die Mobilität von Millionen Menschen und um viel Geld. Gerade deshalb brauchen wir eine nüchterne Bewertung der Instrumente und ihrer tatsächlichen Wirkung“, sagte Prof. Peter König, ADAC Verkehrspräsident. Dabei sei die Frage entscheidend, ob Maßnahmen die Verbraucher tatsächlich entlasten und Mineralölkonzerne zur Preisdisziplin zwingen.

Input für die Veranstaltung lieferte neben den Daten des ADAC eine Kurzstudie von Prof. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE). Die Studie untersucht unterschiedliche Formen der Kraftstoffmarktregulierung und zeigt: Staatliche Eingriffe können kurzfristig Preise oder Preisbewegungen beeinflussen, führen aber nicht automatisch zu dauerhaft niedrigeren Verbraucherpreisen. Entscheidend sind Ausgestaltung, Wettbewerbssituation und mögliche Nebenwirkungen.

Der ADAC bewertet die von der Bundesregierung beschlossene befristete Senkung der Energiesteuer als richtigen Schritt, Klima hin, Klima her. Angesichts der aktuell hohen Belastungen und weil eine zielgenaue Alternative kurzfristig nicht zur Verfügung steht, ist die allgemeine Entlastung aus Sicht des ADAC derzeit die realistisch umsetzbare Möglichkeit, Autofahrer, auch die Millionen, die den Tankrabatt nicht brauchen, weil sie mehr als genug verdienen, schnell zu entlasten. „Wer täglich auf das Auto angewiesen ist, braucht jetzt Entlastung – und kann nicht darauf warten, dass irgendwann bessere Instrumente entwickelt werden“, so König. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass die Steuersenkung möglichst vollständig an der Zapfsäule weitergegeben wird. Die Erfahrungen aus den bisherigen Steuersenkungen zeigen, dass die Weitergabe nicht sofort und nicht bei allen Kraftstoffarten gleichermaßen erfolgt. Die Mineralölwirtschaft steht deshalb in der Verantwortung, die Entlastung vollständig an die Verbraucher weiterzugeben.

Zusätzlich fordert der ADAC, jetzt die Voraussetzungen für zusätzliche Optionen der Politik zu schaffen, um in künftigen Krisen schnell und zielgerichtet reagieren zu können. „Direktauszahlungen an die Bürger können dabei ein wichtiger Baustein sein (woher das Geld kommt, ist dem ADAC egal). Sie kommen gezielt bei den Menschen an, die Unterstützung benötigen und vermeiden, dass staatliche Entlastungen an anderer Stelle hängenbleiben“, so der ADAC Verkehrspräsident.

Neben kurzfristigen Entlastungen gilt es, auch nur in geringsten Mengen vorhandene Alternativen zu fossilen Kraftstoffen stärker zu nutzen. Biodiesel, Bioethanol und E-Fuels könnten einen größeren Beitrag leisten. Dafür müssen Steuersätze die Umweltvorteile alternativer Kraftstoffe berücksichtigen und die EU-Energiesteuer-Richtlinie endlich verabschiedet werden. Indes werden E-Fuels zum einen für den herkömmlicheren Pkw-Verkehr überhaupt nicht verfügbar sein, zum anderen werden sie ca. drei bis viermal so teuer wie heute bekannte Treibstoffe. Warum der ADAV nicht auf den verstärkten Wechsel hin zur E-Mobilität verweis, zeigt, dass der Autoclub in Sachen Klimaschutz überhaupt nichts versteht.  

Den angekündigten Spritpreisdeckel will der ADAC konstruktiv begleiten: Ein staatlich festgelegter Höchstpreis könne kurzfristig vor extremen Preisspitzen schützen. Er garantiere jedoch nicht automatisch dauerhaft niedrigere Preise. Insbesondere die konkrete Höhe und die Berechnung des zulässigen Preises seien entscheidend. Der Deckel dürfe einerseits nicht zu einer Verknappung des Angebots und im Extremfall zu Einschränkungen der Versorgung führen, was bei einer Deckelung fast automatisch der Fall sein wird. . Andererseits gilt es, das Risiko zu minimieren, dass der Höchstpreis zum Orientierungspunkt für die Anbieter wird und der Preiswettbewerb unterhalb dieser Grenze nachlässt.

Hinzu kommt die regionale Struktur des deutschen Kraftstoffmarktes: Die Preise unterscheiden sich zwischen Regionen deutlich. Ein einheitlicher Höchstpreis ist deshalb besonders anspruchsvoll. „Ein Preisdeckel darf nicht nur auf dem Papier gut aussehen. Entscheidend ist, was er bei den Verbrauchern bewirkt. Der ADAC erwartet deshalb, bei der konkreten Ausgestaltung einbezogen zu werden, um bei der Bewertung von Chancen und Risiken die Verbrauchersicht zu berücksichtigen“, so König.

Deutlich ist die Position des ADAC bei der seit April geltenden 12-Uhr-Regel: Sie sollte zeitnah beendet werden. Die Regel hat zwar die Zahl der täglichen Preisänderungen erheblich reduziert und macht den Zeitpunkt einer Preiserhöhung vorhersehbarer. Er habe die Preise aber keinesfalls gesenkt. Vielmehr hat sich die Preisdifferenz innerhalb eines Tages deutlich ausgeweitet. Wer mittags nach 12 Uhr tanken muss, hat erhebliche Zusatzkosten, die sich in keiner Weise rechtfertigen lassen. Eine ADAC Befragung zeigt zudem, dass 77 % der Autofahrer keinen preissenkenden Effekt der Regel erkennen. „Die 12-Uhr-Regel hat ihr Ziel aus Verbrauchersicht nicht erreicht. Deshalb sollte sie abgeschafft werden“, so ADAC Verkehrspräsident König.

Der ADAC will die weitere Entwicklung der beschlossenen Maßnahmen eng begleiten und insbesondere darauf achten, ob die Entlastungen tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen. Quelle: ADAC / CM

Elektrischer Mercedes-Benz GLC ist „German Premium Car of the Year 2027“ 

Der elektrische Mercedes‑Benz GLC wurde zum „German Premium Car of the Year 2027“ gewählt. Die Jury des „German Car of the Year Awards“ (GCOTY) hat ihn jetzt bei der Preisverleihung im Nationalen Automuseum „The Loh Collection“ gekürt. Die Jury würdigte das BEV für sein außergewöhnlich stimmiges Gesamtkonzept und seinen ausgewogenen und komfortablen Fahrcharakter.

Die Auszeichnung unterstreicht die Erfolgsgeschichte der GLC Modellreihe, die seit vielen Jahren der weltweite Bestseller von Mercedes‑Benz ist. Mit dem neuen elektrischen GLC setzt der Hersteller  eben diese Qualitäten fort, die den GLC rund um den Globus zum Kundenliebling gemacht haben, und entwickelt sie für die elektrische Variante konsequent weiter. Eine eigenständige Designsprache und intuitive digitale Intelligenz prägen dabei die nächste Generation des Erfolgsmodells. Der elektrische GLC wurde konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Mit hohem Langstreckenkomfort, ausgeprägter Alltagstauglichkeit und einem intuitiven Nutzererlebnis verbindet er Premiumanspruch mit echter Vielseitigkeit. Mit seinem großzügigen Raumangebot und hohem Komfort ist er konsequent auf die Anforderungen des Alltags ausgelegt und trägt dazu bei, Elektromobilität besonders unkompliziert erlebbar zu machen.

Der elektrische Mercedes‑Benz GLC wurde zum „German Premium Car of the Year 2027“ gewählt.  Foto: MB

Der neue elektrische GLC bietet ein hohes Maß an Komfort sowie eine Bedien- und Erlebniswelt, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die optionale intelligente Luftfederung AIRMATIC und die Hinterachslenkung mit 4,5 Grad ermöglichen herausragenden Fahrkomfort und außergewöhnliche Agilität, während das großzügige Raumangebot – einschließlich eines 128‑Liter‑Frunks – sowie eine Anhängelast von bis zu 2,4 t die Vielseitigkeit für Alltag, Freizeit und Reisen unterstreichen.

Im Innenraum eröffnet der optionale immersive MBUX Hyperscreen – mit 99,3 cm das größte Display von Mercedes‑Benz – eine neue digitale Dimension. Angetrieben vom MB Operating System (MB.OS) vernetzt er nahtlos Infotainment, Komfort, Laden und Fahrassistenz und unterstützt regelmäßige Over‑the‑Air‑Updates über die Mercedes‑Benz Intelligent Cloud. Fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme sind unter MB.DRIVE gebündelt, mit serienmäßigen Funktionen wie dem Abstand‑Assistenten DISTRONIC und dem Park‑Assistenten. Optionale Pakete erweitern den Funktionsumfang bis hin zu unterstütztem automatisiertem Fahren auf SAE Level 2 sowie einer 360‑Grad‑Rundumsicht beim Parken, und machen den elektrischen GLC zu einem hochintelligenten, intuitiven und zukunftsfähigen Begleiter. Quelle: Mercedes Benz / CM

Österreich bekommt modernstes Bahnnetz der Welt

Siemens Mobility hat von der ÖBB-Infrastruktur AG einen Auftrag im Wert von rund 1,3 Mrd. Euro zur Digitalisierung der österreichischen Stellwerkstechnik erhalten. Die Vergabe erfolgte im Rahmen einer langfristigen Rahmenvereinbarung mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Mrd. Euro. 

Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die schrittweise und flächendeckende Einführung digitaler Stellwerke (DSTW) in Österreich, beginnend mit einem Pilotprojekt im vierten Quartal 2030. Im Mittelpunkt der Modernisierung steht Signaling X, die integrierte Technologiebasis von Siemens Mobility für die digitale Transformation der Leit- und Sicherungstechnik. Die softwarebasierte und cloud-fähige Architektur verbindet Stellwerke, das Zugsicherungssystem ETCS und Cybersecurity-Anwendungen auf einer gemeinsamen technologischen Grundlage. Signaling X schafft die Voraussetzungen für eine schrittweise Modernisierung des ÖBB-Bahnnetzes. 
 
„Das Digitale Stellwerk ist eine Schlüsseltechnologie für die Eisenbahn der Zukunft. Mit dieser Vergabe stellen wir die Weichen für die umfassende Digitalisierung unserer Sicherungstechnik und schaffen die Voraussetzungen, um den Bahnverkehr in Österreich noch effizienter, robuster und leistungsfähiger zu gestalten. Damit setzen die ÖBB auch international neue Standards in der digitalen Verkehrssteuerung“, sagteJohann Pluy, Vorstand ÖBB-Infrastruktur AG.
 
Die Rahmenvereinbarung umfasst die gesamte Bandbreite der modernen Stellwerkstechnik: von den Innenanlagen, in denen die sicherheitsrelevante Logik auf Basis von Signaling X auf Standard IT Servern ausgeführt wird, bis hin zu den Außenanlagen. Hier kommen modernste Object Controller zum Einsatz, welche die präzise Ansteuerung von Signalen, Weichen und weiteren kritischen Elementen der Infrastruktur übernehmen. Die Umsetzung dieses Großprojekts erfolgt in einem strukturierten, mehrstufigen Prozess. Nach der geplanten Inbetriebnahme des ersten Pilotprojekts im vierten Quartal 2030 werden weitere Pilotphasen folgen, um die Technologie optimal auf das gesamte Netz abzustimmen. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Phase startet der österreichweite Rollout mit dem Ziel, langfristig sämtliche bestehenden Stellwerksanlagen durch die neue digitale Generation zu ersetzen.

Durch die Kombination von ETCS und digitalen Stellwerken auf Basis von Signaling X nimmt die ÖBB-Infrastruktur AG eine internationale Vorreiterrolle ein und schafft eines der modernsten und leistungsfähigsten Bahnnetze weltweit. Quelle: Siemens Mobility / ÖBB / CM

Iran-Krieg stürzte Qatar Airways in die schwerste Krise

Hamad Al-Khater , Vorstandschef von Qatar Airways, hat erklärt, dass der Iran-Krieg die größte Krise darstellt, mit der die in Doha ansässige Fluggesellschaft je konfrontiert war – schwerwiegender als die COVID-19-Pandemie, die den Flugbetrieb lahmlegte und den internationalen Reiseverkehr zum Stillstand brachte, oder die Golf-Blockade, die Katar im Jahr 2017 unter massiven wirtschaftlichen Druck setzte.

Hamad Al-Khater war noch keine drei Monate im Amt, als er erleben musste, wie die USA und Israel Ende Februar 2026 eine großangelegte Militäroffensive gegen Teheran gestartet hatten. Aus Angst vor Vergeltungsschlägen schlossen die Golfstaaten – die engsten Nachbarn des Iran – umgehend ihren Luftraum, während sie die Lage sondierten.

Ihre schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich rasch: Die iranischen Revolutionsgarden feuerten ballistische Raketen und Kamikaze-Drohnen auf Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Innerhalb weniger Stunden wurden der Kuwait International Airport und der Dubai International Airport direkt getroffen, wobei Dutzende Menschen verletzt wurden.

Der Doha Hamad International Airport war zwar vermutlich ebenfalls ins Visier iranischer Geschosse genommen worden, aber nie tatsächlich getroffen; dennoch war die Bedrohung sehr real, und die katarischen Behörden wollten kein Risiko eingehen.

Während Dubai seinen Luftraum wieder öffnete und Emirates mit dem Wiederaufbau seines Streckennetzes begann, blieb der katarische Luftraum gesperrt, und die nationale Fluggesellschaft musste ihren Betrieb für einen deutlich längeren Zeitraum einstellen.

Da die Bedrohung fortbestand, sahen sich gestrandete Reisende gezwungen, mit dem Auto ins benachbarte Saudi-Arabien zu fliehen, um von dort aus Flüge aus der Region zu nehmen. Schließlich entschied sich auch Katar, seinen Luftraum wieder zu öffnen – zunächst nur schrittweise –, als die Bedrohungslage nachließ. Zu diesem Zeitpunkt hatte Qatar Airways jedoch bereits massive finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.

„Es war die größte Krise unserer Geschichte“, sagte Al-Khater gegenüber Bloomberg. „Aber mit geopolitischen Fragen haben wir es täglich zu tun.“ Das Besondere an dieser Krise ist womöglich, dass Katar mit wirtschaftlichen Belastungen konfrontiert ist, wie sie das Land noch nie zuvor erlebt hat. Die Krise in der Straße von Hormus führt dazu, dass das Land weniger Flüssigerdgas (LNG) exportieren kann – jenes Gut, das den kleinen Golfstaat zu einer der Nationen mit dem weltweit höchsten Pro-Kopf-Einkommen gemacht hat.

Qatar Airways kann es sich nicht mehr leisten, Flugverbindungen allein im Rahmen einer umfassenderen Strategie zur Gewinnung von Marktanteilen zu betreiben. Stattdessen, so Al-Khater, prüfe die Fluggesellschaft gezielt, welche Routen am profitabelsten seien, und streiche Flüge, die „weniger Geld einbringen.“ Trotz der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der Sicherheitslage in der Region sei die Nachfrage laut Al-Khater „nach wie vor sehr stark“, und auch die Auslastung der Jets bleibe hoch.

Bis Juni hat Qatar Airways 85 % ihres Streckennetzes wiederhergestellt; zudem hat die Fluggesellschaft kürzlich angekündigt, im Winterflugplan auf der Nordhalbkugel 170 Ziele ansteuern zu wollen. Al-Khater schätzt die aktuelle Lage ähnlich ein wie die regionalen Konkurrenten Emirates und Etihad Airways, die von einer starken Buchungsdynamik berichten: Reisende lassen die Sorge vor iranischen Raketen hinter sich und fühlen sich wieder wohl dabei, durch den Nahen Osten zu fliegen.

Dennoch zeichnen sich am Horizont weiterhin Risiken ab. Am Wochenende nahmen Huthi-Rebellen im Jemen den Flughafen von Riad ins Visier; dabei durchbrach eine Rakete die Luftabwehrsysteme und traf einen Treibstofftank. Auch die Bedrohung durch den Iran ist noch nicht vollständig gebannt.

Vorerst zählt jedoch der hohe Preis für Flugkraftstoff zu den größten Herausforderungen für Qatar Airways. Absicherungsgeschäfte (Hedging) und der starke Wettbewerb dürften die Ticketpreise vorerst niedrig halten, so Al-Khater – auch wenn die gesamte Luftfahrtbranche auf eine baldige Entlastung hofft. Quelle: Qatar Airways / CM

American wird Hauptfluggesellschaft am neuen Phoenix-Terminal

Der Phoenix Sky Harbor International Airport hat American Airlines als Hauptfluggesellschaft für sein künftiges „West Terminal“ ausgewählt – das erste neue Terminal des Flughafens seit 1990. Dies gaben der Flughafenbetreiber und American Airlines bekannt.

Nach Angaben des Flughafenbeteibers City of Phoenix Aviation Departmententfallen derzeit rund 40 % des Passagieraufkommens in Phoenix Sky Harbor auf American Airlines.

Zudem plant Phoenix Sky Harbor Investitionen in Höhe von „hunderten Millionen Dollar“ in das 36 Jahre alte Terminal 4, das aktuell mehr als 75 % aller Passagiere des Flughafens abfertigt, einschließlich derer von American. 

Zu den geplanten Verbesserungen gehören Modernisierungen des Gastronomie- und Einzelhandelsangebots, der zentralen Versorgungstechnik, der Gepäckförderanlagen, der Fahrsteige sowie der Sanitär- und Elektroinstallationen. Quelle: City of Phoenix Aviation Department  / CM

Kleine Ursache, Riesenärger

Mehr oder weniger geschickten Bauarbeitern wird zur Last gelegt, eine neu installierte Glasfaser-Backup-Leitung im TRACON-Zentrum der US-Flugverkehrskontrolle in Philadelphia durchtrennt zu haben. Eigentlich sollte die neue Glasfaser-Leitung die Dienste der Flugverkehrskontrolle im Nordosten der USA aufrechterhalten, falls eine ältere Leitung ausfallen sollte. Nach dem Cut firl der gesamte Flugverkehr im Nordosten der Vereinigten Staaten am Montagmorgen aus. .

Zehntausende Passagiere müssen sich für den Rest des Montags auf erhebliche Störungen einstellen, nachdem eine wichtige Datenleitung bei einer bedeutenden Flugverkehrskontrollstelle in Philadelphia ausgefallen war. Eigentlich hätte sofort ein Backup-System einspringen sollen; doch genau in diesem Blackout-Moment stellte die Federal Aviation Administration (FAA) fest, dass die neue Glasfaserleitung durchtrennt worden war.

Die ausgefallene Leitung steuert für gewöhnlich den Luftraum für Philadelphia (PHL), Newark (EWR) und Teterboro (TEB).

Als die Bunesluftfahrtbehörde FAA erkannte, dass das Backup-System völlig außer Gefecht gesetzt war, entschieden sich die Techniker dazu, die ausgefallene Hauptleitung auszutauschen – dies war die einzige Möglichkeit, den Flugverkehr wieder in Gang zu bringen. Der Haken: Die Rettungsmaßnahme erforderte die Einstellung des gesamten Flugbetriebs an allen anderen Flughäfen im Raum New York, einschließlich New York JFK und LaGuardia.

FAA-Administrator Bryan Bedford äußerte sich dazu gegenüber Reportern bei einer Veranstaltung, die ironischerweise der Vorstellung eines neuen Systems für das Flugverkehrsmanagement dienen sollte: „Es handelt sich tatsächlich um das Philly TRACON. Wir haben die Hauptleitung verloren. Dabei handelt es sich um eine der alten L3-Verizon-Leitungen, die Teil unseres Plans zur Erneuerung veralteter Systeme ist. Leider ist diese Leitung heute ausgefallen. Und als auf die Backup-Verbindung umgeschaltet werden sollte, stellten wir fest, dass das Glasfaser-Backup unterbrochen war.“ Bedford erklärte, es handele sich um einen „massiven“, rund 180 Meter (600 Fuß) langen Bruch der Glasfaserleitung irgendwo zwischen New Brunswick und Newark; Ingenieure schätzten, dass die Reparatur mindestens 13 Stunden dauern würde.

Die ausgefallene Leitung steuerte sämtliche Flugsicherungsdienste, fügte Bedford hinzu: „Es geht um Funkverkehr und sämtliche Daten, die über diese Leitung liefen – all diese Dienste sind ausgefallen.“ Auf die Frage, wie es zu der Unterbrechung der Glasfaserleitung gekommen sei, antwortete Bedford: „Jemand hat sie bei Grabungsarbeiten beschädigt.“ Der Schaden wurde erst bemerkt, als das Glasfaser-Backup im Bedarfsfall nicht einsprang. Bedford betonte jedoch, die Leitung sei nicht schon längere Zeit unterbrochen gewesen; der Schnitt sei vielmehr zufällig am selben Tag erfolgt, an dem auch die alte Hauptleitung ausgefallen war. Bedford nutzte die Gelegenheit, um zusätzliche Mittel für den Austausch der gesamten Flugsicherungsarchitektur durch ein sogenanntes „Federal Enterprise Network“ zu fordern.

Ein Sprecher des Telekommunikationsriesen Verizon erklärte später, das Unternehmen übernehme keine Verantwortung für den Vorfall; die Glasfaserleitung verlaufe entlang einer Amtrak-Bahnstrecke in New Jersey. In der Stellungnahme hieß es weiter: „Bauunternehmen, die in diesem Bereich tätig waren, haben das Kabel bei Grabungsarbeiten freigelegt und durchtrennt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Anlagen von Verizon voll funktionsfähig.“

Die Flugverfolgungs-App Flighty meldet mindestens 163 Flugausfälle bei Ankünften in Newark sowie 173 gestrichene Abflüge. In Philadelphia wurden 73 Ankünfte und 71 Abflüge gestrichen, während am Flughafen New York JFK 27 Ankünfte und 12 Abflüge ausfielen. Reiseexperten warnen Passagiere davor, dass es auch im weiteren Verlauf des Montags zu Verspätungen kommen wird, da die Störungen einen Dominoeffekt im gesamten nationalen Luftraumsystem auslösen. könnten. Quelle: CM