CH – Schweiz oder China?

Ein chinesischer Übersetzer, der vom Betreiber der Pariser Flughäfen , Aéroports de Paris (ADP), engagiert worden war, verwechselte die Schweiz mit China; in der Folge wies ein Monitor Inhaber chinesischer Reisepässe in eine Warteschlange an der Passkontrolle, die sie gar nicht nutzen durften.

Nicht bekannt ist, wie lange die fehlerhafte Anzeige für Irritationen sorgte. Erst als ein aufmerksamer Nutzer von X auf den eklatanten Fehler hinwies, versprach der Flughafenbetreiber, die falsche Information zu korrigieren.

Was genau war schiefgelaufen? Am Eingang zur Passkontrolle befindet sich ein Schild, das anzeigt, für welche Länder die automatischen e-Gates zur Verfügung stehen. Dies gilt für Passinhaber aus der Europäischen Union (EU) sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. All diese Länder-Bezeichnungen werden abgekürzt; im Fall der Schweiz lautet die Abkürzung „CH“ (zwei Buchstaben).

Zei verschiedene Paar Schule: CH und CH

Das mag zunächst unsinnig erscheinen, doch die Abkürzung leitet sich vom lateinischen Namen des Landes ab: „Confoederatio Helvetica“ (Schweizerische Eidgenossenschaft). Es handelt sich um eine weit verbreitete Abkürzung, die sogar als länderspezifische Internet-Endung verwendet wird. Auch die Währungsbezeichnung für den Schweizer Franken – CHF – basiert darauf.

Einem chinesischen Übersetzer, der mit der Übertragung der „Beschilderung“ auf den Monitoren  beauftragt war, entging jedoch die Bedeutung dieser Abkürzung. Er sah „CH“, interpretierte dies als „China“ und formulierte den Text entsprechend, sodass Inhaber chinesischer Pässe zur falschen Passkontrollschlange geleitet wurden.

Der Flughafenbetreiber reagierte auf den X-Hinweis und korrigierte den Fehler, der für viel Verdruss unter Tausenden Passagieren gesorgt hatte. Dies ist nicht das erste Mal, dass Beschilderung Ärger verursachen, wobei sich meistens die Regierung in Peking echauffiert. Vor einigen Jahren traf es z.B. Emirates. Damals stellte Peking fest, dass das Kabinenpersonal aus Taiwan Namensschilder mit der taiwanesischen Flagge trug – bekannt als „Blauer Himmel, weiße Sonne und ganz rote Erde“. Seinerzeit weigerte sich das taiwanesische Kabinenpersonal, die Flagge der Volksrepublik China zu tragen. Weil aber die Machthaber in Peking mit Sanktionen drohten, falls der Golfcarrier das Tragen der Taiwan-Flagge durch die Besatzung nicht unterbinden würde, blieb der Fluggesellschaft keine andere Wahl, als die Länderflaggen von sämtlichen Namensschildern zu entfernen – unabhängig vom jeweiligen Land. Quelle: X / CM

Condor: Keine Dubai-Flüge mehr ab Berlin und Stuttgart

Condor streicht zum Winterflugplan ihre täglichen Dubai-Flüge ab Berlin und Stuttgart. Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Dubai-Flüge sind ohnehin problematisch, zumal auch der Internationale Flughafen der Glitzermetropole in den VAE im Visier iranischer Drohnen und Raketen ist. Nicht umsonst rät das Auswärtige Amt, auf Flüge in die VAE zu verzichten. Betroffene Gäste werden rechtzeitig informiert und erhalten im Rahmen der geltenden Beförderungsbedingungen passende Umbuchungs- oder Erstattungsoptionen. Condor beruft such u.a. auf die weiterhin hohen staatlichen Standortkosten in Deutschland, die erheblich belasten. Der Ferienflieger erwartet von der Bundesregierung konkrete Entlastungen bei den Standortkosten. Nur so können deutsche Airlines weiter investieren, wachsen und Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Quelle: Condor / CM

Condor streicht die Dubai-Flüge ab Berlin und Stuttgart. Foto: Condor

Siemens liefert modernste Highspeed-Züge nach Vietnam

Die VinSpeed High-Speed Rail Investment and Development Joint Stock Company (ein Unternehmen der Vingroup) und die Siemens Mobility GmbH haben die Unterzeichnung eines Turnkey-Vertrags für die Hochgeschwindigkeitsstrecken Hanoi–Quang Ninh und Ben Thanh–Can Gio bekannt gegeben. Die Vereinbarung markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg von VinSpeed zum Aufbau einer modernen Schienenverkehrsinfrastruktur nach internationalen Standards in Vietnam.
 
Im Rahmen des Vertrags mit einem Wert von 1 Mrd. Euro wird VinSpeed die Projektentwicklung, den Gleisbau sowie die Bauarbeiten verantworten. Siemens Mobility, ein weltweit führender Anbieter von Technologien und Lösungen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr, wird als Technologiepartner fungieren und fortschrittliche Bahnsysteme sowie das erforderliche technische Know-how bereitstellen.
 
Konkret wird Siemens Mobility zehn Velaro Novo Züge für zwei Bahnstrecken liefern, darunter die 121 km lange Strecke Hanoi–Quang Ninh mit vier Stationen sowie die 54 km lange Strecke Ben Thanh–Can Gio mit zwei Stationen. Darüber hinaus umfasst der Leistungsumfang Kommunikations- und Elektrifizierungssysteme. Die Vertragsumsetzung erfolgt schrittweise.
 
Der Velaro Novo ist die nächste Generation elektrischer Triebzüge (EMU) von Siemens Mobility mit verteilter Traktion und Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h. Jeder 200 m lange Zug besteht aus sieben Wagen mit insgesamt 760 Sitzplätzen und wurde auf maximale Energieeffizienz und Fahrgastkapazität ausgelegt. Dank seines breiten Wagenkastens und des sogenannten „Empty-Tube“-Strukturdesigns bietet Velaro Novo mindestens 10 % mehr Fahrgastkapazität als frühere Generationen und steigert damit die betriebliche Effizienz für Betreiber.
 
Darüber hinaus werden die Züge mit der Technologie Automatic Train Operation (ATO) ausgestattet, basierend auf dem European Train Control System (ETCS) Level 2. Dadurch können Zugabstände automatisch optimiert sowie Präzision und Energieeffizienz durch die intelligente Steuerung von Geschwindigkeit, Beschleunigung und Bremsvorgängen verbessert werden. Als erste Implementierung von ATO über ETCS in einem nationalen Hochgeschwindigkeitsbahnnetz setzt dieses Projekt neue Standards für einen sicheren, leistungsfähigen und nachhaltigen Schienenverkehr.
 
Pham Thieu Hoa, CEO von VinSpeed: „Die Unterzeichnung des Vertrags mit Siemens Mobility ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung der Hochgeschwindigkeitsstrecken von VinSpeed in Vietnam. Die Verbindung von VinSpeeds Erfahrung bei der Realisierung großer Infrastrukturprojekte mit der fortschrittlichen Bahntechnologie und der weltweiten Erfahrung von Siemens Mobility schafft die Grundlage für moderne, effiziente und nachhaltige Lösungen für die neuen Strecken. Gleichzeitig legt sie den Grundstein für die Entwicklung eines integrierten Hochgeschwindigkeits-Verkehrssystems in Vietnam.“
 
Michael Peter, CEO von Siemens Mobility: „Vietnam steht am Beginn einer neuen Ära der Mobilität, und wir sind stolz darauf, mit unserer Expertise zu dieser Transformation beizutragen.Unsere Velaro Novo Züge sind echte Innovationen. Sie verbrauchen 30 % weniger Energie als ihre Vorgängermodelle und bieten Platz für über 10 % mehr Fahrgäste. Kombiniert mit modernster Signaltechnik ETCS Level 2 und fortschrittlichen Elektrifizierungslösungen schaffen wir die Grundlage für einen nachhaltigen, leistungsfähigen Schienenverkehr in Vietnam. Siemens Mobility modernen Personen- und Güterverkehr und bietet digitale Lösungen, Software, Bahninfrastruktur, Schienenfahrzeuge sowie Turnkey-Lösungen an. Mit Standorten in Hanoi, Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt fördert Siemens weiterhin Wachstum, Innovation und die internationale Vernetzung des Landes. Quelle: Siemens Mobility / CM

Benziner- und Diesel-Neuzulassungen im freien Fall

Im August 2026 lag der BEV-Marktanteil der Internationalen Automobilhersteller bei 50,9 %, das ist der höchste bislang gemessene Wert. Der BEV-Marktanteil der internationalen Hersteller in den ersten acht Monaten 2026 lag bei 46,2 Prozent, das sind 5,4 Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Dies geht aus der Analyse der Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor.

Im Gesamtmarkt wuchsen die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) im August um 75,1 % auf 68.930 Einheiten. Der BEV-Anteil an den gesamten Pkw-Neuzulassungen erreichte somit 32,4 % und liegt damit rund 13,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat und mit +3,1 Prozentpunkten auch deutlich über dem Marktanteil im Vormonat. Seit Januar 2026 beläuft sich der Gesamtmarktanteil von BEV-Pkw bislang auf 26,2 Prozent.

Für alternative Antriebeinsgesamt (reiner E-Antrieb, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gasantrieb) legte der Markt im August um 25,9 % auf 154.504 Einheiten zu, wobei Internationale Marken etwa 46,7 % ausmachten. Der Anteil der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben am Gesamtmarkt stieg im August auf 72,7 %. In den ersten acht Monaten 2026 wurden 1.306.190 Pkw mit alternativen Antrieben neu zugelassen und damit rund 22,2 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Positive Wachstumsraten verzeichneten im August erneut auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV). 25.406 PHEVs rollten neu auf die Straßen und damit 6,0 % mehr als im Vorjahresmonat. Der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag damit bei 12,0 %, rund 0,4 Prozentpunkte höher als im August 2025. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Plug-in-Hybriden lag im August bei 43,8 %. Nach acht Monaten liegt der PHEV-Markt im laufenden Jahr bei einem Gesamtmarktanteil von 11,2 Prozent.

Zusammen kommen die Elektrofahrzeuge (BEVs, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge) im August damit auf einen Marktanteil von 44,4 % bei 94.336 Neuzulassungen. Das entspricht einem Anstieg um 48,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten acht Monaten 2026 liegt der Elektromarkt bei 735.364 Neuzulassungen mit 39,6 % im Plus.

Die Neuzulassungen vonHybrid-Fahrzeugen ohne Stecker stiegen im August nur leicht um 1 %. 59.197 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Neuzulassungen von 27,8 %. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag im August 2026 bei 42,3 %. Seit Beginn des Jahres wurden etwa 5,2 % mehr Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker neu zugelassen als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Die Neuzulassungen von reinen Verbrenner-Pkw erreichten im August nur noch 58.052 Einheiten, davon 35.536 Benziner (-37,9 %) und 22.516 Diesel (-17,3 %). Der Benziner-Anteil an den Pkw-Zulassungen lag bei 16,7 %, Diesel erreichten einen Anteil von 10,6 %.  Quelle: VDIK / CM

Wird Frankfurt erster deutscher Bahnhof mit Zugangssperren?

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist offen für Zugangskontrollen an großen deutschen Bahnhöfen. Der Vorschlag: Nur wer ein gültiges Bahnticket hat, soll auf den Bahnsteig kommen. Bilger halte das im Fernverkehr für „sinnvoll“ und sprach sich für Tests aus. In einigen Nachbarländern gibt es bereits Schranken oder Drehkreuze, die Passagiere mit ihren Tickets öffnen müssen.

Die Zugangskontrollen sollen laut dem Verkehrsminister für mehr Sicherheit an Bahnhöfen sorgen. Zuletzt hatten Angriffe auf Bahnpersonal die Sicherheitsdebatte an den Bahnhöfen weiter befeuert. Noch Anfang des Jahres haben Zahlen der Bundespolizei gezeigt: Die Hauptbahnhöfe Dortmund, Köln und Düsseldorf sind unter den Top Ten der Bahnhöfe mit den meisten Gewaltdelikten deutschlandweit.

In Großbritannien sind Bahnsteigsperren wesentlicher Bestandteil des Bezahlsystems. Auch bei zahlreichen U-Bahn-Systemen etwa in London, Paris, New York, Barcelona etc. gibt es sie. 

In einer ganzen Reihe Länder, z.B. China, USA Spanien usw sind Bahnsteigsperren nicht nur gang und gäbe, sondern wurden inzwischen sogar zu Systemen weiterentwickelt, die teilweise im Reich der Mitte an den dortigen riesigen Bahnhöfen, die an riseige supermoderne Flughafenterminal erinnern, sind Gates ie an den Airports vorhanden. Auch der von Amtrak betriebene Fernverkehr in den USA verwendet Gates, die vom Aufbau denen eines Flughafens ähneln. 

In Spanien wurden Bahnsteigsperren mit Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Madrid–Sevilla wieder eingeführt. Ab dem Jahr 2000 begann dann die Einrichtung von festen und dauerhaft wirkenden Bahnsteigsperren auf allen Bahnhöfen, von denen Züge in Richtung einer Schnellfahrstrecke abgelassen werden. Zusätzlich finden neben den Fahrkarten- auch Gepäckkontrollen statt, umsteigende Reisende müssen sich in der Regel erneut kontrollieren lassen. Bahnsteiggleiche Anschlüsse sind damit ausgeschlossen.  

Hessens Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori begrüßt den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen praktisch zu erproben. Hessen hatte bereits im März in der Verkehrsministerkonferenz vorgeschlagen, dass Bund und Länder gemeinsam prüfen, ob an großen Bahnhöfen bauliche Zugangsbarrieren eingeführt werden können. Eine Einigung kam damals nicht zustande.

„Der Bundesverkehrsminister hat Recht. Es ist gut, dass jetzt Bewegung in die Debatte kommt. Hessen hat Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen bereits im Frühjahr in der Verkehrsministerkonferenz vorgeschlagen. Damals gab es dafür noch keine Einigung. Deshalb freue ich mich über die Unterstützung des Bundesverkehrsministers. Jetzt sollten wir es praktisch erproben. Frankfurt bietet sich als erste Modellstadt an. Hier können Bund, Land und Deutsche Bahn gemeinsam herausfinden, wie Zugangskontrollen an einem der größten Bahnknoten Deutschlands funktionieren können“, sagte Mansoori. Quelle: Bundesverkehrsministerium / CM

EnBW setzt auf 480 kW-Schnellladestationen 

Die EnBW, Betreiberin des größten Schnellladenetzes in Deutschland, startet mit dem Rollout einer neuen Generation von High-Power-Chargern (HPC) im landesweiten Schnellladenetz. Am neuen Referenzstandort am Karlsruher Konzernsitz nimmt die EnBW die Schnellladestation vom Typ C7 des HerstellersXCharge offiziell in ihr eigenes Portfolio auf. Mit einer Ladeleistung von 480 Kilowatt (kW) bereitet sich die EnBW für kommende Fahrzeuggenerationen vor, die immer höhere Ladeleistungen verarbeiten können.

„Die E-Mobilität wird sich in den kommenden Jahren weiter dynamisch entwickeln. Deshalb bauen wir unser Schnellladenetz nicht nur quantitativ immer weiter aus, sondern investieren gezielt in neue Ladetechnologie, die unseren hohen Anforderungen und denen unserer Kunden gerecht wird. Mit den neuen 480-kW-Ladesystemen von XCharge profitieren E-Mobilistnen im EnBW-Ladenetz von kurzen Ladezeiten, fortschrittlicher Technologie und einer hohen Zuverlässigkeit“, sagt Lars Jacobs, Leiter für Partner- und Geschäftsbeziehungen sowie kommissarischer Technischer Leiter der Elektromobilitätssparte der EnBW.

EnBW startet mit dem Ausbau von 480 kW-Lafesäulen. Foto: EnBW

Die EnBW betreibt bereits mehr als 9.000 Schnellladepunkte in ganz Deutschland und baut ihr Schnellladenetz bedarfsgerecht im Dreiklang von Langstrecke, urbanem Bereich und Einzelhandel aus. Je nach Standort unterscheiden sich die Anforderungen an die eingesetzte Schnellladeinfrastruktur. Im Schnellladenetz der EnBW wird die neue Schnellladetechnologie mit 480 kW primär dort eingesetzt, wo Kunden nur kurz verweilen und in dieser Zeit möglichst viel Reichweite gewinnen wollen – z.B. an EnBW-Ladeparks entlang deutscher Fernstraßen. 

Die neue Schnellladetechnologie mit 480 kW ermöglicht je nach Fahrzeug das Aufladen von bis zu 640 km Reichweite in nur 20 Minuten. Von der höheren Ladeleistung profitieren Kunden auch beim sogenannten Powersharing, wenn zwei Fahrzeuge parallel an einer Ladestation laden. Je nach Aufnahmefähigkeit der Fahrzeuge kann sich die Ladezeit dadurch spürbar verkürzen.

Im Februar 2026 hatten die EnBW und XCharge eine längerfristige Zusammenarbeit bekanntgegeben. Grundlage der Vereinbarung war ein erfolgreicher Feldtest mit XCharge-Ladestationen, die sich in mehreren zehntausend Ladevorgängen als zuverlässig, performant und sicher erwiesen hatten.

Bis Ende 2026 plant die EnBW, deutschlandweit noch eine zweistellige Zahl an Schnellladeparks mit der neuen 480 kW Schnellladetechnologie ans Netz zu bringen. Quelle: EnBW / CM

Crown Plaza Frankfurt schließt mit sofortiger Wirkung

Am Morgen des Montag, 21. September 2026, sollen die Mitarbeitenden des Crowne Plaza in Frankfurt mündlich erfahren haben, dass ihr Hotel schließen wird. Betreiber ist die NOVUM Hospitality, Franchisegeber die britische InterContinental Hotels Group) (IHG), zu der die Marke Crowne Plaza gehört.

In die Renovierung und Revitalisierung des Businesshotels, das sich im Frankfurter Stadtteil Niederrad befindet, investierte das familiengeführte deutsche Hotrlunternehmen Novum Hosoitality  bis 2029 rund 4 Mio. 2029 war die Generalsanierung des 4-Sterne-Hauses abgeschlossen worden. Das Crown Plaza by IHG (InterContinental Hotels Group PLC) ist befindet sich zwischen dem Flughafen Frankfurt, dem Deutsche Bank Park und der Frankfurter Messe an der Lyoner Str. 44-48 und gilt als idealer Ausgangspunkt für Geschäftsreisende. Die 395 modernen Zimmer bieten je nach Kategorie Balkon und Blick auf die Frankfurter Skyline. Das große repräsentative Congress Zentrum inklusive zweier Kreativräume und großer Terrasse wie auch das Frühstücksrestaurant, die traditionelle Frankfurter Stube speziell für Gruppen von bis zu 30 Gästen sowie die lebhafte Lobby-Bar stellten nach eigenen Angaben sicher, dass es Ihnen an nichts mangelt. Das Fitnesscenter bietet die notwendige Erholung während Ihrer Geschäftsreise.

Das Crown Plaza Kongresshotel schließt Sollkommen überraschend. Foto: IHG

Durch den nur 700 m entfernten Bahnhof Niederrad ist beste Erreichbarkeit genauso garantiert wie dank dem guten Autobahnanschluss (1 km). Die Innenstadt ist mit der S-Bahn bequem innerhalb von 10 Minuten / zwei Haltestellen zu erreichen.

Nun soll auf einmal Schluss sein.  Novum Hospitality  begründet die Entscheidung mit erheblichen Mängeln am Gebäude. Ein sicherer und verantwortbarer Weiterbetrieb sei deshalb nicht mehr gewährleistet gewesen. Novum Hospitality führt in seiner Mitteilung Mängel beim Brandschutz, bei der Befestigung von Fassadenelementen und bei der Betriebssicherheit der Aufzüge an. Zudem gehe es um den sicheren Umgang mit vorhandenen asbesthaltigen Baustoffen und auch um den Versicherungsschutz. Dieser habe aufgrund der Gebäudemängel ab dem Tag der Mitteilung nicht mehr ausgereicht. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz lasse sich der Hotelbetrieb aus Sicht von Novum nicht verlässlich fortsetzen.

Das Unternehmen erklärt, es sei mit dem  verantwortlichen Eigentümer keine Einigung über notwendige Sanierungsmaßnahmen erzielt worden.. Nach Unternehmensangaben habe auch der Versicherungsschutz eine Rolle bei der Entscheidung gespielt. Dieser habe aufgrund der Gebäudemängel ab dem Tag der Mitteilung nicht mehr ausgereicht. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz lasse sich der Hotelbetrieb aus Sicht von Novum nicht verlässlich fortsetzen.

Diverse Medien berichteten, Teile des Hotels seien wegen Brandschutz- und Wasserschäden nicht nutzbar. Der Hessische Rundfunk nannte mögliche bauliche Schäden als Grund für die Betriebseinstellung. 

U.a. sollen Hotelgäste mit Bussen in andere Hotels gebracht worden sein. 50 Beschäftigte sollen widerruflich freigestellt worden sein.  Dazu erklärte  Novum Hospitality, das Unternehmen befinde sich mit der zuständigen Beschäftigtenvertretung im Austausch über die Zukunft der tarifbeschäftigten Mitarbeitenden.

IHG Hotels  & Resorts zählt 21 Hotelmarken (InterContinental Hotels & Resorts, Kimpton, Six Senses, Regent, Vignette Collection, Hotel Indigo, HUALUXE Hotels & Resorts, Crowne Plaza Hotels & Resorts, EVEN Hotels, Ruby hotels, voco hotels, Holiday Inn, Holiday Inn Express, Holiday Inn Club Vacations, Holiday Inn Resort, Garner, avid hotels, Atwell Suites, Staybridge Suites und Candlewood Suites. IHG unterhält außerdem eine exklusive Alliance mit Iberostar Beachfront Resorts. Der Hotelkonzern ist an über 7.000 Reisezielen weltweit vertreten.  Quelle: FAZ / Novum Hospitality / CM

Audi A4 e-tron kommt erst 2029

Audi hat den Produktionsstart des vollelektrischen A4 e-tron auf die erste Jahreshälfte 2029 verschoben. Grund dafür sollen einmal mehr Probleme bei der Einführung der neuen Elektro-Architektur SSP des Volkswagen-Konzerns sein, die Technologie von US-Technologiepartner Rivian verwendet. Für dieses Fahrzeug hatte Audi-Technikvorstand Rouven Mohr noch im Sommer 2026 einen Marktstart für 2028 bestätigt. 

Der Audi A4 e-tron soll als Limousine und Avant (Kombi) kommen und er soll das erste Modell auf der neuen E-Plattform werden. Das Schlüsselmodell soll in Ingolstadt eine neue Zeitrechnung einläuten und den Absatz anschieben. Der Wagen ist auch für den gesamten Konzern wichtig 

Nun heißt es in VW-Konzern-Kreisen, dass der Produktionsstart des A4 e-tron frühestens im März 2029 anlaufen soll, es kann also auch später werden. Grund für die Verzögerung sind offenbar neue Probleme bei der Einführung der neuen Elektroauto-Architektur Scalable Systems Platform (SSP), entwickelt von VW’s US-Partner Rivian, während die Ingolstädter bisher noch die Plattformen MEB für den Audi Q4 e-tron und PPE für den Audi A6 e-tron und Q6 e-tron nutzen.

E-Auto-Architektur SSP für den Audi A4 e-tron und weitere Modelle Grafik: VW

Die SSP soll äußerst vielseitig gestaltet sein: Der Elektro-Baukasten soll z.B. eine Systemspannung von 400 Volt bei Frontantrieben, aber von 800 Volt bei Heckantrieben ermöglichen – und auch Allrad ist möglich. Der Fokus soll auf LFP-Batterien liegen. Neben vollelektrischen Antrieben werden auch Fahrzeuge mit Range Extender möglich sein. Und die SSP bietet als wesentliche Neuerung eine zonale E/E-Architektur. Das bedeutet: Statt einer Vielzahl einzelner Steuergeräte sollen Funktionen stärker über zentrale Rechner bzw. Zonen organisiert werden. VW verbindet SSP ausdrücklich mit einer einheitlichen Software-Architektur und der Entwicklung von Software-defined Vehicles. 

Die Gründe für die Verschiebung des Produktionsstarts soll in der Technik, langwierigen Abstimmungsschleifen im Konzern sowie dem Spardruck bei Volkswagen liegen, der den Konzern zwingt, bestehende Fahrzeugplattformen länger zu nutzen.

Durch die lange Wartezeit im wichtigen Mittelklasse-Segment erhalten Konkurrenten wie BMW und Mercedes einen Vorsprung bei elektrischen Limousinen. Quelle: VW / electrive.net / CM

Skoda-Chef Wechsel als CEO zu Volvo Cars

Während die meisten Marken des Volkswagen-Konzerns unter Druck stehen, schreibt die tschechische Tochter Škoda Auto weiter Erfolgsgeschichten. Trotzdem verlässt CEO Klaus Zellmer (59) die Marke und wird neuer Vorstandschef von Volvo Cars.

Der frühere Porsche- und VW-Manager übernimmt den schwedischen Premiumhersteller wegen seiner langen Kündigungsfrist wahrscheinlich erst um 01. Oktober 2027. Bei Volvo dürfte Zellmer deutlich mehr strategischen Gestaltungsspielraum als im eng geführten Volkswagen-Konzern erhalten. Der gebürtige Bayer Zellmer arbeitete mehr als 20 Jahre für Porsche. 2020 wechselte er in den Vorstand der Konzernmutter Volkswagen, wo er die Bereiche Vertrieb, Marketing und After Sales verantwortete. Seit Juli 2022 führte er Skoda als Vorstandsvorsitzender.

Zellmer folgt bei Volvo Cars auf Hakan Samuelsson. Samuelsson war erst 2025 für eine zweite Amtszeit als Vorstandschef zurückgekehrt, um den schwedischen Autobauer wieder auf Kurs zu bringen. Vorige Woche erst hatte er auf einem Strategietag einen ehrgeizigen Plan vorgestellt. Demnach sollen bis 2030 insgesamt 13 neue Modelle auf den Markt kommen, um den Marktanteil des Unternehmens zu verdoppeln. Samuelsson hatte Volvo Cars bereits von 2012 bis 2022 geführt.

Klaus Zellmer trifft beim deutscher Importeur Volvo Cars in Köln auf ein schwieriges Aufgabengebiet. Denn der schwedische Autobauer, der mehrheitlich dem chinesischen Konzern Geely gehört, hatte zuletzt wegen US-Zöllen, einer schwächeren Nachfrage nach Elektroautos und hohen Entwicklungskosten seine Profitabilitätsziele verfehlt. Zudem brachen n China ähnlich den deutschen Herstellern die Verkäufe in China ein.  Die Aktie des Konzerns notiert in der Nähe von Rekordtiefs und hat in 2026 mehr als 45% an Wert verloren. Zudem steht Volvo Cars vor dem Spagat, seine westlichen und chinesischen Technologien zu trennen, um weiter in den USA verkaufen zu können. Dort droht der Schwestermarke Polestar ein Verkaufsverbot. Quelle: Volvo / VW / CM

Für Wolfsburg beginnt damit die Suche nach einem Nachfolger für einen der erfolgreichsten Markenchefs.

Tankrabat ist einfach bösartiger Blödsinn zu Lasten aller Steuerzahler

Bund und Länder wollen angesichts hoher Spritpreise Autofahrer sowie Unternehmen entlasten und haben sich auf einen Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel geeinigt. Nach Ansicht vieler Wissenschaftler ist die Maßnahme einfach nur dumm. Unterm Strich bedeutet der Irrsinn, dass alle Steuerzahler, ob sie Auto fahren oder nicht, an dem Wahnwitz beteiligt werden. Bevorzugt werden durch die teure Maßnahme insbesondere Vielfahrer und solche, die besonders teure Automobile fahren. Am übelsten aber ist, dass damit der Klimaschutz einmal mehr konterkariert wird. 

Die Pläne sehen vor, dass der Bund die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vom 01. Oktober an bis31. Dezember 2026 um 14 Cent senkt. Zusammen mit der Umsatzsteuer ergibt sich eine Senkung um 17 Cent pro Liter bei den Kraftstoffen. Die rund 2,5 Mrd. Euro teilen sich Bund und Länder auf. 

Die vorübergehende Energiesteuersenkung 01. Oktober bis 31. Dezember 2026) ist für den ADAC ein wichtiges Signal für bezahlbarere Mobilität und insbesondere für alle Pendler, die stark auf das Auto angewiesen sind. Der ADAC fordert die Mineralölwirtschaft auf, den neuen Tankrabatt in voller Höhe an die Autofahrer weiterzugeben. 

Der ADAC erwartet, in die Vorbereitungen für einen Spritpreisdeckel einbezogen zu werden, um sicherzustellen, dass die Verbraucherseite berücksichtigt wird. Bei einem Spritpreisdeckel wird ein Höchstpreis für Benzin und Diesel festgelegt, der sich unter anderem an der Entwicklung der Ölpreise sowie Kosten für Transport und Vertrieb sowie einer Händlermarge orientiert.  Einen „Spritpreisdeckel“ gibt es etwa in Belgien und Luxemburg. Hier setzt der Staat einen Maximalpreis fest. Das macht Benzin und Diesel pro Liter 25 bis 40 Cent billiger. Das klingt erstmal gut, sagt Mats Kahl vom Institute of Economics der Universität Madrid, hat aber seine Tücken: Wenn Unternehmen den Treibstoff in Länder ohne Preisobergrenze verkaufen, könnte es zu einer Knappheit kommen wie in Ungarn 2022. Ökologisch sei ein Spritpreisdeckel sowieso ein falsches Signal, da er den Anreiz zum Energiesparen aussetze, so der Ökonom Ralf Dewenter.

Auch eine Direktauszahlungen hält der Mobilitätsclub grundsätzlich für eine zielgerichtete Möglichkeit, Verbraucher zu entlasten. Die Bundesregierung muss hier die Voraussetzungen dafür schaffen, flexibler als bisher zwischen Wegen der Entlastung zu wählen und stark Betroffene bei Bedarf länger erreichen zu können. 

Darüber hinaus fordert der ADAC von EU und Bund, alternative Kraftstoffe stärker zu nutzen und ihre Verfügbarkeit zu verbessern, um bezahlbare Mobilität vom globalen Ölpreis unabhängiger zu machen und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Der ADAC übersieht allerdings, dass alternative Kraftstoffe wesentlich teurer werden als die bisher herkömmlichen. 

Schnell umzusetzen ist eine Senkung der Energiesteuer, so wie im Mai und Juni dieses Jahres. Diese kann die Bundesregierung sofort beschließen. Bei der Absenkung der Mehrwertsteuer müssten die Bundesländer zustimmen, die an den Einnahmen beteiligt sind. Manuel Frondel vom RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hält dieses Werkzeug für die beste, weil praktikabelste Lösung. Seine Kollegen sind da anderer Meinung: Eine Steuersenkung koste viele Milliarden, profitieren würden jedoch insbesondere einkommensstarke Schichten, so der Ökonom Mats Kahl. Zudem sei diese Subvention ökologisch fragwürdig, da sie den CO²-Ausstoß befördere.

Eine Entlastung von Menschen mit niedrigem Einkommen wäre die beste Maßnahme, darin sind sich die Forschenden einig. Diese könnte etwa durch eine Direktzahlung an diejenigen Bürger geschehen, die besonders unter den hohen Energiepreisen leiden. Doch dafür müsste man erst eine Einkommensgrenze definieren und es wäre mit einem sehr hohen bürokratischen Aufwand verbunden, die Berechtigten auszumachen.

Eine sparsame Fahrweise bleibt für Autofahrer trotz der Entlastung weiterhin wesentlich, denn die Kraftstoffpreise blieben auch mit der Absenkung auf einem hohen Niveau. Am sinnvollsten freilich wäre, darin sind sich alle Wissenschaftler einig, so schnell wie möglich vom massiv klima- und umweltschädlichen Verbrenner auf E-Mobilität umzusteigen.  Bundesregierung / BR24 / ADAC / CM