Panische Schreie aus dem Cockpit, Sekunden später waren alle tot

Neun Menschen starben beim Absturz eines mit zwei Piloten und sieben Geschäftsreisenden besetzten Bombardier Learjets 60 am Sonntag gegen 12:50 Uhr (Eastern Time), als die zweistrahlige Maschine in Südflorida in eine Wohnwagensiedlung stürzte und in Flammen aufging. Auf Audio-Aufnahmen des Funkverkehrs sind die schrecklichen letzten Momente mit Todesschreien einer Pilotin zu hören. 

Der Businessjet war auf dem Weg von Austin/Texas zum North Eleuthera Airport auf den Bahamas. In den auf den sozialen Medien verbreiteten Funksprüchen melde die Kapitänin zunächst leichte Vereisungen und Turbulenzen. Wenig später dann !“ 722 Bravo Delta Mayday Mayday, wir fallen mit 22.000 Fuß pro Minute …wir stürzen ab. Dann ein letzter panischer Schrei aus dem Cockpit, dann Funkstile. Auf zufällig mit Smartphones erstellten Videos ist zu sehen, wie der Learjet senkrecht vom wolkenverhangenen Himmel wie eine Rakete auf die Fahrbahn stürzte und dort einen Tiefen Krater verursachte.  

Einen großen Krater hinterließ der Absturz eines Learjets in Südflorida. Foto USAtoday

Die Absturzstelle befand sich in der Nähe von Military Trail und 10th Avenue North im Palm Beach County – in einem nicht zu einer Gemeinde gehörenden Gebiet zwischen Greenacres und Palm Springs. Durch den Absturz entstanden mehrere Brände; Trümmerteile wurden über ein weites Areal verstreut, und es kam zu erheblichen Schäden.

Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde (FAA) war das Flugzeug vom Austin-Bergstrom International Airport in Austin, Texas, gestartet und auf dem Weg zum North Eleuthera Airport auf den Bahamas. US-Verkehrsminister Sean Duffy bestätigte, dass alle neun Personen an Bord ums Leben kamen; in einem Beitrag in den sozialen Medien bezeichnete er das Unglück als „schreckliche Tragödie“. In einer kurzen Pressekonferenz bezeichnete Floridas Gouverneur Ron DeSantis den Vorfall als „katastrophalen Flugzeugabsturz“. „Es sah aus, als würde eine Rakete herabstürzen“, sagte er. „Am Straßenrand hat sie einen großen Krater hinterlassen.“

DeSantis lobte die Einsatzkräfte des Palm Beach County Sheriff’s Office sowie der Feuerwehr von Palm Beach County; sie seien schnell vor Ort gewesen und hätten dabei geholfen, das Gebiet abzusichern. DeSantis erklärte, dass Vertreter der Landes- und Lokalbehörden in Kontakt mit den zuständigen Bundesluftfahrtbehörden stünden. Zudem warnte er, dass Straßensperrungen entlang des „Military Trail“ voraussichtlich auf „absehbare Zeit“ bestehen bleiben, während Ermittler die Unfallstelle untersuchen. Quelle: USAtoday.com / CM

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