Ryanair ist jetzt Mitglied des BTW

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) begrüßt den irischen Billigflieger Ryanair als neues Mitglied. Damit gewinnt der Dachverband eine weitere Stimme für Mobilität, Konnektivität und einen wettbewerbsfähigen Tourismus- und Luftverkehrsstandort Deutschland.

BTW-Generalsekretär Sven Liebert: „Wir freuen uns sehr, Ryanair im BTW willkommen zu heißen. Die Fluggesellschaft verbindet Millionen Reisende mit Zielen in ganz Europa und darüber hinaus. Mit Ryanair, der Lufthansa Group und Condor vereinen wir nun drei bedeutende Akteure des Luftverkehrs mit unterschiedlichsten Geschäftsmodellen unter dem Dach des BTW. Dies stärkt unsere Stimme in den wichtigen Debatten um die Zukunft des Luftverkehrs und des Tourismusstandorts Deutschland nachhaltig. Deutschland brauche ein klares Bekenntnis zu einem starken Luftverkehrsstandort. Flugverbindungen seien eine zentrale Voraussetzung für Tourismus, Geschäftsreise und wirtschaftliches Wachstum. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern wolle sich der BTW für faire Wettbewerbsbedingungen und eine Politik einsetzen, die Mobilität ermöglicht, anstatt sie durch immer höhere Belastungen zu erschweren.

Marcel Pouchain Meyer, Ryanair Head of Communications DACH: „Ryanair freut sich, dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft beizutreten und unser Engagement in der deutschen Tourismuswirtschaft zu stärken. Deutschland sollte einer der wettbewerbsfähigsten Luftverkehrs- und Tourismusmärkte Europas sein, doch exorbitant hohe Steuern, Flughafenentgelte und andere Zugangskosten bremsen das Land weiterhin komplett aus. Die Senkung dieser Kosten und die Förderung von mehr Wettbewerb würden dazu beitragen, die Konnektivität wiederherzustellen, den Tourismus zu stärken und den Verbrauchern endlich niedrigere Flugpreise und mehr Auswahl zu bieten.“
 
Ryanair Holdings plc ist die Muttergesellschaft von Buzz, Lauda, Malta Air, Ryanair und Ryanair UK. Mit jährlich rund 216 Mio. Passagieren auf etwa 3.800 täglichen Flügen von 95 Standorten aus verbindet die Gruppe über 220 Flughäfen in 35 Ländern mit einer Flotte von fast 650 Flugzeugen. 300 neue Boeing 737 sind bereits bestellt, wodurch die Ryanair-Gruppe ihr Passagieraufkommen bis zum Geschäftsjahr 2034 auf 300 Mio. pro Jahr steigern kann.. Quelle: BTW / CM

Modernisierung des belgischen Schienennetzes

Siemens Mobility und Infrabel, der nationale Betreiber der belgischen Eisenbahninfrastruktur, haben einen langfristigen Rahmenvertrag zur Modernisierung und Instandhaltung der OCS-Umgebung (Operational Control System) des Landes unterzeichnet. Hierbei handelt es sich um die digitalen Systeme zur Steuerung des Schienenverkehrs in ganz Belgien.

Über die nächsten elf Jahre wird die kontinuierliche Weiterentwicklung der Signaltechnik-Software und -Hardware für eines der dichtesten Schienennetze Europas vorangetrieben. Diese digitale Transformation wird die Resilienz und Sicherheit des Netzes erheblich steigern und so einen zuverlässigeren und effizienteren Bahnbetrieb für Fahrgäste und Güterverkehr gewährleisten, während gleichzeitig die Betriebszentralen zukunftssicher aufgestellt werden. Der Rahmenvertrag hat ein Gesamtauftragsvolumen von rund 215 Mio. Euro.
 
„Mit diesem neuen Rahmenvertrag bauen wir unsere Zusammenarbeit weiter aus und modernisieren gemeinsam das digitale Fundament der belgischen Betriebszentralen. Unsere digitalen Lösungen stehen für höchste Systemverfügbarkeit von bis zu 100 % und bieten offene Schnittstellen nach den neuesten Standards“, sagteMichael Peter, CEO von Siemens Mobility. 

Dieser Vertrag ist eine Investition in die Zukunft unserer Eisenbahn, aber auch in das industrielle und wirtschaftliche Ökosystem Belgiens. Durch die Partnerschaft mit Siemens stärken wir nicht nur die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unseres Netzes; wir unterstützen auch die wirtschaftliche Aktivität und Arbeitsplätze in Belgien und tragen gleichzeitig zum Aufbau lokaler Expertise in einem hochstrategischen Sektor bei. So schaffen Investitionen in die Schieneninfrastruktur einen Wert, der weit über die Gleise selbst hinausgeht“, sagte Benoit Gilson, CEO von Infrabel.
 
Eine zentrale Säule der Modernisierung ist der konsequente Fokus auf Cybersecurity. Dazu gehören ein eigener Sicherheitsbeauftragter sowie die konsequente Einhaltung der sich kontinuierlich weiterentwickelnden bahnspezifischen Cybersicherheitsstandards, darunter IEC 62443 und die ISO-27001-Zertifizierung, der international anerkannte Standard für Informationssicherheitsmanagement. So wird sichergestellt, dass die Schieneninfrastruktur vor Cyber-Bedrohungen geschützt ist.
 
Die modernisierte OCS-Umgebung verfügt über eine intuitive Benutzeroberfläche, die zukunftssicher gestaltet ist und die Arbeit in den Betriebszentralen erleichtert und effizienter macht. Gleichzeitig ermöglicht sie die kontinuierliche Weiterentwicklung von Signaltechnik-Software und der operativen Hardware. Die Signaltechnik-Architektur der nächsten Generation erhöht zudem die digitale Resilienz.
 
Die neue OCS-Umgebung unterstützt das Management eines der am intensivsten genutzten Schienennetze Europas, auf dem täglich Tausende von Personen- und Güterzügen verkehren. Eine zuverlässige und sichere Betriebssteuerung ist unerlässlich, um die Pünktlichkeit aufrechtzuerhalten sowie die Kapazität und Netzresilienz im gesamten belgischen Schienensystem weiter zu erhöhen. Quelle: Siemens Mobility / CM

Turkish Airlines: Großbestellung bei Boeing

Turkish Airlines erwarb 100 Flugzeuge des Typs 737-8 und sicherte sich Optionen für weitere 50 737-MAX-Jets; dies stellt die bislang größte Bestellung von Boeing-Flugzeugen mit Schmalrumpf (Single-Aisle) für die Airline dar. Die Vereinbarung beinhaltet Umwandlungsoptionen für die 737-10 – die größte Variante der 737-MAX-Familie –, sodass Turkish Airlines der wachsenden Nachfrage gerecht werden und mehr Passagiere auf einer größeren Anzahl von Routen befördern kann. Die Vereinbarung über die 737-MAX-Bestellung wurde im Beisein vodes türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan unterzeichnet.

„Diese Vereinbarung markiert einen weiteren bedeutenden Schritt beim kontinuierlichen Ausbau unserer Flotte. Die neuen Boeing 737 MAX-Flugzeuge werden unseren Flugbetrieb effizienter und flexibler gestalten und das umfangreiche Streckennetz unterstützen, das wir von unserem Drehkreuz in Istanbul aus bedienen“, sagte Prof. Murat Şeker, Vorsitzender des Verwaltungsrats und des Exekutivausschusses von Turkish Airlines. „Wir freuen uns, unsere langjährige Zusammenarbeit mit Boeing durch eine Vereinbarung zu vertiefen, die zugleich das Luftfahrt-Ökosystem der Türkei stärkt.“

Turkish Airlines (einschließlich AJet) betreibt eine Flotte von mehr als 200 Boeing-Flugzeugen, darunter die Modelle 737 MAX, 787 Dreamliner, 777, 737 Next-Generation und 777 Freighter. Durch die Erweiterung der Flotte um weitere Jets des Typs 737-8 nutzt die Fluggesellschaft die Reichweite, die Flexibilität bei der Nutzlast und die Treibstoffeffizienz dieses Flugzeugtyps, um stark nachgefragte Inlands- und internationale Strecken zu bedienen.

„Dieser Auftrag spiegelt das Vertrauen und die gemeinsame Vision wider, die unsere langjährige Partnerschaft mit Turkish Airlines prägen“, sagte Stephanie Pope, Präsidentin und CEO von Boeing Commercial Airplanes. „Wir sind stolz darauf, das türkische Luftfahrt-Ökosystem und Turkish Airlines weiterhin bei der Erweiterung ihres Netzwerks mit Drehkreuz in Istanbul zu unterstützen, wodurch weltweit mehr Menschen und Ziele miteinander verbunden werden.“

Die 737-MAX-Familie senkt den Treibstoffverbrauch und die Emissionen im Vergleich zu den Vorgängermodellen um 20 %. Dies ermöglicht niedrigere Betriebskosten und unterstützt die Wachstumsstrategie der Fluggesellschaft, der steigenden Reisenachfrage gerecht zu werden.

Der Kauf der 737 MAX durch Turkish Airlines knüpft an die Bestellung von bis zu 75 Einheiten des 787 Dreamliners an und ist Teil der Investitionen der global agierenden Fluggesellschaft in den Ausbau von Flotte und Streckennetz. Die Vereinbarung umfasst zudem eine industrielle Beteiligung, im Rahmen derer Boeing sein Engagement für das türkische Luftfahrt-Ökosystem und dessen Förderung fortsetzt.

Turkish Airlines, Mitglied der Star Alliance, wurde 1933 mit einer Flotte von fünf Flugzeugen gegründet. Heute umfasst die Flotte 567 Flugzeuge (Passagier- und Frachtmaschinen), die 358 Ziele weltweit anfliegen – darunter 305 internationale und 53 inländische Destinationen in 133 Ländern. Quelle: Boeing / CM

Air Baltic insolvent, Ryanair wittert ihre Chance

Die Airline will sich unter gerichtlicher Aufsicht finanziell neu aufstellen. Für Passagiere soll es bei der Airline, die auch für andere Gesellschaften fliegt, keine Änderungen geben. Im August 2026 hatte Air Baltic eine drastische Anpassung des Business-Plans angekündigt. Dies führt zu einer starken Verkleinerung der Flotte bis Ende Jahr Inzwischen hat die Airline ein Gläubigerschutzverfahren eingeleitet. Die Entwicklung vor Augen sieht Ryanair Potenzial, um ihr eigenes Streckennetz zu erweitern

Die lettische Fluggesellschaft und Lufthansa-Beteiligung (10 %) Air Baltic hat in den USA Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts bei einem Gericht in New York beantragt. Dieses Verfahren ermöglicht Unternehmen eine Neuordnung ihrer Finanzen unter gerichtlicher Aufsicht, während der Geschäftsbetrieb fortgesetzt wird. Zur Sicherung der Liquidität während des Verfahrens hat sich das Luftfahrtunternehmen eine neue Finanzierung von 350 Mio.  Euro u.a. von Barclays und Morgan Stanley gesichert. Die Zinsen liegen laut Air-Baltic-Mitteilung bei gut 12 %. „Die zentrale Priorität ist, weiterzufliegen und die Anbindung Lettlands aufrechtzuerhalten, wird Aufsichtsratsvorsitzende rAndrejs Martinovs zitiert. Und Firmenchef  Erno Hildén betonte, für die Passagiere laufe der Betrieb normal weiter. Air Baltic rechnet damit, das Verfahren bis etwa Juni 2027 abzuschließen. Nach wie vor entscheidend wichtig bleibt das Leasinggeschäft: Mittels des „Wet Lease“ vermietet die Airline Flugzeuge samt Personal an andere Gesellschaften, die damit etwa Nachfragespitzen abdecken können.

Air Baltic versucht nach der Insolvenz den Neustart, Konkurrent Ryanair wittert ihre Chance und baut Ihr Streckennetz mit den Baltischen Staaten kräftig aus. Foto: Aerobuzz.

In dieser mehr oder weniger prekären Situation der lettischen Fluglinie sieht Ryanair Potenzial, um ihr eigenes Streckennetz zu erweitern. Der Winterflugplan 2026 von Ryanair beinhaltet zwei stationäre Flugzeuge in Riga, 16 Strecken und ein Wachstum von 6 % in Lettland. Wegen steigender Zugangskosten will die Airline die Kapazität in Estland und Litauen temporär senken. Die Iren sehen künftig 16 stationäre Flugzeuge in den baltischen Staaten vor, sowie 11 Mio. jährliche Sitzplätze. Ryanair meldet, sie will rund 1,6 Mrd. US-Dollar investieren, um ihren Verkehr in den baltischen Staaten bis 2031 zu verdoppeln. Quelle: Air Baltic / Ryanair / CM

Steuern wurden gesenkt, Restaurantbesuche aber wurden oft sogar noch teurer

Von der zu Beginn des Jahres gesenkten Mehrwertsteuer auf Restaurantspeisen merken Gäste einer neuen Untersuchung zufolge kaum etwas. „Die Studie liefert keine Hinweise darauf, dass die Mehrwertsteuersenkung in nennenswertem Umfang an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurde“, sagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Im Gegenteil: Im Durchschnitt erhöhten sich die Preise sogar um 0,5 %. 

Die Gastronomiebranche litt in den vergangenen Jahren stark unter den Folgen der Pandemie und veränderten Konsumgewohnheiten. Anders als vielfach zugesagt dient die Steuersenkung nicht der Senkung der inzwischen exorbitant teuren Restaurantbesuche; sondern sie dient den Gastronomen primär dazu, dringend notwendige Rücklagen zu bilden und Investitionen zu tätigen, die zuvor aufgeschoben wurden. 

Das Beratungsunternehmen wmp consult hatte im Auftrag der NGG die Preise von 180.000 Gerichten in bundesweit mehr als 12.000 Restaurants ausgewertet. Die Erhebung erfolgte demnach im Oktober 2025 – also vor der Absenkung – sowie im Februar und im März dieses Jahres.

Die Geschäftsführerin des Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverbands (Dehoga), Jana Schimke, hielt jedoch dagegen, dass drei Viertel (73,4 %) der Betriebe ihre Preise durch die Absenkung der Mehrwertsteuer trotz massiv gestiegener Kosten stabil halten konnten.

Die Steuer war zum Jahreswechsel von 19 auf 7 % gesenkt worden. Die schwarzrote Bundesregierung hatte die Steuererleichterung mit dem Ziel auf den Weg gebracht, die krisengebeutelte Gastronomiebranche strukturell zu stärken. Eine direkte, flächendeckende Entlastung für die Geldbörsen der Gäste stand dabei wirtschaftspolitisch im Hintergrund, da den gastronomischen Betrieben der Verbleib der Marge zugestanden werden sollte, um Insolvenzen zu verhindern. 

Preise blieben i.d.R. sehr hoch. Bei neun von zehn untersuchten Gerichten blieben die Preise demnach unverändert. Bei 8 % seien die Preise sogar angestiegen und nur bei 1 % gesunken. Eine größer angelegte Auswertung von Gerichten durch den Datenspezialisten Meoton hatte bereits im März ergeben, dass Vergünstigungen nur in sehr geringem Umfang festgestellt werden konnten.

„Die Bundesregierung wollte mit der Mehrwertsteuersenkung auch die Gäste entlasten“, teilte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler mit. „Tatsächlich ist davon nichts bei den Verbrauchern angekommen.“ Die Verbraucherorganisation Foodwatch findet drastischere Worte: Gastro-Betriebe und Fastfood-Konzerne wie McDonald’s bekämen Steuergeschenke – während Verbraucher unter hohen Preisen ächzen würden. „Anders als versprochen wird die Steuersenkung eben nicht an die Verbraucher weitergegeben“, sagte Pressesprecher Andreas Winkler.

Trotz Senkung der MwSt. von 19 auf 7 % haben sogar nahezu alle gastronomischen Betriebe ihre Preise nicht gesenkt, sondern vielfach sogar angehoben. Foto X

Dehoga-Geschäftsführerin Schimke: „.Viele Gastronomen hatten bereits vor der Mehrwertsteuersenkung angekündigt, diese vor allem dazu zu nutzen, die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Kosten für die Betriebe auszugleichen. „Jeder Betrieb reagierte unterschiedlich auf die Gesetzesänderung. Manche haben Preissenkungen vornehmen können, andere haben die Löhne angehoben, wieder andere haben neue Mitarbeiter eingestellt, modernisiert und ihr Angebot weiter verbessert“, erklärte 

Angelika Inselkammer, Präsidentin des Dehoga Bayern, weist die Darstellung der NGG als verkürzt zurück. „Die Mehrwertsteuersenkung ist ausdrücklich kein staatliches Preissenkungsprogramm“, erklärt  Inselkammer. „Sie soll die Gastronomie wirtschaftlich stärken und die Benachteiligung gegenüber Lieferdiensten und dem Außer-Haus-Geschäft beenden. Genau das leistet sie: Die 7 %  sichern Betriebe, stabilisieren Preise und erhalten Arbeitsplätze. 

Eine Umfrage bei fast 700 gastgewerblichen Betrieben in Bayern zeige ein „klares Bild“: Über 90 % bewerten die Regelung als existenzsichernd oder sehr wichtig. 74,9 %  konnten dadurch ihre Preise stabil halten, 78,3 %  gestiegene Personal- und Lohnkosten auffangen und 52,9  %  bestehende Arbeitsplätze sichern. Ohne die Entlastung wären deutlich stärkere Preissteigerungen unvermeidbar gewesen, behauptet die Dehoga Bayern.  Dass auch die Gäste von der Steuersenkung profitieren sollten, davon war nie die Rede, heißt es beim Dehoga. 

Viele Beschäftigte an der Belastungsgrenze. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die rund 2 Millionen Beschäftigten der Branche wurden die Einsparungen aus NGG-Sicht nicht genutzt. Eine Befragung von Mitarbeitenden ergab der Gewerkschaft zufolge, dass viele von ihnen stark überlastet seien. „Drei Viertel der Beschäftigten können sich nach langen Arbeitstagen nicht ausreichend erholen. 79 % berichten von kurzfristigen Dienstplanänderungen, die die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben erschweren“, teilte die NGG mit. Befragt worden waren zwischen Juni und Juli 2026 mehr als 2.100 Beschäftigte aus Hotellerie sowie System- und Betriebsgastronomie. 

Unternehmen sind gesetzlich nicht verpflichtet, veränderte Steuersätze eins zu eins an Endverbraucher weiterzugeben. Wie Datenerhebungen (z. B. des Datenspezialisten Meoton) zeigen, sank der Preisindex für Speisen nach der Umstellung nur minimal (beispielsweise auf 99,6 von zuvor 100 Punkten. Quelle: NGG / Dehoga / foodservice / CM

Condor erweitert City-Netzwerk ab Frankfurt 

Condor erweitert ihr europäisches City-Netzwerk ab Frankfurt und nimmt mit Stockholm/Arlanda (ARN), Athen (ATH) und Florenz (FLR) drei weitere attraktive Destinationen in den Flugplan auf. 

Mit der Netzerweiterung wächst das City-Angebot der Airline auf insgesamt 16 europäische Metropolen. Gleichzeitig stärkt Condor den Frankfurt Airport (FRA) als internationales Drehkreuz und schafft zusätzliche Möglichkeiten für komfortable Umsteigeverbindungen zwischen Europa und Nordamerika, der Karibik, Afrika und weiteren Langstreckenzielen. 

Condor erweitert ihr Citynetzwerk ab Frankfurt. Foto: Condor

Den Auftakt macht Athen: Ab 28. April 2027 verbindet Condor Frankfurt während der Sommersaison einmal täglich mit der griechischen Hauptstadt. Die ist freilich in den Sommermonaten kein erstrebenswertes Ziel aufgrund der meist enormen Hitzegrade. 

Ab 06. Mai 2027 erweitert Florenz das Streckennetz. Die Hauptstadt der Toskana wird während der Sommersaison zweimal täglich angeflogen und schafft zusätzliche Reisemöglichkeiten sowohl für Geschäfts- als auch für Urlaubsreisende. 

Mit Stockholm folgt ab 13. Mai 2027 eine weitere bedeutende europäische Metropole. Stockholm/Arlanda wird ganzjährig zweimal täglich bedient und ergänzt den Flugplan um eine attraktive Wirtschafts- und Freizeitdestination in Skandinavien. Quelle: Condor / CM

Weltpremiere für den neuen ÖBB Railjet M von Siemens Mobility

Der Elektrotriebzug, der für den inneralpinen Fernverkehr vorgesehen ist, wurde bei der internationalen Bahnmesse InnoTrans in Berlin vorgestellt. Der Zug bringt mehr Kapazität sowie besonders ausgeprägten Fahrkomfort für die Fahrgäste auf die Schiene, gleichzeitig wird er durch den Einsatz neuartiger Technologien hochverfügbar sein. Basierend auf einer im Sommer 2023 geschlossenen Rahmenvereinbarung haben die ÖBB insgesamt 100 Elektrotriebfahrzeuge auf Basis der Siemens Mireo-Plattform bestellt, darunter 31 Einheiten in der Ausführung „Railjet M“. Die Betriebsaufnahme der Züge ist für 2028 geplant.   
 
Andreas Matthä, CEO ÖBB-Holding AG: „Die Bahn erfreut sich stetig steigender Nachfrage. Deshalb investieren wir konsequent in moderne Fahrzeuge mit zusätzlichen Kapazitäten. Der Railjet M ist ein wichtiger Vertreter in dieser neuen Flotte: Er wurde speziell für die inneralpinen Strecken entwickelt und bietet unseren Fahrgästen mehr Kapazität, mehr Qualität und mehr Komfort. Gemeinsam mit starken Industriepartnern stellen wir so die Weichen für die zukünftige Generation an Zügen in Österreich”.
 
Michael Peter, CEO Siemens Mobility: „Mit dem Railjet M präsentieren wir eine neue Generation von Fernverkehrszügen für Österreich. Der Zug vereint hohe Kapazität, besonderen Reisekomfort und modernste digitale Technologien, die höchste Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg sicherstellen. Gemeinsam mit den ÖBB schaffen wir damit einen Zug, der optimal auf die Anforderungen des inneralpinen Verkehrs zugeschnitten ist und einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und attraktiven Mobilität leistet.“
 
Der Railjet M basiert auf der bewährten Mireo-Plattform von Siemens Mobility und hat eine Länge von ca. 106 Metern. Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und sind mit dem modernsten Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Ein besonderer Fokus liegt auf der wirtschaftlichen Effizienz und hohen Verfügbarkeit. Durch eine kontinuierliche Selbstdiagnose des Fahrzeugs können Wartungsbedarfe frühzeitig erkannt und über eine sichere Funkverbindung direkt an die Servicestützpunkte gemeldet werden. Die Leichtbauweise der Mireo-Züge sorgt zudem für einen reduzierten Energieverbrauch und schont die Infrastruktur.
 
Die Fahrzeuge wurden auf Basis der Mireo-Züge als Einzelwagenkonzept weiterentwickelt. Die im Siemens-Kompetenzzentrum für Fahrwerke und Pantographen in Graz (Österreich) entwickelten, gewichts- und bauraumoptimierten Fahrwerke schaffen Platz im Innenraum, der für mehr Fahrgastkomfort genutzt wird. Gleichzeitig steigern sie die betriebliche Zuverlässigkeit sowie wirtschaftliche Effizienz des Zugs auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen des alpinen Zugverkehrs.
 
Der Innenraum des Railjet M bietet Platz für insgesamt 257 Fahrgäste, verteilt auf 27 Plätze in der 1. Klasse, 188 Plätze in der 2. Klasse und 42 Klappsitze. Das Design ist konsequent auf Barrierefreiheit ausgelegt und verfügt über Niederflureinstiege sowie Schiebetritte zur Spaltüberbrückung an den Bahnsteigen. Für Reisende mit viel Gepäck oder Sportgeräten stehen in jedem Bereich großzügige Gepäckregale bereit. Der geräumige Mehrzweckbereich bietet 14 Fahrradstellplätze sowie spezielle Halterungen für bis zu 54 Paar Ski oder Snowboards. Eine Catering-Zone mit Automaten für Snacks und Getränke sowie eine Family-Zone mit Kinderkino und Spielmöglichkeiten ergänzen das Angebot. Für eine stabile Internetverbindung sorgen mobilfunkdurchlässige Fenster und ein leistungsfähiges WLAN-System mit Zugang zum Railnet-Portal. Quelle: Siemens Mobility / CM

Royal Caribbean kauft 50 % von Sandals für 3 Mrd. USD 

Die Royal Caribbean Group hat sich bereit erklärt, für rund 3 Mrd. US-Dollar eine 50 %ige Beteiligung an Sandals and Beaches Resorts zu erwerben. Damit entsteht eine bedeutende neue Partnerschaft zwischen dem globalen Kreuzfahrtgiganten und einer der erfolgreichsten einheimischen Hotelmarken der Karibik.

Die Transaktion bewertet das Sandals- und Beaches-Geschäft mit rund 6 Mrd. US-Dollar und wird vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen. Adam Stewart bleibt Vorstandsvorsitzender, während das neue Joint Venture von einem Aufsichtsrat unter der gemeinsamen Führung von Stewart und Jason Liberty, dem Vorsitzenden und CEO von Royal Caribbean, geleitet wird.

Doch hinter der außergewöhnlichen Bewertung verbirgt sich eine größere Frage: Ist dies das Kapital, das Sandals braucht, um zu einer wirklich globalen Hotelmarke zu werden – oder erhöht der Verkauf von 50 % die Abhängigkeit der Region vom US-kontrollierten Tourismus genau zum falschen Zeitpunkt?

Gewaltiger Deal zwischen Royal Caribbean und Sandals

Es gibt Geschäftsabschlüsse, undes gibt Transaktionen, die viel mehr über ein Land und eine Region aussagen. Die Vereinbarung der Royal Caribbean Group,rund 3 Mrd. US-Dollar für eine 50 %ige Beteiligung an Sandals und Beaches Resorts zu zahlen, gehört eindeutig in die zweite Kategorie.

  • Für Royal Caribbean ist die Logik leicht nachzuvollziehen.
  • Für Sandals könnte sich das auch finanziell als genial erweisen.
  • Doch für Jamaika und die gesamte Karibik bedeutet diese Transaktion eine wesentlich schwierigere Diskussion. Denn Sandals ist nicht einfach nur eine weitere Hotelkette.

Es handelt sich um eine der wenigen globalen Tourismusmarken, die in der Karibik konzipiert, aufgebaut und kontrolliert wurden. Und Jamaika musste nun mit ansehen, wie die Familie Stewart der Abtretung der Hälfte des Unternehmens zustimmte.

Von Montego Bay zu einer Bewertung von 6 Milliarden US-Dollar. Gordon „Butch“ Stewart eröffnete 1981 das erste Sandals-Resort in Montego Bay. Was folgte, war eine außergewöhnliche karibische Unternehmergeschichte: Ein jamaikanisches Unternehmen, das erfolgreich mit internationalen Hotelgruppen konkurrierte, entwickelte sein eigenes unverwechselbares All-inclusive-Modell und baute schließlich Sandals und Beaches zu Marken aus, die in der gesamten Karibik tätig sind.

Das Unternehmen hat mittlerweile einen effektiven Wert von rund 6 Mrd. US-Dollar. Gemäß der am 23. September 2026 bekanntgegebenen Vereinbarung erwirbt die Royal Caribbean Group 50 % der Anteile an Sandals und Beaches für rund 3 Mrd. US-Dollar. Die Unternehmen geben an, dass der Preis dem Zehnfachen des erwarteten EBITDA entspricht. Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um einen vollständigen Verkauf handelt.

Adam Stewart bleibt Vorstandsvorsitzender. Die Familie Stewart behält eine Beteiligung, und Stewart sowie Jason Liberty, Vorstandsvorsitzender und CEO von Royal Caribbean, werden gemeinsam den Vorsitz des Joint-Venture-Aufsichtsrats führen. Bestehende Buchungen, Treueprogramme und der Resortbetrieb sollen planmäßig weiterlaufen.

Royal Caribbean nimmt für die Investition ebenfalls Kredite auf und hat sich eine verbindliche Fremdfinanzierung von Morgan Stanley gesichert. Unterm Strich wird die Hälfte eines der wertvollsten einheimischen Tourismusunternehmen der Karibik an einen globalen Konzern mit Hauptsitz in Miami (Florida) übertragen.

Betrachtet man die Transaktion aus der Perspektive von Royal Caribbean, so ist die Strategie überzeugend. Denn Royal Caribbean verfügt bereits über einige der leistungsstärksten Vertriebsstrukturen im globalen Freizeitreisesektor. Das Unternehmen betreibt Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und Silversea sowie eine stetig wachsende Anzahl exklusiver Reiseziele und Strandclubs. Seit Jahren geht Royal Caribbean weit über den reinen Kabinenverkauf auf Kreuzfahrtschiffen hinaus. Ihre Strategie besteht zunehmend darin, mehr vom Urlaub zu kontrollieren: das Schiff, das Reiseziel, den Ausflug, das Stranderlebnis, die Kundenbindung und zunehmend das gesamte Urlaubsökosystem des Kunden. Nun muss Royal Caribbean nicht jahrzehntelang lernen, wie man luxuriöse All-inclusive-Resorts in der Karibik betreibt. Das Unternehmen kann sich an dem wohl bekanntesten karibischen Betreiber dieser Kategorie beteiligen.

  • Es gewinnt Hotels hinzu.
  • Es erwirbt Grundstücke direkt am Strand.
  • Es profitiert von Sandals‘ Expertise.
  • Aber vielleicht am wichtigsten ist, dass es die Kunde.

Letztlich erwirbt Royal Caribbean den Zugang zu einer etablierten Urlaubsplattform für die Karibik.

Die Quellmärkte für den Tourismus in der Karibik zählen zu den am stärksten konzentrierten weltweit. Rund 60 % der Übernachtungsgäste in den CARICOM-Staaten stammen traditionell aus den Vereinigten Staaten, der Großteil der übrigen Gäste aus Kanada und Europa.

Das jamaikanische Fremdenverkehrsamt gab 2025 an, dass die USA für fast 70 % der Ankünfte verantwortlich sein würden. Andere offizielle Daten beziffern den Anteil der US-amerikanischen Besucher, die 2025 einen Zwischenstopp in Jamaika einlegen, auf 70,7 %.

Der IWF warnt davor, dass diese Konzentration zu einer Verwundbarkeit führt, da Veränderungen in der amerikanischen Wirtschaft die Einreisenden aus der Karibik überproportional stark treffen können. Gleichzeitig zwingen geopolitische Unsicherheit, sich verändernde Handelsbeziehungen und wirtschaftliche Fragmentierung kleine karibische Staaten dazu, sich ernsthaft mit dem Thema Resilienz auseinanderzusetzen.

Die Tourismusorganisationen der Karibik selbst treiben die Diversifizierung voran.

Und es gibt ermutigende Anzeichen: Der Caribbean Travel Trends Report 2026, der von der Caribbean Hotel and Tourism Association und Amadeus erstellt wurde, stellte einen Anstieg der Nachfrage aus Lateinamerika um 24 % fest, während die Nachfrage nach Premiumreisen aus Südamerika dramatisch zunahm. Das strategische Ziel scheint daher offensichtlich: Den riesigen amerikanischen Markt beibehalten, aber gleichzeitig aggressiv zusätzliche Märkte erschließen, damit die Karibik nicht in gefährlicher Abhängigkeit von einem einzigen Land (USA) gerät.

Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung von Sandals faszinierend.

Gerade in dem Moment, in dem die Karibik über eine Diversifizierung weg von der übermäßigen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten diskutiert, verknüpft ihr bekanntestes einheimisches Hotelunternehmen die Hälfte seiner Unternehmenszukunft mit einem der mächtigsten amerikanischen Tourismuskonzerne. 

Es gibt eine andere Sichtweise. Adam Stewarts  sagt, die Partnerschaft werde es Sandals ermöglichen, schneller zu wachsen und gleichzeitig den Charakter der von seinem Vater geschaffenen Marken zu bewahren. Und es gibt Anzeichen dafür, dass die Ambitionen weit über den bloßen Betrieb der bestehenden Resorts hinausgehen. In einem Interview mit Travel Weekly beschrieben Stewart und Liberty die sich bietende Chance in eindrucksvollen Worten: Sandals und Beaches weltweit zu etablieren. Quelle: eTN / CM

Mehr Flugausfälle und Beschwerden bei US-Airlines

Nachdem die Stornierungsrate bei US-Passagierflügen zwei Monate in Folge im Jahresvergleich gesunken war, stieg sie im Juli ebenso an wie die Zahl der Verbraucherbeschwerden; dies geht aus dem aktuellen „Air Travel Consumer Report“ des US-Verkehrsministeriums (DOT) hervor.

Die Stornierungsrate lag im Juli bei 2,8 % – ​​ein Anstieg gegenüber den 2,6 % im Vorjahresmonat und den 1,7 % im Juni.

US-Fluggesellschaften führten im Juli rund 678.300 Flüge durch; dies entspricht einem leichten Anstieg gegenüber den 678.100 Flügen im Juli des Vorjahres. Die US-Airlines mit den niedrigsten Stornierungsraten im Juli waren Allegiant Air (0,5 %), das Alaska-Airlines-Netzwerk (1,1 %) und Southwest Airlines (1,1 %). Die Netzwerke umfassen dabei auch Codeshare-Partner unter eigener Marke.

Die Lzftfahrtunternehmen mit den höchsten Stornierungsraten im Juli waren JetBlue (9,8 %), Frontier Airlines (3,4 %) und Delta Air Lines (3,3 %).

US-Netzwerkcarrier beförderten im Juli rund 43,1 Mio. Gepäckstücke; die Rate für fehlerhaft behandeltes Gepäck lag bei 0,55 %. Dies ist ein Rückgang gegenüber den 0,61 % des Vorjahresmonats, aber ein Anstieg gegenüber den 0,50 % im Juni.

Die Zahl der im Juli eingereichten Beschwerden stieg auf 8.544, verglichen mit 6.803 Beschwerden im Juni. Etwa 69 % betrafen US-Fluggesellschaften, 26 % ausländische Airlines und 5 % Reisebüros. Die Unterkategorien mit den meisten Beschwerden waren Rückerstattungen (2.316), Flugpläne (1.991) und Gepäck (1.179). Quelle: DOT / CM

Zuversichtlichere Geschäftsreise-Branche

Die Zuversicht in der Geschäftsreisebranche hat den höchsten Stand des Jahres 2026 erreicht und sich damit von der Unsicherheit erholt, die die Erwartungen zu Jahresbeginn angesichts des Konflikts im Nahen Osten und steigender Kerosinpreise belastet hatte. Dies geht aus einer Umfrage der Global Business Travel Association (GBTA) unter 604 Branchenexperten hervor.

In der zwischen 27. August und 09. September 2026 durchgeführten Umfrage äußerten sich 63 % der Befragten – darunter sowohl Einkäufer als auch Anbieter – optimistisch hinsichtlich der kommenden zwölf Monate. Dies entspricht einem Anstieg um 22 Prozentpunkte gegenüber der GBTA-Umfrage vom April und markiert den positivsten Ausblick seit Oktober 2024. Etwa 30 % der Befragten blickten blicken weder optimistisch noch pessimistisch in die Zukunft, während 7 % tatsächlich schwarz sehen. Allerdings fiel die Einschätzung nicht in allen Weltregionen gleichermaßen positiv aus. In Europa zeigten sich nur 55 % der Befragten optimistisch, während 11 % pessimistisch waren. Dies stellt zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem April dar – doch liegt der Optimismus in Europa weiterhin unter dem in Nordamerika (61 %), im asiatisch-pazifischen Raum (71 %) und in Lateinamerika (76 %).

Von den rund 300 befragten Geschäftsreise-Einkäufern rechneten 45 % damit, dass die Anzahl der Geschäftsreisen in ihren Unternehmen im Jahr 2026 höher ausfallen würde als 2025; im April lag dieser Wert noch bei 30 %. Fast 40 % der Einkäufer erwarteten ein gleichbleibendes Geschäftsreisevolumen im Vergleich zu 2025, während 16 % von einem Rückgang der Geschäftsreisen in diesem Jahr ausgingen.

Mehr als die Hälfte (56 %) der Einkäufer rechnet für 2026 mit einem Anstieg der Reiseausgaben im Vergleich zum Vorjahr, während 28 % von gleichbleibenden und 14 % von sinkenden Ausgaben ausgehen. Fast ein Drittel der Einkäufer schätzte, dass die Anzahl der Meetings, die Geschäftsreisen erfordern, in ihren Unternehmen im Jahr 2026 zunehmen wird; 49 % erwarteten keine Veränderung und 14 % einen Rückgang.

Auch die Erwartungen von Anbietern und Travel-Management-Unternehmen haben sich seit April verbessert: 48 % dieser Befragten rechnen mit einem Anstieg der Umsätze aus dem Geschäftsreisegeschäft im Jahresvergleich (gegenüber 35 % zu Jahresbeginn). Aber immerhin 14 % der Anbieter erwarteten für 2026 geringere Umsätze.

Steigende Reisekosten waren für Einkäufer der wichtigste Faktor bei der Reiseplanung (genannt von 69 %), gefolgt von geopolitischer Unsicherheit (45 %). Bei den Anbietern stand die geopolitische Unsicherheit als geschäftlicher Einflussfaktor an erster Stelle (genannt von 60 %), gefolgt von steigenden Betriebskosten (44 %) und Preisdruck seitens der Kunden (42 %). Quelle: GBTA / CM