Uber will seine weltweite Belegschaft (36.00 Personen) um rund 10 % reduzieren. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Konzernumbaus und wird von CEO Dara Khosrowshahi damit begründet, dass die Organisation stärker auf Effizienz und autonomes Fahren ausgerichtet wird. Zu viele Hierarchieebenen, kleine Teams und Überschneidungen bei Verantwortlichkeiten sollen nun verkleinert werden.
Der Stellenabbau ist als Versuch, die Strukturen an die inzwischen erreichte Unternehmensgröße anzupassen. Immerhin ist Uber in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Bruttobuchungen um 24 % auf 58 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um 12 % auf 14,2 Mr. Dollar, das bereinigte operative Ergebnis sogar um 33 % auf 2,8 Mrd. USD.
Die Zahl der Mitarbeitenden, die mindestens sieben Hierarchieebenen vom CEO entfernt sind, soll um 20 % sinken. Teams mit lediglich ein oder zwei Personen halbiert bzw. komplett abgebaut werden. Auch organisatorisch will Uber stärker zentralisieren. Die bisher getrennten operativen Einheiten für Restaurants, Einzelhandel und Direktvertrieb sollen zusammengeführt werden. Im Technologiebereich sind ebenfalls Zusammenlegungen vorgesehen.
Parallel verändert sich die Standortstrategie. Globale Teams sollen künftig vor allem in New York und San Francisco angesiedelt werden, regionale Funktionen in entsprechenden Zentren. Die bisher weit verbreitete Arbeit im Homeoffice wird ebenfalls zurückgefahren: Für hybride Mitarbeitende sind drei Bürotage pro Woche vorgesehen. Langfristig soll nur noch etwa 1 % der Belegschaft vollständig remote arbeiten.
Eine strategische Rolle spielt neuerdings das Geschäft mit autonomen Fahrzeugen. Zeitgleich mit der Ankündigung des Stellenabbaus starteten in London die ersten Robotaxis aus der Partnerschaft zwischen Uber und dem britischen Technologieunternehmen Wayve. Für Uber gehört das autonome Fahren zu jenen Zukunftsfeldern, auf die künftig gezielt mehr Personal und Kapital konzentriert werden sollen. Der Konzern reduziert damit zwar insgesamt seine Belegschaft, verschiebt gleichzeitig aber Ressourcen in Bereiche, die für das künftige Mobilitätsgeschäft strategisch relevant sind. Quelle: Uber / CM