Stellantis stößt Free2Move ab

Stellantis und Mutares SE & Co. KGaA („Mutares) haben eine Vereinbarung über den Verkauf der kompletten Beteiligung von Stellantis am Carsharing-Geschäft von Free2move an Mutares bekanntgegeben. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen voraussichtlich bis Ende 2026 erfolgen.

Stellantis kam mit Free2moveoggensichtlich so gar nicht zurecht und erzielte wohl kaum vernünftige Renditen. Free2movbietet Free-Floating-Carsharing für kurze und lange Zeiträume, das rund um die Uhr über eine eigene mobile App gebucht werden kann. Free2move betreibt eine der geografisch am stärksten diversifizierten Carsharing-Plattformen mit Flotten in 14 Städten in Europa und den Vereinigten Staaten.

Mit der Übernahme des Carsharing-Geschäfts von Free2move schafft Mutares eine neue Plattform im Mobilitätssektor. Geplant sind die Neugestaltung des Managements der internationalen Flotte, die weitere Umstellung auf batterieelektrische Fahrzeuge sowie ein verstärkter Fokus auf das Kundenerlebnis und die städtischen Mobilitätsbedürfnisse der urbanen Mobilität.

„Wir konzentrieren uns lieber auf unser Kerngeschäft im Automobilbereich“, sagte Virgilio Cerutti, Head of Business Development & Partnerships bei Stellantis. „Das Carsharing-Geschäft von Free2move vereint eine starke, international anerkannte Marke mit Potenzial für operative Verbesserungen nach der geplanten Ausgliederung aus Stellantis”, meint Johannes Laumann, CIO von Mutares. Quelle: Stellantis / CM

Bei großer Hitze weniger Züge

Geschäftsreisende müssen sich darauf einstellen, dass bei den enormen Hitzewellen, die nun auch in Deutschland überhand nehmen, weniger Zugverbindungen möglich sind. Die DB InfraGO reagiert künftig früher, wenn sich Extremwetterlagen abzeichnen. Ziel ist es, Kunden frühzeitig und transparent zu informieren und einen möglichst verlässlichen Bahnbetrieb sicherzustellen.

 Eine neue Regelung sieht vor, dass Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Stabilisierung des Systems weniger Züge fahren lassen können, wenn sie das wollen. DB InfraGO wird dafür für festgelegte Zeiträume entsprechende Regelungen des Trassennutzungsvertrages aussetzen – wie etwa Stornokosten. Die Regelung gilt auch für den Personenfern- und den Güterverkehr.

Ein solcher Zeitraum gilt erstmals bundesweit ab Donnerstag, 30. Juli, bis (vorerst) 06. August. In NRW, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland gilt die Regelung wegen der dortigen Temperaturen bereits ab Mittwoch, 29. Juli 2026.

Weniger Züge im Netz ermöglichen mehr Reserven für den Betrieb und damit eine höhere Chance, dass die verbleibenden Angebote zuverlässig verkehren. Die Reisenden erhalten früher Klarheit, ob ihr Zug fährt oder alternative Verbindungen bestehen. Auch die Eisenbahnverkehrsunternehmen erhalten Planungssicherheit und können Fahrzeuge, Personal und Kundeninformationen entsprechend vorbereiten. 

Die Hitzewelle Ende Juni hat gezeigt, wie stark extreme Wetterlagen den Bahnverkehr beeinträchtigen können. Die hohen Temperaturen belasten die Eisenbahninfrastruktur, die Züge sowie alle Mitarbeitenden der Unternehmen. Technische Störungen und Einschränkungen steigen unter diesen Umständen deutlich an. Die Folge waren Verspätungen, kurzfristige Zugausfälle, Fahrgäste, die ihre Reise nicht fortsetzen konnten und Güter, die nicht rechtzeitig ankamen. 

Künftig will die Bahn bei angekündigten Hitzewellen mit Temperaturen über 35° C vorausschauender handeln. Bereits im Vorfeld soll den Eisenbahnverkehrsunternehmen bei solchen Prognosen empfohlen werden, bedarfsgerecht Verkehr herauszunehmen. Nur so sei  die Stabilität des Gesamtsystems zu sichern. 

Die Entscheidung über solche Maßnahmen liegt aber immer bei den Aufgabenträgern des Nahverkehrs sowie den Eisenbahnverkehrsunternehmen. Quelle: DB / CM

Verärgerte Unternehmen wegen unzuverlässiger neuer Triebzüge in England

East Midlands Railway (EMR) hatte die von Hitachi Rail hergestellten Züge der Baureihe (Class) 810 „Aurora“ erstmals im Dezember 2025 im Personenverkehr zwischen London St. Pancras und Zielen wie Leicester, Derby, Nottingham, Lincoln und Sheffield eingesetzt, nachdem es zu einer dreijährigen Lieferverzögerung gekommen war. Seither gibt es ständig Zug-Ausfälle und Verspätungen wegen technischer Probleme.

Am 20. Juli 2026 führte EMR jetzt einen neuen Fahrplan ein, der weniger Zugverbindungen als bisher enthält, so dass Hitachi Rail Gelegenheit erhielt die defekten „Aurora“-Züge von Grund auf zu überarbeiten.

EMR’s neue Züge verärgern vor allem Unternehmen in den Midlands. Foto Hitachi

Will Rogers, Geschäftsführer von EMR, erklärte, , dass Fahrgäste, die bereits Fahrkarten gebucht hatten und feststellten, dass ihre Verbindung nicht mehr möglich war, als Ersatz bis zu zwei Züge vor oder nach der betroffenen Verbindung in einem anderen Zug von EMR mitfahren könnten.

Besonders aufgebracht reagierten Führende Wirtschaftsvertreter und Politiker aus Sheffield und betonten, dass der reduzierte Zugverkehr zwischen Sheffield und London bereits jetzt den Handel und die Wirtschaft im Norden Englands beeinträchtige. David Richards, Mitbegründer von Yorkshire AI Labs, erklärte, es sei für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, über eine zuverlässige Zugverbindung zwischen dem Raum Sheffield und der Hauptstadt zu verfügen. Richards, der in Sheffield wohnt, sagte, er werde nun eine 45-minütige Autofahrt auf sich nehmen, um in Doncaster einen Zug nach London zu nehmen, da die LNER-Züge von Doncaster nach London häufiger und zuverlässiger verkehren als die EMR-Züge.

Seit April ist bereits die Verkehrsgewerkschaft RMT im Streit mit EMR, nachdem es zu einer erheblichen Anzahl von Störungen an den Zügen der 810-er Flotte gekommen war. Daher planen die RMT-Mitglieder, die bei der East Midlands Railway beschäftigt sind, für Samstag, 01. August 2026, sowie für die beiden darauffolgenden Samstage Streikmaßnahmen, da sie zunehmend Sicherheitsbedenken haben, auf die das Unternehmen bisher nicht eingegangen ist.

Laut EMR erfüllen die neuen Züge trotz aller erforderlichen Tests und behördlichen Genehmigungen noch immer nicht die erwarteten Standards hinsichtlich der Betriebssicherheit. Mit dem überarbeiteten Fahrplan hofft EMR nun, einen gleichmäßigeren und zuverlässigeren Service bieten zu können, während das Unternehmen gemeinsam mit Hitachi Rail daran arbeitet, die Zuverlässigkeitsprobleme zu beheben.

Die Einführung der „Aurora“-Züge soll in jedem Fall im Laufe der Jahre 2026/2027 fortgesetzt werden, bis alle 33 bestellten Triebzüge ausgeliefert und problemlos eingesetzt werden. Quellen: BBC, Derbyshire Live, RMT / CM

Porsche kappt weitere 5.000 Jobs

Die Misswirtschaft des vormaligen Porsche Managements hat Folgen. Es werden weitere 5.000 Stellen abgebaut. Auch Spitzenmanager sollen 2027 und 2028 verzichten. Ein neuer Bonus und neue Posten für Gewerkschafter erleichtern den Arbeitnehmern die Zustimmung.

Bei Porsche, Sorgenkind des VW-Konzerns, fallen in den kommenden Jahren nochmals Tausende Stellen im Raum Stuttgart weg. Dafür macht der Sportwagenbauer auch Zugeständnisse. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in nahen Weissach. Im Gegenzug wird die Standortsicherung um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert. Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen – vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge. 

Das Porsche Stammwerk Zuffenhausen hat noch eine Zukunft, aber mit weniger Personal. Foto: Porsche

Tariferhöhungen werden bis 2035 zum Teil einbehalten, das Weihnachtsgeld sinkt und der Mitarbeiterbonus orientiert sich stärker am Unternehmenserfolg. Große Teile des Managements verzichten 2027 und 2028 auf Erhöhungen der ohnehin übertrieben hohen Grundvergütung. Homeoffice soll zudem künftig nur noch an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. 

Vorstandschef Michael Leiters präsentierte u.a. das „Zukunftspaket“, sprich, die zweite Sparrunde. Es sieht u.a.  Investitionen von insgesamt 2,1 Mrd. Euro vor. Die zweitürigen Sportwagen sollen bis auf Weiteres in Zuffenhausen vom Band rollen und die Entwicklungsarbeit in Weissach gebündelt bleiben. 

Das nun beschlossene Zukunftspaket ist bereits die zweite große Sparrunde. Im Februar 2025 hatten sich Management und Betriebsrat auf den Abbau von rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 verständigt. Zusätzlich liefen die befristeten Arbeitsverträge von etwa 2.000 Mitarbeitern aus. Im Leipziger Werk wurden schon Jobs abgebaut. Dies alles dient dem Ziel, die Sportwagentochter, die das vorhergehende Management fast an die Wand gefahren hat, zu verschlanken. Porsche leidet vor allem unter einem katastrophalen Rückgang bei den Verkäufen in China und einem massiven Gewinneinbruch. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen in der Volksrepublik mehr als halbiert. Verbrennerautos nicht nur der der Marke Porsche gelten im Reich der Mitte inzwischen als No Go. Quelle: Porsche / CM

Novum Hospitality kündigt Rüsselsheimer Garner Hotel

Novum Hospitality, eine in Hamburg ansässige Hotelgruppe, hat den Pachtvertrag für das Garner Hotel in Rüsselsheim außerordentlich mit sofortiger Wirkung beendet. Hintergrund: Gutachten sollen erhebliche Mängel an der Trinkwasserinstallation belegen.

Auf Hotelbuchungsplattformen sind Buchungen bereits nicht mehr möglich: Der Betreiber des Garner-Hotels, die Novum Hospitality Gruppe, hat das Haus mit rund 150 Zimmern geschlossen. Hintergrund sind nach Angaben des Unternehmens anhaltende und schwerwiegende Mängel an der Immobilie. Auch der Pachtvertrag wurde mit sofortiger Wirkung außerordentlich gekündigt.

Das Garner Hotel in Rüsselsheim. Foto Garner Hotel

Novum Hospitality lässt sich wie folgt zitieren: „Mehrere technische Untersuchungen sowie unabhängige Sachverständigengutachten dokumentierten erhebliche Mängel und gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit der Trinkwasserinstallation.“ Konkret geht es offenbar um Legionellenbefall. Das Gesundheitsamt soll zuvor bereits, so berichtet der HR, wegen Kontamination des Wassers ein Duschverbot ausgesprochen haben.

Legionellen sind Bakterien, die in warmem Wasser leben und über winzige Wassertropfen in der Luft eingeatmet werden können. Sie verursachen evtl. grippeähnliche Beschwerden oder gar die gefährliche Legionärskrankheit. Diese schwere Lungenentzündung führt zu hohem Fieber und starker Atemnot. Unbehandelt kann die Infektion lebensbedrohlich sein. Besonders gefährdet sind ältere oder kranke Menschen.

In der Vergangenheit soll sich Novum Hospitality mehrfach an den Eigentümer des Hauses in Rüsselsheim gewandt haben. Die Mängel wurden aber bisher offenbar nicht beseitigt. Die Entscheidung zur fristlosen Kündigung sei laut Betreiber erst getroffen worden, nachdem sämtliche Möglichkeiten zur Fortführung des Hotelbetriebs unter sicheren Bedingungen geprüft worden seien. Die Kündigung diene dem Schutz von Gästen, Mitarbeitenden sowie sämtlichen weiteren Nutzern des Gebäudes.

Der Hotelbetrieb in Rüsselsheim werde dauerhaft eingestellt. Für die betroffenen Beschäftigten sei in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Betriebsrat und dem Gesamtbetriebsrat an Lösungen gearbeitet worden. Quelle: HR / CM

EDA: Bedenken bei Reise in die VAE, nach Jordanien etc.

Das Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat seine Reisehinweise für mehrere Staaten im Nahen Osten verschärft. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Sicherheitslage in der Region, die sich laut EDA jederzeit rasch verschlechtern kann.

Neu rät das EDA von touristischen und nicht dringenden geschäftlichen und Urlaubsreisen nach Bahrain sowie Jordanien ab. In beiden Ländern verweist das Departement auf Angriffe und Militärschläge seit dem 08. Juli 2026 sowie auf das Risiko weiterer Eskalationen. Reisende müssen zudem jederzeit mit kurzfristigen Luftraumsperrungen und Flugausfällen rechnen. Das EDA empfiehlt, Orte in der Nähe diplomatischer, militärischer oder anderer sicherheitsrelevanter Einrichtungen zu meiden und die Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu befolgen.

Für Jordanien bleibt zudem die Empfehlung bestehen, auf Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und zum Irak zu verzichten. Als Gründe nennt das EDA die instabile Sicherheitslage, bewaffnete Auseinandersetzungen im Grenzgebiet sowie vereinzelte Minenfelder im Jordantal.

Auch für Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate wurden die Reisehinweise aktualisiert. Dort spricht das EDA zwar keine generelle Reisewarnung aus, weist jedoch ebenfalls auf die anhaltend angespannte Lage im Nahen und Mittleren Osten hin. Reisende sollten sich laufend über die Sicherheitslage informieren und mit kurzfristigen Einschränkungen im Flugverkehr rechnen.

Das EDA empfiehlt Reisenden in der gesamten Region, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen, sich regelmäßig über aktuelle Reisehinweise zu informieren und die Vorgaben der lokalen Behörden konsequent einzuhalten. Quelle; EDA / CM

Solarkraftwerke zwischen Bahnschienen

Das Potenzial von zusammenrollbaren“ Solarpanels zwischen Bahngeleisen ist in der Schweiz sehr groß. Im neuenburgischen Butte wurde dazu eine gut 100 m lange Testanlage installiert. Das Pilotprojekt des heimischen Startups Sun-Ways sorgt bei Bahnunternehmen für Aufmerksamkeit: 

Das Startup von Firmengründer Joseph Scuderi (60), ein Marketing- und Kommunikationsexperte ,will abnehmbare Solarmodule zwischen Bahngleisen verlegen, um sauberen Strom zu erzeugen. Das erste Pilotprojekt ging im Kanton Neuenburg in Betrieb. Nach über einem Jahr zeigt die Zwischenbilanz, dass die Technik sicher ist und den Zugverkehr respektive Triebfahrzeugführer nicht stört, wie anfangs befürchtet. Bis jetzt hat sich die SBB noch nicht durchgerungen, Solarpanels auf ihrem 5.300 km langen Streckennetz zu installieren. Auch die Deutsche Bahn wird vorläufig nicht mit von der Partie sein. Gespräche und Kooperationen gibt es hingegen  mit der französischen SNCF und der italienischen FS. 

Das Pilotprojekt in Neuenburg_

  • Standort: Eine 100 Meter lange Teststrecke bei Buttes (Kanton Neuenburg) in Zusammenarbeit mit dem Regionalverkehr.
  • Leistung: 48 Solarmodule erzeugen rund 16.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.
  • Freigabe: Das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) erteilte die offizielle Erlaubnis für den Test. 

Vorteile und Technik. Die Module werden mechanisch wie ein Teppich in die Gleismitte gerollt. Für die normale Gleiswartung und den Einsatz von Schienenmaschinen lassen sich die Elemente einfach wieder herausnehmen. Es gibt keinen neuen Flächenverbrauch: Der vorhandene Platz auf Bahntrassen wird doppelt genutzt, ohne Natur zu belasten. 

Potenzial. Wäre das gesamte geeignete Schweizer Schienennetz (ca. 5.300 km) ausgerüstet, könnten jährlich rund 1 Terawattstunde (1 Mrd. kWh) Solarstrom fließen (etwa 2 % des Schweizer Strombedarfs). Es gibt bereits Gespräche und Kooperationen mit Bahnbetreibern in Frankreich (SNCF) und Italien. Deutschland will bis jetzt nichts von der innovativen Idee wissen, obwohl  es mit einer Streckenlänge von rund 39.000 km über das größte Schienennetz in Mitteleuropa (nicht eingerechnet das russische mit 86.000 km) verfügt und mittels der mobilen  Photovoltaikmodule zwischen die Gleise Unmengen an Sonnenenergie produzieren könnte. Und das kostenfrei; denn es müssten weder Grundstücke erworben oder in Flora und Fauna eingegriffen werden. 

Täglich fahren auf der eingleisigen elektrifizierten Strecke im Schweizer Val de Travers ca. 90 Züge. Den Solarabschnitt befahren sie mit 90 km/h, möglich wären 150 km/h. 16.000 kWh Strom haben die 380-Watt-Solarpanele seitdem erzeugt, das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von vier Haushalten. Der Strom fließt derzeit direkt in das lokale Verteilernetz, langfristig soll er auch in Bahn-Unterwerke oder die Fahrleitung eingespeist werden können. 

Joseph Scuderi, der zehn Jahre für einen Energieversorger tätig war, glaubt an die Zukunft seines Projekts. Um Behördenbedenken zu entkräften ließ er vom Schweizer Gleisbauunternehmen Scheuchzer eine Spezialmaschine entwickeln, mit der die 1 Meter breiten Solarmodule jederzeit in wenigen Minuten wie ein Teppich ein- oder ausgerollt werden können. Das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) genehmigte daher im Frühjahr 2025 eine dreijährige Pilotphase. 

Nach dem ersten Jahr, in dem 11.000 Züge über die Solarmodule gefahren sind, zieht die Betreibergesellschaft TransN eine positive Bilanz.  „Es gab zu keiner Zeit Konflikte mit Infrastruktur, Wartung oder Zugverkehr. Im April 2028 soll die Entscheidung fallen weitere Strecken mit Solarpaneelen zwischen den Schienen auszurüsten. Dazu müssen aber SBB und/oder BLS mitspielen. Noch keine Beurteilung hat das schweizerische Bundesamt für Verkehr (BAV) getroffen. Erst 2028 will die Behörde eine Prognose zum Potenzial dieses weltweit ersten „Solarkraftwerks in Gleisbetten“ abgeben. Quelle: Sun-Ways / BAV / CM

Stau auf der Autobahn und man muss dringend mal…

Wer im Stau dringend muss, sollte vorbereitet sein. Denn Toilettengänge außerhalb des Fahrzeugs sind auf der Autobahn tabu. Was der Auto Club Europa (ACE) Autofahrenden „unter Druck“ in einer solchen Situation rät.

Sommerzeit, Reisezeit – und vielleicht ist es so richtig warm, wie etwa im Juni, wo es deutschlandweit eine Hitzewelle mit vielerorts mehr als 40 °C gab. Viel Trinken heißt dann die Devise, auch für Autofahrende, ob Geschäftsreisende oder Urlauber. Und diese sollten dann auch rechtzeitige Pausen zum Austreten einplanen. Denn spätestens im Stau wird es sonst schnell richtig unangenehm.

 Denn grundsätzlich gilt: Auf der Autobahn einfach aus dem Auto hüpfen und hinter der Leitplanke verschwinden, um sich zu erleichtern, verbietet die Straßenverkehrsordnung (StVO), erklärt der Auto Club Europa (ACE).

Demnach dürfen Autobahnen nicht betreten werden, egal ob der Verkehr fließt oder steht – auch nicht für einen kurzen Toilettengang. Auch das Anhalten auf dem Pannenstreifen, außer eben bei Pannen oder nach Unfällen, ist verboten. Im Notfall darf man hier zwar halten. Aber egal, ob zwei, vier oder mehr Räder: Der Toilettengang zählt generell nicht als Notfall.

In der Akut-Situation ist der Handlungsspielraum tatsächlich begrenzt. Deshalb rät der ACE dringend, vorausschauend zu planen: Es gibt sogenannte Notfalltoiletten oder Taschen-WCs. Die nähmen nicht viel Platz weg und es gebe verschiedene Exemplare für Männer, Frauen und Kinder.

Wer mit einem Wohnmobil im Stau steht und eine Toilette an Bord hat, darf diese benutzen, wenn er sich innerhalb des Fahrzeugs dorthin bewegen kann. Erlaubt ist das aber nur im Stand und solange die Zündung aus ist. Sobald der Verkehr wieder anrollt, müssen alle Insassen zurück auf ihren Plätzen sein. Ganz anders verhält es sich mit einem Wohnanhänger mit WC: Dessen Toilette ist nicht zu benutzen, da dafür das Auto verlassen und die Autobahn betreten werden müsste.

Besser frühzeitig und regelmäßig pausieren. Damit die Situation nicht unnötig heikel wird, rät der ACE zu regelmäßigen Pausen: Mindestens alle zwei Stunden bzw. alle 200 Kilometer hilft eine mindestens 15-minütige Erholungspause. Diese kann dann eben auch für einen Toilettengang genutzt werden, sofern einem in den Toiletten auf unbewirtschafteten Ratplätzen nicht schlecht wird. Denn die Sauereien in den dortigen WC-Anlagen spotten jeder Beschreibung.  

Auf den Mobilitäts-Apps mit Echtzeitdaten können zudem verhindern helfen, dass man in einen langen Stau gerät und die Blase dann einer unnötigen Belastungsprobe ausgesetzt wird.

Viel Spaß mit Ryanair…

Zwei Zwischenstopps, betrunkene Passagiere, Polizeieinsatz. Ein Ryanair-Flug von London nach Tirana lief völlig aus dem Ruder. Eigentlich ist der Flug von London-Stansted nach Tirana Routine für Ryanair. Im Sommer steht er drei Mal täglich im Flugplan. Die Reise in die albanische Hauptstadt dauert in der Regel rund drei Stunden. Am 3. Juni wurde daraus für die Passagiere eine Odyssee von knapp zwölfeinhalb Stunden. 

Durchgeführt wurde Flug RK8288 von Ryanair UK. Bereits der Start der Boeing 737 Max 8-200 mit der Kennung G-RYMA verzögerte sich um rund 40 Minuten, erst um 16:46 Uhr hob sie in London-Stansted ab. Verantwortlich dafür sollen laut dem Portal The Nightly bereits vor dem Abflug mehrere alkoholisierte männliche Fluggäste gewesen sein. An Bord waren viele Junggesellenabschiedsgruppen und jungen Leute, die eigene Wodkaflaschen dabei hatten. 

Der Flug von Ryanair verlief dann zuerst jedoch nahezu normal, bis aufgrund einer Gewitterzelle über Tirana die Boeing 737 nicht in Albanien landen konnte und nach Brindisi umgeleitet wurde. Ein Passagier sagte gegenüber der Zeitung Daily Mail, dass der Kapitän diese Information den Passagieren erst knapp zehn Minuten vor der geplanten Landung mitgeteilt habe, was für große Verwunderung unter den Reisenden gesorgt haben soll. Nach der eigentlich ungewollten Landung von London Stansted kommen parkte eine B 737 von Ryanair auf dem Vorfeld des Flughafens von Brindisi, der Hafenstadt an der Adria in der süditalienischen Region Apulien. Eigentlich sollte der Flug von der britischen Insel direkt nach Tirana (Albanien) gehen. 

Laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Airnav Radar stand die Boeing 737 mit der Kennung G-RYMA 3:44 Stunden bei brütender Hitze auf dem Vorfeld und niemand durfte aussteigen. Ryanair soll erst nach 45 Minuten mit dem Bordverkauf von Getränken und Snack begonnen haben. Irgendwann war jedoch alles ausverkauft. Einige erboste und alkoholisierte Männer wollten aus dem Flugzeugzeug, wurde aber daran von der Kabinen-Crew gehindert. 

Kurz vor 01 Uhr nachts startete die Maschine in Brindisi, um ihren Flug nach Tirana fortzusetzen. Doch wenige Minuten vor der Landung meldete der Kapitän, dass man nicht in der Hauptstadt Albaniens landen werde, sondern in Thessaloniki (Griechenland). Die Boeing 737 landete dort nach rund einer weiteren Flugstunde. Danach gab es Tumulte an Bord. 

Laut der britischen „The Sun“ solch sich eine Männergruppe vor dem Cockpit aufgebaut und den Piloten stark beschimpft haben. Laut Daily Mail riefen sie: „Der Feigling (gemeint war der Kapitän) soll herauskommen und sich uns wie ein Mann stellen“. Erst griechische Polizisten konnten die Situation beruhigen. Gleichzeitig durften einige wütende Passagiere das Flugzeug verlassen. Nach 40 Minuten hob der Jet wieder ab Richtung seines eigentlichen Ziels Tiran, wo er gegen 05 Uhr Ortszeit nach 53 Minuten Flugzeit sicher landete, sage und schreibe 9 Stunden später als geplant. 

Doch auch nach der Tortur war der Ärger über die Airline nicht verflogen. Laut Daily Mail soll einer der Passagiere eine Entschädigung beantragt habe. Diese aber soll von Ryanair sofort abgelehnt worden sein. Ryanair teilte gegenüber der Zeitung mit: „Der Flug von London Stansted nach Tirana wurde aufgrund unerwarteter und außergewöhnlicher Umstände, die außerhalb unserer Kontrolle lagen, beeinträchtigt. Er wurde aufgrund widriger Wetterbedingungen am Flughafen Tirana nach Brindisi und anschließend wegen eines Gewitters zum Flughafen Thessaloniki umgeleitet“. Quelle: The Sun / Daily Mail / CM 

Emirates Skywards erschließt über 12.000 europäische Bahnziele 

Emirate‘s Vielfliegerprogramm Skywards erweitert die Möglichkeiten für seine weltweiten Mitglieder, Europa zu erkunden: Mit dem neu eingeführten Angebot „Skywards Rail“ erhalten sie Zugang zu mehr als 12.000 Bahnverbindungen auf dem gesamten Kontinent.

Dank der Anbindung an über 40 große Bahnbetreiber in 12 europäischen Ländern können Emirates Skywards-Mitglieder ihre Meilen nun nutzen, um Bahntickets nahtlos über das spezielle Buchungsportal www.skywardsrail.com zu erwerben – sei es online oder mobil und in fünf verschiedenen Sprachen.

Mit dem Emirates-Vislfliegerprogramm über 12.000 europäische Bahnziele erschließen. Fotos: Emirates

Mit Funktionen zur Suche nach verschiedenen Fahrplänen sowie zur Auswahl von Wagenklassen und Ticketarten können Mitglieder entscheiden, ob sie den Fahrpreis vollständig mit Meilen oder durch eine Kombination aus Bargeld und Meilen („Cash + Miles“) begleichen möchten. Die Meilen lassen sich auch für den Kauf von Bahntickets für Familie und Freunde verwenden. Nach dem Kauf werden die E-Tickets bequem per E-Mail zugestellt.

Durch diesen umfassenden Zugang zu nationalen und internationalen Verbindungen sowie Hochgeschwindigkeitsstrecken können Emirates Skywards-Mitglieder einige der beliebtesten Routen Europas nutzen – angeboten von führenden Bahngesellschaften wie Eurostar, Deutsche Bahn, SNCF, Trenitalia, TGV, Renfe und ÖBB sowie durch umfangreiche Verbindungen in Großbritannien, darunter Heathrow Express, Gatwick Express, Thameslink, Great Western Railway und ScotRail.

Heathrow Express ab 4.700 Skywards-Meilen Barcelona – Madrid ab nur 5.400 Skywards-Meilen Rom – Mailand ab nur 8.100 Skywards-Meilen London – Paris ab nur 9.400 Skywards-Meilen Berlin – Frankfurt ab 4.100 Skywards-Meilen

Dank Ausweitung der Einlösemöglichkeiten über Flugreisen hinaus entwickelt sich Emirates Skywards konsequent zu einem Lifestyle-Treueprogramm weiter und ermöglicht es Mitgliedern, sich freier und nahtloser durch Europa zu bewegen.

Seit seiner Einführung im Jahr 2000 ist Emirates Skywards rasant zu einem mehrfach ausgezeichneten Treueprogramm für einen weltweiten Kundenstamm gewachsen. Nach der kürzlichen Feier des 25-jährigen Bestehens zählt Emirates Skywards heute mehr als 39 Millionen Mitglieder in 190 Ländern, wobei wöchentlich über 78.000 neue Mitglieder hinzukommen. Quelle: Emirates / CM