Nach Generalsanierung fertig und doch nicht fertig

Die Deutsche Bahn teilt mit, dass die ICE Magistrale Nürnberg–Regensburg nach der Generalsanierung nicht wie geplant am 10. Juli, sondern erst zum 31. Juli 2026 wieder in Betrieb gehen kann. Als Grund wird die noch ausstehende sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik genannt. Gleise, Weichen und Oberleitungen sind fertiggestellt – das Nadelöhr liegt allein bei der Abnahme der Leittechnik.

Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht darin kein Einzelproblem, sondern ein Symptom eines systemischen Versagens. „Das wiederholt sich bei jeder Generalsanierung: Die Bauarbeiten laufen, aber am Ende blockiert die Abnahme der Stellwerkstechnik den Betrieb – schon die Riedbahn ging nur mit Abstrichen und ohne ETCS in Betrieb“, sagt Prof. Lukas Iffländer, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN. „Die DB InfraGO muss endlich ein transparentes, für die Zivilgesellschaft nachprüfbares Konzept vorlegen, wie sie dieses Problem strukturell lösen will – und sich dabei nicht allein auf die Hersteller verlassen. Die im Mai angekündigte zentrale Programmsteuerung für Stellwerksprojekte bleibt eine Blackbox, solange von außen nicht transparent sichtbar ist, ob die Prüfkapazitäten tatsächlich zu den geplanten Inbetriebnahmen passen.“

„Wenn das Thema Abnahmeprüfung nicht gelöst wird, sind nicht nur die Generalsanierungen und die Digitalisierung des Netzes massiv gefährdet“, so Prof. Iffländer. „Das ist kein technisches Randproblem – das ist eine der entscheidenden Engstellen für die Zukunft des deutschen Schienennetzes, und die von allen geforderte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.“ Quelle: Pro Bahn / CM

Politik muss mehr tun bei der Bahn

„Stillstand in der Bahnpolitik überwinden – Strukturreformen umsetzen, Kapazitäten des Schienennetzes verstärken und ein gutes Fernverkehrsangebot sicherstellen“ lautet der Titel eines Antrags der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/6922). Er soll am Donnerstag, 9. Juli 2026, erstmals durch den Bundestag beraten werden.

Die Grünen-Abgeordneten fordern darin von der Bundesregierung u.a. die Sicherstellung, dass Deutschland die Ziele des Masterplans Schiene erreicht, dass die Sanierung des Schienennetzes in einem hohen Tempo erfolgt und dass der Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur mit dem Ziel der Etablierung des Deutschlandtaktes „nicht durch die ausbleibende auskömmliche Finanzierung weiter verzögert wird“. 

Ausgerechnet in einer Zeit, in der immer mehr Menschen Bahn fahren wollten, die Nachfrage nach Zugtickets ansteige und Unternehmen den Einstieg in den deutschen Schienenverkehrsmarkt planten bzw. ihre Streckenangebote ausweiten wollten, „kommt das deutsche Schienennetz an seine Kapazitätsgrenzen und ist immer stärker überlastet“, heißt es in dem Antrag. Umgekehrt seien Bahnangebote im Fernverkehr abseits der hoch rentablen Metropolverbindungen auf dem Rückzug – Linien würden schrittweise reduziert oder eingestellt. Auf überlasteten Strecken drohe die Verdrängung des Regionalverkehrs, in der Fläche die Einstellung des Fernverkehrs. „Dieser problematischen Entwicklung schaut die schwarz-rote Bundesregierung bisher tatenlos zu“, urteilen die Grünen.

Der Bund sei für die Finanzierung der Erweiterung des Bahnnetzes verantwortlich, betonen sie. Weil die schwarz-rote Bundesregierung „trotz der großen Spielräume des Sondervermögens“ keine ausreichenden Mittel bereitstelle, würden wichtige Aus- und Neubauprojekte eingestellt und reihenweise Planungsteams abgezogen. Eine Wiederaufnahme der Planungen sei nur nach mehreren Jahren und einer Weiterfinanzierung der Planungskosten möglich, da teilweise Planungskräfte wieder neu eingearbeitet und Pläne aktualisiert werden müssten. „So geht wertvolle Zeit verloren und Projekte werden durch politische Unentschlossenheit teurer“, heißt es in dem Antrag.

Verlangt wird darin konkret, die Streichung von Fernverkehrshalten wie beispielsweise in Bochum, Duisburg und Düsseldorf in der „Agenda für zufriedene Kunden“ von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) nicht in Kauf zu nehmen, sondern die Schieneninfrastruktur zu erweitern und mehr Schienenverkehrsangebote zu ermöglichen. An der Priorität eigenwirtschaftlicher Angebote im Fernverkehr muss aus Sicht der Grünen festgehalten werden. Zugleich müsse aber die Anbindung von Städten wie Jena, Dessau, Chemnitz oder Heilbronn, „die verkehrspolitisch gewünscht, aber schon bisher nicht eigenwirtschaftlich erbringbar ist“, finanziell gefördert werden. Dafür könnten in einem ersten Schritt Trassenpreise gezielt reduziert und bei anhaltender Unwirtschaftlichkeit Zugverkehre auf diesen Strecken bestellt werden, heißt es. Quelle: Bundestag / CM

Hitzewellen werden künftig die Luftfahrt behindern

Flugverkehr trägt ziemlich stark zum Klimawandel bei. Und der könnte aber auch den Flugverkehr beeinträchtigen, enthüllt eine neue Studie. Das Augenmerk liegt auf den Außentemperaturen beim Abheben der Jets.

Der Klimawandel könnte den Flugverkehr und damit auch den Geschäftsreiseverkehr in Zukunft stark beeinträchtigen. Wegen hoher Temperaturen müssen in nicht allzu ferner Zukunft viele Flugzeuge am Boden bleiben – oder Passagiere oder ihr Gepäck dürfen nicht mitfliegen. Häufigere Hitzewellen und steigende Temperaturen – verursacht durch globale Erwärmung – könnten in Zukunft bis zu einem Drittel internationaler Flüge verzögern oder verhindern. In einigen Jahrzehnten müssten an richtig heißen Tagen manche Flugzeuge am Boden bleiben, beschreibt eine neue Studie aus den USA.   

Große Flugzeuge werden künftig bei extremer Hitze Probleme bekommen. Foto: Unsplash

Schon heute verbieten Triebwerkshersteller bzw. einige Airlines das Abheben von Flugzeugen aus Sicherheitsgründen bei Temperaturen von mehr als 47 ° C, weil der nötige Schub der Triebwerke nicht mehr garantiert werden kann. Bekanntlich ist die Temperatur ein wesentlicher Faktor für den Auftrieb von Flugzeugen. Je wärmer es ist, um so geringer ist die Dichte der Luft, damit sinkt auch der Auftrieb an den Tragflächen. 

Wissenschaftler der Columbia University in New York haben im Fachmagazin Climatic Change berechnet, wie stark die Erderwärmung die zivile Luftfahrt beeinträchtigen wird. Demnach wären Mitte bis Ende des 21. Jahrhunderts zehn bis 30 % aller Starts um die Mittagszeit von Hitze-Einschränkungen betroffen.

Die Forscher haben für 19 Flughäfen und vier Flugzeugtypen untersucht, wie stark sich der Klimawandel auswirkt. Besonders hart träfe es demnach Flughäfen im arabischen Raum wie Dubai, wo infolge der Erderwärmung mehr Hitzewellen erwartet werden. Aber auch Airports in Nordamerika und vermutlich auch in Europa müssten künftig an mehr als 50 Tagen im Jahr Gewichtseinschränkungen verhängen. Auch hier zu Lande sagen Wissenschaftler Temperaturen von 45 °C und mehr in den kommenden Jahren vorher.

Die Forscher vermuten zudem, dass größere Jets wie A380, Tripleseven, A350 oder Dreamliner B 787  künftig besonders oft Gewicht reduzieren müssen. Das aber hat für die Airlines erhebliche finanzielle Folgen, wenn weniger Passagere und weniger Gepäck pro Langstreckenflug transportiert werden dürfen. Einige Flughäfen fangen bereits an, sich auf steigende Temperaturen einzustellen: Sie bauen längere Startbahnen, oder lassen Langstreckenflüge nur morgens oder abends starten, wenn es kühler ist. Quelle: Climatic Change / CM

Heike Birlenbach verlässt Swiss

Nach über drei Jahrzehnten in verschiedenen Führungsfunktionen innerhalb der Lufthansa Group wird Heike Birlenbach ihre berufliche Laufbahn im Konzern Ende September 2026 abschließen und Swiss verlassen. Birlenbach will sich nach ihrem Ausscheiden neuen Aufgaben außerhalb des Lufthansa-Konzerns widmen.

Seit Anfang 2024 verantwortet Heike Birlenbach als Chief Commercial Officer die kommerziellen Bereiche der Lufthansa-Tochter Swiss. In dieser Funktion hat sie die Premiumpositionierung der Airline weiter geschärft und wichtige strategische Initiativen vorangetrieben. 

CCO Heike Birlenbach verlässt Swiss. Foto: Swiss

Unter ihrer Führung führte Swiss das neue Langstreckenprodukt Swiss Senses ein, entwickelte ihre Kundenstrategie weiter und stärkte Partnerschaften in der Schweiz. Sie setzte sich zudem für die Digitalisierung und Modernisierung des Kundenservices ein und gab der konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden zusätzliche Impulse. Auch die Neuausrichtung von Swiss WorldCargo wurde während ihrer Amtszeit angestoßen. Damit hat Heike Birlenbach dazu beigetragen, dass Swiss in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte beim Kundenerlebnis und bei der Weiterentwicklung ihres Premiumanspruchs erzielen konnte.

Zuvor prägte Heike Birlenbach während vieler Jahre unterschiedliche Führungsfunktionen innerhalb der Lufthansa Group in London, Amsterdam, Mailand, München und im Hauptquartier der Lufthansa Group in Frankfurt. Sie gestaltete u.a. die globale Vertriebsorganisation, förderte die Digitalisierung der Kundenkanäle sowie die Entwicklung neuer Produkt- und Servicekonzepte und setzte sich dabei stets für eine konsequente Kundenorientierung und hohe Qualitätsstandards ein.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Führungsstrukturen innerhalb der Lufthansa Group wird die Funktion des Chief Commercial Officer auf Airline-Ebene künftig nicht mehr weitergeführt. Die Themen rund um das Kundenerlebnis bei Swiss werden direkt durch CEO Jens Fehlinger verantwortet, Quelle: SWISS / CM

Geschäftsreisen im Zwiespalt

Mitarbeitende erleben Geschäftsreisen zunehmend als Spannungsfeld. Das zeigen die Ergebnisse der achten „Global Business Travel Survey“ von SAP Concur. Einerseits geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr psychisches oder körperliches Wohlbefinden auswirken. Doch andererseits sagen 67 %, dass sie zögern, in diesem Jahr Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken, Angst vor Reiseunterbrechungen sowie zunehmende Unsicherheiten.

Die Umfrageresultate kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen verstärkt in Geschäftsreiseprogramme investieren. 82 % der Finanzverantwortlichen in deutschen Unternehmen planen für 2026 höhere Reisebudgets. Gleichzeitig verändert sich das Verhalten der Reisenden aufgrund geopolitischer Spannungen und Risiken im Bereich der Informationssicherheit. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die steigenden Erwartungen der Mitarbeitenden zu erfüllen und gleichzeitig eine noch nie dagewesene Komplexität zu bewältigen.

Geschäftsreisen bleiben wichtig, die Erwartungen steigen jedoch. Trotz anhaltender Unterbrechungen im globalen Reiseverkehr geben 93 % der Befragten an, dass Dienstreisen sich positiv auf ihr mentales oder physisches Wohlbefinden auswirken. Die Gründe sind vielfältig: 45 % schätzen die Abwechslung vom Arbeitsalltag. 44 % empfinden den Tapetenwechsel als mentale Erholung. Für 36 % sind Geschäftsreisen eine Gelegenheit für persönlichen Austausch mit Kollegen und Kunden  – etwas, das im Arbeitsalltag oft zu kurz kommt.

Eltern spüren den persönlichen Nutzen noch deutlicher. 33 % sagen, dass Geschäftsreisen für sie eine Auszeit von familiären oder privaten Verpflichtungen darstellen. Bei den Reisenden ohne Kinder sind dies 26 %. Eltern nennen häufiger den Zugang zu Wellness-Einrichtungen in Hotels (33 % gegenüber 25 %) und Möglichkeiten für Sport und Bewegung, die ihnen zu Hause fehlen (22 % gegenüber 14 %).

In einer Zeit, die von Erschöpfung und digitaler Überlastung geprägt ist, sehen viele Berufstätige das Reisen als Chance, wieder mehr mit Kollegen und Kunden, aber auch sich selbst in Kontakt zu kommen. Geschäftsreisen sind für Mitarbeitende offenbar längst mehr als ein notwendiges Übel.

Dem positiven Nutzen stehen jedoch zunehmende Unsicherheiten gegenüber. 67 Prozent der Geschäftsreisenden geben an, dass sie dieses Jahr zögern, Geschäftsreisen anzutreten. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken in geopolitisch angespannten Regionen (31 %), Angst vor Reiseunterbrechungen wie Flugverspätungen oder -ausfälle (28 %) sowie Unsicherheiten bei Einreise- und Identitätsanforderungen (16% ). Quelle: SAP Concur / CM

Steigende Budgets, fehlende Tools 

Finanzverantwortliche in deutschen Unternehmen erkennen weiterhin den strategischen Wert von Geschäftsreisen an. Nahezu alle von SAP Concur befragten CFOs (97 %) halten Geschäftsreisen für wichtig für die Wachstumsstrategie ihres Unternehmens. 82 % erwarten, dass das Reisebudget in diesem Jahr steigen wird. 

Aber mit steigenden Investitionen gehen auch strengere Kontrollen einher. Fast neun von zehn CFOs (89 %) sind der Meinung, dass Travel Manager besser begründen müssen, wie Geschäftsreisen zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen.

Mobilitätsmanager hingegen geben an, dass sie die Rentabilität nachweisen sollen, ohne ausreichende Unterstützung von ihrer Organisation zu erhalten. 84 % sind sich einig, dass sie die Unternehmensziele ohne stärkere Rückendeckung der Finanzverantwortlichen nicht vollständig erreichen können. Ihre wichtigsten Anforderungen umfassen: bessere Daten und Erkenntnisse zum Nachweis der Rentabilität (44 %), Schulungen zum effektiven Einsatz von KI (43 %), mehr Unterstützung für Richtlinienänderungen oder neue Initiativen (42 %) sowie zeitgemäße Technologielösungen (40 %).

Diese Diskrepanz offenbart eine zentrale Herausforderung: Wenn Unternehmen mehr in Geschäftsreisen investieren, riskieren sie, diese Investitionen zu untergraben, sofern sie Reisemanagern nicht die Tools und Unterstützung bereitstellen, die für messbare Ergebnisse erforderlich sind.

Die Ergebnisse aus dem Jahr 2026 zeigen, dass Geschäftsreisen im Hinblick auf Wachstum, Zusammenarbeit und Mitarbeitererlebnis weiterhin einen erheblichen Mehrwert bieten. Doch sie offenbaren auch wachsende Diskrepanzen zwischen den Erwartungen der Unternehmen an Reiseprogramme und den tatsächlichen Erfahrungen der Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen – Diskrepanzen, die sich zunehmend auf das Wohlbefinden der Reisenden, die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, die Richtlinienkonformität und das Vertrauen in die Unternehmensführung auswirken.

Unternehmen, die diese Lücken schließen, indem sie klarer kommunizieren, bessere Governance bieten, Reisende stärker unterstützen und Tools zur Verfügung stellen, die Mitarbeitende gerne nutzen, sind besser aufgestellt. Sie können Geschäftsreiseprogramme aufbauen, denen Mitarbeitende vertrauen und die von der Führungsebene mit Überzeugung unterstützt werden. Quelle: SAP Concur / CM

Geschäftsreisende erwarten mehr Unterstützung ihrer Sicherheit

Aus Sicht der Reisemanager ist die Lage ernst: 86 % der Befragten befürchten, dass ihr Unternehmen nicht genug für die Sicherheit der Mitarbeitenden auf Reisen tut. Interessanterweise sehen nur 38 %  der CFOs ihr Unternehmen in vollem Umfang verantwortlich für die Sicherheit der Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen. Die Mehrheit sieht diese Verantwortung in erster Linie bei den Mitarbeitenden selbst.

Die größte Gefahr bei Geschäftsreisen ist laut Reisemanagern das Risiko, dass sensible Daten bei Auslandsreisen gehackt werden (44 %) – noch häufiger genannt als geopolitische Konflikte (43 %), kurzfristige Verspätungen (39 %) oder schwere Unwetter (39 %).

Technologische Lösungen wie Standort-Tracking können dazu beitragen, die Sicherheit der Mitarbeitenden zu erhöhen. Das funktioniert aber nur, wenn in Konfliktregionen das Internet nicht abgeschaltet wird. Grundsätzlich sind Reisende bereit, ihre Standortdaten zu teilen – allerdings nicht bedingungslos. So geben 79 % an, zumindest teilweise damit einverstanden zu sein, dass Arbeitgeber ihren Standort während Geschäftsreisen verfolgen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Doch das Vertrauen bleibt fragil: Fast ein Drittel (29 %) sagt, dass eine Echtzeitüberwachung von Standort und Ausgaben ihr Vertrauen in die Unternehmensführung erschüttern würde.

Die Ergebnisse verdeutlichen einen zunehmenden Balanceakt: Mitarbeitende erwarten auf Reisen immer mehr Unterstützung und Absicherung durch den Arbeitgeber, verlangen aber gleichzeitig Transparenz darüber, wie ihre Daten verwendet werden. Quelle: SAP Concur / CM

Versteckte Kosten bei Dienstreisen in der Hauptsaison

Fast jeder vierte Geschäftsreisende (24 %) gibt beim achten „Global Business Travel Survey“ von SAP Concur an, dass Überbelegung oder Übertourismus sich negativ auf eine Geschäftsreise ausgewirkt hat. 

Aus diesem Grund meiden 87 % der Befragten ganz bewusst stark frequentierte Touristengebiete, wenn sie auf Geschäftsreisen sind. 

Die Auswirkungen sind spürbar: 43 % der Geschäftsreisenden berichten von höheren Kosten an überlaufenen Reisezielen, 38 % haben in überfüllten Gebieten Schwierigkeiten mit dem Transport, und 33 % können aufgrund von Überbuchungen oder begrenzter Verfügbarkeit ihre bevorzugten Optionen nicht buchen. 

Darüber hinaus geben 27 % an, dass sie sich nicht wohlfühlen, wenn sie von Menschenmassen umgeben sind. Und 26 Prozent sehen erhöhte Sicherheitsrisiken oder befürchten Anfeindungen gegen Touristen. Quelle: SAP Concur / CM

Vor 40 Jahren: Citroën und die Sondereditionen der „Ente“

Vier Jahrzehnte nach der Markteinführung des 2CV Cocorico schlägt Citroën die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Während die Marke die Rückkehr des legendären 2CV als vollelektrisches Modell vorbereitet, erinnert sie an eine ihrer außergewöhnlichsten Sondereditionen: den 1986 vorgestellten 2CV Cocorico. Mit der markanten Trikolore-Gestaltung entwickelte er sich vom zeitgenössischen Sondermodell zu einer der begehrtesten Sammlerversionen der „Ente“ und steht bis heute für den kreativen, mutigen und unverwechselbaren Geist von Citroën.

Seit fast 80 Jahren verkörpert der 2CV den Anspruch von Citroën, Mobilität einfach, clever und für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Über zahlreiche Sondereditionen verstand es die Ikone immer wieder, den Zeitgeist einzufangen und neue Zielgruppen anzusprechen. Unter ihnen nimmt der 2CV Cocorico eine besondere Stellung ein: Ursprünglich im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 entwickelt, wurde er schnell weit mehr als eine Hommage an den Sport. 

40. Geburtstag: Der 2CV Cocorico. Foto: Citroën

Die Idee zum 2CV Cocorico entstand 1986 im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko. Frankreich gehörte zu den führenden Fußballnationen und die Begeisterung für das Turnier war groß. Citroën griff diese Stimmung auf und entwickelte eine Sonderedition, die den nationalen Enthusiasmus widerspiegeln sollte. Entworfen wurde das Fahrzeug von Serge Gevin. Zwar erreichte die französische Nationalmannschaft nach Siegen u.a. gegen Italien und Brasilien das Halbfinale, schied dort jedoch am 25. Juni 1986 gegen Deutschland aus. Dennoch überzeugte das Design so sehr, dass Citroën entschied, den 2CV Cocorico Anfang Oktober 1986 in einer streng limitierten Auflage von 1.000 Fahrzeugen ausschließlich in Frankreich auf den Markt zu bringen. Dabei wurde das ursprüngliche Konzept bewusst weiterentwickelt: Fußballbezüge verschwanden zugunsten eines zeitlosen Designs, das die französischen Nationalfarben und die Identität des Landes in den Mittelpunkt stellte.

Bis heute zählt der 2CV Cocorico zu den unverwechselbarsten Varianten der Baureihe. Basis war eine Karosserie in Blanc Meije, ergänzt durch einen großflächigen Farbverlauf in Blau, Weiß und Rot auf den Fahrzeugseiten. Für zusätzliche Akzente sorgten rote hintere Kotflügel in Rouge Vallelunga sowie seitliche Luftleitbleche an der Motorhaube in Bleu Cocorico. Weiße Stoffdachbespannung, passende Räder, Edelstahl-Radkappen der Dyane 6 sowie rote „2CV Cocorico“-Schriftzüge rundeten den charakteristischen Auftritt ab.

Im Innenraum setzte Citroën auf Sitzbezüge in Tep Jean Bleu Sodalite, die den eigenständigen Charakter der Sonderedition unterstrichen.

Selten, begehrt und heute ein Sammlerstück. Technisch basierte der 2CV Cocorico auf dem 2CV 6 Spécial, dem damaligen Einstiegsmodell. Angetrieben wurde er von einem luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor mit 602 cm³ Hubraum und 29 DIN-PS. Weniger als 600 kg Leergewicht sowie der legendäre Federungskomfort machten den 2CV auch in dieser Sonderedition zu einem unverwechselbaren Automobil.

Die auf 1.000 Exemplare limitierte Serie wurde bis März 1987 zu einem Preis von 36.100 Französischen Franc (inkl. MwSt.) angeboten. Während der Verkaufserfolg seinerzeit eher verhalten ausfiel, entwickelte sich der 2CV Cocorico in den folgenden Jahrzehnten, gerade aufgrund der geringen Stückzahl und der außergewöhnlichen Gestaltung, zu einer der gesuchtesten Sondereditionen der „Ente“.

Ikone mit Zukunft. Vier Jahrzehnte nach seiner Einführung verkörpert der 2CV Cocorico noch immer die Werte, für die Citroën seit jeher steht: Kreativität und zugängliche Mobilität. Während die Sonderedition heute als begehrtes Sammlerstück gilt, richtet sich der Blick bereits nach vorn. Mit der angekündigten Rückkehr des legendären 2CV als vollelektrisches Modell beginnt für eine der bekanntesten Automobilikonen Europas ein neues Kapitel. Das Jubiläum des 2CV Cocorico steht damit nicht nur für einen Blick zurück auf ein außergewöhnliches Fahrzeug, sondern auch für die Zukunft einer Legende. 

Für Fans des 2CV- Passend zum 40. Gweburtstag ist der 2CV Cocorico – neben vielen weiteren Entenversionen – auch als Modellauto in der offiziellen Citroën Lifestyle Boutique erhältlich. Quelle: Citroën / CM

Yotel gibt Hotels an den Hilton-Konzern ab

Die britische Hotelkette Yotel feiert 2027 ihr 20-jähriges Bestehen. Schon dieses Jahr aber gehen die Engländer eine Partnerschaft mit dem US-Hotel-Riesen Hilton ein und werden erster Partner der neu geschaffenen Dachmarke „Select by Hilton“. 

Yotel bleibt als eigenständige Marke bestehen und wird auch weiterhin unabhängig verwaltet. Durch die Partnerschaft werden die Yotel-Häuser schrittweise über die offiziellen Hilton-Buchungskanäle verfügbar. Dadurch können Geschäfts- und Tagungsgäste bei Aufenthalten regulär Hilton Honors Punkte sammeln und einlösen. Der eigene Treueclub von Yotel wird im Zuge dieser Integration schrittweise ab 15. Juli 2026 eingestellt.

Im März 2026 hatten Yotel und Hilton  mitgeteilt, dass Yotel die erste unabhängige Marke der neu gegründeten Plattform „Select by Hilton“ werden soll. Danach werden nun ausgewählte Yotel-Hotels in den kommenden Wochen in das Hilton-Portfolio überführt. Laut dem Hilton wird der Transfer bis Anfang September abgeschlossen. Mitglieder des Treueprogramms Yotel Club können dem Treueprogramm Hiltor Honors beitreten. Sie können beim US-Hotelriesen schneller einen Status erreichen, insbesondere en Elite-Status.  

Welche Yotel-Hotels konkret in das Hilton-Portfolio überführt werden und in welcher Reihenfolge der Wechsel erfolgt, ist nicht bekannt. Yotel zählt aktuell 23 Hotels in zehn Ländern darunter in Sädten wir Amsterdam, Boston, Edinburgh, Genf, Glasgow, London, Miami, New York, Singapur und Tokyo.  Mit der Einbindung in Select by Hilton soll Yotel Zugang zum Vertriebs- und Technologiesystem von Hilton sowie zu Hilton Honors erhalten. Quelle: Hilton / CM