Generation 8 des BMW 3er Verbrenner vorgestellt

Die BMW 3er Reihe ist seit mehr als 50 Jahren das Herz der Marke BMW. Seit dem Produktionsstart 1975 wurden rund 18 Mio. Einheiten gefertigt, 15  Mio. davon in Deutschland. Der BMW 3er ist damit das weltweit erfolgreichste Premium-Automobil der Mittelklasse. Nun stellen die Münchner den neuen 3er vor.

Rund 1 Mrd. Euro ist in die Weiterentwicklung der beiden Fahrzeugwerke München und Dingolfing geflossen. Etwa eine weitere Mrd. Euro investierte das Unternehmen in das neue Batteriewerk Irlbach‑Straßkirchen in Niederbayern.

Die 8. Generation des BMW 3er wurde als Verbrenner aktuell präsentiert. Foto: BMW

„Wir beherrschen die Transformation – von der Entwicklung über die Industrialisierung bis zur hocheffizienten Produktion in München und Dingolfing. Mit dem neuen Hochvoltbatterie-Werk Irlbach-Straßkirchen holen wir zudem eine Schlüsseltechnologie der Elektromobilität an unseren Heimatstandort. Unser Beitrag steht“,, sagt Raymond Wittmann, Produktionsvorstand BMW Group.

Der vollelektrische BMW i3 wird im umfassend modernisierten Stammwerk der BMW Group in München gefertigt, die dabei verwendeten Hochvoltbatterien der sechsten Generation liefert das neue BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen. Die Varianten des 3er mit Verbrennungsmotor und Plug-in-Hybrid-Antrieb entstehen im BMW Group Werk Dingolfing. An beiden Standorten verfügt die BMW Group über hoch moderne und flexible Produktionssysteme und Strukturen, um auch weiterhin weltweit begehrte Premiumautomobile wettbewerbsfähig in Deutschland zu fertigen. Mit dem gleichen Anspruch und den gleichen Leitlinien werden später nach dem Grundsatz „local for local“ der BMW i3 und der BMW 3er auch im BMW Group Werk San Luis Potosí in Mexiko sowie eine angepasste Variante des 3er für den chinesischen Markt in Shenyang in China produziert.

Auch beim neuen BMW 3er setzt die BMW Group auf regionale Wertschöpfung. Zum Produktionsstart beliefern rund 760 Lieferantenstandorte die Werke München und Dingolfing mit Komponenten und Materialien. Mehr als 70 % dieser Produktionsstandorte befinden sich in Europa, gut 30 % in Deutschland.

Die Vorbereitung auf die achte Generation des 3er verlief an beiden Standorten bewusst unterschiedlich. In München investierte die BMW Group umfassend in neue Gebäude und Produktionsanlagen für Technologien der Neuen Klasse. Das über 100 Jahre alte Werk wurde grundlegend modernisiert und zum hochmodernen „Electric Only“-Standort weiterentwickelt. Das Werk Dingolfing nutzt seine hohe Flexibilität und Modellvielfalt, um die Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Varianten des neuen 3er für Kunden in aller Welt zu produzieren. Um die neuen Modelle effizient in die bestehende Fertigung zu integrieren, wurde im Karosseriebau eine neue, zusätzliche Fertigungslinie für die 3er Reihe geschaffen, während die Fahrzeuge in Montage und Lackiererei gemeinsam mit anderen BMW Modellen im Mix auf dem Band laufen.

Irlbach-Straßkirchen stärkt Industriestandort Niederbayern. Ein weiterer zentraler Baustein für die nächste Generation des 3er und die Neue Klasse ist das Werk Irlbach-Straßkirchen. Dort werden künftig Hochvoltbatterien der sechsten Generation montiert. Ab Oktober versorgt der Standort zunächst das Werk München mit Batteriesystemen für den vollelektrischen i3. Das Werk steht beispielhaft für die erfolgreiche Ansiedlung von Hochtechnologie-Industrie in Deutschland. Es stärkt die regionale Wertschöpfung, sichert qualifizierte Arbeitsplätze und erweitert das industrielle Ökosystem Niederbayerns um einen weiteren Zukunftsstandort. Die Entwicklung des Unternehmens und der wirtschaftliche Aufstieg der Region gingen und gehen eng miteinander einher. Investitionen in Werke, Technologien und Beschäftigung wirken weit über die Werkstore hinaus. Sie stärken regionale Zulieferer, Dienstleister und mittelständische Unternehmen, schaffen Einkommen und Steuereinnahmen und sichern industrielle Kompetenz in der Region.

3er als Symbol für eine erfolgreiche industrielle Zukunft. Mit dem neuen BMW 3er führt die BMW Group die Technologien der Neuen Klasse schrittweise in ihr Kernportfolio ein. Bis Ende 2027 wird das Unternehmen rund 40 neue oder überarbeitete Modelle mit Technologien der Neuen Klasse auf die Straße bringen. Quelle: BMW / CM

Reisebüro streicht fast 21.000 CHF ein und „vergisst“ die Reise zu buchen…

Vier Schweizer haben 20.800 Schweizer Franken bei einem Reisebüro in Zürich für eine Japan-Reise einbezahlt. Bis zum Tag des Abflugs aber hatten sie weder ihre Flugtickets noch Hotelvoucher bekommen. Das Reisebüro hatte nichts gebucht.

Ein 43-Jähriger und seine drei Freunde haben laut einem Artikel im Schweizer Online-Boulevardmagazin Blick“ bei einem Reisebüro in Zürich eine Japan-Reise gebucht. Am 28. September 2026 hätte es eigentlich losgehen sollen. Insgesamt haben die vier Männer 20.800 CHF zunächst als Anzahlung, dann als Restzahlung dem Reisebüro überwiesen und die Bestätigung für Flüge, Hotels und Züge erhalten. Als der Abflugtermin näher rückt und die Unterlagen noch nicht vorlagen, wurden die  Kunden vertröstet.

Der 43-Jährige nimmt die Sache selbst in die Hand und fragte bei Cathay Pacific und den Hotels nach, wie es um die Buchungen steht. Doch über eine Reservation für die vier Kunden verfügen weder die Airline noch die Hotels. Wie „Blick“ nach Anfrage beim Geschäftsführer des Reisebüros erfahren hat, soll es „Unstimmigkeiten bei der Buchungsanfrage“ gegeben haben.

Der Kunde hat bei der Polizei Anzeige erstattet und die Rechtsschutzversicherung und den Reisegeld-Versicherer eingeschaltet. Und als er persönlich im Reisebüro auftauchte, will er gehört haben, wie ein Mitarbeiter am Telefon anderen Kunden mitteilte, dass keine Buchung für das Quartett vorhanden sei. Offenbar handelt es sich um keinen Einzelfall.

Blick nennt nicht, um welches Reisebüro genau es sich handelt. Die Rede ist von einem Reisebüro, das sich selber als Experte für Asienreisen bezeichnet und auf Japan spezialisiert ist. Die Kantonspolizei Zürich will aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben.

Und die vier geprellten Kunden? Sie wollten sich die Reise nicht nehmen lassen und haben nun neue Flüge auf eigene Faust gebucht und zusätzlich bezahlt. Am Montag sind sie nach Fukuoka abgehoben.

Klar ist: Der Fall wirft ein schlechtes Licht auf die Reisebüro-Branche; umso mehr, weil vorerst unklar ist, um welches Reisebüro es sich handelt und somit auch andere Asien-Spezialisten unter Verdacht geraten. Ein seriöses Zürcher Reisebüro, das Asienreisen verkauft, hat bereits mehrere Kundenanrufe erhalten mit der Frage, ob mit ihrer Buchung alles in Ordnung sei. Quelle: Blick / CM

Delta-Chef Ed Bastian soll sich abfällig über Elon Musk geäußert haben

Delta-CEO Ed Bastian hat sich offensichtlich abfällig über Elon Musk geäußert. Am Dienstag, 29. September 2026 soll er bei einer Firmenveranstaltung geäußert haben, „Wir wollen nichts mit Elon Musk zu tun haben. Glauben Sie mir. Wenn man seinen Ruf kennt: Alles, was man über ihn sagt, stimmt.“ “ Bastian soll diese Bemerkungen gemacht haben, nachdem er gefragt worden war, warum sich die in Atlanta ansässige Fluggesellschaft gegen eine Partnerschaft mit Starlink – einem Teil von Musks SpaceX-Unternehmen – entschieden habe. 

Für Starlink, das eine extrem schnelle Internetverbindung an Bord von Passagierjets entscheiden sich immer mehr namhafte Airlines dieser Welt, darunter auch große Delta-Konkurrenten wie United Airlines.

Im März wurde bekannt, dass Delta den Internetdienst Starlink zugunsten des konkurrierenden Satelliten-Internetdienstes Amazon Leo (für niedrige Erdumlaufbahnen) abgewiesen hatte. Es gibt jedoch einen entscheidenden Haken: Amazon Leo ist derzeit noch nicht einsatzbereit, und das Unternehmen muss noch Hunderte weiterer Satelliten ins All befördern, bevor das System in Betrieb genommen werden kann.

Amazon Leo rechnet erst ab 2027 mit einer funktionierenden Satellitenkonstellation; Delta plant derzeit mit einer Einführung des Internetdienstes in einigen seiner Flugzeuge für das Jahr 2028.

Selbst dann plant Delta derzeit jedoch nur die Ausstattung von 500 Flugzeugen mit Amazon Leo – das entspricht etwa 38 % der gesamten Flotte.

Bis „Amazon Leo“ auf auch nur einem Teil der Delta-Flugzeuge einsatzbereit ist, wird United die flottenweite Einführung des schnellen und kostenlosen Starlink-Internets bereits abgeschlossen haben; zudem wetteifern auch American Airlines, Southwest und Alaska Airlines um die Installation von Starlink.

Laut Quellen, auf die sich der renommierte Luftfahrt-Insider JonNYC berufen, soll Bastian Mitarbeitern, die nach dem Grund für Deltas Zögern fragten, gesagt haben, er wolle schlichtweg keine Partnerschaft mit Musk eingehen. Offenbar als Reaktion auf die Äußerungen des Delta-Chefs kritisierte Elon Musk Delta auf seiner Social-Media-Plattform X mit den Worten: „Die beste Methode, eine KI in einer isolierten Testumgebung (Sandbox) zu betreiben, ist ein Delta-Flug – da hat sie keine Chance, auf das Internet zuzugreifen!“

Eine Theorie dafür, warum Delta Starlink zwar testete, sich dann aber dagegen entschied, liegt in dem hauseigenen „Delta Sync“-Angebot begründet; dieses stellt Passagieren Inhalte aus ausgewählten Partnerschaften zur Verfügung, darunter Paramount+, YouTube und Crunchyroll. Da Delta Sync über das WLAN-Portal an Bord bereitgestellt wird, wollte Delta – so die Vermutung – die Kontrolle über dieses Nutzererlebnis weitgehend behalten. Starlink widersprach dem mit dem Argument, dass Passagiere sich über ein „One-Click-Portal“ mit schnellem und kostenlosem WLAN an Bord verbinden können sollten.

Delta bietet derzeit kostenloses WLAN an Bord an, das von Viasat bereitgestellt wird. Obwohl das System deutlich langsamer ist als Starlink oder Amazon Leo, wurde erst vor wenigen Tagen ein neuer Viasat-Satellit über dem amerikanischen Kontinent in Betrieb genommen, der wesentlich mehr Bandbreite und höhere Geschwindigkeiten bietet. Quelle: X / CM

Neue Automobile kommen am besten auf der Schiene

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert ihre Güterwagenflotte um 70 neue Autotransportwagen der Gattung Laaers 4371.  Die doppelstöckigen Wagen mit einer Ladelänge von 30,07 Metern sind speziell für E-Autos ausgelegt und erhöhen die Kapazitäten der RCG für ihre Kunden im Automotive-Bereich. Für 2027 ist die Auslieferung von 130 weiteren Autotransportwagen geplant. 

Mit den insgesamt 200 neuen Wagen, hergestellt in der Slowakei,  ergeben sich über den Hafen Rijeka neue Transportmöglichkeiten für Automotive-Verkehre nach Zentral- und Südosteuropa: Seit August 2026 laufen dort sogenannte Roll-on/Roll-off-Schiffe (RoRo-Schiffe) aus Asien ein, die u.a. für den Transport rollender Ladungen wie E-Autos eingesetzt werden.

Foto by Klaus Listl - Freezing Motions
Die ÖBB kauf 200 neue Autotransportwagen für den sicheren und klimafreundlichen Transport von neuen Autos. (c) Klaus Listl

Die Automobillogistik wächst und verändert sich gleichzeitig grundlegend. Neue Fahrzeugimporte, der Trend zu größeren und schwereren Fahrzeugen sowie der Wunsch nach resilienteren Lieferketten erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen Logistiklösungen. Gerade in der Automotive-Branche sind verlässliche und exakt getaktete Lieferketten entscheidend – vor allem bei Produktionsspitzen, saisonalen Schwankungen oder kurzfristigem Bedarf. Das verlangt, dass Bauteile punktgenau am richtigen Ort eintreffen – ebenso wie fertig produzierte Fahrzeuge termingerecht Kunden und Exporthäfen erreichen müssen. 

Jeder Zug ersetzt 37 umweltschädliche Lkw-Tranporte. Die RCG verfügt über langjährige Erfahrung im Automotive-Bereich und bewegt jährlich rund eine Million Fertigfahrzeuge sowie etwa 600.000 Tonnen Komponenten wie Motoren, Felgen, Türen, Karosserien und Batterien für mehr als 20 internationale Standorte. Rund 60 % aller Neufahrzeuge in Europa werden per Bahn transportiert. Ein einzelner Autozug kann bis zu 256 Fahrzeuge aufnehmen und damit bis zu 37 Lkw-Fahrten auf der Straße ersetzen – ein wichtiger Baustein für Lieferketten mit hohem Schienenanteil..

Optimiert für E-Auto. SUVs und Elektrofahrzeuge, deren Zahl der Neuzulassungen kontinuierlich steigt, sind im Durchschnitt schwerer und größer. Deshalb braucht es für ihren Transport spezielle Wagen: Die neuen Autotransportwagen der RCG sind auch für den Transport dieser schwereren und größeren Autos – im Gegensatz zu vielen älteren Autotransportwagen – optimal geeignet. Und mit dem wachsenden Anteil elektrischer Fahrzeuge steigen auch die Anforderungen an Automotive-Logistik und Sicherheit. Die RCG bietet für E-Autos sowie für Batterien und Komponenten multimodale Tür-zu-Tür-Lösungen, die Produktionsstandorte, Zulieferer, Fahrzeughersteller und Logistikdienstleister verbinden. 

Neue Automotive-Route ab Rijeka. Die Zahl der Fahrzeugimporte nach Europa, insbesondere aus China, steigt. Dabei nimmt der Hafen Rijeka eine zunehmend wichtige Rolle ein. Seit August 2026 laufen dort RoRo-Schiffe (Roll-on/Roll-off-Schiffe) ein, die speziell für den Transport rollender Ladungen eingesetzt werden. Damit nimmt ein neuer Güterstrom für Fahrzeugimporte – insbesondere zwischen China, Rijeka und den europäischen Zielmärkten – konkrete Gestalt an. Nach der Ankunft im Hafen müssen die Fahrzeuge effizient und zumeist auf der Schiene ins europäische Hinterland weitertransportiert werden. Die ÖBB Rail Cargo Group nutzt diesen Korridor frühzeitig und übernimmt einen wichtigen Teil der Weitertransporte ab Rijeka mit ihren neuen Autotransportwagen. Gerade bei wachsenden Güterströmen und neuen Eingangsrouten nach Europa spielt ein leistungsfähiger Hinterlandverkehr auf der Schiene eine entscheidende Rolle, um große Mengen effizient zu den Zielmärkten zu bringen. Quelle: RCG / CM

Bombendrohungen: Täter hielt die Fahnder längere Zeit zum Narren

Ein 25-jähriger Mann nutzte seine Internet-Fernbeziehung zu einer Mitarbeiterin von American Airlines, die am Flughafen Bangor im Bodendienst tätig war, um mehrere Bombendrohungen abzusetzen. Diese wurden so ernst genommen, dass es zu Flugverspätungen kam und die US-Luftfahrtbehörde (FAA) einen Sicherheitsvorfall ausrief, der Auswirkungen auf die Flugsicherung hatte.

Das FBI nahm die Drohung so ernst, dass die Ermittler zunächst von einer sogenannten „Insider-Bedrohung“ ausgingen – einem Begriff für Fälle, in denen es einem Terroristen gelingt, die Organisation zu unterwandern, die er ins Visier nehmen will. Die Wahrheit war jedoch noch bizarrer.

Ein 25-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Alabama, hat sich inzwischen schuldig bekannt, eine falsche Bombendrohung abgesetzt zu haben. Ihm drohen nun bis zu fünf Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar sowie eine dreijährige Bewährungszeit unter behördlicher Aufsicht.

Aus einer eidesstattlichen Erklärung, die das FBI bei einem Bezirksgericht im Ostküsten-Bundesstaat Maine eingereicht hat, geht hervor, wie es den Ermittlern gelang, den Täter zu identifizieren – trotz seiner umfangreichen Versuche, seine Identität zu verschleiern.

Am 13. Februar 2025 erhielten zwei verschiedene Mitarbeiterinnen von American Airlines am Flughafen Bangor unaufgeforderte Textnachrichten von einer unbekannten Handynummer. Der Absender behauptete, über „Waffen und mehr“ zu verfügen, kündigte an, bestimmte Mitarbeiter ins Visier zu nehmen, und erklärte, er werde „definitiv eine Bombe hochgehen lassen“. Und der Absender übermittelte Details, die so spezifisch für die Betriebsabläufe von American Airlines in Bangor waren, dass die Ermittler von einer Insider-Bedrohung ausgingen. Auch nachdem die Sicherheitsbehörden reagiert hatten, trudelten weitere Nachrichten ein. Darin signalisierte der Absender, dass er genau beobachten könne, was vor Ort geschieht.

Die Strafverfolgungsbehörden versuchten, die Nummer zurückzuverfolgen, von der die Nachrichten stammten, stellten jedoch fest, dass der Absender eine App nutzte, die für den Versand der Nachrichten eine gefälschte Nummer verwendete.

Dann ging an einem frühen Morgen um 5  Uhr Ostküstenzeit in der Einsatzzentrale des Flughafens Bangor ein Anruf einer Person ein, die verlangte, mit einem „Bombenexperten“ des FBI zu sprechen.

Der Anrufer behauptete, er habe vor dem Flughafengebäude Bomben mit Zeitzündern platziert. Er gab den Behörden lediglich sieben Minuten Zeit, um die Mobiltelefone, auf denen am Vortag die Drohungen eingegangen waren, einzuschalten und an die Beschäftigten von American Airlines zurückzugeben; andernfalls würden die Bomben detonieren.

Während die Einsatzkräfte im Terminalgebäude auf die Lage reagierten, wurde eine Mitarbeiterin von American Airlines dabei beobachtet, wie sie den Einsatz während eines Videoanrufs filmte. Dieses Verhalten erschien verdächtig, weshalb Beamte die Mitarbeiterin befragten.

Die Frau erklärte den Ermittlern, sie führe eine Internet-Fernbeziehung mit der Person am anderen Ende der Leitung, nachdem sie diese auf TikTok kennengelernt habe. Die Nummer ließ sich auf die Mutter des Täters zurückführen; von dort aus gelang es dem FBI, den 25-Jährigen ausfindig zu machen. Der junge Mann behauptete zunächst, ein Internetbekannter aus England habe ihn dazu genötigt, eine Bombendrohung gegen den Flughafen Bangor vorzutäuschen, räumte jedoch später ein, dass diese Darstellung erfunden war. Warum genau der Ertappte Täter die Bombendrohungen aussprach, bleibt unklar. Das Strafmaß wird festgelegt, sobald die US-Bewährungsbehörde einen Bericht zur Vorbereitung der Urteilsverkündung erstellt hat. Quelle: CM 

Neuer Chef für Lexus Deutschland

Estefanio Marques Alves übernimmt zum 1. Oktober 2026 die Funktion des General Manager Lexus für Deutschland und Österreich. In seiner neuen Rolle soll er die Weiterentwicklung der Marke Lexus in beiden Märkten vorantreiben und die Zusammenarbeit mit dem Lexus Händlernetz stärken.

Estefanio Marques Alves ist seit 2005 für Toyota tätig. In seiner mehr als 20-jährigen Karriere übernahm er verschiedene Funktionen in den Bereichen Sales Planning, Vertrieb, Logistik und Geschäftskunden. Nach seiner Tätigkeit als Manager Sales Planning wechselte er zu Toyota Motor Europe und verantwortete dort Aufgaben im Bereich Lean Distribution. Im Januar 2025 kehrte er zu Toyota Deutschland zurück und leitet seither den Bereich Order Fulfillment als General Manager.Quelle: Lexus / CM

Stadler meldet neuen Group CEO

Der Verwaltungsrat des Schweizer Bahntechnikherstellers Stadler hat mit Philipp Brunner (42) einen neuen Group CEO berufen:. Brunner startet am 01. Januar 2027. Der neue Group CEO arbeitet seit über 16 Jahren erfolgreich für Stadler. Brunner leitet heute die Divisionen Zentraleuropa und Deutschland und folgt auf Markus Bernsteiner (60), der die Stadler-Gruppe seit 2023 operativ führt. Bernsteiner will sich nach 27 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit Peter Spuhler auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren.

Der neue Group CEO Philipp Brunner ist ein sehr erfahrener und erfolgreicher CEO der Division Zentraleuropa sowie seit Januar 2026 ad interim der Division Deutschland. Der 42-Jährige ist seit 2021 Mitglied der Konzernleitung. Brunner arbeitet seit über 16 Jahren für Stadler und kennt von Grund auf den Herstellungsprozess von Schienenfahrzeugen, die globale Zulieferindustrie, sowie die Märkte in Europa, Asien und Nordafrika. 

Brunner studierte Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und ergänzte sein Studium mit einem MBA der ETH Zürich. Erste Berufserfahrung sammelte er bei der UBS und in der Konsumgüterbranche. 2010 kam er zu Stadler, zuerst als Projektleiter in Indien. 2011 übernahm er eine schwierige Situation in Algerien und baute den dortigen Wartungsstandort von Stadler auf. 2012 übernahm er als Projektleiter den Aufbau des Werkes in Minsk (Weißrussland) auf der grünen Wiese. Dieses leitete er als Chief Operating Officer und führte Stadler Minsk ab 2016 als CEO zu einem der erfolgreichsten Unternehmen innerhalb der Stadler-Gruppe mit ca. 2000 Mitarbeitenden. Brunner realisierte in Minsk große Exporterfolge nach Ost- und Zentraleuropa. Aufgrund der Sanktionen musste Stadler das Werk Minsk inzwischen stark eindampfen. Brunner hat als Divisionsleiter das Geschäft in Zentraleuropa mit drei Standorten und über 2.600 Stadler-Mitarbeitenden stark ausgebaut und profitabel gemacht. Philipp Brunner beginnt seine Tätigkeit als neuer Group CEO am 01. Januar 2027. Die Nachfolgeplanung für die Führung der Divisionen Zentraleuropa und Deutschland ist weit fortgeschritten. Die neuen Divisionsleiter werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Der aktuelle Group CEO Markus Bernsteiner kam 1999 zu Stadler. Er begann als Maschinenmechaniker und wurde Betriebstechniker HF. Danach bildete er sich an der Universität St. Gallen weiter und schloss dort das KMU-HSG und das Executive MBA ab. Er kennt die Werkhalle so gut wie die Chefetage. Von 2006 bis 2011 führte er als CEO die Stadler Bussnang AG. Später leitete er die Division Schweiz und die Schweizer Werke in Bussnang TG und St. Margrethen SG. Markus Bernsteiner hat zudem die acht Zulieferwerke international zusammen geführt zur Division Components und während sieben Jahren erfolgreich geleitet. Zudem amtete er als stv. Group CEO. Am 01. Januar 2023 hatte Bernsteiner die operative Führung der Stadler-Gruppe übernommen.

In Bernsteiners Zeit als Group CEO fielen besonders herausfordernde Jahre. Die Nachwirkungen der Pandemie, der Ukraine-Krieg, die Überschwemmungen von 2024 und unterbrochene Lieferketten stellten Stadler auf die Probe. Zusammen mit der Konzernleitung und den Mitarbeitenden hat Markus Bernsteiner Stadler durch eine herausfordernde Phase geführt, die Resilienz gesteigert und das Fundament für höhere Profitabilität gelegt. Im ersten Halbjahr 2026 ist der Umsatz um 40 % auf 2,0 Mrd. Schweizer Franken gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Stadler erstmals einen Umsatz von deutlich über 5 Mrd. CHF sowie eine EBIT-Marge von über 5 %.  Quelle: Stadler / CM

Olympia darf keine Blamage werden

Seit Samstag steht fest, dass München die Bewerberstadt Deutschlands für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 sein wird. Indirekt hat damit auch Kiel als Partner Münchens das Rennen gemacht, die Segelwettbewerbe auszutragen. 

Für den Fall, dass das Olympische Komitee sich für Deutschland als Austragungsort entscheidet, müssen jetzt schon Vorbereitungen getroffen werden. Die zu erwartenden Besuchermassen brauchen eine Verkehrsinfrastruktur, deren Bau einiges an Vorlauf benötigt.

“Es braucht jetzt eine verbindliche Finanzierung für Sanierung und Ausbau der Bahnstrecke Hamburg-Kiel, damit die Olympischen Spiele nicht zur Blamage werden”, so Karl-Peter Naumann, Pressesprecher des Fahrgastverbands PRO BAHN, “Die Strecke ist heute schon überlastet und leidet unter einem Sanierungsstau. Insbesondere der viergleisige Ausbau bis Elmshorn muss prioritär vorangebracht werden”.

Geplant für die Strecke ist und war schon vieles, es fehlt aber an einer verlässlichen, langfristigen Finanzierung – wie so oft in den letzten Jahrzehnten in Deutschland.

Nun wollen die Menschen nicht zum Kieler Hauptbahnhof, sondern weiter zu den Wettkämpfen an der Kieler Förde. Schon das Verkehrskonzept für die letzte Olympiabewerbung in 2015 hat nahegelegt, dass das nicht alleine mit Bussen gelingen wird.

“Auch Kiels Stadtverkehr muss deswegen für Olympia fit gemacht werden. Die Stadtbahn wird umso mehr gebraucht und eine Strecke in den Kieler Norden muss in die Planung. Da kurioserweise ein Neubau der Olympia-Brücke ansteht, sollte das Land eine Stadtbahn in die Planungen mitaufnehmen”, so der Landesvorsitzende Stefan Barkleit. Quelle: Fahrgastverband PRO BAHN Schleswig-Holstein/ Hamburg / CM

Frecciarosse-Züge auf den Strecken Rom-Berlin und Paris-London

Für den Hochgeschwindigkeitsverkehr jenseits von 230 km/h wurden auf der Innotrans 2026 zwei Wagen eines 8-teiligen EMU von Hyundai Rotem für 320 km/h gezeigt. Der Zug soll 2028 in Südkorea in den kommerziellen Betrieb gehen .

Dabei handelt es sich bereits um die 3. Generation der KTX HGV-Triebzüge EMU-320 von Korail mit verteiltem Antrieb, die vollständig in Korea entwickelt und gebaut wurden. Die Gestaltung der Fahrgasträume orientiert sich stark am japanischen Vorbild Shinkansen mit in Fahrtrichtung schwenkbaren Sitzen und kleinen Fenstern für jede Sitzreihe.

In der Halle war noch das Designkonzept eines Hochgeschwindigkeitszugs der nächsten Generation zu sehen, der eine Auslegungsgeschwindigkeit von 400 km/h und eine Betriebsgeschwindigkeit von 370 km/h haben soll.

Keine Messeneuheit war der Frecciarossa 1000 von Hitachi für die FS. Der ETR 1000, der seine Premiere bereits 2015 hatte, wurde nach 10 Jahren von Hitachi jedoch grundlegender überarbeitet, als man es vom Äußeren her sieht. Neben einer Erneuerung des Interieurs mit den 4 Klassen Standard (orange), Premium (rot), Business (blau) und Exekutive (braun) im Hinblick auf das Kundenerlebnis (Komfort, Ergonomie und Design) gab es auch eine Modernisierung der Steuerungs-, Antriebs- und Überwachungstechnik, die längere Zulassungsprozeduren nach sich zog. Dadurch sollen sich Verbesserungen bei Energieeffizienz, Instandhaltungsaufwand und Recyclingfähigkeit ergeben. Die Bezeichnung der neuen Generation lautet ETR 1000 R1 und kommt auch in der Nummerierung mit Nummern ab 101 zum Ausdruck.

Auch die Marke Frecciarossa wurde erneuert mit einem F-Monogramm, das 5 Bedeutungen symbolisiert:

• Future (Modernität-Innovation-Nachhaltigkeit)
• Forward (Dynamik-Bewegung)
• Fast (Geschwindigkeit)
• First (Excellenz-Qualität)
• For all (Zugänglichkeit-Inklusion)

In einer Pressekonferenz bekräftigte Trenitalia frühere Ankündigungen, dass dieser Zug nach ersten Auslandseinsätzen in Spanien und Frankreich ab Sommer 2027 auchvia Östereich nach München und dann weiter nach Berlin fahren soll. Und von Paris will man mit 19 im August 2026 bestellten Frecciarossa dann 2029 weiter durch den Eurotunnel nach London, später auch nach Brüssel und Amsterdam. Insgesamt sollen 57 neue Frecciarossa bis 2029 in Betrieb gehen. Aufbauend auf den Erfahrungen mit den bisherigen Auslandsaktivitäten könnte Trenitalia dann im nächsten Jahrzehnt mit seinen Frecciarossa als ‚Metro of Europe‘ die wichtigsten europäischen Metropolen vernetzen. Ob in Kooperation mit den Platzhirschen (z. B. ÖBB, DB) oder in Konkurrenz (z.B. RENFE) werde man sehen. Die Märkte seien jedenfalls groß und wachsend. Quelle: Lokreport / CM

Amsterdam: Israelische Fluggäste werden gefilzt

Israelische Passagiere müssen bei der Ankunft am Flughafen Amsterdam mit Gepäckkontrollen rechnen, nachdem die Niederlande ein Verbot für Waren aus illegalen Siedlungen erlassen haben.

Wer von Israel nach Amsterdam reist, läuft Gefahr, dass sein Gepäck bei der Ankunft auf Waren untersucht wird, die in illegalen israelischen Siedlungen im Westjordanland hergestellt wurden; Hintergrund ist eine neue, rückwirkend geltende Regelung der niederländischen Regierung.

Seit September 2022 ist die Einfuhr von Waren in die Niederlande verboten, die in israelischen Siedlungen hergestellt oder produziert wurden, welche von der Europäischen Union als rechtswidrig eingestuft werden. Die EU führt eine umfangreiche Liste israelischer Postleitzahlengebiete, die seit 1967 unter israelische Kontrolle geraten sind.

Die niederländischen Behörden haben darauf hingewiesen, dass das Verbot für alle Arten von Waren gilt – unabhängig davon, ob es sich um ein Souvenir, ein Geschenk oder einen Gegenstand für den persönlichen Gebrauch handelt.

Es obliegt dem Reisenden, nachzuweisen, dass das in die Niederlande eingeführte Produkt nicht aus einer von der EU als illegal eingestuften Siedlung stammt. Viele israelische Produkte geben inzwischen gut sichtbar die Postleitzahl des Herstellungsortes an, um die Einhaltung dieser Vorschriften zu belegen.

Gegenstände, die sich nicht mehr in der Originalverpackung befinden, könnten jedoch wegen Verstoßes gegen diese Vorschrift beschlagnahmt werden. Auch Waren, die vor Inkrafttreten des Gesetzes erworben wurden, fallen unter diese Regelung und können vom Zoll eingezogen werden.

Einige israelische Passagiere, die mit der nationalen Fluggesellschaft El Al von Tel Aviv zum Flughafen Amsterdam-Schiphol geflogen sind, berichten von Zollkontrollen, die gezielt Reisende ihrer Flüge betrafen; allerdings bleibt unklar, ob es sich dabei um Routinekontrollen handelte oder ob diese speziell aufgrund der neuen Vorschrift erfolgten.

Zu den gängigen Produkten, die unter das niederländische Verbot fallen könnten, gehören Lebensmittel und Snacks sowie Kosmetika aus dem Toten Meer. Allerdings hat der israelische Kosmetikhersteller Ahava seine Produktionsstätten längst aus dem Westjordanland verlagert.

KLM Royal Dutch Airlines nahm am 25. August den Flugbetrieb zwischen Amsterdam und Tel Aviv wieder auf, wobei die Verbindung derzeit nicht als Direktflug durchgeführt wird. Stattdessen legt das Flugzeug einen kurzen Zwischenstopp in Larnaka (Zypern) ein, wo ein Besatzungswechsel stattfindet. Die erste Besatzung übernachtet anschließend in Larnaka, um einen Aufenthalt in Tel Aviv zu vermeiden. Die zweite Besatzung fliegt von Larnaka nach Tel Aviv und kehrt von dort direkt (ohne Zwischenstopp) nach Amsterdam zurück. Quelle: Rijksoverheid.nl / CM