Ausbau der Strecke Lübeck-Neustadt

„Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt, dass der Bund, das Land Schleswig-Holstein und die DB InfraGO sich für einen Ausbau und Elektrifizierung im Streckenabschnitt Haffkrug – Ratekau und somit für einen Ausbau der Anbindung der stark nachgefragten Bahnstationen Scharbeutz und Timmendorfer Strand im Nahverkehr ausgesprochen haben”, so Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg. 

Der Bund, das Land Schleswig-Holstein und die DB InfraGO sind nun gefordert, eine belastbare Zeitschiene für die Klärung der offenen Aspekte betreffend den Ausbau und die Elektrifizierung im Streckenabschnitt Haffkrug – Ratekau vorzustellen. 

Aus der Sicht des Fahrgastverbands PRO BAHN sind noch etliche Aspekte des Ausbaus und der Elektrifizierung im Streckenabschnitt Haffkrug – Ratekau zu klären- :

• Welches Angebots-Konzept ist auf der Bahnstrecke Neustadt – Lübeck mit der Anbindung der sehr stark nachgefragten Bahnstationen Scharbeutz und Timmendorfer vorgesehen?

• Welche Anpassungen an der geplanten Schieneninfrastruktur im Streckenabschnitt Neustadt – Ratekau sind durch das geplante Angebots-Konzept erforderlich und verkehrlich sinnvoll?

• Welche Anpassungen an der geplanten Schieneninfrastruktur der neuen Bahnstationen Haffkrug und Ratekau sind für die Anbindung eines ausgebauten und elektrifizierten Streckenabschnitts Haffkrug – Ratekau erforderlich und verkehrlich sinnvoll?

• Ist eine Fertigstellung und Inbetriebnahme der Ausbaustrecke Neustadt – Lübeck im Streckenabschnitt Neustadt – Ratekau und der Neubaustrecke Puttgarden – Lübeck im Streckenabschnitt Ratekau – Lübeck in der Vertragslaufzeit des bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2035 laufenden Verkehrsvertrages Elektro-Netz Ost realistisch?

Aus der Sicht des Fahrgastverbands PRO BAHN sind folgenden Aspekte des Angebotes und der Fahrzeuge zur Fertigstellung und Inbetriebnahme der aus- und neugebauten Schieneninfrastruktur zu klären:

Ist ein Einsatz der für eine aus- und neugebaute sowie elektrifizierte Bahnstrecke Neustadt – Lübeck beschafften Doppelstock-Triebwagen der Baureihe 445.1 in der Vertragslaufzeit des bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2035 laufenden Verkehrsvertrages Elektro-Netz Ost realistisch?

Sofern nicht: Ist ein Einsatz der derzeit auf der Bahnstrecke Neustadt – Lübeck eingesetzten Diesel-Triebwagen der Baureihe 648.1 (Baujahr 2004) und 648.3 (Baujahr 2009) bis zum Ende des bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2035 laufenden Verkehrsvertrages Elektro-Netz Ost realistisch?

Sofern nicht: Ist eine Beschaffung weiterer Batterie-Triebzüge aus dem Rahmenvertrag des Landes Schleswig-Holstein und der NAH.SH mit dem Hersteller Stadler Rail für einen Einsatz auf der Bahnstrecke Neustadt – Lübeck bis zum Ende des bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2035 laufenden Verkehrsvertrages Elektro-Netz Ost realistisch? Quelle:Fahrgastverband PRO BAHN Schleswig-Holstein/ Hamburg  / CM

Reisestress kann zum Risiko für Firmen werden

Der SAP Concur Global Business Travel Survey 2024 – eine der umfassendsten Erhebungen zum Thema Reisestress – belegt, dass Reisestress systematische betriebliche Ursachen hat: Unsicherheiten durch Sicherheitsbedenken sowie politische und soziale Risiken, aber auch der wachsende Planungsaufwand durch Compliance- und Budgetanforderungen zwingen Reisende und Travel Manager gleichermaßen zu Zeitpuffern und zusätzlichen Kontrollschleifen. Das belastet die Work-Life-Balance und kostet interne Produktivität.  

Der Stress beginnt oft lange vor dem eigentlichen Abflug. Fehlende Übersicht über verfügbare Optionen, Reiserichtlinien, die schwer auffindbar oder widersprüchlich sind, all das kostet Zeit und Nerven. Hinzu kommt der Stress, der an Schnittstellen entsteht: bei kurzfristigen Änderungen, fehlender Transparenz oder mangelnder Unterstützung unterwegs. Gerade in einer zunehmend dynamischen Arbeitswelt kann dies zu unnötigen Belastungen führen. Zum Beispiel durch:

  • Verspätungen und Flugausfälle ohne klare Alternativen
  • Hotelbuchungen, die nicht den Erwartungen entsprechen
  • Zeitdruck durch enge Anschlüsse oder mangelnde Pufferzeiten
  • Unsicherheit im Ausland, ob bei Zahlungsmitteln, Gesundheitsfragen oder Sicherheitslage
  • Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein, wenn etwas schiefläuft

Das zeigt: Stress ist kein privates Problem. Er ist ein Unternehmensrisiko. Wer gestresst ankommt, ist nicht in Bestform für das entscheidende Kundengespräch. Wer durch chaotische Buchungsprozesse Zeit verliert, dem fehlt diese Zeit für die eigentliche Arbeit. Genau das passiert täglich in deutschen Unternehmen: Mitarbeitende kämpfen sich durch unzureichend organisierte Reiseprozesse, stehen bei Störungen ohne Unterstützung da und verlieren wertvolle Arbeitszeit mit der Lösung operativer Reiseprobleme. Die Folgen sind handfest: sinkende Produktivität, nachlassende Mitarbeiterzufriedenheit und im schlimmsten Fall Verlust von Fachkräften.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Viele Unternehmen haben keine professionellen Prozesse für das Reisemanagement etabliert bzw. es gibt bei ihnen weder Mobilitäts- noch Travelmanager. Mitarbeitende buchen selbst, oft auf verschiedenen Plattformen, ohne Überblick über Kosten, Risiken oder den eigenen Aufenthaltsort im Notfall.

Die gute Nachricht: Unternehmen, die in professionelles Mobilitäts-Management investieren, schaffen spürbare Entlastung für ihre Reisenden und damit echten Mehrwert für das Unternehmen. Denn hier kommen Travel Management Companies (TMCs) ins Spiel. Sie übernehmen die Organisation, bieten strukturierte Prozesse und stehen Reisenden jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus beraten sie Unternehmen strategisch beim Aufbau einer Reiseinfrastruktur, die Mitarbeitende entlastet und gleichzeitig Kosten optimiert. Mit ihrem Marktzugang, ihrer technologischen Kompetenz und ihren Notfallservices sind TMCs ein unverzichtbarer Baustein moderner Unternehmensorganisation.

Konkret bedeutet das:

  • Klare, leicht zugängliche Reiserichtlinien, die den Mitarbeitenden Sicherheit geben statt Bürokratie
  • Zentrale Buchungsplattformen mit Genehmigungsworkflows, die Zeit sparen
  • 24/7-Notfallunterstützung, damit Reisende wissen, wenn etwas schiefgeht, bin ich nicht allein
  • Traveller Tracking und Duty of Care – aus Fürsorgepflicht, nicht als Kontrolle
  • Regelmäßiges Feedback von Reisenden, um Prozesse stetig zu verbessern

„Travel Management Companies sind bei diesem Thema unverzichtbare Partner. Sie bringen die Expertise, die Technologie und die Erreichbarkeit mit, die moderne Unternehmen brauchen“, sagt Albert und betont: „Stressärmere Geschäftsreisen sind kein Komfortthema – sondern ein strategischer Erfolgsfaktor.“ Quelle: Chefsache Business Travel / CM

Automesse Chengdu weist den Weg in die Zukunft des Automobils

In Westchina startet am Freitag, 21. August 2026, die Chengdu Auto Show. Auch VW, Audi, BMW und Mercedes-Benz präsentieren ihre neuesten Modelle. Auf 220.000 m2 sind ca. 120 Automarken mit zusammen 1.600 Automobilen, fast ausschließlich BEV, zu finden. Auffallend: Luxusfabrikate wie Porsche, Lamborghini und Rolls-Royce sind kaum zugegen.  Sichtbar wird hingegen, dass sich der Wettbewerb auf dem weltgrößten Automarkt immer weiter verschärft. 

Deutlich sind zudem Anzahl und Anteil der Modelle mit fortschrittlicher intelligenter Fahrassistenz.Unter den neuen Kraftfahrzeugmarken werden Xiaomi Pengcheng N90 Max und N70 Max auf der Chengdu Auto Show vorgestellt, Auch der XPeng G9L wird seine Premiere erleben.

Bei den traditionellen eigenständigen Marken hat die BYD Group den gesamten Pavillon 9 gebucht, und viele neue Fahrzeuge feiern ihre Premieret. Der neue Da der Dynastie-Reihe und der dritte Generation Tang feiern offiziell Premiere; der Sea Lion 08 wird offiziell sein Interieur vorstellen; der Formula Leopard Titanium 9 / Shark Pickup feiert Premiere, die Formula S-Serie wird vollständig vorgestellt; die Hardtop-Version des Denza Z feiert ihre nationale Premiere. Ein weiteres Unternehmen, das einen gesamten Pavillon gebucht hat, ist Chery, das sich im Pavillon 5 befindet und ebenfalls viele neue Fahrzeuge vorstellen wird, z.B. den Exeed EX6 sowie die Retro-Version des QQ3, die Sportversion des Fengyun A9L und der Jetour Globetrotter. 

Diesen elektrischen Jetta gibt es nur in China. Foto SAIC/VW

Geely Galaxy wird die beiden Modelle Galaxy Battleship 700 und Galaxy TT erstmals vorstellen, Changan den Deepal S05 und GAC wird ebenfalls neue Modelle wie den Trumpchi Yue 7 und den Aion Ray 7 zeigen. 

Auf der diesjährigen Chengdu Auto Show werden die Stände vieler Joint-Venture-Marken neue Elektroautos ausstellen, die von chinesischen Teams entwickelt wurden, darunter  SAIC Volkswagen. Das Unternehmen  zeigt das Range-Extender-Flaggschiff-SUV ID.ERA 8X und das kompakte reine Elektro-SUV ID.ERA 5 sowie die Plug-In-Hybrid-Limousine ID.ERA 5S.  Die Jetta-Marke unter FAW-Volkswagen wird ebenfalls die Premiere ihres ersten reinen Elektro-Limousine Jetta M6 feiern. 

Die Buick-Marke SAIC GM  präsentiert das BEV Zhijing L7. Cadillac, das ebenfalls zu SAIC GM gehört, wird auf der Chengdu Auto Show den Vorverkauf des XT5 PHEV starten. Dieses Modell ist das erste Plug-In-Hybrid-Modell von Cadillac in China und wird zudem mit Lidar und der fortschrittlichen intelligenten Fahrassistenz des Momenta R7-Weltmodells ausgestattet, um besser mit anderen inländischen neuen Elektro-Luxus-SUVs zu konkurrieren. 

Mazda zeigt die EZ-60 Laser-Version. 

BMW ist mit dem neuen iX3 vertreten. 

Beijing Hyundai wird e den Vorverkauf des Ioniq V starten, der auf der globalen reinen Elektroplattform entwickelt wurde.

Der Wettbewerb auf dem chinesischen Markt für neue E-Fahrzeuge ist nach wie vor heftig. Selbst wenn Joint-Venture-Automobilhersteller Modelle entwickeln, die den Bedürfnissen chinesischer Nutzer entsprechen, ist es keine leichte Aufgabe, mit den neuen BEV der Mainstream-eigenständigen Marken Chinas zu konkurrieren. Quelle: eu.36kr.com / CM

Australien plant erste Hochgeschwindigkeitsstrecke

Der Bau der australische Hochgeschwindigkeitsbahn Newcastle – Sydney schreitet konstant voran. Zwei Gruppen internationaler Bahnhersteller und -bauherrn wurden ausgewählt, um an der Entwicklungsphase des Hochgeschwindigkeitsbahnprojekts mitzuwirken. Am 19. August wurden drei vorqualifizierte Bieter für die Züge und am 17. August drei Bieter für den Bau der Strecke im „Early Contractor Involvement“-Verfahren (ECI) ausgewählt.

Einige der weltweit führenden Hersteller und Zulieferer im Bereich Hochgeschwindigkeitsbahnen wurden am 19.08.2026 ausgewählt, um an der Entwicklungsphase des Hochgeschwindigkeitsbahnprojekts von Newcastle nach Sydney mitzuwirken.

Als erste Neubaustrecke entsteht eine doppelgleisige elektrische Schnellfahrstrecke von Newcastle nach Sydney.

Hochgeschwindigkeitszüge mit Vmax 320 km/h werden für die Hochleistungsstrecke benötigt. Sie sollen etwa 30 Minuten von der Central Coast nach Newcastle benötigen und weitere 30 Minuten bis Sydney. 

Drei globale aktive Bahntechnikhersteller wurden nach einem Ausschreibungsverfahren in die engere Auswahl für ein „Early Contractor Involvement“-Verfahren (ECI) aufgenommen:

• Alstom/UGL-Joint-Venture: Alstom Transport Australia, UGL Engineering;

• ARC-Joint-Venture: Siemens Mobility, Siemens Mobility GmbH, Mott MacDonald Australia;

• Hitachi Rail STS Australia.

Diese drei Bieter werden nun miteinander im Wettbewerb stehen, um Australiens erste Hochgeschwindigkeitszüge und -systeme zu entwickeln. Sie werden ihre Arbeit auf bewährte Züge und Systeme stützen, die weltweit bereits erfolgreich im Einsatz sind, unterstützt von international erfahrenen Konstrukteuren, Systemintegratoren und Ingenieurbüros und an die australischen Gegebenheiten angepasst.

Die drei Bieter sind Teil des ECI-Verfahrens der High Speed Rail Authority, das die Kosten, den Umfang, die Konzeption und die Genehmigungen für die Hochgeschwindigkeitsbahn festlegt, um das Projekt baureif zu machen und der australischen Regierung zu ermöglichen, am Ende der Entwicklungsphase eine Investitionsentscheidung zu treffen.

Im Rahmen des ECI-Verfahrens werden ausgereifte, bewährte Zug- und Bahntechnologien für das Projekt verfeinert anstatt Züge von Grund auf neu zu entwickeln. Einer dieser drei Bewerber würde dann von der Hochgeschwindigkeitsbahnbehörde der australischen Regierung ausgewählt, um die Züge, das Depot und die zugehörigen Systeme zu liefern.

Drei Konsortien zur Realisierung der Neubaustrecke. Das Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt von Newcastle nach Sydney ist in die Entwicklungsphase vorgerückt. Einige der erfahrensten, weltweit führenden Tunnelbau- und Bauexperten Australiens wurden am 17.08.2026 mit der detaillierten Planung der australischen Hochgeschwindigkeitsbahn beauftragt. Nach einer Ausschreibung wurden drei große Baukonsortien für ein „Early Contractor Involvement“-Verfahren (ECI) in die engere Wahl gezogen:

• Acciona John Holland Joint Venture

• Advanced Alliance Joint Venture: Gamuda Engineering, FCC Construction Australia, Samsung C&T Corporation;

• GoFar Joint Venture: CPB Contractors, Ferrovial Construction (Australia), VINCI Construction Grands Projects Australia.

Diese Konsortien werden nun im Wettbewerb miteinander Pläne für das Bauabschnittspaket 1 entwickeln, bei dem es sich um den Abschnitt der Strecke von Newcastle nach Sydney zwischen Berowra und Ourimbah handelt. Der umfasst 

• etwa 35 km Doppeltunnel zwischen Berowra und Ourimbah

• Bau des Neuen Bahnhofs „Central Coast“ in Gosford; und

• Realisierung der Schnellfahrtrasse und Bahnhöfe sowie weiterer baulicher und oberirdischer Infrastrukturarbeiten entlang des Abschnitts Berowra–Ourimbah.

Die drei Konsortien, die über internationale Fachkompetenz im Bereich Hochgeschwindigkeitsbahn verfügen, sind Teil des ECI-Prozesses der High Speed Rail Authority, der die Kosten, den Umfang, die Planung und die Genehmigungen für die Hochgeschwindigkeitsbahn abschließt, um das Projekt baureif zu machen und es der australischen Regierung zu ermöglichen, am Ende der Entwicklungsphase eine Investitionsentscheidung zu treffen. Quelle Minister for Infrastructure, Transport, Regional Development and Local Government / CM

ICE Amsterdam-Bremen-Hamburg/Hannover-Berlin

Ab Freitag, 02. Oktober 2026, fährt NS International mit den neuesten ICE-Zügen von Amsterdam direkt nach Bremen und Hamburg bis Berlin. Auf niederländischer Seite bestehen Zusteigemöglichkeiten ab  Amsterdam in Hilversum, Amersfoort, Apeldoorn, Deventer und Hengelo. Tickets können bereits über die NS International-App gebucht werden.

Heike Luiten, Geschäftsführerin von NS International: „Der Zug gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Hamburg und Bremen stehen schon seit Langem auf der Wunschliste von NS International. Durch die Aufnahme neuer Städte machen wir noch mehr europäische Reiseziele für unsere Fahrgäste bequem und nachhaltig erreichbar. Dabei bieten wir hohen Komfort, den Reisende von NS International erwarten dürfen. 

Vom 02. Oktober bis einschließlich 12. Dezember 2026 fährt NS International nach Hamburg-Harburg und Hamburg-Bergerdorf. Vom 13. Dezember bis einschließlich Ende 2027 fährt NS International nach Bremen Hbf und Hamburg Hbf. Diese Fahrkarten können ab dem 15. Oktober 2026 gebucht werden.

Vom 02. Oktober 2026 bis einschließlich Ende Dezember 2027 verkehren täglich vier Züge auf der Relation Amsterdam-Bremen-Hamburg-Berlin. Nach Hannover fahren täglich drei Direktzüge. Den aktuellsten Fahrplan finden Reisende jederzeit in der NS International-App.

Die neuen ICE sind mit allem Komfort ausgestattet und verfügen über Klimaanlage, einen Bar- und Bistro-Wagen, Sitzplatzreservierung sowie Rollstuhlzugänglichkeit. Zudem ist die Mitnahme von Gepäck kostenlos. Tickets können über die Website von NS International oder in der NS International-App gebucht werden.  Quelle NS / CM

American: Hightech-Screens in den Rückenlehnen aller Single-Aisle-Jets

American Airlines wird in allen Flugzeugen ihrer Schmalrumpfflotte an jedem Sitzplatz Unterhaltungsbildschirme in der Rückenlehne installieren, so der US-Carrier. Die „hochmodernen“ Bildschirme sollen laut American ab 2028 in alle neu ausgelieferten Airbus- und Boeing-Flugzeuge integriert sowie in bereits vorhandenen Maschinen nachgerüstet werden. Die Einführung der neuen Displays soll „so schnell wie möglich“ erfolgen; die vollständige Ausstattung der Flotte wird für Anfang des nächsten Jahrzehnts erwartet.

Die Bildschirme bieten laut der Fluggesellschaft „großformatige Premium-Displays“, 4K-Technologie, ein erweitertes Angebot an Inhalten und Partnerschaften sowie personalisierte Unterhaltungsempfehlungen und verbesserte Flugkarten mit Informationen zum Reiseziel. Die Großraumjets (Widebody-Flotte) sowie die Schmalrumpfmaschinen des Typs Airbus A321XLR verfügen bei AA bereits über solche Bildschirme in der Rückenlehne.

American rüstet die gesamte Schmalrumpfflotte mit Hightech-Bildschirmen in den Rückenlehnen aus. Foto: AA

Darüber hinaus rüstet American einen Großteil ihrer Schmalrumpfflotte um, um die Anzahl der „Main Cabin Extra“-Sitze zu erhöhen. Dies ermöglicht „noch mehr Passagieren Zugang zu zusätzlicher Beinfreiheit, früherem Boarding, reserviertem Stauraum in den Gepäckfächern über den Sitzen sowie einem kostenlosen Getränk.“ Zudem modernisiert die Fluggesellschaft die Kabinenausstattung der Flotte. American machte indes keine Angaben zur genauen Anzahl der zusätzlichen „Main Cabin Extra“-Sitze; auch die Zeitpläne für die Umrüstungen und die Auslieferung der neuen Flugzeuge werden derzeit noch finalisiert.

Die Meldung zu den Sitzen folgt auf die Ankündigung von American, die Schmalrumpfflugzeuge der Typen Airbus A319 und A320 mit zusätzlichen Premium-Sitzen auszustatten; dadurch erhöht sich das First-Class-Angebot in diesen Maschinen von bisher 12 bzw. 8 auf 16 bzw. 12 Plätze. Die künftigen Boeing 737 Max 10 der Fluggesellschaft werden über 24 First-Class-Sitze verfügen, und auch die Airbus A321neo-Flotte wird umgerüstet, um zusätzliche First-Class-Plätze zu bieten, so American.

„Wir verzeichnen weiterhin eine starke Nachfrage nach Premium-Produkten in unserem gesamten Streckennetz – insbesondere bei Geschäftsreisenden, die zunehmend Wert auf Platz, Komfort und Produktivität am Boden und in der Luft legen“, erklärte Lucas Martin, Senior Vice President für den weltweiten Vertrieb bei American.

„Die Nachfrage nach Geschäftsreisen bleibt robust; so stiegen die Umsätze aus Firmenverträgen im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 26 %. Der Ausbau des Premium-Sitzplatzangebots spiegelt das heutige Reiseverhalten unserer Kunden wider und stellt sicher, dass die Flugzeuge auf diese Präferenzen ausgerichtet sind.“ Quelle: American Airlines / CM

 

Perk MCP ermöglicht Reise- und Spesenfunktionen über KI-Assistenten

Das Travel-Management-Unternehmen Perk (vormals TravelPerk) hat Funktionen für die Reisebuchung, das Spesenmanagement und andere Aufgaben über KI-Assistenten freigeschaltet. 

Über den „Model Context Protocol“-Server (MCP) können Kunden weltweit Aufgaben mithilfe von KI-Assistenten wie Claude und ChatGPT und durch Anfragen in natürlicher Sprache erledigen. So kann ein Business Traveller den Assistenten beispielsweise bitten, einen Flug für eine bestimmte Reise zu suchen oder eine Buchung zu stornieren, während eine Führungskraft alle Ausgaben unterhalb eines bestimmten Betrags genehmigen oder nach Buchungen suchen lassen kann, die nicht den Unternehmensrichtlinien entsprechen.

„Wir haben dies entwickelt, damit Kunden in Echtzeit Einblicke gewinnen und Maßnahmen ergreifen können, während Unternehmen die Kontrolle behalten – unabhängig davon, mit welchen Tools sie arbeiten“, erklärte Nikita Miller, Chief Product Officer bei Perk, in einer Mitteilung.

Laut Perk ermöglicht das MCP auch Event-Managern die Arbeit mit den Assistenten, etwa um regelmäßige Offsite-Meetings zu planen oder Erinnerungen an Mitarbeiter zu senden, die noch nicht auf Einladungen zu Veranstaltungen reagiert haben. Zudem kann das MCP über das Tool „Entry Ready“ Informationen zu elektronischen Visa und sonstigen Einreisebestimmungen bereitstellen.

Für den September 2026 plant Perk die Einführung des „Perk Agent“ für Slack; damit können Nutzer direkt in Slack interagieren und auf den MCP-Connector zugreifen, ähnlich wie bei den KI-Assistenten, so das Unternehmen. Quelle: Perk / CM

Erst zu langsam, jetzt zu schnell

Ryanair-Kabinenpersonal beschwerte sich, die Sicherheitsvorführung sei zu langsam … Jetzt wurde sie beschleunigt, und die Crew kommt kaum noch hinterher.

yanair ist bekannt für extrem kurze Bodenzeiten: Zwischen der Ankunft am Gate und dem Zurücksetzen für den nächsten Flug sind lediglich 25 Minuten vorgesehen. Nun muss sich das Kabinenpersonal von Europas größter Billigfluggesellschaft jedoch an eine neue, beschleunigte Sicherheitsvorführung gewöhnen, die die Stewards und Stewardessen gehörig ins Rotieren bringt.

Beim Billigheimer Ryanair gibt es an Bord weder Bildschirme in den Sitzlehnen noch Deckenmonitore. Das Kabinenpersonal muss die Sicherheitsvorführung daher manuell durchführen und den Passagieren physisch demonstrieren, wie man den Sicherheitsgurt an- und abschnallt, die Sauerstoffmaske aufsetzt sowie die Schwimmweste anlegt und aufbläst. Zudem müssen diese Handgriffe exakt im Takt einer vorab aufgezeichneten Durchsage erfolgen, die vom vorderen Teil des Flugzeugs aus abgespielt wird. Ein einziger ungeschickter Handgriff genügt, um aus dem Takt zu geraten – ein Fehler, auf den Ryanair-Passagiere oft besonders gnadenlos reagieren.

Erst ging die Sucherheitsvorführung zu langsam, jetzt ist sie viel zu schnell. Foto: Reddit

Die vorab aufgezeichneten Sicherheitsdurchsagen von Ryanair sind geradezu legendär für ihren monotonen Vortrag durch einen Sprecher mit dem sogenannten „D4-Akzent“ – jener irischen Sprechweise, die als besonders vornehm gilt (benannt nach Dublins exklusivstem Postleitzahlengebiet). Man stelle sich nasale, gedehnte Vokale vor, bei denen jedes einzelne Wort klar und präzise ausgesprochen wird. Der D4-Akzent ist für seinen langsameren, bedächtigeren Sprechrhythmus bekannt; dies führte bei der Ryanair-Kabinenbesatzung jedoch bisweilen zu dem Eindruck, die Sicherheitsvorführung dauere viel zu lange. Das Kabinenpersonal beschwerte sich, und die Fluggesellschaft schien darauf zu reagieren. Sie führte eine aktualisierte, vorab aufgezeichnete Sicherheitsvorführung mit einer ähnlichen Stimme ein. Zunächst empfand das Kabinenpersonal die neue Vorführung als noch langsamer als die vorherige … doch nach monatelanger Anwendung berichten einige nun, sie kämen kaum noch hinterher und kämen sich vor, als würden sie sich wie wild im Kreis drehen.

Zum Vergleich: Die vorherige Sicherheitsvorführung aus dem Jahr 2025 hatte eine Laufzeit von 3 Minuten und 25. Die neueste Version von 2026 ist fast 40 Sekunden kürzer. „Wir drehen uns wie Ballerinas“, kommentierte ein Ryanair-Flugbegleiter in einem TikTok-Video zur neuen Vorführung. „Ich stimme zu, man hat nicht einmal Zeit, das nächste Vorführungsutensil in die Hand zu nehmen“, antwortete ein anderes Besatzungsmitglied.

Anmerkung von CM: Die australische Fluggesellschaft Qantas hatte 2024 ein Sicherheitsvideo erstellt, das fast 10 Minuten dauerte. Die Airline reagierte auf das Feedback, besann sich auf das Wesentliche und verkürzte die Laufzeit der Sicherheitsvorführung erheblich. Quelle: Ryanair / CM

 

United-Pilot beschimpfte Kabinencrew über die Bord-Lautsprecher

Ein Pilot von United Airlines beschimpfte gegen Ende eines 15-stündigen Fluges von Kapstadt nach Washington Dulles die Flugbegleiter über das eingeschaltete Bordmikrofon. Passagiere zeigten sich fassungslos über das ungebührliche Verhalten des Piloten.

Der Vorfall ereignete sich auf dem United-Flug UA-2023; die Passagiere verharrten in fassungslosem Schweigen, während der Pilot seine mit unflätigen Ausdrücken gespickte Tirade gegen die Flugbegleiter losließ. „Nachdem man 1,5 Millionen Meilen geflogen ist, glaubt man, schon alles erlebt zu haben – doch der heutige Flug von Kapstadt (CPT) nach Washington (IAD) war für mich eine Premiere“, berichtete ein geschäftsreisender Vielflieger, der an Bord war, auf Reddit.

Dem Passagier zufolge ereignete sich der Vorfall kurz nachdem einer der Piloten die übliche Durchsage vor der Landung gemacht hatte – mit dem „gewohnten Gerede darüber, dass wir bald landen, sowie Angaben zu Temperatur, Wetterbedingungen usw.“ Die Durchsage endete wie üblich, doch 30 Sekunden später war die Stimme des Piloten erneut über das Bordlautsprechersystem zu hören.  „Hallo? … Hallo?“, sagte der Pilot. Als keine Antwort erfolgte, wurde seine Wortwahl deutlich deftiger. „Was für ein Haufen verdammter Idioten! Sie gehen einfach nicht ans Telefon“, schimpfte der Pilot. Die Passagiere saßen schweigend da, während der Pilot noch einige weitere Male das „F-Wort“ benutzte.

Ein United-Kapitän soll sich dem Kabinenpersonal gegenüber sehr unschön benommen haben, sagen Passagiere. Foto: United

Der Purser versuchte verzweifelt, das Cockpit anzurufen, um die Flugbesatzung auf das eingeschaltete Mikrofon hinzuweisen, doch seine Bemühungen blieben erfolglos. „Das Ganze dauerte mindestens sieben Minuten, vielleicht auch etwas länger, bis endlich Ruhe einkehrte. Sehr unangenehm!“, berichteten Passagiere. „Was auch immer mit dem Mikrofon der Durchsageanlage passiert war – es schien nie vollständig behoben worden zu sein, denn während des restlichen Fluges blieb auf den Bildschirmen die Meldung ‚Durchsage läuft‘ eingeblendet.“

Das klingt stark nach einem Fehler der Cockpitbesatzung und nicht der Flugbegleiter. Möglicherweise hat der Pilot das Intercom-Mikrofon im Cockpit für eine Durchsage an die Passagiere genutzt, aber anschließend die Verbindung nicht ordnungsgemäß getrennt. Danach versuchte er, über sein Headset die Station des Chef-Flugbegleiters (Purser) anzurufen, kam aber nicht durch, da die Leitung durch die noch aktive Durchsage belegt war.

Solche Fehler kommen hin und wieder vor, wenngleich es eher selten vorkommt, dass Piloten ihre Flugbegleiter ziemlich unflätig beschimpfen. Es hat jedenfalls nicht den Anschein, als hätte auf diesem Flug eine gute Zusammenarbeit (CRM – „Crew Resource Management“) zwischen Piloten und Flugbegleitern geherrscht. Quelle: Reddit / CM

Die Zukunft lautet „3 x 400“

Deutsche Hersteller haben bei Elektroautos technologisch zur Konkurrenz aus China und den USA aufgeschlossen, teilweise sogar die Führung übernommen. Doch die Zukunft der E-Mobilität entscheidet sich nicht bei Maximalwerten auf dem Datenblatt.

Experten sehen den neuen Sweetspot bei der Formel „3 x 400“. Also 400 km reale Reichweite , 400 kW Ladeleistung und 400 km  Nachladen in rund zehn Minuten. Reichweite allein reicht nicht für die Langstreckentauglichkeit eines  BEV. Entscheidend wird Effizienz – und wie schnell nachgeladen werden kann.  Effizienz, stabile Ladekurven und eine gute Ladeinfrastruktur werden wichtiger als immer größere Batterien und spektakuläre Megawatt-Versprechen.

Andreas Hensel vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE bewertet die Demonstration von Ladeleistungen im Megawattbereich durch Chinas Stromer-Riesen BYD als technisch machbar, ordnet dies jedoch primär als Marketinginstrument und Signal ein. Für die breite Mobilitätswende sei eine solche Leistung nicht zwingend erforderlich.

Im Bereich der Pkw liegt der Engpass laut Hensel nicht primär bei der maximalen Ladeleistung. Während im CCS-Bereich bei 800-Volt-Fahrzeugen heute etwa 400 Kilowatt möglich seien, erreichten viele aktuelle E-Autos diese Werte nicht dauerhaft. Die wesentlichen Herausforderungen lägen vielmehr beim Netzanschluss und der Wirtschaftlichkeit. Technisch seien Komponenten wie Batterie, Leistungselektronik, Kabel und Kühlung mit heutigen Lösungen beherrschbar. Ein zentrales Problem stellt aber der Netzausbau dar, da die Zeitkonstanten für solche Maßnahmen sehr lang sind. Netzbetreiber müssen über Jahre planen: So wird beim Unternehmen Netze BW davon ausgegangen, dass sich die Kapazitäten im Verteilnetz innerhalb der nächsten zehn Jahre verdoppeln müssen. Für den Pkw-Bereich wird die bestehende und geplante HPC-Infrastruktur (High Power Charging) von Hensel als ausreichend erachtet, da die Masse der BEV momentan Ladeleistungen zwischen 100 und 150 kWt benötigt.

„Megawatt-Laden ist für Pkw aus seiner Sicht nicht der entscheidende Punkt“, so der Experte. Im Gegensatz dazu bestehe für den Schwerverkehr, insbesondere für Langstrecken-Lkw, ein Bedarf an deutlich höheren Leistungen. Während regionale Einsätze mit CCS abgedeckt werden könnten, erfordere der Fernverkehr an Logistikstandorten und Pausenplätzen eine leistungsstarke Infrastruktur entlang der Hauptachsen oder noch besser: Der Güterverkehr wird wie in den USA mehrheitlich auf die Schiene verlagert. 

Angesichts der stürmischen Entwicklung bei Elektroautos werden die klassischen Benziner oder Diesel schneller als bislang erwartet von der Straße verdrängt. Nach Ansicht des LBBW Research dürften 2027 oder 2028 erstmals mehr vollelektrische Autos (Battery Electric Vehicles, BEV) zugelassen werden als Pkw mit Verbrennungsmotor. „Für Deutschland und Europa erwarten wir 2030 einen BEV-Anteil an den Neuzulassungen von knapp 60 %t“, sagt Analyst Gerhard Wolf. 

Gleich ein ganzes Bündel von Faktoren lässt die Elektro-Quote steigen. Die beiden Autoren verweisen nicht nur auf die neue Abgasnorm Euro 7, die in wenigen Jahren den CO2-Ausstoß weiter senken soll. Einen besonderen Anteil am Durchbruch der Elektrofahrzeuge haben den Autoren zufolge die batterieelektrisch getriebenen Fahrzeug, wohingegen die Zulassungszahlen von Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge (PHEV) mit einem klassischen und einem alternativen Antrieb aus Kosten- und Akzeptanzgründen mittel- bis langfristig deutlich sinken werden. Quelle: LBBW / CM