LG Wuppertal stärkt Verbraucherrechte für E-Autobesitzer

Wer regelmäßig mit E-Fahrzeugen unterwegs ist, kennt vermutlich das Gefühl, dass die Herstellerangabe nicht mit der realen Reichweite des Akkus übereinstimmt. Dieses Problem kennt man s hon von nahzu allen Verbrennerautos, die i.d.R. sehr viel mehr Benzin oder Diesel verbrauchen als es die Propektngaben der Hersteller versprechen. Das Landgericht Wuppertal hatte hierzu nach längerem Rechtsstreit unter dem Aktenzeichen 10 O 282/23 entschieden, dass Käufer eines Elektroautos vom Kaufvertrag zurücktreten können, wenn die tatsächliche Reichweite erheblich von den vom Hersteller beworbenen WLTP-Angaben abweicht. 

Im konkreten Fall lag die tatsächliche Reichweite rund 18 % unter der angegebenen WLTP-Reichweite. Das Gericht stellte klar, dass eine Abweichung von mehr als 10 % einen erheblichen Sachmangel darstellen kann. Damit überträgt das Landgericht die bereits aus der Rechtsprechung zu Kraftstoffverbrauch und Leistungsangaben bei Verbrennerfahrzeugen bekannten Grundsätze erstmals ausdrücklich auf Elektrofahrzeuge und deren Reichweitenangaben. Der Käufer konnte das Fahrzeug zurückgeben und erhielt den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung zurück. Zudem wurden Zinsansprüche zugesprochen.

Zusätzliche „Verbraucher“. Die Entscheidung gewinnt vor dem Hintergrund bekannter Unterschiede zwischen Herstellerangaben und der Praxis besondere Bedeutung. Das Umweltbundesamt verwies bereits vor einigen Jahren darauf, dass auch Elektrofahrzeuge im Realbetrieb häufig höhere Energieverbräuche aufweisen als im offiziellen WLTP-Testverfahren, u.a. durch Heizung, Klimaanlage und weitere Nebenverbraucher. Hinzu kommt der deutlich höhere Verbrauch bei schneller Fahrt. 

Gemäß Tests von InsideEVs können die Unterschiede bei der Autobahnfahrt bis zu einem Drittel über dem kombinierten WLTP-Wert liegen.

Für Fahrzeughalter bedeutet das Urteil aber nicht automatisch einen Anspruch auf Rückabwicklung. Entscheidend ist der Nachweis einer erheblichen und dauerhaften Abweichung. Hierzu wird regelmäßig ein unabhängiges und für den Auftraggeber sehr kostspieliges Sachverständigengutachten erforderlich sein, das die tatsächliche Reichweite unter nachvollziehbaren Bedingungen ermittelt und mögliche Ursachen wie eine übermäßige Batteriealterung dokumentiert. Betroffene sollten frühzeitig rechtlichen Rat einholen und können hier auf das Netzwerk der AvD-Vertrauensanwälte vertrauen.

AvD Präsident Lutz Leif Linden: „Das Urteil des Landgerichts Wuppertal stärkt die Rechte von Verbrauchern und sorgt für mehr Transparenz bei den Leistungsangaben von Elektrofahrzeugen. Wer ein Fahrzeug mit einer bestimmten Reichweite kauft, muss sich grundsätzlich auf diese Angaben verlassen können. Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass die tatsächliche Reichweite von zahlreichen Faktoren wie Temperatur, Fahrweise oder Topografie beeinflusst wird. Künftige Verfahren werden daher sorgfältig prüfen müssen, ob tatsächlich ein technischer Mangel vorliegt oder ob die Abweichung auf normale Betriebsbedingungen zurückzuführen ist. Dennoch setzt die Entscheidung ein wichtiges Signal für ehrliche und nachvollziehbare Herstellerangaben.“ Quelle: Automobilclub von Deutschland (AvD) / CM

Knaus-Tabbert präsentiert die Modellpalette 2027

Gleich in mehreren Beziehungen – Teamwechsel, neue Teamstruktur, neue Strategie und neues Modelljahr 2027 – schlägt Knaus Tabbert, ein führender Hersteller von Reisemobilen, ein neues Kapitel auf. Im Zuge der Jahrespressekonferenz am Werksstandort Jandelsbrunn im Bayerischen Wald präsentierte das Unternehmen nicht nur neue Modelle, sondern vor allem, wofür seine traditionsreichen Marken künftig stehen: für Klarheit, Emotionalität und Fokus.

Diese Neuausrichtung der Knaus Tabbert AG kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Markt spürbar verändert hat. Mittlerweile haben sich die Niederbayern vom Tal der Tränen gut erholt  und bieten heute, was die Kunden erwarten:  Mehr als funktionale Ausstattung, variable Grundrisse oder einen attraktiven Preis. Das Modelljahr 2027 ist die Antwort von Knaus Tabbert auf diesen Wandel. KNAUS läutet eine neue Ära ein, WEINSBERG schreibt ein Erfolgskapitel neu und TABBERT komponiert mit neuer Klangfarbe. So wird aus dem neuen Modelljahr mehr als eine Produktoffensive — es ist ein klares Bekenntnis zur Zukunft, betonte Matjaž Grm, künftig Mitglied des Vorstands. 

Was uns auffiel. Der Hersteller bindet sich stärker an den VW Konzern und dessen Crafter-Chassis. Noch nicht herangewagt haben sich die Bayern an das Thema Alternative Antriebe, wenngleich dieses in den kommenden Jahren bei der Reisemobilbranche eine Rolle spielen wird. Und auch beim Thema Reisemobile als rollende Offices für die Geschäftsreisebranche tritt die Knaus-Tabbert AG noch sehr zurückhaltend auf. 

Neuheiten des Modelljahres 2027: 

1.KNAUS – KNAUS SKY TI. Die Neuauflage verbindet moderne Fahrzeugtechnik, hohen Reisekomfort und hochwertige Aufbauqualität zu einem Gesamtpaket, das in zentralen Bereichen spürbar weiterentwickelt wurde. Aufgebaut auf dem modernsten VW‐Crafter‐Chassis mit Breitspurachse, neuem Radstand und serienmäßigem Automatikgetriebe, steht der SKY TI für zeitgemäße Mobilität und ein Fahrerlebnis, das Komfort und Dynamik überzeugend zusammenführt. Auch im Innenraum zeigt der neue SKY TI seine konsequente Weiterentwicklung. Der beheizte Funktions‐Doppelboden mit integrierten Stauräumen sorgt für hohen Komfort und Alltagstauglichkeit, während der stufenlose Wohnraumboden ein besonders harmonisches Raumgefühl schafft. Textile Wandverkleidungen mit Softtouch, die neue Sitzgruppe für mindestens vier Personen, das großzügige Raumbad mit separater Dusche sowie Bettlängen von rund zwei Metern unterstreichen den wohnlichen Charakter des Fahrzeugs. Hinzu kommen Features wie ein 157‐Liter‐Kompressor‐Kühlschrank mit Doppeltüranschlag, eine 100Ah LiFePo Aufbaubatterie, Alu‐Rahmenfenster sowie eine Truma Dieselheizung in Serie. Zudem kann der SKY TI mit einer ALDE Dieselheizung oder einem elektrischen Bughubbett, welches zusätzlichen Raum schafft, ausgestattet werden. Der SKY TI ist in „Silver Metallic“ oder „Solid Grey“ erhältlich. Und auch innen gibt es Gestaltungsspielraum für individuelle Kundenwünsche: Ein Highlight ist das große Panoramadach aus Echtglas in der Hutze, das sich mit einem Handgriff öffnen lässt. Auch äußerlich zeigt der SKY TI seine Weiterentwicklung mit FoldXpand, maximierten Garagentür‐Öffnungen, einer integrierten Kamera im Dachübergangselement und der neuen Heckgestaltung mit Cateye‐Evolution‐Leuchten. Den SKY TI gibt es in den Grundrissvarianten 650 MEG, 700 DEG und 700 DX. Preis Einstiegsmodell: Rund 100.000 Euro  

2. KNAUS VAN TI PLUS. Das Fahrzeug verbindet die handlichen Außenabmessungen eines Vans mit einem Innenraumkonzept, das spürbar mehr Großzügigkeit bietet, als es die schlanke Silhouette vermuten lässt. Aufgebaut auf dem modernsten VW‐Crafter‐Chassis und optional mit Allrad‐Antrieb erhältlich, bietet er beste Voraussetzungen für ein vielseitiges Fahrerlebnis. Gleichzeitig unterstreichen die hochwertige Aufbautechnik mit Alu‐Alu‐Seitenwänden sowie der stufenlose Wohnraumboden den hohen Komfort‐ und Qualitätsanspruch des Modells.

Im Innenraum zeigt sich die Verwandtschaft zum SKY TI – das Interieur ist bis ins Detail durchdacht und hochwertig ausgeführt: Ein aufwendiger Möbelbau, textile Wandverkleidungen und eine klar strukturierte Atmosphäre mit spürbarem Premium‐Charakter. Hinzu kommt eine umfangreiche Serienausstattung mit Rahmenfenstern, Dieselheizung, Kompressor‐Kühlschrank mit Doppeltüranschlag und Lithium‐Batterie; optional ist zudem eine ALDE‐Dieselheizung verfügbar. Erhältlich ist der VAN TI PLUS in den Grundrissvarianten 650 MEG und 700 DEG.

3. KNAUS NORDWIND. Als konsequent auf Ganzjahrestauglichkeit ausgelegter Premium-Wohnwagen bietet der NORDWIND mit ALDE‐Heizung, ALDE‐Fußbodenheizung und Abwasserverlegung im Innenraum beste Voraussetzungen für komfortables Reisen auch bei kühleren Temperaturen. Der NORDWIND wurde in enger Zusammenarbeit mit den Spezialisten von ALDE Schweden entwickelt und übertrifft damit die strengen Anforderungen der Norm. Auch in Ausstattung, Ausbauqualität und Design unterstreicht der NORDWIND seinen Premium‐Charakter. Alu‐Rahmenfenster mit Plissee‐Verdunklung, Service‐Modul, Kompressor‐Kühlschrank mit beidseitigem Türanschlag, Hybrid‐Kocher mit Gas‐On‐Glas und Induktion sowie das Komfort‐Schlafsystem mit Federteller‐Lattenrost machen den hohen Serienanspruch des Modells sichtbar. Hinzu kommen ein aufwendiger Möbelbau und textile Wandverkleidungen, die gemeinsam mit harmonisch abgestimmten Farben und Oberflächen eine Atmosphäre von Ruhe, Wärme und hochwertiger Wohnlichkeit schaffen. Der NORDWIND wird damit zu einem Ort, an dem man sich vom ersten Moment an zuhause fühlt.

Auch äußerlich zeigt der NORDWIND seinen Anspruch in jedem Detail. Die neue Formensprache mit FoldXpand‐Heck, integrierten Rangiergriffen, einer durchgehenden dritten Bremsleuchte und Voll‐LED‐Cateye‐Heckleuchten verleiht dem Wohnwagen eine moderne, markante Präsenz. Optional setzt ein Aufbau in Silber Metallic zusätzliche gestalterische Akzente. Ergänzt wird das Angebot durch funktionale Ausstattungsoptionen wie einen 40‐Liter‐Abwassertank, der den hohen Komfortanspruch des NORDWIND weiter unterstreicht. So verbindet der NORDWIND Ganzjahreskomfort, hochwertige Ausstattung und eine eigenständige Designsprache zu einem Oberklasse‐Wohnwagen, der in jeder Saison überzeugt.
 

4. KNAUS SPORT PLATINUM SELECTION.Der KNAUS SPORT ist ab sofort auch als PLATINUM SELECTION erhältlich und verbindet eine besonders umfangreiche Ausstattung mit einem attraktiven Preisvorteil. 

5. WEINSBERG CaraCompact EDITION [PEPPER]. Dieses Modell schreibt die Erfolgsgeschichte des meistverkauften Reisemobils Europas konsequent fort. Die umfassende Neuauflage verbindet das bewährte Erfolgsrezept des [PEPPER] mit einem deutlich weiterentwickelten Gesamtpaket: einem außergewöhnlich attraktiven Preis‐Leistungs‐Verhältnis, mehr Innenraum durch das neu gestaltete Heck und einer wertigen Serienausstattung, die in dieser Klasse ein bemerkenswert hohes Niveau setzt. Neben den bekannten Grundrissen 600 MF und 600 MEG ergänzt künftig auch der neue 580 MEG das Angebot. Auch gestalterisch zeigt sich der [PEPPER] umfassend erneuert. Ein neues Exterieur mit markantem Foliendesign, das neue WEINSBERG‐Heck mit integriertem Stoßfänger sowie Voll‐LED‐Rückleuchten im WEINSBERG‐Design verleihen dem Fahrzeug einen modernen, eigenständigen Auftritt. Gleichzeitig sorgt das neue Raumkonzept für spürbar mehr Platz im Gang und zusätzliches Volumen in der Heckgarage. Auch im Innenraum wurde der [PEPPER] in vielen Bereichen neu gedacht. Ein neues Sitzbankkonzept mit der Möglichkeit, die Sitze auszuziehen und in der sogenannten „doppelten Lümmelfunktion“ bequem zu lümmeln, ein moderner Bugausbau sowie eine ausschwenkbare Esstischerweiterung in Serie erhöhen den Wohnkomfort spürbar. Das neue Komfort‐Schwenkbad mit beleuchtetem Spiegel, Ambientebeleuchtung, und im Waschbecken integriertem Handtuchhalter verbindet clevere Raumnutzung mit einer zeitgemäßen, wohnlichen Anmutung. Im Heck sorgt am Bett eine intuitiv ausziehbare Trittstufe inklusive Schuh‐ und Wäschefach für zusätzlichen praktischen Nutzen. Auch der Küchenbereich unterstreicht den weiterentwickelten Anspruch des Modells. 

6. WEINSBERG CaraBus EDITION [FIRE] und CaraBus GREY EDITION [FIRE]. WEINSBERG setzt den CaraBus EDITION [FIRE] neu auf und bringt damit einen Camper Van auf die Straße, der attraktives Design, hohen Komfort und eine umfangreiche Serienausstattung mit einem überzeugenden Preis‐Leistungs‐Verhältnis vereint. Ein schlanker Aufbau, ein eleganter Auftritt und ein modernes Interieur mit hochwertigen Holzdetails und stilvollen Farbakzenten verleihen dem Fahrzeug eine durchgängig stilvolle Anmutung. Mit dem CaraBus GREY EDITION [FIRE] setzt WEINSBERG zudem ein besonders designorientiertes Statement. Die eigenständige Gestaltung außen wie innen verleiht dem Camper Van einen durchgängig modernen, urbanen und markanten Auftritt. 

7. TABBERT VIVALDI. Schon in der Serienausstattung wird dieser Premiumanspruch beim neuen Vivaldi deutlich. Das Zusammenspiel aus AL‐KO Fahrwerk, Antischleudersystem, AL‐KO Premium Stützen und AAA Premium Brake steht für ein hohes Maß an Sicherheit auf Reisen. Zugleich unterstreichen die Servicebox, ein 157‐Liter‐Kompressor‐Kühlschrank, die Arbeitsplattenverlängerung mit versenkbarem Gas‐on‐Glas‐Kocher und die serienmäßige Ambientebeleuchtung den Anspruch, Komfort und Wertigkeit von Beginn an auf hohem Niveau anzubieten.

Auch konstruktiv zeigt der VIVALDI seine gehobene Ausrichtung bis ins Detail. Das hinterlüftete 48mm dicke TABBERT‐Dach, der 47 mm starke Boden, Glattblech, Rahmenfenster sowie die markentypischen Designelemente wie Markisen‐ und Gürtelleiste verleihen dem Caravan seine souveräne, elegante Präsenz. Im Innenraum setzt sich dieser Anspruch konsequent fort: Geschlossene Deckenschränke, eine markante Designdeckenleuchte, hochwertige Eckregale im Wohnbereich, eine Serviceklappe in der Sitzkastenfront und eine Holzschiebetür als Raumtrenner schaffen eine Atmosphäre, die Wohnlichkeit und Exklusivität sichtbar verbindet. Mit den neuen Grundrissen 490 TD, 550 E, 590 HE und 685 DF zeigt der VIVALDI darüber hinaus auch in der Raumgestaltung seine konsequente Weiterentwicklung. 

8. TABBERT PUCCINI FINEST EDITION. Die PUCCINI FINEST EDITION steht damit für Caravaning, das Design, Komfort und Exklusivität konsequent zusammendenkt. Im Innenraum wird dieser Anspruch eindrucksvoll fortgeführt. Möbelfronten in weißem Hochglanz verleihen dem Interieur eine sichtbar veredelte Anmutung, während fein abgestimmte Materialien und präzise gesetzte Lichtakzente eine Atmosphäre schaffen, die Ruhe, Großzügigkeit und stilvolle Wohnlichkeit ausstrahlt.  Quelle: Knaus Tabbert AG / CM

Knaus-Tabbert mit neuem Management-Team

Die Knaus Tabbert AG stellt ihr Management‐Team im Zuge des laufenden Umstrukturierungsprozesses personell neu auf. Die personelle Neuaufstellung des Management‐Teams ist ein weiterer Schritt zur Stabilisierung des Unternehmens und zur konsequenten Fortsetzung des eingeleiteten Transformationsprozesses.

Die Bestellung von Wim de Pundert, der seit Ende 2024 die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) übernommen hatte, endet mit Ablauf der Hauptversammlung am 10. Juli 2026. Im Anschluss ist er für eine Rückkehr in den Aufsichtsrat vorgesehen.

Zum neuen CEO wird Thomas Nickel bestellt, der seit März 2026 als CTO / Transformationsmanager für das Unternehmen tätig ist und den laufenden Transformationsprozess begleitet.

Darüber hinaus wird Matjaž Grm mit Wirkung zum 01. August 2026 in den Vorstand berufen. Grm unterstützt das Unternehmen bereits seit Januar 2025 in der Funktion als externer Berater im CSO‐Bereich.

Radim Sevcik bleibt weiterhin Mitglied des Vorstands und wird seine Funktion als CFO unverändert fortführen.

Mit Thomas Nickel, Matjaz Grm und Radim Sevcik arbeitet Knaus Tabbert mit einem erfahrenen und ambitionierte Führungsteam an der operativen und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens.

Dr. Esther Hackl, Vorsitzende des Aufsichtsrats: „Mit der Neuaufstellung des Management‐Teams setzen wir zuversichtlich ein klares Zeichen für Stabilität, Kontinuität und die konsequente Weiterentwicklung von Knaus Tabbert. Mit Thomas Nickel, Matjaž Grm und Radim Sevcik verfügen wir über ein erfahrenes Führungsteam, das die nächsten Schritte der Transformation gestalten wird. Wim de Pundert gilt unser ausdrücklicher Dank für seinen großen Einsatz als CEO in einer herausfordernden Phase. Wir freuen uns sehr, dass er dem Unternehmen künftig wieder im Aufsichtsrat verbunden bleiben und seine Erfahrung weiterhin einbringen soll.“ Quelle: Knaus-Tabbert / CM

Keine Tiefkühlprodukte mehr in der Bordbistros

Die Deutsche Bahn hat ihr Bordbistro-Angebot in ihren Fernzügen überarbeitet – und dabei mehrere beliebte Produkte von der Karte genommen. Erst hat sie 2025 das frish gezapfte Bier gestrichen, nun sind es Tiefkühlprodukte wie etwa Pommes Frites. 

Für viele Geschäftsreisende gehört ein Besuch im Bordbistro zum festen Bestandteil ihrer Bahnreise in ICE & Co. Nachdem vor Längerem bereits das frisch gezapfte Bier aus dem Sortiment gestrichen worden ist, müssen Reisende nun auf einen weiteren Klassiker verzichten: Pommes werden seit einigen Tagen nicht mehr serviert. Sie gehörten jahrzehnteelang zum Angebot etwa um die Currywurst und konnte auch separat bestellt werden.

Pommes Fries gibt es in en Bordbistros der DB Fernzüge nicht mehr. Foto:DB

Die frittierten Stäbchen aus Kartoffeln musste weichen, weil der Konzern die Tiefkühltechnik in den Zügen abschafft, um die Bordgastronomie weniger komplex und zuverlässiger zu machen, heißt es bei der Bahn. Anstelle von Pommes werden nun Kartoffelecken (Wedges) ersetzt, da diese auch im normalen Kühlschrank gelagert werden können. Auch Eiswürfel oder Zimtschnecken sind dem Tiefkühl-Aus zum Opfer gefallen. Und nach der Sommersaison soll es auch kein Speiseeis mehr geben.  Des Weiteren gibt es auch keine vegane Currywurst mehr. Die Nachfrage war einfach zu gering.

Zur Reise im ICE gehört für vor allem für die männliche Reiseklientel auch ein gutes Bier. Der Gerstensaft zählt laut DB neben Kaffee zu den am häufigsten nachgefragten Getränken an Bord von Fernverkehrszügen. Wer jedoch ein frisch gezapftes Bier einem Flaschenbier vorzieht, dem dürfte der Schnabl trocken bleiben. Vor zehn Jahren noch soll das Frisch Gezapfte einen Anteil von 50 % ausgemacht haben, 2024 waren es nur noch 15 %. Grund genug für die Bahn, die Zapfhähne in den Bordbistros zu schließen-. Im Gegenzug wurde das Standardsortiment an Flaschenbieren auf sieben aufgestockt.  Quelle: DB / CM

Shell Recharge: Ausbau des Schnellladenetzes in Hessen

Shell Recharge erweitert sein Schnellladenetz in Hessen um sieben neue Standorte und setzt dabei gezielt auf leistungsstarke Ladeinfrastruktur entlang zentraler Verkehrsachsen. Die neuen Ladepunkte mit Leistungen von bis zu 400 kW verbessern die Versorgung sowohl im Pendlerverkehr als auch auf Pendlerstrecken als auxh an Fernstraßen.

Neue Schnellladestandorte in Hessen:

Wiesbaden, Redevco, Äppelallee 69 – nahe A643 – 8 Ladepunkte, bis zu 300 kW; Kirchheim, Shell, Hauptstraße 1, Landkreis Hersfeld‑Rotenburg – nahe B454 / A7 – 8 Ladepunkte, bis zu 400k W; Herborn (Hörbach), Shell, Im Breiten Boden 2, Lahn‑Dill‑Kreis – nahe B255 / A45 – 4 Ladepunkte, bis zu 300 kW; Büttelborn, Shell, Im Mehlsee 5, Kreis Groß‑Gerau – nahe B42 / A67 – 6 Ladepunkte, bis zu 300 kW; Wolfhagen, Shell, Warburger Straße 45, Landkreis Kassel – nahe A44 – 4 Ladepunkte, bis zu 300 kW; Viernheim, Shell, A659, Landkreis Bergstraße – nahe A659 – 6 Ladepunkte, bis zu 400 kW; Gelnhausen, Redevco, Am Galgenfeld 1 / Freigerichter Straße 2, Main‑Kinzig‑Kreis – nahe A66 – 4 Ladepunkte, bis zu 300 kW

Fokus auf Verkehrsachsen und Ladeleistung. Insgesamt betreibt Shell in Hessen nun 35 Shell Recharge-Schnellladestationen mit 148 Ladepunkten. Hessen zählt zu den zentralen Verkehrsdrehscheiben Deutschlands. Mit Autobahnen wie der A3, A5 und A7 sowie stark frequentierten Bundesstraßen ist das Bundesland besonders relevant für den Ausbau leistungsfähiger Ladeinfrastruktur. Daher setzt Shell auf Standorte mit hoher Verkehrsanbindung und kurzen Ladezeiten. Quelle: Shell / CM

Wohl und Wehe der Golf-Carrier hängt von Trump und den Mullahs ab

In den zurückliegenden zwei Jahrzehnten haben die drei Drehkreuze Dubai (DXB), Doha (DOH) und Abu Dhabi (AUH) wesentliche Verkehrsströme zu Lasten anderer Hubs an ich gerissen. Und zum Leidwesen vor allem der europäischen Fluglinien haben die Golf-Carrier Emirates, Qatar Airways und Etihad maßgeblich den Flugverkehr zwischen Europa und Asien/Pazifik bestritten. Als Folge des Nahostkriegs (USA/Iran bzw. Israel/Libanon) haben sich die Passagierströme weg von den Golf-Nationen bewegt.  

Ob Emirates, Etihad oder Qatar Airways, das Golf-Trio konnte Lufthansa & Co. nicht nur mit den Flugpreisen ärgern, sondern auch mit kaum zu übertreffenden Services und der Tatsache, dass die drei den für westliche Airlines verbotenen russischen Luftraum nutzen. Mit den kriegerischen Auseinandersetzungen seit 28. Februar 2026 und den iranischen Raketenangriffen auch die VAE-Flughäfen war es schnell vorbei mit der Herrlichkeit. Zwar haben alle drei Netzwerkcarrier von Persischen Golf ihre Aktivitäten wieder hochgefahren, aber die Passagiere insbesondere aus Europa haben sich anderweitig orientiert und machen seitdem einen Bogen um die Golf-Länder. Profiteure waren vor allem Singapur, teils auch Istanbul.

Nun soll es am Freitag, 19. Juni 2026  in der Schweiz zu einem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran kommen. Freilich weiß niemand so ganz genau weiß, was wirklich passieren wird, denn Donald Trump entscheidet heute so, morgen diametral anders. Experten zufolge werden die drei Golf-Fluglinien, sollte es tatsächlich zum Waffenstillstand bzw. Frieden kommen, wohl mit gesenkten Ticketpreisen versuchen, verlorenes Terrain wieder zu erobern. Letzteres aber hat Emirtes-CEO Sir Tim Clark aber ausgeschlossen. 

Das Gelingen hängt aber auch davon ab, ob und wie die Kerosinpreise sinken werden; denn das so genannte Friedensabkommen lässt dem mörderischen Mullah-Regime in Teheran die Option offen, die Meeresstraße von Hormus jederzeit zu schließen bzw. die Nutzer mit horrenden Gebühren zur Kasse zu bitten. Quelle: CM

Emirates: Eigene Version der europäischen Fluggastrechte 

Die unter Druck stehende Großfluggesellschaft Emirates aus Dubai hat ein Reiseversicherungsprodukt auf den Markt gebracht, das weitgehend die Schutzmaßnahmen der bekannten europäischen Fluggastrechteverordnung (EU-261) nachbildet. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied: Um den Versicherungsschutz von Emirates in Anspruch nehmen zu können, muss man extra dafür bezahlen.

Emirates hat mit Hochdruck an diesem neuen Versicherungsangebot gearbeitet, um Passagiere zurückzugewinnen, die ihre Reisen aufgrund der anhaltenden Sicherheitslage – ausgelöst durch die am 28. Februar von den USA und Israel gemeinsam gestartete Militäroperation gegen den Iran – von Zielen im Nahen Osten weg verlegt hatten.

Emirates bietet nun eine Reiseversicherung an, die auch Schutz bei konfliktbedingten Reiseunterbrechungen umfasst. Bereits vergangene Woche hatte Sir Tim Clark, der langjährige Präsident von Emirates, angekündigt, dass die Airline ihren Passagieren diverse „Anreize“ bieten wolle. Damit soll verdeutlicht werden, dass sich ein Flug nach Dubai oder die Nutzung der Glitzermetropole als Transitknotenpunkt für Weiterreisen nach wie vor lohnt. Clark– dem es zugeschrieben wird, Emirates zur (nach internationalen Passagierzahlen) größten Fluggesellschaft der Welt gemacht zu haben – erklärte, die Airline habe verschiedene Ideen, um Passagiere zurückzugewinnen, ohne dabei auf Ticketrabatte zurückzugreifen; Letzteres sei aufgrund der durch den Iran-Konflikt bedingten hohen Kerosinpreise nicht möglich.

Eine dieser Ideen bestand darin, den Passagieren zuzusichern, dass sie im Falle einer Flugstreichung oder erheblichen Verspätung – etwa durch Luftraumsperrungen oder andere konfliktbedingte Probleme – für die Dauer der Verzögerung in Hotels kostenfrei untergebracht und anderweitig an ihr Ziel befördert würden; dies schließt auch die Bezahlung anderer Fluggesellschaften für den Transport der eigenen Passagiere ein. Nun wurden Einzelheiten zu diesem Vorhaben bekannt: Emirates kündigte die Einführung der „weltweit umfassendsten Reiseversicherung“ an. Diese beinhaltet u.a. die Umbuchung von Passagieren auf eine andere Fluggesellschaft, falls Emirates-Flüge nicht verfügbar sind – etwa aufgrund konfliktbedingter Probleme.

Interessant ist jedoch, dass Passagiere, die von einem EU-Land aus mit Emirates reisen, bereits durch die EU-Verordnung 261 (EU-261) über entsprechende Schutzrechte verfügen.

Die EU-Verordnung 261 ist vor allem für ihre großzügigen Entschädigungsregelungen bei Verspätungen bekannt, die es Passagieren ermöglichen, bei erheblichen, von der Fluggesellschaft zu verantwortenden Verspätungen bis zu 600 Euro pro Person zu beanspruchen. Doch auch wenn die Fluggesellschaft nicht zur Zahlung dieser Entschädigung verpflichtet ist – etwa weil die Verspätung außerhalb ihres Einflussbereichs liegt –, unterliegt sie dennoch einer Betreuungspflicht gegenüber den Passagieren. Diese Betreuungspflicht umfasst:

•              Bereitstellung von Erfrischungen, die der Dauer der Verspätung angemessen sind. •              Hotelunterbringung bei Verspätungen, die eine Übernachtung erforderlich machen. •              Beförderung zwischen Flughafen und Unterkunft. •              Umbuchung auf einen Alternativflug zum frühestmöglichen Zeitpunkt – gegebenenfalls auch bei einer anderen Fluggesellschaft, sofern dies die beste verfügbare Option darstellt.

Emirates ist verpflichtet, diese Unterstützungsleistungen für Passagiere anzubieten, die von Europa aus reisen (ebenso bei Flügen ab dem Vereinigten Königreich gemäß dessen eigenen Fluggastrechte-Gesetzen); für Flüge in anderen Teilen des Streckennetzes besteht für Emirates jedoch keine entsprechende gesetzliche Verpflichtung.

Die Vereinigten Arabischen Emirate prüften einst die Einführung eigener Regelungen nach dem Vorbild der EU-Verordnung 261, entschieden sich jedoch dagegen und überließen es den Fluggesellschaften, selbst zu bestimmen, welches Maß an Betreuung sie verspäteten Passagieren anbieten.

In den meisten Fällen übernimmt Emirates die Kosten für die Hotelunterbringung bei erheblichen Verspätungen, doch besteht hierauf kein rechtlicher Anspruch. Emirates gibt an, dass die Hotelunterbringung – auch bei langen Verspätungen – künftig zum Standardangebot der Fluggesellschaft gehören soll; für eine Umbuchung auf eine andere Fluggesellschaft wird jedoch voraussichtlich der Abschluss des neuen Versicherungsprodukts der Airline erforderlich sein.

Neben der Umbuchungsgarantie umfasst die Versicherung auch einen Krankenversicherungsschutz für konfliktbedingte Vorfälle – eine Leistung, zu der Fluggesellschaften, die der EU-Verordnung 261 unterliegen, nicht verpflichtet sind.

Sir Tim Clark äußerte sich zu dem neuen Versicherungsprodukt und erklärte, die Fluggesellschaft wolle damit eine Marktlücke schließen, da herkömmliche Versicherungspolicen in Konfliktzeiten oft weitgehend nutzlos seien. Laut dem CEO ist die Reisenachfrage weiterhin hoch, auch wenn die First-Class-Suiten von Emirates derzeit nur zur Hälfte so stark ausgelastet sind wie vor Beginn des Konflikts. Dennoch ist Emirates zuversichtlich, dass die Nachfrage wieder anziehen wird, sobald sich die Sicherheitslage stabilisiert hat.

VAE organisierten Rückholflüge. Als am 28. Februar der Luftraum über dem Nahen Osten plötzlich gesperrt wurde, saßen Zehntausende Passagiere in der gesamten Region unvermittelt im Ausland fest, ohne zu wissen, wie sie nach Hause gelangen sollten. Die Behörden in den VAE reagierten rasch: Sie wiesen Hotels an, die Aufenthalte aller Gäste zu verlängern, und organisierten Unterkünfte für Passagiere, die sich auf der Durchreise befunden hatten. Die Regierung übernahm die Hotelkosten vollständig und nahm den gestressten Reisenden damit eine große Sorge ab.

In den VAE konnte der Flugbetrieb innerhalb weniger Tage eingeschränkt wieder aufgenommen werden, um Rückholflüge für Touristen durchzuführen. In Katar indes sahen sich die Behörden gezwungen, Tausende von Passagieren per Bus ins benachbarte Saudi-Arabien zu bringen, von wo aus sie Flüge in ihre Heimatländer antreten konnten. Quelle: Emirates / CM

Polen: Kompetenzzentrum für modernste Hochgeschwindigkeitszüge 

PESA Bydgoszcz, Polens größter Hersteller von Schienenfahrzeugen, und Hitachi Rail, ein weltweit führender Bahntechnikhersteller, haben eine strategische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Partnerschaft umfasst die Entwicklung und Produktion von Hochgeschwindigkeits-Schienenfahrzeugen, ein gemeinsames Produktangebot für Doppelstockzüge sowie den Transfer fortschrittlicher Technologien.

Diese Zusammenarbeit gibt der Entwicklung der polnischen Eisenbahnindustrie einen bedeutenden Schub und stärkt das lokale Know-how in Bereichen, in denen der polnische Markt gerade erst beginnt, Erfahrungen aufzubauen. Für PESA markiert dies den Beginn der nächsten Phase einer konsequenten Weiterentwicklung. Die Hitachi-Gruppe ihrerseits wird durch ihre Partnerschaft mit Polens größtem Hersteller von Schienenfahrzeugen ihr Engagement in Schlüsselbranchen der polnischen Wirtschaft, darunter Verkehr, Energie und Finanzen, erheblich verstärken.

Europas erfolgreichster Hochgeschwindigkeitszug ETR 1000 von Hitachi Rail, soll künftig auch bei der polnischen PKP Intercity fahren. Hier ein solcher Triebzug in Spanien. Foto Iryo

Einer der Kernpunkte der Absichtserklärung („MoU“), die zwischen Hitachi Rail und PESA Bydgoszcz unterzeichnet wurde, ist die gemeinsame Teilnahme an einer Ausschreibung der PKP Intercity zur Beschaffung von 20 elektrischen Triebzügen (EMUs) mit einer Betriebsgeschwindigkeit von mindestens 320 km/h (VHS-Fahrzeuge – Very High Speed), mit einer Option auf weitere 35 Triebzugeinheiten und deren Wartung über 30 Jahre. Die Vereinbarung sieht einen zweistufigen Produktionsprozess vor. Die ersten 20 Einheiten würden in den Werken von Hitachi Rail in Italien hergestellt. Die zweite Phase des Projekts sieht die Einbindung und schrittweise Ausweitung der Beteiligung des in Bydgoszcz (ehemalige Bromberg, achtgrößte Stadt Polens mit ca. 330.000 Einwohner) ansässigen Unternehmens am Produktionsprozess vor, was letztendlich zu einer teilweisen Lokalisierung der VHS-Fahrzeuge führen soll. PESA wäre zudem für die technische Wartung aller Züge in Polen verantwortlich.

ETR 1000 für PKP Intercity. Als Teil des Konsortiums planen die Partner, dem polnischen Bahnunternehmen PKP Intercity den ETR1000-Zug (Frecciarossa 400)  das Flaggschiff von Hitachi Rail – anzubieten, der sich in den letzten zehn Jahren auf europäischen Hochgeschwindigkeitsstrecken außerordentlich gut bewährt hat und damit die Rolle der Bahn als Alternative zu Kurzstreckenflügen stärkt. Die ETR1000-Züge, bei Millionen von Geschäftsreisenden höchst beliebt, sind für den Betrieb in Ländern wie Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Spanien zugelassen und kompatibel mit den verschiedenen in Europa verwendeten Strom- und Signalsystemen. Sie zeichnen sich u.a. durch ihr aerodynamisches Design und modernste Energiesparlösungen aus, die sich in einer hohen Betriebseffizienz niederschlagen. Die Züge, die b 2027 bzw. 28 auch zwischen Neapel/Rom und München sowie Berlin fahren, sind bekannt für höchsten Reisekomfort.  

Technologietransfer. Die Zusammenarbeit mit dem Hersteller der legendären japanischen Shinkansen und des berühmten ETR1000-Zugs eröffnet PESA zudem völlig neue technologische Möglichkeiten. Ein zweiter wichtiger Aspekt der Partnerschaft ist der Technologietransfer, der u.a. das Schweißen von Aluminium-Zugkarosserien und den Bau von Doppelstockzügen umfasst.  

In Bydgoszcz werden modernste Produktionsstätten errichtet, die zu einem lokalen Kompetenzzentrum für diese Technologien werden und die Umsetzung weiterer Projekte, darunter die Produktion moderner Doppelstockfahrzeuge, in Polen ermöglichen.

„Unsere Zusammenarbeit mit Hitachi Rail, einem weltweiten Pionier im Hochgeschwindigkeitsbahnverkehr und einem Vorreiter bei innovativen Eisenbahntechnologien, ist für uns ein historischer Moment. Dank des Technologietransfers und der Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Aluminiumkonstruktionen in Bydgoszcz reiht sich PESA in die europäische Liga der Hersteller der schnellsten Züge ein. Dies ist nicht nur ein gemeinsames Angebot für PKP Intercity, sondern auch die Grundlage für die Produktion moderner Doppelstockzüge in unserem Werk in Bydgoszcz für Märkte in der gesamten CEE-Region“, betonte Krzysztof Zdziarski, Vorstandsvorsitzender von PESA Bydgoszcz SA.

„Die Partnerschaft mit PESA stellt einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau unserer internationalen Präsenz und bei der Förderung innovativer Schienenverkehrslösungen in ganz Europa dar. Durch die Kombination von globalem Know-how mit starken lokalen Kompetenzen tragen wir aktiv zu einem besser vernetzten, effizienteren und nachhaltigeren Mobilitätsökosystem bei – ganz im Sinne unserer langfristigen Vision für die Zukunft des Schienenverkehrs“, sagte Stefano Santinelli, Senior Vice President, Chief Government, PA & Communications Officer bei Hitachi Rail.

„Die Partnerschaft zwischen PESA und Hitachi Rail markiert die nächste Etappe in der Entwicklung des in Bydgoszcz ansässigen Unternehmens, wobei PESA zunehmend die Rolle eines führenden Industriepartners bei Projekten übernimmt, die Hightech-Know-how erfordern. Diese Partnerschaft stützt sich auf die europäischen Ressourcen von Hitachi Rail, darunter das italienische Know-how bei der Herstellung von Schienenfahrzeugen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr, und ist Teil der strategischen Dimension der Zusammenarbeit zwischen Polen und Japan – einem der weltweit führenden Länder im Bereich der Eisenbahntechnologie“, sagte Piotr Matczuk, Präsident des Polnischen Entwicklungsfonds. Quelle PESA, Hitachi / CM

NS verkauf IC-Wagen nach Bulgarien

Der erste private Bahnbetreiber in Bulgarien – „Ivkoni Express“ – bereitet sich auf den Personenverkehr vor und wird zu diesem Zweck die bsherigen Intercitywagen ICRm des niederländischen Staatsbahn NS einsetzen.

Nach einem Ausschreibungsverfahren des bulgarischen Verkehrsministeriums wurde der westliche Teil Bulgariens, auf den etwa 75 % des gesamten Schienenverkehrs entfallen, an „BDŽ Passagierverkehr“ vergeben. „Ivkoni Express“ erzielte die höchste Bewertung bei den beiden übrigen Dienstleistungspaketen, der nördlichen Region mit 14 % und der südlichen mit 11 %. Alle Verträge haben eine Laufzeit von 12 Jahren und treten am 13. Dezember 2026 in Kraft.

Die NS hat einen Teil ihrer Intercity-Wagen an ein bulgarische Privatbahnunternehmen verkauft. Foto: Jules Draaijers, NS.

Ein Teil der inzwischen ausgemusterten Flotte der niederländischen IC-Wagen (ICR) wurde an Bulgarien verkauft, ein weiterer ist für das niederländische Verteidigungsministerium bestimmt. Gezogene bzw. geschobene Reisezugwagen haben einen höheren Restwert und lassen sich leichter verkaufen als elektrische Triebzüge, vor allem wenn diese Triebzüge nur eine elektrische Spannung vertragen. Die bis vor kurzem angebotenen ICR standen auch auf DB Gebrauchtzug zum Verkauf.

Das Modernisierungsprojekt mit 72 der ehemaligen IC-Wagen wird im Auftrag der in Wien ansässigen Creditas Mobility durchgeführt. Das Unternehmen gehört zur niederländischen Creditas Group und ist speziell auf den Erwerb von gebrauchten Personenwagen, deren Modernisierung nach aktuellen Standards und deren Vermietung an europäische Bahnbetreiber spezialisiert. Die niederländischen Wagen wurden vollständig weiß foliert, wobei die Graffiti entfernt und eine neue weiße Folie angebracht wurde. Auf den Wagen wurden kleine Logos des bulgarischen Betreibers angebracht. Quelle Railcolor, Economic.bg / CM

Berliner Stadtbahn gesperrt

Seit Sonntag, 14. Juni 2026 ist nun Pause mit dem Fern und Regionalverkehr auf der Berliner Stadtbahn. Es wird mal wieder gebaut. 

Im Berliner Hauptbahnhof oben auf den Gleisen  11 bis 14 herrscht nun Ruhe bis zum 12. Dezember 2026. Die Züge nach Polen fahren von Gesundbrunnen über Lichtenberg, sodass Lichtenberg ab August wieder zum Fernbahnhof wird.

Die ICE Linien werden teilweise auf Charlottenburg eingekürzt oder fahren über den Hauptbahnhof tief. Die umfangreichen Einstellungen und Umleitungen der RE1, RE2, RE7 werden teils umgeleitet oder unterbrochen. Die Nachtzüge nach Stockholm fahren: D300 von Gesundbrunnen und der RDC EN344 fährt ab Lichtenberg. Quelle: DB / CM