Mehr Stabilität zwischen München und Mühldorf

Zwischen München und Mühldorfsoll es auf der nicht elektrifizierten und größtenteils eingleisigen und störanfälligen Strecke pünktlichere und verlässlichere Verbindungen geben. Seit Jahrzehnten gibt es um diese wichtige Ausbaustrecke 38 von München über Mühldorf nach Freilassing / Burghausen ein Hin und Her. Sie bekommt irgendwann in den nächsten 100 Jahren in weiten Teilen ein zweites Gleis und soll durchgängig elektrifiziert werden. So hieß es schon vor 30 Jahren.  Umgesetzt worden ist bis heute fast nichts. 

Derzeit beeinträchtigen dort mehrere Langsamfahrstellen aufgrund von Gleisschäden den Zugverkehr. Die längeren Fahrzeiten bringen auf der eingleisigen Strecke zwangsläufig den Fahrplan durcheinander, weshalb zuletzt immer wieder Züge ausfallen mussten – darunter die Expressverbindungen zu den Pendlerzeiten. Damit die Fahrgäste wieder verlässlich an ihr Ziel kommen, hat die DB InfraGO als Infrastrukturbetreiberin dieser Strecke für die Züge der Südostbayernbahn (SOB) einen neuen Fahrplan mit längeren Fahrzeiten erarbeitet. Mit diesen zusätzlichen Fahrzeitreserven soll trotz der Geschwindigkeitsreduzierungen ein möglichst stabiler Zugverkehr angeboten werden. Der neue Fahrplan gilt voraussichtlich bis Anfang Februar.

Die Strecke München-Mühldorf-Freilassing ist seit mehreren Jahrzehnten ein Spielball zwischen Politik und Bahn.Foto: DB

Die Expressverbindungen kehren mit dem angepassten Fahrplankonzept ab 14. September zurück. Bei allen Verbindungen auf der Strecke kommt es zu Fahrzeitverlängerungen sowie veränderten Abfahrts- bzw. Ankunftszeiten. Morgens und nachmittags im Berufsverkehr müssen einzelne Züge entfallen. Seit Jahrzehnten wird geredet und geredet um die Strecke zu modernisieren. Parallel arbeitet die DB InfraGO als Infrastrukturbetreiberin mit Hochdruck daran, die Strecke zu modernisieren und die bestehenden Langsamfahrstellen zu beseitigen. Dazu sind bis Ende des Jahres größere Baumaßnahmen inklusive einer Streckensperrung geplant. 

Ab dem 14. September starten in München Ost die Regionalbahnzüge sowie die Expressverbindungen Richtung Mühldorf bis zu 20 Minuten früher. In der Gegenrichtung kommen die Regionalbahnzüge sowie die Expressverbindungen bis zu 15 Minuten später am Ostbahnhof an. Die ersten Züge frühmorgens starten früher in Mühldorf, um die gewohnten Ankunftszeiten in München sicherstellen zu können. Auch der erste Anschlusszug frühmorgens jeweils aus Simbach sowie aus Burghausen nach Mühldorf muss etwas früher fahren. Quelle: DB / CM

Intercity Talgo Madrid – Lissabon 

Statt aufs Abstellgleis sollen die letzten lokbespannten Talgozüge als Vorprogramm für das Prestigeprojekt Madrid – Lissabon auf der Schiene bleiben. Ob und wann dies umgesetzt wird muss noch bestätigt werden. Die Verbindung auf der Schiene wäre eine Alternative für Geschäftsreisende, aufs Flugzeug zu verzichten.

Mitte August kam die Botschaft, wonach it den Hochgeschwindigkeitstriebzügen Talgo Avril S 106 und S 107 in wenigen Jahren durchgehende AVE-Verbindungen zwischen den iberischen Hauptstädten verkehren würden. Das funktioniert aber erst wenn die LAV Extremadura vollständig elektrifiziert ist und nördlich von Toledo mit der Bestandslinie verbunden wird. Alles auf spanischer/portugiesischer Breitspur 1.668 mm) kaum vor 2030. Nun soll’s einen Vorläufer geben.

Die Idee ist naheliegend. Ein Intercity Talgo VI, ab Madrid-Chamartin in Sandwichtraktion mit S 334 anfangs auf der Bestandesstrecke, weiter westlich auf der LAV (soweit betriebsbereit) bis Badajoz, dort Ablösung durch eine CP 5600 – Zulassung auf dem ADIF-Netz fehlt noch – direkt nach Evora und weiter bis Lissabon. Reisezeit: maximal 7,5 Stunden. Heute gibt’s drei Alvia Verbindungen Madrid – Badajoz mit Talgo Bimode S 730, die entweder Plasencia oder Merida bedienen, dort verbunden mit Spitzkehre. Aktuell gibt es noch eine klassische Talgo-Verbindung. Valencia – Cartagena. Bis Alicante elektrisch mit S 252 unterwegs, ab dort mit S 334 im Sandwich-Betrieb wegen der Spitzkehre in Murcia. Für den IC Lissabon braucht es zwei Garnituren plus Reserve. Quelle: Trenvista / CM

ČD hat die 50. Vectron-Lok von Siemens Mobility übernommen 

Die České dráhy (ČD) hat auf der Drehscheibe in Prags Stadtteil Vršovice symbolisch die letzte, insgesamt bereits 50. Siemens Vectron-Hochgeschwindigkeitslokomotive von Siemens Mobility übernommen. Damit wurde die Lieferung der Flotte von Mehrsystem-Lokomotiven mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h gemäß dem Vertrag aus dem Jahr 2022 abgeschlossen. Die neuen Vectron-Lokomotiven werden von den Tschechischen Bahnen schrittweise auf inländischen und internationalen Strecken in Betrieb genommen.

„Mit der Übergabe der 50. und zugleich letzten Vectron-Lokomotive der Baureihe 384 schließen wir eine wichtige Etappe der Modernisierung unserer Lokomotivenflotte ab. In weniger als einem Jahr seit der Ankunft der ersten Lok ist es uns gelungen, sie voll in den Betrieb zu nehmen, und zwar nicht nur auf inländischen Strecken, sondern auch im Ausland. Wir fahren mit ihnen von Budapest bis Hamburg und wollen in Zukunft noch weiter fahren, bis nach København. Die Vectron-Lokomotiven haben sich bei uns als zuverlässige und schnelle Lokomotiven bewährt. Sie haben ältere E-Lok-Typen verdrängt und sind zum Rückgrat unseres Triebfahrzeugparks geworden“, sagt Jiří Ješeta, stv. Vorstandsvorsitzender und stv. Generaldirektor der Tschechischen Bahn für den Personenverkehr Er bedankte sich bei Siemens Mobility für die hervorragende Zusammenarbeit bei der Umsetzung des gesamten Auftrags. Allerdings stünden noch einige Schritte bei der Inbetriebnahme der modernen Fahrzeuge bevor, beispielsweise die Aufnahme des Push-Pull-Betriebs gemeinsam mit den ComfortJet-Zügen, die u.a. auf den Strecke von Prag über Dresden, Berlin, Hamburg bis Kopenhagen eingesetzt werden und schon heute bei zig Tausendnen Geschäftsreisenden höchst beliebt sind. .

„Das ist für uns ein weiterer sehr bedeutender Moment in der langjährigen Partnerschaft zwischen Siemens Mobility und den Tschechischen Bahnen. Die ČD waren der erste Kunde für Vectron-Lokomotiven mit dieser Geschwindigkeit. Wir schätzen ihr Vertrauen in unsere Fahrzeuge sehr und legen zugleich großen Wert auf die Zusammenarbeit und die im täglichen Betrieb gewonnenen Erfahrungen, die uns helfen, die Vectron-Plattform weiterzuentwickeln und zu optimieren. Die Vectron-Lokomotiven stellen ihre Qualitäten bereits heute im internationalen Betrieb unter Beweis. Ein ebenso wichtiger Teil ihres Erfolgs ist jedoch auch ein hochwertiger Service-Support. Ich freue mich, dass es uns in der Tschechischen Republik gelungen ist, ein erstklassiges Team von Service-Spezialisten aufzubauen, das für eine maximale Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Betrieb sorgt. Bei diesen neuen Lokomotiven wurde zudem das Intervall für die vorbeugende Wartung von ursprünglich 30.000 auf 37.500 km verlängert, was den Verkehrsunternehmen eine höhere Verfügbarkeit der Fahrzeuge bei gleichbleibend höchsten Standards in Bezug auf Sicherheit und Betriebsqualität bringt“, sagt Roman Kokšal, Geschäftsführer von Siemens Mobility Tschechische Republik.

Der Einsatz der neuen Vectrons – die mit den wichtigsten europäischen Stromversorgungssystemen  3 kV Gleichstrom, 25 kV 50 Hz Wechselstrom und 15 kV 16,7 Hz Wechselstrom zurecht kommen – wird weiter ausgebaut. ČD plant im Fahrplan 2027 ihren Einsatz u.a. nach Hamburg, Budapest, Wien und Linz, Kraków und Przemyśl. Vorläufig wird mit dem turnusmäßigen Einsatz von bis zu 43 der 50 Lokomotiven gerechnet, deren jährliche Laufleistung 14 Mio. km übersteigt.

Bei den anderen Vectron-Lokomotiven der Baureihe D-193 sollen dann bis zu 46 von 61 Lokomotiven mit einer jährlichen Laufleistung von über 12,5 Mio. km zum Einsatz kommen. Insgesamt sollen beide Vectron-Baureihen den Bedarf der Tschechischen Bahn an Elektrolokomotiven zu etwa 70 % decken und rund 80 % ihrer Leistung in zurückgelegten Kilometern erbringen.

Die 6,4 MW starken Vectron-Lokomotiven gehören zu den beliebtesten und meist verbreiteten Elektrolokomotiven in Europa. Sie sind für den Betrieb unter der Kontrolle des Zugsicherungssystems ETCS ausgerüstet und vorbereitet, das ab Januar 2025 auf ausgewählten Abschnitten der tschechischen Korridore vorgeschrieben ist und von den Lokomotiven auch auf einigen ausländischen Strecken genutzt wird. Quelle: ČD / Siemens Mobility / CM

Streckenschädem sorgen für den Entfall von IC-Halten

Mehrere kurzfristig eingerichtete Langsamfahrstellen auf der IC-Strecke zwischen Stuttgart und Nürnberg führen zu großen Verspätungen. Um diese zu reduzieren und die Anschlüsse der Reisenden, insbesondere in Stuttgart und Karlsruhe sicher zu stellen, muss die DB die Halte der Züge der IC-Linie 61 Karlsruhe – Stuttgart – Aalen – Nürnberg (- Leipzig) vorübergehend reduzieren.

Die vorübergehenden Haltausfälle auf der IC-Linie zwischen Karlsruhe und Nürnberg dauern über Ende August hinaus an. Die Halte der IC2-Garnituren (5 Doppelstockwagen + Lokomotive) in Crailsheim, Ellwangen sowie Schwäbisch Gmünd entfallen. Für Geschäftsreisende aus diesen drei Städten bedeutet das, auf der Regionalverkehr oder das Auto umzusteigen. und damit längere Reisezeiten in Kauf zu nehmen. Zwischen Crailsheim und Ansbach aufgetretene Schäden an der IC-Linie  führen zu zusätzlichen Fahrplanänderungen. Die Änderungen werden sukzessive in die Fahrplanmedien eingepflegt.

Die DB bittet für die anhaltenden Einschränkungen um Entschuldigung. Sobald die notwendigen Baumaschinen zur Verfügung stehen und die Strecke wieder in Ordnung gebracht ist, werden die Städte wieder bedient. Quelle: Deutsche Bahn / CM

Leo Express expandiert in Deutschland 

Seit Anfang August 2026 bietet Leo Express eine direkte Zugverbindung von Frankfurt/M. über Tschechien bis ins polnische Przemyśl (an der Grenze zur Ukraine) an. Es handelt sich um eine der längsten Direktzugverbindungen Europas und zugleich um eine Verbindung, die Deutschland, Tschechien und Polen mit nur einem Zug miteinander verknüpft. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem deutschen Markt wird ab 13. Dezember 2026 die neue Verbindung zwischen München und Prag sein.

Derzeit nutzen etwas mehr als 100 Fahrgäste täglich die Verbindung von Frankfurt bis Przemyśl; ihre Zahl wächst dynamisch. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, bis zu 400 Fahrgäste pro Zug zu befördern.

Fahrkarten in Deutschland ab fünf Euro. Ein wichtiger Bestandteil des Angebots von Leo Express auf dem deutschen Markt sind attraktive Ticketkosten. Die Preise für internationale Fahrkarten in der Economy Class beginnen je nach konkreter Verbindung in der Regel bei rund zehn Euro. Für innerdeutsche Fahrten zwischen deutschen Städten bietet Leo Express vergünstigte City-Hopper-Tarife ab fünf Euro. 

 
Auf dieser Linie können Fahrgäste zwischen Economy und Business Class wählen. Die Züge sind mit WLAN, Klimaanlage und einem Bistro ausgestattet.  Die Langstreckenverbindung richtet sich nicht nur an Reisende zwischen Frankfurt und Prag. Durch die größere Zahl an Zwischenhalten entstehen neue Direktverbindungen zwischen zahlreichen deutschen Städten und Zielen in Tschechien und Polen. Zwischen Frankfurt und Prag hält der Zug insgesamt 18-mal, u.a. in Fulda, Erfurt, Weimar, Dresden und Bad Schandau.

Die Expansion in Deutschland ist Teil der umfassenderen Wachstumsstrategie des Unternehmens. Nach Angaben von CEO Peter Köhler hat sich Leo Express als Unternehmen in den vergangenen drei Jahren verdoppelt und erwartet für dieses Jahr ein weiteres Wachstum von mindestens 50 %. Dabei legt das Unternehmen großen Wert auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. 

Ab Dezember auch München–Prag. Ein weiterer wichtiger Schritt von Leo Express auf dem deutschen Markt wird die neue Verbindung zwischen München und Prag sein, die am 13. Dezember aufgenommen werden soll. Den Zugbetrieb übernimmt Leo Express in Tschechien von České dráhy (ČD), nachdem Leo Express eine Ausschreibung des tschechischen Verkehrsministeriums gewonnen hat. In Deutschland werden die Züge u.a. in Furth im Wald, Schwandorf, Freising, Landshut und Regensburg halten. In Tschechien sind neben Prag auch Halte in Domažlice, Holýšov und Plzeň vorgesehen.

Nach den Planungen von Leo Express soll die Fahrt zwischen München und Prag rund 5:20 Stunden dauern. Die Züge verkehren achtmal täglich je Richtung im Zwei-Stunden-Takt. Auf deutschem Gebiet können Fahrgäste neben anderen Fahrausweisen auch das Deutschland-Ticket nutzen. Leo Express will zugleich sein Angebot an günstigen Tarifen ausweiten und möglichst viele Reisende dazu bewegen, auf dieser Strecke die komfortablere und umweltfreundlichere Reise mit der Bahn zu wählen. Quelle: Leo Express

SBB schreibt Beschaffung von bis zu 40 Highspeed-Zügen aus

Die Zahl der Zugreisenden zwischen der Schweiz und dem Ausland wächst. Die SBB will ihr Angebot in diesem Bereich ausbauen und strebt den Einsatz von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen im grenzüberschreitenden Personenverkehr an. Die Finanzierung ist über Leasing geplant. Die Ausschreibung ist auf Ende 2026/ Anfang 2027 geplant.

Die Nachfrage nach internationalen Verbindungen im Personenverkehr ist im ersten Halbjahr 2026 auf über 6 Mio. Fahrgäste gestiegen und liegt damit 1,3 % über der Vorjahresperiode. Dies teilte CEO Vincent Ducrot an der Medienkonferenz zu den Halbjahreszahlen mit.

Die SBB strebt weiterhin den Einsatz von neuen Hochgeschwindigkeitszügen an. Derzeit klärt die SBB die Finanzierung dafür ab und ist im Austausch mit Herstellern und Leasinggebern. Zu den Herstellern für derlei Superzüge zählen Siemens Mobility, Alstom, Stadler und Hitachi. Die Ausschreibung ist per Ende 2026/Anfang 2027 geplant.

Die SBB hatte im November vier Leasingfirmen vorselektiert, die für das angestrebte Operating Lease von Hochgeschwindigkeitszügen infrage kommen. Die Zahl der Zugreisenden zwischen der Schweiz und dem Ausland wächst. Die SBB will ihr Angebot in diesem Bereich ausbauen und strebt den Einsatz von bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszügen im grenzüberschreitenden Personenverkehr an. Die Finanzierung ist über ein Leasing geplant. Nun hat die SBB vier Leasinggeber ausgewählt, die ein Angebot einreichen können. Bis dato fahren bereits die Stadler-Giruno-Hochgeschwindigkeitszüge der SBB von Basel über Frankfurt/m. nach Hamburg, sowie nach Mailand. Seit Ende 2025 bilden die 41 jeweils elfteiligen Superzüge das Rückgrat des internationalen Personenverkehrs der SBB. Die modernen Renner sind auch bei deutschen Geschäftsreisenden höchst beliebt. 

Die Giruno-Züge verkehren auf der Nord-Süd-Achse von Hamburg über Basel bis Mailand. Foto: SBB

Die SBB hat vier Leasingfirmen vorselektiert, die für das angestrebte Operating Lease von Hochgeschwindigkeitszügen infrage kommen. Die Auswahl wurde auf der Beschaffungsplattform SIMAP bekannt gegeben. Alle Firmen – AlphaTrains, Beacon Rail, Rock Rail und Willow Group – haben bereits Erfahrung im Leasing von Zügen und erfüllen die wirtschaftlichen Anforderungen und die definierten Qualitätsstandards.

In er zweiten Stufe des Verfahrens können die vier Leasingfirmen ihre Angebote einreichen. Zeitgleich sollen auch die Züge ausgeschrieben werden. Quelle: SBB /CM

Polen: Ab 2027 fahren Züge bis 250 km/h schnell

Auf der polnischen Eisenbahnmagistrale (Centralna Magistrala Kolejowa, CMK) hat ein Hochgeschwindigkeitszug der PKP während Testfahrten 250 km/h erreicht. Laut PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. sollen die Züge italienischer Bauart 2027 mit einer planmäßigen Geschwindigkeit von 250 km/h auf dieser Strecke unterwegs sein. 

Premier Donald Tusk will in Polen eine „Revolution auf der Schiene“: „Wir werden die schnellsten Eisenbahnen Europas haben“, kündigte er an und versprach ein Schienennetz, das alle Regionen und Landkreise erreicht. Herzstück des Vorhabens ist der Neubau einer Hochgeschwindigkeitsneubeustrecke, die Warschau, Łódź, Posen und Breslau, also die größten Städte des Landes verbinden soll. Geplante Höchstgeschwindigkeit: 350 km/h, deutlich mehr als beim deutschen ICE. Fertigstellung: 2035. Abzweigungen nach Danzig und Krakau könnten später noch dazukommen. Von Posen könnten die Züge in Zukunft außerdem nach Berlin weiterfahren, von Breslau – nach Leipzig und Prag.

Die y-förmige Neubaustrecke soll Warschau über den im Bau befindlichen neuen  Zentralflughafen (CPK) mit Łódź, Poznań (Posen) und Wrocław (Breslau) verbinden. In Zukunft sollen die Züge die beiden Städte Warschau und Łódź in rund 45 Minuten verbinden- Nach Poznań (früheres Posen) soll die Fahrtzeit auf unter 100 Minuten gedrückt werden. Der erste Abschnitt von Warschau über den Megaflughafen nach Łódź soll voraussichtlich 2032 in Betrieb gehen, die Verzweigungen nach Poznań und Wrocław sind bis 2035 anvisiert.  

Neben den Neubaustrecken sind landesweit Tausende Kilometer an Streckenausbauten und Modernisierungen geplant, um auch kleinere Regionen wieder besser anzubinden. Eine davon ist die Centralna Magistrala Kolejowa (CMK) von Warschau nach Krakau und weiter nach Kattowitz. Dazu bereitet Polskie Linie die Strecke Nr. 4 schrittweise auf die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vor.  So soll die Reisezeit zwischen Warschau und Südpolen um bis zu 25 Minuten verkürzt werden. Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitungen für die CMK ist die Einführung moderner Steuerungs- und Kommunikationssysteme. Die Fertigstellung des GSM-R-Systems auf der CMK war für die Inbetriebnahme des ETCS-Systems der Stufe 2 unerlässlich. Es gewährleistet eine kontinuierliche Überwachung der Zugführung und ist für Fahrten mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h erforderlich. 

Die Erhöhung der Geschwindigkeit auf der CMK wird vor allem für die Verbindungen zwischen Warszawa und Kraków sowie Katowice von Bedeutung sein, aber auch für weitere Strecken, die über diese Linie bedient werden. 

Das staatliche Bahnunternehmen PKP Intercity hat bereits Ausschreibungen für 20 neue, mindestens 320 km/h schnelle Triebzüge auf den Weg gebracht. Die Beschaffung erfolgt im Rahmen eines wettbewerblichen Dialogs. Hersteller, darunter auch Siemens Mobility, mussten sich zunächst für dieses Verfahren qualifizieren. Nach dem vorläufigen Zeitplan von PKP Intercity soll die Entscheidung über den Lieferanten bis August 2027 fallen. Die Ausschreibung beinhaltet zudem eine Option auf weitere 35 Hochgeschwindigkeitstriebfahrzeuge. Darüber hinaus muss ein Bewerber im Falle eines Zuschlags 30 Jahre lang Wartungsarbeiten übernehmen und hierfür eine entsprechende Anlage in Polen errichten.  Quelle: PKP 

DB-Statement zur Studie des Statistischen Bundesamts

Knapp jeder Fünfte nutzte 2025 die Bahn für Reisen mit mindestens einer Übernachtung im In- und Ausland. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamts.. Mit einem Anteil von 19,2 % liegt die Bahn vor Flugverkehr (15,2 %) und Reisebussen (2,7 %).

Auch 2026 setzt sich der positive Trend fort. Die Menschen wollen Bahnfahren, insbesondere auch Business Traveller! Sie schätzen die Bahn gerade in der aktuellen Situation als preiswerte Alternative. Die Zahl der Fahrgäste stieg im ersten Halbjahr auf mehr als 960 Millionen. Das sind rund 17 Mio. Fahrgäste bzw. 1,8 % mehr als im Vorjahr. Seit April legten die Ticketverkäufe im Fernverkehr zu. 

Zwischen großen Städten bietet die DB eine Vielzahl attraktiver Sprinterverbindungen an. Auch der Nachfrage-Boom im internationalen Fernverkehr hält an: Fast ein Drittel mehr Menschen steigt für ihre Europa-Reise seit 2019 auf die Bahn um. Das sind über 25 Mio. Passagiere – Tendenz steigend. Quelle: Deutsche Bahn / CM

PayPal und DB starten Cashback-Aktion für Reisende

PayPal startet gemeinsam mit der Deutschen Bahn eine neue Cashback-Aktion für Bahnreisende in Deutschland. Noch bis zum 13. September 2026 erhalten PayPal-Kunden 5 %  Cashback in Form von PayPal-Punkten, wenn sie das Angebot zuvor in der PayPal-App aktivieren und ihren anschließenden Kauf au Bahn.de mit PayPal bezahlen. Das Angebot hat aber einen Haken.

Pro Kunde sind bis zu 5 Euro bzw. 500 PayPal-Punkte möglich. Haken an der Offerte: Sie ist auf 250.000 Teilnehmende begrenzt und endet vorzeitig, sobald diese Zahl erreicht ist. 

„Für viele Menschen gehört die Deutsche Bahn fest zum Alltag, sei es für den Wochenendtrip, den Besuch bei Familie und Freunden oder eine Geschäftsreise. Mit unserer gemeinsamen undzeitlich begrenzten Aktion möchten wir unseren Kunden einen zusätzlichen Vorteil bieten, wenn sie ihre Bahnreise mit PayPal bezahlen“, sagt Carola Wahl, Managing Director Deutschland, Österreich und Schweiz bei PayPal. 

Und Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Mit der gemeinsamen Cashback-Aktion mit PayPal möchten wir unseren Kunden beim Ticketkauf einen zusätzlichen Vorteil bieten. Gleichzeitig laden wir noch mehr Menschen ein, sich von unserer Gastgeberqualität an Bord persönlich zu überzeugen.“ 

Ausrichter des Angebots ist PayPal. Die wichtigsten Fakten im Überblick: 

  • Voraussetzung: deutsches PayPal-Konto 
  • 5 % Cashback auf Käufe auf bahn.de bei Zahlung mit PayPal 
  • Aktionszeitraum: 17. August bis 13. September 2026 
  • Cashback: maximal 5 Euro bzw. 500 PayPal-Punkte pro PayPal-Konto 
  • Teilnahme: Angebot vor dem Kauf in der PayPal-App aktivieren 

Das Angebot ist ausschließlich nach vorheriger Aktivierung in der PayPal-App verfügbar. Es gelten die Angebotsbedingungen. Quelle: DB / PayPal / CM

Ausgefallene Züge im Fernverkehr

Nur wenige ICE- und IC-Züge mussten bisher 2026 ersatzlos ausfallen. Im ersten Halbjahr 2026 waren es 3,6 %. Die meisten Fahrgäste konnten alternative Verbindungen nutzen und ihre Bahnreise fortsetzen. Dies galt auch für Züge, die nicht am Zielbahnhof endeten.

Laut Mitteilung der Deutschen Bahn machten der heftige Wintereinbruch im Januar 2026 Schiene, Straße und Luftfahrt gleichermaßen zu schaffen. Auch mit der Rekordhitze im Juni und Juli hatten alle Verkehrsträger zu kämpfen. Dennoch: Der überwiegende Anteil der Fernverkehrszüge war weiter für die Fahrgäste unterwegs.

Technische Störungen an den Zügen selbst, etwa bei Antrieben, gingen dank der besseren Instandhaltungsprozesse und der jünger gewordenen Fahrzeugflotte zwischen 2019 und 2025 um über 50 % zurück.