Die Belastungsversuche und Erprobung des ETCS-Systems auf dem ungarischen Abschnitt der Schnellfahrstrecke Budapest–Beograd sind abgeschlossen. Voraussichtlich zum Fahrplanwechsel im Dezember wird der internationale Verkehr auf der Schnellfahrstrecke aufgenommen, so der ungarische Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy.
Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke nähert sich technisch gesehen ihrer Fertigstellung. Nach dem Volllasttest Anfang Oktober haben die Fachleute auch das Zugsicherungssystem ETCS Level-2 überprüft, dessen ordnungsgemäßer Betrieb eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme des Personenverkehrs ist. Die Testfahrten wurden u.a. mit dem serbische Zug „Soko“ auf dem ungarischen Abschnitt durchgeführt.
Die ungarischen Staatsbahnen MAV haben den Fahrplan für zwei EC-Züge von Wien via Budapest nach Beograd ab Fahrplanwechsel am 13.12.2026 veröffentlicht. Die Fahrzeit von ca. 6.40 Stunden wurde auch kürzlich von den ÖBB bekannt gegeben.
Interessant ist die Tarifgestaltung: Innerhalb von Ungarn kann die Strecke von Hegyeshalom bis Kelebia (350 km, 3.46 Stunden) für HUF 5810 (2. Klasse, ca. 15,84 Euro) bzw. HUF 7150 (1. Klasse, ca. 19,50 Euro) befahren werden. Bei einer Weiterfahrt von Hegyeshalom nach Subotica (363 km, 4.26 Stunden) steigt der Fahrpreis in der 2. Klasse auf36,40 Euro und in der 1. Klasse auf 53,70 Euro! Die einfache Fahrt von Budapest-Keleti nach Beograd Centar kostet 43,40 Euro in der 2. Klasse)bzw. 64 Euro in der 1. Klasse.
Auf serbischer Seite sind vorerst insgesamt acht Zugpaare geplant – davon zwei Direktverbindungen und sechs Züge mit Zwischenhalten, die auf dem serbischen Abschnitt der Strecke die Bahnhöfe Centar-Prokop, Novi Beograd, Novi Sad, Vrbas, Bačka Topola und Subotica anfahren werden. Quelle Facebook Dávid Vitézy, Portfolio, MAV / CM