BMW, an sich der Musterknabe unter den deutschen Automobilherstellern, muss seine Gewinnprognose für 2026 senken. Der neue Konzernchef Milan Nedeljković hat ein Sparprogramm angekündigt. Wie zuvor schon VW, Porsche und Mercedes erlebt BMW nun auch auf dem wichtigste Automarkt der Welt, China, dass sich dort Verbrenner überhaupt nicht mehr verkaufen lassen.
Im zweiten Quartal 2026 hat sich der Abwärtstrend im Reich der Mitte ziemlich verschärft. Die dortigen Kunden wollen nichts mehr von Automobilen mit fossilen Antrieben wissen. Hin zu kommt ein heftiger Preiskampf, bei dem die deutschen Hersteller kaum noch mit den chinesischen Giganten mithalten können. Zum Glück laufen die Geschäfts in Europa und USA besser. Die geopolitische Situion tut ein Übriges, sodass zwischen April und Juni Gewinn und freier Cashflog deutlich eingebrochen sind.
Folge: Der Vorstand will die laufenden Sparmaßnahmen beschleunigen und ausweiten. Die Münchner gehen für das laufende Jahr von einem niedrigeren Fahrzeugabsatz aus als geplant. So soll die EBIT-Marge Automobil: nur noch 1 bis 3 % betragen bisher: 4 – 6 %). Auch soll der Gewinn vor Steuern niedriger ausfallen als prognostiziert.
Trotz der weniger rosigen Aussichten will der Konzern schon bis nächstes Jahr bis zu 40 neue bzw. überarbeitete Modelle der neuen Klasse vorstellen. Die Neue Klasse hat sich nämlich als Volltreffer erwiesen. So ist inzwischen jeder dritte in Europa verkaufte BMW ein vollelektrischer iX3. Der bayerische Autobauer hofft, dass auch der neue vollelektrische i3 ein Erfolg weird. Ob dies auch für den überarbeiteten Siebener gilt, der vor wenigen Wochen in Peking seine Weltpremiere feierte, sei dahingestellt. Quelle: BMW / CM