Concur und Amex GBT erweitern „Complete“ um Leakage-Reporting und Störungsmanagement

SAP Concur und American Express Global Business Travel (Amex GBT) haben ihr gemeinsames Angebot „Complete“ um neue Funktionen erweitert. Dazu gehören Berichte über Buchungen außerhalb des Reiseprogramms (sog. „Leakage“), Self-Service-Optionen bei Reiseunterbrechungen sowie direkt am Point of Sale verfügbare Anbieter-Vorteile. 

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Das Leakage-Reporting ist ein neues Dashboard innerhalb von „Complete“, das Mobilitäts-Managern einen Überblick über die gesamten Reiseausgaben bietet – einschließlich Buchungen, die außerhalb des Reiseprogramms getätigt wurden. Die Daten werden nach Geschäftsbereich, Reisekategorie, Anbieter und Reisendem aufgeschlüsselt dargestellt. 

Laut Charlie Sultan, President von Concur Travel, ermöglichen die kombinierten Daten von Concur und Amex GBT Travel Managern detailliertere Analysen („Drill-Down-Optionen“): So lässt sich beispielsweise erkennen, welche Anbieter am häufigsten entgegen der Reiserichtlinie gebucht werden oder welche Reisenden am öftesten außerhalb der Richtlinien buchen.

„Es geht darum, die Transparenz, die Einhaltung der Richtlinien (Compliance) und die Leistungsfähigkeit des Reiseprogramms zu verbessern“, so Sultan.

Das Dashboard für das Leakage-Reporting steht derzeit einer Gruppe von Pilotkunden zur Verfügung und wird im ersten Quartal 2027 allgemein verfügbar sein.

Die Funktion für das Störungsmanagement integriert Self-Service-Optionen in die „Complete“-App, erklärte Evan Konwiser, Chief Product and Strategy Officer bei Amex GBT. Die App kann Benachrichtigungen bei Flugverspätungen oder -ausfällen senden. Zudem können Reisende die App selbstständig nutzen, wenn sie aus anderen Quellen von einer Störung erfahren; sie sehen dort Alternativen und können bei Bedarf Flüge umbuchen. Dies erspart den Geschäftsreisenden den Besuch mehrerer Websites – etwa wenn sie Optionen jenseits ihrer ursprünglichen Fluggesellschaft prüfen wollen – sowie lange Wartezeiten in der Telefonwarteschleife der Anbieter, so Konwiser.

Die Funktion, die Early Adopters bereits jetzt zur Verfügung steht und im ersten Quartal 2027 breit ausgerollt wird, umfasst ein Echtzeit-Tool für Ausnahmegenehmigungen, das verfügbare Optionen berücksichtigt und sicherstellt, dass Umbuchungen den Reiserichtlinien entsprechen. Ist die vom Reisenden gewünschte Option in der App nicht verfügbar oder verstößt sie gegen die Richtlinien, kann die App den Nutzer unter Weitergabe der bereits vorliegenden Kontextinformationen an einen Reiseberater verweisen, so Konwiser.

Die dritte Neuerung ist die Möglichkeit, Angebote von Anbietern direkt am Point of Sale auszuspielen. Laut Konwiser können Reisende so den Wert dieser Angebote im Kontext ihrer Reiserichtlinien erkennen. Zu diesen Angeboten zählen u.a. Vorteile, die sich aus dem Treuestatus des jeweiligen Reisenden ergeben, sowie Vergünstigungen, die im Rahmen des Geschäftsreiseprogramms oder durch Amex GBT ausgehandelt wurden, oder speziell zugeschnittene Anbieterangebote zur Förderung der Nutzung.

Die Anbieterangebote im Bereich „Perks“ werden noch im August 2026 breit verfügbar sein. Die entsprechenden Vorteile stehen Early Adoptersin ebenfalls in Kürze zur Verfügung, gefolgt von einer breiten Einführung im vierten Quartal. Konwiser fügte hinzu, dass Amex GBT plant, diese „Inclusion Engine“ nach der Integration in „Complete“ auch in Egencia zu implementieren. Quelle: Amex GBT / Concur / CM

Turkish Airlines startet Flüge zwischen Sydney und Singapur

Auf der Flugstrecke zwischen Sydney und Singapur haben Reisende bereits die Wahl zwischen Qantas, Singapore Airlines, British Airways und der Billigfluggesellschaft Scoot. Nun sorgt jedoch eine weitere Fluggesellschaft – Turkish Airlines (eine der größten Europas) – für frischen Wettbewerb auf dieser insbesondere bei Geschäftsreisenden beliebten, rund achtstündigen Route.

Turkish Airlines hat bestätigt, dass die neue Verbindung Istanbul–Singapur–Sydney am 26. Oktober startet. Sie wird an fünf Tagen pro Woche mit modernen Airbus A350-Maschinen bedient, die über rund 30 „Lie-Flat“-Sitze in der Business Class verfügen – allerdings ohne Premium-Economy-KabiGeschäftsreisende können Turkish Airlines auch auf der Route Singapur-Sydney wählen. Foto: Turkish Airlines

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Ab Ende Oktober 2026 verlegt Turkish Airlines den Zwischenstopp ihrer Flüge von Istanbul nach Sydney von Kuala Lumpur nach Singapur. Im Gegensatz zum bisherigen Zwischenstopp in Kuala Lumpur wird es laut Turkish Airlines möglich sein, auch nur die Teilstrecken Sydney–Singapur bzw. Singapur–Sydney zu buchen und zu fliegen.

Im Zuge dieser Umstellung werden die Flugnummern von TK174/TK175 in TK22/TK23 geändert.

Flug TK23 startet um 21:35 Uhr  Ortszeit in Sydney und erreicht Singapur um 02:50 Uhr (Ortszeit) ; TK22 startet um 08:30 Uhr (Ortszeit) in Singapur und landet um 19:25 Uhr (Ortszeit) in Sydney.

Turkish Airlines nutzt für ihre Flüge nach Singapur das Terminal 1 des Flughafens Changi; Passagiere der Business Class sowie Vielflieger mit höherem Status werden dabei an die Marhaba Lounge verwiesen.

Wer jedoch lediglich den Flug TK22 von Singapur nach Sydney antreten möchte, für den ist es ratsam, stattdessen eine der erstklassigen Lounges von Singapore Airlines (ebenfalls Star-Alliance-Mitglied) im Terminal 3 aufzusuchen. Geschäftsreisende sollten dann die KrisFlyer Gold Lounge wählen, sofern sie über einen Vielfliegerstatus verfügen, oder die SilverKris Lounge, wenn sie in der Business Class reisen. Quelle: Turkish Airlines / CM

Der neue A2 e-tron ist der effizienteste Audi aller Zeiten

Der A2 e-tron ist der effizienteste Audi aller Zeiten. Nach WLTP-Messung weist das elektrische Kompaktmodell in der Leistungsstufe mit 140 kW und optionalem Effizienzpaket1 einen vorläufigen Verbrauch von 12,8 kWh/100 km auf. Möglich machen das eine weiterentwickelte Antriebstechnologie, eine durchdachte Aerodynamik sowie eine für den Alltag verbesserte Batterie.

Die wichtigsten Fakten zum  A2 e-tron 140 kW mit Effizienzpaket1

  • Elektrischer Verbrauch von 12,8 kWh/100 km (vorläufig) nach WLTP-Messung
  • Luftwiderstandsbeiwert cw = 0,24 – Bestwert im Audi Kompaktsegment – Aerodynamik-Maßnahmen reduzieren elektrischen Verbrauch im WLTP um bis zu 0,9 kWh/100 km 
  • Hocheffizienter Elektro-Antrieb mit Weiterentwicklungen bei Leistungselektronik, E-Motor und Getriebe
  • 61-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) erreicht mit angepasster Kühlungsstrategie 89,6 % Ladeeffizienz an der Wallbox
  • Bidirektionales Laden: Vehicle-to-Load3 und Vehicle-to-Home4 machen den A2 e-tron zum Energiespeicher

Bei Geschwindigkeiten ab circa 100 km/h entfallen mehr als 50 % des Energiebedarfs auf den Luftwiderstand. Jede Verringerung des cw-Werts zahlt direkt auf Verbrauch und Reichweite ein. Mit einem Wert von 0,24 hat der A2 e-tron 140 kW mit Effizienzpaket1 den besten Luftwiderstandsbeiwert unter den Kompaktmodellen bei Audi und spielt diesen Vorteil voll aus. 

Die Karosserie folgt dem Prinzip des Stromlinienkörpers: abgerundete Front, fließende Dachlinie, scharf definiertes Heck. Diese Form verringert den Luftwiderstand im Vergleich zu einem konventionellen Vollheck-Fahrzeug. Hinzu kommen Detaillösungen an der seitlichen Fahrzeugfront: Air Curtains – Kanäle, die die Strömung gezielt umlenken und so Turbulenzen verringern – sowie Gap Reducer und Gap Breather, die Verwirbelungen am Radhaus reduzieren. 

Der Audi A2 e-tron verfügt über einen aktiven Kühllufteinlass, der im Normalbetrieb und bei höheren Geschwindigkeiten geschlossen ist, um den Luftwiderstand zu senken und die Reichweite zu optimieren. Beim Ladevorgang, bei starker Beschleunigung oder bei sommerlicher Hitze öffnet sich der aktive Kühllufteinlass hingegen und schützt dadurch Batterie und Elektronik. 

Beim Elektromotor des A2 e-tron handelt es sich um eine permanent erregte Synchronmaschine, die konsequent auf Effizienz und Fahrkomfort ausgelegt ist. Der Antrieb arbeitet genau dort effizient, wo Kunden es erwarten: im Alltagsverkehr. Drei Hebel machen den Unterschied. 

  • Leistungselektronik: Siliziumkarbid-Halbleiter ersetzen die bisherige Silizium-Technologie und senken Schaltverluste deutlich – besonders im Teillastbereich. Eine variable Schaltfrequenz verringert die Verluste um bis zu 20 Watt; alternative Modulationsverfahren reduzieren die Schaltverluste gegenüber klassischen Methoden um bis zu 33 %. 
  • E-Maschine: Dünnere Lamellen (0,2 statt 0,3 mm) senken die sogenannten Eisenverluste. Die Statorwicklung wechselt von Stern- auf Dreieckschaltung – das verschiebt den Betrieb in effizientere Drehzahlbereiche. 
  • Getriebe: Ein neues Leichtlauföl reduziert Reibungsverluste spürbar. Die lange Übersetzung von 10,2:1 senkt bei höheren Geschwindigkeiten das Drehzahlniveau und kann so den Verbrauch verringern. 

Hocheffiziente Batterie. Für die Batterie des A2 e-tron 140 kW setzt Audi auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) in Cell-to-Pack-Bauweise: Die Zellen sind direkt ins Gehäuse eingeklebt, was die Packungsdichte erhöht. Dadurch lassen sich bei reduziertem Platzbedarf Energieinhalt und Energiedichte des Hochvolt-Systems steigern. Die LFP-Batterie kommt ohne seltene Erden aus, altert langsamer als viele Alternativen und gilt als besonders sicher. Durch diese Robustheit können die Batterien im Alltag unkompliziert immer wieder auf 100 % geladen werden. Das ermöglicht regelmäßig hohe Reichweiten. 

Durch den charakteristisch flachen Spannungsverlauf hält die Batterie auch bei sinkendem Ladezustand (State-of-Charge, SoC) eine hohe Spannung, was zu einer gleichmäßigeren Leistungsabgabe führt. Das ist für die Gesamtbetrachtung wichtig. Denn Effizienz bedeutet nicht nur, einen guten Verbrauch zu erzielen – sondern auch, dass die Batterie ihre Leistungsfähigkeit und Nutzbarkeit über einen langen Zeitraum behält. Die LFP-Technologie bietet eine höhere Alterungsstabilität und damit eine sehr gute Voraussetzung für elektrische Mobilität im Alltag. 

Die Zellchemie der LFP-Batterie ist jedoch nur ein Baustein. Das größte Effizienzpotenzial entsteht im präzisen Zusammenspiel von Batterie, Thermomanagement, Ladelektronik und Software. Eine angepasste Kühlungsstrategie etwa hebt die Ladeeffizienz beim Laden an der Wallbox auf 89,6 %, was im Alltag weniger Energieverlust und stabileres Ladeverhalten bedeutet. 

Insgesamt zeigt der Audi A2 e-tron, dass Effizienz im Elektrofahrzeug nicht allein in der Hardware liegt, sondern in hohem Maß von der Regelstrategie abhängt. Ein speziell auf die LFP-Batterie abgestimmter Algorithmus bewertet Ladezustand und Alterungszustand präzise.

Darüber hinaus unterstützt der Audi A2 e-tron bidirektionales Laden: Durch Vehicle-to-Load1 lassen sich externe Geräte aus dem Fahrzeug versorgen. Vehicle-to-Home2 ermöglicht die Nutzung als Energiespeicher für das eigene Zuhause. Voraussetzung ist eine von Audi empfohlene Ladebox. Quelle: Audi / CM

NiedrigWasser im Rhein treibt die Spritpreise

Wegen extremen Niedrigwassers auf wichtigen Wasserstraßen wie dem Rhein warnen Verbände vor Engpässen und steigenden Preisen bei der Spritversorgung. Da Frachtschiffe und Tanker nur noch stark eingeschränkt befüllt werden können, steigen die Transportkosten massiv, was insbesondere im Süden Deutschlands zu spürbaren Belastungen, sprich Preissprünge an den Zapfsäulen der Tankstellen führen kann.  Jetztr rächt sich die Dummheit der deutschen Autohersteller, zu spät auf die E-Mobilität gesetzt zu haben. 

Die extremen Frachtraten auf dem Rhein schlagen direkt auf die Logistikkosten und damit auf die Preise an den Zapfsäulen durch. Nicht ausgeschlossen, dass es an vielen deutschen Tankstellen demnächst kein Benzin und auch keinen Dieselkraftstoff mehr gibt: Grund ist weniger der Nahost-Konflikt, sondern der Klimawandel. Er sorgt dafür, dass der Rhein kaum noch Wasser führt. 

In An vielen Tanklagern in Westdeutschland ist Benzin inzwischen Knapp, soweit sie über die Tankschifffahrt auf dem Rhein mit Treibstoff versorgt werden. Raffinerien am oder nahe dem Rhein dreoht der Stillstand. Andere Teile Deutschlands bekommen Kraftstoff über andere Raffinerien, Pipelines und Häfen zumeist per Bahn.  

Wie der Tankstellenverbands ZTG sagt, können wegen des Niedrigwassers Frachtschiffe oft nur noch 10 % ihrer üblichen Ladung oder weniger transportieren und immer mehr Routen sind auch von Tankschiffen nicht mehr möglich. Die Fracht kostet zwischen Rotterdam und Karlsruhe inzwischen das Siebenfache (145 bis 150 Euro je Tonne statt wie bei normalem Pegelstand 20 bis 25 Euro.

Laut  Argus Media, eine weltweit führende, unabhängige Preisberichtsagentur (PRA) für den Energie- und Rohstoffmarkt, haben die haben die hohen Frachtkosten Rohstoffe und Kraftstoffbestandteile auf den Routen nach Frankfurt und Karlsruhe bereits deutlich verteuert.  Quelle: ZTG / Argus Media / CM

Die besten Flughäfen der Welt

Jedes Jahr veröffentlicht das Travel-Tech-Unternehmen AirHelp den AirHelp Score und bewertet Flughäfen auf der ganzen Welt. In diesem Jahr wurden insgesamt 250 Flughäfen untersucht – aus Deutschland sind in der Untersuchung neun Flughäfen vertreten. 

Für den Score werden die Pünktlichkeit der Flüge, Angebot an Restaurants und Geschäften sowie Kundenzufriedenheit berücksichtigt. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 7,36 Punkten schneiden deutsche Flughäfen im internationalen Vergleich eher schwach ab. Der beste Flughafen der Welt ist in diesem Jahr mit 8,57 von zehn möglichen Punkten der Flughafen Kapstadt, der damit den Gewinner vom letzten Jahr – den Hamad International Airport in Katar – überholt hat. Der erste europäische Flughafen taucht mit dem norwegischen Flughafen Bergen auf Platz neun auf.  

Vier Flughäfen aus dem Mittleren Osten in den Top 10. Der Flughafen Kapstadt erreicht mit einer Gesamtpunktzahl von 8,57 Punkten den höchsten AirHelp Score und verbessert sich damit um 0,07 Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auf Platz zwei liegt der Sieger vom letzten Jahr: Der Hamad International Airport hat mit 8,52 Punkten dieselbe Wertung wie letztes Jahr. Auf Platz drei, vier und fünf folgen der Flughafen Riad nahe der saudi-arabischen Hauptstadt, Flughafen Brasília der brasilianischen Hauptstadt und der Flughafen Maskat nahe der omanischen Hauptstadt – alle drei Airports haben einen Gesamtscore von 8,47. Besonders auffällig ist hier die Verbesserung des Flughafens Riad, der sich im letzten Jahr noch mit 8,01 Punkten auf Platz 33 befand. 

In der Top 10 der besten Flughäfen der Welt befinden sich insgesamt ein Flughafen in Europa (Norwegen), einer in Nordamerika (USA), zwei Flughäfen in Mittel- und Südamerika (in Brasilien und Panama), zwei Flughäfen in Afrika (in Südafrika) und vier Flughäfen im Mittleren Osten (einer in Katar und drei in Saudi-Arabien).   

Die schlechtesten Flughäfen der Welt Mit einer Gesamtbewertung von 5,73 Punkten rangiert der Flughafen Tunis in der tunesischen Hauptstadt auf dem letzten Platz – genauso wie im vorherigen Jahr.  Auf dem zweitletzten Platz landet der Flughafen Rhodos auf der gleichnamigen griechischen Insel mit einer Bewertung von 6,05 Punkten. Dieser Flughafen wurde in diesem Jahr zum ersten Mal im Score berücksichtigt. Nur etwas besser schneiden der Flughafen Tan-Son-Nhat in Ho Chi Minh City (Vietnam) und der Flughafen Heraklion auf der griechischen Insel Kreta mit 6,21 und 6,32 Punkten ab. 

Die pünktlichsten Airports der Welt. In Sachen Pünktlichkeit liegt der King Shaka International Airport in Durban (Südafrika) mit 8,9 von zehn möglichen Punkten auf Platz eins. Auf dem zweiten Platz folgt der Flughafen Panama City Tocumen mit 8,7 Punkten. Den dritten Platz teilen sich der Flughafen Kapstadt, der Flughafen Brasília und der Mexico City International Airport Benito Juárez mit 8,6 Punkten. Der unpünktlichste Flughafen ist Tunis mit einem Pünktlichkeit-Score von 5,4 Punkten. Platz zwei teilen sich die Flughäfen Rhodos und Antalya mit jeweils 5,8 Punkten. Auf dem dritten Platz landen in Sachen Unpünktlichkeit gleich sechs Flughäfen – sie befinden sich in der Türkei, Indien, Vietnam, Portugal und Kenia.  

Deutschlandweit kann vor allem der BER mit seiner Pünktlichkeit glänzen – er erreicht 7,5 Punkte und schneidet damit bundesweit am besten ab. Die Flughäfen in Düsseldorf und Hannover haben in der Kategorie einen Score von 7,4 Punkten erzielt.  

Größte Zufriedenheit mit dem Flughafen Medina in Saudi-Arabien. AirHelp hat im Rahmen des AirHelp Scores Flugreisende aus 58 Ländern nach ihren Erfahrungen an Flughäfen befragt. Die besten Bewertungen erhielt dabei der Flughafen Medina in der gleichnamigen saudi-arabischen Stadt mit 9,2 Punkten. Dicht dahinter folgen zwei europäische Flughäfen: Der Flughafen Luxemburg und der isländische Flughafen Keflavík 9,0 bzw. 8,9 Punkte. Ebenfalls 8,9 Punkte erhielten die Flughäfen in Dubai und Doha. Den vierten Platz in Bezug auf die Kundenzufriedenheit teilen sich der Singapore Changi Airport und die Flughäfen Riad und Maskat mit jeweils 8,8 Punkten. München, Nürnberg und Düsseldorf kommen auf jeweils 8,1 Punkte und liegen damit deutschlandweit auf Platz ein. 

Den letzten Platz belegt – wie im letzten Jahr – der Flughafen Tunis mit 6,4 Punkten. Auf dem vorletzten Platz liegen mit 6,6 Punkten die Flughäfen in Rhodos, Ho-Chi-Minh-Stadt und Hurghada. 

Beste Angebot an Restaurants und Geschäften an den Flughäfen in Doha und Dubai. Die Reisenden sollten auch die Geschäfte und Restaurants an den von ihnen besuchten Flughäfen bewerten. Der Umfrage zufolge gibt es die besten Angebote am Hamad International Airport und am Flughafen Dubai. Während beide Airports im letzten Jahr 8,9 Punkte erhielten, steigerten sie sich in diesem Jahr auf 9,1 bzw. 9,0 Punkte. Den dritten Platz belegt der Singapore Changi Airport mit 8,9 Punkten, gefolgt vom japanischen Flughafen Neu-Chitose und vom Flughafen Medina mit 8,8 Punkten. Das Angebot an Restaurants und Geschäften in München bewerteten die Reisenden mit 8,1 Punkten (deutschlandweit Platz eins). 

Die am schlechtesten bewerteten Geschäfte und Restaurants fanden sich am Flughafen Izmir-Adnan Menderes in der Türkei und am Flughafen Tirana in Albanien mit 5,5 bzw. 5,9 Punkten. Das letztjährige Schlusslicht, der Flughafen Heraklion, verbesserte sich um 0,4 Punkte auf 6,4. 

Über den AirHelp Score. Der AirHelp Score ist eine Rangliste der besten und schlechtesten Fluggesellschaften und Flughäfen der Welt. AirHelp veröffentlicht den AirHelp Score seit 2015 (mit einer Unterbrechung während der Pandemie), um Fluggästen eine bessere Planung ihrer Flüge zu ermöglichen. Mit dem Score können Fluggäste anhand von Daten sehen, welche Behandlung sie von Fluggesellschaften und Flughäfen erwarten können. Zur Berechnung des AirHelp Score werden mehrere Datenquellen und Faktoren kombiniert, um den Fluggästen ein umfassendes Bild von der Leistung einer Fluggesellschaft oder eines Flughafens zu vermitteln. Die Bewertung der Fluggesellschaften basiert auf den drei Faktoren Pünktlichkeit, Kundenmeinungen und Bearbeitung von Beschwerden. Diese werden zu gleichen Teilen gewichtet. Die Bewertung der Flughäfen basiert ebenfalls auf drei Faktoren: Pünktlichkeit, Kundenmeinungen sowie Essen und Geschäfte. Dabei ist Pünktlichkeit mit 60 % der größte Faktor. Zur Ermittlung des Ergebnisses wurden Daten aus dem Zeitraum vom 1. Juni 2024 bis zum 31. Mai 2025 ausgewertet und die Fluggäste nach ihren zuletzt genutzten Fluggesellschaften und Flughäfen befragt. Quelle: AirHelp / CM

Düsseldorf laut AirHelp ist 2026 bester deutscher Flughafen

Mit demAirHelp Scor gibt das Fluggastrechteportal Airhelp bereits seit 2015 Aufschluss darüber, welche Flughäfen in puncto Pünktlichkeit, Shops und Kundenmeinung zu den weltweit besten Flughäfen gehören – und umgekehrt somit auch, welche die vermeintlich schlechtesten Flughäfen der Welt sind. 

Das Ranking wird jährlich veröffentlicht und aktualisiert. Auch ein deutscher Flughafen schneidet im Ranking mit Platz 250 von 279 alles andere als rühmlich ab und ist damit, wie bereits im Vorjahr, der schlechteste hierzulande.

Im diesjährigen AirHelp Score erreicht der Flughafen Düsseldorf eine Gesamtbewertung von 7,64 Punkten und sichert sich damit den ersten Platz unter den deutschen Flughäfen. Im internationalen Vergleich schneidet er allerdings deutlich schlechter ab und landet auf Rang 100. Vergangenes Jahr führte noch der Flughafen Dortmund die deutsche Liste an. Den zweiten Platz belegt in diesem Jahr der BER mit 7,51 Punkten, gefolgt vom Münchner Flughafen, der auf 7,46 Punkte kommt. Weltweit entsprechen diese Bewertungen lediglich den Plätzen 136 und 144. 

Mit 6,84 Punkten liegt der Flughafen Köln/Bonn in Deutschland auf dem letzten Platz und international auf Rang 234 von 250. Geringfügig besser schneiden der Flughafen Nürnberg mit 7,28 Punkten (Platz 182) und der Flughafen Stuttgart mit 7,24 Punkten (Platz 191) ab.

Der Flughafen Köln-Bonn hatte 2025 den Frankfurter Flughafen als schlechtesten deutschen Airport im Ranking abgelöst. Köln-Bonn schnitt auch in diesem Jahr besonders schlecht im Hinblick auf die Pünktlichkeit ab und erhielt hier nur 6,9 von 10 möglichen Punkten. In der Kundenmeinung kommt der Flughafen immerhin auf einen Score von 7,6.

Eine Sprecherin des Flughafens Köln-Bonn: „Um alle Prozesse und Abläufe am Flughafen weiter zu optimieren, ist am Flughafen ein Airport Operation Control Center (AOCC) installiert worden. In der Steuerungszentrale sind sämtliche Prozesspartner und Dienstleister vertreten, um Ressourcen zu bündeln sowie die Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit zu verbessern.“

Deutschlandweit kann vor allem der BER mit seiner Pünktlichkeit glänzen – er erreicht 7,5 Punkte und schneidet damit bundesweit am besten ab. Quelle: AirHelp / CM

Streikandrohung am Flughafen von Barcelona

Mitten in der sommerlichen Hochsaison drohen an Barcelonas Flughafen El Prat erhebliche Einschränkungen: Das Bodenpersonal des Dienstleisters Groundforce hat einen unbefristeten Streik ab Dienstag, 04. August angekündigt. Betroffen sind wichtige Bereiche wie Check-in, Gepäckabfertigung und Boarding von mehreren internationalen Fluggesellschaften, darunter Airlines der Lufthansa-Gruppe. 

In Barcelona droht am Flughafen El Prat ein unbefristeter Streik. Die Gewerkschaft CGT für Mitarbeitende des Bodenabfertigers Groundforce hat am Flughafen Barcelona-angekündigt, dass ab Dienstag, 04. Augus 2026 um Mitternacht die Tätigkeiten niedergelegt werden. 1.200 Beschäftigte der Bereiche Bodenabfertigung, Check-in, Boarding und Flugkoordination legen den Airport quasi lahm.  Das spanische Verkehrsministerium sorgt allerdings für ein Mindestmaß an zivielen Flügen.

Groundforce betreut in Barcelona zahlreiche internationale und nationale Fluggesellschaften, darunter Air Europa, Lufthansa, Air France, KLM, Qatar Airways, Turkish Airlines, ITA Airways, United Airlines und Finnair.

Zwischen Anfang August und Ende September sind bei den von Groundforce abgefertigten Airlines rund 11.600 Flüge geplant. Nach Schätzungen des spanischen Verkehrsministeriums könnten rund 2 Mio. Passagiere von den Streikmaßnahmen betroffen sein.

Die Gewerkschaft begründet den Streik mit einer aus ihrer Sicht unzureichenden Arbeitssicherheit und einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Sie kritisiert u.a. Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung, viele Überstunden sowie eine ungenügende Ausbildung neuer Mitarbeitender. Dadurch steige das Risiko von Unfällen und gesundheitlichen Problemen.

Um den Flugbetrieb teilweise aufrechtzuerhalten, hat das spanische Verkehrsministerium Mindestdienste angeordnet. Je nach Flugkategorie müssen zwischen 35 und 80 % der geplanten Verbindungen durchgeführt werden. Besonders hoch sind die Vorgaben für Flüge zu den Balearen, Kanaren sowie auf internationalen Strecken ohne praktikable Reisealternative.

Reisenden mit Flügen ab Barcelona wird empfohlen, den Status ihrer Verbindung vor der Abreise regelmäßig bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu überprüfen. Quelle: El diario El País / CM

Edelweiss bekommt neuen CEO

An der Spitze der Edelweiss steht ein Wechsel bevor. Der Vorstand der Lufthansa Group hat Edi Wolfensberger laut einer Mitteilung zum neuen CEO der Schweizer Ferienfluggesellschaft ernannt. Der 45-jährige Schweizer übernimmt die Leitung am 01. Oktober 2026 von Bernd Bauer, der das Unternehmen nach zwölf Jahren als CEO verlässt.

Wolfensberger ist seit April 2022 Chief Operating Officer (COO) und Mitglied der Geschäftsleitung von Eurowings. Zuvor war er u.a. COO von Brussels Airlines sowie Managing Director von Lufthansa Aviation Training Switzerland. Seine Laufbahn begann er 2008 bei Swiss, wo er verschiedene Funktionen in den Bereichen Finanzen und Commercial ausübte.

Bernd Bauer (im Bild rechts) übernahm 2014 die Führung der Edelweiss. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Airline von einer Ferienfluggesellschaft mit knapp 500 Mitarbeitenden zu einem Unternehmen mit heute fast 1.700 Beschäftigten. Gleichzeitig wuchs das Streckennetz von rund 40 auf mehr als 100 Destinationen, während sich die Zahl der beförderten Passagiere verdreifachte.

Unter seiner Leitung investierte die Edelweiss kontinuierlich in Flotte und Produkt. Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen die Einflottung des Airbus A340 für den Ausbau des Langstreckengeschäfts sowie zuletzt die Einführung des Airbus A350 inklusive neuer Kabinengeneration. Zudem führte Bauer das Unternehmen durch die Corona-Pandemie und legte die Basis für das heutige Wachstum.

Der Wechsel erfolgt auch aufgrund einer Regel innerhalb der Lufthansa Group: Führungskräfte beenden ihre operative Tätigkeit in der Regel mit dem Erreichen des 60. Altersjahres. Bauer feierte seinen 60. Geburtstag bereits im vergangenen Jahr. Quelle: Lufthansa / CM

Die Bahn ist wieder auf gutem Weg

Die Deutsche Bahn (DB) hat sich im ersten Halbjahr 2026 wirtschaftlich stabilisiert: Erstmals seit 2019 ist das Ergebnis nach Steuern im Kerngeschäft wieder positiv. Dank eines Ergebnissprungs von über 900 Mio. Euro schreibt die Bahn mit + 147 Mio. Euro unterm Strich wieder schwarze Zahlen. 

Im ersten Halbjahr 2025 war das Ergebnis nach Steuern mit minus 760 Mio. Euro noch stark negativ. Der Konzernumsatz ist leicht um 1,8 % auf 13,6 Mrd. Euro gestiegen, im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das operative Ergebnis (EBIT, bereinigt) hat sich erheblich um mehr als 650 Mio. Euro auf 415 Mio. Euro verbessert. Der DB Konzern erwartet auch für das Gesamtjahr 2026 schwarze Zahlen, trotz Risiken besonders bei DB Cargo etwa durch die konjunkturelle Entwicklung.

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB: „Wir sind im ersten Halbjahr 2026 gut vorangekommen und haben eine wichtige Wegmarke erreicht. Zum ersten Mal seit sieben Jahren schreibt unser Eisenbahngeschäft unterm Strich wieder schwarze Zahlen: ein Erfolg. Auch wenn bei der Sanierung der Schiene nichts schnell geht, liefern wir jetzt Schritt für Schritt, was wir versprochen haben. Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Meilenstein, aber ich bin erst zufrieden, wenn auch die Qualität im täglichen Eisenbahnverkehr überzeugt!“

Strategie „DB 2035“. Hauptgrund für die Fortschritte beim Ergebnis ist eine bessere operative Entwicklung der Geschäftsfelder. Darin enthalten sind auch erste Kostensenkungen sowie Personalabbau in der Konzernleitung und bei den internen Dienstleistern. 

Mit der neuen Strategie „DB 2035“ wird die DB deutlich schlanker, dezentraler und unternehmerischer aufgestellt. Auch die Konzernleitung macht dabei Tempo: Der Personalabbau verläuft schneller als geplant. Die Ziele für 2028 sind bereits jetzt zu rund 30 % erfüllt.

Im Fokus stand in der ersten Jahreshälfte 2026 auch die Sanierung des Schienennetzes. Evelyn Palla: „Noch nie haben Bund und Bahn in einem Halbjahr so viel Geld in die Schieneninfrastruktur investiert. Wenn wir auf diesem Niveau weiterbauen, legen wir das Fundament für eine nachhaltig stabile Bahn. Ich meine eine Bahn, die schafft, wofür sie da ist: ihre Fahrgäste und die Transportgüter der Wirtschaft verlässlich ans Ziel bringen.“ 

Alle Geschäftsfelder haben Beitrag geleistet. Alle Geschäftsfelder der DB haben ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 stabil positiv gehalten oder verbessert. Gleichzeitig sind die Investitionen des DB Konzerns im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2025 erneut kräftig gestiegen: Die Brutto-Investitionen legten um 18 % zu auf 8,7 Mrd. Euro – der höchste Halbjahreswert in der Geschichte der DB. Die eigenfinanzierten Netto-Investitionen kletterten um 89 % auf 3,4 Mrd. Euro. Besonders erfreulich: das meiste Geld gaben Bund und Bahn für die Sanierung des jahrzehntelang von der Politik vernachlässigten Schienennetzes aus. 

Damit die Kunden schnell Verbesserungen spüren, setzt die DB drei Sofortprogramme im Umfang von rund 150 Mio. Euro um: für mehr Sauberkeit und Sicherheit an Bahnhöfen, mehr Komfort im Fernverkehr und bessere Kundenkommunikation. So sind im ersten Halbjahr 2026 44 mobile Handwerkerteams zu Blitz-Reparaturen an Bahnhöfen ausgezogen. Zusätzliche Sicherheitskräfte sind über 100.000 Stunden Streife auf Bahnsteigen gegangen. In den Fernverkehrszügen haben täglich 220 mobile Reinigungskräfte zusätzlich unterwegs Tische, Sitzbereiche und mehr als eine Million Toiletten gesäubert. 

17 Mio. mehr Reisende im Personenverkehr. Über 960 Mio. Geschäfts- und privat Reisende fuhren im ersten Halbjahr 2026 mit den Zügen der Deutschen Bahn – rund 17 Mio. oder 1,8 % mehr als im Vorjahr. Alle Transportbereiche der DB haben sich in den ersten sechs Monaten 2026 wirtschaftlich verbessert:

17 Mio. mehr Fahrgäste im ersten Halbjahr 2026: Begegnung von DB Regio mit einem Talent 2 Baureihe ET 442 und einem ICE 4 Baureihe 412 des DB Fernverkehr auf der Aurachtalbrücke in Emskirchen. Foto: DB

Der Fernverkehr hat seinen Sanierungskurs fortgesetzt. Beim operativen Ergebnis schrieb DB Fernverkehr mit + 148 Mio. Euro wieder schwarze Zahlen und liegt damit deutlich über Vorjahr (erstes Halbjahr 2025: minus 59 Mio. Euro). Aber vor allem infolge der vielen Baustellen blieb die Verkehrsleistung hinter den ersten sechs Monaten des Vorjahres zurück. Trotz des Zustands der Infrastruktur stiegen die Umsätze und das operative Ergebnis besonders im zweiten Quartal spürbar an. 

Seit April haben die Ticketverkäufe im Fernverkehr zugelegt. Mit besonderen Angebotspreisen für Familien, Junge und Kurzentschlossene kurbelt das Management seit Mai die Nachfrage zusätzlich an. Das wirkt. Bereits 600.000 Fahrgäste haben das Last-Minute-Angebot genutzt. Mehr als 200.000 Reisende sind mit dem Familienticket unterwegs. Die kostenlose Jugend-BahnCard wurde über 50.000 Mal bestellt.

DB Regio hat sich mit einem positiven operativen Ergebnis von 89 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2026 weiter stabil entwickelt. Vor allem auf Pendlerstrecken stieg die Nachfrage, weil Berufstätige wegen der hohen Spritpreise vom Auto zum Zug wechselten. Die Umsätze wuchsen im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um insgesamt 4 %. Baustellen bremsten im Zugverkehr einen weiteren Anstieg der Umsätze.    

DB Cargo verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 erneut Rückgänge bei Transportleistung und Umsatz. Dazu trug die anhaltend schwache Nachfrage der Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie bei. Das operative Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 96 Mio. Euro. Mit einem Minus von 1 Mio. Euro ist die schwarze Null zum Greifen nahe. DB Cargo setzt Schritt für Schritt den harten Sanierungsplan um, auch um Vorgaben der EU-Kommission zu erfüllen.

Die Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO hat das erste Halbjahr 2026 mit einem operativen Ergebnis von minus 66 Mio. Euro abgeschlossen. Die Betriebsleistung auf dem Schienennetz sank infolge von Baustellen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 1 %. 

Super-Baujahr 2026: Rund 14.000 Baustellen fertig. DB InfraGO hat die erste Hälfte des Super-Baujahres 2026 unter Hochdruck bewältigt. Wie angekündigt ist die Korridorsanierung auf der Strecke Hamburg – Berlin abgeschlossen. Noch im Juli sind insgesamt drei weitere Strecken wieder frei: Hagen – Wuppertal – Köln, Hamburg – Hannover und etwas verspätet Nürnberg – Regensburg. Die nächsten Korridorsanierungen haben wie geplant begonnen, zum Beispiel auf der rechten Rheinseite zwischen Troisdorf und Wiesbaden. Von den 28.000 geplanten Baustellen in 2026 sind zum Halbjahr rund 14.000 fertig.

Thema Pünktlichkeit. 87,5 % aller Personenverkehrszüge der DB kamen im ersten Halbjahr 2026 weniger als 6 Minuten zu spät. Im Fernverkehr der DB waren es 59 %. In 76 % der Fälle kamen Fernverkehrszüge mit weniger als 15 Minuten Verspätung am Bahnhof an. Bei DB Regio lag die Pünktlichkeit bei 88,2 %. Die Rekordzahl an Baustellen, der Wintereinbruch im Januar und Februar sowie die Hitzewelle im Juni drückten die Pünktlichkeit. In den nächsten Jahren bleibt die Zahl der Baustellen hoch. Quelle: Deutsche Bahn / CM

Lufthansa liebäugelt mit Teilhabe an TAP Air Portugal

Die Lufthansa Group hat in Angebot im Bieterprozess um TAP Air Portugal bei Parpública, der portugiesischen Gesellschaft für Staatsbeteiligungen, eingereicht. Mit dem Erwerb zunächst einer Minderheitsbeteiligung soll eine langfristige Partnerschaft zwischen der Lufthansa Group und TAP Air Portugal begründet werden, um die Zukunft von TAP als nationale Fluggesellschaft Portugals zu sichern.

Carsten Spohr, CEO der Lufthansa Group: „Unser Interesse an einer Beteiligung an unserem Star Alliance Partner TAP Air Portugal ist ein logischer Schritt. Wir wollen die nationale Airline Portugals als Teil der Lufthansa Gruppe und führende Fluggesellschaft für den Südatlantik mit Lissabon als strategischem Drehkreuz stärken. Mit SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und ITA Airways haben wir unter Beweis gestellt, wie die Europäisierung unserer Lufthansa Group Perspektiven und Wachstum für unsere Heimatmärkte und Drehkreuze sichert.“ Freilich gibt es bei der Lufthansa wieder mall Massenentlassungen. Aktuell sieht ein Sparprogramm den Abbau von 4.000 Jobs vor.

Neben der Lufthansa bietet auch Air France-KLM für die TAP. Foto: TAP Air Portugal

Die Lufthansa Group ist seit mehr als 70 Jahren in Portugal aktiv. Aktuell bieten die Airlines der Gruppe 353 wöchentliche Flüge von und nach Portugal an. Das Unternehmen beschäftigt über 500 Fachkräfte im westlichsten Land Europas. Mit dem Bau eines neuen Lufthansa Technik Standorts für Reparaturen von Triebwerksteilen und Flugzeugkomponenten in Santa Maria da Feira bei Porto soll diese Zahl bis 2030 auf über 1.000 steigen. 

Das Angebot der Lufthansa Group an Portugal geht daher über ein finanzielles Engagement hinaus. Es bündelt sieben Jahrzehnte industrieller Präsenz mit steigenden Beschäftigtenzahlen und wachsenden Investitionen, ergänzt durch gesellschaftliches Engagement. Nicht zuletzt die jüngst vollzogene Gründung der help alliance Portugal als erstem europäischen Standort der Hilfsorganisation außerhalb Deutschlands zeigt die große Bedeutung Portugals für die Lufthansa Group. 

Der Konzern bietet als größte Airline-Gruppe außerhalb der USA die notwendige Größe, Erfahrung und finanzielle Stabilität, um nachhaltig Werte zu schaffen und die Rolle von TAP Air Portugal als Botschafterin des Landes in der ganzen Welt zu festigen. Durch die Kooperation würde Lissabon als strategisch wichtiges atlantisches Drehkreuz im Netzwerk der Lufthansa Group gestärkt. Die Konnektivität zwischen Europa und anderen Regionen wie Lateinamerika, Afrika oder Nordamerika könnte ausgebaut werden. 

AP Air Portugal (Transportes Aéreos Portugueses) ist eine 1945 gegründete, mehrheitlich staatliche portugiesische Fluggesellschaft mit Sitz in Lissabon und Drehkreuz auf dem dortigen Flughafen Humberto Delgado Lissabon sowie Mitglied der Star Alliance. Der Carrier hat in den letzten Jahrzehnte heftige wirtschaftliche Turbulenzen durchgemacht. Zuletzt hat der portugiesische Ministerrat Ende September 2023 ein Dekret verabschiedet, mit dem die TAP wieder privatisiert wird. Dabei soll es ein Investor aus dem Luftfahrtsektor und nicht ein Finanzinvestor sein, neben der Veräußerung von 51 % der Anteile sind 5 % für die Arbeitnehmer reserviert. Quelle: Lufthansa / CM