Diebe sorgen auf Swiss-Flügen für Ärger

Man sollte meinen, auf Flügen von Premium-Airlines vor Dieben sicher zu sein. Bei der Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss, scheint das nicht der Fall zu sein. Denn auf der Strecke zwischen Zürich und Hongkong sollen an Bord von Swiss-Jets mehrfach Diebe ihr Unwesen getrieben haben. 

Warum gerade die Langstrecke Zürich und Hongkong Langfinger anzuziehen scheint, ist unklar. Auch wurde bis jetzt keiner der Täter erwischt, die in den vergangenen Monaten mehrfach Wertsachen aus Gepäckstücken der Passagiere entwendet haben sollen. Die Vorfälle ereigneten sich meist in der Nacht, während die Passagiere schliefen und die Kabine abgedunkelt war. Laut Swiss handle es sich um seltene Fälle. Dennoch hat die Lufthansa-Group-Tochter nun ihre Crews aufgefordert, ihr persönliches Gepäck möglichst in abschließbaren Stauräumen aufzubewahren. Und das Kabinenpersonal wird für die Hongkong-Strecke extra sensibilisiert, damit solche Vorfälle nicht unbemerkt bleiben. Bei möglichen Vorfällen würden die Behörden am Zielort umgehend informiert, so Swiss.

Swiss ärgert sich über Diebe auf Flügen nach Hongkong. Foto Swiss

Um die Passagiere zusätzlich zu warnen, führt die Swiss zwischen Hongkong und Zürich neuerdings Kabinenansagen durch, bei denen die Gäste gebeten werden, ihre Wertsachen bei sich zu tragen und nicht in den Gepäckfächern zu lassen. Quelle: Swiss / CM

BA A320 sorgte für mehrere Treibstoffnotlagen

Insgesamt 14 Flüge, die in den frühen Morgenstunden des Mittwochs (15. Juli 2026) am Flughafen London Gatwick landen sollten, mussten zu anderen Airports in England umgeleitet werden; einige davon meldeten eine „Treibstoffnotlage“, nachdem ein A 320 von British Airways auf der einzigen Start- und Landebahn von Gatwick liegengeblieben war.

Der British-Airways-Flug BA-2673, durchgeführt mit einem 25 Jahre alten Airbus A320 (Kennung: G-GATS), befand sich auf dem Rückflug von Palma de Mallorca (PMI) nach London Gatwick – einem ansonsten routinemäßigen Flug –, als die Piloten die Flugsicherung über ein Problem mit dem Bugrad des Flugzeugs informierten.

Das Flugzeug kreiste in einer Warteschleife über Südostengland, während die Piloten versuchten, das Problem zu beheben, bevor sie die Landeerlaubnis für die Bahn 8L in Gatwick erhielten. Nachdem die Maschine auf der Bahn zum Stillstand gekommen war, stellte sich jedoch heraus, dass die Bugradsteuerung nicht funktionierte, wodurch das Flugzeug auf der Bahn manövrierunfähig geworden war.

London Gatwick ist nach dem Chhatrapati Shivaji Maharaj International Airport in Mumbai der weltweit am zweitstärksten frequentierte Flughafen, der über nur eine einzige aktive Start- und Landebahn verfügt.

Der Flughafen wurde ursprünglich mit zwei parallelen Start- und Landebahnen geplant und gebaut – 8L/26L und 8R/26R –, doch aufgrund internationaler Planungs- und Sicherheitsstandards darf jeweils nur eine Bahn genutzt werden. Im Normalbetrieb werden alle Starts und Landungen über die südliche Bahn (8R/26R) abgewickelt, während die nördliche Bahn (8L/26L) als Hauptrollweg des Flughafens dient. In der Nacht zum Mittwoch war die südliche Bahn jedoch gesperrt, sodass der Flugbetrieb über die Bahn 8L erfolgte – ohne dass ein separater Rollweg zur Verfügung stand.

Als der British-Airways-Flug 2673 auf der nördlichen Bahn manövrierunfähig liegenblieb, sah sich die Flugsicherung gezwungen, eine ganze Reihe von Passagierjets, die eigentlich in London-Gatwick landen sollten, in Warteschleifen zu schicken, während Einsatzkräfte auf der Bahn tätig waren. Kurz nacheinander meldeten die Piloten von neun Maschinen einen sogenannten „Treibstoffnotfall“ (Fuel Emergency), während sie in engen Warteschleifen über dem Südosten Englands kreisten.

Ein solcher Treibstoffnotfall bedeutet nicht, dass das Flugzeug Gefahr läuft, plötzlich abzustürzen; vielmehr signalisiert der Pilot der Flugsicherung, dass der Treibstoffvorrat nicht mehr ausreicht, um endlos weiterzukreisen, und dass das Flugzeug schnellstmöglich landen muss.

Da nicht absehbar war, wie lange das Abschleppen der liegengebliebenen British-Airways-Maschine von der Start- und Landebahn dauern würde, wies die Flugsicherung ankommende Flugzeuge an, auf andere Flughäfen auszuweichen. Insgesamt mussten 14 Flüge umgeleitet werden: fünf nach London Luton, vier nach London Stansted, drei nach Birmingham und einer nach Bristol; ein weiterer Flug erhielt die Ausnahmegenehmigung, trotz des Nachtflugverbots in London Heathrow zu landen. Die British-Airways-Maschine wurde inzwischen aus dem Flugbetrieb genommen; ein für Mittwoch geplanter Hin- und Rückflug nach Alicante (Spanien) wurde gestrichen.

Im Juni bestätigte der High Court eine Regierungsentscheidung, die es London Gatwick erlaubt, die Nordbahn regulär in Betrieb zu nehmen. Um internationale Sicherheitsstandards zu erfüllen, wird die Mittellinie der Bahn um 12 Meter nach Norden verlegt; so soll ein ausreichender Abstand zur Südbahn gewährleistet werden. Auch wenn dies nach einer relativ einfachen Aufgabe klingt, rechnet London Gatwick erst ab 2030 mit einer regulären Nutzung der Bahn. Quelle: CM

Lorenza Maggio wird CEO von Brussels Airlines

Lorenza Maggio (48) ist zur neuen CEO von Lufthsna-Tochter Brussels Airlines berufen worden. Die Italienerin wird neben der Führung der belgischen Fluggesellschaft zusätzlich auch die Funktion der „Bevollmächtigten des Vorstands bei der Europäischen Kommission“ wahrnehmen. Ihre Vorgängerin, Dorothea von Boxberg, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. August 2026. Der Termin für den Wechsel von Lorenza Maggio von Rom nach Brüssel wird zeitnah festgelegt. 

Lorenza Maggio ist eine erfolgreiche und international sehr erfahrene Airline Managerin. Sie kennt die Branche und die Lufthansa-Gruppe aus verschiedenen Führungspositionen in unterschiedlichen Unternehmen. Lorenza Maggio ist seit Januar 2025 Mitglied im Board of Directors von ITA Airways. In ihrer Funktion als Chief Strategy und Integration Officer leitet sie die Integration von ITA in die Lufthansa Group sowie die strategische Weiterentwicklung der Fluggesellschaft. 

Auf Dorothea von Boxberg folgt Lorenza Maggio als neue CEO von Brussels Airlines. Foto: Lufthansa

Zuvor war Maggio als Vice President Sales für den Vertrieb der Lufthansa Group Netzwerk-Airlines in Europa (exklusive der Heimatmärkte), im Nahen Osten und in Afrika verantwortlich. In ihrer Zeit bei Eurowings verantwortete sie die Marken- und Kundenstrategie. Davor war sie Geschäftsführerin einer Tochtergesellschaft der LSG Group. Quelle: Lufthansa / CM

Ein wahrer Held der Deutschen Bahn

Ein nagelneuer ICEL war am Samstag, 11. Juli 2026 von Westerland auf Sylt nach Berlin unterwegs als es plötzlich ein ziemlich unangenehmes Problem gab: Das Klopapier war in den Bordtoiletten ausgegangen. Statt die Fahrgäste mit dieser misslichen Lage alleine zu lassen, entschied der Zugchef, das Problem selbst und sofort zu lösen.

Der Bahnbedienstete ließ den Zug außerplanmäßig in Hamburg-Bergedorf stoppen. Dann stieg er selbst aus und ging schnell in einen nahen Supermarkt. Dort kaufte er Toilettenpapier. Er brachte drei große Packungen in den Zug – erst dann fuhr der ICE L weiter. Nach DB-Informationen war infolge eines Personalwechsels bzw. -ausfalls vergessen worden, den Fernzug vor der Abfahrt in Westerland richtig zu beladen, auch mit WC-Papier. .

Die Bahn hat den Vorfall inzwischen bestätigt. Eine Sprecherin sagte dem Nachrichtenportal Tag24, dass es einen kurzfristigen Ausfall gegeben habe und der Zug deshalb nicht richtig – zum Beispiel mit Toilettenpapier – beladen wurde. Und: Der Zugchef soll das Geld für den spontanen Toilettenpapier-Einkauf zurückbekommen.

In einem Instagram-Video wird der Zugchef als Mitarbeiter des Monats gefeiert. Auch in den Kommentaren gibt es unglaublich viele positive Kommentare. Der Zugchef wird als „Ehrenmann“ und „wahrer Held“ bezeichnet. Außerdem wird eine Gehaltserhöhung für ihn gefordert. Und – auch andere Bahn-Mitarbeiter bekommen Lob: „Die Zugbegleiter können für die wenigsten Probleme etwas und versuchen immer aus jeder Situation das beste rauszuholen ❤️ Vielen Dank für euer Engagement, das ihr jeden Tag an den Tag legt 👍“ nicolasimeono. Der ICE hatte am Ende übrigens fast 45 Minuten Verspätung. Aber: Bei dieser Story verzeiht man das doch gerne.

Übrigens: Wir hatten vor Jahren auf einer Geschäftsreise ins kanadische Calgary ein ganz ähnliches Problem: Auf dem Flug nach Frankfurt waren kurz nach dem Start in Kanada sämtliche Bord-WVCs ausgefallen. Anstatt umzudrehen – wir waren ca. 30 Minuten in der Luft – hieß es einfach, es würden keine Getränke auf dem gut zehnstündigen Flug mehr ausgeschenkt. Der Flug mit einer sehr namhaften Airline wurde so für die allermeisten Passagiere zum wahren Höllentrip… Quelle: SWR / DB / CM

Sixt: Meilen für Treueprogramm American AAdvantage und SIXT ONE

Kunden der Autovermietung Sixt können ab sofort bei weltweiten Anmietungen Meilen für das Treueprogramm AAdvantage von American Airlines sammeln. 

Wie der Münchner Mobilitätsanbieter mitteilte, erhalten AAdvantage-Mitglieder zwei Meilen für jeden Dollar, der für eine Sixt-Anmietung ausgegeben wird (ausgenommen Steuern und Gebühren). Mitglieder können Sixt-Fahrzeuge über die Website oder die App des Unternehmens buchen und dabei ihre AAdvantage-Nummer angeben, um die Meilen zu sammeln. 

SIXT ONE: Da<s Bonusprogramm ist auch in Europa verfügbar. Foto: Sixt

SIXT ONE.  Das neue Bonusprogramm SIXT ONE des internationalen Premium-Mobilitätsanbieters SIXT ist – nach dem erfolgreichen Start in den USA – ab sofort auch in Europa mit Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Der Roll-out in den weiteren europäischen Märkten ist inzwischen auch erfolgt. 

Das Programm ist vollständig digital in die SIXT App integriert und richtet sich gleichermaßen an Geschäfts- und Privatreisende. Mit der Einführung von SIXT ONE stärkt das Unternehmen die Kundenbindung in seinen Kernmärkten und setzt seine internationale Wachstumsstrategie fort. In den USA wurde das Programm bereits Ende 2025 getestet und verzeichnete in den ersten Wochen Hunderttausende Anmeldungen.

SIXT ONE basiert auf einem vierstufigen Statussystem (Silver, Gold, Platinum, Diamond). Mitglieder sammeln bei Anmietungen Statuspunkte, die ihren Status erhöhen und Vorteile freischalten. Zu den Vorteilen zählen u.a. eine schnellere Fahrzeugabholung, exklusive Mitgliederangebote sowie die Möglichkeit auf kostenfreie Fahrzeugupgrades. Zusätzlich erhalten Kunden Mietpunkte, die für künftige private Buchungen flexibel als Rabatt eingesetzt werden können. Zudem können Kunden mit bestehendem Status bei ausgewählten Partnerprogrammen von Autovermietern, Kreditkarten-, Airline- oder Hotelanbieter nach Registrierung in einen vergleichbaren SIXT ONE Status eingestuft werden.

Alexander Sixt, Co-CEO der Sixt SE: „Mit SIXT ONE führen wir erstmals ein globales Loyalitätsprogramm ein, das weit über ein klassisches Bonusprogramm hinausgeht. Für unsere Kunden bedeutet SIXT ONE ein deutlich einfacheres und komfortableres Mobilitätserlebnis: Sie profitieren von schnelleren Abläufen, exklusiven Vorteilen und einem transparenten digitalen System aus Status und Punkten, das vollständig in die SIXT App integriert ist. Gleichzeitig schaffen wir für SIXT eine skalierbare Plattform, die langfristige Kundenbeziehungen stärkt und wiederkehrende Nutzung fördert. Unser Ziel ist klar: Wir wollen nicht nur einzelne Anmietungen belohnen, sondern eine nachhaltige Verbindung zu unserer Marke aufbauen – und unseren Kunden weltweit ein durchgängig hochwertiges Mobilitätserlebnis bieten.“

So funktioniert SIXT ONE. Bei jeder qualifizierenden* Anmietung sammeln Mitglieder zwei Arten von Punkten: Statuspunkte und Mietpunkte. Für jeden Euro wird jeweils ein Statuspunkt und – abhängig vom Status – mindestens ein Mietpunkt gutgeschrieben. Statuspunkte dienen dazu, eine höhere Statusstufe und die damit verbundenen Vorteile zu erreichen. Ein erreichter Status ist jeweils bis zum Ende des Folgejahres nach Erreichen gültig. Beispiel: Wer im März 2026 den Gold-Status erreicht, behält diesen bis Dezember 2027.

Neben den Statuspunkten erhalten Mitglieder bei jeder qualifizierenden Anmietung ebenfalls Mietpunkte, die für künftige private Anmietungen als Rabatt eingelöst werden können. Silver-Mitglieder erhalten einen Mietpunkt pro qualifiziertem Euro. Mit steigendem Status erhöht sich die Gutschrift: Gold-Mitglieder erhalten 10 % zusätzliche Mietpunkte, Platinum-Mitglieder 20 % und Diamond-Mitglieder 30 % zusätzliche Mietpunkte. Mietpunkte sind 24 Monate gültig – jeweils bis zum Ende des Quartals, in dem sie gesammelt wurden. Die Punkteberechnung erfolgt auf Basis des Mietpreises (ohne Steuern und Gebühren). Quelle: Sixt / CM

Ellbogen-Sitzplätze bei United

United Airlines wird in ihren neuen Airbus A321XLR-Flugzeugen Sitze mit mehr Platz für die Ellbogen anbieten, wie die Fluggesellschaft bekannt gab.

Um diesen zusätzlichen Raum zu schaffen, wird die Airline eine Reihe von „Economy Plus“-Sitzen reservieren und den Mittelsitz blockieren. Laut United erhalten die Passagiere auf diesen Plätzen zudem Zugang zu einem gemeinsamen Tisch, der über dem blockierten Mittelsitz angebracht ist; dieser wird speziell angefertigt und verfügt über einen lederartigen Bezug sowie zwei Vertiefungen für Getränkebecher.

Der Verkauf der neuen Sitze soll voraussichtlich im Laufe dieses Jahres starten, und sie sollen „kurz darauf“ auf Flügen verfügbar sein. United plant, diese Sitze in allen 50 bestellten Airbus A321XLR-Maschinen anzubieten, und prüft zudem, „diese Art von Sitzen künftig auch in anderen Flugzeugen einzuführen“.

Die Ankündigung erfolgt wenige Monate, nachdem United die „United Relax Row“ vorgestellt hat – eine Sitzreihe, die sich in eine Couch umwandeln lässt und ab Anfang 2027 in den Großraumflugzeugen der Typen Boeing 787 und 777 zum Einsatz kommen soll. Quelle: United Airlines / CM

BCD startet Datenanalyse-Plattform für Tripsource

BCD Travel hat im Rahmen seiner Plattform Tripsource ein neues Analyse-Framework entwickelt. Das ermöglicht Kunden, mithilfe natürlicher Sprache mit Programm-, Zahlungs- und Risikodaten zu arbeiten; 

Laut dem US-Travel-Management-Unternehmen führt „Tripsource Insights“ Daten aus den verschiedenen Systemen und von den Anbietern von BCD auf einer einzigen Benutzeroberfläche zusammen und macht sie über einen KI-basierten Analyse-Assistenten zugänglich. Die Plattform bietet BCD zufolge dynamische Visualisierungen auf einen Blick sowie die Möglichkeit, Abfragen in natürlicher Sprache zu stellen, um so Erkenntnisse aus den Daten zu gewinnen.

Für Mobilitäts- bzw. Travel Manager liefert Tripsource Insights Echtzeitdaten zu Leistungskennzahlen, Nutzungsraten und CO2-Emissionen. Finanzteams können die Plattform nutzen, um Ausgaben nach Kategorien zu analysieren und die Nutzung virtueller Kreditkarten auf „granulärer Ebene“ (kleinst mögliche Einheiten) zu verfolgen, so BCD. Zudem umfasst die Plattform ein Dashboard zur Sicherheit der Reisenden, das Informationen zum Reiseziel sowie Risikowarnungen anzeigt. Quelle: BCD / CM

Benziner und Diesel auf dem Weg ins Abseits

Im ersten Halbjahr 2026 legte der Markt für alternative Antriebe (reiner E-Antrieb, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gasantrieb) um 21,7 % auf 966.085 Fahrzeuge zu, wobei Internationale Marken etwa 44 % ausmachten. 

Der Anteil der Neuzulassungen mit alternativen Antrieben am Gesamtmarkt lag in diesem Zeitraum bei 65,1 %, rund 8,5 Prozentpunkte höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im Juni 2026 wurden 201.706 Pkw mit alternativen Antrieben neu zugelassen, das sind rund 36,8 % mehr als im Vorjahresmonat.Das Geros machten dabei batterieelektrische Modelle aus.

Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) erreichten in den ersten sechs Monaten 2026 368.006 Einheiten und machten so rund 24,8 % des Pkw-Gesamtmarktes aus, das sind 7,1 Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Im Juni wurde dabei der historisch dritthöchste BEV-Marktanteil bzw. der mit Abstand höchste Anteil seit Ende der gewerblichen E-Kaufförderung im August 2023 festgestellt: 28,4 % aller Pkw-Neuzulassungen hatten im zurückliegenden Monat einen rein batterieelektrischen Antrieb. Die BEV-Neuzulassungen lagen im ersten Halbjahr 2026 rund 48 % über dem Vorjahresniveau, die von Internationalen Marken lagen sogar mit 62,1 % im Plus. Im BEV-Markt hatten Internationale Marken somit einen Marktanteil von 44,6 %, im Juni waren es sogar 46,9 %. Im Juni 2026 wurden insgesamt 84.057 BEV-Pkw neu zugelassen, 78,2 % mehr als im Vorjahresmonat.

Die Liebe zu PHEV nimmt ab. Zweistellige Wachstumsraten verzeichneten im ersten Halbjahr auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV). 163.793 PHEVs rollten in diesem Zeitraum neu auf die Straßen und damit 17,9 % mehr als in den ersten sechs Monaten 2025. Der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag damit bei 11,0 %, gut 1,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum. Der PHEV-Marktanteil der internationalen Marken lag in diesem Zeitraum bei ca. 40,7 %. Im Juni wurden 32.212 neue PHEV-Pkws zugelassen (+25,8 %), sodass diese einen Marktanteil von 10,9 % hatten.

Zusammen kommen die Elektrofahrzeuge (BEVs, Plug-In-Hybride und einige wenige Brennstoffzellenfahrzeuge) im ersten Halbjahr 2026 damit auf einen Marktanteil von 35,8 % bei 531.808 Neuzulassungen. Das entspricht einem Anstieg um 37,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Juni 2026 lag der Elektromarkt bei 116.270 Neuzulassungen mit 59,7 % im Plus.

Die Neuzulassungen vonHybrid-Fahrzeugen ohne Stecker stiegen in den ersten sechs Monaten 2026 um 6,9 %. 427.633 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Neuzulassungen von 28,8 %. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag in dieser Zeit bei 43,8 %. Im Juni wurden etwa 13,6 % mehr Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker neu zugelassen als im Vorjahresmonat.

Die Neuzulassungen von reinen klimaschädlichen Verbrenner-Pkw erreichten in den ersten sechs Monaten 2026 518.237 Einheiten, davon 325.080 Benziner (-18,2 %) und 193.157 Diesel (-8,6 Prozent). Der Benziner-Anteil an den Pkw-Zulassungen lag bei 21,9 %, Diesel erreichten einen Anteil von 13,0 %. Quelle: VDIK / CM

Aufgewerteter neuer Audi Q3

Der Audi Q3 fährt mit mehr Ausstattung ab Werk, frischen digitalen Features und einer neuen Paketstruktur ins Modelljahr 2027. 

Zum Modelljahr 2027 umfasst die Serienausstattung des Audi Q3 erstmals Komfortschlüssel, Sitzheizung, 2-Zonen-Klimaautomatik und Rückfahrkamera. Die drei Tech-Pakete – Tech, Tech plus und Tech pro – verfügen nun über mehr frei wählbare Einzeloptionen. Dazu zählen u.a. Fahrwerksoptionen, Akustikverglasung, ein Sonos-Soundsystem, Lendenwirbelstütze sowie der Halteassistent als Erweiterung der elektromechanischen Parkbremse. 

Cockpit des neuen Audi Q3 Foto Audi

Der adaptive Fahrassistent erhält ebenfalls ein Upgrade: Mit dem Modelljahr 2027 lassen sich nun auch Onlinedaten nutzen, um Geschwindigkeit und Abstände anzupassen. Dafür greift das System für die Längs- und Spurführung erstmals auf Schwarmdaten zu. So kann der Q3 beispielsweise die durchschnittlich auf einer Straße gefahrene Geschwindigkeit berücksichtigen.

Der Parkassistent pro sowie das trainierte Parken lassen sich über die myAudi App ferngesteuert via Smartphone bedienen. Der neue Valetmode sperrt Bildschirm und Tasten bei der Fahrzeugübergabe an Dritte – etwa beim Parkservice – und schützt so persönliche Daten zuverlässig.

Die digitalen Matrix LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Technologie passen die Lichtverteilung dynamisch an und blenden andere Verkehrsteilnehmende zuverlässig aus. 

Die Anhängelast des Q3 e-hybrid steigt auf bis zu 2.000 kg – ein Zuwachs von 600 kg gegenüber dem Vorgängermodell. 

Das neue Infotainmentsystem auf Basis von Android Automotive stellt zahlreiche Apps wie Microsoft Teams bereit, die direkt über das MMI steuerbar sind – ein Smartphone wird dafür nicht mehr benötigt. 

Die kabellose Smartphone-Ladestation in der Mittelkonsole unterstützt ab Modelljahr 2027 den Magnetic Power Profile-Standard mit 25 statt mit bisher 15 Watt. Die überarbeitete Lenkradbedienung kombiniert Touch-Flächen mit haptischen Walzen. Im Fond stehen drei USB-C-Anschlüsse mit bis zu 100 Watt Ladeleistung zur Verfügung. Der Serienanlauf erfolgt Anfang September 2026. Quelle: Audi / CM

Weniger Bürokratie für den Luftverkehr

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts zum Bürokratierückbau im Verkehrsbereich. Das Gesetz und die dazugehörige Verordnung greifen Vorschläge der Luftverkehrswirtschaft auf und setzen ein wichtiges Signal gegen immer neue Nachweis-, Dokumentations- und Verfahrenspflichten. 

Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des BDL: „Die Kehrtwende ist eingeleitet. Nach vielen Jahren, in denen die Zahl und Komplexität der Vorschriften stetig gewachsen sind, nimmt die Bundesregierung den Bürokratierückbau endlich in Angriff. Das ist ein wichtiges Signal für die deutsche Luftverkehrswirtschaft und für den gesamten Wirtschaftsstandort.“ 

Der BDL bewertet insbesondere den Abbau nationaler Zusatzanforderungen und die Vereinfachung bestehender Verfahren positiv. Dazu gehören u.a. die Abschaffung einer zusätzlichen nationalen Prüferlaubnis für Luftfahrtgerät, die Anpassung von Meldepflichten bei Unfällen an europäische Vorgaben sowie der Wegfall von Lkw-Fahrverboten an nicht bundeseinheitlichen Feiertagen. Letzteres erleichtert die Anlieferung und den Weitertransport von Luftfracht und verbessert die Verlässlichkeit bundesweiter Lieferketten, sorgt aber für ein massives Gefahrenpotenzial für alle anderen Straßenverkehrsteilnehmer. Immerhin sind Lkw für jährliche Schäden allein an der Infrastruktur von mehr als 500 Mrd. Euro verantwortlich. 

Der Handlungsbedarf bleibt jedoch groß. Der Luftverkehr ab Deutschland entwickelt sich weiterhin schwächer als in anderen europäischen Ländern. Während das Sitzplatzangebot an deutschen Flughäfen im Sommer erst 89 % des Niveaus von 2019 erreicht, liegt das übrige Europa bereits bei 116 %. Der Abbau unnötiger Bürokratie kann dazu beitragen, dass Deutschland nicht weiter zurückfällt. 

„Damit der Luftverkehrsstandort Deutschland wieder aufholen kann, müssen schnell weitere Maßnahmen folgen“, sagt Lang. „Besonders wichtig ist, europäische Vorgaben künftig ohne zusätzliche nationale Sonderregelungen umzusetzen. Dieses ‚Gold-Plating‘ belastet Unternehmen in Deutschland stärker als ihre europäischen Wettbewerber – ohne erkennbaren Mehrwert.“ 

Nach Einschätzung des BDL bleiben die beschlossenen Regelungen etwa bei der Luftsicherheit und der Digitalisierung von Verwaltungsverfahren hinter den Möglichkeiten zurück. Notwendig sind u.a. der konsequente Ersatz von Schriftform- und Originaldokumentpflichten durch digitale Verfahren, eine vollständig elektronische Kommunikation mit den Behörden sowie einfachere und schnellere Genehmigungsprozesse beim Luftfahrt-Bundesamt. Quelle: BDL / CM