EDA: Bedenken bei Reise in die VAE, nach Jordanien etc.

Das Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat seine Reisehinweise für mehrere Staaten im Nahen Osten verschärft. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Sicherheitslage in der Region, die sich laut EDA jederzeit rasch verschlechtern kann.

Neu rät das EDA von touristischen und nicht dringenden geschäftlichen und Urlaubsreisen nach Bahrain sowie Jordanien ab. In beiden Ländern verweist das Departement auf Angriffe und Militärschläge seit dem 08. Juli 2026 sowie auf das Risiko weiterer Eskalationen. Reisende müssen zudem jederzeit mit kurzfristigen Luftraumsperrungen und Flugausfällen rechnen. Das EDA empfiehlt, Orte in der Nähe diplomatischer, militärischer oder anderer sicherheitsrelevanter Einrichtungen zu meiden und die Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu befolgen.

Für Jordanien bleibt zudem die Empfehlung bestehen, auf Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und zum Irak zu verzichten. Als Gründe nennt das EDA die instabile Sicherheitslage, bewaffnete Auseinandersetzungen im Grenzgebiet sowie vereinzelte Minenfelder im Jordantal.

Auch für Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate wurden die Reisehinweise aktualisiert. Dort spricht das EDA zwar keine generelle Reisewarnung aus, weist jedoch ebenfalls auf die anhaltend angespannte Lage im Nahen und Mittleren Osten hin. Reisende sollten sich laufend über die Sicherheitslage informieren und mit kurzfristigen Einschränkungen im Flugverkehr rechnen.

Das EDA empfiehlt Reisenden in der gesamten Region, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen, sich regelmäßig über aktuelle Reisehinweise zu informieren und die Vorgaben der lokalen Behörden konsequent einzuhalten. Quelle; EDA / CM

Solarkraftwerke zwischen Bahnschienen

Das Potenzial von zusammenrollbaren“ Solarpanels zwischen Bahngeleisen ist in der Schweiz sehr groß. Im neuenburgischen Butte wurde dazu eine gut 100 m lange Testanlage installiert. Das Pilotprojekt des heimischen Startups Sun-Ways sorgt bei Bahnunternehmen für Aufmerksamkeit: 

Das Startup von Firmengründer Joseph Scuderi (60), ein Marketing- und Kommunikationsexperte ,will abnehmbare Solarmodule zwischen Bahngleisen verlegen, um sauberen Strom zu erzeugen. Das erste Pilotprojekt ging im Kanton Neuenburg in Betrieb. Nach über einem Jahr zeigt die Zwischenbilanz, dass die Technik sicher ist und den Zugverkehr respektive Triebfahrzeugführer nicht stört, wie anfangs befürchtet. Bis jetzt hat sich die SBB noch nicht durchgerungen, Solarpanels auf ihrem 5.300 km langen Streckennetz zu installieren. Auch die Deutsche Bahn wird vorläufig nicht mit von der Partie sein. Gespräche und Kooperationen gibt es hingegen  mit der französischen SNCF und der italienischen FS. 

Das Pilotprojekt in Neuenburg_

  • Standort: Eine 100 Meter lange Teststrecke bei Buttes (Kanton Neuenburg) in Zusammenarbeit mit dem Regionalverkehr.
  • Leistung: 48 Solarmodule erzeugen rund 16.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.
  • Freigabe: Das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) erteilte die offizielle Erlaubnis für den Test. 

Vorteile und Technik. Die Module werden mechanisch wie ein Teppich in die Gleismitte gerollt. Für die normale Gleiswartung und den Einsatz von Schienenmaschinen lassen sich die Elemente einfach wieder herausnehmen. Es gibt keinen neuen Flächenverbrauch: Der vorhandene Platz auf Bahntrassen wird doppelt genutzt, ohne Natur zu belasten. 

Potenzial. Wäre das gesamte geeignete Schweizer Schienennetz (ca. 5.300 km) ausgerüstet, könnten jährlich rund 1 Terawattstunde (1 Mrd. kWh) Solarstrom fließen (etwa 2 % des Schweizer Strombedarfs). Es gibt bereits Gespräche und Kooperationen mit Bahnbetreibern in Frankreich (SNCF) und Italien. Deutschland will bis jetzt nichts von der innovativen Idee wissen, obwohl  es mit einer Streckenlänge von rund 39.000 km über das größte Schienennetz in Mitteleuropa (nicht eingerechnet das russische mit 86.000 km) verfügt und mittels der mobilen  Photovoltaikmodule zwischen die Gleise Unmengen an Sonnenenergie produzieren könnte. Und das kostenfrei; denn es müssten weder Grundstücke erworben oder in Flora und Fauna eingegriffen werden. 

Täglich fahren auf der eingleisigen elektrifizierten Strecke im Schweizer Val de Travers ca. 90 Züge. Den Solarabschnitt befahren sie mit 90 km/h, möglich wären 150 km/h. 16.000 kWh Strom haben die 380-Watt-Solarpanele seitdem erzeugt, das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von vier Haushalten. Der Strom fließt derzeit direkt in das lokale Verteilernetz, langfristig soll er auch in Bahn-Unterwerke oder die Fahrleitung eingespeist werden können. 

Joseph Scuderi, der zehn Jahre für einen Energieversorger tätig war, glaubt an die Zukunft seines Projekts. Um Behördenbedenken zu entkräften ließ er vom Schweizer Gleisbauunternehmen Scheuchzer eine Spezialmaschine entwickeln, mit der die 1 Meter breiten Solarmodule jederzeit in wenigen Minuten wie ein Teppich ein- oder ausgerollt werden können. Das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) genehmigte daher im Frühjahr 2025 eine dreijährige Pilotphase. 

Nach dem ersten Jahr, in dem 11.000 Züge über die Solarmodule gefahren sind, zieht die Betreibergesellschaft TransN eine positive Bilanz.  „Es gab zu keiner Zeit Konflikte mit Infrastruktur, Wartung oder Zugverkehr. Im April 2028 soll die Entscheidung fallen weitere Strecken mit Solarpaneelen zwischen den Schienen auszurüsten. Dazu müssen aber SBB und/oder BLS mitspielen. Noch keine Beurteilung hat das schweizerische Bundesamt für Verkehr (BAV) getroffen. Erst 2028 will die Behörde eine Prognose zum Potenzial dieses weltweit ersten „Solarkraftwerks in Gleisbetten“ abgeben. Quelle: Sun-Ways / BAV / CM

Stau auf der Autobahn und man muss dringend mal…

Wer im Stau dringend muss, sollte vorbereitet sein. Denn Toilettengänge außerhalb des Fahrzeugs sind auf der Autobahn tabu. Was der Auto Club Europa (ACE) Autofahrenden „unter Druck“ in einer solchen Situation rät.

Sommerzeit, Reisezeit – und vielleicht ist es so richtig warm, wie etwa im Juni, wo es deutschlandweit eine Hitzewelle mit vielerorts mehr als 40 °C gab. Viel Trinken heißt dann die Devise, auch für Autofahrende, ob Geschäftsreisende oder Urlauber. Und diese sollten dann auch rechtzeitige Pausen zum Austreten einplanen. Denn spätestens im Stau wird es sonst schnell richtig unangenehm.

 Denn grundsätzlich gilt: Auf der Autobahn einfach aus dem Auto hüpfen und hinter der Leitplanke verschwinden, um sich zu erleichtern, verbietet die Straßenverkehrsordnung (StVO), erklärt der Auto Club Europa (ACE).

Demnach dürfen Autobahnen nicht betreten werden, egal ob der Verkehr fließt oder steht – auch nicht für einen kurzen Toilettengang. Auch das Anhalten auf dem Pannenstreifen, außer eben bei Pannen oder nach Unfällen, ist verboten. Im Notfall darf man hier zwar halten. Aber egal, ob zwei, vier oder mehr Räder: Der Toilettengang zählt generell nicht als Notfall.

In der Akut-Situation ist der Handlungsspielraum tatsächlich begrenzt. Deshalb rät der ACE dringend, vorausschauend zu planen: Es gibt sogenannte Notfalltoiletten oder Taschen-WCs. Die nähmen nicht viel Platz weg und es gebe verschiedene Exemplare für Männer, Frauen und Kinder.

Wer mit einem Wohnmobil im Stau steht und eine Toilette an Bord hat, darf diese benutzen, wenn er sich innerhalb des Fahrzeugs dorthin bewegen kann. Erlaubt ist das aber nur im Stand und solange die Zündung aus ist. Sobald der Verkehr wieder anrollt, müssen alle Insassen zurück auf ihren Plätzen sein. Ganz anders verhält es sich mit einem Wohnanhänger mit WC: Dessen Toilette ist nicht zu benutzen, da dafür das Auto verlassen und die Autobahn betreten werden müsste.

Besser frühzeitig und regelmäßig pausieren. Damit die Situation nicht unnötig heikel wird, rät der ACE zu regelmäßigen Pausen: Mindestens alle zwei Stunden bzw. alle 200 Kilometer hilft eine mindestens 15-minütige Erholungspause. Diese kann dann eben auch für einen Toilettengang genutzt werden, sofern einem in den Toiletten auf unbewirtschafteten Ratplätzen nicht schlecht wird. Denn die Sauereien in den dortigen WC-Anlagen spotten jeder Beschreibung.  

Auf den Mobilitäts-Apps mit Echtzeitdaten können zudem verhindern helfen, dass man in einen langen Stau gerät und die Blase dann einer unnötigen Belastungsprobe ausgesetzt wird.

Viel Spaß mit Ryanair…

Zwei Zwischenstopps, betrunkene Passagiere, Polizeieinsatz. Ein Ryanair-Flug von London nach Tirana lief völlig aus dem Ruder. Eigentlich ist der Flug von London-Stansted nach Tirana Routine für Ryanair. Im Sommer steht er drei Mal täglich im Flugplan. Die Reise in die albanische Hauptstadt dauert in der Regel rund drei Stunden. Am 3. Juni wurde daraus für die Passagiere eine Odyssee von knapp zwölfeinhalb Stunden. 

Durchgeführt wurde Flug RK8288 von Ryanair UK. Bereits der Start der Boeing 737 Max 8-200 mit der Kennung G-RYMA verzögerte sich um rund 40 Minuten, erst um 16:46 Uhr hob sie in London-Stansted ab. Verantwortlich dafür sollen laut dem Portal The Nightly bereits vor dem Abflug mehrere alkoholisierte männliche Fluggäste gewesen sein. An Bord waren viele Junggesellenabschiedsgruppen und jungen Leute, die eigene Wodkaflaschen dabei hatten. 

Der Flug von Ryanair verlief dann zuerst jedoch nahezu normal, bis aufgrund einer Gewitterzelle über Tirana die Boeing 737 nicht in Albanien landen konnte und nach Brindisi umgeleitet wurde. Ein Passagier sagte gegenüber der Zeitung Daily Mail, dass der Kapitän diese Information den Passagieren erst knapp zehn Minuten vor der geplanten Landung mitgeteilt habe, was für große Verwunderung unter den Reisenden gesorgt haben soll. Nach der eigentlich ungewollten Landung von London Stansted kommen parkte eine B 737 von Ryanair auf dem Vorfeld des Flughafens von Brindisi, der Hafenstadt an der Adria in der süditalienischen Region Apulien. Eigentlich sollte der Flug von der britischen Insel direkt nach Tirana (Albanien) gehen. 

Laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Airnav Radar stand die Boeing 737 mit der Kennung G-RYMA 3:44 Stunden bei brütender Hitze auf dem Vorfeld und niemand durfte aussteigen. Ryanair soll erst nach 45 Minuten mit dem Bordverkauf von Getränken und Snack begonnen haben. Irgendwann war jedoch alles ausverkauft. Einige erboste und alkoholisierte Männer wollten aus dem Flugzeugzeug, wurde aber daran von der Kabinen-Crew gehindert. 

Kurz vor 01 Uhr nachts startete die Maschine in Brindisi, um ihren Flug nach Tirana fortzusetzen. Doch wenige Minuten vor der Landung meldete der Kapitän, dass man nicht in der Hauptstadt Albaniens landen werde, sondern in Thessaloniki (Griechenland). Die Boeing 737 landete dort nach rund einer weiteren Flugstunde. Danach gab es Tumulte an Bord. 

Laut der britischen „The Sun“ solch sich eine Männergruppe vor dem Cockpit aufgebaut und den Piloten stark beschimpft haben. Laut Daily Mail riefen sie: „Der Feigling (gemeint war der Kapitän) soll herauskommen und sich uns wie ein Mann stellen“. Erst griechische Polizisten konnten die Situation beruhigen. Gleichzeitig durften einige wütende Passagiere das Flugzeug verlassen. Nach 40 Minuten hob der Jet wieder ab Richtung seines eigentlichen Ziels Tiran, wo er gegen 05 Uhr Ortszeit nach 53 Minuten Flugzeit sicher landete, sage und schreibe 9 Stunden später als geplant. 

Doch auch nach der Tortur war der Ärger über die Airline nicht verflogen. Laut Daily Mail soll einer der Passagiere eine Entschädigung beantragt habe. Diese aber soll von Ryanair sofort abgelehnt worden sein. Ryanair teilte gegenüber der Zeitung mit: „Der Flug von London Stansted nach Tirana wurde aufgrund unerwarteter und außergewöhnlicher Umstände, die außerhalb unserer Kontrolle lagen, beeinträchtigt. Er wurde aufgrund widriger Wetterbedingungen am Flughafen Tirana nach Brindisi und anschließend wegen eines Gewitters zum Flughafen Thessaloniki umgeleitet“. Quelle: The Sun / Daily Mail / CM 

Emirates Skywards erschließt über 12.000 europäische Bahnziele 

Emirate‘s Vielfliegerprogramm Skywards erweitert die Möglichkeiten für seine weltweiten Mitglieder, Europa zu erkunden: Mit dem neu eingeführten Angebot „Skywards Rail“ erhalten sie Zugang zu mehr als 12.000 Bahnverbindungen auf dem gesamten Kontinent.

Dank der Anbindung an über 40 große Bahnbetreiber in 12 europäischen Ländern können Emirates Skywards-Mitglieder ihre Meilen nun nutzen, um Bahntickets nahtlos über das spezielle Buchungsportal www.skywardsrail.com zu erwerben – sei es online oder mobil und in fünf verschiedenen Sprachen.

Mit dem Emirates-Vislfliegerprogramm über 12.000 europäische Bahnziele erschließen. Fotos: Emirates

Mit Funktionen zur Suche nach verschiedenen Fahrplänen sowie zur Auswahl von Wagenklassen und Ticketarten können Mitglieder entscheiden, ob sie den Fahrpreis vollständig mit Meilen oder durch eine Kombination aus Bargeld und Meilen („Cash + Miles“) begleichen möchten. Die Meilen lassen sich auch für den Kauf von Bahntickets für Familie und Freunde verwenden. Nach dem Kauf werden die E-Tickets bequem per E-Mail zugestellt.

Durch diesen umfassenden Zugang zu nationalen und internationalen Verbindungen sowie Hochgeschwindigkeitsstrecken können Emirates Skywards-Mitglieder einige der beliebtesten Routen Europas nutzen – angeboten von führenden Bahngesellschaften wie Eurostar, Deutsche Bahn, SNCF, Trenitalia, TGV, Renfe und ÖBB sowie durch umfangreiche Verbindungen in Großbritannien, darunter Heathrow Express, Gatwick Express, Thameslink, Great Western Railway und ScotRail.

Heathrow Express ab 4.700 Skywards-Meilen Barcelona – Madrid ab nur 5.400 Skywards-Meilen Rom – Mailand ab nur 8.100 Skywards-Meilen London – Paris ab nur 9.400 Skywards-Meilen Berlin – Frankfurt ab 4.100 Skywards-Meilen

Dank Ausweitung der Einlösemöglichkeiten über Flugreisen hinaus entwickelt sich Emirates Skywards konsequent zu einem Lifestyle-Treueprogramm weiter und ermöglicht es Mitgliedern, sich freier und nahtloser durch Europa zu bewegen.

Seit seiner Einführung im Jahr 2000 ist Emirates Skywards rasant zu einem mehrfach ausgezeichneten Treueprogramm für einen weltweiten Kundenstamm gewachsen. Nach der kürzlichen Feier des 25-jährigen Bestehens zählt Emirates Skywards heute mehr als 39 Millionen Mitglieder in 190 Ländern, wobei wöchentlich über 78.000 neue Mitglieder hinzukommen. Quelle: Emirates / CM

In China geht es weiter bergab mit den deutschen Autobauern

Die Produktion deutscher Autobauer in China bricht weiter ein. Eine exklusiv für die Automobilwoche erstellte Studie zeigt, dass die Joint-Ventutre-Werke von Audi, BNW, Mercedes-Benz und Volkswagen schon in 2025 zu weniger als 50 % ausgelastet waren. 

Für 2026 erwarten die Experten sogar nur noch eine Auslastung von 46 %.  Die Talfahrt beruht auf strategischen Fehleinschätzungen der Managements aller deutscher Hersteller. Die obersten Etagen von VW-Konzern, BMW und Mercedes waren schlicht und einfach nicht intelligent genug, rechtzeitig auf E-Mobilität umzusteuern. Der Rückgang verdeutlicht, unter welchem Druck die deutschen Hersteller auf dem weltweit größten Automarkt stehen.

Die weiter sinkende Auslastung hat zur Folge, dass weitere Marktanteile der vier großen deutschen Autobauer verlustig gehen werden. Der Siegeszug chinesischer  E-Auto-Marken wird nicht mehr aufzuhalten sein. 

Gründe für die Unterauslastung

  • Verpatzte E-Mobilität: Deutsche Hersteller setzten zu lange auf den noch dazu klimaschädlichen Verbrennungsmotor, während China den Fokus konsequent auf Elektrofahrzeuge legte.
  • Chinesische Konkurrenz: Marken wie BYD bieten technologisch fortschrittlichere und günstigere Fahrzeuge an.
  • Rückläufige Verkaufszahlen: Der Absatz deutscher Konzerne wie Volkswagen ist in China in den letzten Jahren deutlich eingebrochen

Folgen sind u.a. Werksschließungen: Volkswagen schließt das Joint-Venture-Werk in Nanjing und hat den umstrittenen Standort in Urumqi verkauft. Mercedes-Benz und BMW prüfen Anpassungen ihrer Strukturen, halten bislang aber an Standorten fest.

Auch in Deutschland beschäftigen die Automobilhersteller Überkapazitäten. Vor allem beim Volkswagen-Konzern wird immer wieder über Werksschließungen spekuliert. Zu den Standorten, die dabei regelmäßig genannt werden, gehört das Audi-Werk in Neckarsulm. 
Ein Elektro-Modell für dieses Audi-Werk nicht weit von Heilbronn wäre wichtig. Denn einer Studie der Boston Consulting Group zufolge werden in zehn Jahren die meisten Neuwagen in Europa und China rein elektrisch unterwegs sein. In den USA dürfte die Entwicklung in Sachen Transformation durch die irrsinnige Verkehrspolitik der momentanen Trump-Regierung deutlich langsamer verlaufen. „Das Konzept des Weltautos kommt zu einem Ende”, sagt Albert Waas, Managing Director und Senior Partner bei BCG. Für Manager, die entscheiden müssen, welche Modelle künftig gefragt sein werden, lohnt sich ein Blick in den aktuellen „Powertrain Forecast”. Quelle: Automobilwoche / CM

Klimawandel sorgt für riesige Waldbrände

Der menschengemachte Klimawandel durch Industrie, Straßen- und Luftverkehr schlägt unerbittlich zu: Er kocht die Vegetation förmlich vor, trocknet sie aus und macht sie brennbar. Eine Folge sind die derzeitigen umfngreichen und schweren Waldbrände in Frankreich, Spanien und Italien

Die kaum einzudämmenden Großfeuer  sorgen für chaotische Zustände in den drei Ländern. Die Schäden gehen in die Milliarden. Und es gibt Tote. Die Trockenheit dieses Sommers betrifft auch viele Seen und Flüsse. Der Rhein ist für doe Güterschifffahrt kaum noch befahrbar 

In Spanien, Frankreich und <Italien herrschen furchtbare Waldbrände. Foto Pixabay

Besonders betroffen ist die französische Atlantikküste bei Bordeaux, wo rund 20.000 Menschen – darunter über 15,000 Touristen –auch aus Deutschland  vorsorglich evakuiert wurden. Mehrere Campingplätze nördlich des Bassin d’Arcachon wurden geräumt.

Das Feuer bei Le Porge, nordwestlich von Bordeaux, hat bislang 32.000 Hektar Wald erfasstund hunderte von Wohnhäuser zerstört. Die Löscharbeiten werden durch Temperaturen von über 30° C, starken und wechselnden Winden sowie  ausgetrocknete Pinienwälder erschwert. Nach Angaben der Behörden bleibt die Wetterlage ungünstig. Seit Jahresbeginn 2026 wurden allein in Südfrankreich laut Innenministerium etwa 12.500 Brände registriert, micht selten verursacht durch Menschen. Insgesamt gingen mehr als 44.000 Hektar in Flammen auf. 

Auch in Spanien sind mehrere Regionen von Waldbränden betroffen. Seit Wochen kämpfen Einsatzkräfte Tag und Nacht gegen die Flammen . Zahlreiche Häuser sind dem Erdboden gleichgemacht, zig Tausende Anwohner sind verzweifelt. Daten des Waldbrand-Informationssystems der EU-Kommission besagen, dass seit Jahresbeginn in Spanien bereits mehr als 100.000 Hektar Land von großflächigen Feuern betroffen waren. Nahe Madrid konnten die meisten zuvor evakuierten Bewohner inzwischen in ihre Häuser zurückkehren. Ein weiteres Großfeuer nördlich der Hauptstadt hat rund 32.000 Hektar Land erfasst. Auch die Region um Valencia steht in Flammen. 

In Italien kämpften Tausende Einsatzkräfte gegen zahlreiche Brände. Auf Sizilien wurden rund 100 Anwohner sowie 22 Patienten einer Klinik evakuiert. In der Region Kalabrien wurden rund 160 Brände registriert. Nach Angaben des Zivilschutzes sollen einige davon auf Brandstiftung seitens der Mafia durch angezündete Katzen zurückzuführen sein.

In allen drei Ländern gilt, dass sich die Feuer zu schnell ausbreiten, weil die atmosphärischen Bedingungen sie begünstigen. Die Hitzewellen dauert viel länger, und wenn eine Hitzewelle abklingt, bringt das oft starke Winde mit sich. Genau die machen den Löscharbeiten am meisten zu schaffen. Die Brandintensität ist mittlerweile so heftig, dass kaum ein Mittel etwas gegen sie ausrichten kann, auch nicht die im Einsatz befindlichen Lösch-Fluggeräte.

Bei den Bränden kamen bislang drei Feuerwehrleute ums Leben – zwei in Frankreich und einer in Italien. Quelle: Le Monde / Diario / Tagesschau, CM 

Es drohen Streiks am Flughafen Palma

Mallorca-(Geschäfts)Reisende müssen sich ab Samstag, 01. August 2026, auf mögliche Einschränkungen am Flughafen Palma einstellen.

Mitarbeitende des Schqweizer Bodenabfertigers Swissport haben für den 28. Juli sowie den 01., 04. und 08. August 2026 Streiks angekündig. Die Arbeitsniederlegungen sollen jeweils zwischen 07 und 12 Uhr sowie ab 19 bis 22 Uhr stattfinden. Die  Swissport International AG (Sitz in Opfikon nahe dem Flughafen Zürich) ist die weltgrößte Servicegesellschaft für Airlines und Flughäfen. Swissport International Ltd. ist für rund 850 Kunden der Luftfahrtbranche tätig.

Am Flughafen Palma des Mallorca droht am Samstag, 01. August 2026 ein Streik Foto: Aena

Hintergrunnd: Die Gewerkschaft CCOO fordert Verbesserungen beim Arbeitsschutz – insbesondere angesichts sehr hohen Außentemperaturen –, eine bessere Personalplanung, optimierte Arbeitsabläufe sowie die vollständige Anwendung des Branchen-Gesamtarbeitsvertrags. Bislang haben sich die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Swissport festgefahren

Sollte es nicht zu einer Einigung noch diese Woche kommen, wird es für die Passagiere zu längeren Wartezeiten und Verzögerungen bei der Bodenabfertigung kommen. Umfangreiche Flugausfälle gelten jedoch als eher unwahrscheinlich, da in Spanien gesetzlich vorgeschriebene Mindestdienste sicherstellen, dass nur ein Teil der Belegschaft streiken darf. Quelle: Swissport / CM

Verschärfter Reisehinweise für die Golfregion 

Reisen in die Golfregion und durch diese hindurch sind trotz der erhöhten regionalen Spannungen weitgehend uneingeschränkt möglich. Der Flugbetrieb an den Flughäfen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) läuft normal weiter, wenngleich es als Folge der iranischen Raketenangriffe bei Regionalflügen zu Verspätungen und Ausfällen kommt. Auch Regierungen in Europa und Asien haben ihre Reisehinweise aktualisiert, und Warnungen erlassen, wonach bestimmte Hotels und Resorts zu potenziellen Zielen der iranischen Raketen werden könnten. Geschäfts- und privat Reisende sollten sich vor Reiseantritt über offizielle Meldungen informieren, z.B. beim Auswärtigen Amt in Deutschland.

Reisenden, die in der Woche ab 27. Juli 2026 von oder in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen, wird empfohlen, vor der Fahrt zum Flughafen ihren Flugstatus zu überprüfen, da die regionalen Spannungen, sprich Terror-Raketen der iranischen Mullahs  weiterhin zu Flugausfällen, Verspätungen und Flugplanänderungen auf ausgewählten Routen im Nahen Osten führen.

Angeblich plant der Iran jetzt auch Raketenangriffe auf Hotels und Resorts. Foto Farhang Ahmed

Trotz der sich verschärfender Sicherheitslage bleiben die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Saudi-Arabien, Jordanien und Israel voll in Betrieb; die überwiegende Mehrheit der internationalen Flüge findet planmäßig statt. Fluggesellschaften raten Passagieren allerdings dringend, offizielle Mitteilungen zu verfolgen, mit ihrer Airline in Kontakt zu bleiben und für Check-in, Sicherheitskontrollen sowie Einreiseformalitäten mehr Zeit einzuplanen.

Für Geschäftsreisende und private Besucher, die sich bereits in den VAE, Katar oder Jordanien aufhalten, sind Hotels, Resorts, Geschäftsviertel etc. geöffnet. Die aktuellen Beeinträchtigungen konzentrieren sich auf Regionalverbindungen zu Zielen wie Bahrain, Kuwait, dem Irak und Dschidda, wo Flugausfälle und Änderungen des Flugplans weiterhin häufig vorkommen.

Langstreckenflüge zwischen der Golfregion und Europa, Nordamerika, Indien, Asien, Australien, Afrika sowie Südamerika werden trotz der iranischen Raketenangriffe weitgehend planmäßig durchgeführt. Auch der Flugverkehr zwischen den VAE und Tel Aviv wird aufrechterhalten. Reisenden wird dennoch empfohlen, vor der Fahrt zum Flughafen ihren Flugstatus zu überprüfen, da sich Luftraumbeschränkungen kurzfristig ändern können.

Sicherheit in Hotels und Resorts im Fokus. Auch die Hotel- und Tourismusbranche beobachtet die Entwicklung der Lage aufmerksam, nachdem der iranisch-amerikanische Politikanalyst Seyed Mohammad Marandi – der weithin als der iranischen Regierung nahestehend gilt – umstrittene Äußerungen getätigt hat. In der am Freitag (24. Juli 2026) auf YouTube ausgestrahlten „Danny Haiphong Show“ behauptete Marandi, der Konflikt stehe kurz vor seiner „tödlichsten Phase“. Zudem behauptete er, US-Militärpersonal sei von regionalen Stützpunkten in Hotels und Resorts verlegt worden – u.a. in den VAE, Katar, Jordanien, dem Irak, Bahrain und Kuwait. Dies deutet darauf hin,  dass Hotels und Ressorts zu potenziellen Zielen für künftige iranische Raketenangriffe werden könnten.

Sicherheitsanalysten weisen jedoch darauf hin, dass die offiziellen Reisehinweise verschiedener Regierungen bereits anerkennen, dass der Iran in der Vergangenheit zivile Infrastrukturen mit Bezug zu den USA oder Israel – darunter Flughäfen, Häfen, Hotels, Unternehmen und Verkehrsinfrastrukturen – bedroht oder ins Visier nehmen will. Quelle: US Gov / e-turbo news / CM

Schäbiges Verhalten: Ryanair schasste einen Flugkapitän

Der Pilot der irischen Lowcost-Fluglinie hatte von seiner Befugnis Gebrauch gemacht, die Ruhezeit für eine Gruppe von Kabinenmitarbeitern zu verlängern, die aufgrund der sogenannten „Commander’s Discretion“ (Ermessensentscheidung des Kommandanten) – über die reguläre Arbeitszeit hinaus im Einsatz gewesen waren.

Die Pilotengewerkschaft SEPLA, die einen Teil der Ryanair-Piloten in Spanien vertritt, bezeichnete die Entscheidung als ein „zutiefst besorgniserregendes“ Signal an die Piloten. Diese müssten nun Disziplinarmaßnahmen und eine Kündigung befürchten, wenn sie im Sinne der Sicherheit Maßnahmen gegen Übermüdung ergriffen.

In Europa gelten umfassende Vorschriften für die maximale Arbeitszeit von Piloten und Kabinenpersonal. Diese Regeln, die allgemein als „Flight Duty Limitations“ (Begrenzung der Flugdienstzeiten) bekannt sind, wurden von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) festgelegt, um durch Übermüdung verursachte Unfälle zu verhindern.

Für Piloten und Kabinenpersonal auf Kurzstreckenflügen ohne spezielle Ruhemöglichkeiten an Bord ist die maximale Dienstzeit gesetzlich auf 13 Stunden begrenzt. In „unvorhergesehenen Situationen“ kann diese Grenze jedoch durch die Ausübung der „Commander’s Discretion“ um bis zu zwei Stunden verlängert werden.

Die „Commander’s Discretion“ räumt dem Kapitän die letzte Entscheidungsgewalt darüber ein, ob die maximale Dienstzeit verlängert wird. Dabei müssen sowohl der eigene Ermüdungsgrad als auch der der Besatzung berücksichtigt werden.

Im Fall des kürzlich entlassenen Ryanair-Kapitäns wurde dieses Ermessen genutzt, um die Dienstzeit der Besatzung zu verlängern. Nach der Rückkehr zur Basis machte der Kapitän zudem von einer weiteren Befugnis im Rahmen der „Commander’s Discretion“ Gebrauch, um die Mindestruhezeit der Besatzung zu verlängern. Berichten zufolge war es genau diese Entscheidung, die zu einem Disziplinarverfahren gegen den Kapitän führte.

„Aus der Mitteilung des irischen Lowcostfliegers geht hervor, dass der Kommandant seinen Ermessensspielraum nutzte, um den Flug abzuschließen, und anschließend die Ruhezeit der Besatzung verlängerte – Tatsachen, die als Grundlage für das Disziplinarverfahren dienten, das schließlich zu seiner Entlassung führte“, erklärte die Gewerkschaft SEPLA.

Die Gewerkschaft führte weiter aus: „Wenn ein Kommandant der Ansicht ist, dass die betrieblichen Umstände die Ausübung seines Ermessens erfordern, oder dass die ursprünglich geplante Ruhezeit nicht ausreicht, um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten, muss er in der Lage sein, ausschließlich nach fachlichen Kriterien zu handeln – frei von jeglichem Druck oder der Angst vor Repressalien. Kein Kommandant sollte gezwungen sein, sich zwischen der Gewährleistung der Flugsicherheit und dem Erhalt seines Arbeitsplatzes entscheiden zu müssen.“

Laut EASA sollte das Ermessen des Kommandanten (Commander’s Discretion) nur dann ausgeübt werden, wenn unvorhergesehene, außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft liegende Umstände eintreten, die dazu führen würden, dass Flugzeug, Besatzung und Passagiere stranden. Es gibt jedoch eine lebhafte Debatte darüber, was genau als „unvorhergesehene Umstände“ gilt. Die EASA weist zudem darauf hin, dass Airlines in ihren Flugplänen genügend Puffer einplanen sollten, damit Piloten im regulären Flugbetrieb nicht auf dieses Ermessen angewiesen sind.

In der Realität sieht dies jedoch anders aus, so die European Cockpit Association. Der europaweite Pilotenverband kritisiert, dass Fluggesellschaften die Dienstpläne der Piloten routinemäßig „überfrachten“, selbst wenn sie wissen, dass Verspätungen wahrscheinlich sind. „Sie erwarten von den Piloten, dass sie ihr Ermessen nutzen, um den Flugbetrieb zu bewältigen. Das ist längst keine Ausnahme mehr, sondern fester Bestandteil der Planung“, erklärte der Verband vergangene Woche.

Die Gewerkschaft SEPLA teilte mit, sie prüfe derzeit alle rechtlichen Möglichkeiten, um dem entlassenen Kapitän wieder zu seinem Arbeitsplatz zu verhelfen. Quelle: SEPLA / CM