BCD erweitert Bahn-Angebot in TripSource

BCD Travel baut das Bahn-Angebot auf seiner Reiseplattform TripSource aus. Wie das Travel-Management-Unternehmen mitteilte, umfasst die Erweiterung u.a. die Integration von Inhalten der Deutschen Bahn sowie Funktionen für „Split Ticketing“ (Aufteilung von Tickets) bei Bahnverbindungen in Großbritannien.

Laut BCD ermöglicht die direkte Anbindung der Deutschen Bahn einen umfassenderen Zugriff auf Angebote in Deutschland – einem der wichtigsten Bahnmärkte Europas. Die TMC deckt bereits Verbindungen in Großbritannien, Frankreich (SNCF) und der Schweiz (SBB) ab; im Juli 2026  werden zudem Angebote der belgischen SNCB und der niederländischen NS in TripSource integriert.

Darüber hinaus gab BCD bekannt, dass für Bahnreisen in Großbritannien nun die Option „Split Ticketing“ in TripSource verfügbar ist. Dabei wird – sofern dies kosteneffizient ist – nicht ein einziger Tarif für die gesamte Reise gesucht, sondern eine Kombination aus mehreren Teilstrecken innerhalb einer Zugfahrt. Nach Angaben von BCD entfallen rund 35 % der Bahn-Buchungen von Firmenkunden für ihre Geschäftsreisenden auf Split-Tickets, wobei die durchschnittliche Ersparnis bei 21,50 Euro pro Reise liegt. Quelle: BCD / CM

Audi wertet das A3-Portfolio auf

Ob Sportback, Limousine oder allstreet, ob klassischer Benziner oder Diesel, ob Plug-in-Hybrid oder die sportlichen Derivate S3 und RS 3: Die Modellpalette der A3-Baureihe präsentiert sich künftig mit neuem Interieur sowie erweiterter Ausstattung.

Die A3-Modelle erhalten fortan ein rundum neues Cockpit-Layout. Zentrales Element ist das Curved Display, bestehend aus dem 11,9 Zoll großen Audi virtual cockpit und dem 12,8 Zoll dimensionierten MMI Panoramadisplay. Passend dazu trägt die Instrumententafel zur Neuordnung bei: Die Dekoreinlage fällt breiter aus als bisher und erstreckt sich vom Kombiinstrument bis zur Beifahrertür – das schafft eine durchgängige, horizontale Linienführung. Als Materialien stehen vier Varianten zur Auswahl, darunter Carbon, Microfaser Dinamica sowie zwei Textilgewebe. Auch die Mittelkonsole zeigt sich von einer neuen Seite: Das Ablagefach für das Mobiltelefon ist jetzt zum Fahrersitz ausgerichtet und bietet eine kabellose Ladefunktion mit 25 Watt Leistung.

Alle Lenkräder in den aufgewerteten A3-Modellen bieten eine in die Multifunktionstasten integrierte mechanische Walze. Unabhängig von den Funktionen können Kunden zwischen drei verschiedenen Lenkrad-Ausführungen wählen: zwei Doppelspeichen-Varianten sowie ein oben und unten abgeflachtes Dreispeichen-Volant für die S line- und S‑Modelle.

Mehr Assistenzsysteme. Die Palette der Fahrerassistenzsysteme wächst deutlich. Audi bündelt die wichtigsten Systeme in einer neuen Paketstruktur mit drei Stufen: Tech, Tech plus und Tech pro. Herzstück ist der adaptive Fahrassistent plus. Er kombiniert die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit aktiver Spurführung im Geschwindigkeitsbereich bis 210 km/h. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe unterstützt das System bei der Längs- und Querführung unter Berücksichtigung von Fahrbahnmarkierungen, Randbebauungen und dem umliegenden Verkehr. Auf Autobahnen kann das System nach Antippen des Blinkers selbsttätig einen Spurwechsel ausführen. Als neue Funktion ermöglicht der adaptive Fahrassistent plus das automatische Abbremsen vor roten Ampeln. Sofern kein vollständiger Stillstand erfolgt ist, fährt der A3 bei Grün automatisch wieder an.

Erstmals nutzt die Längs- und Spurführung auch Schwarmdaten, das heißt, das Fahrzeug berücksichtigt die durchschnittlich auf dieser Straße gefahrene Geschwindigkeit und passt das eigene Tempo entsprechend an. In Verbindung mit Online-Daten kann der adaptive Fahrassistent auch ohne erkannte Fahrbahnbegrenzung die Spur halten und daher auch im ländlichen und städtischen Verkehr den Komfort steigern. Die Nutzung der Online-Daten für den adaptiven Fahrassistenten ist ab der Fahrzeugauslieferung für drei Jahre inklusive. Kein schöner Zug der Ingolstädter:  Danach können Kunden die Laufzeit nur kostenpflichtig verlängern.

Für komfortable Park- und Rangiermanöver liefern vier weitwinklige Umgebungskameras eine 360-Grad-Darstellung der unmittelbaren Fahrzeugumgebung. Die Visualisierung erfolgt dreidimensional im MMI. Verschiedene Ansichten lassen sich hier per Touchbedienung auswählen und anpassen. So gibt es beispielsweise eine stufenlos schwenk- und zoombare 3D‑Außenansicht inklusive virtueller Draufsicht von Fahrzeug und Umgebung. Praktische Hilfslinien erleichtern die Orientierung während des Rangierens. So unterstützen beim Einfahren in eine Waschanlage eine 3D-Ansicht des Fahrzeugs sowie eingeblendete Hilfslinien dabei, den A3 ideal zwischen den seitlichen Begrenzungen zu positionieren.

Darüber hinaus bieten die Parkassistenten plus und pro die Möglichkeit Parkmarkierungen über die Kameras zu erkennen, um das Fahrzeug selbstständig ein- und ausparken zu lassen. Dabei übernimmt der A3 sowohl Lenken als auch Beschleunigen, Bremsen und den Wechsel der Fahrstufe. Hat der Fahrer die Funktion im MMI Touchdisplay aktiviert, kann er sich entspannt zurücklehnen und das Fahrzeug automatisch in die Parklücke steuern lassen.

Zusätzlich bietet der Parkassistent pro eine Remote-Funktion: Das heißt, der Fahrer kann sein Auto vor dem Einparken verlassen oder erst nach dem Ausparken einsteigen. Das ist besonders in engen Parklücken von Vorteil, egal ob quer oder längs zur Fahrbahn. Der A3 übernimmt das Manöver selbstständig, sobald der Vorgang in der myAudi App auf dem Smartphone gestartet wurde.

Neu in den A3-Modellen ist zudem das trainierte Parken, womit sich dem Fahrzeug individuelle Parkmanöver beibringen lassen. Ist die Zufahrt zum Carport oder zur Garage schwierig, braucht es lediglich ein einmaliges Anlernen und der A3 übernimmt das Einparken zukünftig automatisch. Dabei lenkt das Fahrzeug selbsttätig, beschleunigt, bremst und wählt den Gang automatisch. Gleiches gilt für das Ausparken: Bis zu fünf Parkvorgänge auf einer Länge von 50 Metern lassen sich im MMI speichern. Dabei können die Manöver individuell benannt werden.

Digitalisierung. Audi connect macht den Umgang mit dem A3 bequemer und effizienter. Vielseitige digitale Dienste informieren vor, während und nach der Fahrt. Dank neuer Remote-Funktionen lassen sich neben der Parkposition, die das Fahrzeug in einer Karte auf dem Smartphone anzeigt, auch der Status von Parkbremse, Licht sowie möglicherweise geöffneten Türen und Fenstern abrufen. Darüber hinaus sind Kilometerstand, Tankfüllstand, Restreichweite, Reifendruck, Ölstand und Serviceintervalle in der myAudi App ersichtlich. Sie ermöglicht auch die komfortable Steuerung der Standheizung sowie das Ver- und Entriegeln des Fahrzeug aus der Ferne.

Nur der PHEV ist ein guter Tipp. Die A3-Baureihe ist besonders vielseitig. Den klassischen Sportback und die elegante Limousine ergänzt seit Frühjahr 2024 der A3 allstreet. Als jüngstes Mitglied der kompakten Baureihe bietet das Crossover 3 cm mehr Bodenfreiheit gegenüber dem Sportback, eine erhöhte Sitzposition und einen markanten Offroad-Look. 

Einzig empfehlenswertes Derivat für Fuhrparks ist natürlich der Plug-in-Hybrid A3 e-hybrid mit Systemleistungen von 150 kW (204 PS) und 200 kW (272 PS)10. Ihre elektrische Reichweite beträgt bis zu 143 Kilometer kombiniert im WLTP-Zyklus, wobei sich die Batterie dank DC-Laden in etwa einer halben Stunde wieder vollladen lässt. Die Anhängelast der A3 e-hybrid-Modelle beträgt jetzt 1.700 kg.

Preise und Verfügbarkeit. Die A3-Modelle mit den neuen Features stehen ab Mitte September 2026 beim Händler. Den A3 Sportback e-hybrid gibt es ab 45.350 Euro. Quelle: Audi / CM

United Airlines mit kostenlosem, ultraschnellen Starlink-WLAN

Mit dem Flug UA-14 von Newark nach London Heathrow in der Nacht zum Dienstag bot Lufthansa-Partner United Airlines erstmals kostenloses, ultraschnelles Starlink-WLAN (von Elon Musk) auf einem seiner Großraum-Langstreckenflugzeuge an. 

Starlink ist ein von SpaceX betriebenes Satelliten-Breitbandnetzwerk, das weltweit Internetzugang über ein riesiges Netzwerk von Low-Earth-Orbit-Satelliten (LEO) bereitstellt. Es liefert Highspeed-Internet auch in entlegene oder ländliche Regionen, wo herkömmliche Kabel- oder DSL-Verbindungen nicht verfügbar sind.

United bietet superschnelles kostenloses Internet an Bord an. Foto United Airlines

Der Flug startete am 22. Juni um 19:05 Uhr (Eastern Time) in Newark und traf am Mittwochmorgen um 07:15 Uhr (Ortszeit) in London Heathrow ein. An Bord befanden sich zahlreiche Geschäftsreisende. Sie und alle anderen Passagiere auch konnten den WLAN-Dienst von Starlink in Breitbandqualität durchgehend – vom Gate bis zur Landung – nutzen und sich mit nur einem Klick auf mehreren Geräten gleichzeitig anmelden.

United hatte die Einführung von Starlink im Frühjahr 2025 begonnen; seither wurden bereits mehr als 400 Flugzeuge mit dem System ausgestattet. Zunächst konzentrierte sich die Fluggesellschaft jedoch auf die Nachrüstung ihrer gesamten Regionalflugzeugflotte sowie anschließend auf die Schmalrumpfflugzeuge. Anfang Juni wurde jedoch bekannt, dass United die Installation von Starlink in ihrem ersten Großraumflugzeug – einer 24 Jahre alten Boeing 777-200 (Kennung: N37018) – abgeschlossen hat.

Das Flugzeug war am 18. Mai zu einem der größten Wartungshangars von United in Rio de Janeiro (Brasilien) überführt worden; dort diente es als Prototyp für die Installation von Starlink in der gesamten 777-Flotte der Fluggesellschaft. Die so ausgerüstete Tripleseven kam am Sonntagvormittag aus Rio in Newark an, wo sie für den am Montagabend geplanten Erstflug mit aktiviertem Starlink-System vorbereitet wurde.

Nachdem United nun Erfahrung mit der Installation von Starlink in Großraumflugzeugen gesammelt hat, plant die Fluggesellschaft eine rasche Beschleunigung der Einführung: Bis Jahresende sollen bis zu 1.000 Flugzeuge mit dem weltweit modernsten und effizientesten Internetdienst ausgestattet werden.

„Starlink bietet denselben schnellen, zuverlässigen Internetzugang und die Konnektivität, die wir von zu Hause kennen – verfügbar in der Luft in einer Höhe von 35.000 Fuß, egal wohin die Reise weltweit geht“, kommentierte David Kinzelman, Chief Customer Officer von United. „Diese Technologie von Elon Musk hat das Potenzial, das Flugerlebnis – sowohl für unsere Kunden als auch für die Beschäftigten der Airline grundlegend zu verändern“, fügte Kinzelman hinzu.

British Airways hat seit Beginn der Einführung im März erst fünf Flugzeuge mit Starlink ausgestattet, und weitere Installationen sind erst für die Zeit nach der sommerlichen Reisewelle geplant.

Ankit Gupta, Chief Air Operations Officer bei United: „Da Starlink bis Jahresende voraussichtlich in fast 1.000 Flugzeugen verfügbar sein wird, treiben wir die Bereitstellung schneller und zuverlässiger Konnektivität für mehr Reisende als je zuvor zügig voran.“ Angesichts der Größe der United-Flotte verlief die Einführung außergewöhnlich schnell. Die Fluggesellschaft hat Pläne erstellt, im gesamten Jahr 2026 täglich mehr als ein Flugzeug mit dem Satelliten-Internetdienst auszustatten.

Die eigentliche Installation von Starlink lässt sich in nur acht Stunden abschließen – das ist etwa zehnmal schneller als bei herkömmlichen WLAN-Systemen. Andere Starlink-Nutzer wie Qatar Airways haben gezeigt, dass die Einführung sehr schnell erfolgen kann. So gelang es Qatar Airways beispielsweise, Starlink innerhalb von nur vier Monaten in mehr als der Hälfte ihrer Boeing-777-Flotte zu installieren.

Starlink nutzt eine sogenannte „Konstellation“ (ein riesiges Netzwerk) aus Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn, um weltweit einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang mit geringer Latenz bereitzustellen. In vielen Anwendungsszenarien bietet Starlink schnellere Verbindungsgeschwindigkeiten als herkömmliche kabelgebundene Breitbandanschlüsse für Privathaushalte.

American Airlines plant, ab Anfang 2027 rund 500 Airbus-Schmalrumpfjets (Single-Aisle) mit Starlink auszustatten; Delta Air Lines hat sich hingegen für den konkurrierenden Satelliten-Internetdienst von Amazon (Projekt Kuiper) entschieden, der jedoch frühestens Mitte 2027 einsatzbereit sein wird. Zu den weiteren Fluggesellschaften in den USA, die Starlink nutzen, gehören Alaska Airlines, Hawaiian Airlines und Southwest Airlines. Quelle: United Airlines / CM

LATAM setzt auf Nachhaltigkeit

Die LATAM Airlines Group hat ihre ersten Passagier-Charterflüge mit einer Zuordnung von Sustainable Aviation Fuel (SAF) durchgeführt. Dadurch konnten rund 160 Tonnen CO₂-Emissionen aus den gemeinsam mit dem französischen Luxus-Expeditionsanbieter PONANT durchgeführten Flügen vermieden werden. 

Auf 13 Flügen zwischen Santiago de Chile und Ushuaia in Argentinien wurden im Rahmen des Book-and-Claim-Ansatzes 22.400 Gallonen SAF zugeordnet. Es handelt sich um das erste Emissionsreduktionsprojekt von LATAM im Bereich der Passagier-Charterflüge, das gemeinsam mit einem Kunden umgesetzt wurde. LATAM  bezeichnet die Aktion als ersten  Meilenstein ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Die basiert auf vier zentralen Säulen: der Modernisierung der Flotte, der Steigerung der operativen Effizienz, der Förderung des Einsatzes von Sustainable Aviation Fuel (SAF) sowie ergänzenden Kompensationsmaßnahmen durch strategische Projekte in der Region.

LATAM setzte erstmals auf Passagierflügen SAF ein. Foto: LATAM

Zum Einsatz kam Neste MY SAF, das aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird und im Vergleich zu herkömmlichem Flugkraftstoff eine Reduktion der Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus von 74,72 % ermöglicht.

„Wir bei LATAM sind überzeugt, dass der Weg zu einer nachhaltigeren Luftfahrt das Engagement und die Zusammenarbeit der gesamten Wertschöpfungskette erfordert. Dieses Projekt mit PONANT zeigt, dass bereits heute konkrete Mechanismen existieren, mit denen unsere Kunden aktiv zur Reduktion der mit ihren Flugoperationen verbundenen Emissionen beitragen können. Gleichzeitig treiben wir die Entwicklung und den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe in der Region weiter voran“, sagte Thibaud Morand, General Manager von LATAM Airlines für Europa, Asien und Ozeanien.

Anfang dieses Jahres wurde LATAM von S&P Global als eine der weltweit führenden Fluggesellschaften im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Das Unternehmen belegte weltweit den fünften Platz und rangierte als beste Fluggesellschaft des gesamten amerikanischen Kontinents. Quelle: LATAM / CM

Subaru: Neue Garantie für E-Autos

Für seine neuen Elektromodelle UNCHARTED und E-OUTBACK (Fahrzeug wird noch nicht zum Verkauf angeboten) hat Subaru jetzt ein umfangreiches Garantiepaket aufgelegt. Mit der neuen SUBARUSAFE10 Garantie sind die Kundinnen und Kunden auf Wunsch bis zu zehn Jahre bzw. bis zu einer Fahrleistung von insgesamt 200.000 km rundum geschützt und sicher unterwegs. 

Die SUBARUSAFE10 Garantie wird zunächst für die Modelle UNCHARTED und E-OUTBACK angeboten und geht über die ohnehin umfassenden Subaru Garantieleistungen hinaus. Ab Werk gewährt der Hersteller für seine Elektromodelle eine Neufahrzeuggarantie über drei Jahre bzw. bis 100.000 km, eine Garantie auf das elektrische Antriebssystem (Elektromotoren, Getriebe, Wechselrichter und Wandler) über fünf Jahre oder 100.000 km sowie eine Garantie auf die Hochvoltbatterie über acht Jahre bzw. bis 160.000 km; diese garantiert neben einer einwandfreien Funktion der Batterie auch, dass der Akku eine Kapazität von mindestens 70 % aufweist. 

Voraussetzung ist, dass die vorgeschriebenen Wartungsintervalle (alle zwölf Monate bzw. 15.000 km) bei einem Subaru Vertragspartner eingehalten werden. Aber auch wenn eine Wartung einmal vergessen oder nicht bei einem Subaru Vertragspartner durchgeführt wurde, kann die SUBARUSAFE10 Garantie später wieder aktiviert werden. Weiterer Vorteil: Bei einem Weiterverkauf des Fahrzeugs geht besagte Garantie auf den neuen Eigentümer über und wirkt sich damit positiv auf den Restwert aus.

„Die Langzeitqualität unserer Fahrzeuge gehört zu den wichtigsten Gründen, warum sich unsere Kunden immer wieder für einen Subaru entscheiden“, sagt Axel Ecke, Geschäftsführer von Subaru Deutschland. „Mit SUBARUSAFE10 unterstreichen wir, dass sich die Kunden natürlich auch bei unseren neuen Elektromodellen auf diese Qualität verlassen können. Damit stärken wir ihr Vertrauen, räumen mögliche Bedenken aus und erleichtern den Einstieg in die Elektromobilität.“

Der UNCHARTED und der E-OUTBACK bilden zwei zentrale Säulen der jüngst gestarteten Elektro-Offensive der japanischen Allradmarke. Die beiden Stromer verbinden ausgezeichnete Werte bei Effizienz und Reichweite mit einem fortschrittlichen elektrischen Allradantrieb für hohe Fahrstabilität und echte Allroad-Eigenschaften. Während der UNCHARTED als erstes vollelektrisches Kompakt-SUV der Marke darüber hinaus besonders sportliche Fahrleistungen und hohe Agilität in einem progressiven Outfit bietet und wahlweise auch mit Frontantrieb verfügbar ist, setzt der E-OUTBACK die Erfolgsgeschichte des konventionell angetriebenen Outback als elektrischer Crossover für ein neues Zeitalter fort: mit einem großzügigen Platzangebot, hoher Vielseitigkeit und echten Offroad-Fähigkeiten.  

Mit der Höchstwertung von fünf Sternen im europäischen Sicherheitsprogramm Euro NCAP haben zudem beide Modelle bereits ihr hohes Sicherheitsniveau unter Beweis gestellt – mit Topwerten in allen vier Prüfbereichen Erwachsene Insassen, Kinder, gefährdete Verkehrsteilnehmer und Sicherheitsassistenz.  Quelle: Subaru / CM

Gedämpfte Stimmung bei den Beherbergungsbetrieben

Die deutschen Beherbergungsbetriebe gehen mit gedämpfter Stimmung ins Restjahr 2026 – verhaltener als viele andere Märkte, die das Unterkunftsbarometer erfasst. Nur 41 % melden eine positive Entwicklung im Rückblick, und auch bei anderen Kennzahlen liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. Die in der Politik umstrittene Mehrwerststeuersenkung für die Gastronomie, die den Verbrauchern überhaupt nichts gebracht hat, hat den Beherbergungsbetrieben zwar etwas Luft verschafft, ändert aber wenig an den strukturellen Herausforderungen, die die Branche weiterhin belasten.

Nach einem deutlichen Einbruch 2025 zeigt sich eine leichte Erholung: Sowohl bei der Bewertung der vergangenen Entwicklung als auch beim Blick auf die kommenden Monate sind die Werte wieder gestiegen. Dennoch bleibt die Stimmung verhalten – weniger als die Hälfte der Betriebe blickt optimistisch voraus, und nur rund 40 % bewerten die vergangene Entwicklung positiv. Besonders auffällig: Etwa jeder fünfte Betrieb rechnet mit einer Verschlechterung in den kommenden sechs Monaten – das ist viermal so viel wie im EU-Durchschnitt. Auch insgesamt liegt Deutschland bei allen drei Kennzahlen im dritten Jahr in Folge unter dem europäischen Schnitt, sogar am unteren Ende. Das spiegelt die schwache wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wider, das beim BIP-Wachstum hinter seinen europäischen Nachbarn zurückblieb.

Europaweit reicht der Anteil der Hoteliers, die angaben, dass sich ihr Geschäft in den letzten sechs Monaten positiv entwickelt habe, von Deutschland (41 %) am unteren Ende der Skala bis hin zu Griechenland mit 71 %. Deutschland liegt zudem hinter Nachbarn wie Frankreich (51 %) und Österreich (68 %) zurück und ist neben Italien das einzige Land, in dem weniger als die Hälfte der Befragten von einem positiven Verlauf der letzten sechs Monate berichtete. 

Doch die Zukunftsaussichten verbessern sich allmählich: 45 % rechnen in den kommenden Monaten mit einer Verbesserung der Lage, gegenüber einem Drittel im Jahr 2025. Die globale  Turismusbranche bewegt sich in einem zunehmend komplexen Umfeld. Geopolitische Spannungen verstärken die Unsicherheit, während der rasante technologische Fortschritt neue Chancen eröffnet, aber auch den Druck, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten.

Beim Thema Digitalisierung sind die deutschen Betriebe relativ gut aufgestellt: Neun von zehn führen regelmäßige Software-Updates durch und setzen auf Netzwerksicherheitslösungen. Damit liegen sie in beiden Bereichen über dem europäischen Durchschnitt. Auch bei der Bewältigung saisonaler Schwankungen spielen digitale Lösungen eine wichtige Rolle: Die Betriebe setzen vor allem auf Partnerschaften mit digitalen Plattformen und eine flexible Preisgestaltung.

Preise und Auslastung unter Druck, da Finanzierungen weiterhin knapp sind. Deutsche Beherbergungsbetriebe melden bei den wichtigsten Leistungskennzahlen die größte Abweichung vom EU-Durchschnitt. Nur jeder Fünfte (20 %) verzeichnete in den letzten sechs Monaten einen Anstieg der Tagessätze (EU: 40 %), und nur 16 % meldeteneine höhere Auslastung (EU: 50 %). Damit verzeichneten sie den schwächsten Auslastungszuwachs aller untersuchten Länder. Der Zugang zur Finanzierung ist eine besonders akute Herausforderung:Nur 22 % bewerten den Zugang zu Kapital als unproblematisch – halb so viele wie im EU-Durchschnitt (44 %). Auf jeden Hotelier, der Kapital als leicht zugänglich einschätzt, kommt einer, der ihn als problematisch bewertet. Bei den Investitionen plant fast ein Viertel Kürzungen, während ein Fünftel höhere Investitionen vorsehen. 

Europaweit melden Kettenhotels durchweg eine günstigere Stimmung bei fast allen Kennzahlen, darunter die Wirtschaftslage, Leistungskennzahlen, Zimmerpreise und die Auslastung. Unabhängige Hotels und alternative Unterkünfte zeigen sich hier im Vergleich zurückhaltender. Ketten sind in der Regel besser in der Lage, wirtschaftlichen Druck abzufedern und Skaleneffekte zu nutzen, sei es durch Investitionskapazitäten, eine schnellere Einführung neuer Technologien oder einen leichteren Zugang zu Finanzmitteln.

Trotz dieser Unterschiede ist die allgemeine Einschätzung des Geschäftsumfelds über alle Unterkunftsarten hinweg weitgehend einheitlich. Das weist darauf hin, dass alle Betreiber auf die gleichen Marktbedingungen reagieren. Dies zeigt sich besonders deutlich bei der Auswertung der Auslastungs- und Preisentwicklung.

Im laufenden Jahr 2026 verzeichnete ein wachsender Anteil der Beherbergungsbetriebe in allen Segmenten einen Anstieg der Auslastung, während weniger Betriebe steigende Tagessätze meldeten.

Digitale Resilienz. Etwas mehr als die Hälfte der deutschen Unterkünfte (55 %) sind von ihren Cybersicherheitsvorkehrungen überzeugt und liegen damit 10 Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt (66 %). Dennoch ist der Anteil der deutschen Beherbergungsbetriebe, die in den letzten 12 Monaten einen Cybersicherheitsvorfall erlebt haben, mit 9 % relativ gering. Um sich vor potenziellen Angriffen zu schützen, führen neun von zehn Hoteliers regelmäßige Software-Updates durch (91 %) und nutzen Netzwerksicherheitslösungen wie Firewalls (90 %). Auch die Datenverschlüsselung ist weit verbreitet (78 %).

Insgesamt verfügen deutsche Beherbergungsbetriebe über eine hervorragende technische Infrastruktur, weisen jedoch größere Lücken bei den personalbezogenen Maßnahmen auf: Schulungen des Personals zu Best Practices im Bereich Cybersicherheit werden von etwas mehr als der Hälfte (51 %) durchgeführt. Damit liegen sie 10 Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt (EU: 61 %). Auch die Multi-Faktor-Authentifizierung für Mitarbeiter-Logins liegt  mit 51 % unter dem EU-Durchschnitt von 60 %.

Im Jahr 2026 beschäftigen deutsche Hoteliers verschiedene Bedenken. Die am häufigsten genannten Herausforderungen sind extreme Wetterereignisse, die sich auf den Reiseverkehr auswirken, und IT-Ausfälle oder Störungen digitaler Systeme – jeweils von 34 % der Befragten genannt. Dicht dahinter folgen Datensicherheitsvorfälle mit 32 %. Lokale Störungen wie Streiks im öffentlichen Nahverkehr und Bauarbeiten werden von 29 % genannt. Gleichzeitig erwarten 18 % in den nächsten 12 Monaten keine größeren Herausforderungen für ihr Geschäft.

Der mit Abstand wichtigste Faktor für den Aufbau von Verbrauchervertrauen bei Online-Buchungen ist laut sieben von zehn deutschen Hoteliers (71%) Preistransparenz, sodass Buchenden bereits im Voraus ein klarer Gesamtpreis angezeigt wird. Mit diesem Wert liegen sie 23 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt von 48 %.

Zu den weiteren wichtigen Faktoren zählen eine sichere Zahlungsabwicklung (52 %) und klare Stornierungs- und Rückerstattungsbedingungen (51 %), auch hier liegt der Wert deutlich über dem EU-Durchschnitt. Ein geringerer Anteil der Hoteliers betrachtet den Schutz personenbezogener Daten, den Zugang zum Kundensupport oder die Transparenz über personalisierter Angebote als wichtige Vertrauensfaktoren.

Saisonale Schwankungen im Tourismus. Um die ganzjährige Belegung zu fördern, setzen deutsche Hoteliers stark auf digitale Plattformen und flexible Personalplanung. Die Zusammenarbeit mit Online-Reiseplattformen sticht hier als klarer Schwerpunkt heraus: 58 % empfinden sie als wirksam, um Buchungen außerhalb der Saison zu generieren. Sonderpreise und Pauschalangebote werden von der Mehrheit genutzt (53 % effektiv), während fast die Hälfte (48 % effekiv) den Personalbestand an die saisonale Nachfrage anpasst. Veranstaltungen und wetterunabhängige Angebote finden den geringsten Anklang.

Dies spiegelt einen allgemeinen Grundsatz des Hotelumsatz- und des Vertriebskanalmanagements wider: Um Nachfrage in der Nebensaison zu generieren, ist nicht nur ein attraktives Angebot, sondern auch eine effektive Vermarktung erforderlich. Die Preisgestaltung kann einen Aufenthalt attraktiver machen, aber erst Vertriebspartner und Marketingkanäle sorgen dafür, dass dieses Angebot die richtige Zielgruppe erreicht.

Die deutschen Beherbergungsbetriebe weisen einen geringeren Vertriebskanalmix für die Nebensaison auf als die übrigen europäischen Länder. Online-Reiseplattformen sind das am besten bewertete Instrumentfür eine wirksame Bewerbung. Online-Reiseplattformen bleiben das meistgenutzte und wirksamste Instrument: 75 % der Hoteliers bewerten sie als effektiv. Die organische Reichweite über Social-Media-Kanäle erreicht als einziger weiterer Kanal mehr als 30 % (32 %). Bezahlte Suchmaschinenwerbung wurde von nur 19 % der deutschen Befragten genannt, eine bemerkenswerte Abweichung, die auf einen konservativeren digitalen Marketingansatz hindeutet.

Fast zwei von drei deutschen Unterkünften profitieren von eventgetriebenem Tourismus.  70 % der deutschen Beherbergungsbetriebe gaben an, dass in ihrer Region in irgendeiner Form eventgetriebener Tourismus vorhanden ist. Die Mehrheit konnte von der daraus resultierenden Zunahme der Aktivität profitieren. Weitere 25 % verzeichneten in den letzten 12 Monaten keine Eventreisen in ihrer Region. Für diejenigen, die eventgetriebene Reisen verzeichneten, waren verbesserte Umsätze pro Zimmer der am häufigsten genannte Vorteil (61 %), dicht gefolgt von der Möglichkeit, geringere Einnahmen zu anderen Zeiten des Jahres auszugleichen (57 %). Umgekehrt berichteten rund vier von zehn (39 %) von operativen Herausforderungen in Bezug auf Personal und Gästemanagement, und etwa drei von zehn berichteten von Störungen der üblichen Gästestruktur. Wichtig ist, dass die gestiegene Nachfrage im Zusammenhang mit lokalen Veranstaltungen dazu beiträgt, Umsatzeinbußen in der Nebensaison auszugleichen.

Mit Blick auf künftige lokale Veranstaltungen gaben fast die Hälfte der deutschen Hoteliers (49 %) an, eine engere Abstimmung mit lokalen Behörden und Tourismusverbänden anzustreben, um die daraus resultierende Nachfrage gemeinsam zu bewältigen. 34 % ziehen in Betracht aktiv mit Veranstaltern zu kooperieren, um Pauschalangebote oder Sonderaktionen zu entwickeln. 30 % verhalten sich abwartend und reagieren nur bei konkreter Nachfrage. Obwohl die meisten Hoteliers Veranstaltungstourismus als geschäftlich vorteilhaft bewerten, sehen sie zugleich betriebliche Anpassungen als notwendig an, um der erhöhten Nachfrage und den höheren Kundenerwartungen

gerecht zu werden. Fast zwei Drittel (64 %) passen die Personalpläne an, und 59 % erhöhen die Preise, um der höheren Nachfrage und den gestiegenen Betriebskosten Rechnung zu tragen. 47 % führen  Aufenthaltsbeschränkungen ein, während weitere 43 % die Stornierungsbedingungen verschärfen. Die Verlagerung von Kontingente aus indirekten Vertriebskanälen in den Direktvertrieb wird von 29 % der Unterkünfte praktiziert. Quelle: Statista / CM

Ergebnisse der Studie „Mobilität in Deutschland“ 

Wie nutzen die Menschen die Verkehrsangebote? Und was hat sich dabei in den vergangenen Jahren geändert? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die Studie „Mobilität in Deutschland“ – die größte bundesweite Mobilitätsstudie nach der Corona-Pandemie.

Die Sonderauswertung für den Freistaat Bayern zeigt: „Der bayerische Mobilitätsmix bewährt sich. „Wir spielen keine Verkehrsträger gegeneinander aus. Nur mit einem guten Mix, in den jedes Verkehrsmittel seine Stärken einbringt, schaffen wir für alle ein gutes Angebot“, so Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter bei der Vorstellung der bayerischen Ergebnisse: „Der Freistaat hat zusammen mit anderen bayerischen Akteuren dazu beigetragen, dass in Bayern eine sehr hohe Stichprobendichte vorhanden ist und damit sehr detaillierte Auswertungen über alle Regionen möglich sind. Die umfangreichen Daten bilden die Grundlage für Verkehrsstudien und Verkehrsgutachten. Dadurch können auch unsere Kommunen ihre Mobilitätsplanung vorantreiben.“

Bundesweite Trends finden sich auch in Bayern wieder. Insgesamt zeigt sich der erwartete Unterschied in der Mobilität zwischen Stadt und Land. Eine Entwicklung aus der Pandemie hat sich bestätigt: Die Bedeutung des Rad- und Fußverkehrs ist gestiegen. Insbesondere in den Städten hat der Anteil der Wege, die mit dem Rad und zu Fuß zurückgelegt werden, gegenüber 2017 zugenommen. Die Zufriedenheit mit dem motorisierten Individualverkehr (Pkw, Motorräder etc.) ist bayernweit stark gewachsen, 77 % der Menschen sind zufrieden oder sehr zufrieden.

Mit der Qualität des ÖPNV ist dagegen nur noch jeder Dritte zufrieden. „Das bestätigt nur, was wir schon lange sagen: Im ÖPNV ist die Angebotsqualität deutlich wichtiger als der Preis. Das gilt insbesondere in den ländlichen Gebieten. Deshalb steht für uns weiter an erster Stelle eine leistungsfähige Infrastruktur, dann ein attraktives Angebot und schließlich ein angemessener Tarif mit einfachem Vertrieb“, so Minister Bernreiter: „Die Ergebnisse sind auch ein Auftrag an den Bund: Die Regionalisierungsmittel müssen dringend steigen, damit wir auch in der Fläche einen guten ÖPNV anbieten können.“

Im Auftrag des Bundes hatte infas – Institut für angewandte Sozialwissenschaft zwischen April 2023 und Juli 2024 in Deutschland von rund 220.000 Haushalten Daten erhoben und ausgewertet. In Bayern wurden mehr als 39.000 Haushalte und insgesamt mehr als 78.000 Personen zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Zur regionalen Vertiefung investierte der Freistaat zusätzlich 1,4 Mo. Euro. Damit stehen nun nach 2002, 2008 und 2017 wieder in einer Zeitreihe vergleichbare Daten über das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.

Die Daten fließen direkt in das Landesverkehrsmodell Bayern ein, das regelmäßig bayernweit Kommunen, Forschung und die Staatlichen Bauämter als einheitliche, valide Grundlage für verkehrsplanerische Fragestellungen heranziehen. Aufgrund des großen Umfangs lassen sich die Ergebnisse für Bayern teilweise auch auf Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise herunterbrechen.

Die Ergebnisse für Bayern der Studie „Mobilität in Deutschland“ finden sich in einem Kurzbericht (https://link2.bayern/kurzberichtmobilitaet) sowie in einer Langversion (https://link2.bayern/langberichtmobilitaet). Quelle: Bay. Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr / CM

Dehoga heult wegen Minijobs auf

In der bundesdeutschen Gastronomie wird im Allgemeinen hundsmiserabel bezahlt. Nun wer Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband (DEHOGA Bundesverband)  eindringlich vor dem Minijob-Aus. Laut den aktuellen Vorschlägen der Rentenkommission soll der bisherige steuer- und sozialversicherungsrechtliche Sonderstatus von Minijobs künftig nur noch für Schülerinnen und Schüler gelten. 

Dazu DEHOGA-Präsident Guido Zöllick: „Die Vorschläge der Rentenkommission gehen an der betrieblichen Realität vorbei und wären für das Gastgewerbe eine Katastrophe. Erst sollen Minijobs durch höhere Sozialabgaben massiv verteuert werden, jetzt droht die vollständige Abschaffung eines für unsere Branche unverzichtbaren Beschäftigungsinstruments. Das ist ein Frontalangriff auf die Flexibilität am Arbeitsmarkt und auf die Beschäftigungsfähigkeit des Gastgewerbes.

Allein im Gastgewerbe gibt es rund 1,1 Mio. geringfügig Beschäftigte. Minijobs sind für die vielen Tausenden kleinen und mittleren Unternehmen von zentraler Bedeutung, um Beschäftigung passgenau zu organisieren. Sie sichern Abendstunden, Wochenenden, Veranstaltungen und helfen, saisonale Nachfragespitzen abzudecken – wie aktuell in der Biergartensaison.


Minijobs werden in Deutschland unterschiedlich bewertet: Einerseits bedeuten sie eine himmelschreiende Sauerei und Ausbeutung, werden zugleich von der Politik aber als „ein erfolgreiches Stück Arbeitsmarktpolitik“ bezeichnet. Sie entsprechen angeblich den Wünschen der Beschäftigten, ermöglichen angeblich flexible Beschäftigung und verhindern die Flucht in die Schwarzarbeit bei Nebenbeschäftigten, Zuverdienern und Studenten.

Der Dehoga:  Wer Minijobs auf Schülerinnen und Schüler beschränken will, übersieht, dass viele von ihnen minderjährig sind und aufgrund der zurecht strengen gesetzlichen Vorgaben gerade die für Gastronomie und Hotellerie besonders wichtigen Abend- und Wochenendschichten oftmals gar nicht übernehmen können.


Minijobs verdrängen im Übrigen keine sozialversicherungspflichtigen Jobs – sie stützen sie, behauptet der Verband. Und behauptet weiter, eine Umwandlung in reguläre Beschäftigung sei aufgrund des geringen Stundenumfangs vielfach gar nicht möglich. Quelle: Dehoga / CM

Turkish Airlines führt die Premium Economy wieder ein

Turkish Airlines hat bestätigt, dass sie die Premium Economy (Bindeglied zwischen Business und Economy) in ausgewählten Langstreckenflugzeugen wieder einführen wird. Dies geschieht mehr als zehn Jahre, nachdem die in Istanbul ansässige Fluggesellschaft das Produkt – ursprünglich als Brücke zwischen Economy und Business Class konzipiert – eingestellt hatte.

Die Geschichte der Premium Economy reicht bis in die frühen 1990er Jahre zurück, als die taiwanesische Eva Air und Virgin Atlantic breitere und komfortablere Sitze einführten, die seinerzeit eher an die Business Class erinnerten. Welche Fluggesellschaft das Konzept tatsächlich als Erste einführte, ist umstritten; allerdings scheint EVA der Konkurrenz von Virgin Atlantic im Jahr 1992 knapp zuvorgekommen zu sein, als sie ihre „Economy Deluxe Class“ in einer Boeing 747-400 auf der Strecke zwischen Taipeh und Los Angeles installierte. Kurz darauf führte Virgin Atlantic ihre „Mid Class“ ein, gefolgt von British Airways, die im Jahr 2000 die Kabinenklasse „World Traveller Plus“ anbot. Die Lufthansa führte die Zwischenklasse im Dezember 2014 ein. Sie war vor allem von Unternehmen für ihre Geschäftsreisenden mehrfach gefordert worden.

Visualisierung der Royalux-Sitze, die in Jets von Turkish Airlines zum Einsatz kommen könnten. Rendering: TCI

Es dauerte jedoch bis zum Jahr 2010, bis Turkish Airlines mit dem Gedanken spielte, eine eigene Premium-Economy-Kabine einzuführen, die sie „Comfort Class“ nannte. Diese Kabine wurde in Boeing-777 eingebaut; doch während andere Fluggesellschaften mit Premium-Economy-Angeboten sofort erkannten, welch erfolgreiches Produkt dies war, konnte sich das Konzept bei Turkish Airlines nicht wirklich durchsetzen. Tatsächlich gab Turkish Airlines das Comfort-Class-Konzept schon 2016 wieder auf: Die Premium-Economy-Sitze wurden aus den Triple-Seven ausgebaut und durch reguläre Economy-Sitze ersetzt. Turkish Airlines hat an dieser Entscheidung stets festgehalten und begründete dies damit, dass man die Beliebtheit der Business Class nicht gefährden wollte – etwa durch Reisende, die von der Business Class in die Premium Economy wechseln, anstatt dass Economy-Passagiere ein Upgrade vornehmen.

2025 verschickte die Fluggesellschaft jedoch eine Umfrage zu diesem Thema an Vielflieger, und nun hat Murat Şeker, ein leitender Manager der Airline, gegenüber dem Luftfahrt-Branchenportal Skift bestätigt, dass die Premium Economy zurückkehren wird. „Wir werden eine Premium Economy einführen“, erklärte Şeker und fügte hinzu: „Unserem Plan zufolge werden wir bereits im Jahr 2028 – genauer gesagt Anfang 2028 – eine Premium Economy Class in unserem Airbus A350 anbieten können.“

Turkish Airlines hat 60 Airbus A350 bestellt; Berichten zufolge soll die Premium Economy zunächst in brandneuen Maschinen installiert werden, die noch ausgeliefert werden müssen. Je nach Erfolg könnte die Kabine anschließend auch in bereits vorhandenen Großraumflugzeugen nachgerüstet werden.

Die Fluggesellschaft hofft einen ähnlichen Erfolg zu erzielen wie Emirates, als diese 2022 – wenn auch mit deutlicher Verspätung – die Premium Economy einführte. Genau wie bei Turkish Airlines hatte auch Sir Tim Clark, der langjährige Präsident von Emirates, öffentlich Bedenken geäußert: Er befürchtete, dass Passagiere der Business Class in die niedrigere Klasse wechseln würden, anstatt dass Fluggäste aus der Economy Class ein Upgrade buchen.

Diese Bedenken erwiesen sich als völlig unbegründet. Die Premium-Economy-Kabinen von Emirates werden überwiegend von Passagieren der Economy Class genutzt, die für ein besseres Reiseerlebnis gerne etwas mehr bezahlen – und nicht von Business-Class-Passagieren, die für einen günstigeren Tarif Abstriche beim Komfort in Kauf nehmen. Bei der Lufthansa war dies umgekehrt. Daraufhin passte die in Dubai beheimatete Fluglinir Fluggesellschaft ihre Pläne rasch an: Statt nur eine Handvoll Maschinen auszustatten, startete sie ein umfangreiches Nachrüstungsprogramm, um die entsprechenden Sitze in Hunderten von Flugzeugen zu installieren.

Was die Wahl des Premium-Economy-Sitzes durch Turkish Airlines betrifft, so berichtet das lokale Luftfahrtmagazin Hava Haber, dass sich die Fluggesellschaft möglicherweise für den Sitz „Royalux“ entscheiden könnte; dieser wird von TCI hergestellt, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft für Kabinenausstattung. Der Royalux ist primär als Business-Class-Sitz mit verstellbarer Rückenlehne für die Kurzstrecke konzipiert, lässt sich jedoch auch in Großraumflugzeugen installieren, was ihn zu einem idealen Kandidaten für eine Premium-Economy-Kabine macht. Der Sitz bietet einen Verstellbereich der Rückenlehne von bis zu 10 Zoll (ca. 25 cm), eine sechsfach verstellbare Kopfstütze sowie einen 15,6-Zoll-Bildschirm für das Unterhaltungsprogramm – eingebettet in eine Sitzschale im „Wing-Style“-Design. Quelle: Hava Haber / CM

 

US-Investmentfirma Castlelake: Details zu 6,3-Mrd.-Dollar-Übernahmeangebot für EasyJet

Die US-Investmentfirma Castlelake hat weitere Einzelheiten zu ihrem Plan bekannt gegeben, die britische Billigfluggesellschaft EasyJet vollständig zu übernehmen. Wie das Unternehmen am Montag, 22. Juni 2026, mitteilte, wurde ein Angebot im Wert von 4,74 Mrd. Pfund (6,3 Mrd. US-Dollar bzw. 5,49 Mrd, Euro) ) ausgearbeitet, um die börsennotierte Fluggesellschaft zu einem Preis von 6,25 Pfund pro Aktie zu erwerben.

Die im US-Bundesstaat Minneapolis ansässige Firma für alternative Investments hatte ihr Interesse an EasyJet erstmals Ende Mai bekundet (CM berichtete). Damals hieß es, man prüfe eine mögliche Transaktion zur Überführung der Fluggesellschaft in Privatbesitz, wobei man zugleich darauf hinwies, dass noch keine Kontaktaufnahme mit dem Verwaltungsrat von EasyJet erfolgt sei.

In der Zwischenzeit hat Castlelake dem Verwaltungsrat von EasyJet drei unverbindliche Angebote unterbreitet, die jedoch jedes Mal abgelehnt wurden. Castlelake hofft nun, durch die Veröffentlichung von Einzelheiten zu dem dem Verwaltungsrat vorgelegten Vorschlag Druck auf die Fluggesellschaft auszuüben, damit diese formelle Verhandlungen aufnimmt.

• Am 12. Juni unterbreitete Castlelake zunächst ein Angebot zum Erwerb der 758 Mio. EasyJet-Aktien zu einem Preis von 5,60 £ pro Aktie. Dieser Vorschlag wurde wenige Tage später, am 16. Juni, abgelehnt.

• Nur einen Tag später legte Castlelake einen neuen Vorschlag mit einem Angebotspreis von 6,00 £ pro Aktie vor. Der Verwaltungsrat von EasyJet lehnte diesen Vorschlag am 20. Juni ab.

• Innerhalb weniger Stunden kündigte Castlelake an, den Angebotspreis auf 6,25 £ pro Aktie zu erhöhen. Der Verwaltungsrat lehnte auch dieses Angebot am Sonntag, 21. Juni 2026, ab.

„Nach der Ablehnung dreier Vorschläge durch den Verwaltungsrat von EasyJet und angesichts dessen mangelnder Bereitschaft zu einem konstruktiven Dialog legt Castlelake diesen dritten Vorschlag vor. Damit sollen die EasyJet-Aktionäre in die Lage versetzt werden, die Vorzüge des Angebots zu prüfen und dem Verwaltungsrat ihre Meinung dazu mitzuteilen“, erklärte die Investmentfirma am Montag.

Castlelake hat bis zum 26. Juni Zeit, ein formelles Übernahmeangebot für EasyJet anzukündigen; dies erfolgt im Rahmen der sogenannten „Put-up-or-shut-up“-Regelungen (die den Bieter dazu zwingen, entweder ein verbindliches Angebot vorzulegen oder von weiteren Schritten abzusehen).

Das US-Unternehmen hofft, die Aktionäre davon zu überzeugen, dass sein Angebot die besten Renditen verspricht: Der Preis von 6,25 £ pro Aktie entspricht einem Aufschlag von 59 % gegenüber dem EasyJet-Aktienkurs zum Börsenschluss am 28. Mai (dem letzten Tag, an dem der Aktienkurs noch nicht potenziell durch das Übernahmeangebot beeinflusst war – dem sogenannten „undisturbed date“).

Darüber hinaus entspricht der Angebotspreis einem Aufschlag von 71 % gegenüber dem durchschnittlichen Aktienkurs von EasyJet seit dem 16. April – dem Zeitpunkt nach Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten – sowie einem Aufschlag von 35 % gegenüber dem Kurs vom 27. Februar 2026, dem Tag vor Beginn der gemeinsamen Militäroperation der USA und Israels gegen den Iran.

Gemäß den EU-Wettbewerbsvorschriften kann Castlelake nicht die vollständige Kontrolle über EasyJet übernehmen; stattdessen muss das Unternehmen einen europäischen Partner finden, der eine Mehrheitsbeteiligung an der Fluggesellschaft erwirbt. Es hatte Gerüchte gegeben, Castlelake strebe eine Partnerschaft mit einer europäischen Airline-Gruppe an – etwa mit Air France-KLM –, doch das Unternehmen hat sich für einen anderen Weg entschieden.

Castlelake ist inzwischen eine Partnerschaft mit zwei europäischen Führungskräften aus der Luftfahrtbranche eingegangen. Diese sollen ein in der EU ansässiges Unternehmen kontrollieren, das wiederum die Mehrheitsbeteiligung an EasyJet übernimmt. Bei einer dieser Führungskräfte handelt es sich um den Iren Peter Bellew, den ehemaligen CEO von Malaysia Airlines. Bellew verließ Malaysia Airlines im Jahr 2017 und wechselte als Chief Operating Officer zu Ryanair, dem größten Konkurrenten von EasyJet. Er blieb jedoch nur wenige Jahre bei Ryanair, bevor bekannt wurde, dass er dieselbe Position bei EasyJet übernehmen wollte. Es folgte ein heftiger Rechtsstreit, in dem Ryanair versuchte, Bellews Wechsel zu EasyJet zu verhindern, mit der Begründung, er habe in seinem Arbeitsvertrag eine Wettbewerbsverbotsklausel unterzeichnet. Letztlich verlor Ryanair den Prozess, und Bellew wechselte zu EasyJet. Doch auch bei EasyJet blieb Bellew nur wenige Jahre, bevor er überraschend ausschied. Seine Amtszeit war davon geprägt, dass Kabinenpersonal- und Pilotengewerkschaften ihm vorwarfen, Investoren und Belegschaft im Zuge von Bemühungen zur Senkung der Personalkosten „in die Irre geführt“ zu haben.

Das Interesse von Castlelake an EasyJet gilt dessen Vermögenswerten, wie etwa Airbus-A320-Flugzeugen und Triebwerken im Wert von mehreren Mio. Dollar. Angesichts der Auswirkungen steigender Kerosinpreise auf den Aktienkurs von EasyJet übersteigt der Wert der Vermögenswerte der Fluggesellschaft derzeit die Gesamtbewertung des britischen Lowcost-Luftfahrt-Unternehmens.

Der Verwaltungsrat von EasyJet kritisierte den Zeitpunkt des Vorstoßes von Castlelake scharf als „höchst opportunistisch“; die Investmentfirma hingegen argumentiert, ihr Angebot schneide im Vergleich zu den ehrgeizigen Finanzzielen, die EasyJet für das kommende Jahrzehnt anstrebt, „vorteilhaft“ ab. Quelle: Castlelake / CM