Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) erweitert ihre Güterwagenflotte um 70 neue Autotransportwagen der Gattung Laaers 4371. Die doppelstöckigen Wagen mit einer Ladelänge von 30,07 Metern sind speziell für E-Autos ausgelegt und erhöhen die Kapazitäten der RCG für ihre Kunden im Automotive-Bereich. Für 2027 ist die Auslieferung von 130 weiteren Autotransportwagen geplant.
Mit den insgesamt 200 neuen Wagen, hergestellt in der Slowakei, ergeben sich über den Hafen Rijeka neue Transportmöglichkeiten für Automotive-Verkehre nach Zentral- und Südosteuropa: Seit August 2026 laufen dort sogenannte Roll-on/Roll-off-Schiffe (RoRo-Schiffe) aus Asien ein, die u.a. für den Transport rollender Ladungen wie E-Autos eingesetzt werden.

Die Automobillogistik wächst und verändert sich gleichzeitig grundlegend. Neue Fahrzeugimporte, der Trend zu größeren und schwereren Fahrzeugen sowie der Wunsch nach resilienteren Lieferketten erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen Logistiklösungen. Gerade in der Automotive-Branche sind verlässliche und exakt getaktete Lieferketten entscheidend – vor allem bei Produktionsspitzen, saisonalen Schwankungen oder kurzfristigem Bedarf. Das verlangt, dass Bauteile punktgenau am richtigen Ort eintreffen – ebenso wie fertig produzierte Fahrzeuge termingerecht Kunden und Exporthäfen erreichen müssen.
Jeder Zug ersetzt 37 umweltschädliche Lkw-Tranporte. Die RCG verfügt über langjährige Erfahrung im Automotive-Bereich und bewegt jährlich rund eine Million Fertigfahrzeuge sowie etwa 600.000 Tonnen Komponenten wie Motoren, Felgen, Türen, Karosserien und Batterien für mehr als 20 internationale Standorte. Rund 60 % aller Neufahrzeuge in Europa werden per Bahn transportiert. Ein einzelner Autozug kann bis zu 256 Fahrzeuge aufnehmen und damit bis zu 37 Lkw-Fahrten auf der Straße ersetzen – ein wichtiger Baustein für Lieferketten mit hohem Schienenanteil..
Optimiert für E-Auto. SUVs und Elektrofahrzeuge, deren Zahl der Neuzulassungen kontinuierlich steigt, sind im Durchschnitt schwerer und größer. Deshalb braucht es für ihren Transport spezielle Wagen: Die neuen Autotransportwagen der RCG sind auch für den Transport dieser schwereren und größeren Autos – im Gegensatz zu vielen älteren Autotransportwagen – optimal geeignet. Und mit dem wachsenden Anteil elektrischer Fahrzeuge steigen auch die Anforderungen an Automotive-Logistik und Sicherheit. Die RCG bietet für E-Autos sowie für Batterien und Komponenten multimodale Tür-zu-Tür-Lösungen, die Produktionsstandorte, Zulieferer, Fahrzeughersteller und Logistikdienstleister verbinden.
Neue Automotive-Route ab Rijeka. Die Zahl der Fahrzeugimporte nach Europa, insbesondere aus China, steigt. Dabei nimmt der Hafen Rijeka eine zunehmend wichtige Rolle ein. Seit August 2026 laufen dort RoRo-Schiffe (Roll-on/Roll-off-Schiffe) ein, die speziell für den Transport rollender Ladungen eingesetzt werden. Damit nimmt ein neuer Güterstrom für Fahrzeugimporte – insbesondere zwischen China, Rijeka und den europäischen Zielmärkten – konkrete Gestalt an. Nach der Ankunft im Hafen müssen die Fahrzeuge effizient und zumeist auf der Schiene ins europäische Hinterland weitertransportiert werden. Die ÖBB Rail Cargo Group nutzt diesen Korridor frühzeitig und übernimmt einen wichtigen Teil der Weitertransporte ab Rijeka mit ihren neuen Autotransportwagen. Gerade bei wachsenden Güterströmen und neuen Eingangsrouten nach Europa spielt ein leistungsfähiger Hinterlandverkehr auf der Schiene eine entscheidende Rolle, um große Mengen effizient zu den Zielmärkten zu bringen. Quelle: RCG / CM