VW’s zwei neue Vollhybride

Mit dem neuen Golf Hybrid bzw. T-Roc Hybrid erweitert Volkswagen sein Angebot an Vollhybridantrieben. Beides sind Modelle, die zwar eine leichte elektrische Unterstützung haben, ansonsten aber mit inzwischen sündhaft teurem Benzin gefüttert werden müssen. Ob das so klug ist, sei dahingestellt. Beide Modelle eignen sich nicht für gewerbliche Kunden.  

Auf Ladekabel, Steckdose und Ladeinfrastruktur sind die neuen Hybridmodelle nicht angewiesen. Denn die Energie für die elektrischen Antriebsphasen wird an Bord dieser Volkswagen per Rekuperation sowie durch einen Turbobenziner in Verbindung mit einem Generator gewonnen. Eine auf den Hybridantrieb zugeschnittene Hochvoltbatterie (NMC) und einer in Vollhybrid-Fahrzeugen üblichen Kapazität von 1,6 kWh (brutto) ist sowohl beim Golf als auch T-Roc im Heckbereich in den Fahrzeugboden integriert und speichert die Energie. Insgesamt drei Betriebsmodi sorgen beim Fahren dafür, dass das Zusammenspiel des Turbobenziners (1.5 TSI evo2) mit 125 kW Systemleistung mit zwei E-Maschinen und der Batterie ausgewogen funktioniert und eine gute Ballance aus Effizienz, Dynamik und Komfort bietet.

Golf und T-Roc als Vollhybride. Foto: VWScreenshot

Mit der Einführung des 125-kW-Vollhybrid baut Volkswagen das Angebot im volumenstarken Kompakt- und SUV-Segment aus. Das neue Hybridsystem ist an der Bezeichnung „Hybrid“ am Heck des jeweiligen Modells zu erkennen und schließt hier die Lücke zwischen dem Mild-Hybrid, der als „eTSI“ bereits erhältlich ist, und den Plug-in-Hybriden. Diese sind für den Golf bestellbar unter dem Label „eHybrid“ oder auch als sportlicher Golf GTE. 

Effizienz im Stadtverkehr. Seine Stärken spielt der Vollhybrid vor allem im Stadtverkehr und auf Überlandfahrten aus: Die für den Antrieb zuständige E-Maschine ersetzt oder unterstützt den Turbobenziner z.B. beim Anfahren oder bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die Modelle sind daher häufig rein elektrisch und infolgedessen sehr leise unterwegs – und dabei stets durchzugsstark. Zusätzlicher Vorteil im Vergleich zu einem Modell mit Mild-Hybrid: Die elektrische Unterstützung kann helfen, den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und die Kraftstoffkosten zu reduzieren, aber in keinem nennenswerten Umfang. Für den Golf bedeutet dies eine geringe Verbrauchseinsparung und gleichzeitige Reduzierung der CO₂-Emissionen um 10 bis 15 % gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Golf 1.5 eTSI mit 110 kW (kombinierter WLTP-Wert). Im Stadtverkehr fällt der Effizienzvorteil mit bis zu 35 % sogar noch deutlicher aus. Gleichzeitig steigt die Systemleistung auf 125 kW (170 PS) und das Systemdrehmoment auf 309 Nm. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h gelingt nun in 7,5 Sekunden.

Drei Fahrprofile. Der Fahrer wird an Bord des neuen Golf Hybrid und T-Roc Hybrid zwischen drei Fahrprofilen wählen können: „Eco“, „Comfort“ und „Sport“. Im Fahrprofil „Eco“ wird die maximale Systemleistung auf 70 % begrenzt und die Boost-Funktion deaktiviert, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Das Profil „Comfort“ verzichtet auf die Begrenzung der Systemleistung und erlaubt das Boosten. Im Fahrprofil „Sport“ wird die sportliche Ausprägung dadurch erreicht, dass der Antrieb früher in den seriellen Betrieb wechselt und damit schnell die volle Leistung zur Verfügung steht. „Sport“ ist freilich wenig ratsam. Denn damit erhöht sich der Verbrauch kräftig. Quelle: VW / CM

E-Mobilität setzt sich durch

Der deutsche Pkw-Markt hat den Juli mit einem leichten Plus von 1,2 % abgeschlossen. Das entspricht einem Volumen von 3.266 zusätzlichen Fahrzeugen und somit einem Gesamtwert von 268.068 Pkw diesen Monat. In den wichtigsten Kanälen, nämlich dem Privat- und dem Flottenmarkt stellte sich die Entwicklung wie dieses Jahr gewohnt dar. 

Der Flottenmarkt musste mit einem Minus von 2,9 %t wieder Federn ließ. Autovermieter (+12,2%) und der Fahrzeugbau (+5,7%) fangen aktuell nicht abgenommenes Volumen des Markts auf. Deutlich rückläufig waren im Juli die Zulassungen im Fahrzeughandel mit -17,4 %.

Mit +102 % wuchsen die Stromer zwar nicht ganz so stark wie im Monat davor, machen mit fast 39 % Marktanteil aber den größten Posten unter den Kraftstoffarten aus. Ein wichtiger Treiber dürfte weiterhin die staatliche Förderung von batterieelektrischen sein, kombiniert mit den wieder aufgeflammten Preisen an den Tankstellen. Zum Vergleich büßten Benziner satte 27 % ein, von Dieseln gar nicht mehr zu reden.  

Ähnlich erscheint die Entwicklung im Flottenmarkt, bei dem allerdings das Plus der E-Autos (+31 %) aktuell nicht reicht, um die Verluste der Verbrenner aufzufangen (-15 % Benziner, -22 % Diesel). Im Fahrzeughandel fällt auf, dass sich die Portfolios des Tageszulassungsangebots ändern könnten. Im Juli gab es einen deutlichen Anstieg der E-Fahrzeuge an den Eigenzulassungen der Händler. Im Juli lag der Marktanteil bei 20,4 %, während der Durchschnitt für das Jahr bis dato bei lediglich 14,1 % lag, womit die E-Autos im Gesamtmarktvergleich deutlich unterrepräsentiert waren. In Bezug auf die Elektro-Marktanteile war der Juli 2026 der bis dato stärkste siebte Monat eines Jahre smit immerhin schon 29,3 %. Quelle: Dataforce / CM

Starke Nachfrage: MW Werk München startet die Serienproduktion des BMW i3

Im BMW Group Werk München läuft seit gut einer Woche die Serienproduktion des neuen i3. Die hohe Nachfrage führt zu einer steilen Anlaufkurve im Werk. „Auch der BMW i3 als zweites Modell der Neuen Klasse erfreut sich kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart bereits großer Nachfrage“, sagt Jochen Goller, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Kunde, Marke, Vertrieb.

Nach vier Jahren intensiver Transformation – darunter der Neubau eines Karosseriebaus sowie einer neuen Montagehalle inklusive Logistikflächen – gibt der i3 den Startschuss für das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte des BMW Group Werks München.

Auch der Vollelektrische i3 ist ein Treffer ins Schwarze. Foto: BMW

„Der Produktionsstart des BMW i3 läutet eine neue Ära in unserem Stammwerk ein. Mit dem vollelektrischen BMW i3 bringen wir zusammen, was zusammengehört: Kaum ein Modell steht so sehr für BMW wie die 3er Reihe – und kaum ein Produktionsstandort so sehr für unsere Marke wie das Werk München“, sagt Raymond Wittmann, Produktionsvorstand der BMW AG. „Durch die einzigartige Verknüpfung von Zentrale, Entwicklung und Produktion ist unser Münchner Stammwerk ein entscheidender Impulsgeber für unser globales Produktionsnetzwerk: Jedes unserer Werke profitiert von den Erfahrungen und dem Wissen aus dem Anlauf der Neuen Klasse in München.“

Werk München zukunftsfähig aufgestellt. Ab 2027 wird das Werk München ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge produzieren. Weitere Modelle der Neuen Klasse folgen in Kürze und sichern die Zukunftsfähigkeit des Werks für die kommenden Jahrzehnte. Seit 1975 ist München eng mit der 3er Reihe verbunden. Mehr als 9 Mio. Fahrzeuge der 3er Reihe sind seitdem im Stammwerk vom Band gelaufen. 

Für die Neue Klasse wurde der Standort grundlegend umgebaut – bei laufender Produktion von bis zu 1.000 Fahrzeugen pro Tag. Auf einer Fläche von rund einem Drittel des Werksgeländes entstanden ein neuer Karosseriebau sowie eine hochmoderne Fahrzeugmontage einschließlich neuer Logistikflächen. Zuletzt wurde die Auslieferungshalle errichtet, die sich aktuell noch in der Inbetriebnahme-Phase befindet. Dort werden die Fahrzeuge für die Kunden final geprüft und anschließend dem Vertrieb übergeben. 

BMW iFACTORY. Die BMW iFACTORY ist eine Vision für die Produktion der Zukunft und fokussiert sich auf die Bereiche Effizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. In diesem Rahmen setzen die Werke des Unternehmens weltweit standortspezifische Lösungen um und stärken damit die Resilienz des Unternehmens sowie seine Fähigkeit, jederzeit und weltweit zuverlässig zu liefern. Diese Vision wurde nun auch im BMW Group Werk München konsequent über alle Technologien hinweg umgesetzt.

Globales Netzwerk, regionale Wertschöpfung: Hochvoltbatterien und E-Antrieb. Mit dem BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern, Deutschland) stärkt die BMW Group die Wertschöpfung in der Region Bayern deutlich. Entsprechend dem Ansatz „local for local“ wird das Werk Hochvoltbatterien der sechsten Generation an das Werk München sowie an weitere deutsche Standorte liefern. Die Fertigung der Hochvoltbatterien verbindet einen konsequenten Null-Fehler-Ansatz mit modernsten Produktionstechnologien, die in bayerischen Pilotwerken entwickelt wurden. Mit durchgängigen Inline-Qualitätskontrollen, digitalen Zwillingen und dem systematischen Einsatz künstlicher Intelligenz setzt der Autobauer neue Maßstäbe in der Batterieproduktion.

Der Gen6-E-Motor für den BMW i3 wird im BMW Group Werk Steyr in Österreich produziert – einem Standort, der seit über 40 Jahren Antriebe fertigt. Mit dem ersten E-Motor im Portfolio entwickelt das Werk seine Rolle als Paradebeispiel für neue Technologien weiter. Alle Kernkomponenten des hochintegrierten E-Antriebs – vom Rotor und Stator über den Inverter bis zum Getriebe – werden vor Ort produziert. Dafür wurden neue Produktionslinien und hochmoderne Reinraumumgebungen aufgebaut. Die Aluminiumgießerei im BMW Group Werk Landshut liefert das E-Motor-Gehäuse an das Werk Steyr. Quelle: BMW / CM

Bundesverkehrsminister verschlimmbessert die Niedrigwasser-Sitiuation

Das extreme Niedrigwasser am Rhein wirkt wie ein Preistreiber und macht Tanken teurer, heißt es beim ADAC.  Üblicherweise ist die Wasserstraße Rhein ein beeutender Transportweg für Öl, Benzin und Diesel. Der Transport mit Tankschiffen ist weitaus kostengünstiger als mit den vergleichsweise kleinen Lkw. Und es ist auch etwas günstiger als Güterzüge mit Tankkesselwagen. 

In besseren Zeiten werden auf dem Rhein  Kohle, Erze, Chemikalien, Getreide, Benzin, Diesel und Heizöl zu vergleichsweise günstigen Tarifen durchs Land geschippert. Nun hat Bundesverkehrsminister Bilger angeordnet, das Lkw-Fhrverbot an Sonn – und Feiertagen bis In den September hinein aufzuheben. Heißt im Klartext: Täglich müssten um die 40.000 zusätzliche Tanklaster bzw. Sattelzüge mit für die deutsche Wirtschaft wichtigen Vorprodukten bzw. kritischen Waren auf die Straßen. Das aber hat den verheerenden Effekt, dass noch mehr Schadstoffe in die Luft gepustet werden, zumal Lkw laut Klimaforschern mit zu den maßgeblichen Treibern des Klimawandels zählen und mit verantwortlich für die sie sich mehrenden Hitzewellen sind. 

Mindestens 40.000m Lkw mehr an Sonn- und Feiertagen bringen Deutschland auch an diesen Tagen dem Verkehrsinfarkt und noch mehr Hitzewellen näher- Foto ADAC

Der Bundesverkehrsminister hätte gut daran getan, die durch den Ausfall relevanten Güter der Schifffahrt mehrheitlich auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern. Aber so weit reicht der Verstand im Bundesverkehrsministerium nicht und auch nicht in den Länder-Verkehrs- und -Wirtschaftsministerien. Die Folge: Die Politik verschlimmbessert mit ihrem kontraproduktiven Handeln die Situation und macht sich schuldig an vielen weiteren Toten in Deutschland. 

Zum Glück wird der deutsche Markt nicht ausschließlich über den Rhein, sondern über ein „Netzwerk aus Seehäfen, Raffinerien, Pipelines sowie den Schienen- und Straßenverkehr“ versorgt,. Daher dürfte das Niedrigwasser derzeit vor allem regional zu höheren Kraftstoffpreisen beitragen. Nachzuverfolgen übrigens auf dem Spritpreisportal „Tankerköni“: Die teuersten Bundesländer bei Benzin sind derzeit NRW, Hessen, Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Quelle: ADAC / CM

Lufthansa Group startet mit kostenfreiem Highspeed-Internet von Starlink, sprich von Elon Musk

Lufthansa uns Elon Musk arbeiten eng zusammmen: Das neue „Lufthansa Group Wi-Fi“ powered by Starlink ist ab 19. August 2026 auf dem ersten A320neo von Lufthansa verfügbar. Das neue Highspeed-Internet ist kostenfrei für Miles & More Mitglieder und Travel ID Nutzer. Flugzeuge von Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines werden als nächstes ausgestattet. Starlink Wi-Fi wird auf allen Flotten der Lufthansa Group Airlines bis 2029 ausgebreitet.

Bisher gibt es nur das mehr oder weniger zuverlässige FlyNet, der Internet- und WLAN-Dienst an Bord von Lufthansa-Flügen. Der Zugriff auf das FlyNet-Portal (mit Anschlussfluginfos, Wetter und Angeboten) ist gratis. Mit einer persönlichen Travel ID gibt es auf Kontinentalflügen zudem nur 30 Minuten kostenfreies WLAN. Für die e volle Internetnutzung (Surfen, Messaging, Streaming) stehen kostenpflichtige Datenpakete oder die Bezahlung mit Miles & More-Meilen zur Verfügung. Wahrscheinlich ersetzt das neue Portal „Lufthansa Group WiFi“ das eher mäßige FlyNet.

Am 19. August 2026 hebt zum ersten Mal ein Flugzeug der Lufthansa Group mit der derzeit schnellsten verfügbaren Inflight-Internetverbindung für Flugpassagiere ab., Starlink von Elon Musk- Den Anfang macht ein Airbus A320neo von Lufthansa. Gäste erleben eine Online-Bandbreite über den Wolken, die in vielen Fällen schneller ist als die Internetverbindung zu Hause oder im Büro. 

Der global führende Anbieter Starlink kooperiert mit der Lufthansa Group, um die insgesamt 850 Flugzeuge aller Gruppenairlines auszustatten. Das System basiert auf Low-Earth-Orbit-Satellitentechnologie und ermöglicht das Abspielen von Video-Inhalten, Cloud-basiertes Arbeiten und weitere Highspeed-Anwendungen während des Fluges. Die Lufthansa Group wird damit zur größten Airline-Gruppe in Europa, die ihre Flotte mit dem modernen Highspeed-Internet ausstattet. 

Das Projekt ist Bestandteil der umfangreichen Investitionen der Lufthansa Group in neue Flugzeuge sowie Produkt- und Serviceinnovationen entlang der gesamten Reisekette. Der gruppenweite Rollout des neuen Highspeed-Internets soll allen Fluggästen ein gleichbleibend hochwertiges Online-Erlebnis an Bord ermöglichen. 

Neben Lufthansa bereiten auch die anderen Group-Airlines SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss, Discover Airlines, Air Dolomiti, Lufthansa City Airlines und Eurowings aktuell den Rollout der neuen Technologie vor. 

Das neue Portal „Lufthansa Group WiFi“ ermöglicht es Gästen, im Internet zu surfen und enthält zudem Benutzerregeln, die für alle Gäste gelten. Diese wurden basierend auf Gästebefragungen erstellt und spiegeln so die Wünsche der Mehrheit aller Kunden der Lufthansa Group wider. U.a. sind Fluggäste angehalten, beim Abspielen von Audio- und Videoinhalten immer Kopfhörer zu tragen, auf Sprach- und Videoanrufe zu verzichten und keine Live-Streams von Bord zu senden. Sponsor des Lufthansa Group Wi-Fi ist Mastercard, die bereits das bisherige FlyNet-Portal als Partner begleiten. 

Das neue Internetangebot wird für alle Statuskunden und Travel ID Nutzer kostenfrei sein – und das über alle Reiseklassen hinweg. Quelle: Lufthansa / CM

US-Verkehrsminister geht auf die Fluglotsen los

Nicholas Marangos und Stephen Brown, die für die Ämter des Präsidenten bzw. des geschäftsführenden Vizepräsidenten der Fluglotsengewerkschaft NATCA (National Air Traffic Controllers Association)  kandidieren, erklärten empört: „Wenn der US-Verkehrsminister offensichtlich falsche Behauptungen über unseren Berufsstand, unsere Mitglieder oder den Zustand des nationalen Luftraums in die Welt streut,  können wir nicht tatenlos zusehen und darauf hoffen, dass sich die Wahrheit von selbst durchsetzt. Das wird sie nicht.“

Die beiden Beschwerdeführer weisen die Behauptungen von US-Verkehrsminister Sean Duffy scharf zurück, wonach eine hohe Zahl von Krankmeldungen unter dem Personal zu tagelangen Verspätungen und Störungen im Nordosten geführt habe. Sie bezeichneten die Anschuldigungen gegen die überlasteten und unterbesetzten Mitarbeitenden – die für die Überwachung des weltweit geschäftigsten und komplexesten Luftraums zuständig sind – als „falsch“.

Fluglotsen sind in den USA überlastet, sagt ihre Gewerkschaft. Foto NATVA

Obwohl heftiges Sommerwetter die Hauptursache für viele Verspätungen und Flugausfälle im Nordosten war, schrieb Duffy am Samstag, 08. August 2026  auf X: „Alle Reisenden, die in den Nordosten fliegen oder von dort starten, sollten sich auf Verspätungen und Ausfälle einstellen, da es zusätzlich zu den schwierigen Wetterbedingungen zu Krankmeldungen beim Fluglotsenpersonal kommt.“ Und der Verkehrsminister weiter:„Wenn sich in mehreren Einrichtungen der Region New York etwa 40 bis 60 % der Fluglotsen krankmelden, müssen wir Flüge verspäten, um die Sicherheit des Luftraums zu gewährleisten.“

Am Sonntag warnte die US-Luftfahrtbehörde FAA, dass der „eingeschränkte Betrieb“ im Nordosten fortgesetzt werde; die Behörde wies darauf hin, dass im New Yorker Kontrollzentrum für den Streckenflugverkehr (Air Route Traffic Control Center) sowie in einer wichtigen Flugverkehrskontrollzentrale in Philadelphia sogenannte Personal-Schwellenwerte ausgelöst worden seien.

„Die Vereinigten Staaten verfügen über den geschäftigsten und komplexesten Luftraum der Welt. Doch laut Verkehrsministerium gerät das gesamte System ins Wanken, wenn sich nur eine Handvoll Fluglotsen krankmeldet. Und irgendwie … soll das die Schuld der Fluglotsen sein?“, fragten Marangos und Brown in ihrer schonungslosen Stellungnahme. „Nein. Das ist das Ergebnis von mehr als 30 Jahren chronischer Unterbesetzung, verfehlter Personalplanung und Führungsentscheidungen, die keinerlei Spielraum gelassen haben“, hieß es in der Erklärung weiter.

Duffy hat natürlich betont, dass unter der Regierung Trump große Anstrengungen unternommen werden, um mehr Fluglotsen einzustellen und den chronischen Personalmangel zu beheben. Marangos und Brown scheinen davon jedoch nicht überzeugt zu sein. „Fluglotsen leisten seit Jahrzehnten obligatorische Überstunden, arbeiten in Sechs-Tage-Wochen und im Wechselschichtdienst – an Feiertagen, nachts, am Wochenende, kurzum: rund um die Uhr“, fügten sie hinzu.

„Man versucht, Fluglotsen dafür an den Pranger zu stellen, dass sie ihre vertraglich zugesicherten Krankheitstage in Anspruch nehmen. Fluglotsen, die seit Jahren in einigen der am stärksten frequentierten Lufträume der Welt arbeiten – und das 60 Stunden pro Woche.“

„All dies geschieht, nachdem die FAA kürzlich ihre eigenen Zielvorgaben für die Personalstärke bei den Fluglotsen um mehr als 2.000 Stellen gesenkt hat – eine Entscheidung, die lediglich die Definition von ‚vollständiger Besetzung‘ herabsetzt, anstatt die Personalnotlage selbst zu beheben.“

Als hingegen ein technischer Ausfall die Flugverkehrskontrollzentrale in Minneapolis dazu zwang, den Status „ATC Zero“ auszurufen (was faktisch einer Sperrung des Luftraums gleichkam), gab es – wie Marangos und Brown anmerken – keinerlei vergleichbare Stellungnahme von Vertretern der Behördenleitung.

Die Gewerkschaft NATCA hat sich bislang weitgehend zurückgehalten, was die Behauptungen der Behördenleitung zu angeblichen Krankheitswellen und zur Personalsituation betrifft. Offiziell gilt dies nach wie vor. Quelle: NATVA / CNN / CM

Candlewood Suites Berlin Airport eröffnet mit 186 Serviced Apartments

Novum Hospitality und IHG Hotels & Resorts eröffnen das Candlewood Suites Berlin Airport im Mizar Gate Office in Neu-Schönefeld am Flughafen BER. Ob Kurzaufenthalt, Geschäftsreise oder Extended Stay: Das Candlewood Suites Berlin Airport verbindet die praktische Lage eines Flughafenhotels mit dem Komfort und der Flexibilität eines eigenen Apartments. Das Haus in Gebäude C umfasst 186 Serviced Apartments und ist nach Angaben der Mitteilung der erste Candlewood-Suites-Neubau in Europa.

NOVUM Hospitality zählt zu den größten familiengeführten Hotelgruppen Europas. IHG Hotels & Resorts (IHG) und NOVUM Hospitality hatten im April 2024 eine langfristige Kooperationsvereinbarung geschlossen, welche die Präsenz von IHG in Deutschland verdoppelt. Das Unternehmen wird damit über 200 Hotels in fast 100 deutschen Städten verfügen. Diese Expansion erfolgt durch die Zusammenarbeit der Marken Holiday Inn – the niu sowie die Einführung der IHG-Marken Garner und Candlewood Suites in Europa.

Novum Hospitality und IHG Hotels & Resorts eröffnen das Candlewood Suites Berlin Airport.

Die Studios und Zimmer im Apartment-Stil derCandlewood Suites verfügen über ein Schlafzimmer und eine voll ausgestattete Küche sowie ausreichend Platz, um sich bei längeren Aufenthalten rundum wohlzufühlen. Zukünftig wird NOVUM Hospitality ihre acora Living the City Apartmenthäuser unter der IHG-Marke Candlewood Suites  führen.

Das Candlewood Suites Berlin Airport befindet sich in dem von der Dieag Unternehmensgruppe errichteten Gebäudeensemble in der Mizarstraße 7–9, Ecke Hans-Grade-Allee. In Haus A hatte 2025 bereits das Holiday Inn – the niu Pax eröffnet. Gemeinsam bilden die beiden Häuser nach Angaben der Beteiligten einen Dual-Brand-Standort am Flughafen BER.

Das Candlewood Suites Berlin Airport ist ein komfortables Apartmenthotel nahe dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER). In Schönefeld gelegen, ist das Hotel die ideale Unterkunft für Reisende mit frühem Abflug, Geschäftsaufenthalte, längere Aufenthalte oder alle, die Berlin flexibel und unabhängig entdecken möchten.

Die modernen Studios und Suiten bieten den Komfort einer eigenen Wohnung kombiniert mit den Services eines Hotels. Jede Unterkunft verfügt über eine voll ausgestattete Küche, kostenfreies WLAN und einen großzügigen Arbeitsbereich – ideal zum Kochen, Arbeiten und Entspannen während Ihres Aufenthalts.

Dank der hervorragenden Verkehrsanbindung erreichen die den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) in wenigen Minuten. Auch die Berliner Innenstadt ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto (nicht empfehlenswert) erreichbar. 

Novum Hospitality und IHG Hotels & Resorts mieten zusammen rund 12.405 m2 in den Häusern A und C. Das Mizar Gate Office besteht insgesamt aus drei Gebäuden mit rund 19.200 m2 mMietfläche. Für die Mieter des Gesamtkomplexes stehen 240 Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Davon befinden sich 89 in der Tiefgarage und 151 oberirdisch. Quelle: Novum Hospitality -IHG Hotels & Resorts / CM

Gestörter Zugverkehr Portland-Seattle-Vancouver

Der Amtrak-Zugverkehr zwischen Seattle und Portland ist auf unbestimmte Zeit unterbrochen, nachdem in der vergangenen Woche ein Feuer in einem leerstehenden Lagerhaus nahe dem Bahnhof in Portland (Oregon) gewütet hatte.

Wie Amtrak in einer Mitteilung bekannt gab, ist der Zugverkehr in Richtung Norden weitgehend eingeschränkt. Grund dafür sind Schäden an dem rund 100 Jahre alten Gebäude, das sich etwa eine halbe Meile (ca. 800 Meter) von der Union Station in Portland entfernt befindet. Als Ersatz für einige Zugverbindungen werden Busse zwischen Seattle und Portland eingesetzt, während andere Verbindungen komplett gestrichen wurden. Zwischen Portland bzw. Seattle und Vancouver gibt es keine Flugverbindungen.

Jenny Cherrytree, Sprecherin des Verkehrsministeriums von Oregon (Oregon Department of Transportation), teilte der Zeitung „The Oregonian“ am Freitag mit, dass die Fernstrecke für den Schienenpersonenverkehr zwischen Vancouver und Portland weiterhin gesperrt sei.

King Street Station in Seattle. Foto_ ST

Auf der Amtrak-Website veröffentlichten Mitteilung zufolge können Kunden kostenlos umbuchen oder ihre Reise stornieren und erhalten den vollen Fahrpreis zurück.

Nachstehend der aktuelle Stand zum Zugverkehr zwischen Seattle und der Stadt im Nordwesten (Portland) laut Amtrak: • Linien 500 und 511: Komplettausfall; es stehen keine Ersatzbusse zur Verfügung. • Linien 505, 506, 517 und 518: Bei Zügen, die alle Bahnhöfe zwischen Seattle und Vancouver (Washington) bedienen, müssen Fahrgäste, die von oder nach Portland reisen, die Strecke von bzw. nach Vancouver Mit Bussen oder Pkw zurücklegen. •  Linien 502, 504 und 508 (Richtung Norden) sowie Linien 503, 507 und 509 (Richtung Süden): Anstelle der Züge werden Ersatzbusse eingesetzt, die an allen Bahnhöfen zwischen Seattle und Portland halten. •  Züge zwischen Seattle und Vancouver (British Columbia) ohne Zwischenstopp sowie zwischen Portland und Eugene: verkehren nach Plan. Fahrgäste, die Bahnhöfe zwischen Seattle und Portland ansteuern, steigen auf Busse um.

Es ist noch unklar, wie lange die Betriebsunterbrechung andauern wird. Zuvor war man davon ausgegangen, dass der Zugverkehr nur einige wenige Tage ausfallen würde. Durch den Brand am02. August wurde das Gebäude extrem instabil; es besteht die Gefahr eines vollständigen Einsturzes. Die Brandursache wird derzeit noch untersucht.

Wie die Zeitung „The Oregonian“ am Freitag berichtete, hat die Stadt Portland den Eigentümern des Lagerhauses „Centennial Mills“ eine Frist bis zum 14. August gesetzt, um mit dem Abriss des Gebäudes zu beginnen. Später am Freitag teilte die Stadt Portland laut Zeitungsbericht mit, dass sich in dem ausgebrannten Lagerhaus wahrscheinlich menschliche Überreste befänden. Quelle: The Oregon / Seattle Times / CM

USA: Streit um Privatisierung der Flughafensicherheit

Die größte Flugbegleitergewerkschaft der Vereinigten Staaten – Association of Flight Attendants (AFA-CWA) –  lehnt die Ernennung von David Cummins zum Leiter der Transportsicherheitsbehörde (TSA), einem ehemaligen Vizepräsidenten des britischen Outsourcing-Riesen Serco, weiterhin entschieden ab.

Cummins befürwortet die Ausweitung der Privatisierung wichtiger TSA-Funktionen an Flughäfen im ganzen Land, u.a. durch das bestehende Screening Partnership Program (SPP) und das TSA Gold+ Programm. Derzeit nutzen nur etwa 20 bis 22 Flughäfen in den USA das SPP-Programm. Anfang des Jahres kündigte die Trump-Regierung jedoch an, durch die Ausweitung des SPP-Programms auf weitere Flughäfen Millionen von Dollar im TSA-Budget einsparen zu wollen.

Obwohl die SPP-Sicherheitsdienstleister weiterhin vom Bund finanziert werden, stammen die Gelder aus bestehenden Bundesverträgen und nicht aus direkten jährlichen Haushaltsmitteln. Das bedeutet, dass Flughäfen mit SPP-Sicherheitspersonal von Haushaltssperren nicht betroffen sind. Dies bedeutet auch, dass die von SPP-Auftragnehmern beschäftigten Sicherheitskräfte nicht von der TSA-Gewerkschaft, der American Federation of Government Employees (AFGE), vertreten werden.

In den USA ist ein Streit um die Privatisierung der Flughafensicherheit entbrannt. Foto: TSA

San Francisco, Kansas City und Orlando gehören zu den größten Flughäfen, die derzeit private Sicherheitsdienste anstelle von TSA-Beamten einsetzen. Der Flughafen Atlanta Hartsfield, verkehrsreichster Airport der Welt, wurde kürzlich nach einem Beschluss des Stadtrats von Atlanta angewiesen, einen Wechsel zu privaten Sicherheitsdiensten zu prüfen.

„Vor 25 Jahren wurde die TSA unmittelbar nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 gegründet. Ich war dabei. Ich habe meine Freunde verloren“, schrieb Sara Nelson, Präsidentin der Association of Flight Attendants (AFA-CWA), in einem Brief an den Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr, der für die Bestätigung von Cummins zuständig ist.

„Mehrere der von Herrn Cummins während seiner Anhörung am 16. Juli 2026 geäußerten Positionen untergruben die öffentliche Sicherheit und die nationale Sicherheit“, fuhr Nelson fort. „Seine Ansichten, die eine Privatisierung der TSA durch den Ausbau des Screening Partnership Program und die Abschaffung des Tarifverhandlungsrechts befürworten, drohen insbesondere, jahrzehntelange, entscheidende Fortschritte im Bereich der Flugsicherheit zunichtezumachen. Diese Fortschritte sind grundlegend für den Schutz der US-amerikanischen Luftfahrt und der von uns betreuten Gemeinden.“

„Wir erinnern uns noch gut an die gefährliche Realität der Flugsicherheit vor dem 11. September, die auf einem uneinheitlichen Netzwerk privater Sicherheitsdienstleister beruhte. In diesem privatisierten Modell variierten die Kontrollstandards von Flughafen zu Flughafen enorm, getrieben von wirtschaftlichen Interessen und Kostensenkungsmaßnahmen statt von nationalen Sicherheitsrichtlinien.“ Nelson fügte hinzu: „Die Privatisierung der Flughafenkontrollen durch das Screening Partnership Program (SPP) bringt Gewinnstreben in ein System ein, das absolute öffentliche Rechenschaftspflicht erfordert. Die Rückkehr zu privaten Sicherheitsdiensten gefährdet die Passagiersicherheit und führt zu inakzeptablen Schwachstellen in unserer nationalen Verteidigung.“ Die AFA lehnt jede Form der Privatisierung der Flughafensicherheit, sei es eine Teil- oder eine vollständige Privatisierung, entschieden ab.

Anfang dieser Woche reichte die AFGE im District of Columbia Klage ein, um die TSA zur Beantwortung einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (Freedom of Information Act, FOIA) bezüglich SPP und TSA Gold+ zu zwingen. Die Klage wirft der TSA vor, die gesetzliche Frist für die Anfrage ignoriert und gleichzeitig weiterhin Flughäfen von der Privatisierung ihrer Sicherheitsdienste überzeugt zu haben.

Die AFGE behauptet, die Trump-Regierung versuche, private Anbieter mit lukrativen Sicherheitsverträgen zu überhäufen, während sie ihre eigenen Beamten im Dunkeln lasse.

Wie funktioniert die Flughafensicherheit in anderen Ländern? International ist es nichts Ungewöhnliches, dass private Sicherheitsfirmen mit der Durchführung der Sicherheitskontrollen an Flughäfen beauftragt werden. Private Sicherheitsdienste sind an Airports in ganz Europa, Großbritannien und sogar im Kanada weit verbreitet. Obwohl die privaten Unternehmen die Sicherheitskräfte beschäftigen und die Kontrollgeräte bezahlen, müssen sie strenge, kontinuierlich überprüfte Standards einhalten. Nationale Sicherheitsbehörden legen die Regeln fest, und es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den Regierungsbehörden.

In vielen Ländern mit strengen Arbeitsgesetzen sind auch private Sicherheitskräfte gewerkschaftlich organisiert und können, ähnlich wie die Mitglieder der TSA über die Gewerkschaft AFGE, die Arbeit niederlegen, um bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu erreichen. In vielerlei Hinsicht nehmen die Vereinigten Staaten eine Sonderstellung ein, da die Flughafensicherheit auf Bundesebene organisiert ist. Es gibt keine überzeugenden Beweise dafür, dass dieses System besser oder sicherer ist als die Beauftragung privater Unternehmen für dieselbe Aufgabe. Quelle: AFA-CWA / CM

Ex-Flugbegleiter erschlich sich zig Freiflüge

Ein ehemaliger Flugbegleiter hat sich schuldig bekannt, drei große US-Fluggesellschaften betrogen zu haben. Er benutzte einen gefälschten Pilotenausweis, um Hunderte von Freiflügen durch sogenannte „Non-Rev“-Privilegien zu erhalten. 

Der 33-Jährige DK wurde im Januar von einer Grand Jury in Hawaii angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, sich als Pilot ausgegeben zu haben, um mit einer „Catch Me If You Can“-Masche kostenlos um die Welt zu reisen.

Laut Gerichtsakten arbeitete DK bis 2019 als Flugbegleiter für eine Fluggesellschaft mit Sitz in Toronto. Während seiner Zeit als Mitglied des Kabinenpersonals hatte er legalen Zugang zu kostenlosen oder vergünstigten Tickets, die in der Branche als „Non-Rev“-Vergünstigungen (nicht umsatzabhängig) bekannt sind, da die Fluggesellschaften mit diesen Tickets keinen Gewinn erzielen. Nach seiner Kündigung als Flugbegleiter nutzte DK angeblich sein Wissen über die Funktionsweise dieser Vergünstigungen, um sich als Pilot auszugeben und weiterhin kostenlose Flüge von drei großen US-amerikanischen Fluggesellschaften zu erhalten. Obwohl die Staatsanwaltschaft die Namen der drei von Dallas betrogenen Fluggesellschaften bewusst zurückhält, geben die Gerichtsakten deren Sitze preis.       1. Die erste Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Honolulu, dem Heimatflughafen von Hawaiian Airlines. 2. Die zweite Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Chicago, dem Hauptsitz von United Airlines. 3. Die dritte Fluggesellschaft hatte ihren Sitz in Fort Worth, dem Hauptsitz von American Airlines.

Um Freiflüge von diesen Fluggesellschaften zu erhalten, soll DK angeblich auch einen Jumpseat im Cockpit beantragt haben – ein besonderes Privileg, das normalerweise nur aktiven Piloten vorbehalten ist.

2024 legte DK jedoch einem Flughafenmitarbeiter einer der von ihm betrogenen Fluggesellschaften den gefälschten Pilotenausweis vor. Der Mitarbeiter hegte Zweifel an dessen Echtheit, fotografierte den Ausweis und meldete seinen Verdacht. Nachdem festgestellt worden war, dass DK tatsächlich kein Pilot der Fluggesellschaft war, für die er vorgab zu arbeiten, wurden die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. DK wurde schließlich in Panama aufgespürt, wo ein Haftbefehl gegen ihn erlassen und er an die Vereinigten Staaten ausgeliefert wurde.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich „hunderte Freiflüge“ erschlichen zu haben. Zwar weiß niemand, wie lange die Gaunereien schon währten,  gab DK at Dallas an, dass sie von Januar 2020 bis Oktober 2024 stattfanden.

„Reisesicherheitsbestimmungen tragen zur Sicherheit unserer Bürger und Besucher bei, und jeder, der gegen diese Bestimmungen verstößt, muss mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen“, kommentierte US-Staatsanwalt Ken Sorenson, nachdem DK sich des Betrugs schuldig bekannt hatte. „Wir danken unseren Partnern bei den Strafverfolgungsbehörden, insbesondere bei Homeland Security Investigations und im Ausland, für ihre Unterstützung bei der Überführung dieses Betrügers“, fügte Sorenson hinzu. Dem Ex-Flugbegleiter drohen nun bis zu 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar. Die Urteilsverkündung ist für den 8. Dezember 2026 angesetzt. Im Rahmen seiner Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft hat der Täter zugestimmt, den drei betroffenen Fluggesellschaften eine Entschädigung zu zahlen. Die Höhe der Entschädigung wird in der Urteilsverkündung festgelegt. Quelle: CM