Die EnBW, Betreiberin des größten Schnellladenetzes in Deutschland, startet mit dem Rollout einer neuen Generation von High-Power-Chargern (HPC) im landesweiten Schnellladenetz. Am neuen Referenzstandort am Karlsruher Konzernsitz nimmt die EnBW die Schnellladestation vom Typ C7 des HerstellersXCharge offiziell in ihr eigenes Portfolio auf. Mit einer Ladeleistung von 480 Kilowatt (kW) bereitet sich die EnBW für kommende Fahrzeuggenerationen vor, die immer höhere Ladeleistungen verarbeiten können.
„Die E-Mobilität wird sich in den kommenden Jahren weiter dynamisch entwickeln. Deshalb bauen wir unser Schnellladenetz nicht nur quantitativ immer weiter aus, sondern investieren gezielt in neue Ladetechnologie, die unseren hohen Anforderungen und denen unserer Kunden gerecht wird. Mit den neuen 480-kW-Ladesystemen von XCharge profitieren E-Mobilistnen im EnBW-Ladenetz von kurzen Ladezeiten, fortschrittlicher Technologie und einer hohen Zuverlässigkeit“, sagt Lars Jacobs, Leiter für Partner- und Geschäftsbeziehungen sowie kommissarischer Technischer Leiter der Elektromobilitätssparte der EnBW.
EnBW startet mit dem Ausbau von 480 kW-Lafesäulen. Foto: EnBW
Die EnBW betreibt bereits mehr als 9.000 Schnellladepunkte in ganz Deutschland und baut ihr Schnellladenetz bedarfsgerecht im Dreiklang von Langstrecke, urbanem Bereich und Einzelhandel aus. Je nach Standort unterscheiden sich die Anforderungen an die eingesetzte Schnellladeinfrastruktur. Im Schnellladenetz der EnBW wird die neue Schnellladetechnologie mit 480 kW primär dort eingesetzt, wo Kunden nur kurz verweilen und in dieser Zeit möglichst viel Reichweite gewinnen wollen – z.B. an EnBW-Ladeparks entlang deutscher Fernstraßen.
Die neue Schnellladetechnologie mit 480 kW ermöglicht je nach Fahrzeug das Aufladen von bis zu 640 km Reichweite in nur 20 Minuten. Von der höheren Ladeleistung profitieren Kunden auch beim sogenannten Powersharing, wenn zwei Fahrzeuge parallel an einer Ladestation laden. Je nach Aufnahmefähigkeit der Fahrzeuge kann sich die Ladezeit dadurch spürbar verkürzen.
Im Februar 2026 hatten die EnBW und XCharge eine längerfristige Zusammenarbeit bekanntgegeben. Grundlage der Vereinbarung war ein erfolgreicher Feldtest mit XCharge-Ladestationen, die sich in mehreren zehntausend Ladevorgängen als zuverlässig, performant und sicher erwiesen hatten.
Bis Ende 2026 plant die EnBW, deutschlandweit noch eine zweistellige Zahl an Schnellladeparks mit der neuen 480 kW Schnellladetechnologie ans Netz zu bringen. Quelle: EnBW / CM
Am Morgen des Montag, 21. September 2026, sollen die Mitarbeitenden des Crowne Plaza in Frankfurt mündlich erfahren haben, dass ihr Hotel schließen wird. Betreiber ist die NOVUM Hospitality, Franchisegeber die britische InterContinental Hotels Group) (IHG), zu der die Marke Crowne Plaza gehört.
In die Renovierung und Revitalisierung des Businesshotels, das sich im Frankfurter Stadtteil Niederrad befindet, investierte das familiengeführte deutsche Hotrlunternehmen Novum Hosoitality bis 2029 rund 4 Mio. 2029 war die Generalsanierung des 4-Sterne-Hauses abgeschlossen worden. Das Crown Plaza by IHG (InterContinental Hotels Group PLC) ist befindet sich zwischen dem Flughafen Frankfurt, dem Deutsche Bank Park und der Frankfurter Messe an der Lyoner Str. 44-48 und gilt als idealer Ausgangspunkt für Geschäftsreisende. Die 395 modernen Zimmer bieten je nach Kategorie Balkon und Blick auf die Frankfurter Skyline. Das große repräsentative Congress Zentrum inklusive zweier Kreativräume und großer Terrasse wie auch das Frühstücksrestaurant, die traditionelle Frankfurter Stube speziell für Gruppen von bis zu 30 Gästen sowie die lebhafte Lobby-Bar stellten nach eigenen Angaben sicher, dass es Ihnen an nichts mangelt. Das Fitnesscenter bietet die notwendige Erholung während Ihrer Geschäftsreise.
Das Crown Plaza Kongresshotel schließt Sollkommen überraschend. Foto: IHG
Durch den nur 700 m entfernten Bahnhof Niederrad ist beste Erreichbarkeit genauso garantiert wie dank dem guten Autobahnanschluss (1 km). Die Innenstadt ist mit der S-Bahn bequem innerhalb von 10 Minuten / zwei Haltestellen zu erreichen.
Nun soll auf einmal Schluss sein. Novum Hospitality begründet die Entscheidung mit erheblichen Mängeln am Gebäude. Ein sicherer und verantwortbarer Weiterbetrieb sei deshalb nicht mehr gewährleistet gewesen. Novum Hospitality führt in seiner Mitteilung Mängel beim Brandschutz, bei der Befestigung von Fassadenelementen und bei der Betriebssicherheit der Aufzüge an. Zudem gehe es um den sicheren Umgang mit vorhandenen asbesthaltigen Baustoffen und auch um den Versicherungsschutz. Dieser habe aufgrund der Gebäudemängel ab dem Tag der Mitteilung nicht mehr ausgereicht. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz lasse sich der Hotelbetrieb aus Sicht von Novum nicht verlässlich fortsetzen.
Das Unternehmen erklärt, es sei mit dem verantwortlichen Eigentümer keine Einigung über notwendige Sanierungsmaßnahmen erzielt worden.. Nach Unternehmensangaben habe auch der Versicherungsschutz eine Rolle bei der Entscheidung gespielt. Dieser habe aufgrund der Gebäudemängel ab dem Tag der Mitteilung nicht mehr ausgereicht. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz lasse sich der Hotelbetrieb aus Sicht von Novum nicht verlässlich fortsetzen.
Diverse Medien berichteten, Teile des Hotels seien wegen Brandschutz- und Wasserschäden nicht nutzbar. Der Hessische Rundfunk nannte mögliche bauliche Schäden als Grund für die Betriebseinstellung.
U.a. sollen Hotelgäste mit Bussen in andere Hotels gebracht worden sein. 50 Beschäftigte sollen widerruflich freigestellt worden sein. Dazu erklärte Novum Hospitality, das Unternehmen befinde sich mit der zuständigen Beschäftigtenvertretung im Austausch über die Zukunft der tarifbeschäftigten Mitarbeitenden.
Audi hat den Produktionsstart des vollelektrischen A4 e-tron auf die erste Jahreshälfte 2029 verschoben. Grund dafür sollen einmal mehr Probleme bei der Einführung der neuen Elektro-Architektur SSP des Volkswagen-Konzerns sein, die Technologie von US-Technologiepartner Rivian verwendet. Für dieses Fahrzeug hatte Audi-Technikvorstand Rouven Mohr noch im Sommer 2026 einen Marktstart für 2028 bestätigt.
Der Audi A4 e-tron soll als Limousine und Avant (Kombi) kommen und er soll das erste Modell auf der neuen E-Plattform werden. Das Schlüsselmodell soll in Ingolstadt eine neue Zeitrechnung einläuten und den Absatz anschieben. Der Wagen ist auch für den gesamten Konzern wichtig
Nun heißt es in VW-Konzern-Kreisen, dass der Produktionsstart des A4 e-tron frühestens im März 2029 anlaufen soll, es kann also auch später werden. Grund für die Verzögerung sind offenbar neue Probleme bei der Einführung der neuen Elektroauto-Architektur Scalable Systems Platform (SSP), entwickelt von VW’s US-Partner Rivian, während die Ingolstädter bisher noch die Plattformen MEB für den Audi Q4 e-tron und PPE für den Audi A6 e-tron und Q6 e-tron nutzen.
E-Auto-Architektur SSP für den Audi A4 e-tron und weitere Modelle Grafik: VW
Die SSP soll äußerst vielseitig gestaltet sein: Der Elektro-Baukasten soll z.B. eine Systemspannung von 400 Volt bei Frontantrieben, aber von 800 Volt bei Heckantrieben ermöglichen – und auch Allrad ist möglich. Der Fokus soll auf LFP-Batterien liegen. Neben vollelektrischen Antrieben werden auch Fahrzeuge mit Range Extender möglich sein. Und die SSP bietet als wesentliche Neuerung eine zonale E/E-Architektur. Das bedeutet: Statt einer Vielzahl einzelner Steuergeräte sollen Funktionen stärker über zentrale Rechner bzw. Zonen organisiert werden. VW verbindet SSP ausdrücklich mit einer einheitlichen Software-Architektur und der Entwicklung von Software-defined Vehicles.
Die Gründe für die Verschiebung des Produktionsstarts soll in der Technik, langwierigen Abstimmungsschleifen im Konzern sowie dem Spardruck bei Volkswagen liegen, der den Konzern zwingt, bestehende Fahrzeugplattformen länger zu nutzen.
Durch die lange Wartezeit im wichtigen Mittelklasse-Segment erhalten Konkurrenten wie BMW und Mercedes einen Vorsprung bei elektrischen Limousinen. Quelle: VW / electrive.net / CM
Während die meisten Marken des Volkswagen-Konzerns unter Druck stehen, schreibt die tschechische Tochter Škoda Auto weiter Erfolgsgeschichten. Trotzdem verlässt CEO Klaus Zellmer (59) die Marke und wird neuer Vorstandschef von Volvo Cars.
Der frühere Porsche- und VW-Manager übernimmt den schwedischen Premiumhersteller wegen seiner langen Kündigungsfrist wahrscheinlich erst um 01. Oktober 2027. Bei Volvo dürfte Zellmer deutlich mehr strategischen Gestaltungsspielraum als im eng geführten Volkswagen-Konzern erhalten. Der gebürtige Bayer Zellmer arbeitete mehr als 20 Jahre für Porsche. 2020 wechselte er in den Vorstand der Konzernmutter Volkswagen, wo er die Bereiche Vertrieb, Marketing und After Sales verantwortete. Seit Juli 2022 führte er Skoda als Vorstandsvorsitzender.
Zellmer folgt bei Volvo Cars auf Hakan Samuelsson. Samuelsson war erst 2025 für eine zweite Amtszeit als Vorstandschef zurückgekehrt, um den schwedischen Autobauer wieder auf Kurs zu bringen. Vorige Woche erst hatte er auf einem Strategietag einen ehrgeizigen Plan vorgestellt. Demnach sollen bis 2030 insgesamt 13 neue Modelle auf den Markt kommen, um den Marktanteil des Unternehmens zu verdoppeln. Samuelsson hatte Volvo Cars bereits von 2012 bis 2022 geführt.
Klaus Zellmer trifft beim deutscher Importeur Volvo Cars in Köln auf ein schwieriges Aufgabengebiet. Denn der schwedische Autobauer, der mehrheitlich dem chinesischen Konzern Geely gehört, hatte zuletzt wegen US-Zöllen, einer schwächeren Nachfrage nach Elektroautos und hohen Entwicklungskosten seine Profitabilitätsziele verfehlt. Zudem brachen n China ähnlich den deutschen Herstellern die Verkäufe in China ein. Die Aktie des Konzerns notiert in der Nähe von Rekordtiefs und hat in 2026 mehr als 45% an Wert verloren. Zudem steht Volvo Cars vor dem Spagat, seine westlichen und chinesischen Technologien zu trennen, um weiter in den USA verkaufen zu können. Dort droht der Schwestermarke Polestar ein Verkaufsverbot. Quelle: Volvo / VW / CM
Für Wolfsburg beginnt damit die Suche nach einem Nachfolger für einen der erfolgreichsten Markenchefs.
Bund und Länder wollen angesichts hoher Spritpreise Autofahrer sowie Unternehmen entlasten und haben sich auf einen Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel geeinigt. Nach Ansicht vieler Wissenschaftler ist die Maßnahme einfach nur dumm. Unterm Strich bedeutet der Irrsinn, dass alle Steuerzahler, ob sie Auto fahren oder nicht, an dem Wahnwitz beteiligt werden. Bevorzugt werden durch die teure Maßnahme insbesondere Vielfahrer und solche, die besonders teure Automobile fahren. Am übelsten aber ist, dass damit der Klimaschutz einmal mehr konterkariert wird.
Die Pläne sehen vor, dass der Bund die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vom 01. Oktober an bis31. Dezember 2026 um 14 Cent senkt. Zusammen mit der Umsatzsteuer ergibt sich eine Senkung um 17 Cent pro Liter bei den Kraftstoffen. Die rund 2,5 Mrd. Euro teilen sich Bund und Länder auf.
Die vorübergehende Energiesteuersenkung 01. Oktober bis 31. Dezember 2026) ist für den ADAC ein wichtiges Signal für bezahlbarere Mobilität und insbesondere für alle Pendler, die stark auf das Auto angewiesen sind. Der ADAC fordert die Mineralölwirtschaft auf, den neuen Tankrabatt in voller Höhe an die Autofahrer weiterzugeben.
Der ADAC erwartet, in die Vorbereitungen für einen Spritpreisdeckel einbezogen zu werden, um sicherzustellen, dass die Verbraucherseite berücksichtigt wird. Bei einem Spritpreisdeckel wird ein Höchstpreis für Benzin und Diesel festgelegt, der sich unter anderem an der Entwicklung der Ölpreise sowie Kosten für Transport und Vertrieb sowie einer Händlermarge orientiert. Einen „Spritpreisdeckel“ gibt es etwa in Belgien und Luxemburg. Hier setzt der Staat einen Maximalpreis fest. Das macht Benzin und Diesel pro Liter 25 bis 40 Cent billiger. Das klingt erstmal gut, sagt Mats Kahl vom Institute of Economics der Universität Madrid, hat aber seine Tücken: Wenn Unternehmen den Treibstoff in Länder ohne Preisobergrenze verkaufen, könnte es zu einer Knappheit kommen wie in Ungarn 2022. Ökologisch sei ein Spritpreisdeckel sowieso ein falsches Signal, da er den Anreiz zum Energiesparen aussetze, so der Ökonom Ralf Dewenter.
Auch eine Direktauszahlungen hält der Mobilitätsclub grundsätzlich für eine zielgerichtete Möglichkeit, Verbraucher zu entlasten. Die Bundesregierung muss hier die Voraussetzungen dafür schaffen, flexibler als bisher zwischen Wegen der Entlastung zu wählen und stark Betroffene bei Bedarf länger erreichen zu können.
Darüber hinaus fordert der ADAC von EU und Bund, alternative Kraftstoffe stärker zu nutzen und ihre Verfügbarkeit zu verbessern, um bezahlbare Mobilität vom globalen Ölpreis unabhängiger zu machen und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Der ADAC übersieht allerdings, dass alternative Kraftstoffe wesentlich teurer werden als die bisher herkömmlichen.
Schnell umzusetzen ist eine Senkung der Energiesteuer, so wie im Mai und Juni dieses Jahres. Diese kann die Bundesregierung sofort beschließen. Bei der Absenkung der Mehrwertsteuer müssten die Bundesländer zustimmen, die an den Einnahmen beteiligt sind. Manuel Frondel vom RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hält dieses Werkzeug für die beste, weil praktikabelste Lösung. Seine Kollegen sind da anderer Meinung: Eine Steuersenkung koste viele Milliarden, profitieren würden jedoch insbesondere einkommensstarke Schichten, so der Ökonom Mats Kahl. Zudem sei diese Subvention ökologisch fragwürdig, da sie den CO²-Ausstoß befördere.
Eine Entlastung von Menschen mit niedrigem Einkommen wäre die beste Maßnahme, darin sind sich die Forschenden einig. Diese könnte etwa durch eine Direktzahlung an diejenigen Bürger geschehen, die besonders unter den hohen Energiepreisen leiden. Doch dafür müsste man erst eine Einkommensgrenze definieren und es wäre mit einem sehr hohen bürokratischen Aufwand verbunden, die Berechtigten auszumachen.
Eine sparsame Fahrweise bleibt für Autofahrer trotz der Entlastung weiterhin wesentlich, denn die Kraftstoffpreise blieben auch mit der Absenkung auf einem hohen Niveau. Am sinnvollsten freilich wäre, darin sind sich alle Wissenschaftler einig, so schnell wie möglich vom massiv klima- und umweltschädlichen Verbrenner auf E-Mobilität umzusteigen. Bundesregierung / BR24 / ADAC / CM
Im pazifischen Nordwesten der USA beginnt am 30. September 2026 eine neue Ära des Bahnreisens, wenn Amtrak die ersten beiden Garnituren seiner neuen, eleganten und komfortablen Airo-Züge auf der „Amtrak Cascades“-Strecke in Betrieb nimmt. Die Airo-Züge von Siemens Mobility zeichnen sich durch ergonomisch gestaltete Sitze, Panoramafenster, kostenloses WLAN, individuelle Steckdosen, verbesserte Barrierefreiheit, ein aufgewertetes Bordcafé sowie mehr als 300 Sitzplätze pro Zug aus – was einer deutlichen Erhöhung der Passagierkapazität entspricht.
Jede Garnitur der supermpdernen Airo-Flotte besteht aus einer dieselelektrischen und 201 km/h (125 mph ) schnellen Lokomotiven des Typs Siemens Charger (Modell ALC-42) und sechs Reiszugwagen, die in etwa den hochmodernen Reisezugwagen der CD-ComfortJets entsprechen. Amtrak hat insgesamt 125 Lokomotiven dieses Typs geordert. Die Fahrzeuge modernisieren und ersetzen den veralteten Bestand im nationalen US-Fernverkehr sowie im Regionalverkehr. Gebaut werden die Züge im Siemens-Werk in Sacramento (Kalifornien). Das Amtrak Airo-Programm sieht auxch alternative Antriebskonzepte vor, so dass die Züge unter Fahrleitung rein elektrisch (im Nord-Ost-Korridor) und auf Strecken ohne Oberleitung mit Diesel- und Batteriebetrieb verkehren können.
In der ersten Phase der Einführung auf der Cascades-Strecke werden die beiden zunächt gelieferten Airos täglich vier Fahrten absolvieren. Es ist geplant, bis 2027 schrittweise alle bisherigen Talgo-Züge auf dieser Strecke durch acht der neuen Airo-Züge zu ersetzen. Wer von Seattle aus reist, kann zu den Ersten gehören, die in den neuen Zügen Platz nehmen: entweder auf der Fahrt nach Vancouver (Abfahrt 8:30 Uhr) oder auf der Fahrt nach Eugene (Abfahrt 7:10 Uhr). beginnt am 30. September 2026 eine neue Ära des Bahnreisens, wenn Amtrak die ersten beiden Garnituren seiner neuen, eleganten und komfortablen Airo-Züge auf der „Amtrak Cascades“-Strecke in Betrieb nimmt.
Amtrak setzt zwischen Eigene (Oregon) und Seattle bis Vancouver (British Columbia) ab 30. September die supermodernen Siemens-Airo-Züge ein. Foto: Siemens Mobility
Die Airo-Züge von Siemens Mobility zeichnen sich durch ergonomisch gestaltete Sitze, Panoramafenster, kostenloses WLAN, individuelle Steckdosen, verbesserte Barrierefreiheit, ein aufgewertetes Bordcafé sowie mehr als 300 Sitzplätze pro Zug aus – was einer deutlichen Erhöhung der Passagierkapazität entspricht. Jede Garnitur der supermpdernen Airo-Flotte besteht aus einer dieselelektrischen und 201 km/h (125 mph ) schnellen Lokomotiven des Typs Siemens Charger (Modell ALC-42) und sechs Reiszugwagen, die in etwa den hochmodernen Reisezugwagen der CD-ComfortJets entsprechen. Amtrak hat insgesamt 125 Lokomotiven dieses Typs geordert. Die Fahrzeuge modernisieren und ersetzen den veralteten Bestand im nationalen US-Fernverkehr sowie im Regionalverkehr. Gebaut werden die Züge im Siemens-Werk in Sacramento (Kalifornien). Das Amtrak Airo-Programm sieht auxch alternative Antriebskonzepte vor, so dass die Züge unter Fahrleitung rein elektrisch (im Nord-Ost-Korridor) und auf Strecken ohne Oberleitung mit Diesel- und Batteriebetrieb verkehren können.
In der ersten Phase der Einführung auf der Cascades-Strecke werden die beiden zunächt gelieferten Airos täglich vier Fahrten absolvieren. Es ist geplant, bis 2027 schrittweise alle bisherigen Talgo-Züge auf dieser Strecke durch acht der neuen Airo-Züge zu ersetzen.
Wer von Seattle aus reist, kann zu den Ersten gehören, die in den neuen Zügen Platz nehmen: entweder auf der Fahrt nach Vancouver (Abfahrt 8:30 Uhr) oder auf der Fahrt nach Eugene (Abfahrt 7:10 Uhr). Zwei weitere tägliche Verbindungen führen von Eugene nach Seattle (Abfahrt 16:30 Uhr, Ankunft 22:50 Uhr) sowie von Vancouver nach Seattle (Abfahrt 16:45 Uhr, Ankunft 21:10 Uhr).
Wie der „Washington State Standard“ berichtete, verkehrt die Linie Amtrak Cascades seit März 2025 mit eingeschränkter Kapazität, nachdem Dutzende ihrer „Horizon“-Wagen wegen Korrosionsschäden aus dem Betrieb genommen worden waren. Die Bahngesellschaft hatte die acht neuen Zuggarnituren bereits 2021 im Rahmen einer landesweiten Modernisierungsoffensive bestellt.
Die neuen Wagen sind optisch sehr ansprechend gestaltet. Da Amtrak Cascades die erste Strecke in den USA sein wird, auf der die „Airo“-Flotte zum Einsatz kommt, werden die neuen Züge Designelemente aufweisen, die von der Kaskadenkette (Cascade Range) inspiriert sind, ergänzt durch die für die Strecke typische Farbpalette aus Tannengrün, Cremeweiß und Mokkabraun. Auf anderen Strecken eingesetzte „Airo“-Züge werden hingegen das landesweite Amtrak-Design in Rot, Weiß und Blau tragen, kombiniert mit den für die Flotte charakteristischen Gestaltungselementen.
Amtrak wird landesweit 83 neue „Airo“-Zuggarnituren in Betrieb nehmen. Als Nächstes folgt die Strecke „Northeast Regional“, auf der vor Kurzem die Testphase für die ersten neuen Züge begonnen hat. Weitere Zuggarnituren sollen ab Ende 2027 zum Einsatz kommen. Quelle: Washington State Standard / Amtrak / CM
Vertreter von American Airlines, United Airlines und Southwest Airlines hoben am Mittwoch auf einer Konferenz von Morgan Stanley die starke Nachfrage hervor – auch im Geschäftsreisebereich –, wiesen jedoch auch darauf hin, dass die volatilen und steigenden Treibstoffpreise voraussichtlich zu Kapazitätskürzungen führen werden.
„Die Nachfrage ist unglaublich widerstandsfähig“, sagte United-Finanzvorstand Michael Leskinen am Mittwoch auf der 14. jährlichen Investorenkonferenz von Morgan Stanley im kalifornischen Laguna. „Die Premium-Kabinen laufen sehr gut. Das Geschäft mit Firmenkunden hat leicht angezogen. Wir liegen zwar noch 4,5 Prozentpunkte unter dem Niveau, das wir als Trendlinie ansehen, aber wir verzeichnen einen leichten Aufwärtstrend bei den Geschäftsreisen.“
Leskinen weiter: „Obwohl das Geschäft mit Firmenkunden sehr robust ist und wir ein steigendes Volumen beobachten, gibt es hier noch reichlich Luft nach oben.“ „Die Nachfrage bleibt stark“, erklärte American-CEO Robert Isom. Nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal einen Anstieg der Umsätze aus verwalteten Firmenkundenverträgen um 26 % gegenüber dem Vorjahr gemeldet hatte, fügte er hinzu: „Wir werden ein weiteres Quartal mit deutlichem Zuwachs im Jahresvergleich verzeichnen“ – womit das Unternehmen in diesem Segment das sechste Quartal in Folge ein zweistelliges Wachstum erzielen würde.
Obwohl die Gesamtnachfrage im September üblicherweise niedriger ist als in den Sommermonaten, sagte Southwest-Finanzvorstand Tom Doxey, der September habe die Erwartungen übertroffen. Das Nachfrageumfeld sei sehr, sehr stark. Doxey fügte hinzu, dass Southwest für das zweite Quartal einen Anstieg der Umsätze im Geschäftskundenbereich um 30 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. „Wir haben uns nicht öffentlich dazu geäußert, wie hoch diese Zahlen genau sind oder wie sich die Zusammensetzung gestaltet, aber wir sind im Geschäftskundensegment sehr stark aufgestellt.“
Vertreter der drei Airlines wiesen zudem auf die Herausforderungen durch gestiegene Treibstoffkosten hin. Nach Angaben der International Air Transport Association (IATA) stieg der weltweite Durchschnittspreis für Flugkraftstoff von 156,85 US-Dollar in der Woche zum 28. August auf 181,46 US-Dollar in der Woche zum 11. September.
American Airlines CEO Robert Isom erklärte, das Unternehmen rechne damit, dass die Treibstoffkosten im vierten Quartal um rund 1 Mrd. US-Dollar steigen werden. Sollten die Treibstoffpreise auf dem aktuellen Niveau bleiben, werden AA seines Erachtens Anpassungen bei der Kapazitätsplanung für die Zukunft vornehmen müssen. Devon May, Finanzvorstand von American, bestätigte, dass die Fluggesellschaft ihre Kapazitäten für den weiteren Verlauf des vierten Quartals 2026 anpassen werde.
Leskinen von United Airlines sagte: „Wir haben einige Anpassungen an unserem Flugplan vorgenommen.“ Es gebe Routen, die ohnehin am unteren Ende der Rentabilitätsskala lagen und bei einem solchen Anstieg der Treibstoffpreise unrentabel werden. Mit Blick auf das vierte Quartal wird es im Dezember Flüge geben, die United nun doch nicht durchführen will. Und sollten die Kerosinpreise hoch bleiben, werde die Fluggesellschaft weitere Anpassungen für das erste Quartal 2027n und darüber hinaus bis ins Jahr 2027 vornehmen.
Tom Doxey (Southwest Airlines) berichtete, die Fluggesellschaft sei mit Plänen für eine Kapazitätserhöhung von 2 bis 3 % gegenüber dem Vorjahr in das Jahr 2026 gestartet, habe diese Pläne jedoch „etwa halbiert“. Wenn die Treibstoffpreise über längere Zeit hoch bleiben, sei eine Reduzierung der Kapazitäten die logische Reaktion.
Mit Blick auf die Vorausbuchungen sind bei American Airlines für das vierte Quartal bereits rund 25 % der Plätze gebucht, wie Isom und May mitteilten; Leskinen von United Airlines bezifferte die Buchungsquote für diesen Zeitraum sogar auf 35 %. Southwest Airlines nannte keine Zahlen zu den Vorausbuchungen. Quelle: Morgan Stanley / CM
Zum 100. Geburtstag der Route 66 verbindet Meistersinger seine Einzeigeruhr mit einem weiteren Autoklassiker. Die auf 100 Exemplare limitierte Edition Route 66 greift Details des Ford Mustang auf und kommt samt Modellauto und spezieller Sammlerverpackung.
1926 wurde die Route 66 eröffnet. Auf rund 4.000 km verband sie Chicago mit der amerikanischen Westküste und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem Symbol für Reisen, Freiheit und amerikanische Straßenkultur. Zum 100. Jubiläum nimmt Meistersinger die berühmte Strecke nun zum Anlass für eine neue limitierte Sonderedition.
Die Edition Route 66 setzt zugleich eine Reihe fort, in der Meistersinger seine Einzeigeruhren mit automobilen Klassikern kombiniert. Diesmal ein rotes Ford Mustang Cabrio im Mittelpunkt. Das Auto ist dabei nicht nur Inspirationsquelle für die Gestaltung der Uhr, sondern gehört als Modell im Maßstab 1:18 zum Lieferumfang.
Während die beiden bisherigen Auto-Editionen auf der 36 mm großen Neo basierten, wechselt Meistersinger bei der Route 66 erstmals zur N°03. Entsprechend fällt die Neuheit mit 43 mm Durchmesser deutlich präsenter aus. Das geradlinig gestaltete Edelstahlgehäuse bildet den Rahmen für ein Zifferblatt, das den Bezug zum Mustang besonders deutlich herstellt.
Meistersinger Edition 66Rückseite der Edition 66Ford Mustang Modell inbegriffen. Fotos: Meistersinger
Sein zweischichtiger Aufbau nimmt die Form charakteristischer Mustang-Felgen auf. Die mattschwarze untere Ebene ist mit konzentrischen Kreisen versehen. Darüber liegen sechs silberweiße Speichen, die das Zifferblatt wie ein stilisiertes Rad strukturieren und ihm zusätzliche Tiefe verleihen.
Das Meistersinger-Logo sitzt auf einer kleinen ovalen Plakette. Bei sechs Uhr erscheint dagegen das historische Route-66-Schild in Rot, Weiß und Blau. Der einzige weiße Zeiger trägt eine rote Spitze, während rote Akzente in der Minuterie das Farbkonzept aufgreifen. Die für Meistersinger charakteristischen zweistelligen Stundenziffern sind kreisförmig um das Zifferblatt angeordnet.
Die Verbindung zum Ford Mustang und zur klassischen amerikanischen Roadtrip-Ästhetik setzt sich beim Armband fort. Meistersinger kombiniert das Edelstahlgehäuse mit einem schwarzen Vintage-Sattellederband, dessen rote Kontrastnähte die Farbakzente des Zifferblatts aufnehmen.
Auch auf der Rückseite bleibt das Thema präsent. Der vierfach verschraubte Sichtboden besitzt einen semitransparenten Druck des historischen Route-66-Schilds. Daneben trägt jede Uhr ihre individuelle Editionsnummer.
Beim Werk setzt Meistersinger auf bekannte Technik. Im Inneren arbeitet das Sellita-Automatikkaliber SW200mit 38 Stunden Gangreserve, das durch den Glasboden teilweise sichtbar bleibt. Technisch bleibt die Edition Route 66 damit bewusst nah an der klassischen N°03.
Jede Edition Route 66 wird zusammen mit einem roten Ford Mustang Cabrio als Modellauto im Maßstab 1:18 ausgeliefert. Uhr und Auto sitzen in einer eigens gestalteten Sonderverpackung, deren Hintergrund eine typische Route-66-Landschaft mit Straße und Wüste zeigt. Die Box ist damit weniger klassische Uhrenverpackung als kleine Präsentationsbühne für beide Sammlerstücke.
Insgesamt entstehen 100 Exemplare der Meistersinger Edition Route 66. Duie Uhr kostet 2.390 Euro. Quelle: Meistersinger / Watchtime / CM
Mit der Master Hybris Artistica Calibre 945 und der Duometre Grande Complication à Grande Sonnerie demonstriert die Schweizer Uhrenmanufaktur Jaeger-LeCoultre zwei sehr unterschiedliche Seiten seiner Haute Horlogerie: astronomische Zeitmessung trifft auf eines der komplexesten Schlagwerke der Manufaktur. Preise nennt der Hersteller nicht.
Die eine bildet den Lauf der Sterne ab, die andere spielt den Westminster-Schlag mit vier Tonfedern und vier Hämmern: Mit zwei neuen Grande Complications demonstriert die Schweizer Uhrenmanufaktur Jaeger-LeCoultre (https://www.jaeger-lecoultre.com/eu-de), wie unterschiedlich sich mechanische Höchstleistung interpretieren lässt.
Master Hybris ArtisticaDuometre Grande Complication à Grande Sonnerie Das Werk der Duometre
Die Master Hybris Artistica Calibre 945 verbindet astronomische Zeitmessung mit einem Cosmotourbillon und einer Minutenrepetition. Die Uhr rückt dabei den Sternenhimmel über dem Vallée de Joux in den Mittelpunkt. Die Master Hybris Artistica Calibre 945 ist auf fünf Exemplare limitiert und erscheint nun in einem 45 mm großen und 16,05 mm hohen Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold. Ihr eigentliches Spektakel findet jedoch auf dem mehrstufig aufgebauten Zifferblatt statt.
Noch komplexer fällt die Duometre Grande Complication à Grande Sonnerie aus: Ihr Kaliber 182 besteht aus rund 1.300 Komponenten, vereint 15 Komplikationen und benötigt laut Manufaktur allein für Montage und Regulierung ein ganzes Jahr. Vier Hämmer schlagen vier Tonfedern und erzeugen eine Melodie nach dem Vorbild des Westminster-Schlags. Im Grande-Sonnerie-Modus erklingen Stunden und Viertelstunden automatisch. Anders als bei einer gewöhnlichen Minutenrepetition muss der Träger das Schlagwerk also nicht jedes Mal auslösen. Zusätzlich stehen die zurückhaltendere Petite Sonnerie und eine Minutenrepetition auf Abruf zur Verfügung.
Für Zeitanzeige und Kalender stehen 48 Stunden Gangreserve zur Verfügung. Im Grande-Sonnerie-Modus reicht die Energie des Schlagwerks für insgesamt 616 Töne, entsprechend rund siebeneinhalb Stunden kontinuierlichen Schlagens. Im Petite-Sonnerie-Modus sind maximal 992 Töne beziehungsweise rund 32 Stunden möglich.
Optisch gewährt die neue Duometre viel Einblick in ihre Mechanik. Das offen gearbeitete Zifferblatt kombiniert dunkelblau-grauen Lack mit roségoldenen Elementen. Das Stunden-, Minuten- und Kalenderzifferblatt wurde im Durchmesser um 30 % vergrößert. Auf der Rückseite gibt ein Saphirglasboden u.a. den Blick auf das fliegende Tourbillon frei. Das 45 mm große und 16,16 mm hohe Gehäuse verbindet ein Titan-Innengehäuse mit Elementen aus 18-karätigem Roségold, darunter Lünette, Bandanstöße und Drücker. Trotz ihrer enormen Komplexität bleibt die Duometre damit nahezu bei den Dimensionen der Master Hybris Artistica.
Extrem exklusiv sind beide Neuheiten auch hinsichtlich ihrer Stückzahlen. Von der Master Hybris Artistica Calibre 945, Referenz Q5263482, entstehen lediglich fünf Exemplare. Die Duometre Grande Complication à Grande Sonnerie, Referenz Q603H480, wird sogar als Pièce unique, also als Einzelstück, gefertigt. Preise nennt Jaeger-LeCoultre bisher nicht. Quelle: Jaeger-LeCoultre / Watchtime / CM
Eigentlich halten sich die deutschen Tourismusverbände und -unternehmen in Sachen politischer Aussagen zurück. Nicht so der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW). Er warnt vor den Folgen zentraler Positionen und Forderungen der AfD für die Tourismuswirtschaft.Der BTW bewertet dabei ausdrücklich politische Programme und deren Auswirkungen auf die Branche, nicht individuelle Wahlentscheidungen. Naxch Ansicht der BTW vertritt die AfD Positionen, die wesentlichen Interessen der Branche entgegenstehen: Das gilt ganz besonders für eine deutlich restriktive Zuwanderungspolitik, wie sie jetzt auch CDU/CSU und die SPD in gleicher AfD-Tonalität fordern, die Infragestellung des Schengen-Systems und die Abkehr vom Euro, wie es das AfD-Parteiprogramm vorsieht.
„Unsere Branche lebt von Offenheit, Mobilität und internationalem Austausch. Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen und Gäste aus aller Welt willkommen zu heißen, gehört zu ihrem Kern“, erklärt BTW-Präsident Sören Hartmann. „Schengen, Reisefreiheit, die gemeinsame Währung im Euro-Raum oder auch Arbeitskräftezuwanderung aus dem Ausland sind für unsere Betriebe keine Symbolthemen, sondern zentrale Geschäftsgrundlagen.
Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Themen ist unmittelbar sichtbar. So haben beispielsweise im Gastgewerbe 44,5 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Migrationshintergrund und damit deutlich mehr als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft.Deutsche Staatsangehörige sind nicht mehr bereit, zu den Konditionen des deutschen Gasstgewerbes zu arbeiten. Ohne die Migranten würden Teile der Branche stillstehen, fürchtet der BTW. Generell stehe die Touristik-Branche für Vielfalt. „So hätten auch etwaige Einschränkungen des queeren Lebens für uns nicht akzeptable Konsequenzen für viele unserer Kunden wie Mitarbeitenden.“
Auch offene Grenzen innerhalb Europas sind für die Tourismuswirtschaft von immenser Bedeutung. Dauerhafte Grenzkontrollen, wie sie die derzeitige Regierungskoalition angesichts der millionenfach illegalen Zuwanderung favoriert, würden die grenzüberschreitende Mobilität von Gästen und Beschäftigten erschweren und belasten. Betroffen wären Pkw- wie Flugreisende, die Bus- und Bahntouristik, Flusskreuzfahrten und nicht nur Übernachtungsgäste, sondern auch der Tagesreiseverkehr. Im Luftverkehr würden längere Umsteigezeiten zudem die Drehkreuzfunktion der deutschen Flughäfen schwächen. Eine Abkehr vom Euro wiederum würde neue Wechselkursrisiken schaffen und langfristige Kalkulationen in der Tourismuswirtschaft erschweren.
„Wir wissen, dass der Frust bei vielen Bürgern wie Unternehmen in Deutschland hoch ist. Der Wirtschaftsstandort schwächelt in vielerlei Hinsicht, die Kosten allen voran für Energie steigen, die Menschen haben immer weniger verfügbares Geld auf dem Konto und gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen um ihre Existenz – auch in unserer Branche“, kommentiert Hartmann, Chef des Dachverbands der deutschen Tourismuswirtschaft, die aktuelle Lage. „Die Lösung all dessen liegt jedoch nicht in weniger Internationalität und wirtschaftspolitischer Abschottung.“ Der BTW appelliert vielmehr an die Parteien der politischen Mitte gemeinsam, entschlossen und mit weniger Streitigkeiten als zuletzt tragfähige Lösungen zu erarbeiten. „Wir brauchen Maßnahmen, die Bürger und Unternehmen spürbar entlasten, neues Vertrauen schaffen und den Weg für Wachstum und neue Aufbruchstimmung ebnen“, so Hartmann. Quelle: BTW / CM