BMW streicht einige Modelle, neue kommen

BMW strafft sein Portfolio, um Komplexität zu reduzieren und Ressourcen für die „Neue Klasse“ freizumachen. So geraten nicht zuletzt auch im Schatten des Sparprogramms Modelle, Derivate und Antriebsvarianten zunehmend unter Druck. Prominente Modelle stehen bei den Münchnern vor dem Aus.

Z4 und 8er werden schon nicht mehr produziert, auch den X4 gibt es nicht mehr als Benziner. Und angeblich sollen i4 und XM sollen dem Rotstift zum Opfer fallen. Das SUV-Coupé X4 als sportlicher gezeichnete Variante des X3 ist als Benziner schon länger nicht mehr bestellbar. Das SAV, wie es BMW nennt,  erhält aber einen rein elektrischen Nachfolger als iX4 auf Basis des iX3 der Neuen Klasse. Der neue BMW iX4 (Typ NA7) wird die komplette Technik vom bereits vorgestellten BMW iX3 (NA5) übernehmen. Zum Marktstart im Jahr 2027 soll der iX4 bereits alle Antriebsversionen aufbieten.

Zu erwarten sind so ein rund 345 kW (469 PS) starker iX4 50 xDrive, eine iX4 40er-Basisvariante mit Heckmotor und entsprechend reinem Hinterradantrieb sowie eine M-Performance-Version und on top ein echtes M-Modell. Die 108 kWh große Batterie, die mitsamt der kompletten 800-Volt-Plattform vom iX3 stammt, erlaubt im SUV bereits eine Reichweite von bis zu 805 km nach WLTP. Im aerodynamisch etwas günstiger geformten SUV-Coupé iX4 dürfte sich der Aktionsradius nochmals verbessern. Die noch unbestätigte Ladeleistung soll bis zu 400 kW betragen, was kurze Ladezeiten verspricht.

U.a. verabschiedet sich der Autobauer schrittweise von den bekannten Competition-Modellen. Jeder neue M kommt künftig serienmäßig auf dem bisherigen Competition-Niveau – also mit mehr Leistung, einem schärferen Set-up und umfangreicherer Ausstattung, aber ohne zusätzlichen Modellschriftzug.

Premiere im neuen BMW iX3: Deutsche Sprachversion des KI-basierten BMW Intelligent Personal Assistant. BMW erweitert den BMW Intelligent Personal Assistant durch Künstliche Intelligenz. Mit ganz natürlich geführten Gesprächen hebt der KI-basierte Assistent die Sprachinteraktion zwischen Mensch und Fahrzeug dabei auf ein neues Level. Der neue BMW Intelligent Personal Assistant versteht freie Formulierungen und erkennt Zusammenhänge. Dabei greift er auf Amazons KI-Technologie Alexa+ zurück und wird zum smarten Helfer im Fahralltag. Eingeführt wurde die deutsche Sprachversion im neuen BMW iX3 ab Produktion Mitte April 2026. Zuvor produzierte Fahrzeuge dieses Modells erhalten die Funktion voraussichtlich ab Ende Mai 2026 per Software-Update. Weitere BMW Modelle mit BMW Operating System 9 und BMW Operating System X werden ab der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen. Gleichzeitig wird die Verfügbarkeit auf weitere Märkte erweitert.

BMW iX3: Neues Einstiegsmodell der Neuen Klasse. Die Modellpalette des BMW iX3 umfasst ab Sommer 2026 eine zweite Antriebsvariante. Der neue iX3 40 erweitert das Angebot als Einstiegsmodell. Er verfügt über die eigens für die Neue Klasse entwickelte, grundlegend neue 6. Generation der BMW eDrive Technologie (Gen6). Alle Komponenten sind auf 800-Volt-Technologie ausgelegt. Eine stromerregte Synchronmaschine (SSM) mit besonders hohem Wirkungsgrad ist in die Hinterachse integriert. Diese 235 kW/320 PS starke E-Maschine erzeugt ein Drehmoment von 500 Nm und treibt die Hinterräder an. Der BMW iX3 40 beschleunigt in 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Seine Hochvoltbatterie verfügt über einen nutzbaren Energieinhalt von 82,6 kWh, die maximale Ladeleistung beträgt 300 kW. Er besitzt eine Reichweite von bis zu 637 km gemäß WLTP. 

Für alle Motorisierungen des BMW iX3 stehen ab Sommer 2026 insgesamt neun besonders attraktive BMW Individual Sonderlackierungen neu zur Wahl: Neben Orinoco Perleffekt, Sepang Bronze metallic, Twilight Purple Perleffekt, Grigio Telesto Perleffekt metallic, Javagrün II metallic, Purple Silk metallic und Malachitgrün metallic umfasst das Angebot auch Voodooblau und Urban Green uni. Neu verfügbar sind die 21 Zoll grossen M Aerodynamikräder 1051 M Jetblack ebenso wie das Interieurdesign Contemporary in der Farbwelt Agave Grün Bicolor. In Verbindung mit dem optionalen Innovationspaket können Kundinnen und Kunden die Sitzheizung für Fondsitze neu als Sonderausstattung wählen. Quelle: BMW / CM

Hyatt schnappt sich Hotel Palace Berlin

Schon bald wird das Hotel Palace Berlin einen neuen Namen tragen: Das traditionsreiche und renommierte Business- und Tagungshotel wird Teil von Hyatt Regency. Hyatt ist die weltweit größte Hotelkette (Sitz in Chicago),

Im kommenden Frühjahr 2027 wird das von Geschäftsreisenden und Tagungsgästen gern genutzte Haus als Hyatt Regency Palace Berlin firmieren. Der US-Hotelkonzern will umfangreiche Investitionen vornehmen und das Hotel stärker auf das internationale Business- und Veranstaltungssegment sowie Individualgäste ausrichten. Hyatt Regency ist eine der zwölf Marken des Hotelkonzerns. Die seit 1967 bestehendeMarke zählt aktuell ca. 200 Hotels im 4- bis 5-Sterne-Bereich mit Fokus auf Geschäftsreisende. 

Der US-Konzern Hyatt betreibt ab 2027 das Hotel Place Berlin unter der Marke Hyatt Regency.

Das Hotel Palace Berlin (an der Budapester Straße) genießt einen hervorragenden Ruf. „Wir freuen uns sehr, es als Teil der Hyatt Regency-Marke willkommen zu heißen“, sagte Gabriela Basovska, Director Development Northern Europe bei Hyatt. „Seine erstklassige Lage in der City West, die hochwertige Gastfreundschaft und die exzellenten Veranstaltungsmöglichkeiten machen es zu einer perfekten Ergänzung für eine Marke, die darauf abzielt, Menschen zusammenzubringen.“

Die Marke Hyatt Regency steht für gehobene Premium-Hotels mit Fokus auf Geschäftsreisende, Tagungen und Events. Künftig wird das Haus in das internationale Vertriebsnetz der Marke eingebunden. Angeboten werden 239 Zimmer und 39 Suiten. Für Meetings und Veranstaltungen stehen 2.600 mflexibel nutzbare Veranstaltungsfläche mit 18 Bankett- und Konferenzräumen zur Verfügung. Diese bieten Platz für bis zu 900 Personen. Außerdem kommen die Gäste in den Genuss einer Club Lounge, des Restaurants beef45, der House of Gin Bar und einer Lobby Lounge Bar,. Modernisiert ist das Frühstücksrestaurant The Food Court Und wer sich in Sachen Gesundhit und Fitness Gutes tun möchte, für den/die  gibt es einen 800 mgroßen Spa-Bereich mit Pool und Saunen.

Mit dem Wechsel zu Hyatt erhalten Gäste und Geschäftskunden künftig Zugang zum Programm „World of Hyatt“, dem weltweiten Vertriebsnetzwerk. Außerdem erhalten sie exklusive Mitgliedervorteile und können von einheitlichen Qualitätsstandards profitieren.  Quelle: Hyatt / CM

Software-Chef verlässt Mercedes

Nach fast fünf Jahren verlässt Chief Software Officer Magnus Östberg Mercedes-Benz. Das bestätigte der Stuttgarter Autobauer . Nach Aufbau der  Software-Organisation  und der erfolgreichen Überführung in die Serie habe sich Östberg aus persönlichen Gründen entschieden, eine neue berufliche Phase zu beginnen, teilte das Unternehmen mit. Wohin es ihn zieht und wer nachfolgt, ist offiziell noch offen.

In den vergangenen Jahren war der Schwede maßgeblich für den Aufbau des Betriebssystems MB.OS verantwortlich, das künftig die digitale Basis für die Modelle bilden wird. Magnus Östberg war im September 2021 vom Zulieferer Aptiv gekommen und übernahm die neu geschaffene CSO-Position als Nachfolger von Sajjad Khan, der Mercedes-Benz damals ebenfalls auf eigenen Wunsch verlassen hatte. Östberg trug die Gesamtverantwortung für das konzerneigene Fahrzeug-Betriebssystem MB.OS und berichtete direkt an Vorstandschef Ola Källenius. Seine berufliche Karriere hatte Östberg bei Mecel begonnen und Führungspositionen bei Delphi in Deutschland und den USA bekleidet.

Softearechef Magnus Östberg verlässt noch im August Mercedes-Benz. Foto: MB

Mit seinem Team baute Magnus Östberg MB.OS zu einer der ambitioniertesten Softwareplattformen.  der Branche aus und verhalf mit dem neuen CLA in 2026 dem ersten durchgängig darauf basierenden Modell zur Serienreife – ein zentraler Schritt auf dem Weg zum Software-Defined Vehicle. 

Der überraschende Abgang reiht sich in mehrere jüngere personelle Veränderungen in der IT- und Softwareführung des Konzerns ein, darunter die kürzliche Berufung von Jonas von Malottki zum neuen CIO als Nachfolger von Katrin Lehmann. Quelle: MB / CM

Erfreulich effizienter elektrischer Twingo

Der batterieelektrische Kleinwagen Renault Twingo E-Tech hat in einem aktuellen Effizienzvergleich einen neuen Bestwert aufgestellt. Mit einem Verbrauch von lediglich 14,4 kWh/100 km bei konstant 130 km/h erzielt der kleine Franzose den niedrigsten Wert, der bei einem E-Modell unter diesen Bedingungen gemessen hat.

Das Ergebnis unterstreicht den Ansatz von Renault, Elektromobilität durch hohe Energieeffizienz, leichten Fahrzeugbau sowie konsequent an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtete Fahrzeugkonzepte für eine breite Zielgruppe zugänglich zu machen.

Der kleine elektrische Twingo ist ein Sparmeister. Foto: Renault

Mit einem Leergewicht von 1.242 kg, einer kompakten 27,5-kWh-Batterie sowie einer für den urbanen Alltag entwickelten Architektur erreicht der Elektro-Kleinwagen eine außergewöhnlich hohe Energieeffizienz. Der Test zeigt zugleich, dass ein niedriger Energieverbrauch nicht zwangsläufig große Batterien erfordert. Entscheidend ist vielmehr ein intelligentes Paket aus effizientem Antrieb, geringem Gewicht und optimierter Fahrzeugauslegung. Der Renault Twingo E-Tech ist dabei kein Einzelfall innerhalb der Marke: Auch der Renault 4 E-Tech zählt im Vergleich mit einem Verbrauch von 17,1 kWh/1ßß km bei 130 km/h zu den effizientesten Fahrzeugen. Quelle: Renault / CM

VW’s zwei neue Vollhybride

Mit dem neuen Golf Hybrid bzw. T-Roc Hybrid erweitert Volkswagen sein Angebot an Vollhybridantrieben. Beides sind Modelle, die zwar eine leichte elektrische Unterstützung haben, ansonsten aber mit inzwischen sündhaft teurem Benzin gefüttert werden müssen. Ob das so klug ist, sei dahingestellt. Beide Modelle eignen sich nicht für gewerbliche Kunden.  

Auf Ladekabel, Steckdose und Ladeinfrastruktur sind die neuen Hybridmodelle nicht angewiesen. Denn die Energie für die elektrischen Antriebsphasen wird an Bord dieser Volkswagen per Rekuperation sowie durch einen Turbobenziner in Verbindung mit einem Generator gewonnen. Eine auf den Hybridantrieb zugeschnittene Hochvoltbatterie (NMC) und einer in Vollhybrid-Fahrzeugen üblichen Kapazität von 1,6 kWh (brutto) ist sowohl beim Golf als auch T-Roc im Heckbereich in den Fahrzeugboden integriert und speichert die Energie. Insgesamt drei Betriebsmodi sorgen beim Fahren dafür, dass das Zusammenspiel des Turbobenziners (1.5 TSI evo2) mit 125 kW Systemleistung mit zwei E-Maschinen und der Batterie ausgewogen funktioniert und eine gute Ballance aus Effizienz, Dynamik und Komfort bietet.

Golf und T-Roc als Vollhybride. Foto: VWScreenshot

Mit der Einführung des 125-kW-Vollhybrid baut Volkswagen das Angebot im volumenstarken Kompakt- und SUV-Segment aus. Das neue Hybridsystem ist an der Bezeichnung „Hybrid“ am Heck des jeweiligen Modells zu erkennen und schließt hier die Lücke zwischen dem Mild-Hybrid, der als „eTSI“ bereits erhältlich ist, und den Plug-in-Hybriden. Diese sind für den Golf bestellbar unter dem Label „eHybrid“ oder auch als sportlicher Golf GTE. 

Effizienz im Stadtverkehr. Seine Stärken spielt der Vollhybrid vor allem im Stadtverkehr und auf Überlandfahrten aus: Die für den Antrieb zuständige E-Maschine ersetzt oder unterstützt den Turbobenziner z.B. beim Anfahren oder bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die Modelle sind daher häufig rein elektrisch und infolgedessen sehr leise unterwegs – und dabei stets durchzugsstark. Zusätzlicher Vorteil im Vergleich zu einem Modell mit Mild-Hybrid: Die elektrische Unterstützung kann helfen, den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und die Kraftstoffkosten zu reduzieren, aber in keinem nennenswerten Umfang. Für den Golf bedeutet dies eine geringe Verbrauchseinsparung und gleichzeitige Reduzierung der CO₂-Emissionen um 10 bis 15 % gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Golf 1.5 eTSI mit 110 kW (kombinierter WLTP-Wert). Im Stadtverkehr fällt der Effizienzvorteil mit bis zu 35 % sogar noch deutlicher aus. Gleichzeitig steigt die Systemleistung auf 125 kW (170 PS) und das Systemdrehmoment auf 309 Nm. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h gelingt nun in 7,5 Sekunden.

Drei Fahrprofile. Der Fahrer wird an Bord des neuen Golf Hybrid und T-Roc Hybrid zwischen drei Fahrprofilen wählen können: „Eco“, „Comfort“ und „Sport“. Im Fahrprofil „Eco“ wird die maximale Systemleistung auf 70 % begrenzt und die Boost-Funktion deaktiviert, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Das Profil „Comfort“ verzichtet auf die Begrenzung der Systemleistung und erlaubt das Boosten. Im Fahrprofil „Sport“ wird die sportliche Ausprägung dadurch erreicht, dass der Antrieb früher in den seriellen Betrieb wechselt und damit schnell die volle Leistung zur Verfügung steht. „Sport“ ist freilich wenig ratsam. Denn damit erhöht sich der Verbrauch kräftig. Quelle: VW / CM

E-Mobilität setzt sich durch

Der deutsche Pkw-Markt hat den Juli mit einem leichten Plus von 1,2 % abgeschlossen. Das entspricht einem Volumen von 3.266 zusätzlichen Fahrzeugen und somit einem Gesamtwert von 268.068 Pkw diesen Monat. In den wichtigsten Kanälen, nämlich dem Privat- und dem Flottenmarkt stellte sich die Entwicklung wie dieses Jahr gewohnt dar. 

Der Flottenmarkt musste mit einem Minus von 2,9 %t wieder Federn ließ. Autovermieter (+12,2%) und der Fahrzeugbau (+5,7%) fangen aktuell nicht abgenommenes Volumen des Markts auf. Deutlich rückläufig waren im Juli die Zulassungen im Fahrzeughandel mit -17,4 %.

Mit +102 % wuchsen die Stromer zwar nicht ganz so stark wie im Monat davor, machen mit fast 39 % Marktanteil aber den größten Posten unter den Kraftstoffarten aus. Ein wichtiger Treiber dürfte weiterhin die staatliche Förderung von batterieelektrischen sein, kombiniert mit den wieder aufgeflammten Preisen an den Tankstellen. Zum Vergleich büßten Benziner satte 27 % ein, von Dieseln gar nicht mehr zu reden.  

Ähnlich erscheint die Entwicklung im Flottenmarkt, bei dem allerdings das Plus der E-Autos (+31 %) aktuell nicht reicht, um die Verluste der Verbrenner aufzufangen (-15 % Benziner, -22 % Diesel). Im Fahrzeughandel fällt auf, dass sich die Portfolios des Tageszulassungsangebots ändern könnten. Im Juli gab es einen deutlichen Anstieg der E-Fahrzeuge an den Eigenzulassungen der Händler. Im Juli lag der Marktanteil bei 20,4 %, während der Durchschnitt für das Jahr bis dato bei lediglich 14,1 % lag, womit die E-Autos im Gesamtmarktvergleich deutlich unterrepräsentiert waren. In Bezug auf die Elektro-Marktanteile war der Juli 2026 der bis dato stärkste siebte Monat eines Jahre smit immerhin schon 29,3 %. Quelle: Dataforce / CM

Starke Nachfrage: MW Werk München startet die Serienproduktion des BMW i3

Im BMW Group Werk München läuft seit gut einer Woche die Serienproduktion des neuen i3. Die hohe Nachfrage führt zu einer steilen Anlaufkurve im Werk. „Auch der BMW i3 als zweites Modell der Neuen Klasse erfreut sich kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart bereits großer Nachfrage“, sagt Jochen Goller, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Kunde, Marke, Vertrieb.

Nach vier Jahren intensiver Transformation – darunter der Neubau eines Karosseriebaus sowie einer neuen Montagehalle inklusive Logistikflächen – gibt der i3 den Startschuss für das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte des BMW Group Werks München.

Auch der Vollelektrische i3 ist ein Treffer ins Schwarze. Foto: BMW

„Der Produktionsstart des BMW i3 läutet eine neue Ära in unserem Stammwerk ein. Mit dem vollelektrischen BMW i3 bringen wir zusammen, was zusammengehört: Kaum ein Modell steht so sehr für BMW wie die 3er Reihe – und kaum ein Produktionsstandort so sehr für unsere Marke wie das Werk München“, sagt Raymond Wittmann, Produktionsvorstand der BMW AG. „Durch die einzigartige Verknüpfung von Zentrale, Entwicklung und Produktion ist unser Münchner Stammwerk ein entscheidender Impulsgeber für unser globales Produktionsnetzwerk: Jedes unserer Werke profitiert von den Erfahrungen und dem Wissen aus dem Anlauf der Neuen Klasse in München.“

Werk München zukunftsfähig aufgestellt. Ab 2027 wird das Werk München ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge produzieren. Weitere Modelle der Neuen Klasse folgen in Kürze und sichern die Zukunftsfähigkeit des Werks für die kommenden Jahrzehnte. Seit 1975 ist München eng mit der 3er Reihe verbunden. Mehr als 9 Mio. Fahrzeuge der 3er Reihe sind seitdem im Stammwerk vom Band gelaufen. 

Für die Neue Klasse wurde der Standort grundlegend umgebaut – bei laufender Produktion von bis zu 1.000 Fahrzeugen pro Tag. Auf einer Fläche von rund einem Drittel des Werksgeländes entstanden ein neuer Karosseriebau sowie eine hochmoderne Fahrzeugmontage einschließlich neuer Logistikflächen. Zuletzt wurde die Auslieferungshalle errichtet, die sich aktuell noch in der Inbetriebnahme-Phase befindet. Dort werden die Fahrzeuge für die Kunden final geprüft und anschließend dem Vertrieb übergeben. 

BMW iFACTORY. Die BMW iFACTORY ist eine Vision für die Produktion der Zukunft und fokussiert sich auf die Bereiche Effizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. In diesem Rahmen setzen die Werke des Unternehmens weltweit standortspezifische Lösungen um und stärken damit die Resilienz des Unternehmens sowie seine Fähigkeit, jederzeit und weltweit zuverlässig zu liefern. Diese Vision wurde nun auch im BMW Group Werk München konsequent über alle Technologien hinweg umgesetzt.

Globales Netzwerk, regionale Wertschöpfung: Hochvoltbatterien und E-Antrieb. Mit dem BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern, Deutschland) stärkt die BMW Group die Wertschöpfung in der Region Bayern deutlich. Entsprechend dem Ansatz „local for local“ wird das Werk Hochvoltbatterien der sechsten Generation an das Werk München sowie an weitere deutsche Standorte liefern. Die Fertigung der Hochvoltbatterien verbindet einen konsequenten Null-Fehler-Ansatz mit modernsten Produktionstechnologien, die in bayerischen Pilotwerken entwickelt wurden. Mit durchgängigen Inline-Qualitätskontrollen, digitalen Zwillingen und dem systematischen Einsatz künstlicher Intelligenz setzt der Autobauer neue Maßstäbe in der Batterieproduktion.

Der Gen6-E-Motor für den BMW i3 wird im BMW Group Werk Steyr in Österreich produziert – einem Standort, der seit über 40 Jahren Antriebe fertigt. Mit dem ersten E-Motor im Portfolio entwickelt das Werk seine Rolle als Paradebeispiel für neue Technologien weiter. Alle Kernkomponenten des hochintegrierten E-Antriebs – vom Rotor und Stator über den Inverter bis zum Getriebe – werden vor Ort produziert. Dafür wurden neue Produktionslinien und hochmoderne Reinraumumgebungen aufgebaut. Die Aluminiumgießerei im BMW Group Werk Landshut liefert das E-Motor-Gehäuse an das Werk Steyr. Quelle: BMW / CM

Bundesverkehrsminister verschlimmbessert die Niedrigwasser-Sitiuation

Das extreme Niedrigwasser am Rhein wirkt wie ein Preistreiber und macht Tanken teurer, heißt es beim ADAC.  Üblicherweise ist die Wasserstraße Rhein ein beeutender Transportweg für Öl, Benzin und Diesel. Der Transport mit Tankschiffen ist weitaus kostengünstiger als mit den vergleichsweise kleinen Lkw. Und es ist auch etwas günstiger als Güterzüge mit Tankkesselwagen. 

In besseren Zeiten werden auf dem Rhein  Kohle, Erze, Chemikalien, Getreide, Benzin, Diesel und Heizöl zu vergleichsweise günstigen Tarifen durchs Land geschippert. Nun hat Bundesverkehrsminister Bilger angeordnet, das Lkw-Fhrverbot an Sonn – und Feiertagen bis In den September hinein aufzuheben. Heißt im Klartext: Täglich müssten um die 40.000 zusätzliche Tanklaster bzw. Sattelzüge mit für die deutsche Wirtschaft wichtigen Vorprodukten bzw. kritischen Waren auf die Straßen. Das aber hat den verheerenden Effekt, dass noch mehr Schadstoffe in die Luft gepustet werden, zumal Lkw laut Klimaforschern mit zu den maßgeblichen Treibern des Klimawandels zählen und mit verantwortlich für die sie sich mehrenden Hitzewellen sind. 

Mindestens 40.000m Lkw mehr an Sonn- und Feiertagen bringen Deutschland auch an diesen Tagen dem Verkehrsinfarkt und noch mehr Hitzewellen näher- Foto ADAC

Der Bundesverkehrsminister hätte gut daran getan, die durch den Ausfall relevanten Güter der Schifffahrt mehrheitlich auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern. Aber so weit reicht der Verstand im Bundesverkehrsministerium nicht und auch nicht in den Länder-Verkehrs- und -Wirtschaftsministerien. Die Folge: Die Politik verschlimmbessert mit ihrem kontraproduktiven Handeln die Situation und macht sich schuldig an vielen weiteren Toten in Deutschland. 

Zum Glück wird der deutsche Markt nicht ausschließlich über den Rhein, sondern über ein „Netzwerk aus Seehäfen, Raffinerien, Pipelines sowie den Schienen- und Straßenverkehr“ versorgt,. Daher dürfte das Niedrigwasser derzeit vor allem regional zu höheren Kraftstoffpreisen beitragen. Nachzuverfolgen übrigens auf dem Spritpreisportal „Tankerköni“: Die teuersten Bundesländer bei Benzin sind derzeit NRW, Hessen, Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Quelle: ADAC / CM

Lufthansa Group startet mit kostenfreiem Highspeed-Internet von Starlink, sprich von Elon Musk

Lufthansa uns Elon Musk arbeiten eng zusammmen: Das neue „Lufthansa Group Wi-Fi“ powered by Starlink ist ab 19. August 2026 auf dem ersten A320neo von Lufthansa verfügbar. Das neue Highspeed-Internet ist kostenfrei für Miles & More Mitglieder und Travel ID Nutzer. Flugzeuge von Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines werden als nächstes ausgestattet. Starlink Wi-Fi wird auf allen Flotten der Lufthansa Group Airlines bis 2029 ausgebreitet.

Bisher gibt es nur das mehr oder weniger zuverlässige FlyNet, der Internet- und WLAN-Dienst an Bord von Lufthansa-Flügen. Der Zugriff auf das FlyNet-Portal (mit Anschlussfluginfos, Wetter und Angeboten) ist gratis. Mit einer persönlichen Travel ID gibt es auf Kontinentalflügen zudem nur 30 Minuten kostenfreies WLAN. Für die e volle Internetnutzung (Surfen, Messaging, Streaming) stehen kostenpflichtige Datenpakete oder die Bezahlung mit Miles & More-Meilen zur Verfügung. Wahrscheinlich ersetzt das neue Portal „Lufthansa Group WiFi“ das eher mäßige FlyNet.

Am 19. August 2026 hebt zum ersten Mal ein Flugzeug der Lufthansa Group mit der derzeit schnellsten verfügbaren Inflight-Internetverbindung für Flugpassagiere ab., Starlink von Elon Musk- Den Anfang macht ein Airbus A320neo von Lufthansa. Gäste erleben eine Online-Bandbreite über den Wolken, die in vielen Fällen schneller ist als die Internetverbindung zu Hause oder im Büro. 

Der global führende Anbieter Starlink kooperiert mit der Lufthansa Group, um die insgesamt 850 Flugzeuge aller Gruppenairlines auszustatten. Das System basiert auf Low-Earth-Orbit-Satellitentechnologie und ermöglicht das Abspielen von Video-Inhalten, Cloud-basiertes Arbeiten und weitere Highspeed-Anwendungen während des Fluges. Die Lufthansa Group wird damit zur größten Airline-Gruppe in Europa, die ihre Flotte mit dem modernen Highspeed-Internet ausstattet. 

Das Projekt ist Bestandteil der umfangreichen Investitionen der Lufthansa Group in neue Flugzeuge sowie Produkt- und Serviceinnovationen entlang der gesamten Reisekette. Der gruppenweite Rollout des neuen Highspeed-Internets soll allen Fluggästen ein gleichbleibend hochwertiges Online-Erlebnis an Bord ermöglichen. 

Neben Lufthansa bereiten auch die anderen Group-Airlines SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss, Discover Airlines, Air Dolomiti, Lufthansa City Airlines und Eurowings aktuell den Rollout der neuen Technologie vor. 

Das neue Portal „Lufthansa Group WiFi“ ermöglicht es Gästen, im Internet zu surfen und enthält zudem Benutzerregeln, die für alle Gäste gelten. Diese wurden basierend auf Gästebefragungen erstellt und spiegeln so die Wünsche der Mehrheit aller Kunden der Lufthansa Group wider. U.a. sind Fluggäste angehalten, beim Abspielen von Audio- und Videoinhalten immer Kopfhörer zu tragen, auf Sprach- und Videoanrufe zu verzichten und keine Live-Streams von Bord zu senden. Sponsor des Lufthansa Group Wi-Fi ist Mastercard, die bereits das bisherige FlyNet-Portal als Partner begleiten. 

Das neue Internetangebot wird für alle Statuskunden und Travel ID Nutzer kostenfrei sein – und das über alle Reiseklassen hinweg. Quelle: Lufthansa / CM

US-Verkehrsminister geht auf die Fluglotsen los

Nicholas Marangos und Stephen Brown, die für die Ämter des Präsidenten bzw. des geschäftsführenden Vizepräsidenten der Fluglotsengewerkschaft NATCA (National Air Traffic Controllers Association)  kandidieren, erklärten empört: „Wenn der US-Verkehrsminister offensichtlich falsche Behauptungen über unseren Berufsstand, unsere Mitglieder oder den Zustand des nationalen Luftraums in die Welt streut,  können wir nicht tatenlos zusehen und darauf hoffen, dass sich die Wahrheit von selbst durchsetzt. Das wird sie nicht.“

Die beiden Beschwerdeführer weisen die Behauptungen von US-Verkehrsminister Sean Duffy scharf zurück, wonach eine hohe Zahl von Krankmeldungen unter dem Personal zu tagelangen Verspätungen und Störungen im Nordosten geführt habe. Sie bezeichneten die Anschuldigungen gegen die überlasteten und unterbesetzten Mitarbeitenden – die für die Überwachung des weltweit geschäftigsten und komplexesten Luftraums zuständig sind – als „falsch“.

Fluglotsen sind in den USA überlastet, sagt ihre Gewerkschaft. Foto NATVA

Obwohl heftiges Sommerwetter die Hauptursache für viele Verspätungen und Flugausfälle im Nordosten war, schrieb Duffy am Samstag, 08. August 2026  auf X: „Alle Reisenden, die in den Nordosten fliegen oder von dort starten, sollten sich auf Verspätungen und Ausfälle einstellen, da es zusätzlich zu den schwierigen Wetterbedingungen zu Krankmeldungen beim Fluglotsenpersonal kommt.“ Und der Verkehrsminister weiter:„Wenn sich in mehreren Einrichtungen der Region New York etwa 40 bis 60 % der Fluglotsen krankmelden, müssen wir Flüge verspäten, um die Sicherheit des Luftraums zu gewährleisten.“

Am Sonntag warnte die US-Luftfahrtbehörde FAA, dass der „eingeschränkte Betrieb“ im Nordosten fortgesetzt werde; die Behörde wies darauf hin, dass im New Yorker Kontrollzentrum für den Streckenflugverkehr (Air Route Traffic Control Center) sowie in einer wichtigen Flugverkehrskontrollzentrale in Philadelphia sogenannte Personal-Schwellenwerte ausgelöst worden seien.

„Die Vereinigten Staaten verfügen über den geschäftigsten und komplexesten Luftraum der Welt. Doch laut Verkehrsministerium gerät das gesamte System ins Wanken, wenn sich nur eine Handvoll Fluglotsen krankmeldet. Und irgendwie … soll das die Schuld der Fluglotsen sein?“, fragten Marangos und Brown in ihrer schonungslosen Stellungnahme. „Nein. Das ist das Ergebnis von mehr als 30 Jahren chronischer Unterbesetzung, verfehlter Personalplanung und Führungsentscheidungen, die keinerlei Spielraum gelassen haben“, hieß es in der Erklärung weiter.

Duffy hat natürlich betont, dass unter der Regierung Trump große Anstrengungen unternommen werden, um mehr Fluglotsen einzustellen und den chronischen Personalmangel zu beheben. Marangos und Brown scheinen davon jedoch nicht überzeugt zu sein. „Fluglotsen leisten seit Jahrzehnten obligatorische Überstunden, arbeiten in Sechs-Tage-Wochen und im Wechselschichtdienst – an Feiertagen, nachts, am Wochenende, kurzum: rund um die Uhr“, fügten sie hinzu.

„Man versucht, Fluglotsen dafür an den Pranger zu stellen, dass sie ihre vertraglich zugesicherten Krankheitstage in Anspruch nehmen. Fluglotsen, die seit Jahren in einigen der am stärksten frequentierten Lufträume der Welt arbeiten – und das 60 Stunden pro Woche.“

„All dies geschieht, nachdem die FAA kürzlich ihre eigenen Zielvorgaben für die Personalstärke bei den Fluglotsen um mehr als 2.000 Stellen gesenkt hat – eine Entscheidung, die lediglich die Definition von ‚vollständiger Besetzung‘ herabsetzt, anstatt die Personalnotlage selbst zu beheben.“

Als hingegen ein technischer Ausfall die Flugverkehrskontrollzentrale in Minneapolis dazu zwang, den Status „ATC Zero“ auszurufen (was faktisch einer Sperrung des Luftraums gleichkam), gab es – wie Marangos und Brown anmerken – keinerlei vergleichbare Stellungnahme von Vertretern der Behördenleitung.

Die Gewerkschaft NATCA hat sich bislang weitgehend zurückgehalten, was die Behauptungen der Behördenleitung zu angeblichen Krankheitswellen und zur Personalsituation betrifft. Offiziell gilt dies nach wie vor. Quelle: NATVA / CNN / CM