Und der BDL beklagt sich weiterhin

Die deutsche Luftverkehrswirtschaft durchfliegt eine Phase schwerer Turbulenzen. Die Erholung des Passagierverkehrs ab Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 eingebrochen: 97,7 Mio. Passagiere nutzten die deutschen Flughäfen. Das waren 0,8 % weniger als im Vorjahreszeitraum. 

Die laut Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) angeblich zu hohen Standortkosten als auch der Nahostkonflikt belasten Fluggesellschaften, Flughäfen und weitere Anbieter. Das geht aus den Halbjahreszahlen 2026 hervor, die der BDL vorgelegt hat. Die erste Entlastung bei der Luftverkehrsteuer und der Entbürokratisierungskurs der Bundesregierung gehen zwar in die richtige Richtung. Für eine echte Trendwende müssen aber die staatlichen Standortkosten halbiert und damit an den europäischen Durchschnitt angepasst werden. Die Forderung des BDL erscheint und mehr als befremdlich: Während die Bodenverkehrsträger unter massiv gestiegenen Treibstoffpreisen und auch hohen Stromkosten leiden, bekommen die Airlines ihren Flugtreibstoff (Kerosin) zu Spotttpreisen: Sie zahlen für den Liter Kerosin gerademal zwischen 60 und 90 Cent. Der Preis schwankt ständig, da er direkt vom Weltmarktpreis für Rohöl und den Lieferkosten an den jeweiligen Flughäfen abhängt.  Normalerweise müssten sie für den Liter auch mehr als zwei Euro bezahlen, das bezahlen die anderen Verkehrsträger. Hinzu kommen auf den Straßen teilweise Mautgebühren und bei der Bahn she hohe Trassengebühren. Von alledem bleibt die Luftfahrt, die einen maßgeblichen Anteil am katastrophalen Klimawandelt mit zu verantworten hat, verschont. 

Das Sitzplatzangebot für Flüge ab Deutschland schrumpfte im ersten Halbjahr um 1 % auf 85 % des Vor-Corona-Niveaus. „Unsere Branche durchfliegt schwere Turbulenzen. Der Nahostkonflikt trifft alle Akteure im Luftverkehr. Zwar ist die Kerosinversorgung vorerst gesichert – aber die Kosten bleiben hoch. Wichtige Lufträume sind gesperrt. Und in Deutschland trifft diese Entwicklung auf die hohen staatlichen Standortkosten“, sagte BDL-Präsident Lars Redeligx. „Wir müssen jetzt die Voraussetzungen für neues Wachstum schaffen.“ 

Deutschland bleibt Schlusslicht beim Wachstum. Besonders deutlich ist der Rückstand bei den europäischen Punkt-zu-Punkt-Airlines. Ihr Angebot liegt im übrigen Europa inzwischen 58 Prozentpunkte über dem Angebot in Deutschland. Woher diese Zahlen stammen, ist unklar. Denn in bedeutenden EU-Ländern wie Italien, in Spanien, in Frankreich, in den Niederlanden und auch in Großbritannien erlebt die Branche eine Abkehr vom Flug und Hinwendung zur Schiene. Dass Verbindungen ab Deutschland zu Wirtschaftsmetropolen in Nord-, Ost- und Westeuropa stark ausgedünnt sind, mag stimmen. Denn der innerdeutsche Flugverkehr, der 2026 nur noch 48 % des Niveaus von 2019 aufweist, ist aus wissenschaftlicher Sicht ökonomisch und ökologisch nicht mehr zu verantworten. Die aktuellen Hitzewellen sprechen eine deutliche Sprache, die der BDL aber nicht wahrhaben will. Bei dezentralen Verbindungen, die nicht als Zubringer zu den Drehkreuzen Frankfurt oder München dienen, sind es lediglich 18 %. 

Dass sich eine sinkende Passagierzahl auch auf das Geschäft der Bodendienstleister und des Travel- Retail-Marktes auswirkt, zu denen die Duty-Free-Geschäfte an den Flughäfen zählen, ist verständlich. 

„Der europäische Luftverkehr entwickelt sich weiterhin dynamisch. An unseren Fluggesellschaften und Flughäfen geht diese Entwicklung aufgrund hoher Steuern und Gebühren vorbei. Deutschland bleibt beim Luftverkehr Europas Schlusslicht. Das schwächt nicht nur die Luftverkehrswirtschaft – sondern auch die internationale Anbindung unserer Wirtschaft, Messen und den Tourismus“, sagte Redeligx. Woher kommen dann aber all die Jubelzahlen der Flughäfen von Messestädten Deutschlands? „Wir wollen die Lücke schließen mit starken Hubs und breiter Anbindung in der Fläche. Dafür brauchen wir die richtigen Rahmenbedingungen. Dann kann der Luftverkehr ab Deutschland in den nächsten Jahren wieder durchstarten.“ 

Der BDL begrüßt  Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer und den Entbürokratisierungskurs. Beides hilft dem Standort. Neben finanziellen Entlastungen geht es um einfachere Verfahren und den Rückbau nationaler Regeln auf europäische Vorgaben. „Die Bundesregierung hat wichtige erste Schritte gemacht. Die Entlastung bei der Luftverkehrsteuer hilft. Auch der Entbürokratisierungskurs ist richtig. In den Branchendialogen Luftfracht und Luftsicherheit ist mit den beteiligten Ministerien und nachgelagerten Behörden eine Vielzahl an schnell umsetzbaren Regelungen vereinbart worden“, sagte Redeligx. Das alles reicht dem BDL aber nicht. „Jetzt brauchen wir weitere Maßnahmen. Die staatlichen Standortkosten müssen halbiert werden.

Schweden als Vorbild???  Schweden zeigt, wie schnell bessere Bedingungen wirken, sagt der BDL.  Schweden hat seine Luftverkehrsteuer Mitte 2025 vollständig abgeschafft und damit eine Trendwende eingeleitet. Bereits im ersten Halbjahr 2026 wuchs das Flugangebot um 6 %. Für das vierte Quartal werden mehr als 800.000 zusätzliche Sitzplätze gegenüber dem Vorjahr erwartet – trotz hoher Kerosinpreise. Doch passen Sitzplatzausbau und die in Schweden weit verbreitete Flugscham nicht so recht zusammen. 

Die Regierung in Stockholm hat einen neuen nationalen Plan für die Verkehrsinfrastruktur beschlossen. Der Plan umfasst Schiene, Straße, Schiff und Luftfahrt für die Jahre 2026-2037 mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 1.171 Mrd. SEK (108 Mrd. Euro) und bedeutet eine historische Investition sowohl in die Instandhaltung als auch in neue Infrastruktur im ganzen Land. Vor allem setzt Schweden auf den Ausbau aller Bahnlinien zwischen den Businessmetropolen des Landes. Durch die erhöhte Kapazität können mehr Züge die Strecken befahren, die Fahrzeiten verkürzen sich und die Zuverlässigkeit des Bahnsystems in ganz Schweden verbessert sich, so Andreas Carlson, Minister für Infrastruktur und Wohnungswesen.

Pro Kopf gerechnet fliegen die Menschen in Schweden tendenziell ähnlich viel wie in Deutschland, allerdings erlebt Schweden durch die Debatte um die „Flugscham“ (flygskam) und den Ausbau des Zugverkehrs einen spürbaren Rückgang bei Inlandsflügen. Die Mobilität pro Inlandsflugverkehr ist, anders als in Deutschland, wegen der großen Distanzen im langgestreckten Schweden und dem hohen Lebensstandard traditionell sehr hoch.

Die schwedische CO2-Steuer ist seit 1991 ein wichtiges Instrument der schwedischen Klimapolitik und besteuert Energieemissionen in Bereichen Straßenverkehr und Luftfahrt. Damit ist es eines der ältesten und stärksten CO2-Preissignale mit der größten Sektorabdeckung der Welt (derzeit rund 120 Euro/t CO2-Äquivalent). Zudem unterliegen kommerzielle Flugzeuge und damit direkt zusammenhängende Dienstleistungen speziellen steuerlichen Regelungen der schwedischen Steuerbehörde.

In Deutschland sind die staatlichen Standortkosten für den Luftverkehr im Jahr 2025 um 1,1 Mrd.  Euro auf 4,3 Mrd. Euro gestiegen. Seit 2019 haben sich Kostenblöcke wie Luftverkehrsteuer sowie Gebühren für Luftsicherheitskontrollen und Flugsicherung mehr als verdoppelt. Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, braucht der Standort eine Halbierung dieser Belastungen in Höhe von zwei Milliarden Euro – oder eine Reduzierung um 15 Euro pro Passagier. Meint der BDL. Damit würde Deutschland im europäischen Durchschnitt liegen. 

„Die Luftverkehrswirtschaft kann entscheidend dazu beitragen, in Deutschland wieder eine Wachstumsstory zu schreiben. Unsere Unternehmen können neue Verbindungen schaffen. Sie sichern Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Lieferketten“, sagte Redeligx. „Dafür brauchen sie wettbewerbsfähige und verlässliche Rahmenbedingungen – in Deutschland wie in Europa. Nun kommt es auf den konkreten Beitrag von Bund und Ländern an.“ 

Nahostkonflikt belastet Passage. Der Nahostkonflikt und vor allem der Kries der Russen gegen die Ukraine trifft besonders die Netzwerk-Airlines. Allein wegen der Kriege der USA gegen den Iran und Israels gegen Iran/Libanon reduzierten außereuropäische Anbieter ihr Angebot ab Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 %, europäische Netzwerk-Airlines um 4 %. Auf Langstrecken in den Mittleren Osten und nach Zentralasien sank das Angebot vorübergehend auf 85 % des Niveaus von 2019. Ausblick auf den Winterflugplan 2026/27 zeigt ein geteiltes Bild. Nach aktuellem Stand wächst das Angebot auf interkontinentalen Flügen leicht über das Vorkrisenniveau. Auf Europastrecken erreicht es 90 % des Winters 2018/19. Der innerdeutsche Verkehr schrumpft dagegen weiter und erreicht nur noch 43 % des damaligen Angebots, auf dezentralen Strecken sogar nur 14  %. Insgesamt erreicht der Luftverkehr ab Deutschland 88 % des Vorkrisenniveaus. Im übrigen Europa steigt das Angebot auf einen neuen Rekordwert von 118 %.  Quelle: BDL / CM

Anrauchet Wizzair?

Wizz Air steht nicht vor dem unmittelbaren Aus. Obwohl die ungarische Fluggesellschaft durch die Nahost-Krisen, steigende Treibstoffkosten und Triebwerksprobleme spürbar unter Druck gerät und ihre Gewinnprognosen senken musste, beteuert das Management um CEO József Váradi einen soliden operativen Betrieb mit Millionen beförderten Passagieren. 

Aber der ungarische Billigflieger hat aktuell seine Aussichten für das dritte Quartal 2026 gesenkt und damit seine Aktie auf Talfahrt geschickt. Die Erlöse pro angebotenem Sitzplatzkilometer dürften im zweiten Quartal im niedrigen einstelligen Prozentbereich sinken, teilte das Unternehmen mit Sitz in Ungarn mit. Die Aktie gab daraufhin um mehr al 5 % nach. Im ersten Quartal 2026 rutschte Wizz Air in die roten Zahlen und wies einen operativen Verlust von 183,3 Mio. Euro aus.

Uns ist zudem eine Bewertung auf Tripadvisor betreffend Wizzair zugespielt worden (stammt aus dem Sommer 2024), die wir nachstehend im Wortlaut widergeben und uns auf Ihre Kommentare freuen (https://www.tripadvisor.de/ShowUserReviews-g1-d8729187-r981792440-Wizz_Air-World.html#):

„Könnte ich eine negative Sternebewertung vergeben dann würde ich es tun! Wizz Air ist die SCHRECKLICHSTE FLUGLINIE die ich kenne. 

Wir sind in der Luft einfach umgekehrt, wieder in Wien gelandet wurden wir von Wizz Air völlig im Stich gelassen, man erreichte bei der Kundenhotline entweder keinen Mitarbeiter und wenn, dann wusste niemand etwas bzw. fühlte sich nicht zuständig. 

Es wurde für keine Ersatzunterkunft oder sonstiges gesorgt – Familien mit Kindern musst am Boden stundenlang auf Neuigkeiten warten. Wizz Air war das aber egal. Ich habe bis heute am 25. November KEINE ANTWORT auf meine zahlreichen Anfragen bekommen. 

Ich würde NIE MEHR mit Wizz fliegen und kann auch anderen empfehlen, sich nicht von den Preisen anlocken zu lassen. Am Ende hatten wir sehr hohe Mehrkosten und haben dann kurzfristig uns selbst einen anderen Flug mit Finn Air (der übrigens perfekt war!) organisieren müssen um unseren Urlaub in Island überhaupt antreten zu können. 

Auch die Flugzeuge von Wizz Air sind sehr dreckig und die Plätze sind mehr als eng. Das Abheben und Landen ist wie im Film – einem schlechten Film! Man fühlt sich weder sicher noch gut aufgehoben! „Quelle: Börsenzeitung / Tripadvisor / CM

Das unterschätzte Thema „Sicherheit auf Geschäftsreisen“

Beim Thema Sicherheit auf Geschäftsreisen gibt es deutliche Lücken: Mehr als jeder Dritte informiert sich vor dem Business-Trip nicht aktiv über Risiken und Notfallmaßnahmen. Konkret haben sich 37 % der Geschäftsreisenden vor ihrer letzten Reise nicht mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Das jedenfalls besagt der aktuelle „Sicherheitsreport für Geschäftsreisen der ERGO Reiseversicherung. 

Für die Befragung wurden mehr als 300 Erwerbstätige in Deutschland in Unternehmen ab zehn Mitarbeitenden befragt, die mindestens einmal pro Jahr geschäftlich ins Ausland reisen. Die Ergebnisse zeigen: Viele Unternehmen bieten bereits Unterstützung. Gleichzeitig sind Vorbereitung, Zuständigkeiten und Notfallwissen noch nicht überall klar geregelt. Dafür sind i.d.R. Reiseverantwortliche, also Mobilitäts- bzw. Travelmanager zuständig. Wo es die nicht gobt, sind die Assistenzen der Vorstandsetagen verantwortlich.

Vor einer Geschäftsreise geht es oft um Termine, die Anreise, Unterkunft und Unterlagen. Die persönliche Sicherheitsvorbereitung liegt dabei nicht immer ausreichend im Fokus. Nur 26 % der Befragten geben an, sich vor ihrer letzten Geschäftsreise ausführlich über mögliche Risiken und Notfallmaßnahmen informiert zu haben. Weitere 37 % haben dies zumindest teilweise getan. Ebenso viele haben sich dagegen nicht aktiv mit Risiken auseinandergesetzt.

Absicherung, Assistance und digitale Begleitung. Foto: ERGO

„Geschäftsreisen sind für viele Unternehmen selbstverständlich. Die Sicherheitsvorbereitung sollte es aber ebenso sein“, sagt Bettina Konzack, Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung. „Wer beruflich reist, braucht nicht nur eine gute Reiseplanung, sondern bereits vorab klare Informationen: Welche Risiken können unterwegs wichtig werden? Wen kontaktiere ich im Krankheitsfall oder auch im Notfall? Und welche Unterstützung steht mir zur Verfügung?“

Anders als bei einer Privatreise erfolgt eine Geschäftsreise im Auftrag des Unternehmens. Dieses muss mögliche Risiken berücksichtigen, seine Mitarbeitenden angemessen informieren und für den Ernstfall verlässliche Unterstützung organisieren.

Eine Geschäftsreiseversicherung kann dabei helfen, diese Fürsorgepflicht strukturiert umzusetzen. Im Ernstfall ermöglicht sie schnellen Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung, organisiert Arzt- und Krankenhausaufenthalte, unterstützt bei verlorenen Dokumenten, Kreditkarten oder Gepäck und bietet Hilfe durch Reisehinweise, Krisenmanagement sowie Evakuierungen im Katastrophenfall.

Nicht alle Reisenden erleben klare Unterstützung im Notfall. Auch beim Blick auf die Unterstützung durch den Arbeitgeber zeigt der Sicherheitsreport für Geschäftsreisende ein gemischtes Bild. 56 % der Befragten sagen, ihr Unternehmen habe klare Prozesse und konkrete Unterstützung bei Notfällen auf Geschäftsreisen und sie fühlen sich gut unterstützt. Gleichzeitig geben 19 % an, dass es zwar Prozesse und Unterstützung gebe, sie sich aber dennoch nicht ausreichend abgesichert fühlen. 7 % sagen, es gebe keine klaren Prozesse oder konkrete Unterstützung und sie fühlen sich unsicher.

Damit wird Reisesicherheit zur Organisationsfrage. Bei Geschäftsreisen geht es nicht allein um die individuelle und freiwillige Vorbereitung der Reisenden, sondern auch um klare Strukturen im Unternehmen. Wer Mitarbeitende geschäftlich reisen lässt, sollte sicherstellen, dass Zuständigkeiten, Notfallkontakte und Unterstützungsangebote vor der Abreise bekannt sind.

Zuständigkeiten sind nicht überall klar geregelt. Doch auch wenn Prozesse vorhanden sind, bleibt nicht immer klar, wer im Unternehmen konkret für Reisesicherheit zuständig ist. Hier zeigen die Ergebnisse weiteren Handlungsbedarf: Nur 44 % der Befragten nennen eine feste zuständige Person oder Abteilung für Sicherheit auf Geschäftsreisen. 30 % sagen, das Thema werde im Team oder allgemein durch den Arbeitgeber geregelt. 12 % sehen vor allem sich selbst in der Verantwortung. 11 % geben an, dass niemand konkret zuständig sei.

Jeder Fünfte weiß im Notfall nicht sicher, wen er zuerst kontaktieren muss. Die meisten Geschäftsreisenden fühlen sich grundsätzlich orientiert. 76 % geben an, im Bedarfsfall zu wissen, wo sie Informationen zur Reisesicherheit auf Geschäftsreisen finden. Sie antworteten auf die entsprechende Frage mit „Ja, genau“ oder „Eher ja“. Gleichzeitig bleibt eine relevante Lücke: 23 % antworteten mit „Eher nein“ oder „Nein“.

Ähnlich sieht es beim Notfallkontakt aus: 79 % geben an, zu wissen, wen sie im Notfall, etwa bei Krankheit oder Unfall während einer Geschäftsreise im Ausland, zuerst kontaktieren müssen. Rund 20 % sind dagegen unsicher. Gerade in solchen Situationen kann Unsicherheit entscheidend sein, etwa wenn medizinische Hilfe, ein Rücktransport oder schnelle organisatorische Unterstützung benötigt werden.

Arbeitgeber sind zentrale Vertrauensquelle. Der Sicherheitsreport für Geschäftsreisende zeigt auch, welche Informationsquellen besonders wichtig sind. Offizielle Stellen, zum Beispiel das Auswärtige Amt, gelten für 53 % der Befragten als vertrauenswürdige Quelle für Reisesicherheitsinformationen. Direkt dahinter folgt der Arbeitgeber mit 48 %. Kolleginnen und Kollegen beziehungsweise persönliche Empfehlungen nennen 39 %, Internetrecherchen oder Suchmaschinen 32 %. Apps oder digitale Tools des Unternehmens zur Reisesicherheit werden von 28 % als vertrauenswürdig eingestuft.

Der Arbeitgeber ist damit für viele Geschäftsreisende eine zentrale Sicherheitsinstanz. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen Informationen nicht nur bereitstellen, sondern auch verständlich, erreichbar und im Ernstfall handlungsorientiert aufbereiten.

Absicherung, Assistance und digitale Begleitung. Für Unternehmen bedeutet das: Geschäftsreisesicherheit ist Teil ihrer Fürsorgeverantwortung gegenüber den Mitarbeitenden. Dazu gehören klare Prozesse, verlässliche Informationen und eine Unterstützung, die im Ernstfall schnell greift. Eine Geschäftsreiseversicherung ist dabei ein wichtiger Baustein, um Beschäftigte unterwegs abzusichern und Unternehmen bei der Erfüllung ihrer Fürsorgepflicht zu unterstützen.

„Gerade auf Geschäftsreisen muss Hilfe schnell erreichbar sein“, sagt Konzack. „Eine gute Absicherung verbindet finanziellen Schutz mit konkreter Hilfe im Ernstfall: medizinische Versorgung, verlässliche Notfallkontakte, Orientierung vor Ort und digitale Begleitung. Über unsere eigene Assistance mit 24-Stunden-Notrufzentrale und weltweitem Netzwerk können wir Reisende auch in schwierigen Situationen begleiten. Zugleich helfen wir Unternehmen damit, ihrer Fürsorgepflicht nach § 618 BGB nachzukommen. Ergänzend stellt unsere ERGO travel & care App unterwegs unter anderem aktuelle Sicherheitsinformationen, lokale Notrufnummern sowie Kontakte zu geprüften Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken sowie zu Botschaften bereit.“

Sicher reisen heißt gut vorbereitet reisen. Der „Sicherheitsreport für Geschäftsreisende“ der ERGO Reiseversicherung zeigt: Viele Geschäftsreisende verfügen bereits über ein grundsätzliches Sicherheitsbewusstsein. Gleichzeitig gibt es deutliche Lücken bei der aktiven Vorbereitung, klaren Zuständigkeiten und Notfallorientierung. Für Unternehmen ist das ein wichtiges Signal: Wer Mitarbeitende geschäftlich reisen lässt, sollte Reisesicherheit nicht dem Zufall überlassen, sondern als festen Bestandteil der Geschäftsreiseplanung verstehen. Quelle: ERGO / CM

Ford’s neue Sonderedition des Ranger

Ford Pro erweitert das Angebot für den Ranger um die Sonderedition „Holly Green“: Europas erfolgreichster Pick-up bekommt damit eine neue, auffällige und exklusiv ausgestattete Variante, die auf dem Ranger Wildtrak basiert, sich aber optisch und funktional von der Serienausstattung abhebt. Das neue Sondermodell ist ab sofort als Doppelkabine mit Plug-in-Hybrid und mit 3,0 Liter EcoBlue V6-Turbodieselmotor bestellbar.

Namensgebend für die Special-Edition ist die eigens entwickelte Sonderlackierung „Holly Green“, die serienmäßig inklusive schwarzer Türgriffe in Akzentfarbe geliefert wird. Ergänzt wird der markante Auftritt durch das neue Holly-Green-Paket, das die Serienausstattung des Ranger Wildtrak u.a. durch einen Windabweiser, verbreiterte Radhäuser sowie durch Motorhauben- und Heckklappendämpfer erweitert.  

Eines der praktischsten Features der Holly-Green-Variante ist der neue Windabweiser. Er bietet gleich mehrere Vorteile im Alltag: Diese smart designte Komponente ermöglicht Regenschutz bei gleichzeitiger Belüftung, da das Fenster auch bei Regen oder Schnee einen Spalt breit geöffnet bleiben kann, ohne dass Wasser in den Innenraum tropft. Zudem lenkt der Abweiser den Fahrtwind aerodynamisch am Fenstersteg vorbei, sodass frische Luft ins Fahrzeug gelangt, während unangenehme Zugluft für die Insassen deutlich reduziert wird. Darüber hinaus minimiert er störende Windgeräusche beim leichten Öffnen des Fensters während der Fahrt und verhindert Hitzestau beim Parken, indem er den Fensterspalt von außen verdeckt – das bietet zusätzlichen Einbruchschutz und schützt bei plötzlichem Regen vor nassen Sitzen.

Beim Antrieb können die Kunden wählen zwischen der innovativen Plug-in-Hybrid-Variante (PHEV) und dem 3,0 Liter EcoBlue V6-Turbodieselmotor, der 177 kW (240 PS)) auf die Straße bringt. Beide Varianten sind mit einem 10-Gang-Automatik-Getriebe und einem elektronischen Allradantrieb (e-4WD) gekoppelt.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=iX-hUL7R4rs

Der Ranger PHEV kombiniert einen 2,3 Liter EcoBoost Benzinmotor mit einem 75 kW-Elektro-Motor. Er erreicht eine rein elektrische Reichweite von 42 km und übertrumpft mit seiner Systemleistung von 207 kW (281 PS) sogar den 3,0 L V6-Turbodiesel. Zudem erreicht der Plug-in-Hybrid dank Elektro-Boost das höchste Drehmoment von maximal 697 Nm der gesamten Ranger-Familie. Mit seiner Power und dem intelligenten Allradantriebssystem macht der Ranger PHEV auch bei der Geländefähigkeit keine Kompromisse. Er bringt vielmehr alles mit für aufregende Offroad- und Outdoor-Abenteuer. Und als Holly-Green-Edition nun auch die passende Farbe für leise und emissionsfreie Fahrten ins Grüne oder auf Waldwegen.

Die Plug-in-Variante ist nicht nur das erste elektrifizierte Ranger-Modell, sondern auch das erste, das Pro Power Onboard bietet. Verteilt auf drei 230-Volt-Steckdosen – eine im Innenraum, zwei auf der Ladefläche – stellt der Ranger PHEV bis zu 6,9 kW für elektrische Geräte zur Verfügung: für Markus Füchtners mobile Werkstatt im Wald, aber auch auf Baustellen oder Camping-Plätzen.

Seit elf Jahren ist der Ranger der meistverkaufte Pick-up Europas und dominiert mit einem Marktanteil von mehr als 60 %  auch in Deutschland sein Segment. Voraussichtlich noch Ende dieses Jahres bekommt die Ranger-Familie dann weiteren Zuwachs. Mit dem Super Duty kommt der stärkste und leistungsfähigste Ranger nach Europa. Quelle: Ford / CM

MUC ausgezeichnet für Engagement bei barrierefreiem Reisen 

Der Flughafen München erreicht als erster Deutscher Flughafen das Level 1 des Accessibility Enhancement Accreditation (AEA) Programms des globalen Flughafenverbands ACI World.  Diese Akkreditierung unterstreicht das starke Engagement für Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität am Flughafen München.

Das AEA-Programm unterstützt Flughäfen bei der Messung, Bewertung und kontinuierlichen Weiterentwicklung ihres Barrierefreiheitsmanagements sowie ihrer Barrierefreiheitskultur. Es ist das einzige internationale Bewertungs- und Akkreditierungsprogramm, das sich gezielt der Barrierefreiheit von Flughäfen für Menschen mit Behinderungen widmet.

Zu den Bewertungskriterien zählen u.a. barrierefreie Zugänge und Leitsysteme, PRM-Servicequalität, digitale sowie Informations- und Kommunikationsangebote, Unterstützungsleistungen für mobilitäts-eingeschränkte Reisende, die Sensibilisierung von Airport Mitarbeitenden sowie die Zusammenarbeit mit Behindertenverbänden. Darüber hinaus werden die Verankerung von Barrierefreiheit in Unternehmensstrategie und Management, die Anwendung von Design-Prinzipien sowie die Einhaltung nationaler und internationaler Standards bewertet. Ziel ist es, eine durchgängige Reisekette für alle Passagiergruppen sicherzustellen.

Nach dem erfolgreichen Erreichen von Level 1 richtet sich der Fokus nun auf die nächste Stufe (Level 2) des AEA-Programms.  Quelle: FMG / CM

GBTA: Kaum Reise-Wachstum, aber höhere Ausgaben

Die Global Business Travel Association (GBTA, welteeiter Geschäftsreiseverband) führt solides Wirtschaftswachstum in den USA und Unternehmensinvestitionen als positive Faktoren für ihre Prognose an, wonach die Ausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2026 im Jahresvergleich um mehr als 7 % steigen werden. Dies nach einem Jahr 2025, in dem die Ausgaben die früheren Schätzungen der GBTA bereits übertroffen hatten. Aber: Es wird kein Wachstum bei der Anzahl der Geschäftsreisen geben.

Die zugrundeliegenden Trends zeigen jedoch, dass der Ausgabenanstieg in den Jahren 2025 und 2026 vor allem auf steigende Preise und weniger auf ein nich eintretendes höheres Volumen an Geschäftsreisen zurückzuführen ist, da Unternehmen in einem inflationären Umfeld versuchen, die Kosten zu begrenzen. Dass die Unternehmen trotz steigender Kosten nicht auf Geschäftsreisen verzichten, wertet der Verband jedoch als Zeichen für die „Widerstandsfähigkeit“ dieses Sektors.

In ihrem auf der Jahreskonferenz in Chicago veröffentlichten „Business Travel Index Outlook“ prognostizierte die GBTA für 2026 einen Anstieg der weltweiten Geschäftsreiseausgaben um 7,2 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,71 Billionen US-Dollar. Erstmals prognostizierte die GBTA im Rahmen des gemeinsam mit Rockport Analytics entwickelten BTI auch das Volumen der Geschäftsreisen und bezifferte den weltweiten Anstieg für 2026 auf 1,3 % gegenüber dem Vorjahr, was einer Gesamtzahl von 1,84  Mrd.  Reisen entspricht.

Das höhere Ausgabenniveau führte der Verband auf ein „stärker als erwartet ausgefallenes Wirtschaftswachstum“ in den USA zurück, begünstigt durch einen schwächeren US-Dollar und eine Entschärfung von Handelskonflikten , initiiert vin US-Präaident Donald Trump, in der zweiten Jahreshälfte. Freilich hat der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie Israels mit dem Libanon  mit Auswirkungen aud die VAE, Saudi Arabien etc. die Nachfrage nach Geschäftsreisen eingebremst, und die Handelspolitik Trumps bleibt ungewiss.

„Dennoch bleibt der Ausblick positiv, auch wenn die Wachstumsherausforderungen die Ausgaben voraussichtlich auf ein nachhaltigeres Niveau dämpfen werden“, so die GBTA. Die Ausgaben für Geschäftsreisen werden in diesem Jahr in „dienstleistungsorientierten“ Branchen wie Technologie, Immobilienwirtschaft, Gesundheitswesen und Bildung am stärksten steigen – nämlich um 5 bis 6 % im Jahresvergleich –, erklärte Edward Galvin, Vice President und Leiter für Nordamerika bei Visa Commercial Solutions (dem Sponsor des BTI), während einer Präsentation auf der Konferenz. Die GBTA prognostiziert einen jährlichen Anstieg der weltweiten Geschäftsreiseausgaben bis zum Ende des Prognosezeitraums im Jahr 2030, dies unter dem Vorbehalt, dass sich die Konflikte nicht verschärfen bzw. gelöst werden. Für 2030 wird erwartet, dass die Ausgaben erstmals die Marke von 2 Billionen US-Dollar überschreiten. Der Verband rechnet bis dahin mit jährlichen Wachstumsraten zwischen 4 und 6 %.

Mit Blick auf die einzelnen Länder prognostiziert die GBTA für die USA – den weltweit größten Markt – im Jahr 2026 einen Anstieg der Ausgaben für Inlands- und internationale Geschäftsreisen um 6,7 % auf 423 Mrd. US-Dollar. Für den zweitgrößten Markt, China, werden für 2026 Ausgaben in Höhe von 403,7 Mrd. US-Dollar erwartet (ein Plus von 5,9 %). Unter den 15 größten Märkten wird für Brasilien im Jahr 2026 der stärkste Anstieg der Geschäftsreiseausgaben im Jahresvergleich erwartet (+ 13,8 % auf 35,8 Mrd. US-Dollar), während die Niederlande mit 4,4 % (auf 25,2 Mrd. US-Dollar) den geringsten prozentualen Zuwachs verzeichnen dürften.

„Die wichtigste Erkenntnis in diesem Jahr ist, dass die Unternehmen nicht auf Geschäftsreisen verzichten, sondern zunehmend selektiver vorgehen und stärker auf Produktivität und Ergebnisse achten“, erklärte GBTA-CEO Suzanne Neufang. „Während die Ausgaben für Geschäftsreisen weiter steigen, nimmt die Zahl der Reisen allenfalls, wenn überhaupt, nur langsamer zu; daher müssen wir die Auswirkungen auf die Branche und die einzelnen Unternehmen bewerten.“ Quelle: GBTA / CM

 

Concur und Amex GBT erweitern „Complete“ um Leakage-Reporting und Störungsmanagement

SAP Concur und American Express Global Business Travel (Amex GBT) haben ihr gemeinsames Angebot „Complete“ um neue Funktionen erweitert. Dazu gehören Berichte über Buchungen außerhalb des Reiseprogramms (sog. „Leakage“), Self-Service-Optionen bei Reiseunterbrechungen sowie direkt am Point of Sale verfügbare Anbieter-Vorteile. 

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Das Leakage-Reporting ist ein neues Dashboard innerhalb von „Complete“, das Mobilitäts-Managern einen Überblick über die gesamten Reiseausgaben bietet – einschließlich Buchungen, die außerhalb des Reiseprogramms getätigt wurden. Die Daten werden nach Geschäftsbereich, Reisekategorie, Anbieter und Reisendem aufgeschlüsselt dargestellt. 

Laut Charlie Sultan, President von Concur Travel, ermöglichen die kombinierten Daten von Concur und Amex GBT Travel Managern detailliertere Analysen („Drill-Down-Optionen“): So lässt sich beispielsweise erkennen, welche Anbieter am häufigsten entgegen der Reiserichtlinie gebucht werden oder welche Reisenden am öftesten außerhalb der Richtlinien buchen.

„Es geht darum, die Transparenz, die Einhaltung der Richtlinien (Compliance) und die Leistungsfähigkeit des Reiseprogramms zu verbessern“, so Sultan.

Das Dashboard für das Leakage-Reporting steht derzeit einer Gruppe von Pilotkunden zur Verfügung und wird im ersten Quartal 2027 allgemein verfügbar sein.

Die Funktion für das Störungsmanagement integriert Self-Service-Optionen in die „Complete“-App, erklärte Evan Konwiser, Chief Product and Strategy Officer bei Amex GBT. Die App kann Benachrichtigungen bei Flugverspätungen oder -ausfällen senden. Zudem können Reisende die App selbstständig nutzen, wenn sie aus anderen Quellen von einer Störung erfahren; sie sehen dort Alternativen und können bei Bedarf Flüge umbuchen. Dies erspart den Geschäftsreisenden den Besuch mehrerer Websites – etwa wenn sie Optionen jenseits ihrer ursprünglichen Fluggesellschaft prüfen wollen – sowie lange Wartezeiten in der Telefonwarteschleife der Anbieter, so Konwiser.

Die Funktion, die Early Adopters bereits jetzt zur Verfügung steht und im ersten Quartal 2027 breit ausgerollt wird, umfasst ein Echtzeit-Tool für Ausnahmegenehmigungen, das verfügbare Optionen berücksichtigt und sicherstellt, dass Umbuchungen den Reiserichtlinien entsprechen. Ist die vom Reisenden gewünschte Option in der App nicht verfügbar oder verstößt sie gegen die Richtlinien, kann die App den Nutzer unter Weitergabe der bereits vorliegenden Kontextinformationen an einen Reiseberater verweisen, so Konwiser.

Die dritte Neuerung ist die Möglichkeit, Angebote von Anbietern direkt am Point of Sale auszuspielen. Laut Konwiser können Reisende so den Wert dieser Angebote im Kontext ihrer Reiserichtlinien erkennen. Zu diesen Angeboten zählen u.a. Vorteile, die sich aus dem Treuestatus des jeweiligen Reisenden ergeben, sowie Vergünstigungen, die im Rahmen des Geschäftsreiseprogramms oder durch Amex GBT ausgehandelt wurden, oder speziell zugeschnittene Anbieterangebote zur Förderung der Nutzung.

Die Anbieterangebote im Bereich „Perks“ werden noch im August 2026 breit verfügbar sein. Die entsprechenden Vorteile stehen Early Adoptersin ebenfalls in Kürze zur Verfügung, gefolgt von einer breiten Einführung im vierten Quartal. Konwiser fügte hinzu, dass Amex GBT plant, diese „Inclusion Engine“ nach der Integration in „Complete“ auch in Egencia zu implementieren. Quelle: Amex GBT / Concur / CM

Turkish Airlines startet Flüge zwischen Sydney und Singapur

Auf der Flugstrecke zwischen Sydney und Singapur haben Reisende bereits die Wahl zwischen Qantas, Singapore Airlines, British Airways und der Billigfluggesellschaft Scoot. Nun sorgt jedoch eine weitere Fluggesellschaft – Turkish Airlines (eine der größten Europas) – für frischen Wettbewerb auf dieser insbesondere bei Geschäftsreisenden beliebten, rund achtstündigen Route.

Turkish Airlines hat bestätigt, dass die neue Verbindung Istanbul–Singapur–Sydney am 26. Oktober startet. Sie wird an fünf Tagen pro Woche mit modernen Airbus A350-Maschinen bedient, die über rund 30 „Lie-Flat“-Sitze in der Business Class verfügen – allerdings ohne Premium-Economy-KabiGeschäftsreisende können Turkish Airlines auch auf der Route Singapur-Sydney wählen. Foto: Turkish Airlines

Screenshot

Ab Ende Oktober 2026 verlegt Turkish Airlines den Zwischenstopp ihrer Flüge von Istanbul nach Sydney von Kuala Lumpur nach Singapur. Im Gegensatz zum bisherigen Zwischenstopp in Kuala Lumpur wird es laut Turkish Airlines möglich sein, auch nur die Teilstrecken Sydney–Singapur bzw. Singapur–Sydney zu buchen und zu fliegen.

Im Zuge dieser Umstellung werden die Flugnummern von TK174/TK175 in TK22/TK23 geändert.

Flug TK23 startet um 21:35 Uhr  Ortszeit in Sydney und erreicht Singapur um 02:50 Uhr (Ortszeit) ; TK22 startet um 08:30 Uhr (Ortszeit) in Singapur und landet um 19:25 Uhr (Ortszeit) in Sydney.

Turkish Airlines nutzt für ihre Flüge nach Singapur das Terminal 1 des Flughafens Changi; Passagiere der Business Class sowie Vielflieger mit höherem Status werden dabei an die Marhaba Lounge verwiesen.

Wer jedoch lediglich den Flug TK22 von Singapur nach Sydney antreten möchte, für den ist es ratsam, stattdessen eine der erstklassigen Lounges von Singapore Airlines (ebenfalls Star-Alliance-Mitglied) im Terminal 3 aufzusuchen. Geschäftsreisende sollten dann die KrisFlyer Gold Lounge wählen, sofern sie über einen Vielfliegerstatus verfügen, oder die SilverKris Lounge, wenn sie in der Business Class reisen. Quelle: Turkish Airlines / CM

Der neue A2 e-tron ist der effizienteste Audi aller Zeiten

Der A2 e-tron ist der effizienteste Audi aller Zeiten. Nach WLTP-Messung weist das elektrische Kompaktmodell in der Leistungsstufe mit 140 kW und optionalem Effizienzpaket1 einen vorläufigen Verbrauch von 12,8 kWh/100 km auf. Möglich machen das eine weiterentwickelte Antriebstechnologie, eine durchdachte Aerodynamik sowie eine für den Alltag verbesserte Batterie.

Die wichtigsten Fakten zum  A2 e-tron 140 kW mit Effizienzpaket1

  • Elektrischer Verbrauch von 12,8 kWh/100 km (vorläufig) nach WLTP-Messung
  • Luftwiderstandsbeiwert cw = 0,24 – Bestwert im Audi Kompaktsegment – Aerodynamik-Maßnahmen reduzieren elektrischen Verbrauch im WLTP um bis zu 0,9 kWh/100 km 
  • Hocheffizienter Elektro-Antrieb mit Weiterentwicklungen bei Leistungselektronik, E-Motor und Getriebe
  • 61-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) erreicht mit angepasster Kühlungsstrategie 89,6 % Ladeeffizienz an der Wallbox
  • Bidirektionales Laden: Vehicle-to-Load3 und Vehicle-to-Home4 machen den A2 e-tron zum Energiespeicher

Bei Geschwindigkeiten ab circa 100 km/h entfallen mehr als 50 % des Energiebedarfs auf den Luftwiderstand. Jede Verringerung des cw-Werts zahlt direkt auf Verbrauch und Reichweite ein. Mit einem Wert von 0,24 hat der A2 e-tron 140 kW mit Effizienzpaket1 den besten Luftwiderstandsbeiwert unter den Kompaktmodellen bei Audi und spielt diesen Vorteil voll aus. 

Die Karosserie folgt dem Prinzip des Stromlinienkörpers: abgerundete Front, fließende Dachlinie, scharf definiertes Heck. Diese Form verringert den Luftwiderstand im Vergleich zu einem konventionellen Vollheck-Fahrzeug. Hinzu kommen Detaillösungen an der seitlichen Fahrzeugfront: Air Curtains – Kanäle, die die Strömung gezielt umlenken und so Turbulenzen verringern – sowie Gap Reducer und Gap Breather, die Verwirbelungen am Radhaus reduzieren. 

Der Audi A2 e-tron verfügt über einen aktiven Kühllufteinlass, der im Normalbetrieb und bei höheren Geschwindigkeiten geschlossen ist, um den Luftwiderstand zu senken und die Reichweite zu optimieren. Beim Ladevorgang, bei starker Beschleunigung oder bei sommerlicher Hitze öffnet sich der aktive Kühllufteinlass hingegen und schützt dadurch Batterie und Elektronik. 

Beim Elektromotor des A2 e-tron handelt es sich um eine permanent erregte Synchronmaschine, die konsequent auf Effizienz und Fahrkomfort ausgelegt ist. Der Antrieb arbeitet genau dort effizient, wo Kunden es erwarten: im Alltagsverkehr. Drei Hebel machen den Unterschied. 

  • Leistungselektronik: Siliziumkarbid-Halbleiter ersetzen die bisherige Silizium-Technologie und senken Schaltverluste deutlich – besonders im Teillastbereich. Eine variable Schaltfrequenz verringert die Verluste um bis zu 20 Watt; alternative Modulationsverfahren reduzieren die Schaltverluste gegenüber klassischen Methoden um bis zu 33 %. 
  • E-Maschine: Dünnere Lamellen (0,2 statt 0,3 mm) senken die sogenannten Eisenverluste. Die Statorwicklung wechselt von Stern- auf Dreieckschaltung – das verschiebt den Betrieb in effizientere Drehzahlbereiche. 
  • Getriebe: Ein neues Leichtlauföl reduziert Reibungsverluste spürbar. Die lange Übersetzung von 10,2:1 senkt bei höheren Geschwindigkeiten das Drehzahlniveau und kann so den Verbrauch verringern. 

Hocheffiziente Batterie. Für die Batterie des A2 e-tron 140 kW setzt Audi auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) in Cell-to-Pack-Bauweise: Die Zellen sind direkt ins Gehäuse eingeklebt, was die Packungsdichte erhöht. Dadurch lassen sich bei reduziertem Platzbedarf Energieinhalt und Energiedichte des Hochvolt-Systems steigern. Die LFP-Batterie kommt ohne seltene Erden aus, altert langsamer als viele Alternativen und gilt als besonders sicher. Durch diese Robustheit können die Batterien im Alltag unkompliziert immer wieder auf 100 % geladen werden. Das ermöglicht regelmäßig hohe Reichweiten. 

Durch den charakteristisch flachen Spannungsverlauf hält die Batterie auch bei sinkendem Ladezustand (State-of-Charge, SoC) eine hohe Spannung, was zu einer gleichmäßigeren Leistungsabgabe führt. Das ist für die Gesamtbetrachtung wichtig. Denn Effizienz bedeutet nicht nur, einen guten Verbrauch zu erzielen – sondern auch, dass die Batterie ihre Leistungsfähigkeit und Nutzbarkeit über einen langen Zeitraum behält. Die LFP-Technologie bietet eine höhere Alterungsstabilität und damit eine sehr gute Voraussetzung für elektrische Mobilität im Alltag. 

Die Zellchemie der LFP-Batterie ist jedoch nur ein Baustein. Das größte Effizienzpotenzial entsteht im präzisen Zusammenspiel von Batterie, Thermomanagement, Ladelektronik und Software. Eine angepasste Kühlungsstrategie etwa hebt die Ladeeffizienz beim Laden an der Wallbox auf 89,6 %, was im Alltag weniger Energieverlust und stabileres Ladeverhalten bedeutet. 

Insgesamt zeigt der Audi A2 e-tron, dass Effizienz im Elektrofahrzeug nicht allein in der Hardware liegt, sondern in hohem Maß von der Regelstrategie abhängt. Ein speziell auf die LFP-Batterie abgestimmter Algorithmus bewertet Ladezustand und Alterungszustand präzise.

Darüber hinaus unterstützt der Audi A2 e-tron bidirektionales Laden: Durch Vehicle-to-Load1 lassen sich externe Geräte aus dem Fahrzeug versorgen. Vehicle-to-Home2 ermöglicht die Nutzung als Energiespeicher für das eigene Zuhause. Voraussetzung ist eine von Audi empfohlene Ladebox. Quelle: Audi / CM

NiedrigWasser im Rhein treibt die Spritpreise

Wegen extremen Niedrigwassers auf wichtigen Wasserstraßen wie dem Rhein warnen Verbände vor Engpässen und steigenden Preisen bei der Spritversorgung. Da Frachtschiffe und Tanker nur noch stark eingeschränkt befüllt werden können, steigen die Transportkosten massiv, was insbesondere im Süden Deutschlands zu spürbaren Belastungen, sprich Preissprünge an den Zapfsäulen der Tankstellen führen kann.  Jetztr rächt sich die Dummheit der deutschen Autohersteller, zu spät auf die E-Mobilität gesetzt zu haben. 

Die extremen Frachtraten auf dem Rhein schlagen direkt auf die Logistikkosten und damit auf die Preise an den Zapfsäulen durch. Nicht ausgeschlossen, dass es an vielen deutschen Tankstellen demnächst kein Benzin und auch keinen Dieselkraftstoff mehr gibt: Grund ist weniger der Nahost-Konflikt, sondern der Klimawandel. Er sorgt dafür, dass der Rhein kaum noch Wasser führt. 

In An vielen Tanklagern in Westdeutschland ist Benzin inzwischen Knapp, soweit sie über die Tankschifffahrt auf dem Rhein mit Treibstoff versorgt werden. Raffinerien am oder nahe dem Rhein dreoht der Stillstand. Andere Teile Deutschlands bekommen Kraftstoff über andere Raffinerien, Pipelines und Häfen zumeist per Bahn.  

Wie der Tankstellenverbands ZTG sagt, können wegen des Niedrigwassers Frachtschiffe oft nur noch 10 % ihrer üblichen Ladung oder weniger transportieren und immer mehr Routen sind auch von Tankschiffen nicht mehr möglich. Die Fracht kostet zwischen Rotterdam und Karlsruhe inzwischen das Siebenfache (145 bis 150 Euro je Tonne statt wie bei normalem Pegelstand 20 bis 25 Euro.

Laut  Argus Media, eine weltweit führende, unabhängige Preisberichtsagentur (PRA) für den Energie- und Rohstoffmarkt, haben die haben die hohen Frachtkosten Rohstoffe und Kraftstoffbestandteile auf den Routen nach Frankfurt und Karlsruhe bereits deutlich verteuert.  Quelle: ZTG / Argus Media / CM