Reisebüro streicht fast 21.000 CHF ein und „vergisst“ die Reise zu buchen…

Vier Schweizer haben 20.800 Schweizer Franken bei einem Reisebüro in Zürich für eine Japan-Reise einbezahlt. Bis zum Tag des Abflugs aber hatten sie weder ihre Flugtickets noch Hotelvoucher bekommen. Das Reisebüro hatte nichts gebucht.

Ein 43-Jähriger und seine drei Freunde haben laut einem Artikel im Schweizer Online-Boulevardmagazin Blick“ bei einem Reisebüro in Zürich eine Japan-Reise gebucht. Am 28. September 2026 hätte es eigentlich losgehen sollen. Insgesamt haben die vier Männer 20.800 CHF zunächst als Anzahlung, dann als Restzahlung dem Reisebüro überwiesen und die Bestätigung für Flüge, Hotels und Züge erhalten. Als der Abflugtermin näher rückt und die Unterlagen noch nicht vorlagen, wurden die  Kunden vertröstet.

Der 43-Jährige nimmt die Sache selbst in die Hand und fragte bei Cathay Pacific und den Hotels nach, wie es um die Buchungen steht. Doch über eine Reservation für die vier Kunden verfügen weder die Airline noch die Hotels. Wie „Blick“ nach Anfrage beim Geschäftsführer des Reisebüros erfahren hat, soll es „Unstimmigkeiten bei der Buchungsanfrage“ gegeben haben.

Der Kunde hat bei der Polizei Anzeige erstattet und die Rechtsschutzversicherung und den Reisegeld-Versicherer eingeschaltet. Und als er persönlich im Reisebüro auftauchte, will er gehört haben, wie ein Mitarbeiter am Telefon anderen Kunden mitteilte, dass keine Buchung für das Quartett vorhanden sei. Offenbar handelt es sich um keinen Einzelfall.

Blick nennt nicht, um welches Reisebüro genau es sich handelt. Die Rede ist von einem Reisebüro, das sich selber als Experte für Asienreisen bezeichnet und auf Japan spezialisiert ist. Die Kantonspolizei Zürich will aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben.

Und die vier geprellten Kunden? Sie wollten sich die Reise nicht nehmen lassen und haben nun neue Flüge auf eigene Faust gebucht und zusätzlich bezahlt. Am Montag sind sie nach Fukuoka abgehoben.

Klar ist: Der Fall wirft ein schlechtes Licht auf die Reisebüro-Branche; umso mehr, weil vorerst unklar ist, um welches Reisebüro es sich handelt und somit auch andere Asien-Spezialisten unter Verdacht geraten. Ein seriöses Zürcher Reisebüro, das Asienreisen verkauft, hat bereits mehrere Kundenanrufe erhalten mit der Frage, ob mit ihrer Buchung alles in Ordnung sei. Quelle: Blick / CM

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