Die Würfel sind gefallen: Harte Zeiten für VW-Beschäftigte

Der VW-Aufsichtsrat einigt sich auf den härtesten Umbauplan der Konzern-Geschichte. Ein vertrauliches internes Papier  beschreibt die Lage als letzte Chance, um Volkswagen vor der Untergang zu bewahren. 

Seit Wochen tobt in Wolfsburg der Machtkampf um den härtesten Umbau der Konzern-Geschichte. Bis zu 60.000 Arbeitsplätze sollen zusätzlich gestrichen, vier Werke in Deutschland geschlossen, wobei das noch nicht endgültig ist. Vielmehr müssen jetzt für alle Standorte konkrete Lösungen erarbeitet werden – dabei sehen Betriebsrat und IG Metall weiterhin ausdrücklich den Vorstand in der Pflicht.“ Milliarden gespart werden.  Diese Anpassung der weltweiten Personalkapazitäten sei notwendig, um die Ziele des Transformationsprogramms zu erreichen, teilte der Konzern mit.

VW nennt 32 Mrd. Euro Umsatz im Jahr. Beschäftigt werden weltweit 650.000 Mitarbeitende. Zu den ganz dicken Problemen von Europas größtem Autobauer zählen dessen Produktionskosten. Die sind in Deutschland sehr viel höher als in den anderen Ländern, geht  aus einem internen Papier hervor. Hinzu kommen der massive Zulassungsrückgang auf dem chinesischen Markt verbunden mit einem erheblichen Gewinneinbruch.

Nun hat sich der VW-Aufsichtsrat überraschend auf ein Sparpaket geeinigt. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, teilte der Konzern mit,. Wie bild.de  weiß, sollen rund 95% des Rettungsplans umgesetzt werden. Am Freitag soll das Paket dann nach Anpassung einzelner Punkte verabschiedet werden. 

Die Restrukturierung kostet zunächst mindestens 6,6 Mrd. Euro, in Investitionen und Forschung sollen rund 50 Mrd. Euro weniger fließen. Die Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm müssten zwischen 2031 und 2034 geschlossen werden, falls sie nicht zeitnah massiv günstiger bzw. Lösungen gefunden werden. Für die vier auf der Kippe stehenden Fabrikationsstätten könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden kann, teilte VW mit. Für diese Werke würden parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft. Quelle: VW / bild.de / CM

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