Novum Hospitality kündigt Rüsselsheimer Garner Hotel

Novum Hospitality, eine in Hamburg ansässige Hotelgruppe, hat den Pachtvertrag für das Garner Hotel in Rüsselsheim außerordentlich mit sofortiger Wirkung beendet. Hintergrund: Gutachten sollen erhebliche Mängel an der Trinkwasserinstallation belegen.

Auf Hotelbuchungsplattformen sind Buchungen bereits nicht mehr möglich: Der Betreiber des Garner-Hotels, die Novum Hospitality Gruppe, hat das Haus mit rund 150 Zimmern geschlossen. Hintergrund sind nach Angaben des Unternehmens anhaltende und schwerwiegende Mängel an der Immobilie. Auch der Pachtvertrag wurde mit sofortiger Wirkung außerordentlich gekündigt.

Das Garner Hotel in Rüsselsheim. Foto Garner Hotel

Novum Hospitality lässt sich wie folgt zitieren: „Mehrere technische Untersuchungen sowie unabhängige Sachverständigengutachten dokumentierten erhebliche Mängel und gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit der Trinkwasserinstallation.“ Konkret geht es offenbar um Legionellenbefall. Das Gesundheitsamt soll zuvor bereits, so berichtet der HR, wegen Kontamination des Wassers ein Duschverbot ausgesprochen haben.

Legionellen sind Bakterien, die in warmem Wasser leben und über winzige Wassertropfen in der Luft eingeatmet werden können. Sie verursachen evtl. grippeähnliche Beschwerden oder gar die gefährliche Legionärskrankheit. Diese schwere Lungenentzündung führt zu hohem Fieber und starker Atemnot. Unbehandelt kann die Infektion lebensbedrohlich sein. Besonders gefährdet sind ältere oder kranke Menschen.

In der Vergangenheit soll sich Novum Hospitality mehrfach an den Eigentümer des Hauses in Rüsselsheim gewandt haben. Die Mängel wurden aber bisher offenbar nicht beseitigt. Die Entscheidung zur fristlosen Kündigung sei laut Betreiber erst getroffen worden, nachdem sämtliche Möglichkeiten zur Fortführung des Hotelbetriebs unter sicheren Bedingungen geprüft worden seien. Die Kündigung diene dem Schutz von Gästen, Mitarbeitenden sowie sämtlichen weiteren Nutzern des Gebäudes.

Der Hotelbetrieb in Rüsselsheim werde dauerhaft eingestellt. Für die betroffenen Beschäftigten sei in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Betriebsrat und dem Gesamtbetriebsrat an Lösungen gearbeitet worden. Quelle: HR / CM

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